Müll reduzieren während den Tagen – Teil 5.

Im ersten Teil der Serie habe ich über meine Beweggründe und die ersten Erfahrungen mit der Menstruationstasse berichtet. Der zweite Teil war dem Menstruationsschwämmchen gewidmet, im dritten Teil konntest Du über meinen erfolgreichen Versuch mit Stoffbinden zu lesen und im vierten Teil gab es eine Nähanleitung für Stoffbinden.

Heute schreibe ich über eine sehr außergewöhnliche Möglichkeit mit den monatlichen Blutungen umzugehen.

Die freie Menstruation

Im Internet bin ich über die Möglichkeit der „freien Menstruation“ gestolpert und das hat mich sofort angesprochen. Vor allem, weil ich mich schon seit längerer Zeit mit den historischen Aspekten der Menstruation befasse. Es muss ja eine sinnvolle natürliche Möglichkeit geben, damit umzugehen.

Wie schon in den Folgen davor geschrieben, hatte ich zuletzt einige Probleme mit der Benutzung von Tampons. Daher habe ich schon seit langem an den schwachen Tagen keinen Tampon verwendet und festgestellt, dass ich auch gar keinen Schutz brauche.

Ich habe einfach nicht geblutet und nur ab und zu, wenn ich am WC war, ist eine gewisse Menge an Blut abgegangen.

Lange Zeit habe ich das (ja ich bin manchmal naiv) für einen Zufall gehalten bis ich auf das Thema der freien Menstruation gestoßen bin.

Scheinbar habe ich auf eine sehr natürliche und instinktive Weise angefangen die Regelblutung zu kontrollieren.

Die Theorie dahinter

Wenn wir der Natur ihren Lauf lassen bemerken wir, dass wir gar nicht die ganze Zeit bluten sondern immer wieder einmal eine gewisse Menge an Blut abgeht. Das kommt davon, dass sich das Blut in der Gebärmutter sammelt und, erst wenn der Druck groß genug ist, durch den Muttermund abfließt.

Das kann man mit etwas Übung kontrollieren und dadurch rechtzeitig die Toilette aufsuchen, um das Blut dort heraus fließen zu lassen.

natürlicher geht es nicht

natürlicher geht es nicht

Erste Erfolge

Seitdem ich keine Tampons sondern die Stoffbinden verwende, konnte ich immer besser spüren, wann es so weit ist. Bereits am allerersten Tag meines Versuchs mit der freien Menstruation samt Stoffbinde als Backup habe ich fast das gesamte Blut bei den Toilettegängen abgelassen und die Stoffbinde hat dadurch den ganzen Tag gereicht.

Auch die erste Nacht war ganz und gar erstaunlich, die Stoffbinde war überhaupt nicht blutig, weil ich 3 Mal am WC war und das gesamte Blut dabei abgeronnen ist.

Alles eine Sache der Übung

Je länger ich die Stoffbinden verwendet habe, desto genauer habe ich die Anzeichen im Körper gespürt und konnte dadurch die benötigte Anzahl an Faltbinden deutlich reduzieren.

Es war für mich ganz und gar erstaunlich, der ganze Krampf mit der Menstruation in den letzten Jahren war einfach verschwunden. Ich habe mich die ganze Zeit total wohl gefühlt und die Regel war auch viel schneller vorbei.

Dazu habe ich auch im Internet eine Theorie gelesen, nämlich dass durch die Chemikalien in den Tampons und den Wegwerfbinden die Blutung verlängert wird, weil der Körper diese entgiften muss. Ob das stimmt weiß ich nicht, aber es hat eine gewisse Logik.

ich bin nun super ausgerüstet für die freie Menstruation

ich bin nun super ausgerüstet für die freie Menstruation

Mein Erfahrungsbericht

Natürlich kann ich mir nicht vorstellen, ganz ohne Schutz die freie Menstruation zu praktizieren, es befindet sich auch immer ein gewisses Restblut in der Scheide, sodass schon alleine daher ein gewisser Wäscheschutz nötig ist.

