Videotipp am Montag #8


Heute ist wieder Videomontag und es geht um Brot und Gebäck.

Billige Brötchen: Die Spur der Teiglinge

Nur noch 16 Prozent des Brotes kommen vom Bäcker, mit Backstationen sind Supermärkte und Diskonter längst im Vormarsch.

Die Backwaren sind dort nicht nur billiger, es gibt auch am Abend noch warme Brötchen und frisches Brot. Die Ketten backen nicht selbst, sondern nutzen tiefgefrorene Teiglinge, die nur aufgebacken werden.




Ich wünsche Euch viele aufschlussreiche Minuten.

Alternativen:

* Kaufe Dein Brot beim heimischen Bäcker und erkundige Dich danach, woher die Zutaten fürs Brot kommen und ob er tatsächlich selbst bäckt.

* Wenn jedes Kipferl, Semmerl und Topfentascherl gleich aussieht, wird es maschinell gefertigt. Unterschiedliche Größe und Form sind ein Qualitätshinweis!

* Brot beim Bäcker zu kaufen hat zusätzlich den Vorteil, dass man es unverpackt mit nach Hause nehmen kann, was den Müll reduziert und Plastik vermeidet.

* Auch am Bauernmarkt kann man gutes selbst gebackenes Brot kaufen. Es wird mit Getreide aus eigenem Anbau und ohne alle Zusatzstoffe gebacken. Damit unterstützt Du die Bauern in Deinem Umfeld, damit sie faire Preise für ihre Arbeit bekommen.

* Eine mögliche selbst.gemachte Alternative habe ich am Samstag in meinem Beitrag selbst.gemacht statt selbst.gekauft – schnelles Frühstücksgebäck vorgestellt.



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Im Index Videotipps findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Videotipps.

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21 Kommentare zu “Videotipp am Montag #8

  1. Hi Maria,

    Die Doku ist super! War mir vorher nämlich auch nicht klar, dass die meisten „Bäcker“ das Brot in nem Katalog bestellen und nur auftauen… Hab ich auch dran gedacht, als ich Deinen Post von vorgestern gelesen hab mit dem Frühstücksgebäckrezept zum selber machen. 🙂

    Liebe Grüße
    Sophia

    • Hallo Sophia!

      Die beiden Beiträge sind nicht zufällig in zeitlicher Nähe veröffentlicht worden…

      Leider ist es vielfach wirklich so mit dem Brot aus dem Katalog und seit kurzem hat der Discounter in der Nähe nun auch eine eigene „Backstube“ statt weiterhin das Brot von umliegenden Bäckereien zu beziehen.

      Sehr schade finde ich!

      lg
      Maria

  2. Mittlerweile gibt es ja auch für alle erdenklichen Füllungen, Hefeteigarten und Überzüge Fertigprodukte aus dem Beutel, die dem Bäcker Gelingsicherheit und stets gleichen Geschmack garantieren. Eigentlich eine Ohrfeige für alle Bäcker, die noch in Handarbeit produzieren, wo man offenbar auch mit Tütchen-Aufreißen verkaufbare Produkte hinbekommt.

    Um einen „richtigen“ Bäcker zu finden, der sein Brot noch hinter dem Verkaufsraum produziert, muss ich übrigens fast 15 km in die Wildnis fahren – dabei wohne ich schon weitab von der Großstadt. Das zeigt, wie weit die Arme der Industriebäckerei bereits reichen.

    • Hallo Saranesu!

      Ich bin leider recht empfindlich auf Inhaltsstoffe – das habe ich lange nicht gemerkt und hatte sehr oft Probleme beim Brot.

      Seitdem ich nur noch selber backe, sind die Probleme verschwunden.

      Schön, dass Du einen Bäcker für Dich gefunden hast.

      lg
      Maria

      • Ich backe mein Brot, bis auf wenige Ausnahmen, auch größtenteils selbst – da kann man wenigstens auf die Zutaten achten, da hast du recht.
        Seit ich einen hochmotivierten Sauerteig und eine Getreidemühle als Mitbewohner habe, klappt das ganz Backen wunderbar 🙂

        LG,
        Saranesu

  3. Was mich erschreckt: dass viele Menschen gar nichts mehr schmecken. Mein Mann kam auch etliche Male vom Einkaufen und hatte an der Brottheke etwas Süßes gekauft. Wir haben jedes Mal gesagt: Na ja, geht so. Zweimal habe ich es weggeworfen, weil es chemisch schmeckte. Von da ab backte ich und backe noch ca. alle 5 Tage Kuchen selber, natürlich nicht mit Backmischung, übrigens ganz minimalistisch in der eckigen länglichen Form und ganz ohne Guss. Jetzt muss ich mich nur mal an Brötchen und Brot wagen 😉
    Liebe Grüße, Franka

    • Hallo Franka!

