Müll reduzieren in der Küche Teil 3.

Vor kurzem bin ich auf dem Blog Hundertsand über den Beitrag „Mülltüten vermeiden“ gestolpert und habe mir gedacht, das wäre doch ein Thema, über das ich in meiner Serie „Müll reduzieren“ auch unbedingt noch ein paar Worte verlieren möchte.

Menschen kaufen Müll

Es gibt ganz viele Menschen, die Müll kaufen und das wörtlich, denn sie kaufen Müllsäcke. Das sind Plastiksäcke, die nur dafür produziert werden um Müll zu sein!

Für den Müll produziert

Für den Müll produziert

Bioplastik ist keine Alternative

Auch Bioplastik ist gerade für Mülltüten keine Alternative, denn auch diese werden nur für den Müll produziert. Jede Plastiktüte, die nicht für den Müll produziert wird ist meiner Meinung nach ein Gewinn für die Umwelt.

Meine Alternativen

Ich möchte Dir heute meine Alternativen zeigen, wie ich mit der Müllproblematik umgehe. Die Lösungen sind sehr einfach und effektiv.

Altglas und Altmetall

In meiner Küche steht ein 3fach Abfalleimer. Im ersten Kübel wird Altglas und im zweiten Kübel das Altmetall gesammelt. Damit der Transport zur Sammelstelle einfacher erfolgen kann, sind in den beiden Kübeln Stofftragetaschen in geeigneter Größe.

Um das Altglas oder das Altmetall zum Container zu bringen, braucht Herr Widerstand daher nur die Innentasche zu nehmen. Manche werden meinen, das ist unnötig, da könnte er ja gleich den Kübel nehmen.

Aber nein, das ist nicht so! Die Abfallcontainer sind doch ein Stück weit weg und wir bringen daher den Müll immer dann weg, wenn wir gerade eine Erledigung außer Haus haben. Diese beiden Taschen können winzig klein zusammengelegt werden und sind daher perfekt dafür geeignet.

Falls doch einmal etwas schmutzig wird, können die Stofftaschen gewaschen werden. Auch das ist für uns ein wichtiges Argument für die zusätzliche Stofftasche.

3 Eimer in einem

3 Eimer in einem

Altpapier

Unser Altpapier wird in einem Korb gesammelt, der im WC steht. Alles hat nun mal nicht in der Küche Platz und ich finde das WC ist ein wunderbarer Ort um Altpapier zu sammeln. Natürlich braucht Altpapier keinen Müllsack, das ist eh klar, denn Papier macht zum Glück keinen Schmutz.

Seitdem sich auf meinem Postkasten der Aufkleber „bitte kein unadressiertes Werbematerial“ befindet, braucht es ganz schön lange bis der Kübel voll ist.

Biomüll

Der Biomüll ist natürlich so ein Kapitel für sich. Für diese Müllart habe ich schon sehr viel ausprobiert. Vom originalen Biokübel in braunem Plastik über alte Eisdosen und noch vieles mehr. Jede Art von Plastikbehälter wird vom Biomüll mit der Zeit angegriffen, verfärbt und einfach eklig finde ich. (Abgesehen davon, dass Plastik mittlerweile eh nicht mehr in meiner Küche sein darf.)

Derzeit verwenden wir jede Art von Abfallkarton (z.B. von Reis oder Nudeln) bzw. Papiersäcke (z.B. von Mehl oder Zucker) etc. Natürlich weicht das Papier mit der Zeit ein wenig auf, aber wir haben so viel Biomüll, dass wir diesen sowieso jeden Tag wegbringen müssen.

unser Biomüll von gestern

unser Biomüll von gestern

Die von mir angestrebte und meiner Meinung nach perfekte Lösung ist ein Edelstahltopf mit Deckel. Das hat den Vorteil, dass im Sommer auch die Fruchtfliegenplage kein Thema ist. Edelstahl lässt sich ausgesprochen gut reinigen und der Deckel hat wirklich viele Vorteile.

Derzeit warte ich gerade darauf, dass ein geeigneter Topf im Kostnixladen zu finden ist.

Mein Biomüllbehälter steht offen in einem Eck meiner Arbeitsfläche. Da er so häufig benötigt wird, muss er einfach griffbereit sein.

