Wie weit haben wir uns eigentlich wirklich von der Natur entfernt? #4

Vor kurzem habe ich mir die Dokumentation „Gammel ade – Lebensmittel ohne Verfallsdatum?“ angesehen.

Gleich am Anfang bin ich fast umgefallen, weil so häufig Schwefel zum Konservieren eingesetzt wird und dass ich gar nicht wusste, dass in vielen Essigsorten Sulfite enthalten sind. Da dachte ich doch immer, Essig ist ein Naturprodukt aber irgendwie stimmt das doch nicht so ganz.

Also musste ich mich gleich schlau machen und nach einer neuen Essigquelle suchen, was sich zum Glück einfacher herausgestellt hat als befürchtet.

Aber davon wollte ich gar nicht erzählen, sondern über die Bemühungen der Wissenschafler, aufgeschnittenes frisches Obst besser haltbar zu machen (liest Du den Widerspruch in sich?).

Die Auswüchse der heutigen Fastfood-Gesellschaft

Apfelstuecke1

Apfelstücke in Plastik verpackt – ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll vor lauter Empörung! Ein perfektes Lebensmittel, das man sogar ohne Verpackung einfach einmal als Jause in die Tasche stecken kann, wird zerschnitten und in Plastik verpackt.

Der Preis ist auch ein Hammer, denn wer bezahlt freiwillig rund 10,– Euro für ein Kilogramm Äpfel?

Und das Beste habe ich mir für den Schluss aufgehoben. Man sieht es leider am Bild nur wenn man genau schaut und im Geschäft liest der Konsument wahrscheinlich gar nicht. Da steht: Antioxidationsmittel Schwefelsulfit.

Hat schon mal jemand darüber nachgedacht, wie das aufgeschnittene Obst seine Farbe behält ohne braun zu werden? Das ist die Lösung! Natur pur kann ich dazu nur sagen…

Aber es kommt noch besser

Die Wissenschaftler forschen jetzt, wie man den unerwünschten Schwefel weglassen könnte und dabei ist das heraus gekommen.

Apfelstuecke2

Und ich frage mich gerade, was daran einfacher ist als einen Apfel selbst aufzuschneiden. Durch diese Menge an Plastik muss ich erst einmal durchdringen!

Übrigens waren vor einiger Zeit auch schon Bilder von in Plastik verpackten Bananen im Internet zu sehen.

Ich kriege mich gerade nicht mehr ein, was da in der Lebensmittelindustrie so abläuft…

Natürliche Alternative – Zitronensaft

Zum Glück wird im Film gezeigt, dass es auch einfacher und natürlicher geht, wenn man es zu Hause selber macht.

Apfelstuecke3

Willkommen in Absurdistan

Wieder einmal einmal ein gutes Beispiel dafür, dass wir mittlerweile wirklich in Absurdistan leben und von den Konsumgiganten immer weiter von der Natur entfremdet werden.


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126 Kommentare zu “Wie weit haben wir uns eigentlich wirklich von der Natur entfernt? #4

  1. Fertig geschnittene Apfelstücke? Ich bin grad fast in Ohnmacht gefallen über diese Volksverdummungs-Maschinerien der Lebensmittelindustrie. Es ist einfach nicht zu fassen…

    • ja eh – gell? Ich auch, aber meine Empörung ist denke ich auch gut heraus zu lesen.

      Besonders arg finde ich dass ein natürliches Lebensmittel nicht nur mit Plastik umhüllt wird sondern auch noch künstliche Stoffe zugesetzt werden.

      Ärger geht es kaum noch…

      lg
      Maria

      • 10 Euro das Kilo Äpfel – wer so etwas kauft, kann nur dumm sein. 😦
        Hervorragend fand ich übrigens die vor ein paar Jahren neue Erkenntnis, dass Bananen auch länger haltbar sind, wenn man nur den Strunk oben einwickelt. Habe es mehrfach selbst getestet und es stimmt. Nur praktizieren das leider nicht alle.

      • Hallo!

        Das ist mir in letzter Zeit öfters aufgefallen, dass die Bananenstrünke zusammen gebunden sind. Ich dachte, das hat was damit zu tun, dass sie die Stauden vorgewogen haben, damit sie nicht getrennt werden.

        Interessant, das wusste ich noch nicht!

        lg
        Maria

      • Im Prinzip ist es aber die gleiche Entwicklung, die schon mit so vielen (oder den meisten) Lebensmitteln passiert ist. Das Thema Kaffeekapseln hatten wir ja eh schon diskutiert, nur so als Beispiel (da soll ja auch einiges Fragwürdiges zum Strecken der Füllmenge enthalten sein).

        LG Manu

      • Oha, danke für die Info, Corinna! Mir wären die Bananen plastikfrei trotzdem lieber. Abgesehen davon halten meine Bananenvorräte nie so lang. 😛

        Ich habe vor etwa neun Monaten verstärkt zu Verpackungen recherchiert. Dabei bin ich auf die Funktionen von Verpackungen gestoßen. Schutz und Frische waren auch dabei. Dabei geht das alles auch ohne Kunststoff! Frische heißt nun mal „frisch“ – wenn ich mir das modrige, schwitzende Obst in Plastik ansehe, ist mir alles andere als frisch zu Mute. Schutzfunktionen hat die Natur bereits eingebaut. Wofür gibt es sonst die Schale?

        Lieber Gruß,
        Philipp

      • Hallo Philipp!

        Du sprichst mir ja sowas von aus der Seele – Schutzfunktion von der Natur eingebaut, so ist es.

        Die Sache mit der Logistik ist es halt. Man kann die Lebensmittel besser transportieren, wenn sie von Plastik umhüllt sind.

        Und die Maschine verpackt und es werden daher keine Menschen benötigt, die daneben stehen, denn menschliche Arbeitskraft ist halt teurer als Plastik und Maschine. Eine traurige Sache!

        lg
        Maria

  2. Ich war vergangene Woche auch geschockt, als eine Frau vor mir an der Kasse Sushi und zwei verschiedene geschnittene Obstsorten – alles in Plastik verpackt gekauft hat. Wenn die das jeden Tag macht, es ist schon verdammt viel, was alleine bei einer Person zusammen kommt.

    Wofür auch in der Forschung so Geld ausgegeben wird, das wundert mich immer wieder.
    LG Nanne

    • Hallo Nanne!

      In Österreich gibt es so „Jausentheken“ wo speziell für die Jause und Büromittagsmahlzeit fertig abgepackte Lebensmittel verkauft werden.

