R.I.P. – ich werde dich vermissen

Als ich voriges Jahr in meinem Beitrag „Der Geschirrspüler – Feind des Minimalismus“ laut darüber nachdachte, ob ich mir wieder einen neuen Geschirrspüler anschaffen würde, wenn meiner kaputt geht, hätte ich nicht erwartet, dass dieser Umstand so bald eintreten würde.

Seit 21.3. ist es leider so weit, der Frühlingsbeginn brachte gleichzeitig auch einen sehr umfassenden Neubeginn in meiner Küche.

Nachdem er schon seit vielen Wochen gezickt hat, ist mein Geschirrspüler nun den Weg alles Irdischen gegangen und kaputt. Ich hatte das Leiden mit Kummerfalten auf der Stirn beobachtet und mich beinahe täglich gefragt, wie es wohl ohne ihn sein würde und ob ich damals den Mund nicht zu voll genommen habe.

so kenne ich ihn eigentlich gar nicht...

so kenne ich ihn eigentlich gar nicht…

Das Leben geht weiter

Wir haben uns tatsächlich entschieden, vorerst (man muss sich ja eine Hintertüre offen lassen) keinen neuen Geschirrspüler anzuschaffen. Und es klappt bis jetzt besser als erwartet, ein wenig Neuorganisation ist natürlich nötig.

Abgewaschen wird nur 1-2 mal pro Tag, wir sind faul, aber es ist auch ökologisch sinnvoll. Das Frühstücksgeschirr darf zu Mittag abgewaschen werden. Und wenn wir am Abend nicht viel gebraucht haben, dann wird das auch bis zum nächsten Abwasch zu Mittag stehen gelassen.

Meine Theorie bestätigt sich

Dass der Geschirrspüler der Feind des Minimalismus ist, bestätigt sich immer mehr. Es geht nämlich viel einfacher. Seitdem mit der Hand abgewaschen wird, verbrauchen wir viel weniger Geschirr.

Ja, ja, Faulheit ist auch eine gute Motivation, ich gebe es zu. Aber es ist auch gut für die Umwelt, darüber kann man nicht streiten.

Kurz darauf habe ich auch gleich einiges in der Küche aussortiert, was wir eigentlich schon länger nicht verwendet haben. Noch ein Pluspunkt mehr ohne Geschirrspüler zu leben. Ich habe jetzt wieder mehr Platz.

plastikfreie Küche

Mein Geschirrspülmittel kaufe ich offen im Bioladen, es wird in die mitgebrachte Flasche abgefüllt. Die Kosten dafür liegen unter 2,– Euro.

Danach fülle ich das Handwaschmittel in einen Spender aus Edelstahl um, damit es gut dosiert werden kann.

Plastikfreiheit beim Abwasch

Plastikfreiheit beim Abwasch

Abgewaschen wird mit selbst gemachten Spültüchern sowie gestrickten und gehäkelten Spülschwämmen. In den Kommentaren zu den Spülschwämmen habe ich einige Anleitungen verlinkt.

Für Flaschen gibt es Flaschenbürsten und fürs Grobe hilft der Edelstahlschwamm, damit wird jeder Topf wieder sauber.

Abwasch collage

Die Abtropftasse aus Plastik habe ich schon vor ganz langer Zeit entsorgt. Das abgewaschene Geschirr wird einfach auf der Ablagefläche von der Abwasch gestapelt und abtropfen gelassen.

ökologischer Aspekt

Im Internet findet man auf vielen Seite Vergleiche „Geschirrspüler – Handabwasch“ und es wird immer wieder in verschiedenen Varianten erklärt, dass das Abspülen mit der Maschine ökologisch sinnvoller und auch kostengünstiger ist.

Abgesehen davon, dass die zitierten Studien von Herstellern von Geschirrspülmaschinen finanziert wurden, zweifle ich auch aus anderen Gründen das Ergebnis an.

Beim Vergleich Abwasch mit der Hand und Abwasch mit dem Geschirrspüler wurde nämlich die Produktion der Geschirrspülmaschine einfach nicht berücksichtigt. Und dieser Faktor ist meiner Meinung nach nicht unerheblich, wenn man beides miteinander vergleicht.

Auch vom Müllaufkommen her macht für mich der Umstieg total viel Sinn. Das Handwaschmittel kann ich unverpackt kaufen während Geschirrspülpulver, Tabs & Co nicht ohne Plastikverpackung auskommen.