Die freie Menstruation hat auch nicht immer geklappt, manchmal war ich in Gedanken und manchmal habe ich mir gedacht, es geht schon noch ein bisschen. Aber ich mache mir da auch keinen Stress. Es war für mich einfach sehr verblüffend, dass das überhaupt funktionieren kann. Im Berufsalltag ist diese Methode wahrscheinlich gerade an den ganz starken Tagen nicht so einfach durchzuführen. Auch wenn man unterwegs ist und sich nicht ständig ein WC in der Nähe befindet, wird das möglicherweise nicht so gut klappen.

Erstaunlich finde ich, dass die Menstruationsschmerzen sehr eng im Zusammenhang mit Tampons gesehen werden. Durch die Tampons kann es zu Stauungen vom Blut in der Gebärmutter kommen.

Ich habe einige Erfahrungsberichte von Frauen gelesen, die extrem starke Schmerzen während den Tagen hatten, sodass sie nicht mehr arbeitsfähig waren. Und diese haben alle übereinstimmend erklärt, dass sie durch das Praktizieren der freien Menstruation innerhalb von wenigen Zyklen völlig schmerzfrei waren.

Da ich selbst dieses Problem in jungen Jahren hatte, hätte ich dieses Wissen gerne bereits früher gehabt!

Für mich hat sich eine neue Welt aufgetan. Nach all den Problemen und Schmerzen der letzten Jahre habe ich endlich wieder eine entspannte Menstruation und ein gutes Gefühl. Vor allem muss ich mich nicht mehr davor fürchten, auch tagelang danach noch durch schmerzhafte Verletzungen eingeschränkt zu sein.

Linktipp:

unabhängig von Tampon und Co
Freie Menstruation – die häufigsten Fragen

Buchtipp:

Regelschmerz ade!
Die freie Menstruation: Methode ohne Binden, Tampons und Co
von Caroline Oblasser

RegelschmerzadeIn dem Buch, das sich meiner Meinung nach vor allem an Mädchen und junge Frauen richtet, geht es nicht nur um die freie Menstruation sondern es wird vielmehr versucht die wichtigsten körperlichen Aspekte des Frauseins zu vermitteln.

Schmerzen bei der Menstruation können auch einen psychosomatischen Hintergrund haben, die Vorgänge zu kennen und sich mit dem eigenen Körper zu versöhnen ist in dem Fall sicher ein ganz wichtiger Punkt.

Es handelt sich um ein Arbeitsbuch, das sehr zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper anregt. Der zweite Teil des Buchs ist als Menstruationskalender gestaltet.

Ein weiteres Thema in dem Zusammenhang ist die natürliche Empfängnisverhütung.

Alles in allem ein kleines aber feines sehr praxisbezogenes Buch, das ich, nachdem ich es bereits ausgelesen habe, gerne meiner Tochter in die Hand drücken werde.

Fortsetzung folgt…

Ich bin mit diesem Thema noch immer nicht am Ende..


Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog gruenezwerge durchgeführt.


Das könnte Dich auch interessieren:

Müll reduzieren während den Tagen – Teil 1. – die Menstruationstasse
Müll reduzieren während den Tagen – Teil 2. – der Menstruationsschwamm
Müll reduzieren während den Tagen – Teil 3. – die verschiedenen Stoffbinden
Müll reduzieren während den Tagen – Teil 4. – selbst genähte Stoffbinden

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

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59 Kommentare zu “Müll reduzieren während den Tagen – Teil 5.

  1. Liebe Maria!

    Ich finde das sehr interessant, denn ich habe mich schon oft gefragt, wie die Frauen in den unzivilisierten Zeiten damit umgegangen sind. Tiere bluten ja auch nicht ununterbrochen. Hast du in dem Zusammenhang auch darüber gelesen, wie das bei den Naturvölkern und Menschenaffen abläuft? (bitte nicht misszuverstehen, dass ich die Naturvölker Tieren gleichsetze möchte 😉 )

    Seit ich die Menstruationstasse verwende, ist mir aufgefallen, dass die Blutung ganz abrupt aufhört. Deine Beschreibung erklärt das für mich.