      Da gibt es neben Salaten und fertigen gefüllten Weckerln auch geschnittenes Obst, Müsli und ähnliches. Das Beste – für den Salat ist das Dressing in kleinen Briefchen verpackt und das Plastikbesteck gibt es auch gleich dazu.

      Für mich ist das der Wahnsinn schlechthin, aber scheinbar muss das total gerne gekauft werden, weil es richtig boomt.

      Was da Müll zusammen kommt, will ich mir gar nicht erst vorstellen!

      lg
      Maria

  3. Waaah, wie eklig! Also, die Bananen habe ich auch schon mal gesehen – noch abstoßender waren Eier, die -Achtung- getrennt in Plastik angeboten wurden (also Eigelb separat und Eiweiß separat!). Ist das zu fassen?

    • Hallo!

      Naja, wenn das mit dem Kaffee geht, dass er in winzige Alubecher verpackt das 3-4 fache kostet, dann kann man das ja vielleicht mit allem so machen?

      Noch ein Grund mehr nicht mehr im Supermarkt einzukaufen…

      lg
      Maria

      • Das ist ja sowieso der absolute Oberhammer. Eine mE vollkommen überflüssige Abfallproduktion.
        Versteh mich richtig: Ich lebe sicher nicht annähernd so müllsparend wie du zum Beispiel, aber ich versuche so gut es geht, Müll zu vermeiden. ZB indem ich statt Plastiktüten Stofftragetaschen verwende bzw. einen Karton aus dem Laden mitnehme, wenn ich keine Stofftasche dabei hab. Ich denk mir halt, lieber im Rahmen des Möglichen Abfall vermeiden als gar nicht.

      • Hallo!

        Alles, was vermieden werden kann, ist super. Und wenn Du für Deine Einkäufe keine Plastiksackerl mehr verwendest ist schon viel erreicht und es hat noch nicht einmal wirklich weh getan denke ich.

        Kleinvieh macht auch Mist! Und wenn Du Dein Obst im Ganzen statt aufgeschnitten und in Plastik verpackt kaufst, finde ich das super und habe ich damit erreicht, was ich mit dem Beitrag sagen wollte.

        lg
        Maria

      • Ich kaufe nach wie vor im Supermarkt ein. Aber bestimmt keinen Kaffee in Alukapseln und auch kein fertig geschnittenes Obst. Das ist in meinen Augen die reinste Volksverdummung.

  4. Essig kannst du mega simpel selber machen. Aus Apfelresten, Wasser, Zucker und Zeit. Schmeckt gut, kost nix, geht einfach und ist garantiert das Naturprodukt, dass du dir wünschst.
    LG Zora

  5. Wieder so ein Artikel bzw. eine Tatsache, wo man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Es ist so unglaublich bescheuert, dass man aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus kommt! Ich wüsste dann auch gerne, wie die Bewohner von Absurdistan heißen 😉 die so etwas kaufen. Vielleicht wissen die gar nicht, dass es die Obstschnitze in Form von runden Dingern gibt, die Äpfel genannt werden und dass man die selber schneiden kann 😉

    Liebe Grüße,
    Ingrid

    • Naja, den selben Entwicklungsweg haben ja Schnitzel und Koteletts auch hinter sich. Da denken ja auch die meisten Leute nicht darüber nach, wo die her kommen. Wenn die selben Leute aber Berichte über Tiertransporte sehen, sind sie empört.
      Von daher befürchte ich, dass sich das Plastikobst (wie schon in den USA) als ganz selbstverständlich etablieren wird. 😦 Es ist wohl nichts absurd genug, dass es nicht doch Realität wird.

      LG Manuela

      • Ich kann da nur entfernt eine Parallele sehen. Ich kann ja nicht selber schlachten, um an ein Schnitzel zu kommen, aber ich kann wohl einen Apfel o.a. zerteilen.

        Ich verstehe allerdings, was du meinst, dass nämlich die Menschen gar nicht mehr wissen, wo etwas herkommt, wie es gemacht wird und unter welchen Bedingungen.
        Dir auch LG.

      • Ingrid, ich kann leider nicht direkt unter deiner Antwort posten, deshalb hier.

        Ja, wir können nicht selbst schlachten – müsste wir es aber, gäbe es mehr Vegetarier. 😉

        Du hast mich eh richtig verstanden, nur noch ergänzend:
        Früher hat man das Fleisch direkt beim Bauern oder beim Fleischhauer gekauft. Meine Großmutter hatte direkt nebenan den Fleischer und es war für mich immer grauenhaft, wenn Schlachttag war und ich die Tiere brüllen hörte. Das Geschäft empfand ich immer alsGruselkammer. (Von daher logische Folge, dass ich seit vielen Jahren Vegetarier bin.)

        Heute kaufen die Leute die Grillkoteletts fertig mariniert in der Styroportasse verpackt. Grillfertig. Zumindest das Endprodukt ist genauso zweifelhaft wie der konservierte Apfelschnitz.

        LG Manuela

      • Hallo Manuela!

        Weil es ja soooo praktisch ist. Man braucht ja nichts mehr zu tun, nur noch aufschneiden und fertig.

        Für die Bequemlichkeit ist der Mensch bereit, sehr viel zu bezahlen und über alle Umweltprobleme, die damit verbunden sind, hinweg zu sehen. Ich finde das furchtbar.

        Das mit dem Fleischer, der nebenan schlachtet und man hört die Schreie der Tiere stelle ich mirganz furchtbar vor.

        lg
        Maria

      • Hallo Manuela!

        Leider sehe ich das tatsächlich immer öfters in den großen Supermärkten und die Leute kaufen das voll gerne.

        Ich fürchte wir müssen gar nicht mehr darauf warten…

        lg
        Maria

    • Hallo Ingrid!

      In der Mittagspause sehe ich immer wieder Menschen, die mit so absurden Päckchen durch die Gegend gehen.

      Bei mir in der Nähe ist eine große Firma, die gehen immer zum Supermarkt Jause holen. Was die da an Plastikzeug inklusive Plastiksackerl jeden Tag mitnehmen!

      Wenn ich jeden Tag zu Mittag einkaufen ginge, dann würde ich doch zumindest einen eigenen Beutel mitnehmen zum Einkaufen!

      Aber da sieht man, dass die Menschen total bequem sind und weil es nichts kostet, wird es einfach konsumiert.

      Mittlerweile denke ich, dass wirklich nur ein generelles Verbot helfen kann.

      lg
      Maria

      • Am besten funktioniert das über den Geldbeutel, wie Ingrid schon sagte.

