Best of Plastikfasten

Tipps aus der Praxis

Im März habe ich mich mit der Aktion Plastikfasten vom Bund für Umwelt und Naturschutz befasst und die Beiträge Damit der Plastikmüll abnimmt: Plastikfasten und ergänzende Gedanken zum Plastikfasten geschrieben.

Viele Menschen sind dem Aufruf vom Bund gefolgt und haben sich über Facebook und andere sozial media mittels #Plastikfasten ausgetauscht.

Plastikfasten2

Mittlerweile wurde eine Zusammenfassung der verschiedenen Mitteilungen und Postings in der Broschüre Plastikfasten Tipps – Best of veröffentlicht.

Die Fastenzeit ist für mich nicht vorüber

Für mich war das ja keine einmalige zeitlich begrenzte Aktion sondern es ist längst Bestandteil meines Lebens geworden, Plastik wo es nur irgendwie möglich ist zu vermeiden.

Nicht immer ist es einfach und manchmal geht es auch mir nicht schnell genug *winke zu Trix*, wenn ich z.B. im Badezimmer noch immer ein paar Plastikflaschen sehe. Aber es macht für mich auch keinen Sinn, das bereits gekaufte Duschgel wegzuwerfen, nur damit ich endlich die wunderbare selbst gesiedete Seife verwenden kann.

Ziel ist eine nachhaltige Veränderung der Gewohnheiten

Es hat auch sein Gutes, wenn man nichts überstürzt. Man ist nicht überfordert, hat Zeit zu recherchieren, auszuprobieren und sich an die Veränderungen zu gewöhnen. Diese können sich langsam manifestieren, wodurch sie nachhaltiger werden und in Fleisch und Blut übergehen.

Mittlerweile habe ich einen richtigen Ekel vor Plastik entwickelt, das ist ganz seltsam. Es ist dadurch gar keine Kopfentscheidung mehr sondern ein richtiges Bedürfnis geworden, Plastik zu vermeiden.

Obstsackerl aus Papier

Heute habe ich in einer Zeitschrift gelesen, dass es eine EU-Richtlinie gibt, wonach alle Mitgliedsstaaten aufgefordert werden, den Plastikmüll zu verringern. Insbesondere sollen die leichten Plastiksackerl für Obst und Gemüse bis 2019 um 80% reduziert werden.

Eine österreichische Supermarktkette führt testweise in 50 Supermärkten im Bereich Wien und Niederösterreich Papiersäcke ein. 6 Monate lang können sich Konsumenten bewusst zwischen den Plastik- oder den neuen Papiersäcken entscheiden.

Was ich gut finde: Der Supermarkt schreibt selbst: „Geben Sie auch dem Papiersackerl eine Chance – der Umwelt zuliebe!“

zum Nachlesen:

Plastikfasten Tipps – Best of
EU sagt Plastiksackerl den Kampf an: Reduktion um 80% bis 2019
Alternative zu Plastiksackerl in Spar-Gourmet-Märkten


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

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18 Kommentare zu “Best of Plastikfasten

  1. Ich hab am letzten Wochenende noch 18 Wecksaftflaschen gekauft und befüllt. In meine Gesundheit investiert. Früher hab ich mir soviel Schrott gekauft, da ist es da sinnvoller angelegt. Jetzt hab ich 40 Weckflaschen in 3 Größen. Ziel war: keine Verpackungen mehr in der Küche. Alles nur noch in Glas. Auch kein Papier oder Karton. Ich hatte leider „Zero Waste“ gesehen. 🙂 Bisher geht es ganz gut. Alles was ich einkaufe, wird sofort umgefüllt. Und irgendwann kann ich auch plastikfreier einkaufen. Weil ich wieder näher an einem Wochenmarkt wohne oder die Geschäfte das Plastik doch reduzieren.