    LG Manuela

    • Hallo Manuela!

      Leider ist im Internet nur sehr wenig zu dem Thema zu finden, obwohl ich sehr ausführlich gesucht habe.

      Ich denke, es gibt wohl so Rückzugsbereiche für Frauen, die gerade die Menstruation haben. Für mich ist diese Methode jedoch das natürlichste, was ich bisher gefunden und ausprobiert habe.

      Ich freue mich total, dass ich so gut damit zurecht komme!

      lg
      Maria

      • Das kann ich mir gut vorstellen, dass deine Freude groß ist, nachdem du solche Probleme hattest. Kein Wunder, wenn manche Frauen an den Tagen unleidlich sind, wenn die Wohlfühlqualität so leidet.

        Es ist aber auch erschütternd, wenn man so deutlich sieht, was die Industrie mit ihren Produkten aus uns macht. Wenn Tampons Regelschmerzen verursachen, freut sich die Pharmaindustrie, wenn sie Medikamente verkaufen kann. Wir lassen uns manipulieren, „qäulen“ und finanziell plüdern. Und dabei verlernen wir, was die Natur für uns vorgesehen hatte und dass wir und all das sparen könnten.

        Danke, dass du soviel dazu beiträgst, dass wir wieder zurück zum Ursprung finden können. 🙂

        Schaust du jeden Montag auf Puls4 „Gültige Stimme“ mit Roland Düringer? Ich bin so begeistert von dieser Sendung und dankbar, dass es sie überhaupt geben darf. Die Gäste sind so interessante Menschen, die so wichtiges zu sagen haben, und jeder von uns fühlt sich angesprochen und berührt. Wir werden bestärkt in dem Gefühl, dass wir mit unserem Unmut nicht allein sind, dass wir viele sind und etwas ändern können. Und es ist schön zu sehen, dass immer mehr von uns „aufwachen“.

        LG Manuela

      • Hallo Manuela!

        Ich habe seit rund 3 Jahren keinen Fernsehempfang mehr. Abgemeldet, brauche ich nicht. Davor habe ich bereits mehrere Jahre nicht mehr ferngesehen.

        Die von Dir angesprochene Sendung klingt interessant! Ich sehe mir Dokus, die mich interessieren, gerne auf Youtube an, das ist „mein Fernsehen“, das ich mir selbst gestalte.

        lg
        Maria

  2. Was für ein interessanter Bericht. Du wirst lachen: das Buch habe ich meiner Tochter geschenkt, aber selbst noch keinen Blick hinein geworfen. Hätte ich mal lieber gemacht…..
    Viele liebe Grüße
    Gusta

      • Danke. Ich werde sicherlich das Buch auch mal lesen und mich damit beschäftigen.
        Übrigens: Das Gemüse für den Kuchen muss nicht vorgegart werden. Ich habe nur Linsen und Bohnen vorher in der Pfanne gehabt, damit sie auch ja weich sind. Ansonsten reicht die Zeit im Ofen völlig aus.

        Liebe Grüße
        Gusta

      • Liebe Maria,
        ich glaube genau deshalb möchte ich darüber schreiben, dass die Frauen die Zeit davor mehr genießen lernen. Mit Mitte/Ende 30 ist die Wechselphase vermeintlich noch sooo weit vor einem… und ehe man es sich versieht ist man am Anfang und weiß es nicht einmal.
        Die trockene Haut macht ganz vielen zu schaffen. Dazu gehören oft auch trockene Augen. Dafür gibt es ja Augentropfen, aber Hormonsalben nimmt nun nicht jede gerne.

        Auf sich selbst achten kann man, finde ich nur, wenn man nicht die ganze Zeit von den Beschwerden abgelenkt wird 🙂

        Liebe Grüße
        Gusta

      • Hallo Gusta!

        Gerade heute bin ich wieder auf ein kleines Wechseljahreproblem gestoßen, an das ich gar nicht gedacht hätte.