Wasserverbrauch

In den Vergleichen wird immer wieder angeführt, dass die Geschirrspülmaschine deutlich weniger Wasser verbraucht als die Handwäsche. Abgesehen davon, dass das Vorreinigen vom Geschirr nicht in diesen Vergleich eingeflossen ist, gibt es viele Möglichkeiten, den Wasserverbrauch bei der Handwäsche deutlich zu reduzieren.

* Um das Geschirr anzuweichen verwenden wir nicht extra Wasser sondern das Wasser, das sowieso zwischendurch beim Händewaschen aus dem Hahn fließt.

* Das Einweichwasser vom Topf kann zum Vorspülen verwendet werden.

* Kein Abwasch unter fließendem Wasser.

* Wir verwenden den Weitling um das Geschirr abzuwaschen. Da passt deutlich weniger Wasser hinein als in die Abwaschtasse, das spart ebenfalls Wasser.

* Nicht alles muss sofort abgewaschen werden. Wenn man das Frühstücksgeschirr gemeinsam mit dem Mittagsgeschirr abwäscht spart das Wasser und Spülmittel.

So sieht es beim Abwasch in der Küche aus

So sieht es beim Abwasch in der Küche aus

Bei meinem letzten Abwasch habe ich die benötigte Wassermenge gemessen. Es waren rund 8 l, die ich für abwaschen und spülen insgesamt verbraucht habe. Laut Internet verbraucht der Abwasch mit der Hand rund 46 l (=2 x Waschbecken voll Wasser). Diese Menge kann ich wirklich nicht bestätigen. Die Spülmaschine benötigt rd. 15 l pro Spülgang.

weniger ist mehr

Wenn wir uns entschließen, den Geschirrspüler wirklich endgültig aufzugeben, wird Herr Widerstand diesen ausbauen und aus der dadurch entstehenden Lücke ein Regal bauen. Nachdem die Küche sehr klein ist, wird das einen guten Zuwachs an Platz bedeuten.

Das ist natürlich eine zusätzliche Motivation, auf den Geschirrspüler zu verzichten!


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Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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58 Kommentare zu “R.I.P. – ich werde dich vermissen

  1. Erwischt!
    Hier ist jemand, der immer sehr viel Gläser benutzt und die einfach in die Geschirrspülmaschine stellt. Wenn ich per Hand abwaschen würde, würde ich meinen Gläserkonsum definitiv reduzieren. Ich nehme mir meistens ein neues Glas.

    Die Spülmaschine läuft nur zweimal die Woche, aber trotzdem…
    Spannend finde ich, dass du wirklich weniger Wasser verbrauchst, als ein Spülgang!!! Denn das ist ja wirklich immer das Hauptargument für eine Spülmaschine. Im Garten haben wir keine und es geht auch. Da waschen wir allerdings immer direkt ab, weil wir kaum Abstellfläche haben.
    Liebe Grüße Nanne

    • Hallo Nanne!

      Nachdem ich nur Wasser trinke brauche ich zum Glück mein Glas kaum wechseln.

      Wir haben für jeden ein eigenes Glas, da kann man auch direkt erkennen, wem es gehört. Als meine Kinder klein waren, hat das zu den meisten Problemen geführt, dass sie das Glas nicht verwenden wollten, weil es könnte ja der Bruder/die Schwester daraus getrunken haben. Daher habe ich damals für jeden eigene Gläser besorgt um das zu unterbinden.

      lg
      Maria

  2. Bei uns ist es so, dass ich den Geschirrspüler max. 1x die Woche einschalte und Mühe habe, ihn überhaupt voll zu bekommen (obwohl das nur ein kleiner mit 45cm Breite ist), weil ich keine Töpfe, sondern nur das Tafelgeschirr hinein gebe und wir nur zu zweit sind.
    Wir waschen zwischendurch oft mal schnell etwas per Hand oder spülen z.b. einen Teller nur kurz ab, wenn er nur angebröselt war und verwenden ihn wieder. Und so kommt es, dass mir das schmutzige Geschirr im Spüler schon zu schimmeln anfängt, bis er endlich voll ist. :-/
    Du hast auch recht, dass man mehr Geschirr braucht (schon von der Anschaffung her) und auch verwendet, weil man es im Spüler sammelt.
    Aber so ganz grundsätzlich würde ich wohl doch nicht darauf verzichten wollen, denn wenn Besuch kommt oder doch mal ein größerer Haufen Geschirr anfällt, ist er schon praktisch. Wenn er jetzt aber kaputt gehen würde, würde ich aber wohl auch hin und her überlegen. Hm.

    • Hallo Manuela!

      Wir waren schon immer faul und haben die Töpfe auch hinein getan.

