Wie gefährlich ist Aluminium wirklich für uns?

Bereits vor rund einem Jahr hatte ich einen Aluminiumschwerpunkt auf meinem Blog und habe insbesondere auf die Problematik bei Deos hingewiesen.

Den Anfang machte das Video „Die Akte Aluminium, gefolgt von „mein treuer Begleiter die Trinkflasche“.

Die Frage „Brustkrebs durch Deodorants?“ habe ich schon im Jänner 2014 gestellt, um auch gleich die selbst gemachte Alternative zu zeigen.

mein selbst gemachtes Deo

mein selbst gemachtes Deo

Im Beitrag Müll reduzieren in der Küche #2 wurden Alternativen zur Alufolie vorgestellt und im Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf #1 habe ich eine Liste mit in Aluminium verpackten Konsumgütern erstellt und nach Alternativen gesucht.

plastik- und aluminiumfreie Küche

plastik- und aluminiumfreie Küche

Den Abschluss vom Aluminiumschwerpunkt machte das Video „Aluminium – gefährlicher als gedacht“.

So schädlich ist Aluminium im Deo

Von Utopia wurde in dieser Woche der ausgesprochen lesenswerte Beitrag „So schädlich ist Aluminium im Deo“ veröffentlicht, was mich veranlasst hat auch auf meinem Blog noch einmal darüber zu schreiben.

Sogar die Behörden warnen

Das Thema ist mittlerweile auch zu den Behörden durchgedrungen, das österreichische Gesundheitsministerium empfiehlt seit Juni 2014, die Verwendung von aluminiumhaltigen Produkten vorsichtshalber so weit wie möglich einzuschränken.

Meine Erfahrungen

Ich verwende nun seit über einem Jahr entweder gar kein Deo oder mein selbst gemachtes Deo. Ab und zu pflege ich meine Achsel mit einem natürlichen Öl wie z.B. Sanddornöl.

Mein Weg war ein steiniger, ich gebe es offen zu. Nachdem ich jahrelang Deos mehrmals am Tag verwendet habe und – sehr zu meinem Schrecken – darunter ein als besonders sanft gepriesenes „sensitiv“ Deo mit Aluminium, konnte ich mich lange Zeit ganz ohne Deo selbst nicht riechen. In dieser Zeit habe ich fast täglich das selbst gemachte Deo aufgetragen.

Zu meiner Überraschung hat diese einmalige Maßnahme für den gesamten Tag gereicht, ein nochmaliges Auftragen war nie nötig.

nur wenige Zutaten sind im Deo

nur wenige Zutaten sind im Deo

Da muss man durch

Warum das so ist, dass ich mich selbst nicht riechen konnte, habe ich im Internet erfahren. Durch das Aluminium werden die Hautzellen zerstört und dadurch kommt es vorübergehend zu einem unangenehmen Geruch. Wenn die abgestorbene Schicht ersetzt ist, hört das von selbst wieder auf.

Ich hatte das Gefühl, dass das bei mir ewig gedauert hat, fast ein halbes Jahr! Immer wieder dachte ich daran aufzugeben. Aber mit der Zeit ist es besser und besser geworden, ich habe immer seltener mein Deo verwendet und heute, nach gut einem Jahr ohne konventionelles Deo verwende ich es nicht einmal mehr 3 x pro Monat.

Es geht auch ohne

Einen großen Schub hat das Absetzen von Duschgel und statt dessen die Verwendung von Olivenölseife gebracht. Mittlerweile glaube ich, dass die konventionellen Duschgels den unangenehmen Körpergeruch fördern. Beweise habe ich natürlich keine dafür, nur die eigenen Erfahrungen.

Mein Schweiß riecht nicht mehr unangenehm. Nachdem ich jahrelang nichts anderes gekannt habe, bin ich ganz erstaunt, dass es wirklich auch ohne Deo funktioniert.

Das allererste Deo gibt es noch immer

Das Deo von damals habe ich noch immer nicht verbraucht obwohl ich nur diese kleine Glasdose voll gemacht habe. Wenn es aus ist, werde ich nach dem selben Rezept wieder ein Deo machen, diesmal jedoch unbedingt mit Kokosöl. Aufgrund der Konsistenz mit dem Sanddornöl ist mein erstes selbst gemachtes Deo nicht so einfach aufzutragen.

Meine Bitte an Dich

Falls Du konventionelles Deo verwendest bitte schau nach, ob es Aluminium enthält. Wenn ja bitte ich Dich das Deo durch ein anderes Deo ohne Aluminium zu ersetzen. Es muss auch nicht selbst gemacht sein, im Handel gibt es viele Deos ohne Aluminium.