        Plötzlich habe ich einen leichten Reflux und der Arzt meint, das kommt davon, dass die Schleimhäute etwas trocken sind. Willkommen schöne neue Zeit kann ich dazu nur sagen, dachte nicht, dass auch andere Schleimhäute davon betroffen sein könnten…

        Du hast 100%ig recht damit, man sollte das Leben davor viel mehr genießen!

        lg
        Maria

      • ohhhh… das klingt gar nicht gut. Reflux… das ist meist im Magen, gell? Haut ist Haut, ob Schleimhaut oder Bindehaut…. die sind alle gleich aufgebaut. Wenn es allerdings innerlich trockener wird, helfen wohl nur Medikamente. Oder Globoli, Bachblüten? Da muss es doch was geben *ratter*
        LG Gusta

  3. Wirklich interessant, was du schreibst. Freie Menstruation höre ich das erste Mal. Paßt aber auch gut dazu, dass gerade Menstruationsblut auch einen besonderen Status innehaben kann. War ja nicht immer so, dass die Tage einen so negativen Touch hatten. Nachdem mir erst vor kurzem bewußt geworden ist, daß man im Wasser/beim Baden praktisch kein Blut absondert, interessiert mich das Thema gleich aus zweierlei Sicht.

    LG – Rabin ^^

    • Hallo Rabin!

      Du sprichst einen wichtigen Punkt an – ich glaube das hat mit unserer Leistungsgesellschaft zu tun. Alles, was die Leistung beinträchtigt, wird verdrängt und möglichst vertuscht und verheimlicht. So auch die Menstruation bei der Frau und die Produkte wie Tampons & Co tragen dazu bei.

      Dabei ist gerade die Menstruation eine Möglichkeit Rhythmen in unser Leben zu bringen und uns mit unserer Natur rückzuverbinden.

      lg
      Maria

      • Maria, durch deinen Buchtipp bin ich beim Stöbern auch auf das Thema „Windelfreie Babies“ gestoßen. Für mich zwar nicht aktuell (auch keine Enkelkinder in Sicht), aber höchst interessant!

        Was dabei aber auch ganz deutlich wird, und du auch angesprochen hast: in unserer Gesellschaft ist dafür (und natürliche Säuglingspflege) kein Platz und keine Zeit. Die Mütter sollen ja möglichst schnell wieder ihrer Arbeit nachgehen und die Kinder in fremde Obhut geben. Eine schreckliche Entwicklung für die Menschen.

        LG Manuela

      • Hallo Manuela!

        Ähnliches habe ich auch mit dem Trockenwerden während der Nacht erlebt. Meine Tochter hat sehr lange damit gebraucht und ich habe von allen Seiten her RatSCHLÄGE bekommen.

        Dabei ist es so, dass der Körper ein bestimmtes Hormon ausschütten muss, dann geht es von ganz alleine. Und so war es dann auch von einer Nacht zur anderen.

        Ich habe mir und meiner Tochter keinen Stress damit gemacht, so konnte alles natürlich ablaufen.

        Bei Kind 2 habe ich dann erleben dürfen, dass es wirklich so ist, dass man keinen Einfluss darauf hat. Er war bereits in der Nacht trocken, bevor er am Tag trocken war!

        lg
        Maria

      • Mit den Ursprüngen habe ich mich zwar nicht so ausführlich beschäftigt. Nach ggl. Gesprächen dazu könnte ich mir allerdings vorstellen, dass dir Ursprünge teilweise auch geschichtlich gesehen ziemlich weit zurückliegen und teils auch auf die Einflüsse der Kirche zurückgehen. Die Übergänge sind da wohl auch fließend zu sehen und ich rede nicht gerade von meinem Fachgebiet. 😉

        Nächtliche Grüße ^^

  4. Wow. Ich feier das grad richtig. Seit ein paar Jahren praktiziere ich die freie Menstruation eher unfreiwillig, weil ich wegen der Pille nur am tropfen bin und sich Tampons für mich einfach nicht lohnen. Dass da tatsächlich ein „Mechanismus“ hinter steckt, finde ich sehr faszinierend. Und eigentlich auch logisch. Der menschliche Körper kriegt richtig großartige Sachen gerockt. Es ist echt schade, dass man ihm mit zunehmendem Fortschritt immer weniger selber zutraut =(
    Ich finde Deine Serie sehr interessant, spannend und auch mutig. Obwohl die Tage das normalste der Welt sein müssten, hört man von allen Seiten ein „Iiieeeh“, wenn man darüber redet. Jedenfalls habe ich schon sehr viel von Dir gelernt und freue mich auf die Fortsetzung =)
    LG, Penny

    • Hallo Penny!