      Wenn man Teller mit Bröseln kurz mal abschwemmt fängt allerdings schon das Argument mit dem Wasser an zu zählen, weil man dafür extra Wasser braucht, was man bei der Handwäsche nicht benötigt (weil der Teller da nicht ins Gewicht fällt).

      lg
      Maria

  3. Hallo Maria,
    klasse! Das war’s. Die Spülmaschine! Jetzt war ich aber neugierig. Irgendwie kenne ich noch viele ohne Smartphone und Spülmaschine. 🙂 Ja, die Herstellung der Maschine lassen sie weg. Sonst kommt sie schlechter weg. Finde ich toll, wie ihr das hinkriegt ohne.

    Liebe Grüße
    Tanja

    • Hallo Tanja!

      Das einzige, was mich ein wenig stört ist, dass ständig so viel herumsteht in der Küche. Weil wir das Geschirr lieber abtropfen lassen und nicht gleich abtrocknen und wegräumen ist es deutlich mehr als sonst.

      Aber da werden wir auch noch einen Weg finden. Es ist momentan halt eine Anpassungsphase.

      Smartphone habe ich noch immer keines 😉

      lg
      Maria

  4. Hallo Maria,
    bin schon gespannt, ob eure Entscheidung so bleibt. Praktisch sind sie ja schon und ich stelle es mir schwierig vor, wenn man mal etwas gewohnt ist, darauf zu verzichten. Aus diesem Grund leg ich mir auch kein Smartphone zu…

    Man geht definitv sparsamer um, wenn man mit der Hand abwaschen muss. Gläser werden bei uns sehr lange verwendet, bis wir sie abwaschen.

    Bzgl. Wasserverbrauch beim Spülen: ich hab mal ausprobiert, wie viel Wasser bei laufendem Wasser beim Abspülen zusammenkommt. Und das war kein ganzes Abwaschbecken voll. Also von den 35l die der Geschirrspüler braucht (hab ich mal irgendwo gelesen) sind auch wir weit entfernt.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Ja, praktisch war er schon und verwöhnt bin ich auch, nachdem ich seit über 22 Jahren mit Geschirrspüler lebe.

      Aber man kann sich auch wieder umgewöhnen und nachdem ich doch sehr auf die Umwelt achte möchte ich das jetzt einfach mal durchziehen.

      Meine Oma hat ihr Leben lang mit der Hand abgewaschen und hatte noch nicht einmal fließendes Wasser in der Wohnung. Und das Wasser im Gang war kalt.

      lg
      Maria

  5. Huhu, also ich hatte noch nie eine Spülmaschine und bin auch eher dagegen, das einzige wo ich immer eine vermisse ist nach Partys, weil das dann doch sehr Zeitintensiv ist,alles von Hand zu spülen. Ansonsten komme ich ohne sehr gut klar.

    Da mein Freund und ich demnächst evtl ein Haus kaufen, war die Überlegung schonmal da, zusammen mit einer neuen Küche dann auch direkt eine Spülmaschine zu besorgen. Aber wie du schon sagst, mit dem ganzen Reinigerzeug, welches man dann wieder dafür kaufen muss, ist das alles ne Kostspielige und nicht sehr umweltfreundliche Angelegenheit, ich denke daher werde ich mich whl doch eher gegen die Maschine entscheiden. Aber hundert pro sicher bin ich noch nicht.

    Ich gehöre allerdings auch zu den jenigen, die es nicht ertragen können, wenn das Geschirr neben der Spüle liegt und abtropft, ich hab es lieber direkt abgetrocknet im Schrank und Gläser benutze ich trotzdem sehr viele, auch wenn das bedeutet, dass sice sich dann häufen. Manchmal spüle ich auch unter laufendem Hahn ab, was ich mir defintiv abgewöhnen sollte!
    Naja , mühsam ernährt sich das Eichhörnchen oder wie war das? 😉

    Schöner Beitrag.
    Liebe Grüße.

    • Hallo!

      Wir sind mittlerweile nur noch zu zweit im Haushalt und da fällt nicht mehr ganz so viel an.

      Als die Kinder klein waren und wir 4 Personen waren, hatte mein Geschirrspüler einmal den Geist aufgegeben. Eine kurze Zeit habe ich mit der Hand abgewaschen aber dann musste doch ein neuer her (der jetzt kaputt wurde).

      Es hängt halt doch viel von der Situation ab. Wenn alle berufstätig sind und die Familie groß ist, ist es natürlich schon eine große Erleichterung.