Wenn Du am Anfang Probleme mit dem Geruch hast, dann halte bitte durch, es lohnt sich wirklich. Versuche es als Zeichen dafür zu sehen, wie wichtig es ist, das Deo zu wechseln!

In der Zeit der Umstellung achte besonders darauf, nur Bekleidung aus Naturfaser zu tragen. Auch wenn ich es aufgrund vom Müll nicht so gut finde, hilft es doch ein Feuchtuch mitzunehmen, wenn man unterwegs ist, um sich zwischendurch frisch zu machen.

Die Hinweise, dass Aluminium im Deo einen Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs hat, sind wirklich ernst zu nehmen.

Linktipps:

Utopia: „So schädlich ist Aluminium im Deo“
Der Standard: „Aluminiumchlorid im Deo: Verlässlich, aber ungesund“
Badische Zeitung: „Deos mit Aluminium – eine gefährliche Erfrischung“
Liste von Deos ohne Aluminium


Das könnte Dich auch interessieren:

Videotipp: „Die Akte Aluminium
Mein treuer Begleiter die Trinkflasche
Ich habe einen neuen treuen Begleiter
Brustkrebs durch Deodorants?
selbst.gemacht statt selbst gekauft – Deo
Müll reduzieren in der Küche #2 – Alternativen zu Alufolie und Frischhaltefolie
Müll reduzieren beim Einkauf #1 – Aluverpackungen und deren Alternativen
Aluminium – gefährlicher als gedacht

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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86 Kommentare zu “Wie gefährlich ist Aluminium wirklich für uns?

  1. Liebe Maria,
    diese Deos erkennt man im Geschäft meist sehr gut am silberfarbenen Deckel oder Schriftzug…
    Wir achten schon seit Jahren auf Alufreie Deos, aber die Alternative ist meist: Alu oder Alkokohl – oder eben selbstgemacht – daher werde ich auch dies irgendwann probieren und sicherlich auf Deine Anleitung zurückommen ;-).
    Seit einiger Zeit achten wir auch darauf, dass Alufolie nicht mehr direkt mit den Lebensmitteln in Kontakt kommt, indem wir – wenn Alufolie unbedingt notwendig erscheint – als Zwischenschicht Backpapier verwenden.
    LG Birthe

    • Hallo Birthe!

      Mein Deo hatte einen zart mintgrünen Deckel und hat vorgegaukelt ganz schonend und harmlos (eben extra sensitiv) zu sein.

      Da hätte ich nie gedacht, dass Aluminium drinnen ist!

      Deshalb kam es auch gleich in den Müll wo ich sonst nicht wirklich viel wegwerfe.

      lg
      Maria

  2. Für diesen eindringlichen Aufruf kann ich Dir nur danken. Ich hab mich dadurch jetzt auch nochmal damit befasst und werde wohl die Alutrinkfaschen der Kinder entsorgen… auch wenn es hier wenig Alternativen gibt die stabil, auslaufsicher und plastikfrei sind…. 😦

  3. Vermeide auch schon seit einigen Jahren solche Deos. Meine Mutter hat damals eine Doku zum Thema Aluminium und Brustkrebs gesehen und mich darauf aufmerksam gemacht.

    Die Theorie mit dem Duschgel finde ich interessant. Wundern würds mich ehrlich gesagt nicht, wenn man sich mal die Länge der Zutatenliste ansieht. Wie sehr verschlechtert die böse Seife das Hautbild nun wirklich? Wird von der Industrie ja immer so dargestellt.

    Krass finde ich vor allem den Trend zu den Anti-Transpirant. Während die Alkohol-Deos als Duftträger den eigenen Geruch überdecken, verhindern Anti-Transpirants ja die Schweißproduktion indem sie die Poren verstopfen. Ich frag mich immer, wie es zu der Entwicklung kam, dass eine natürlich Körperfunktion so beeinträchtigt werden muss, dass es sogar zu Gesundheitsschäden kommen kann.

    Liebe Grüße, Daniela

    P.S. Noch eine kleine Anekdote aus dem Arbeitsalltag: Letztens war ein Kunde bei uns in der Drogerie und wollte ein „aluminium-freies Anti-Transpirant“ haben….

    • *lach* ja aluminiumfreies Antitranspirant wird schwierig 😉

      Eine gute Olivenölseife, die überfettet ist, tut der Haut gut und Du brauchst auch nie mehr eine Bodylotion.