      Vielen herzlichen Dank für Dein liebes Kommentar. Ich freue mich sehr darüber!

      Wenn man auf sich und seinen Körper hört, dann kommt man eigentlich auch vieles auch selber.

      Ich habe zuletzt mit einigen darüber gesprochen und da ist viel mehr Weisheit in uns als wir manchmal von uns selbst annehmen.

      lg
      Maria

  5. Liebe Maria,

    danke für diesen Praxisbericht zu meinem Buch!
    Es freut mich, dass mein ehemaliger Selbstversuch inzwischen relativ breit die Runde macht. Auch ich hatte jahrelang scheußliche Menstruationsbeschwerden. Nach der Hausgeburt meiner zweiten Tochter fehlte eines Tages das nötige Material, um Unterhose bzw. Körper auszustopfen (ganz wie im Buch beschrieben…), und da blieb ich einfach sitzen und stelle fest: Aha! Da kommt relativ viel, wenn man entspannt. Und dann: Kommt gar nix mehr, Blutstop. Wie genial!

    Wie Maria schon sagte: Die freie Mens ist nicht nur eine Methode für junge Mädchen, sondern für alle Frauen, die menstruieren.

    Übrigens auch sehr gut im Wochenbett anzuwenden, wie ich dann nach meiner dritten Geburt, einer Alleingeburt, feststellte. Die Nachwehen habe ich so auf ein absolutes Minimum reduziert und musste auch nicht tagelang mit megastopfigen Unterhosen rumlaufen. Denn das Prinzip ist so oder so dasselbe: Menstruationsschmerzen = Wehenschmerzen. Die müssen aber gar nicht sein. Weder beim Menstruieren, noch bei der Geburt.

    Von daher ist die freie Mens auch die perfekte Vorbereitung auf eine erfüllende, schmerzarme natürliche Geburt – zu Hause oder anderswo, wo DU perfekt entspannen kannst und dich sicher fühlst.

    Allen viel Spaß beim Ausprobieren wünscht
    Caroline Oblasser

  6. Wow, das ist ja mal eine äußerst interessante Methode! Bisher kannte ich nur die windelfreien Babys aus Artikeln aus dem Internet. Aber irgendwie logisch, dass das bei der Menstruation auch so funktionieren kann.

    Ich hab mich endlich getraut und eine Menstruationstasse gekauft. Unterwegs zwar eher unpraktisch (da muss ich noch eine Tamponfreie Lösung finden), doch für zuhause einfach super. Angenehm in der gesamten Anwendung.
    Es sollten sich noch viel mehr Frauen mit dem Thema „Alternative Menstruation“ beschäftigen. Es gibt so viele bessere und angenehmere Lösungen als kratzige Tampons mit denen man sich einfach im wahrsten Sinne des Worten „trocken gelegt“ fühlt.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Das ist ja eine tolle Entwicklung, ich wünsche Dir sehr, dass Du Dich gut eingewöhnst und eine gute Handhabung findest.

      Aber vielleicht magst Du bei Gelegenheit auch einmal die freie Menstruation ausprobieren. Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach ist.

      lg
      Maria

    • Ich verwende die Tasse seit zweieinhalb Jahren und finde sie unterwegs gar nicht unpraktisch, im Gegenteil man braucht nichts zum Wechseln mit zu haben. Im Büro habe ich eine kleine Wasserflasche, die ich zum Ausspülen mitnehme. Und im schlimmsten Fall, wenn man weder Waschbecken noch Wasser zur Verfügung hat, kann man sie mit dem Urin ausspülen, also einfach drauf pinkeln. Klingt jetzt zwar vielleicht abwegig, aber Urin ist steril und wird ja sogar als Heilmittel verwendet (kann man auch trinken).