        Übrigens schönes Gegenbeispiel: Bei uns wurden auf dem Weihnachtsmarkt bis vor so ca. 12-13 Jahren(?) Wegwerfbecher verwendet, alles war immer zugemüllt. Dann führte die Stadt eine Zwangsabgabe auf Einweggeschirr ein. Ziemlich schnell hatten die Märkte auf Porzellantassen umgestellt und nach 2 Jahren gab es marktübergreifende Pfand-Tassen, die man überall wieder zurückgeben konnte und wo ein entsprechendes Design drauf war. Die Leute fanden’s gut und viele haben sogar die Tassen gesammelt. Irgendwer hat gegen die Einwegabgabe geklagt und kam nach ein paar Jahren damit durch (verfassungswidrig). Aber die Leute hatten sich inzwischen an die Keramiktassen gewöhnt, der müllärmere Zustand hatte auch positive Resonanz gefunden und der Markt verdient auch an den Tassensammlern. Also blieb es so und freut alle. So kann’s halt auch gehen.

      • Hallo Fussel!

        Danke für Dein schönes Beispiel.

        In Graz ist das übrigens auch so, auf den Adventmärkten werden Glühwein & Co im Häfer (in der Tasse) ausgeschenkt, es ist Pfand drauf und jeder bringt die Tasse wieder zurück.

        Es ist schade, dass man Menschen immer mit dem Geld ködern muss. Aber gut, dass es wenigstens so funktioniert!

        lg
        Maria

  6. Maria, darüber könnte ich mich dermassen aufregen, dass ich besser gar nicht damit anfange. 😉
    Ich sage nur: plastic food for plastic peeople. Ein Freund von mir war voriges Jahr in den USA und hat mir ein Foto geschickt, auf dem ein meterlanges Regal abgebildet war, das auf den ersten Blick wie ein Regal mit Naschereien (Gummizeugs) ausgesehen hat. Aber nein: das war lauter mundgerecht vorgeschnittenes konserviertes Obst! So bunt und lustig, das kann doch nur froh machen.

    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass meine eigene Tochter unlängst mit einer Tasse vorgeschnittenem Obst für Obstsalat daher kam. Hat ein Vermögen gekostet. Ich habe sie gefragt, warum sie sich kein frisches Obst gekauft hat. Nun ja: da müsste sie insgesamt viel mehr kaufen, in der Arbeit hat sie nicht den Platz, die Zeit, das Geschirr usw., um das alles zuzubereiten.
    Natürlich irgendwo verständliche Argumente. Ich habe dann auch nicht weiter mit ihr diskutiert, war aber doch sehr enttäuscht, weil offenbar nicht alle Bemühungen und guten Vorbilder, die man den Kindern auf den Weg gibt, auf fruchtbaren Boden fallen. 😦
    Und meine Tochter ist der Typ, der zwar wild für den Schutz von [Haus]tieren kämpft, aber beim Grillkotelett oder der Umweltbelastung Scheuklappen auf hat. Das wird wohl noch dauern, bis die Smartphonegeneration umzudenken beginnt.

    LG Manuela

    • Hallo Manuela!

      So wie Deine Tochter argumentieren viele. Vor allem die vielen Singlehaushalte fördern das auch noch zusätzlich.

      Wenn man einen bunten Obstsalat möchte, dann müsste man viele verschiedene Sorten kaufen und das isst man dann einfach alleine nicht weg.

      Daher wird die gemischte Obsttasse in Plastik gekauft, auch wenn es ein wenig mehr kostet. In Summe ist es dann doch weniger.

      Dabei wäre es doch möglich, gerade so etwas gemeinsam zu machen. Jeder kauft ein bisschen und gemeinsam hat man dann eine volle Auswahl.

      Aber viele sind nur noch Einzelgänger und haben es verlernt, mit anderen Menschen gemeinsam zu leben.

      Da lobe ich mir das Mülltauchen – seitdem gibt es immer wieder bunten Obstsalat 😉

      lg
      Maria

      • Genauso ist es. Entweder könnte man sich mit Kollegen zusammentun, oder man schneidet sich eine größere Menge vor, portioniert es und friert es ein.
        Ich verstehe z.B. auch diese ganzen „Gulaschbasis“-Produkte nicht. Wo soll da die Zeitersparnis sein? Dafür hat man dann Glutamat etc. im Essen. Bäh.
        Aber das fehlt wohl einfach das Bewusstsein, die Leute denken nicht nach.

        LG Manuela

      • Hallo Manuela!

        *lach* die Fixprodukte habe ich noch überhaupt nie verstanden.

        Vor kurzem habe ich jemandem einen Tipp gegeben, wie man das Gericht ohne Fixprodukt machen kann. Da wurden die Augen ganz groß „Was? So einfach ist das?“

        lg
        Maria

      • Jaja…die „tollen“ Fixprodukte.

        Da habe ich letztens Werbung geschaut und was kam dort? Eine neue Sorte Tüte für die Zubereitung von Hackfleischsoße – natürlich nur mit super natürlichen Zutaten, damit es besser schmeckt.

        Und ich fragte mich, was die uns da verkaufen wollen. Natürlich geht anders.

      • Hallo Karin!

        In Fixprodukten ist sicher nichts Natürliches mehr drin, das sehe ich auch so wie Du!

        Außerdem – wozu eigentlich? Eine Fleischsoße zu würzen ist wohl wirklich nicht so schwierig!

        lg
        Maria

      • Ich habe die früher auch gekauft, bis ich es dann selber probiert und gemerkt habe, wie gut das wirklich schmeckt, wenn man selber würzt. Und seitdem sind diese ganzen Tütensachen ein absolutes No-Go in meinem Haushalt.

        Ich finde ja in der letzten Zeit durch Pinterest auch noch ganz viele neue Anregungen, die ich bei Gefallen auch ausprobiere. Oft haben diese Dinge dann nach kurzer Zeit auch schon einen festen Platz in meinem Repertoire (z.B. Vanille-Essenz, Butter oder Marzipan) und sie werden von mir dann nicht mehr gekauft.

  7. Das mit den Bananen sollte man glaub ich nicht als Beispiel hernehmen, da dies ein Einzelfall einer eigenwilligen Filiale war und sehr stark von Social Media verzerrt wurde.

    Soweit ich mich erinnern kann, kam das damals zustande, als es einen Transportschaden gab und die Mitarbeiter vom Billa die beschädigten, aber an sich noch voll genießbaren, Bananen nicht in den Müll werfen sondern doch noch einer sinnvollen Verwendung zuführen wollten.
    Grundsätzlich eine lobenswerte Idee, aber gerade dieses Beispiel zeigt, dass nachhaltiges Wirtschaften/Leben nicht immer ganz so einfach ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Vor allem, da es oft kein klares Schwarz/Weiß gibt.