Edit: Mittlerweile sammle ich den Biomüll in einem alten Edelstahltopf mit Deckel, den ich aus dem Kostnixladen bekommen habe. Durch den Deckel ist diese Lösung sowohl geruchs- als auch fruchtfliegenfrei, was ich wirklich perfekt finde!

Plastikmüll

Unseren Plastikmüll konnte ich in den letzten 1 1/2 Jahren sehr deutlich reduzieren. Um den Plastikmüll zu sammeln, verwende ich Plastikmüll.

Eines der wenigen Produkte, die ich nicht ohne Plastikverpackung kaufen kann, ist WC-Papier. Rund 1 x pro Monat fällt eine Plastikverpackung an. Diese verwende ich um meinen Plastikmüll zu sammeln. Meist reicht die eine Packung aus um den gesamten Plastikmüll vom Monat aufzunehmen. Viel mehr fällt bei uns nicht an.

Wichtig ist mir an dieser Stelle zu sagen, dass man keine im Handel üblichen Plastiksäcke („Einkaufssackerl“) verwenden soll. Diese sind viel zu wertvoll um direkt nach einmaligem Gebrauch im Müll zu landen. Lieber sollte man diese mehrmals weiter verwenden.

Ich persönlich bekomme schon seit ganz vielen Jahren keine Plastiksäcke mehr, weil ich immer eine Einkaufstasche mit habe, um meine Einkäufe nach Hause zu tragen.

Der Sack mit dem Plastikmüll hängt neben dem Tretabfalleimer auf dem Knauf einer Lade unter meinem Kühlschrank. Nachdem ich kaum noch Lebensmittelverpackungen aus Plastik habe, kommt es zu keinem unangenehmen Geruch durch den Plastikmüll. Sollte doch einmal eine verschmutzte Plastikverpackung haben, reinige ich diese bevor ich sie in den Müll werfe (natürlich mit Brauchwasser um die Umwelt nicht noch mehr zu belasten).

so sieht es im Recyclinghof aus

so sieht es im Recyclinghof aus

Restmüll

Der Restmüll wird im 3. Kübel des 3teiligen Abfalleimers gesammelt. Nachdem der Restmüll immer trocken ist, wird der Kübel nicht verschmutzt und benötigt daher keinen Schutz.

Das Abfuhrintervall der Restmülltonne beträgt 4 Wochen. Mein Eimer in der Küche fasst rund 10l, das ist echt nicht viel, und wir bekommen ihn innerhalb dieser 4 Wochen kein einziges Mal voll!

Die Restmülltonne fasst übrigens 120 l, wir würden rein rechnerisch statt einer Mülltonne pro Monat nur 1 Mülltonne jährlich benötigen. Leider kann man das mit der Gemeinde nicht aushandeln.


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Müll reduzieren im Haushalt – Teil 6. – Abschied vom Perfektionismus

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

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30 Kommentare zu “Müll reduzieren in der Küche Teil 3.

  1. Das „Problem“ mit dem Restmüll kenne ich auch. Ich hab in meinem Leben noch nie eine Tonne voll bekommen. Sehr gut fand ich, als der Landkreis vor ein paar Jahren die jährliche Mindestleerung von 12 mal auf 6 mal reduziert hat. Das ist zwar noch immer mindestens doppelt so viel wie wir brauchen. Unsere Tonne fässt 60 Liter.

    Liebe Grüße,
    Sarah =)

    • Hallo Sarah!

      Leider (aus Sicht vom Müll zum Glück!) geht es da einigen so ähnlich.

      Die Sache ist natürlich schwierig von der Handhabung her – ermöglicht man es den Haushalten, Kosten durch Müllreduktion zu sparen kann das der richtige Weg sein aber es gibt leider dann immer wieder Menschen, die das missbrauchen und ihren Müll dann anders entsorgen nur damit sie Geld sparen. Das ist leider häufig der Hauptmotor warum es von der öffentlichen Müllstelle kein Entgegenkommen gibt.

      Schade, dass so viele wegen einigen leiden müssen.

      lg
      Maria

      • Dass es aus den genannten Gründen kein Entgegenkommen gibt, kann ich ehrlich gesagt auch verstehen.
        Und trotzdem hab ich gerade in letzter Zeit wieder den Eindruck vermehrt in der Natur entsorgten Müll zu sehen. Kann ich echt nicht verstehen. Wenn ich mir die Mühe mache extra irgendwo hin zu fahren, kann ich doch genau so zum Werkhof fahren, da kann man auch alles umsonst abgeben.