      Alles im Leben hat seine Zeit sage ich immer!

      lg
      Maria

  6. Hallo Maria,
    wir haben eine Geschirrspülmaschine und sind sehr froh über sie. Die ist selbstverständlich unter Berücksichtigung geringen Wasser- und Stromverbrauchs angeschafft worden.
    Vorgespült wird hier nie – das ist auch absolut unnötig, denn selbst Pfannen und Töpfe schafft die Maschine einwandfrei zu säubern.
    Die Geschirrmenge einer gut gepackten Ladung entspricht zwei bis drei Tagen Verbrauchs eines Zwei-Personen-Haushalts mit Haustieren – das schaffe ich mit der Hand nicht mit der gleichen Wassermenge wie die Maschine.
    Und unsere Spülmaschinenprodukte kaufen wir immer plastikfrei im Karton.
    Mir ist die durch die Maschine gewonnene Mehrzeit sehr kostbar, da meine Freizeit eh schon sehr gering ist und ich sie nicht noch mit dem Abwasch verbringen will. Alles muss immer in Maßen geschehen und sollt enoch genügend Lebensqualität bieten.
    Liebe Grüße,
    Julischka

    • Hallo Julischka!

      Natürlich hängt es immer von der persönlichen Situation ab welche Entscheidung man trifft und ich kann das gut verstehen.

      Als Antwort auf ein anderes Kommentar habe ich auch schon geschrieben, dass ich mich das letzte Mal als die Maschine kaputt war, anders entschieden habe.

      Jetzt passt es so für uns. Womit wir wieder beim Thema Entscheidungen (vorvoriger Beitrag) wären, es ist nichts in Stein gemeißelt, man kann sich jederzeit auch anders entscheiden.

      lg
      Maria

  7. Wir haben eine, aber da Holz nicht rein darf und Töpfe sperrig sind, spült der Meinige das mit der Hand. Und weil er dann schon mal Spülwasser hat, spült er alles andere gleich mit 😉 Eigentlich brauchten wir also gar keine. Es ist natürlich angenehm, wenn Besuch da ist.

    Was mich stört … ich bilde mir manchmal ein (oder vielleicht ist es auch wirklich so), dass die Gläser chemisch riechen 😦 Ich weiß auch nicht, ob man bei den Untersuchungen berücksichtigt, dass in eine Spülmaschine dreierlei Mittel kommen: die eigentliche Reinigungstablette, Klarspüler und Salz. Das kann nicht gut sein.

    LG, Ingrid

    • Hallo Ingrid!

      Der Klarspüler macht schon einen leichten Film auf die Gläser und das kann man auch riechen.

      Was z.B. in den Studien auch nicht berücksichtigt ist – Gläser bekommen durch die Geschirrspülmaschine nach relativ kurzer Zeit diese weißen Flecken (Glaskorrosion).

      Das ist auch so ein Thema für sich.

      Um Handwäsche mit Maschinenwäsche vergleichen zu können, muss man deutlich mehr berücksichtigen!

      lg
      Maria

    • Gläser können aber auch sehr stark riechen, wenn man Spülmittel benutzt und sie per Hand abwäscht. Hatte ich auch schon öfter und mag ich dann auch nicht so.
      Unsere guten Teetassen spülen wir daher z.B. nur mit Wasser aus und ab und zu geben wir sie mal in die Spülmaschine.
      Es kommt vermutlich bei beidem auf die Dosierung und das Mittel an.

      • Hallo Nanne!

        Also die „echten“ Teetrinken lassen sowieso kein Spülmittel an ihre Teetasse. Und wenn sich ein bisschen abgesetzt hat, dann schwören sie, dass es nur noch besser schmeckt.

        lg
        Maria

  8. Hmmmm….ich bin gespannt, liebe Maria
    Ich denke aber, dass du dir keine neue Maschine anschaffst! Unsere läuft sehr oft…wir sind 6 Personen und der Abwasch…alpin….
    dennoch, wenn wir mit dem Unimog unterewgs sind, klappt der Abwasch immer hervorragend…ganz minimalistisch, da Wasser und Platz knapp sind.
    Das Gefühl der *unordentlichen* Ablage wird sich sicher geben!
    Ich drück dir die Daumen und ich erinnere mich gerne an die Zeit, als bei Geburtstagen die Frauen zum Abwaschen und Klönen in der Küche verschwanden…ich hab das geliebt, als Kind…
    Liebe Grüße
    Gabi

    Deine gehäkelten Topfschwämme…cool…stehen auf der Liste 😉

    • Hallo Gabi!

      Ich denke auch, dass man bei einer Einladung ruhig mal zusammen greifen kann.