    Ich hoffe, dass das mit den Äpfeln ein ähnlich gelagerter Fall ist. Wenn das wirklich bewusst so produziert wird, wärs schon ein ziemlicher Hammer.

    Als alternatives Antioxidans Zitronen vorzuschlagen mag zwar im Einzelfall funktionieren, im großen komerziellen/industriellen Maßstab ist das aber alles andere als ökologisch, wenn die Zitronen zu tausenden Tonnen dann aus Mexico oder Argentinien angeschippert werden müssen. Da ist es viel nachhaltiger, das als entfeuchtetes „Zitronensaftkonzentrat“ anzuliefern, mit Wasser wieder zu verdünnen und dann zu verwenden.
    Durch das Aufkochen und Verdünnen muss die Säure (obwohl sonst nix gemacht wird) eine E-Nummer kriegen und die werden ja auch oft als böse oder unnatürlich empfunden. Tjo.

    Noch nachhaltiger/resourcenschonender als der konzentrierte Transport ist nur noch das künstliche Erzeugen von Zitronensäure (durch Fermentierung, ähnlich wie bei Bier) vor Ort/in der Nähe, aber ob das noch „natürlich“ genug ist, ist auch wieder Ansichtssache.

    Wie oben schon gesagt, es ist vieles nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint und nicht alles, was zuhause in der eigenen Küche funktioniert, lässt sich gut auf Großmengen skalieren ohne andere Nachteile mit sich zu bringen.

    Btw. ich hab auch schon mal beim Merkur gekochte&geschnittene („Salat-„)Kartoffeln verpackt gesehen. Da ist man auch erstmal etwas verstört…

    • Hallo!

      Ich muss Dich leider enttäuschen, das mit den Äpfeln ist kein Einzelfall. Haltbar gemacht wird mit Sulfiten, der Apfel nicht braun wird. Am Etikett ist auch zu sehen, dass es eine Standardverpackung ist.

      Abgesehen davon, habe ich vorgeschnittenes in Plastik verpacktes Obst schon ganz oft in großen Supermärkten gesehen.

      Auch die in Folie verschweißten vorgekochten Kartoffeln sind mir schon begegnet. Das ist ja super, man braucht sie nicht mehr zu schälen, wie praktisch!

      Die Alternative mit der Zitrone wird übrigens nicht als industrielle Alternative im Film gezeigt sondern im Kleinen für den Haushalt.

      Sofort essen ist natürlich am besten 😉

      lg
      Maria

      • > Ich muss Dich leider enttäuschen, das mit den Äpfeln ist kein Einzelfall.
        Meh… :-/ Dann ist das zumindest in jenen Märkten noch nicht (so sichtbar) angekommen, in denen ich üblicherweise einkaufe. Hoffentlich bleibt das so.

        > Sofort essen ist natürlich am besten 😉
        Jawoll! Letztes Jahr gabs beim Billa mal ein paar Tage lang eine Aktion, wo sie seltene Äpfelsorten aus der Region verkauft haben (auch meinen Liebling, die Schafsnase). War leider nur sehr kurz, kam aber offenbar ziemlich gut an. Ich hoffe, dass das in Zukunft wieder und öfter kommt. Damit man wieder merkt, dass es da draußen noch mehr gibt als den Golden Delicious oder die einfache rote Paradeiser.
        Tipp am Rande: alte Sorten- und Samenvielfalt gibts bei https://www.arche-noah.at, das Spektral in Graz ist da Mitglied, falls man Lust auf alte/seltene Obst-/Gemüse-Sorten hat. Dann hat mans auch ohne das ganze Frischhaltezeugs ausm eigenen Garten.

        Liebe Grüße,
        Kosi

      • Hallo Kosi!

        Ja, die Aktion „Wunderlinge“ fand ich voll super. Auch ein anderes Lebensmittelgeschäft in Österreich fördert wieder alte Sorten, das ist eine gute Sache.

        Im Gmota gibt es eine Samenbank wo Menschen miteinander Samen tauschen können. Das ist eine ganz wunderbare Gegenbewegung!

        lg
        Maria

    • Wenn das wirklich die von dir beschriebene Zitrussäure ist, finde ich das in Ordnung. Aber oft genug ist das ja etwas künstliches, was aus Schimmelpilzen hergestellt wird (ich meine mich zu erinnern, dass es Aspergillus Niger ist https://de.wikipedia.org/wiki/Citronens%C3%A4ure – das ist dieser fiese Schwarzschimmel).

      Leider ist die Zitronensäure aber nicht das einzige Problem, mit dem wir Endverbraucher verschaukelt werden.

      Es gibt noch diese tollen Aromastoffe. Da wird für Erdbeergeschmack schon al schnell so etwas wie die Rinde der Birke genommen. Mir fällt hierzu nur ein…Alles Täuschung – oder was?

      http://www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/ernaehrung/61146-215-chemiestattfr%C3%BCchtet%C3%A4uschungmitaromasto.html

      Klar…so viel, wie gebraucht wird in der Industrie, kann es auf natürlicher Basis gar nicht geben

    • Hallo!

      Das ist ja genau das, was mich auch so wütend macht. Selbst wenn man über das Plastik hinwegsehen will – der Apfel ist eben nicht mehr nur Apfel sondern wurde behandelt, damit er haltbar wird, was er von Natur aus eigentlich bereits wäre, wenn man ihn denn nur nicht aufschneiden würde.

      lg
      Maria

  8. ……einfach nur unglaublich – da kommt mir direkt der alte Spruch in den Sinn:
    HALTET DIE WELT AN, ICH WILL AUSSTEIGEN!

    Dieser Irrsinn ist kaum auszuhalten!
    Kopfschüttelnde Grüße, Gabi

    • Hallo Gabi!

      Wenn das Aussteigen denn so einfach wäre…

      Zu einem gewissen Teil geht es zum Glück schon, keiner ist gezwungen, diesen Wahnsinn mitzumachen, keiner muss geschnittenes Obst in Plastiktassen kaufen.

      lg
      Maria

      • Richtig, liebe Maria!
        Ich denke aber, dass unsere Kinder sehr viel zu tun haben um irgendwann ihrer Kindern beizubringen was NATÜRLICH ist….und was nicht.
        Wir haben das Glück auf dem land zu wohnen, aber die Stadtkinder….
        Eine schöne plastikfreie Woche
        LG Gabi

      • Hallo Gabi!