      Ich backe auch 1-2 x pro Woche selber. Einfache Kuchen, das geht schnell und schmeckt. Abwechslung bringen die Ergänzungen durch Schokolade oder saisonales Obst.

      Da weiß ich, was drinnen ist und kann nach meinem Geschmack Zucker reduzieren.

      Wenn Du Kuchen backst, dann ist Brot backen keine Hexerei!

      lg
      Maria

  4. Noch ein Tipp zur Ergänzung – das meiste hast du ja schon gesagt. 🙂

    Es gibt bestimmte Zusatzstoffe, die ausgewiesen werden müssen. Bei Bäckereien hängt an der Theke deshalb oft ein Schild, wo sinngemäß draufsteht, die kennzeichnungspflichtigen Stoffe würden in einer Mappe stehen. Sich das anzugucken oder nach der Mappe zu fragen (die es manchmal gar nicht gibt!) kann sehr interessant sein, weil man dadurch „live“ erlebt, was man da eigentlich essen (würde, wenn einem nicht der Appetit vergeht).

    Dazu kommen natürlich noch die „Hilfsstoffe“, die NICHT ausgewiesen werden müssen.

    Viele Bäcker können heutzutage leider gar nicht mehr richtig backen. Sie müssen es ja auch nicht mehr.

    Bäckerei-Verkäufer*innen freuen sich übrigens auch sehr, wenn man mal lobt, dass abends nicht mehr so viel Ware ausliegt. 😉 Meistens bekommen sie leider nur Beschwerden zu hören, wenn eine Stunde vor Ladenschluss nicht mehr alles erhältlich ist… Das ist auch eine Kleinigkeit, die jeder machen kann. 🙂

    • Hallo Stadtpflanze!

      Der Tipp wegen „am Abend ist nicht mehr so viel da, das ist toll“ finde ich gut.

      Gerade im Bereich von Brot ist die Lebensmittelverschwendung in den Geschäften am größten. In etwa 50% vom gebackenen Brot landet im Müll.

      Da der Konsument bis am Abend die volle Bandbreite der Brotauswahl haben möchte und am nächsten Tag kein Brot vom Vortag kauft, wird so viel weggeworfen.

      Es wäre gut, wenn es dafür eine praktikable Lösung gäbe.

      Ein Schritt könnte sein, dass die Konsumenten signalisieren, dass sie abends gar keinen Wert auf die gesamte Produktpalette legen.

      lg
      Maria

      • …und wenn man doch dringend ein bestimmtes Brot braucht (zum Beispiel weil man Gäste hat und Baguette reichen möchte), kann man es „vorbestellen“. Das geht meistens auch dann, wenn die Bäckerei nicht damit wirbt oder es nirgendwo zu erkennen ist. 🙂

        Durch Nachfragen oder das oben erwähnte Lob entsteht langfristig auch bei Verkäufern und Produzenten ein Bewusstsein dafür, was Kund*innen wollen oder nicht wollen.

  5. Vielen Dank für das Video! Ich habe die Dokumentation vor einiger Zeit schon mal gesehen, sie aber jetzt wieder angeschaut. Wir backen in letzter Zeit vermehrt selbst im Holzofen. Es schmeckt wunderbar und ist wirklich nicht schwierig. Wer nicht so viel Zeit hat, kann ja vorbacken und was einfrieren. Klar, frisches Brot schmeckt natürlich besser, aber bevor man stattdessen Luftlochbrötchen kauft …

    • Hallo Lisa Maria!

      Selbst vorgebackenes und eingefrorenes Brot ist auf jeden Fall besser als „Luftlochbrötchen“ wie Du sie nennst.

      Wenn man einfrieren möchte kann man die Brötchen nicht ganz fertig backen oder einen Teil der Brötchen etwas früher aus dem Backrohr nehmen.

      Dann ist die Qualität besser.

      lg
      Maria

  6. Hallo Maria,

    ich kaufe bei einem Bäcker in der Region mit über 100 Jahre Tradition. Es schmeckt mir besser als selbst gemacht. Auch wenn Bekannte meinen, das kann ich doch im Supermarkt billiger haben. Das ist mein Luxus. Die Preise zahle ich gerne.

    Liebe Grüße
    Tanja

    • Hallo Tanja!

      Ich finde es super, wenn Du so einen guten Bäcker gefunden hast!

      Besser als selbst gemacht kann ich mir bei einem traditionellen Bäcker gut vorstellen, weil er sicher mit Sauerteig bäckt und einen sehr guten Ofen hat. Das bekommst Du selbst nicht hin, vor allem mit der Feuchtigkeitszufuhr während des Backvorgangs.

      Einen höheren Preis für besseren Geschmack finde ich immer ok 😀

      lg
      Maria

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