      Mein Bad wird immer ärmer an solchen Plastikflaschen und das finde ich sehr gut so.

      lg
      Maria

    • „Wie sehr verschlechtert die böse Seife das Hautbild nun wirklich? Wird von der Industrie ja immer so dargestellt.“
      Gar nicht. Die wichtigste Frage hier ist „wem nützt es?“ und dann hast Du Deine Antwort. Die Industrie möchte uns gern das ganze Flüssigzeugs verkaufen, wo man vor allem für Wasser bezahlt…

      Ich habe eine (leichte) Neurodermitis und mache selber hobbymäßig Seife. Nicht nur meine Haut ist damit viel besser als mit Duschgel, sondern auch Bekannte, die eine viel stärkere Neurodermitis haben, haben denselben Effekt. Wer sehr empfindlich ist, sollte bei den Zutaten ein paar Dinge beachten:
      – möglichst unbeduftet (oder höchstens natürliches ätherisches Lavendelöl)
      – hoher Anteil Olivenöl
      – auch gut: Mandelöl, Avocadoöl, Sheabutter, Rindertalg (!), Rhizinusöl (es gibt noch ein paar andere, das waren so die wichtigsten für mich)
      – möglichst geringer Anteil Kokosöl (läßt die Seife stark schäumen, macht sie aber nicht besonders hautfreundlich) – leider ist auch in vielen Bio-Seifen sehr viel Kokosöl und auch Palmöl!
      Diesen Effekt von Kokosöl in Seife finde ich recht interessant, da Kokosöl so ja viel zur Hautpflege verwendet und auch gut vertragen wird. Hab aber keine Ahnung, warum das so anders ist.

  4. Hallo Maria.
    Ich habe mein Deo auch bereits vor längerem gegen eins ohne Aluminium ersetzt und kann das mit dem „Geruch“ wirklich bestätigen. Ich benutze teilweise gar kein Deo mehr und habe kaum Probleme. Na klar, nach 9 Std arbeiten riecht man nicht mehr wie eine Blume, aber ansonsten kann mein Körper sich einfach regenerieren und entfalten so wie er ist. Ich wasche auch meine Haare nicht mehr so wie früher, jeden Tag, sondern nur noch jeden 2. oder 3. Tag und das klappt wunderbar, denn man kann sich auch ÜBERpflegen und tut sich selbst keinen gefallen damit. Liebe Grüße.

    • Hallo Miss Hippie!

      Diese Erfahrung habe ich auch gemacht, viele Jahre habe ich mir wirklich täglich die Haare gewaschen, nun reicht es alle 3 Tage. Aber auch das war ein langer harter Weg meinem Kopf diese Überproduktion abzugewöhnen.

      lg
      Maria

      • Huhu- Bei mir war es gar nicht so schwer. Ich glaube das liegt auch daran, dass ich die Pille abgesetzt habe vor über einem Jahr. Mein Körper hat sich Hormonell sowieso ein/umgestellt und daher ist das mit dem Haarewaschen jetzt auch kein Problem. Meine Haut ist aber sowieso eher trocken. Aber an das „weniger Deodorieren“ müssen meine Achseln sich schon noch ein wenig gewöhnen 😉
        Lieben Gruß

  5. Gut, dass du das mit dem Aluminium noch mal schreibst. Als ich damals darüber las, habe ich sofort alle Kosmetika überprüft und die mit Aluminium entsorgt. Mit Deos habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Oft fand ich, dass gekaufte auf der Haut stinken oder zumindest komisch riechen. Ich mache es wie du: ich benutze wenig Deo, auf Wanderungen – wenn ich mal zwischendurch auf Toilette bin – mache ich mich mit Wasser unter den Armen frisch, zu Hause sowieso. Das wenige Deo, das wir brauchen, ist gekauft. Ich zeige das mal gleich bei mir, wollte ich sowieso, Fotos sind schon fertig.
    Liebe Grüße, Ingrid

    • Hallo Ingrid!

      Danke schön! Ich finde auch, so gut wie wir mit Toiletten und Waschräumen versorgt sind kann man im Notfall immer einmal etwas mit Wasser nachhelfen.

      Je länger ich kaum noch Deo verwende, desto seltener ist das allerdings nötig und das finde ich sehr bemerkenswert!

      lg
      Maria

      • Ich denke, das ist bei manchen schon zwanghaft, ständig Deo benutzen zu müssen. Wahrscheinlich gewöhnt sich der Körper daran. Es gibt vieles, was man gar nicht braucht.

  6. Aufgrund eines Ausschlags konnte ich eine Zeit lang kein Deo verwenden. Nachdem meine Haut sich erholt hatte, habe ich fest gestellt, dass ich garkein Deo mehr brauche. Ich schwitze viel weniger und auch der Geruch ist geringer.

    • Hallo Michael!

      Freut mich total, dass Dir mein Blog so gut gefällt und ich hoffe, wir lesen uns bald ein mal öfter!