      Im Urlaub sind wir auch meist in Appartements unterwegs, die natürlich keinen Geschirrspüler haben. Da gehört es halt dazu.

      Die erste Woche ist schon geschafft und es war kein Problem bis jetzt.

      Als Kind musste ich auf großen Familienfeiern (10-12 E+4Ki!!!) immer gemeinsam mit meiner Cousine den Abwasch machen. Wir haben uns immer gestritten wer abwäscht und wer abtrocknet. Abwaschen war viel beliebter.

      Und trotzdem waren wir beide immer ganz böse, weil mein Bruder und mein Cousin nie abwaschen mussten. So eine typische Diskriminierungssache und ich war damals schon ganz zornig, wenn so etwas geschehen ist.

      lg
      Maria

      • Bei uns hat oft Opa (!) abgewaschen und meine Tante und wir Kinder abgetrocknet. Als mir das Klönen Spaß gemacht hat, fand ich das toll. Als ich noch kleiner war, musste ich immer zufällig auf Toilette :o)

  9. Danke vielmals für den guten Beitrag. Und danke dass Du auch gleich viele offene Fragen beantwortet hast. Deine Messung mit dem Wasserverbrauch hat mir besonders gefallen, da ich auch dieses Vorurteil hatte. Wir waschen seit etwa 1 Jahr ohne Maschine, dachte aber immer wieder, wegen dem Wasserverbrauch, eine neue anzuschaffen. Das kann ich jetzt beruhigt weiter verzögern.
    LGL

    • Hallo!

      Wenn man sorgsam mit dem Wasser umgeht braucht man keinesfalls mehr als mit der Maschine. Meine gestrige Messung ergab für das Geschirr vom Abendessen (Krautfleckerl mit Salat) rund 2 L Wasser für Abwasch und Spülen.

      lg
      Maria

  10. Ich kann mir zwar im Moment nicht vorstellen, auf diese elektr. Hilfe zu verzichten, da sie täglich läuft, aber gerade bei Gläsern ärgert es mich schon, wenn sie nach recht kurzer Zeit diese „Kratzer“ haben. Ich könnte gut verstehen, wenn Du lieber den gewonnen Platz verwendest. Die nächsten Wochen/Monaten werden zeigen, ob die Umstellung alltagstauglich ist…
    Liebe Grüße, Birthe

    • Hallo Birthe!

      Ich werde ganz sicher nach einigem Wochen noch einmal berichten.

      Die erste Woche ergab jedenfalls keinen dringenden Bedarf und das finde ich schon mal gut.

      Was ich ja sehr gespannt bin – wie wird sich das auf meinen Stromverbrauch auswirken?

      Auch davon werde ich berichten.

      lg
      Maria

  11. Ich hab in unserer jetztigen Wohnung das erste Mal einen Geschirrspüler. So alle zwei Tage läuft dann die Maschine auch, wir sind zu zweit.

    Wir haben zwei Jahre in den Bergen ohne fliessendes Warmwasser gelebt. Spülen hiess da einen Topf mit Wasser aufkochen, und dann im Becken abwaschen.
    Wenn ich von Hand abwasche beginne ich mit den Gläsern. Ich lasse nur ein oder zwei cm Wasser ins Spülbecken und reinige die Gläser mit dem Schwamm. Wenn kein fliessend Warmwasser zur Verfügung steht wasche ich so Stück für Stück mit Spülmittel ab, und stelle es beiseite. Wenn nötig gebe ich noch mehr Wasser dazu. Die Dinge werden jedoch nicht „schwimmend“ gewaschen, sondern mit dem wenigen Wasser im Becken, mit dem Schwamm.
    Wenn ich damit durch bin, leere ich das Wasser in die Töpfe, und weiche diese damit ein. Zum spülen staple ich das abgewaschene Geschirr ins Becken. Teller zuunterst, Gläser obendrauf. Dann giesse ich mit einem Massbecher heisses Wasser über die Gläser, bis diese voll und gespült sind. Beim Herausnehmen der Gläser leere ich das Wasser über die Teller, so dass diese auch gespült sind. Dann ziehe ich noch das Besteck durchs Wasser. Das Spülwasser dient nun zum Abwaschen der Töpfe. Am Schluss werden die Töpfe mit sauberem heissem Wasser ausgespült. Dabei reicht ein Liter für mehrere Töpfe, wenn das Wasser von Topf zu Topf gegossen wird. 15 liter Wasser reichen so gut zum Abwaschen und Küche putzen, nach dem Kochen, selbst wenn fettige Töpfe zu reinigen sind.

