Wenn ich mein Leben noch einmal neu starten könnte…

Sandra hat zur Blogparade aufgerufen und ein Thema gewählt, das sofort mein Hirn zu ratten anfangen ließ.

Was wäre wenn? Wenn du die Chance hättest, nochmal neu anzufangen? Was würdest du beruflich werden wollen? Welche Entscheidungen würdest du dann anders treffen? An welchen Weggabeln anders abbiegen?

Würdest du dich nochmal neu erfinden? Träumst du manchmal von dieser Möglichkeit? Wer würdest du diesmal sein? Wie würdest du leben?

Es ist mein Leben

Ich habe in meinem Leben schon sehr viel erlebt und vieles getan. Natürlich, ich bin ja auch nicht mehr wirklich jung und ich kann – auch wenn es ein wenig pathetisch klingt – auf ein erfülltes Leben zurück blicken, auch wenn ich nicht immer das getan habe, was mir in dem Augenblick Spaß gemacht hätte.

Vieles war vorgegeben. Für manches hatte ich nicht genug Mut. Ich habe sicher viele Entscheidungen getroffen, die ich rückblickend so nicht mehr treffen würde.

Aber ich möchte nicht alles, was ich getan habe in Frage stellen. Das würde mein ganzes Leben und damit auch mich in Frage stellen.

Ich bin so wie ich bin, weil ich so gelebt habe

Wie ich heute bin ist das Ergebnis dessen, was ich erlebt habe. Ich wäre nicht die selbe, wenn ich andere Wege beschritten hätte.

Sich selbst annehmen und lieben wie man ist

Das bisherige Leben in Frage zu stellen halte ich für sehr gefährlich. Ich mache damit mein Leben schlecht, ich setze mich selbst herab.

Um zu sich selbst stehen und sich selbst lieben zu können, ist es wichtig auch die dunklen Seite des eigenen Lebens anzunehmen und zu lieben.

Auch sie haben dazu beigetragen mich zu dem zu machen, was ich heute bin.

Neubeginn

Ich kann mich immer wieder neu erfinden

Meinem Leben kann ich jederzeit eine neue Richtung geben ohne die Vergangenheit verdammen zu müssen. Im Gegenteil, meine Erfahrungen helfen mir diesen neuen Weg zu gehen.

Ich möchte mein Leben nicht missen. Es hat mir viele Aufgaben gestellt, vielleicht sogar mehr als anderen Menschen. Es war ganz sicher kein gerade Weg, oft steinig und holprig und ganz oft hat mich der Weg durch ein tiefes dunkles Tal geführt.

Bewusst genießen

Heute kann ich mein Leben sehr bewusst genießen. Zum Beispiel meine Partnerschaft – ich hatte es schon aufgegeben eine Partner zu finden, der mich wirklich liebt. Vor fast 4 Jahren habe ich diesen gefunden (wortwörtlich) und er liebt mich nicht trotzdem ich so bin wie ich bin, sondern weil ich so bin wie ich bin.

Vielleicht weiß ich es deshalb so sehr zu schätzen, weil ich auch einige negative Erfahrungen gemacht habe. Würde ich diese ausradieren wollen, würde mich das aber auch um etwas sehr Wertvolles in meinem heutigen Leben bringen. Zum Beispiel um die Dankbarkeit, dass ich Herrn Widerstand an meiner Seite habe.

Was ich in Zukunft anders machen werde

Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückblicke habe ich eines gelernt und das nehme ich sehr bewusst als Erfahrung für meine Zukunft mit.

Öfter „NEIN“ sagen

Nicht alles hinnehmen, was „man“ so macht. Ich will mich weniger anpassen, weniger es allen recht machen und mehr ICH sein.

Ich will Widerstand leisten, wenn ich diesen in mir verspüre. In den letzten Jahren habe ich endlich erkannt, dass Widerstand wirklich zweckmäßig ist. Dass es gut ist, wenn ich nicht mehr alles hinnehme, sondern auf die Stimme in mir höre und mich nach meinen Bedürfnissen richte.

Es ist so wichtig, die eigenen Grenzen zu respektieren und nach diesen zu leben!

Ich möchte mich nie wieder in meinem Leben so verbiegen, wie ich es lange Zeit gemacht habe, um von anderen geliebt zu werden.

Lange Zeit habe ich mich selbst nicht wichtig genommen, war für alle anderen da aber nicht für mich selbst. Die Bedürfnisse der anderen kannte ich besser als meine eigenen. Ich habe reagiert statt agiert, meine Wünsche zurück gestellt und verlernt zu träumen.

Den Weg des Herzens gehen

Nie wieder möchte ich so auf mich selbst vergessen sondern auf mich selbst hören und meinem Herzen folgen. Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens!