        Meine Oma hat auf dem Land gelebt und davon zehre ich noch immer. Sie hat die Milch und Eier direkt vom Bauern um die Ecke geholt und das Gemüse im eigenen Garten angebaut.

        Vor dem Kochen ging es eine Runde durch den Garten, worauf man am meisten Lust hatte, wurde geerntet.

        Frischer geht es nicht!

        lg
        Maria

      • Der Dalai Lama hat hierzu was ganz tolles gesagt…

        “Unsere gemeinsame Mutter Natur zeigt ihren Kindern immer deutlicher, dass ihr der Geduldsfaden gerissen ist.”

        “Unser Planet ist unser Zuhause, unser einziges Zuhause. Wo sollen wir denn hingehen, wenn wir ihn zerstören?”

      • Ja…der Dalai Lama ist schon echt ein ganz kluger Kopf.

        Ich sage immer „Die Erde braucht UNS nicht. Wenn sie uns nicht mehr will. dann schüttelt sie sich einmal ganz stark und das war´s dann für uns.“

      • Meine Schwiegereltern (beide über 70) wohnen auch auf dem Land – die hassen Gärtnern. Wenn es möglich wäre, würden sie mir eine rote Schleife um ihren Garten machen und ich dürfte ihn mitnehmen (würde ich auch sofort mit Kußhand machen)…
        Und sie wissen zwar noch, wie es früher war, als man noch Kirschen einweckte, etc., aber sie mögen sich einfach keine Arbeit damit machen und haben die meisten Beete so bald wie möglich plattgemacht, sogar das Kräuterbeet, das mein Liebster mal angelegt hat. Sie finden es toll, daß es jetzt alles so praktisch (und so hygienisch verpackt) im Supermarkt gibt :-/
        Meine Familie dagegen ist garten-affin, obwohl nur mein Vater vom Land stammt. Daß jemand vom Land kommt, muß also in Punkto natürliche Lebensweise überhaupt nichts bedeuten…

      • Hallo Fussel!

        Ich habe beobachtet, dass gerade Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend bzw. jungem Erwachsenenalter sich sehr einschränken MUSSTEN wegen dem Krieg bzw. der Nachkriegszeit, das heute sehr vehement ablehnen. Ich denke, das muss man respektieren, da sind sicher viele alte Wunden, die da mitspielen.

        lg
        Maria

  9. Okay, das heißt dann aber auch, dass unsere alten Menschen, die schon Schwierigkeiten beim Schneiden oder Würzen haben/nicht mehr so viel auf einmal brauchen, aber auch nicht jeden Tag einkaufen gehen können/wollen, dann genau diese praktischen Dinge leider auch nicht mehr bekommen, denn Frau oder Herr Nachbar gehen bestimmt nicht hin und zerkleinern mal eben mundgerecht das Essen und die Angehörigen kommen auch nur einmal in der Woche.
    Und Schwachsinnsprodukte hin oder her: HIER haben sie eine Zielgruppe, wo ich meinen MItarbeiterinnen empfehle, das Zeug für ihre Klientinnen durchaus zu kaufen 😉
    Und ich steh dazu, auch wenn ich selbst nicht essen würde.

    • Hallo Anna!

      Da hast Du einen sehr wichtigen Punkt angesprochen – natürlich gibt es Menschen, die das kaufen und vielleicht sogar sehr froh sind, da es anders nicht möglich ist.

      ABER – ist es nicht auch ein sehr bedenkliches Zeichen unserer Zeit, dass sich niemand mehr um die „Alten“ kümmern mag? Dass sie darauf angewiesen sind, dass vorportionierte Sachen im Supermarkt zu kaufen? Nicht jeder ist wirklich alleinstehend ohne Familie – aber nur wenige sind bereit, sich um die Eltern zu kümmern.

      Jeder ist so in seinem eigenen Hamsterrad drin und hat keine Zeit für die natürlichste Sache der Welt, nämlich dass Kinder ihren Eltern auch etwas zurück geben. Schließlich haben sich die Eltern auch jahrelang um sie gekümmert…

      lg
      Maria

      • Tja, werde ich sehen, was mein Nachwuchs daraus mal macht.
        Fakt ist: nicht jeder hat ihn. Den Nachwuchs.
        Auch Fakt ist: in einer mittleren deutschen Großstadt ist ein Zusammenwohnen der Generationen weder angedacht noch möglich (baulich).
        Und außerdem: Hast du einen Job? Dein Mann auch? Einer muss bei den KlientInnen, die wir betreuen, dann mal fix zu Hause bleiben.

        Überlegt kaufen und Vorbildwirkung ausüben ist sinnvoll.
        Große gesellschaftliche Prozesse umzudrehen, dauert mindstens so lang wie bei der Entstehung der Prozesse – also 70 Jahre.
        Vergiss es.
        Ich seh das pragmatisch. Und der Rest – mit den natürlichsten Sachen der Welt, Alte und Behinderte liebevoll zu Hause und so – war und ist Sozialromantik.

        Schönen Gruß von der „Front“ 🙂

      • Hallo Anna!

        ich habe das selbst mehrfach anders erlebt und denke daher, dass Du möglicherweise durch Deinen Beruf eine sehr eingeschränkte Sichtweise hast, da Du nur die Menschen betreust, die eben nicht betreut werden (wenn ich Dich richtig verstanden habe).

        Mein Onkel war Direktor einer großen Bank und hat mehrere Jahre vor der Pensionierung seinen Beruf aufgegeben, um seine Frau zu pflegen.

        Eine Freundin von mir hat ihren Job gekündigt um ihren Schwiegervater zu pflegen.

        Ich will jetzt nicht alle Beispiele aufzählen, ich denke, es geht auch an der Sache vorbei.

        Was ich kritisiere ist dass durch die Bequemlichkeit von Menschen so viel unnützer Müll verursacht wird und noch dazu natürliche Lebensmittel mit Chemie schwer belastet werden.

        lg
        Maria

  10. Hallo Maria,
    kann deine Empörung absolut verstehen und teile sie auch!

    Zu den Bananen und dem angeblichen Einzelfall: ich find das ist ein gutes Beispiel dafür wie gierig die EInzelhandelsketten sind. Man könnte ja zwischendurch auch mal freundlich sein und seine Mitarbeiter mit den genießbaren, aber beschädigten Waren beschenken, anstatt solch Müllmengen zu produzieren.