      LG Manuela

  7. Wow, ich bin gerade richtig dankbar für den Buchtipp.
    Ich hatte mal vor ein, zwei Jahren im Internet nach freier Menstruation gesucht und dazu kaum etwas gefunden und nicht so richtig verstanden, worum es geht.

    Nach deinem Beitrag fühle ich mich doch schon um einiges schlauer. Danke!

  8. oh, wie cool! Jetzt, wo ich das gelesen habe, konnte ich ganz viel von den Vorgängen, die ich kenne, aber nicht benennen konnte, einordnen. Da werde ich auf jeden Fall drauf achten und versuchen, das mal gezielter einzusetzen.
    Sehr genial, echt, was du alles so auftreibst!
    LG Zora

    • Hallo Zora!

      Ich weiß auch nicht mehr, wie ich das entdeckt habe. Ich glaube bei meinen Recherchen zu den Stoffbinden. Hat mich aber gleich geflasht.

      Ist meine perfekte Lösung, die Kombi Stoff mit freier Menstruation.

      lg
      Maria

  9. Hallo Maria,
    weiter so – solche Themen sollten tabufrei angesprochen werden, dann kann der gegenseitige Austausch anderen helfen.
    Liebe Grüße,
    Marlene

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  14. Ein sehr interessanter Ansatz und super dass du so offen darüber schreibst. Ich nutze die Menstruationstasse weil ich eine Alternative zu Binden und Tampons suchte, doch leider sind vor allem auch noch viele Frauen sehr von ekel und Scham was die eigenen Ausscheidungen betrifft, behaftet. Wenn ich von der Tasse berichte erhalte ich nicht immer positive Rückmeldungen *lach* Liebe Grüße und Danke für den echt interessanten Blog 🙂

    • Hallo!

      Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Leider erlebe ich das auch von einigen Frauen, aber auch von Männern, dass sie Probleme mit den Ausscheidungen der Frau haben. Dabei ist das doch wirklich eine sehr natürliche Sache!

      Ich glaube ja, dass die Tampons sehr viel dazu beigetragen haben! Diese Verstecken der Blutung, damit nur ja niemand etwas mitbekommt, stärkt dieses Thema als tabu.

      Umso mehr freue ich mich, dass Du hier kommentierst, vielen lieben Dank!

      lg
      Maria

      • Da stimme ich dir voll und ganz zu. Manchmal muss ich auch ehrlich sagen glaube ich, dass die Lobbyfirmen wie ob usw auch die weiterentwicklung der Damenhygieneartikel verhindert um uns in dieser Schiene zu halten. ich meine die Technologien sind so weit, bald gibt es Viagra für die Frau aber wir sollen uns immer noch gebleichten chemisch verseuchten Zellstoff einführen und uns eklig fühlen… Ok das wra jetzt etwas überdramatisiert aber im Grunde ist es so.. Liebe Grüße

  15. Nachdem ich nun nach fast einem halben Jahr erstmals wieder meine Regel bekommen habe (dafür aber heftigst), kam bei mir noch eine Frage auf:
    bin ich daheim und kann sofort gen WC flitzen, dann klappt es gut mit dem bemerken und fließen lassen – aber ich frage mich gerade, ob ich nicht Müll reduziere, dafür aber so viel Wasser verbrauche, daß das auch nicht sinnvoller ist: schließlich muß ich – schon aus Rücksicht auf Mitbewohner – jedesmal spülen, und auch das waschen danach (das ja mit den von mir bisher fast ausschließlich genutzten Tampons wegfällt, mir aber ein Bedürfnis ist) sowie das ausspülen des dazu benutzzten Waschlappens braucht ganz schön was an Wasser … Müll gespart, aber Wasser verschwendet?? Bin gerad nachdenklich…. was denkt Ihr dazu?

    • Hallo Fjonka!