Es ist nie zu spät das Leben neu zu beginnen!



ganzichselbst


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31 Kommentare zu “Wenn ich mein Leben noch einmal neu starten könnte…

  1. Sehr schön geschrieben Maria.
    Ich denke , dass dir auch dein Blog sehr dabei geholfen hat, etwas anders zu machen und du ihn nicht nur für andere machst, sondern auch für dich selbst positiv nutzt. Es hat ja auch immer was heilendes sich alles von der Seele zu schreiben.
    Ich freue mich für dich, dass du Herrn Widerstand getroffen hast.

    Ich persönlich würde übrigens gar nichts ändern.
    Ich habe schon so viel erlebt.
    Ich hatte eine ganz tolle Kindheit. Habe später dann zwar eine Ausbildung abgebrochen, die zweite aber mit Spaß und guten Noten abgeschlossen.
    Arbeite jetzt in diesem Beruf weiter. Will mich aber demnächst evtl. anderweitig umsehen.
    Ich habe viele Parties mitgenommen und schöne Urlaube gemacht.
    Hatte mehrere Beziehungen, die mich alle zu dem gemacht haben was ich bin. Durch den Stressigen Job bin ich zum Yoga gekommen, was sonst vielleicht nie passiert wäre. vorletztes Jahr war ich in Thailand mit meinen zwei besten Freundinnen. Die besten die man sich wünschen kann.
    Ich bin erst 27 und ich habe noch sehr viel vor mir und ich möchte gerne noch einiges machen!
    Aber aus der Vergangenheit bereue ich nichts.

    Viele sonnige Grüße.

    • Hallo Misses Hippie!

      Vielen Dank für Dein sehr persönliches Kommentar, in dem Du einen tollen Einblick in Dein Leben gibst.

      Ich habe das Gefühl, dass Du mit Dir und Deinem Leben wirklich rund herum zufrieden bist. Das finde ich sehr schön!

      lg
      Maria

    • Liebe Misses Hippie, es ist wundervoll von jemandem zu lesen, dass er/sie mit dem Leben bisher so zufrieden ist. Das wünsche ich allen, und deshalb danke ich dir sehr für deinen Kommentar hier. Sandra aus Dresden 🙂

      • Huhu Sandra! Danke für dein Feedback.
        Ich habe auch in der Vergangenheit schon das ein oder andere mal gedacht „Mensch, hätte ich dieses oder jenes doch nur nie gemacht“ .. aber dann dachte ich gleich „Wieso?! Genau DAS , macht dich doch zu dem was du heute bist“ Egal ob es eine schlechte Beziehung war, die einen vielleicht stärker gemacht hat, oder ein zu stressiger Job, der dir gezeigt hat, dass Geld nicht alles ist und dich sensibler gemacht hat für deine Umwelt, oder deinen eigenen Körper. Deshalb bereue ich nichts, weil ich der Meinung bin , dass alles für etwas gut ist! Und wo sich eine Tür schließt, öffnet sich wieder eine.
        Viele liebe Grüße 🙂

  2. Liebe Maria,
    schönes posting. Danke.

    Das Thema an sich passt irgendwie zu dem was mich auch gerade beschäftigt. Mal schaun, vielleicht mache ich auch ein posting dazu.

    Viele Grüße
    Angelika

  3. Hallo Maria,

    sehr interessante Einblicke, die es hier zu lesen gibt. Ich habe mir diese Frage auch schon öfter mal gestellt, bin aber zu dem Ergebnis gekommen, dass ich nichts an meinem Leben ändern möchte. Ich habe durch die Erlebnisse meine Lehren gezogen und Dinge verändert und bin rundherum zufrieden.

    Lieben Gruß
    Uta

    • Liebe Uta, das ist schön zu lesen. Ich freue mich auch, dass sich der Blickwinkel auf meine Fragen aus der Blogparade grad dahin zu verschieben scheint, was man aus dem bisher Gelebten gelernt hat und jetzt besser/anders machen kann. Herzliche Grüße aus Dresden, Sandra

  4. Hallo Maria,
    ein wirklich wunderschöner Beitrag. Dankeschön!

    Was würde man anders machen? Ja, diese Frage finde ich auch gefährlich. Sicher, ein paar Kleinigkeiten hier und da würde sicher jeder gerne anders machen. Aber ich denke im großen und ganzen hatte alles seinen Sinn. Und wie du schreibst, sonst wäre man nicht der Mensch, der man jetzt ist.

    Die Erfahrungen prägen und vielleicht muss der eine oder andere einen Weg einschlagen der anscheinend nirgends hinführt, um zu sich selbst zu finden.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Mein Weg zu mir selbst war sicher sehr verschlungen und ganz sicher nicht einfach. Wenn es mir gerade nicht gut ging hätte ich mir sicher oft gewünscht, dass mein Leben anders verlaufen sollte.