    Hand aufs Herz. Wenn ich nicht jeden Liter Wasser aufkochen oder gar am Brunnen holen muss, bin ich weniger effizient.

    Im Vergleich zur Waschmaschine finde ich die Abwaschmaschine auch Schnickschnack. Ist nett zu haben, aber so nötig ist sie auch wieder nicht. Ich denke, du wirst es ohne schaffen.
    Lg Sibylle

    • Hallo Sibylle!

      Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar samt Anleitung wie Du das machst.

      Das finde ich sehr wertvoll, weil ich gerade herumexperimentiere, wie es am effizientesten ist.

      Darüber werde ich das nächste Mal berichten.

      lg
      Maria

  12. Liebe Maria,
    Prima, dein Versuch, ohne Spülmaschine auszukommen! Ich drücke dir die Daumen!
    Auch wir haben eine, und auch ich denke, dass ich keine neue will, sollte diese mal kaputt gehen.
    Ich bin auch bezüglich all der „Studien“ und Artikel skeptisch, die behaupten, eine Spülmaschine sei umweltfreundlicher. Ich kann es einfach nicht glauben.
    Liebe Grüße!
    Inga.

    • Hallo Inga!

      Für mich ist der springende Punkt, dass in den Studien die Herstellung der Maschine nicht berücksichtigt wird.

      Beim Spülmittel wage ich auch zu bezweifeln, dass das für die Maschine ökologischer ist als mein Handspülmittel.

      lg
      Maria

  13. Liebe Maria,

    ich finde toll, dass du so wertfrei bist und genau benennst, dass es für alles seine Zeit gibt!
    Mein Lesen der Kommentare habe ich nämlich auch gedacht; momentan würde es total gut ohne gehen, wenn es uns wichtig wäre. Ich würde dann weniger Geschirr dreckig machen etc. Aber in einem halben Jahr mit Kind und ggf. später mit zweitem Kind, finde ich eine Geschirrspülmaschine vermutlich gut und praktisch.
    Liebe Grüße
    Nanne

    • Hallo Nanne!

      Auf FB habe ich auch ein Kommentar bekommen, weil eine Frau meinte, sie minimalisiere lieber ihre Zeit, weil mit 9 Kindern kommt echt jede Menge Geschirr zusammen.

      Da sage ich doch ganz laut „ja klar“ super! Wenn eine Mutter dadurch mehr Zeit für die Kinder bzw. auch einmal für sich oder was auch immer hat – super!

      Schwarz-Weiß-Denken mag ich grundsätzlich nicht, das Leben ist „grau“.

      lg
      Maria

  14. Hallo Maria. Ich bin ohne Geschirrspüler groß geworden. Ich hab es gehasst … vor allem das Besteck abtrocknen. Die Spülmaschine gehört unumstritten um Luxus in unserem Familienhaushalt. Allerdings spülen wir ja, um den Luxus würdigen zu können, immer während der Urlaube auf dem Campingplatz per Hand. Vielleicht ändert es sich, wenn sich der Haushalt verkleinert, aber im Moment … keine Chance. 😉 lg

  15. Hallo Maria,

    ich habe bereits in Haushalten mit und ohne Spülmaschine gewohnt und bevorzuge ehrlich gesagt die Handspülerei. In der Zeit, in der ich eine Spülmaschine ein- und ausräume, kann ich ebenso gut selbst abwaschen.

    Ein weiterer Aspekt, der mich stört ist, dass es immer so lang dauert, bis die Maschine mal voll ist. Dann schon lieber weniger Geschirr und mehr leere Fläche. 🙂

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Hallo Philipp!

      Nachdem ich nur einen 45cm Geschirrspüler hatte, war er immer recht schnell voll. Ich bin schon sehr gespannt, was mein Stromverbrauch in den nächsten Wochen zeigt.

      Nachdem ich jedes Monat mitschreibe, werde ich das schnell sehen können.

      Danke für Dein Kommentar!

      lg
      Maria

  16. Ich gehöre ja zur Nicht-Spülmaschinen-Fraktion, die das Spülen hasst und bei der es sich immer stapelt, was unfassbar nervig ist! Jetzt gerade habe ich wieder mal einen Anlauf gestartet, die Gewohnheit zu etablieren jeden Abend abzuspülen. Wenn ich das ohne Unterbrechung 3 Wochen schaffe, gibt es die dritte Sherlock-Staffel. Die habe ich mir bisher verkniffen, aber ich brauche wirklich einen starken Motivator, um das durchzustehen.