    Warum kein Papier? Das riecht so eklig und das finde ich teilweise noch schlimmer als Plastik. Weil das alles so anstrengend war bei 30 Grad in der Wohnung, bin ich 3 Stunden eingeschlafen. 🙂 Ich werde jetzt mit diesen Flaschen alt. Und mich gibt es auch nur mit den Flaschen.

    Seife im Bad funktioniert auch gut. Nicht in die Hand nehmen, sondern nur mit dem Zeigefinger kurz drüber streichen. Dann ist es auch hygienisch. Die Flüssigseife ist tatsächlich nach 1 Jahr all geworden. So viele Vorräte hatte ich. Tock! Tock! Schön, dass wir alle parallel weitermachen und langsam an unser Ziel kommen. Das verbindet auf eine tolle Weise.

    Wir schaffen das.

    Liebe Grüße
    Tanja

    • Hallo Tanja!

      Ja, es ist tatsächlich so ein schönes Gemeinschaftsgefühl unter den Ökobloggern entstanden, weil wir gemeinsam in eine ähnliche Richtung gehen. Finde ich auch wunderschön.

      Zu Deinen Erfahrungen in der Küche – ich liebe auch meine Gläser und möchte nicht mehr zurück. Bei mir werden schon seit Jahren alle Lebensmittel umgefüllt, die ich kaufe, allerdings früher halt in Plastikbehälter. Jetzt mit den Gläsern macht das ein viel besseres Gefühl. Alleine das ist es schon voll wert!

      lg
      Maria

  2. Danke für die schöne Zusammenfassung und die wertvollen links.
    Ich werde das Thema bei mir auch mal wieder aufnehmen.
    Bei mir streubt sich mittlerweile auch alles gegen Plastik. Ich versuche so wenig neues Plastik zu kaufen, wie es geht.
    Aber was habt ihr mit den alten Behältnissen gemacht? Die, die sich aktuell meine Nudeln und Co. kümmern. Einfach wegwerfen ist ökologisch auch nicht wirklich vertretbar. Ich werde sie nach und nach immer weiter von meinen Lebensmitteln entfernen. Aber wohin damit?

    • Ich habs kombiniert reduziert: Einen Teil übers Inet verkauft, einen Teil an eine Freundin verschenkt, die es unbedingt haben wollte und den Rest an unseren Gebrauchtmöbelladen gespendet. EIn paar DInge hatten allerdings schon solche Kratzer (Mikroplastik!), dass ich damit Nmd vergiften wollt und die dann weggeworfen hab.

      Wir stellen auch langsam um, je nach Geldbeutel und Gelegenheit (die „neuen“ Sachen wollen ja auch mit Bedacht gewählt sein). Manche Lösung konnte ich gut aus Bestehendem nutzen. Beispielsweise dient mein Cocktail-Shaker (Edelstahl) und auch als Dressingshaker (etc). So musste ich das Plastikteil gar nicht ersetzen und hab wieder mehr Platz im Schrank.

      Problematisch sind bei mir ein paar Verpackungen, für die ich noch keine 100%-Lösung hab. Ein Beispiel wäre das Geschirrspülmittel. In unserem Bioladen kann ich das nicht abfüllen. Meine Lösung (sobald Vorhandenes aufgebraucht ist), mir selbst über unsere Gemüsekiste einen 5-l-Container zu kaufen und dann immer in meine Glasflasche umzufüllen (die nutz ich jetzt schon). Das ist dann zwar kein „Zero Waste“, aber zumindestens weniger Müll.

      Grüße aus dem Norden!
      Kim

      • Hallo Kim!