        Schönen Sonntag Dir =)

  2. Hallo Maria.

    Ja die vielen Säcke sind gruselig.
    Aber glaub mir es geht noch besser.
    Meine Schwiegermutter schwört auf Mülltüte mit Duft Lavendel, Rose was das Herz begehrt….oder auch nicht.
    Da ich ja erst am Anfang bin gibt es bei mir halt auch noch die gekauften Mülltüten.
    Ich versuche das vorhandene aber sinnvoller zu nutzen,
    also an die Tonne und die Tüte ausleeren.
    Spruch von meinem Jüngsten, Mama di schauen immerso komisch wenn ich die leere Tüte wieder mitnehme (Gleich neben dem Tonnenplatz ist eine Trinkhalle/Kiosk).
    Mir doch egal.

    Was die Tonnengröße betrifft, hier kann man wählen.
    Plicht ist aber die Braune und Papier.
    Für Glas stehen an zentralen Punkten Container.
    Es gibt jetzt beim Supermarkt sogar eine Tonne für Kleinelktrogeräte.

    Wir sind 2012 umgezogen und haben jetzt diese Riesen Container stehn, ein ewiger Quell der Freude.
    Durch den oben genannten Kiosk halten viele an und entsorgen nebenbei ihren Hausmüll in unsere Tonnen,
    es wird auch nicht geschaut was wo rein sollte, hauptsache weg.
    Was zur folge hat… es wird oft nicht geleert, weil nicht getrennt wurde. Allein das ist schon Motivation weniger Müll zu produzieren.
    Also gibt es eine Sonderleerung und die Kostet extra.
    Wird natürlich auf die Betriebskosten umgelegt. Echt Klasse.

    Bei einem Nachbarhaus wird oft der Deckel nicht zugemacht und die Krähen bedienen sich lustig am gedeckten Tisch.
    Man soll nicht glauben wie Inteligent diese Vögel sind.

    Meine Vorgehensweise für die Zukunft.
    Weiter Plastik sparen, weiter Trennen, keine Fertigprodukte (ich kann noch nicht mal vorhandenes aufbrauchen, weil es mir einfach nicht mehr schmeckt. Meine Männer sind da schmerzfrei, leider).

    In diesem Sinne einen schönen Sonntag.

    Liebe Grüße Andrea

    • Hallo Andrea!

      Wenn Du Lebensmittel hast, die Du nicht mehr essen willst, kannst Du die über foodsharing verschenken. In vielen Orten gibt es auch Fairteiler wo man diese Lebensmittel einfach hinein stellen kann.

      Ich habe ziemlich viel verschenkt, auch Alufolie und Frischhaltefolie, weil ich das alles gar nicht aufbrauchen wollte.

      Lieber schenke ich es jemanden, der das sowieso kauft, dann kauft derjenige 1 x weniger. Finde ich sinnvoll.

      Das mit dem Müll bei Dir ist schon ärgerlich, dass da fremde Menschen einfach abladen können.

      lg
      Maria

  3. Sehr, sehr durchdacht, deine Müll- und Plastikvermeidungsstrategie. Der Meinige bringt leider oft Plastik vom Einkaufen mit. (Es gab es nicht anders …). Das stimmt sogar; leider ist der nächste Markt unmöglich weit entfernt. Wenn ich aber selber einkaufen gehe, komme ich ganz frustriert nach Hause und denke, ich lebe in einer anderen Welt. Eine junge Dame vor mir hatte zwei Plastikbehälter, einer mit Riesenerdbeeren und einer mit fertig geschnittener Ananas. Da muss ich mich immer sehr beherrschen und bewusst weggucken und mir sagen: Kehr erst mal vor deiner eigenen Tür. Tja, und da arbeite ich weiterhin dran.

    • Hallo Ingrid!

      *lach* Wenn ich doch einmal im Supermarkt bin dann trifft mich immer fast der Schlag wenn ich sehe wie viele Menschen einkaufen in Bezug auf Plastik.

      Aber ich denke mir, ich kann nur für mich selbst entscheiden und nur wenn es jemand anderer hören will kann ich informieren und Einfluss nehmen.