      Vielen lieben Dank fürs Aufnehmen in Deine Linksammlung. Du hast einen sehr interessante und vielfältige Homepage

      lg
      Maria

  7. Moin Maria, ich verwende auch kein Deo mehr, ich habe einen Alaunstein, der kostet keine 5 Euro und hält sicher länger als ein Jahr. Angefeuchtet unter die Achsel reiben und das wars.
    Die Werbung will uns immer weißmachen, was wir nicht alles für unseren Körper zur Pflege brauchen müssen, dabei brauchen wir nur sehr wenig. Aber leider ist es in den Köpfen so drin und wird schon als Kind eingetrichtert. Genau wie dieser ganze Dusch- und Waschwahn oder die ätzende Kahlrasur des ganzen Körpers, weil das angeblich hygienscher sein soll oder gerade „in“ ist.
    Gruß Kerstin

    • Hallo Kerstin!

      Du weißt schon, dass Alaun ein Salz von Kalium und Aluminium ist?

      Es gibt dazu geteilte Meinungen, einige sagen in dieser Verbindung sei Aluminium nicht schädlich aber ich bin mir da nicht sicher.

      Zitat aus dem Internet: Bergkristall-Deos werden als natürliche Deo-Variante beworben. Tatsächlich bestehen sie aber aus industriell hergestelltem kristallinem Aluminiumsalz und enthalten somit weitaus höhere Konzentrationen an Aluminium als gewöhnliche Deos, wo der Aluminiumgehalt bei circa fünf Prozent liegt.

      Weil Aluminiumsalzkristalle wegen ihrer adstringierenden Wirkung auch Blutungen stoppen können, werden sie seit langem als sogenannte Alaunsteine oder -stifte für die Rasurpflege verkauft. Zwar hat das BfR das Risiko von Alaunsteinen noch nicht untersucht. Angesichts der hohen Aluminiumkonzentrationen und der Tatsache, dass Aluminium durch Hautwunden in noch höherem Maße aufgenommen wird als über gesunde Haut, sollte man auf die Anwendung von Alaunstiften verzichten.

      lg
      Maria

      • Liebe Maria, natürlich meine ich hier einen Naturalaunstein (potassium alum) der laut Studie, nicht schädlich ist. Von den, im Labor künstlich hergestellten Alaunsteinen mit hoher Konzentration an Aluminium wird abgeraten.
        Allerdings habe ich nie Hautwunden unter meinen Achseln, weil ich da nicht mit dem Rasiermesser ran gehe.
        Und außerdem finde ich diesen Stein klasse, weil ich 0% Müll dadurch produziere.
        Deobehälter bestehen immer aus Glas und Plastik und für die Herrstellung von Deos musst du auch wiederrum einiges kaufen, was du ohne Verpackung nicht bekommst.
        Gruß Kerstin

      • Hallo Kerstin!

        Ich will nicht rechthaberisch wirken aber potassium alum IST ein Aluminiumsalz.

        Habe selbst einmal ein solches Deo verwendet und vor rund einem Jahr einmal ausführlicher recherchiert dazu.

        Ich persönlich würde den Alaunstein nicht verwenden.

        lg
        Maria

      • Hallo Maria,
        das stimmt, aber das schädliche Salz ist das Aluminiumchlorhydrat, was im Naturalaunstein nicht enthalten ist! Potassium Alum ist kein choleriertes Aluminumsalz!
        Also ich bin kein Chemiker, aber Menschen, die den Naturalaunstein benutzen, sagen, das Postassium Alum genau das ist, was in den Deos ist, die als Alumiumfrei bezeichnet werden! Das kann man auch auf den Inhaltsangaben von Aluminfreien Deos entnehmen.

        Deos und Alaunsteine, die chemisch hergestellt werden enthalten chloriertes Aluminiumsalz und das ist das schädliche Aluminumsalz, von dem du hier sprichst.

        Ich habe im Netz nun einige Aussagen darüber gefunden, die dies bestätigen. Das heißt also, das, solange der Alaunstein kein chloriertes Aluminumsalz enthält ist er verträglich und unbedenklich.
        Ich kann hier nur das wiedergeben, was ich nun mehrmals gelesen habe und für mich ist das so nachvollziehbar.
        Das heißt dann wohl, das der Name Aluminumsalz etwas verwirrend klingt und dies als Inhalt nicht unbedingt schädlich sein muss, bloß weil das Wort „Aluminum“ hier auftaucht. Vielleicht sollte man sich durch diese Bezeichnungen auch nicht verunsichern lassen.
        Grüße

