Videotipp am Montag #17


Heute ist wieder Videomontag und es geht um mögliche Widerstand gegen Lebensmittelverschwendung.

Lebensmittelretten – „Hamburg immer anders!“
activ Foodsharing

In unserer Gesellschaft landet noch immer ein Großteil der produzierten Lebensmittel in der Mülltonne. In Hamburg haben sich über 400 AktivistenInnen über das Internetportal „Lebensmittel retten“ organisiert, um diesem Trend entgegenzuwirken.

Sie treten mit HändlerInnen in Kontakt und überzeugen diese, abgelaufene Ware, die im Prinzip noch konsumiert werden kann, nicht wegzuwerfen, sondern ihnen zu überlassen. Sie essen die aussortierten Lebensmittel entweder selbst oder kümmern sich um deren Weiterverteilung.


4:26 Minuten, die zum Nachdenken anregen.

Linktipp:

Foodsharing Österreich
Foodsharing Deutschland
„Lebensmittel retten“

Buchtipp:

Die Essensvernichter: Warum die Hälfte aller Lebensmittel im Müll landet und wer dafür verantwortlich ist (Stefan Kreutzberger, Valentin Thurn)


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Im Index Videotipps findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Videotipps.

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15 Kommentare zu “Videotipp am Montag #17

  1. Bei mir hat sich der Blick auch verändert. Tadelloses Gemüse finde ich eher langweilig. Mittlerweile freu ich mich, wenn ich 2 nicht mehr so schöne Büschel Petersilie finde. An der Kasse wissen die schon, dass ich die für den halben Preis nehme und retten will. Zitronen im Netz werden auch getauscht, wenn eine gammelig ist. Hab ja immer ein Taschenmesser dabei. In meinem kleinen Kultlädchen geht das alles. Bei großen Ketten kaufe ich extra nicht ein. Da ist mir das Gemüse zu schön. Wegen dem orangenen Licht. Bis ich an der Kasse bin.

    • Hallo Tanja!

      Du sprichst einen sehr wichtigen Punkt an – in kleinen Läden geht viel mehr als man manchmal vermutet! Die großen Ketten sind da leider viel starrer.

      Aber diese Entscheidung hat der Konsument und kann damit auch eine mögliche Veränderung einleiten.

      lg
      Maria

  2. Hallo Maria,

    passend zu deinem Artikel klingelte gerade das Telefon: „Bist du an 5 frischen Tomaten interessiert, 1 Gurke, 10 Bioeier, 1 Toastbrot, Radieschen? Ich fahre morgen nach Berlin?“ Ich zu meiner Tochter: „Machst du foodsharing?“ Jetzt muss ich gar nichts einkaufen. Lecker die Bioeier. Spenden schmecken viel besser als Selbstgekauftes.

    Und freut mich, dass sie selbst auf die Idee kam. Ich hab damit nichts zu tun. 🙂

    Liebe Grüße
    Tanja mit geretteten Lebensmitteln

  3. Dass mir dieser Post besonders gut gefällt, muss ich Dir ja sicherlich nicht sagen, wo mich ja nichts so sehr aufregt wie weggeworfene Lebensmittel! Ich habe festgestellt, dass die kleinen Foodsharing Gruppen bei Facebook fast noch am besten funktionieren. Vor dem Frankreichurlaub im Juni hab ich da ein paar Sachen eingestellt, die ich noch im Gefrierfach hatte, weil ich den Kühlschrank komplett abtauen wollte und innerhalb von 10 Minuten war alles weg…

    • Ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht. Über foodsharing habe ich nichts losgebracht, aber über die lokale unabhängige FB-Gruppe funktioniert es recht gut.

      Mir ist das auch ein sehr großes Anliegen, dass keine noch genießbaren Lebensmittel weggeworfen werden.

      lg
      Maria

      • Ich fand es schon zu umständlich, mich über Foodsharing zu registrieren, das geht einfach über Facebook so viel schneller 🙂 Aber die Idee ist gut, egal wo man die Sachen dann losbekommt.

  4. Es klingt wieder an: wir, die Verbraucher haben es in der Hand. Ich merke es an mir selbst: man greift automatisch zu makellos aussehenden Teilen, was natürlich Quatsch ist. Wir haben hier einen Rewe, wo es allerlei Gemüse lose und aus regionalen Quellen gibt. Neulich sah ich dort Zucchini: die üblichen und regionale. Letztere waren nicht makellos und nicht ganz sauber, aber nur halb so teuer. Ich habe sie gekauft und sie haben gut geschmeckt.
    Das Schlimme ist aber: schon bei der Ernte werden Unmengen weggeworfen, alles, was nicht dem Schönheitsklischee für Gemüse und Obst entspricht.
    LG, Franka

    • Hallo Franka!

      Du sprichst einen sehr wichtigen Punkt an, dazu hatte ich bereits einen Videotipp.

      Natürlich darf der Handel die Verantwortung nicht dem Verbraucher zuschieben, das wäre verkehrt. Aber grundsätzlich ist es schon so, dass der Verbraucher einen deutlichen Einfluss darauf hat, nicht nur was sondern vor allem WO gekauft wird!

      lg
      Maria

      • Das ist mir klar – es ist eine üble Verkettung. Der Erzeuger wirft weg, weil ihm die ‚Misfits‘ nicht abgenommen werden und das, weil der Verbraucher nur nach ‚dem Schönen‘ greift.
        Ich glaube, dass ihr in Österreich weiter seid mit Bauernmärkten und Bioläden als wir hier. Vom Ökomarkt bin ich inzwischen ziemlich enttäuscht.

  5. In einem Film von Maria wurde ja gezeigt, dass die gleichen Biokartoffeln bei Aldi für 77 Cent und im Bioladen für 3 Euro verkauft werden. Und die Hälfte bleibt auf dem Feld, weil zu klein oder zu groß. Ich kaufe kein Bio. Der Hofladen ist zu weit weg und mir zu teuer. An das Billigbio glaube ich nicht.

  6. Die Aktion finde ich gut, obwohl es in meinen Augen nur eine Notlösung ist. Ideal wäre es, realistischer zu kalkulieren, damit diese Überschüsse erst gar nicht entstehen – und es dafür auch zu akzeptieren, wenn Samstagabend „nur“ 10 Joghurtsorten zur Auswahl stehen. Oder diesen Unsinn mit den Mindesthaltbarkeitsdaten am besten gleich abzuschaffen. Interessant ist ohnehin nur das Verbrauchsdatum, ab dem es gesundheitlich bedenklich wird und das meistens meilenweit vom MHD entfernt liegt.

  7. Pingback: Aktiv gegen Lebensmittelverschwendung | widerstandistzweckmaessig

  8. Pingback: Viktualia Award 2015 | widerstandistzweckmaessig

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