    Zum bunten Obstsalat: das zeigt wieder nur, wie verwöhnt wir schon sind. Es müssen ja immer mindestens 5 Sorten Obst da drin sein, genauso wie mindestens 5 Sorten Gemüse in einen anständigen Gemüsereis gehören. Dabei sind genau das Gerichte, wo man super alles zusammenwürfel kann, was sich noch im Kühlschrank befindet und aufgebraucht gehört. Bei Salat ist es das gleiche: man kann so vieles roh essen!

    Aber nicht nur bei den Lebensmittels schleichen sich Kuriositäten ein, die uns langsam aber sicher zu „Wohlstandkrüppeln“ machen: neues Gag unter den Putzutensilien sind nämlich bereits mit Putzmittel getränkte Bodenwischtücher (natürlich mit Zitronenduft!). Natürlich ein Weinwegartikel in einer 12 bzw. 24 Stück Packung, in der obligatorischen Plastikverpackung. Super, sag ich nur! Manchmal frag ich mich echt, was sich die Firmen sonst noch an Absurditäten einfallen lassen.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Natürlich hat das auch etwas mit den Ansprüchen nach Vielfalt zu tun aber meiner Meinung nach vor allem mit dem Mangel an Zeit.

      Es ist viel Arbeit, frisches Gemüse zu waschen, zu zerkleinern und dann zu verarbeiten. Wie viel einfacher ist es da, eine Plastikpackung aufzureißen mit einem bunten gemischten Salat drin?

      Und mit dem Obst das selbe. Es ist halt nicht so lustig eine Ananas selber zu schälen, das können nicht einmal wirklich alle und gibt eine totale Sauerei in der Küche. Da ist es doch einfacher die abgepackte zu nehmen.

      Die Bodenwischtücher kenne ich noch gar nicht, aber die Putzmittelabteilung sieht mich auch extrem selten und ich schaue da gar nicht, was es sonst noch so gibt.

      lg
      Maria

      • Die Sache mit dem Obstsalat und wieviel Arbeit die Zubereitung macht, zieht sich ja auch viel weiter, bis in die Hotels und Restaurants. Man stelle sich nur vor, wieviel Obst verschiedener Sorten in einem Hotel jeden Tag fürs Frühstücksbuffet geschnitten werden müssten. Daher greifen auch sie zu fertigem Obstsalat, meist aus der Dose, bestenfalls tiefgekühlt (wir hatten da schon mal die Eisbrocken drin).
        Das Hotel vom Rogner Bad Blumau hat im Zuge der Umstellung auf nachhaltige regionale Bewirtschaftung den exotischen Obstsalat aus dem Frühstücksbuffet gestrichen. Im Sommer gibt es regionales frisches Obst, im Winter Kompott. Na das hat den Gästen aber gar nicht gepasst! Die haben nämlich lieber das ganze Jahr über den gleichen Matsch.
        Dabei ist doch schön, dass man saisonal übers Jahr Abwechslung hat.

        LG Manuela

      • Hallo Manuela!

        Auch hier wieder ein schönes Beispiel, dass die menschliche Arbeitskraft viel mehr Geld kostet als die Maschine samt Plastikverpackung.

        Deshalb wird in den Restaurants auch mittlerweile so viel vorgefertigte Ware „verkocht“.

        Deinen letzten Satz finde ich sehr wichtig – ich freue mich auch immer wieder sehr über die große Vielfalt und Abwechslung, seitdem ich so sehr auf die Saison achte.

        lg
        Maria

  11. Hallo Maria,
    ich würd gerad sagen, da schlägst ja lang hin. Ich frage mich nur, wenn ich sowas sehe wie die Äpfel kleingeschnitten und all das andere Obst und Gemüse, sehe ich das nur? Oder sind die Leute schon so verblendet, das sie alles kaufen ?
    Manchmal kann ich echt nicht an mich halten und mir rutscht an der Kasse das Wort raus. Neulich war ich in einem Großhandel bei uns . An der Kasse vor mir
    stand eine junge Frau und hatte ein Tablett in Plastik eingeschweißte Spiegeleier in der Hand. Mir rutschte nur raus: Sieht ja richtig lecker aus, was meinen Sie, wie viel Konservierungsstoffe und BPA da wohl drin sind, die feiern ja richtig Party da drin. Spiegeleier selbst zu braten, muss ja verdammt schwer sein. Aber die Frau war mit Ihrer Antwort nicht sehr freundlich , da habe ich mir den Rest dann gespart. Solange es Kunden gibt die sowas kaufen, da freut sich die Industrie und lässt sich noch mehr absurdes einfallen…..
    lg
    Sigi

  12. Es gibt echt Leute, die Apfelschnitze kaufen???? Boah nee, und ich steh stundenlang vorm Salat überlege, welcher nun in weniger Plastik eingepackt ist – und warum überhaupt? *sfz*

    • Hallo!

      Nicht aufgeben, je mehr Menschen sich für unverpackte Lebensmittel interessieren und diese kaufen, desto eher wird der Handel darauf reagieren.

      In Österreich gibt es ein Lebensmittelgeschäft, da war noch vor 10 Jahren das ganze Obst und Gemüse vorverpackt. Das war der Hauptgrund, warum ich dort nicht mehr einkaufen ging (auch wenn ich damals noch nicht so streng damit war).

      Heute bekommt man dort fast alles lose zu kaufen. Es kann ein Wandel stattfinden!

      lg
      Maria

      • Ich bin auch zuversichtlich, dass sich etwas tut, zumindest was das Plastik angeht.

        Ich war heute nach langer Zeit wieder mal beim Eurospar und habe einige Produkte entdeckt, die mich gefreut haben, wie z.B. bio Knoblauch aus Österreich (nicht China!) im Papiersackerl mit Sichtfenster aus Papiergitter. Eine Verpackung die zeigt, dass man sich Gedanken darüber macht (wobei man den Knobi auch offen verkaufen könnte. 😉 ) Oder Agavendicksaft im Glas statt Plastikspender.
        Summa summarum habe ich es beim Spar heute geschafft, den ganzen Einkauf plastikfrei zu erledigen. Ein schöner Erfolg so zwischendurch. 🙂
        Gestern bin ich auf müsli.de gestoßen, wo man sein bio Müsli selbst mischen kann und die Option hat, das ganze im Papiersack zu bekommen.
        Wenn wir widerspenstig und unbequem genug sind, wird der Handel schon umdenken müssen.