      Nur eines muss man wissen, hinterher ist es immer einfach zu sagen, da hätte ich etwas lieber so oder so machen sollen. Hinterher hat man mehr Informationen.

      Ich denke es ist wichtig immer eine überlegte und bewusste Entscheidung zu treffen. Ob es die richtige ist, weiß man nie im vorhinein.

      lg
      Maria

    • Dankeschön für die Anregung, Daniela. Ich antworte ja gleich noch auf Marias Kommentar direkt unter meiner Blogparade, da werde ich darauf hinweisen. Sonnige Grüße aus Dresden. Sandra

  5. Wunderbar, liebe Maria. Herzlichen Dank für deinen Beitrag zu meiner Blogparade, und herzlichen Dank auch dafür, dass du betonst, dass unser früheres Leben den Menschen erst geformt hat, der wir heute sind. Das sehe ich ganz genau so, von daher ist es wunderbar, dass du den Blickwinkel auf meine Fragen etwas abänderst und fragst: Was kann ich ab jetzt anders machen. Ich freue mich sehr über deinen Beitrag. Großartig. Alles Liebe für dich, Sandra aus Dresden

  6. Klar lerne ich gerne auch aus Fehlern anderer, aber manche muss man eben selbst machen. Natürlich kommt es dann noch darauf an was der Einzelne als Fehler ansieht.
    Liebe Grüße ~ Anne

    • Hallo Anne!

      Ich denke aus eigenen Fehlern lernt man am schnellsten und nachhaltigsten.

      Und so wie Du richtig schreibst, manches, was wir tun sieht der eine als Fehler an und der andere hält es genau für richtig.

      Und dann ist da noch die Sache mit dem Zeitpunkt, manches kann zum einen Zeitpunkt ein Fehler sein und zu einem anderen Zeitpunkt genau richtig.

      Bei diesem Thema kann man schwer verallgemeinern.

      lg
      Maria

  7. Ein sehr schöner Beitrag, der auch mir aus der Seele spricht. Es mag sein, dass jemand tatsächlich sagt: Hätte ich das doch bloß anders gemacht! Aber ich für mich kann nur sagen: es wären höchstens Kleinigkeiten, die ich anders machen würde. Das kann ich vielleicht am Ende eines Tages auch immer sagen. Alles andere, die wichtigen Dinge im Leben, da ist alles so, dass ich nichts anders machen würde. Ich denke, dass man aus allem, was man ‚gelebt‘ und gemacht hat, lernt und gelernt hat. Und – wie du auch sagst – es ist nie zu spät, etwas zu ändern (was ja viele von uns gerade auch tun).
    Liebe Grüße – und schön, dass du zufrieden bist,
    Ingrid

    • Hallo Ingrid!

      Es war nicht einfach zu diesem Punkt zu kommen. Ich hätte nach der Schule so gerne studiert, aber mein Vater hatte nicht genug Geld dafür.

      Lange Zeit habe ich im Beruf darunter gelitten, weil immer wieder Akademiker vorgezogen wurden.

      Es war ein langer Weg mich damit auszusöhnen, was mir nur Stück für Stück und sehr langsam gelungen ist.

      Heute bin ich an einem Punkt wo ich zufrieden bin mit dem, was ich habe und nicht mehr ständig mehr möchte.

      Das fühlt sich richtig gut an!

      lg
      Maria

      • Das kann ich gut nachvollziehen. Am liebsten würde ich auch von mir etwas dazu schreiben, aber ich glaube, das lasse ich lieber. Neulich wurde ich wegen des Gorelik-Artikels als -N.a-z.i beschimpft. Auch wenn ich den Typ gesperrt habe, der liest wahrscheinlich bei mir noch mit.

  8. Nein, schön ist das nicht, aber das Internet ist eben so. Blogs sind öffentlich und da kann jeder lesen. Zuerst hat er ganz normal kommentiert …

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  13. Liebe Maria
    ein sehr schöner kräftiger Beitrag.
    Er macht mir Mut, weiter meinen Weg zu gehen und zu mir zu stehen, auch wenn mir Gegenwind ins Gesicht bläst.
    Mich nicht mehr verbiegen. Das ist auch für mich schwierig aber ich bin am Weg. Der Blog hilft dabei.
    Ein sehr interessanter Blog den du hier führst. Werde mich weiter durchlesen.
    Danke für Die Inspiration. 🙂
    Ganz liebe Grüße
    „Benita“

    • Liebe Benita!

      Herzlichen Dank für Dein ausgesprochen nettes Kommentar. Es freut mich sehr, dass Du etwas für Dich mitnehmen konntest aus meinem Beitrag.

      Das Leben ist nicht immer einfach mit Gegenwind. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du einen guten Weg für Dich findest!

      lg
      Maria

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