    • Hallo ihr beiden!
      Alaun ist Aluminiumkaliumsulfat-Dodecahydrat bzw. Aluminiumkaliumsulfat, das habe ich noch in keinem meiner aluminiumfreien gekauften Deos unter den Inhaltsstoffen entdeckt (auch nicht unter englischem Namen).
      Da beispielsweise auch vor der Verwendung von Alufolie und Alu-Trinkflaschen gewarnt wird, bin ich mir recht sicher, dass es sich bei der Bedenklichkeit von Aluminium nicht nur um die von Aluminiumchlorohydrat handelt. Wenn du deinen Alaunstein trotzdem verwenden möchtest, sollst du das natürlich tun! Ich würde an deiner Stelle nur selbst mal die Inhaltsstoffliste aluminiumfreier Deos durchlesen, ich zumindest hab da nämlich noch keine Bestätigung von dem, was du gelesen hast, gefunden.
      Von welcher Studiue sprichst du eigentlich, Kerstin, die belegt hat, dass Alaun in keinem Fall schädlich ist? Ich würde mir die gerne mal durchlesen, weil ich davon noch gar nichts gehört hatte!

      • Hallo, zu deinen Fragen: ich hab einen Deoroller von Sante gehabt, auf dem im Text hinten drauf stand, das er kein chlorietes Aliminumsalz enthält, aber in den Inhaltsstoffen stand dann: Postassium Alum. Das hat mich dann schon sehr verwirrt.

        Ich benutze dieses Deo nicht mehr und auch den Alaunstein nicht mehr, nach dem ich im Netz so total unterschiedliche Aussagen über den Stein gehört habe. Ich finde es wird viel geschrieben, aber man kann kaum auf richtiges Wissen zurückgreifen. Ich hatte von keiner Studie gesprochen, sondern eben nur von diesen Aussagen im Internet, die ich gefunden hatte.
        Ich hab mir ein Deo aus Kokosfett, Stärke und Natron hergestellt, allerdings ist es sehr hart in meinem unbeheizten Bad. Das ist noch nicht so optimal für mich. Aber ich merke auch, daß ich ohne Deo viel weniger nach Schweiß richte. Echt Super!
        Grüße

      • Hallo Maria, danke für den Tipp. Das probiere ich aus.
        Und das muss natürlich „rieche“ heißen. Da waren meine Finger mal wieder zu schnell beim Tippen.

  8. Ich bin ja auch schon vor langem auf selbstgemischtes Puderdeo umgestiegen und muss auch sagen, dass ich es nun auch kaum mehr benutzen muss. Die konventionellen Deos/Antitranspirante haben bei mir eh versagt und nur Frust verursacht und durch die Umstellung wurde es bei mir auch unglaublich viel besser bis ich nun im Prinzip keins mehr brauch!
    Ein Tipp von mir für unterwegs: Ein kleines Gläschen Puderdeo in der Tasche wirkt wunder, um sich wieder „trocken zu legen“, sollte es doch mal zu vermehrter Schweißbildung kommen saugt es Feuchtigkeit und Geruch auf.
    LG Zora

    • Hallo Zora!

      Vielen lieben Dank für die Rückmeldung, dass das bei Dir sich auch so ähnlich entwickelt hat seitdem Du kein konventionelles Deo mehr verwendest.

      Ich finde das echt erstaunlich, dass wir uns (ich früher nämlich auch) von der Industrie vormachen lassen, dass sie das beste für uns haben und ich habe nicht einmal darüber nachgedacht ob es auch ohne gehen würde.

      Heute wundere ich mich über mich selbst.

      Deinen Beitrag über das Puderdeo habe ich nachgelesen, zu der Zeit war ich noch gar nicht online… Danke schön!

      lg
      Maria

  9. Toller Artikel. Ich nutze schon lange ein Deo ohne Aluminium, weil ich den Beitrag damals auch gelesen habe. Vor ca. einem halben Jahr hat ein Dozent von mir (der in der Wissennschaft tätig ist), gesagt man müsste gar kein Deo benutzen, er benutze seit Jahren keins mehr. Ich habe es dann selbst ausprobiert, aber konnte mich wie du sagst nicht riechen, ich hatte wirklich das Gefühl ich stinke und alle Leute riechen es auch. Deshalb habe ich es nach einem Monat wieder abgebrochen.
    Nun habe ich vor genau einer Woche nochmal angefangen ohne Deo zu leben, weil ich dachte vielleicht muss der Körper sich erstmal daran gewöhnen und heute schreibst du genau das. 🙂
    Danke, das heißt ich werde jetzt durchhalten, es scheint ja besser zu werden.
    Liebe Grüße
    Jasmin

    • Hallo Jasmin!