        LG Manuela

      • Na, hoffentlich findet der Wandel bald statt. Wünschenswert genug ist es jedenfalls.
        Eine Bekannte von mir sagte mal…“Millionen sind stärker als Millionäre“ und damit hat sie vollkommen recht. Es ist ja die Vielzahl von uns kleinen Leuten, die einen Wandel bewirken kann. Wenn wir kleinen Leute beschließen würden, dies vorgeschnittene und in Plastik verpackte Obst nicht mehr zu kaufen, dann müsste die Industrie umdenken.
        Aber mir ist auch klar, dass hier Zeit ein großer Faktor ist. Zeit für´s umdenken, Zeit für´s selber machen etc.

      • Hallo Karin!

        Was viele unterschätzen ist die Macht der Konsumenten. Wenn der Konsument nicht mehr kauft (so wie Du schreibst) wird es auch nicht mehr angeboten.

        Die von vielen Menschen vorgeschobene Haltung „da kann ich halt nix machen, das ist halt so“ kann ich gar nicht nachvollziehen!

        lg
        Maria

  13. Ich musste gerade sehr lachen bei deinem Artikel. Vor allem über die vakuumverpackten Apfelstücke. 😀 Du hast völlig recht. Manche Dinge sind einfach nur idiotisch. Inzwischen lache darüber nur noch, das scheint mir gesünder, als sich darüber aufzuregen. Ich muss es ja nicht kaufen.

  14. @ Manuela: Das genau ist es (selber schlachten). Die Menschen sind nicht nur der Natur, sondern auch den Dingen entfremdet. Sie wissen nicht, wie sie hergestellt werden, wer sie herstellt, wo sie her kommen, etc. Keiner denkt richtig nach (ich früher auch nicht). Aber es ist ja nie zu spät, mit dem Denken anzufangen 😉
    Wir sind zwar keine Vegetarier, essen aber in letzter Zeit bemerkenswert wenig Fleisch. Ich mag es einfach nicht mehr, Gemüse hat so viel mehr Eigengeschmack. Müsste ich selber schlachten oder ein selbst aufgezogenes Tier schlachten lassen … ne, das ginge gar nicht. Und so wäre es sicher bei vielen anderen auch.

    Und zu Marias Apfelschnitzen könnte man noch die Obstbäume hinzufügen, die im Herbst ihre Früchte fallen lassen und die dann keiner will. Im Supermarkt ist es ja bequemer.
    Liebe Grüße.

    • Hallo Ingrid!

      Oh ja, auch ein wichtiger Punkt.

      Da gibt es mittlerweile eine Gegenbewegung mit „Mundraub“.

      Ich beobachte auf meinen Spaziergängen immer die wilden Mirabellenbäume. Darauf freue ich mich schon wieder sehr!

      lg
      Maria

      • Da gibt es sogar eine Seite hier in D, bei euch vielleicht auch? Da kann man nachgucken und auch eintragen. Oh, Mirabellen, die sind aus der Mode, aber sooo lecker.

    • Hallo Aussteiger!

      Danke für Dein Kommentar!

      Natürlich bestimmt jeder einzelne, was im Einkaufskorb landet und genau das ist es ja, was mir Angst macht. Es GIBT einen Markt für diese in Plastik verpackten, vorgeschnittenen Obstteile…

      lg
      Maria

    • Ich lese gerade das Buch „Ändere die Welt!: Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ von Jean Ziegler.

      Er stößt in das selbe Horn wie Sepp Holzer, zeigt aber an der geschichtlichen Entwicklung der Menschen auf, dass die Ausbeutung und Unterdrückung zu jeder Zeit stattgefunden hat, egal wie sich das Herrschaftssystem genannt oder begründet hat. Immer wurde die Masse zum Zweck der Bereicherung ein paar Reicher ausgenützt und unterdrückt. Und selbst Widerstände, Revolutionen und Neuordnungen haben über kurz oder lang wieder zum gleichen Zustand wie zuvor geführt. Die klügsten Ideen für eine gerechte Gesellschaftsordnung wurden mit der Zeit pervertiert und ad absurdum geführt.
      So gesehen besteht eigentlich keine Hoffnung, dass sich für das gemeine Volk je etwas ändern und dauerhaft bessern wird.
      Was allerdings jetzt immer brisanter wird und die Lage ändert, ist der beginnende Mangel an Ressourcen.
      Ich bin erst bei der Hälfte des Buches, mal sehen ob noch ein Lösungsansatz kommt…

      LG Manuela

  15. Hallo Maria!

    Das Buch ist wirklich sehr interessant und aufschlussreich, ich komme nur leider nicht so zügig zum Lesen – und es ist auch nicht unbedingt eine leichte Lektüre.
    Ich bin gespannt, ob da noch ein praktischer Ansatz kommt, WAS wir ändern können/müssen, oder ob es nur bei der Analyse bleibt.

    LG Manuela

  16. „Willkommen in Absurdistan“ gefällt mir ganz besonders gut. Lies unbedingt das Buch „Alles grün und gut“, das ich unlängst bei mir im Blog vorgestellt habe. Man kann sich gar nicht oft genug wundern über alles, was um einen herum passiert. Ich frage mich, ob wir nicht alle mittendrin in einem riesigen Sozial-Öko-Bio-Absurdistan-Projekt stecken. Nur… wem nutzt es? Ob es doch Außerirdische sind, die uns schon längst im Visier haben? Kleiner Spaß! Das Buch ist klasse, dein Artikel sowieso auch wieder einmal. Danke dafür!

    LG
    Anni

  17. Jaja, das nennt sich dann convenience. Und ich dachte immer, das praktischste sei den Apfel ganz zu lassen,mschließlich hat er eine Schale!und bei Bedarf einfach reinzubeißen…. Wer kauft bloß sowas?

  18. Voll krass die eingeschweissten Äpfel! Ich scheine im Tal der ahnungslosen zu leben, dass mir das noch nicht aufgefallen ist. Oder die eingeschweißten Eier! *augenreib*
    Das Obstsalatproblem versteh ich nicht.Ich hab ja auch einen Einpersonenhaushalt, aber selbst in meinem Dorfsupermakt ist es möglich Äpfel, Orangen, Bananen und Co auch einzeln zu kaufen. Da nehm ich halt von jeder Sorte eine, hau ein paar Walnüsse dazu (vom eigenen Baum, sehr gut zu lagern 😉 müssen allerdings von Hand ausgepackt werden ;-D schnibbel ein paar Minuten und fertig ist der Ostsalat. Und falls was übrig bleibt gibts das am nächsten Tag im Müsli.
    Ich bin ja nun wirklich nicht der Mensch der super viel Zeit hat, abe rmir jeden Morgen mein Obst zu schnibbeln empfinge ich echt nicht als aufwendig.
    Kopfschüttelnde Grüße von der Chaoskämpferin

    • Hallo!