      Deshalb ist mir auch mein Blog so wichtig!

      lg
      Maria

      • So ist es. Man darf und kann andere nicht erziehen. Als Vorbild und Ratgeber im Blog ist das sehr gut.
        LG, Ingrid

  4. Liebe Maria, Danke für den Beitrag. Wir verwenden zum Sammeln des Papiermülls einen kleinen Jutesack. Den nehmen wir bei jedem Sonntagsspaziergang mit zum Papiercontainer und legen ihn nach dem Entleeren in den Briefkasten.

    Viele Grüße

  5. Moin Maria, mit dem Thema Müll beschäftige ich mich ebenfalls schon länger.
    Da ich in meiner Wohnung und vor allem in meiner Küche kein Plastik haben will, habe ich nur einen Emailleeimer mit Deckel für meinen Bioabfall. Der landet dann auf dem Kompost oder bei meinem Geflügel. Den Eimer kann man gut wieder auswaschen, mit Regenwasser.
    Wenn ich einmal Restmüll habe, was sehr selten ist, geht der gleich direkt in die große Abfalltonne, die bei uns die kleinste Größe hat und von mehreren Bewohnern benutzt wird.
    Altglas sammle ich in einem Zinkeimer in meiner Speisekammer, das ich dann, auf dem Weg zum Einkauf im Container entsorge.
    Altpapier sammle ich in den großen Papiersäcken, die bei mir immer wieder anfallen, wenn ich für die Tiere Körnerfutter kaufe. Hier bei uns im Dorf wird das Altpapier einmal im Monat noch mit Trecker und Anhänger abgeholt. Man braucht es dann nur an die Strasse stellen. Der Sammelcontainer steht dann auch direkt im Dorf und man kann sein Papier dort selber einwerfen. Viele Zeitungen landen bei mir aber auch im Ofen, zum Anzünden.
    Plastikmüll geht bei mir auch direkt gleich in den gelben Sack, den ich ebenfalls in meiner Speisekammer aufbewahre. Ich hab ca. 1 Sack pro Monat, die Menge will ich aber noch weiter reduzieren. Beim Einkauf versuche ich möglichst Dinge ohne Plastikmüll zu kaufen, was manchmal echt schwierig wird. Ich lasse dann die Verpackung, die ich zum Transport nicht brauche, gleich im Laden. Ich beobachte bei uns hier, das dies kaum jemand beim Einkaufen macht.
    Leider gibt es im Bioladen auch so viel in Plastik verpackt, was ich sehr schade finde. Ich greife dann immer auf Dinge in Gläser zurück, die ich dann zum Teil noch wiederverwerten kann.
    Zum Einkaufen nehmen ich immer meinen Korb und Stoffbeutel mit. Es ist für mich sehr unverständlich, daß bei uns in den Läden immer noch Plastiktüten angeboten werden. Warum verbietet man das nicht, wie in anderen Ländern??
    Lieber Grüße Kerstin

    • Hallo Kerstin!

      Vielen lieben Dank für Deinen ausführlichen Bericht über Deine Art mit Müll umzugehen.

      Wenn man so naturnah lebt wie Du hat man natürlich speziell beim Biomüll mehr Möglichkeiten vor allem wird der Bioabfall noch verwertet in irgend einer Art.

      Ein Teil von meinem Bioabfall kommt zur Nachbarin für die Hasen, da freue ich mich sehr, dass nicht alles wirklich in der Tonne landet.

      Im Sommer sammeln wir auch immer Eierschalen und Kaffeesud für den Garten.

      Viele Grüße
      Maria

  6. Ja, die Plastikmüllsäcke. Ein Quell des Grauens, wenn man genau darüber nachdenkt.

    Bei uns fällt leider noch relativ viel Restmüll an, wir haben in der ganzen Wohnung verteilt in jedem Raum einen Restmülleimer stehen. Wenn auch in unterschiedlichen Größen.

    Den Biomüll in einem Metalleimer zu sammeln finde ich sehr sinnvoll. Und Plastik-Biomülleimer sieht schon ziemlich schäbig aus und den würde ich auch mal gerne tauschen. Für Biomüll verwende ich mittlerweile entweder alte Mehlsackerl (danke für den Tipp!) oder die Papier-Biotüten. Auf Bioplastik verzichte ich mittlerweile weitestgehend.

    Plastik wird bei uns ebenfalls in alten Klopapierverpackungen oder anderen Plastiktüten gesammelt, die groß genug sind.

    Da wir einen Altglaskübel direkt vorm Haus stehen haben, erübrigt sich die seperate Sammlung. Das nehmen wir immer gleich mit, wenn wir außer Haus gehen.