      Das freut mich aber total, dass mein Beitrag für Dich gerade zur richtigen Zeit gekommen ist.

      Wie Du vielleicht in einigen anderen Kommentaren schon gelesen hast, ist es nicht nur mir mit dem Absetzen vom Deo so gegangen.

      Es dauert mitunter halt wirklich längere Zeit und wie gesagt, bei mir war es fast ein halbes Jahr, bis sich der Körper wirklich umgestellt hat. Bei mir war es sicher deshalb so lange, weil ich vorher ein Deo mit Aluminium hatte.

      Ich wünsche Dir viel Durchhaltevermögen und guten Erfolg!

      lg
      Maria

    • Hallo,

      das selbe „Problem“ hat mein Mann auch beschrieben. Ich habe für ihn vor einiger Zeit auch ein Deo gemacht und er meinte, dass er schlimm nach Schweiß riechen würde. Dem war aber nicht so…ich fand den Geruch total angenehm und natürlich und überhaupt nicht schweißig.

      Mir steht die Umstellung noch bevor, da ich zuerst noch mein gekauftes Deo aufbrauchen möchte.

      LG von Karin

      • Hallo Maria,

        ich muss da noch einmal schauen (hätte ich längst machen sollen) und wenn es dann mit Alu ist, kommt es ohne Kommentar gleich ins Altglas (der Behälter ist aus Glas).

        LG von Karin

  10. Selbst gemachtes Deo muss ich auch noch ausprobieren. Danke fuer den Tip, Maria. Bisher verwende ich ein alufreies Spray, aber das ist mit Alkohol…

    • Hallo Eva!

      War mir auch sehr gut gefällt an dem Rezept ist, dass man wirklich auch Kleinstmengen herstellen kann, um es einfach einmal auszuprobieren.

      Ich habe damals selbst nur eine winzige Menge gemacht, aber das Deo ist total ergiebig.

      Viel Spaß beim „kochen“

      lg
      Maria

  11. Hi,
    ich benutze schon seit Jahren überhaupt kein Deo mehr, ohne dass sich jemals jemand beschwert hätte, dass ich stinke. 😉
    Im Sommer nutze ich dafür gelegentlich Parfüm unter den Achseln.

    Ich kann die Erfahrung bestätigen, dass das Geruchsproblem deutlich nachlässt, wenn man ne „Deoentziehungskur“ macht.

    Ich glaube inzwischen, dass Deo auch so ein industriegemachtes Bedürfnis ist ohne das man prima klar kommt.

  12. Heul! Habt ihr alle Glück! Ich verwende seit Jahren alufreies Deo (früher zufällig, inzwischen ganz bewusst). Leider ist mein Körpergeruch seit der Pubertät stark und ich komme grad so über die Runden. Täglicher Oberbekleidungswechsel ist nötig, an schlechten Tagen (Krankheit, Stress, Nervosität) ists zwischendurch nötig.
    Mir wurde bewusst, dass nicht nur Naturfaser wichtig ist, sondern es hilft mir auch, wenn die Schnitte unter den Achseln nicht zu körpernah sind. Vielleicht sind es sogar die Kunststofffäden, die mich stinken lassen. Einem Sohn habe ich diese Veranlagung mitgegeben, der zweite kommt nach dem Papa und gutes Lüften lässt ihn die Oberteile lange tragen. Mich hat jetzt aber der Ehrgeiz gepackt und ich versuche es mal damit, viel zu trinken und regelmäßig Schwitzkuren zu machen, vielleicht komme ich dann mit Kokosöl aus. Danke für die erneute Linksammlung – ein schöner Überblick! glg

    • Hallo!

      Ich kenne das auch, was Du schreibst. Wenn ich von der Arbeit nach Hause kam, wurde die Kleidung gewechselt und selbst die „zuhause-Kleidung“ musste am Abend in die Wäsche.

      Heute kann ich ein Oberteil auch schon mal 2 Tage anziehen.

      Kunstfaserkleidung kann ich allerdings noch immer nicht anziehen, weil da fängt sofort alles zu riechen an, das liegt aber wirklich an der Kunstfaser!