    Mein Plan, um mir das Gelingen zu erleichtern: Radikal die Küche ausmisten. Also wirklich nur 2 Tassen, 2 Gläser, etc. dalassen. Alles überflüssige Zeug in einen Karton. Wenn ich nur zwei Teller habe, dann muss ich jeden Tag spülen und der Berg nimmt nicht so epische Ausmaße an, sodass die Aufgabe auch abends schnell zu erledigen ist, wenn ich eigentlich schon viel zu müde bin. Ich bin sehr gespannt, wie mir das gelingen wird, denn ich stehe mit dem Spülen wirklich auf Kriegsfuß und habe bloß keine Maschine, weil kein Platz da ist. Aber meditativ oder toll oder bewusst oder entschleunigt finde ich das Handspülen ganz sicher nicht! Ich beneide jeden, dem es anders geht.

    LG Zora

    • Hallo Zora!

      Ich hasse es wie die Pest, wenn in der Küche so viel herumsteht. Das ist für mich die größte Motivation abzuwaschen. Meine Küche ist sehr klein und ich habe kaum Arbeitsfläche zur Verfügung.

      Ich mag aber auch nicht so viel Geschirr auf einmal abwaschen, das nervt dann auch.

      Dann drücke ich Dir mal ganz fest die Daumen, dass Dein Vorhaben klappt. Die Idee mit alles wegräumen finde ich ja super!

      Sherlock ist eine gute Motivation! Ich habe die Folgen schon gesehen.

      lg
      Maria

  17. Hmmmm… Ich liebe meine Spülmaschine und möchte sie auf keinen Fall hergeben. Im Moment macht unser Kühlschrank „Mucken“ und wir haben darüber sinniert, dass der Kühlschrank neben dem Herd das wichtigste Elektrogroßgerät in der Küche darstellt und auf alles andere doch irgendwie verzichtet werden könnte. Die Betonung liegt aber klar auf „könnte“, missen möchten wir weder die Kaffeemaschine noch den Toaster, Teekocher und auf keinen Fall die Spülmaschine. Ich habe die Argument für/wider mit Interesse gelesen, aber ich halte dennoch an unserer Spülmaschine – bei uns „Spüler“ genannt fest. Schnell noch eine Liebeserklärung hinterher, damit er es mir nicht krumm nimmt, dass ich überhaupt kurz daran gedacht.. nein, habe ich nicht, ehrlich…habe: Spüler – I love you! ♥
    P.S. Der Kühlschrank hat sich wieder berappelt. Hoffen wir. Ein Ventilator saß nicht richtig fest und so gab das Gerät sehr seltsame und sehr laute Geräusche von sich. Der Kundendienst-Einsatz hat sich gelohnt. Hoffen wir, dass uns auch der Kühlschrank noch laaaaange erhalten bleibt. Ich liebe auch dich, Kühli ♥.

  18. Hallo Maria,
    Vllt hält mich der eine oder andere Mitleser für bekloppt (bin ich übrigens GERNE!), aber ich habe eine SpüMa und wasche einfach gerne von Hand ab. Wir sind nur noch zu dritt und es dauert mir zu lange, bis sie voll ist. Das müffeln find ich viel ekliger, wenn sie erst nach drei Tagen angestellt wird. Zwischendurch muss man doch noch Kochuntensilien abspülen, da ich z.b. keine drei Pfannenwender habe.

    Also einmal nach dem Frühstück das Geschirr incl des vom Abendbrot abwaschen und einmal Mittags Teller und Töpfe. Gar noch so schlimm. Wären wir mehr Personen, sähe das auch anders aus. Daher nutze ich die SpüMa auch noch gern, wenn Besuch da war.

    Dann bin ich mal gespannt auf den Tag, an dem deine Waschmaschine streikt…. 😉

    Schöne Ostertage wünscht euch Kerstin

    • Hallo Kerstin!

      Wäsche werde ich definitiv nicht mit der Hand waschen, nein, ganz sicher nicht. Das hasse ich schon im Urlaub, wenn ich länger unterwegs bin und daher mal etwas mit der Hand auswaschen muss.

      Alles hat seine Grenzen, auch bei mir.

      Nach einer weiteren Woche per Hand abwaschen sage ich – es klappt sehr gut, wir werden demnächst zu planen beginnen, wie wir das Teil ausbauen und das Regal umgestalten.

      lg
      Maria

  19. Ich habe noch 3 Geschwister und da War der Geschirrspülmaschine eine wahnsinnige Erleichterung. Aber im Urlaub (Appartement ohne) musstenimmer wir Kinder abwaschen. Abwechselnd die Mädchen oder die Jungs 😀 und da sind soviele lustige Bilder und Geschichten entstanden, dass ich heute gar nicht mehr verstehe warum wir es damals immer ätzend fanden 😀 in der Gemeinschaft ist sowas immer toll. Nur allein mag ich es heute noch nicht 😀 aber was muss, das muss^^
    LG 🙂

    • Hallo Wenke!