    Aber über unseren gemeinschaftlichen Biomüll könnt ich mich immer ärgern, wenn ich in die Tonne sehe: Berge von Biomüll hübsch einpackt in Plastiktüten. Warum dieser eine Handgriff (Knopf auf, Tüte ausleeren und getrennt entsorgen), wenn man schon Plastiksäcke für den Biomüll verwenden muss, zuviel ist, kann ich einfach nicht verstehen.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Das ist ja wirklich sehr ärgerlich mit dem Biomüll bei Dir.

      Ich habe auch gesehen, dass Leute Biomüll in Bioplastiksäcken sammeln und diese dann in den Biomüll werfen. Das ist aber auch falsch, auch wenn Bioplastik kompostierbar ist, weil Bioplastik nicht in der vorgeschriebenen Zeit verrottet!

      Leider ist da sehr oft Unwissenheit im Spiel und gar keine böse Absicht.

      lg
      Maria

    • Eine Alternative sind Stofftücher als Toilettenpapier. Man kann sich wie in Indien mit Wasser sauber machen (ähnlich wie beim Bidet, es gibt auch den solo Bidet Aufsatz) und dann wenn alles sauber ist mit dem Stoffklopapier abtrocknen. In Japan wird auch mit Wasser abgeputzt. Zum Abputzen braucht man ungefähr 300-400 ml während man für die Produktion einer Klopapierrolle 140L braucht und sie nur für ca. 33 Male reicht. Wenn man davon ausgeht dass man 400 ml braucht für jedes mal dann könnte man sich mit 140L 350 Mal abputzen! Dazu kommt dass für die Entsorgung von Klopapier auch Wasser und Energie benötigt wird. Es gibt billige Bidetflaschenaufsätze von Solo die im Vergleich umweltfreundlicher sind sogar zu Recyclingklopapier weil dort höhere Konzentrationen BPA von Thermopapier zu finden ist.

      • Hallo!

        Ja über diese Alternativen habe ich schon gelesen und auch schon darüber nachgedacht.

        Einen Versuch habe ich letztes Jahr schon gestartet, da war ich aber nicht glücklich damit.

        Ein neuer Versuch ist in Planung, wenn es so weit ist werde ich sicher darüber berichten. Ich weiß zumindest mittlerweile woran es gescheitert ist.

        Danke für den ausführlichen Hinweis!

        lg
        Maria

  7. Hallo Maria,

    da sprichst du mir mal wieder aus der Seele.

    Hier in Israel wird Müll leider noch nicht mal gescheit getrennt! Deshalb ist es für mich umso wichtiger, so wenig Plastik wie möglich zu produzieren.

    In Haushaltsangelegenheiten, wie man beispielsweise den Müll handhabt, wünsche ich mir öfter, allein zu wohnen. Denn die Überzeugungsarbeit gelangt noch viel zu selten zu meinem Wunschresultat.

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Hallo Philipp!

      Ich kann mich noch an einige Deiner Kommentare zu Deiner Müllproblematik in Israel erinnern.

      Insofern habe wir hier schon Glück, dass es zumindest wirklich einfach ist den Müll zu trennen.

      Das beste ist immer noch so wenig Müll wie möglich zu verursachen so wie Du schreibst.

      Genau das ist mir wirklich ein sehr großes Anliegen.

      lg
      Maria

  8. Ich gebe zu, wir nutzen Plastiktüten für unseren Müll. Ich versuche dabei auch Verpackungen oder Plastiktüten zu verwenden, die hier woher auch immer auftauchen.
    Was ist denn Biomüll? Bei uns gibt es die schwarze Tonne, gelbe Säcke, den Altglaskontainer und am Wochenende kann man seinen Papiermüll in einen großen Anhänger werfen. Und Kompost gibt es hier auch, aber da weiß ich auch immer nicht so recht, was ich draufschmeißen darf :/