      Es lohnt sich wirklich durchzuhalten, das kann sich wieder zurückentwickeln.

      lg
      Maria

    • Was auch noch helfen kann: Wolle!
      Mein Freund schwitzt auch recht viel und hat vor etwas über einem Jahr Woll-Tshirts für sich entdeckt. Die müffeln interessanterweise selbst bei starker körperlicher Betätigung erst nach ein paar Tagen Tragen. Wenn er ein normales Baumwollshirt anhat und mit dem Rad zum Bahnhof fährt (7 km), müffelt das Tshirt bereits im Zug und an der Arbeit muß er sich umziehen. Mit Wollshirt riecht man nichts. Und nach so 2-3 Tagen kann man es noch mal auf den Balkon zum Lüften hängen und danach geht es noch mal 2 Tage.
      Die Dinger sind relativ teuer (ca. 50€) und man muß sie halt im Wollprogramm mit Wollwaschmittel waschen, aber es lohnt sich!
      Außerdem sind sie super-angenehm auf der Haut, auch für sehr empfindliche Leute.
      Wolle kann bis zu 30% seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen ohne sich feucht anzufühlen und außerdem hat sie einen „Selbstreinigungseffekt“, deshalb funktioniert auch die Methode mit dem Lüften so gut.
      Gibt’s entweder im Internet (mal nach icebreaker suchen) oder in Trekking- oder Campingläden (auch von anderen Herstellern).

      • Hallo Fussel!

        Danke für diesen Tipp, ich habe davon im Zusammenhang mit Weitwandern schon gelesen und selbst eine ähnliche Erfahrung gemacht.

        Meinen Sohn habe ich als Baby in Wolle gekleidet und bin mit einem einzigen Jäckchen durch gekommen wo andere unzählig Baumwolljäcken brauchen. Ein ganz tolles Material!

        Werde ich unbedingt im Gedächtnis behalten.

        lg
        Maria

  13. Das Problem mit dem Geruch (milde ausgedrückt) hatte ich auch, als ich vor ca. einem Jahr umgestellt habe. Interessant. Ich dachte ja, es läge halt am neuen Deo. Aber stimmt: Es ging tatsächlich vorbei!

    • Hallo Cloudette!

      Danke für Dein Kommentar! Ich freue mich total, dass auch Du diese Erfahrung bestätigen kannst.

      Ich denke, das ist total wichtig zu wissen, wenn man das Deo mit Aluminium absetzt, weil man sonst vielleicht aufgibt und sich weiter dieser Gefahr aussetzt.

      Danke!

      lg
      Maria

  14. Ist ja lustig, über alufreies Deo wollte ich auch bald nochmal bloggen, eines meiner Ziele fürs neue Jahr ist nämlich, endlich Aludeo-frei zu werden. Bis jetzt hatte ich immer noch ein Aludeo für den „Notfall“ behalten, und wurde dann doch immer wieder rückfällig. Jetzt teste ich gerade seit 4 Wochen recht erfolgreich ein Cremedeo, und hab das letzte Aludeo entsortgt, um gar nicht erst in Versuchung zu geraten 😉 Ich schwitze relativ stark, und kann mich auch manchmal selber nicht riechen, dein Beitrag motiviert mich, noch ein bisschen länger durchzuhalten 😉
    glg, enemene

    • Hallo enemene!

      Ich glaube es ist wirklich ganz wichtig, das alte Deo sofort zu entsorgen um sich nicht selbst auszutricksen mit „nur dieses eine mal noch, das ist gerade echt wichtig“.

      Ich wünsche Dir viel Durchhaltevermögen und freue mich schon auf Deinen persönlichen Erfahrungsbericht.

      lg
      Maria

  15. Hallo,

    Wenn ich kein Deo benutzen, dann geht es für einen Tag sehr gut mit dem Körpergeruch, aber ich muss die T-Shirts viel häufiger in die Wäsche geben, weil die schneller müffeln.
    Ob Deo – ja oder nein – hat aber auch mit der natürlichen Schweißproduktion eines Menschens zu tun, die sehr unterschiedlich ausfallen kann. Mein Mann – ein nur sehr, sehr selten Deobenutzer, schwitzt kaum, während bei mir ebenso wie bei meinem Papa und mein Onkel die Suppe förmlich runterläuft. Das ist auch leider manchmal sehr unangenehm.
    Frischer Schweiß riecht ja gar nicht, erst alter Schweiß – ich glaube aber auch, dass an deiner Theorie mit dem Duschgel und den Deos was dran ist, aber ich kann im Sommer nicht ohne Deo. Im Winter passiert mir das schon mal, dass ich einfach vergesse und es auch okay ist (abgesehen von dem Waschen), aber im Sommer merke ich das selbst sehr schnell.

    Ich möchte dir übrigens ein großes Kompliment aussprechen: Es ist so toll, wie du diesen Blog füllst und wie viele du inspirierst, ihr Verhalten zu überdenken. Auch gefällt es mir, dass du komplett offen und ehrlich damit umgehst, dass du nicht schon seit zwanzig Jahren so handelst, sondern auch von deinem Geschmacksverstärkerentzug berichtest – liebe, liebe Grüße Nanne

    • Hallo Nanne!