      Zuerst einmal herzlich willkommen auf meinem Blog, schön, dass Du hier her gefunden hast!

      Gemeinsam etwas zu erledigen finde ich auch sehr schön, weil man das immer so eine schöne Gelegenheit ist, miteinander zu reden.

      Ich habe immer sehr gerne mit meinen Kindern gemeinsam gekocht.

      Inzwischen habe ich mich ans Geschirr spülen mit der Hand gewöhnt und ich finde es insofern viel praktischer, weil ich wirklich alles immer sofort wieder zur Verfügung habe.

      Das wird mir jetzt immer mehr bewusst, dass mein seinerzeitiger Beitrag noch viel mehr Wahrheitsgehalt für mich hatte als ich damals gedacht habe.

      lg
      Maria

      • Oh ja 🙂 wie oft habe ich beim kochen schon nach einem bestimmten Messer gesucht. Und wo war es? In der Geschirrspülmaschine 😀 ich sollte darüber auch nochmal nachdenken.

        Danke für deine lieben Willkommensworte 🙂

        LG
        Wenke

  20. Vielleicht hat das schon jemand geschrieben, aber mit den acht Litern für einen Abwasch wäschst du doch sicher weniger ab als in einem Spülmaschinendurchgang abgewaschen würden, oder? Ich würde sagen, man muss etwa zweimal per Hand abwaschen um eine Ladung Spülmaschine vollzukriegen.

    Bei uns ist übrigens seit zwei Wochen auch die Spülmaschine kaputt und seitdem waschen wir auch wieder per Hand und es ist gar nicht so schlimm 🙂

    • Hallo Wildfang!

      Das hat zwar noch niemand geschrieben, aber ich habe es beobachtet und muss das dementieren.

      Zuletzt hatten wir Besuch und es war sogar mehr als ich in die Spülmaschine bekommen hätte. Meine defekte Maschine fasst nicht so viel, da sie nur 45 cm breit ist.

      Aber Du hast grundsätzlich recht, dass man das nicht 100%ig vergleichen kann, wenn die gespülte Menge nicht ident ist.

      Nachdem Herr Widerstand lieber nur 1 x pro Tag abwäscht kommt doch einiges zusammen.

      lg
      Maria

  21. Pingback: getestet: Zahnbürste und Abwaschschwamm | widerstandistzweckmaessig

  22. Hallo Maria,

    also…ich habe eine Spülmaschine und ich will sie auch nicht missen. Wir sind zwar auch nur noch zwei Personen, aber bei uns läuft sie oft und da besteht auch nicht die Gefahr des ausschimmelns.

    Klar…eine Spülmaschine ist purer Luxus, das ist mir total bewusst. Genau wie Waschmaschine, Kaffeemaschine oder Auto. Aber den gönne ich mir…ein bisschen Luxus darf sein, finde ich.

    Natürlich sind die chemischen Mittelchen, die ich dafür gebrauchen muss, nicht ohne. Aber ich werde beim nächsten Mal selber anmischen. Mal schauen, ob mir das gefällt.

    LG von Karin

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  25. Ich benutze die Spülmaschine gerne, versuche aber, sie seltener einzuschalten. Deshalb gibt es bei uns jetzt einen Gläserparkplatz. Ein Holztablett wurde mit den Anfangsbuchstaben unserer Namen beschriftet und so kann jeder sein benutztes Glas statt in die Spülmaschine auf seinen Privatparkplatz stellen. Funktioniert super. Man sieht allerdings schon, dass die Gläser benutzt sind, haben Fingerabdrücke etc. Damit es in der Küche schöner aussieht, wären Tassen oder Porzellanbecher eine Alternative.

    • Hallo Moni!

      Das ist auch eine super Idee!

      Für uns hatte ich das so gelöst, dass meine Tochter Gläser mit Katzen hatte, mein Sohn mit Hunden und ich „normale“. So hat auch jeder sein Glas erkannt und immer wieder benutzt.

      Mit meinen Kindern hätte das mit dem Parkplatz vermutlich nicht geklappt, weil sie ihre Gläser überall herum stehen gelassen haben. Ich war vermutlich nicht konsequent genug als sie klein waren 😦

      Danke für den tollen Tipp!

      lg
      Maria

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