    Auch wenn wir versuchen Plastikmüll so weit es geht zu vermeiden ist das für mich gar nicht so leicht. Wir gehen zwar regelmäßig auf den Markt, aber auch dort bekommen wir je nachdem was wir einkaufen Plastiktüten in die Hand gedrückt (Salat, Spinat, …) Wie läuft das bei dir?
    Im Supermarkt packe ich Gemüse und Obst nie in die Plastiktüten, es ist mir allerdings schon passiert, dass die das dann an der Kasse trotz Protestes meinerseits gemacht haben. Ich kann mich da nicht so richtig gegen wehren scheint es.
    Tja und dann sind da eben noch so Sachen wie Sahne oder Quark. Wieso gibt es das nicht wie Joghurt im Glas? Brotaufschnitt ist auch wieder so eine Sache, bei der ich gar keine Alternative kenne. Und auch beim Bäcker wird das Brot in eine Plastiktüte gepackt, außer man nimmt es nicht geschnitten, womit mein Freund dann ein Problem hat, aber zumindest da könnten wir uns vielleicht langsam umgewöhnen. Es liegt noch ein sehr weiter Weg vor uns.

    Jetzt bin ich weit abgeschweift. Wir haben nur eine ganz kleine schwarze tonne (also die hat einen Einsatz drin, da passt dann eben nur wenig rein) und ich muss sagen, das reicht auch für mehrere Wochen, wir brauchen sie bloß alle 2-3 Abholtermine rausstellen. Und das obwohl wir ja noch viel Müll machen.

    Ich hab noch eine ganz andere Frage: Ich meine mich zu erinnern, dass Du einen Ebook-Reader besitzt – welches Modell hast Du?

    Alles Liebe, Freja

    • Hallo Freja!

      Vielen Dank für Dein langes und ausführliches Kommentar!

      Wenn ich auf den Markt gehe, nehme ich Baumwolltaschen mit. Für Obst und Gemüse habe ich dünne Säcke aus Vorhangstoff genäht. Manchmal nehme ich aber einfach die Baumwolltasche, wenn ich die vergessen habe. Wer nicht näht, man kann sie auch kaufen.

      Schau Dich doch einmal in meiner Serie „Müll reduzieren beim Einkaufen“ um, da habe ich bereits viele Tipps gegeben, wie man Verpackungsmüll reduzieren kann.

      Brot backe ich selbst oder bekomme es lose vom Bäcker. Man kann da auch einen Brotbeutel mitbringen, dann wird es gleich da hinein getan.

      Biomüll enthält die Lebensmittelabfälle wie z.B. Karottenschalen, Kartoffelschalen etc. Das kann alles kompostiert werden.

      Mein ebook-reader ist ein einfacher kindle (das „kleinste“ Modell)

      lg
      Maria

  9. Danke für diesen tollen Artikel! =) Auf die Idee mit den Klopapiertüten bin ich auch schon gekommen 😉 Sie eignen sich allerdings nicht als durchsupp-Schutz beim Biomüll, dafür sind sie dann doch zu dünn. Ich muss zugeben, ich benutzte für den Restmüll noch gekaufte Tüten ( falls gerade keine Klopapiertüte da ist), da bei meinem Restmüll doch ab und zu Essensreste anfallen (obwohl ich versuche, das zu minimieren, funktioniert noch nicht so ganz) und das klebt dann….
    Eine Frage habe ich an dich: was für Altmetall fällt in deinem Haushalt an, dass du dafür einen eigenen Mülleimer besitzt? Sind dort die Deckel von den Gläsern drin?

    Liebe Grüße

    die Smileykiste

    • Hallo!

      Ab und zu wird ein Deckel von einem Glas kaputt (nach häufigem Gebrauch rostig und verbogen). Die Flaschenverschlüsse (z.B. Öl, Essig) sind aus Metall. Herr Widerstand isst ab und zu eine Dose Fisch (ich mische mich nicht ein). Es ist nicht viel und es dauert sehr lange, bis dieser Sack voll ist.

      Aber wir trennen wirklich sehr genau, es ist keine Option, diese Dinge in den Restmüll zu werfen.

      Wird bei Dir Biomüll nicht extra gesammelt? Essensreste bzw. Gemüseabschnitte kommen in den Biomüll daher ist der Restmüll wirklich trocken bei mir.

      lg
      Maria

      • Aha! Ok. Und es gibt für diesen Metallmüll auch eine Sammelstelle? So ähnlich wie die Glascontainer? Habe ich noch nie drüber nachgedacht, obwohl ich weiß, dass das Metall aus dem Restmüll raussortiert wird, weil es wertvoll ist. Ist natürlich sinnvoller, es gar nicht erst in den Restmüll zu werfen.
        Ich wohne erst seit einem halben Jahr in einer Stadt mit Biomülltonne, deshalb bin ich noch nicht so ganz sicher, was rein darf und was nicht. Ich habe irgendwo gelesen, dass gekochte Essensreste nicht reindürfen. Aber da werde ich am besten nochmal genauer auf der Website der Stadt recherchieren.
        Danke für die ganzen Infos! =)

      • Hallo!