        Danke für die wertvollen Tipps. Das mit dem Shaker habe ich auch so gemacht 🙂

        Auch die Schneidebretter habe ich direkt entsorgt, weil die so zerschnitten waren, dass ich mich gefragt habe, wer das alles gegessen hat *igitt*

        Wenn es keine Lösung gibt, ist eine Großpackung immer noch die beste Lösung, ev. mit anderen Gleichgesinnten teilen wäre auch eine Möglichkeit.

        lg
        Maria

    • Ich habe alles über willhaben verkauft und damit meine Umstellung finanziert. Das hat echt gut geklappt. Darüber habe ich auch in meinen früheren Beiträgen schon mal geschrieben. Mir war es ganz wichtig, dass nicht alles zu Müll wird. Was ich bis Herbst nicht verkauft habe, wird in einen Kostnixladen kommen.

      lg
      Maria

  3. Lieben Dank für den Artikel und die vielen Links. Ich versuche ja auch, Plastik zu vermeiden und das vorhandene zu reduzieren. Es klappt ganz gut und bei den links finde ich bestimmt noch mehr Tipps :o)

  4. So ein gemeinsames Fasten (was ich allerdings nie mache) gibt einen Schub in die richtige Richtung. Aber auch für mich ist es ein lebenslanger Prozess, etwas, das man mit viel Überlegung und Verhaltensänderung bei sich selbst machen muss, aber auch eine Verhaltens- und Meinungsänderung in der Gesellschaft. Ich bin der festen Meinung, dass es nur über Verbote gehen kann. Erst vorgestern wieder, als ich etwas Größeres gekauft habe, das nicht in meinen Stoffbeutel passte und ich fragte: Haben Sie keine Papiertüte, zuckte man bedauernd die Schultern: „Plastik ist billiger.“ Jetzt hätte ich eigentlich nicht kaufen dürfen …
    Die Konsequenz für mich: in Zukunft eine größere zusammengefaltete Stofftasche mitnehmen … hab‘ ich nämlich.
    LG, Franka

    • Hallo Franka!

      Falls ich wirklich keinen passenden Stoffbeutel mit habe, nehme ich lieber gar kein Sackerl und trage das Ding einfach in der Hand. Im Auto führe ich immer eine große Einkaufstasche mit mir mit. Irgendwie geht es bei mir fast immer.

      Wo ich mich wirklich ärgere – manchmal steckt das, was ich kaufe bereits im Plastiksackerl noch bevor ich reagieren kann. Und wenn ich die Verkäuferin wieder auspacken lasse, dann schaut sie blöd.

      lg
      Maria

      • Es waren Aktenordner und der Einkauf war an dem Tag nicht geplant. Da wir mit der Bahn unterwegs waren, ging das nicht mit ‚in-der-Hand-tragen‘. aber ich lerne daraus und nehme jetzt meinen doppelt so großen Stoffbeutel im Querformat auch noch mit.
        Dass mir ganz fix was in Plastik eingepackt wird, habe ich auch schon mehrfach erlebt.

      • Hallo Franka!

        Dort lassen und ein anderes mal kaufen ist auch nicht immer sinnvoll, weil man ja den Weg auch noch als Umweltbelastung dazu rechnen muss, das ist dann natürlich auch nicht so sinnvoll.

        Einen Stoffbeutel zusätzlich habe ich auch immer mit.

        lg
        Maria

  5. Danke für den schönen Info-Artikel. 🙂 Mich stören diese Plastikbeutel am Gemüsestand auch immer, und neuerdings sind die ja auch in vielen Bio-Läden zu finden. Dabei kann man das meiste Gemüse in Papiertüten sogar lagern. Wie unpraktisch Plastik eigentlich ist, haben viele wohl einfach noch nicht verstanden – alen voran die Produzenten und Händler. Es bleibt eben bei uns Konsumenten, welche Richtung die Konsumgesellschaft einschlagen wird.
    LG
    Chritsine

  6. Pingback: plastic free july – challenge accepted | widerstandistzweckmaessig

  7. Pingback: Aktionen in der Fastenzeit – ein unvollständiger Überblick | widerstandistzweckmaessig

  8. Pingback: Aktionen in der Fastenzeit 2017 – ein unvollständiger Überblick | widerstandistzweckmaessig

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