      Danke für Deine Ergänzungen zum Thema „Obstsalat“. Ich mache das auch sehr gerne für mich, ist ja wirklich schnell gemacht. Und ich muss auch nicht 10 Sorten drin haben, es reichen auch 3 dann ist die Menge überschaubarer.

      Nachdem ich Beerenfrüchte aus dem eigenen Garten eingefroren habe, kann ich gerade die super portionieren.

      Über Deine Walnüsse musste ich lächeln. Wir haben auch Walnüsse in der Schale und am Abend werden immer ein paar geknackt, damit ich dann wieder Kuchen backen kann.

      lg
      Maria

      • Obstsalat schnibbel ich auch immer frisch. Und wenn es dann doch noch ein wenig bunter werden soll, nehme ich TK-Obst, was ich im Sommer im eigenen Garten geerntet und eingefroren habe.
        Walnüsse habe ich leider nicht selber, aber dafür Haselnüsse. Ich staune immer wieder darüber, dass meine Korkenzieherhaselnuss mir so viele Kerne schnekt.

      • Hallo Karin!

        Wir frieren auch immer ein wenig Obst aus dem Garten ein.

        Super, dass Du so viele Haselnüsse hast, auf einem meiner Spazierwege sehe ich auch immer einen Haselstrauch, leider gehört der jemandem 😦

        lg
        Maria

      • Ja, vor allem, weil das normalerweise ein Zierstrauch ist.

        Mein Göga lacht immer, wenn er mitbekommt, dass ich mal wieder mit dem Baum rede. Aber ich bin überzeugt, dass der Baum mich versteht. Bin ich spinnert?

      • Hallo Maria,

        für ganz viele ist das bestimmt nicht normal. Eben, weil sie sich so sehr weit von der Natur entfernt haben.

        LG von Karin

  19. Hallo zusammen,
    ich möchte in diesem Zusammenhang auch noch etwas loswerden, das mich immer wieder ärgert, wenn ich die Werbung im TV sehe: elektrische Zahnbürste mit Bluetooth, wo dir dann eine App erklärt, ob du die Zähne richtig putzt.

    Ich gebe zu, dass wir uns von unserer (normalen) elektrischen Zahnbürste auch nicht trennen wollen (und ja, ich weiß, da läge viel Einsparpotential beim Plastik).

    Aber es macht mir echt Angst, wenn ich diese Entwicklung sehe und die Leute bald für jeden alltäglichen Handgriff ihr Smartphone brauchen. Ohne Anleitungen und Bestätigung, dass man alles richtig macht, geht bald gar nichts mehr. Denken unnötig. Fitnessprogramme, Ernährungsprogramme, Gewichtskontrolle usw. alles gibt es schon überwacht und unterstützt durch Apps. Und die Leute merken gar nicht, worauf das hinaus läuft. Irgendwann werden sie ohne ihr Smartphone nicht mehr überlebensfähig sein. Und wehe, wenn dann mal der Akku aus ist oder man in einem Funkloch ist. Hallooooo?

    Nicht nur, dass wir uns der totalen Überwachung und Steuerung von „oben“ ausliefern, so werden wir mit der ganzen Elektronik sehr verwundbar und angreifbar.

    Umso wichtiger ist es, die alten Methoden und Lebensweisen zu erinnern und sie wieder aufleben zu lassen. Die ganzen Krisenherde auf der Welt zeigen uns doch, wo da alles enden kann. Und dann werden nur die überleben, die noch wissen, wie man mit natürlichen Mitteln und Arbeitsweisen überleben kann.

    So, das war mein Wort zum Sonntag. 🙂
    Ich wünsch euch einen schönen Muttertag (wobei man über diesen Jubeltag auch wieder diskutieren könnte… 😉 )

    LG Manuela

    • Hallo Manuela!

      „Das Wort zum Sonntag“ einmal anders, danke schön!

      Ich verweigere das Smartphone hartnäckig und erfolgreich und werde langsam aber sicher dadurch wirklich zur schrulligen Exotin.

      Ist mir aber auch egal!

      lg
      Maria

      • Hallo Maria!

        Bis auf den Kalender und hin und wieder mal ein Blick in eine Straßenkarte, brauche ich die Funktionalität vom Smartphone auch nicht. Ich immer offline und habe nur eine Wertkarte.

        Ach doch, eine App nütze ich gelegentlich: codecheck. Davon gibt es auch eine Webseite und die ist sehr hilfreich bzgl. der Inhaltsstoffe von Produkten, wenn man auf der Suche nach gesunden Alternativen ist und nicht alles selbst herstellen möchte.

        LG Manuela

      • Willkommen im Club, Maria.

        Auch ich verweigere mich dem Smartphone. Ich habe zwar Handy, aber meins ist noch von Anno Duns. Lediglich SMS habe ich als Zusatzfunktion.

        Ich habe im Laden schon mal anklingen lassen, dass mein nächstes Handy eins sein soll, was nur telefonieren und simsen möglich macht. Und da bekam ich doch als Antwort „Das gibt es nicht mehr wirklich. Das, was nicht gebraucht wird, kann aber deaktiviert werden“ Traurig oder? Und dafür soll ich dann hunderte von Euros bezahlen?

      • Hallo Karin!

        Die Aussage stimmt nicht ganz, es gibt schon noch die ganz einfachen Handys, aber alle ohne Vertrag und offen für alle Netze. Sie kosten so zwischen 30 und 50 Euro. Finde ich ganz ok so und ich bin an keinen Vertrag gebunden.

        lg
        Maria

      • Ohne Vertrag? Na…siehste mal…daran habe ich gar nicht gedacht. Im Laden ging es um ganz einfache Handys mit Vertrag.

        Den Vertrag wollte ich nur sehr ungern kündigen, weil der einfach supergünstig ist.

      • Okay.

        Preisnachlass werde ich bei der Telekom bestimmt nicht bekommen. Macht aber nichts. Im Monat zahle ich noch nicht mal 6,- € für den Handyvertrag und habe auch noch 30 Freiminuten. Das ist mehr als ausreichend für mein Telefonierverhalten.

        LG von Karin

      • Hallo Karin!

        Anscheinend ist das Telefonieren in D etwas teurer, denn ich bezahlt 7,50 Euro für 1000 Freiminuten und 100 Gratis-SMS.

        Wenn ich kein Handy nehme, bekomme ich alle 2 Jahre 100 Euro gut geschrieben, was meine Gebühr noch einmal reduziert.

        lg
        Maria

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