        Ich wohne in Ö und da ist es üblich, dass Metall extra gesammelt wird.

        Obst- und Gemüseabfälle, Schnittblumen, Gartenunkraut, Topfpflanzen (ohne Topf!), Kaffeefilter, Teebeutel, verdorbene Lebensmittel & Speisereste ohne Verpackung, Eierschalen, reine Holzasche, Sägespäne, Einwickelpapier, Küchenrolle, Pappteller, Holzspieße, Papierservietten, Papiertaschentücher

        gehören lt. Internet in die Biotonne.

        lg
        Maria

  10. Hallo Maria,

    danke für die Auflistung! =) Ich habe auch noch mal auf der Website der hiesigen Müllentsorgung geschaut: Fleisch- und Fischreste sollen nicht in die Biotonne. Damit habe ich wohl alles gekochte verbunden, ist aber nicht so. Das auch Papiertaschentücher und Haare in die Biotonne dürfen, wusste ich auch noch nicht. Ich habe mir direkt mal die Sortierhilfe ausgedruckt, das kommt jetzt an den Kühlschrank und dann bleibt wirklich nicht mehr viel übrig, dass in den Restmüll kommt. =)

    Ok, hier wird Metall zusammen mit dem Plastik gesammelt, deshalb war es für mich neu, das einzeln zu sammeln.

    Auf jeden Fall gut, dass du diesen Artikel geschrieben hast, so hab ich nochmal darüber nachgedacht. =)

    Viele liebe Grüße =)

    Anja

  11. Pingback: Müll reduzieren im Haushalt Teil 8. | widerstandistzweckmaessig

  12. Nun ist dieser Blogbeitrag schon über ein Jahr alt, ich will aber trotzdem auch meinen Senf dazugeben.
    Wir wohnen mittlerweile sehr ländlich, das Problem mit dem Bioabfall hat sich also erledigt, er kommt auf den Kompost. Gesammelt wird er einfach in einem kleinen Eimer, der nach der Kocherei gleich rausgebracht wird. Eierschalen krümele ich unter die Rosenstöcke, es scheint ihnen zu gefallen, den Rosen, nicht den Eierschalen.
    Auch wir haben eine monatliche Restmülltonne mit 60 Litern, die nie voll wird. Erstaunlicherweise gibt es die Option der 8-wöchigen Leerung, aber nur für Single-haushalte. Wir sind aber nun zu zweit. Ich finde das sehr ärgerlich und bin in Verhandlungen mit dem Amt.
    Zur Verfügung gestellt wird eine Wertstofftonne (Plastik halt) und eine Papiertonne mit jeweils 240l alle 4 Wochen. Beide werden nie und nimmer voll, sind aber kostenfrei, da die Sammelfirma damit wohl Geld verdient. Eventuell anfallende Plastikverpackungen und Dosen, es sind sehr wenige, dürfen noch eine Ehrenrunde in der Werkstatt drehen, vielen anderen Dingen gönne ich noch ein zweites Leben, bevor sie denn in die gelbe Tonne wandern. Gesammelt werden sie in der einen Hälfte des geteilten Mülleimers und mit dem Eimer nach draußen getragen
    Der Restmüll landet wie bei Dir in Tüten, die einfach so anfallen, der Umverpackung des Toilettenpapiers, der Reistüte, der unvermeidlichen Gemüseumverpackung.

    LG
    Gaby

    • Hallo Gaby!

      Kommentare sind immer herzlich willkommen, egal wie alt der Beitrag ist 😉

      Vielen lieben Dank für Deine ausführliche Schilderung, wie Du das mit dem Müll handhabst!

      Soviel ich weiß ist es so, dass man die Kosten der Entsorgung der Verpackung mit dem Produkt mitbezahlt und daher die Wertstofftonne nicht direkt sondern über den Umweg des Produktes bezahlt wird.

      Ich freue mich immer wieder wenn ich lese, dass auch andere Menschen wie Du so bewusst mit dem Abfall umgehen!

      lg
      Maria

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