      Vielen lieben Dank für Dein ausführliches Kommentar, über das ich mich wirklich SEHR gefreut habe.

      Gewisse ökologische Handlungsweisen praktiziere ich schon SEHR lange aber andere sind erst in den letzten 2 Jahren dazu gekommen. Aus einem Öko-Saulus kann ein Öko-Paulus werden 😉

      Dass Du Dich noch daran erinnerst, an meinem Geschmacksverstärkerentzug! Dem sollte ich vielleicht wirklich einmal einen ganzen Beitrag widmen, weil das war wirklich gar nicht so ohne.

      Da habe ich erst gemerkt, wie sehr uns die Industrie von ihren Produkten abhängig macht.

      Nun noch ein kurzes Wort zum Thema Schweiß: Herr Widerstand schwitzt SEHR viel und SEHR schnell, aber verwendet schon ewig kein Deo. Ich war immer wieder verblüfft, dass er trotzdem nie unangenehm riecht und das, obwohl er auch nicht täglich das Shirt wechselt.

      Das war für mich dann aber auch ein Ansporn selber über diesen Punkt drüber zu kommen. Viel Schweiß heißt nicht zwingend unangenehm riechen!

      lg
      Maria

  16. Ich möchte an dieser Stelle eine Passage von Bert Ehgartner („Die Akte Aluminium“) zitieren:

    „Auch was heute in den Drogerien als Alaunstein oder Deo-Kristall angeboten wird, ist Kaliumaluminiumsulfat. Schlicht falsch sind Werbeaussagen, es handle sich dabei um Aluminium-freie „natürliche Mineralsalze“, die „gesunde Alternative“ zu herkömmlichen Deodorants. Alaun enthält in Wahrheit sogar mehr Aluminium als die meisten Deos. Und wenn man will, kann man Kaliumaluminiumsulfat selbstverständlich als natürliches Mineralsalz bezeichnen. Dann gilt dasselbe aber auch für Aluminiumchlorid, den chemischen Wirkstoff in schweißhemmenden Deodorants.“

    http://dieaktealuminium.com/das-silber-aus-lehm/

    Ich bin kein Wissenschaftler und „weiß“ es daher nicht, welche Aussage „nur Aluminiumchlorid ist schädlich“ oder „jede Form von Aluminium ist schädlich“ richtig ist.

    Nachdem jedoch auch der Kontakt von Alufolie mit dem Essen als bedenklich angesehen wird, neige ich zu letzterem.

    Im Zweifelsfall bin ich immer fürs Vermeiden von „möglicherweise“ schädlichen Stoffen.

    lg
    Maria

  17. Hallo Maria,

    das Selbstgemachte mit Kokosöl hat bei mir Nesselsucht ausgelöst. Die Ökosprüher im Glas wirkten bei mir nicht. Jetzt hab ich eins ohne Alu und ohne Öko. Von Weleda vertrage ich übrigens gar keine Produkte. Viel zu intensiv. Die ganze Suche hat mich viel Zeit, Geld und Frust gekostet. Aber es war mir wichtig.

    Noch eins: Alufolie ist der Horror in der Produktion. Bitte nicht kaufen!

    Liebe Grüße – Tanja

    • Hallo Tanja!

      Danke noch einmal fürs Hinweisen auf die Alufolie (darüber habe ich in früheren Beiträgen geschrieben samt Alternativen)

      Du hast völlig recht, die Herstellung von Alufolie ist ökologisch der reinste Horror!

      lg
      Maria

  18. Pingback: Monatscollage Februar 2015 | widerstandistzweckmaessig

  19. Pingback: selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Deo | widerstandistzweckmaessig

  20. Pingback: selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Deo | widerstandistzweckmaessig

  21. Die Erfahrung mit dem „Sich selbst nicht riechen können“ hab ich auch gemacht… weiß gar nicht mehr wie lange es gedauert hat… ob es an der Seife liegt… die siede ich selbst – aber das Deo brauche ich auch immer seltener – wobei zum Sport fühl ich mich besser damit 🙂

    • Hallo Sulevia!

      Ich brauche es hauptsächlich wenn ich mal einen Arzttermin habe, das wäre mir unangenehm. Beim Sport schwitzt man eh frischen Schweiß, der riecht doch eh nicht und alle anderen schwitzen auch 😉

      Danke für Dein Kommentar!

      lg
      Maria

      • Hallo Maria,

        bitte schön. 🙂

        Deshalb finde ich das Internet gut. Da kann man dann solche Sendungen noch einmal ganz in Ruhe anschauen. Und wenn dann jemand noch so einen Link teilt, kann sich auch derjenige ohne Fernsehen die Sendung anschauen.

        LG von Karin

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