      Das war der Punkt wo mir klar war, dass ich waschbares Toilettenpapier brauche 😉

      Also – das Wasser für das Spülen von Binden und WC-Tüchern finde ich nicht so schlimm, ist auch nicht so viel, ich weiche alles in einem Kübel mit wenig Wasser ein. Alle gemeinsam, da kommt nicht viel zusammen.

      WC-Spülung ist mir jetzt nicht unheimlich viel mehr vorgekommen, weil ich ja auch gleich immer Wasser gelassen habe, da waren vielleicht 2-3x zusätzlich auf den Tag verteilt.

      Das Bleichen der Tampons ist extrem wasser- und energieaufwendig. Auch für die Pflanzenfasern selber fällt virtuelles Wasser an. Um ein Kilo Baumwolle herzustellen braucht es bis zu 30.000 Liter Wasser.

      Also ich sage Dir, die 3-5 l für 1 x zusätzlich spülen fallen da echt nicht ins Gewicht.

      Schau mal, hier habe ich über das Thema virtuelles Wasser geschrieben.

      https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2014/10/03/wie-viel-wasser-verbraucht-der-mensch/

      lg
      Maria

      • Hm, also einerseits muß ich dann vielleicht noch ein wenig an der Methodik feilen (einweichen statt auswaschen?) 😉 was die WC-Gänge angeht, so bin ich heute allerdings über ein Dutzend Mal unterwegs gewesen, wo ich sonst am Tag 4x laufe.
        An die Herstellung der Tampons selbst hatte ich wohl gedacht – nicht aber an die Herstellung der Grundstoffe … so werde ich alles in allem heute wahrscheinlich trotzdem noch ein winziges Bißchen die Welt verbessert haben 😉
        Die Grafik im verlinkten Beitrag finde ich sehr interessant, man macht sich ja keinen Begriff…. ich glaube, die werde ich meinen BlogleserInnen auch mal vorstellen!

      • Hallo Fjonka!

        Ja, man glaubt es gar nicht, aber die Herstellung von Baumwolle, speziell konventionelle Baumwolle braucht extrem viel Wasser!

        Ich glaube, Du hast wirklich eine ganze Menge gespart in Wahrheit.

        Und die Sache mit einweichen ist super. Ich habe einen Kübel und sammle alle „Fetzerl“ darin mit ganz wenig Wasser bedeckt. Und am Abend wird noch einmal kurz durchgedrückt und 1 x geschwemmt und fertig. Braucht nicht viel Wasser und ist außerdem viel arbeitsschonender, ich bin nämlich echt grundfaul bzw. mache es mir einfacher wo es geht 😉

        lg
        Maria

  16. Pingback: Müll reduzieren während den Tagen – Teil 8. | widerstandistzweckmaessig

  17. Liebe Maria,

    vielen Dank für diese spannende Artikelreihe!

    Ich habe in den letzten Monaten manchmal frei menstruiert, ohne vorher davon gehört oder gelesen zu haben. Ich hatte es für einen Zufall gehalten, aber jetzt bin ich neugierig und werde beim nächsten Zyklus üben.

    Nach der ersten Geburt habe ich schon mal lange darüber nachgedacht, dass die Industrie Unsummen damit verdient, uns Frauen alle möglichen Einlagen zu verkaufen: Binden, Tampons, Slipeinlagen, Wochenbetteinlagen (in viel zu großen Packungen! Ich hatte eine angefangene Packung von einer Freundin übernommen und nach zwei Geburten noch einmal weiter verschenkt!), Stilleinlagen, Einweg-Wickelunterlagen und Windeln. Ein Wunder, dass wir noch keine Sabbereinlagen vor dem Mund oder unter der Nase tragen müssen. 😉

    Schlimm genug, dass wir so lange nicht bescheid wussten.
    Aber wir sollten dieses Wissen unbedingt an junge Mädchen weitergeben!
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass eine frei menstruierende Frau ihr Wissen und die Technik beim Gebären nutzen kann. Gibt es darüber Erfahrungen oder Studien?

    Ich les mich gerade quer durch Dein Blog.
    Vielen Dank für das viele Lob zu meinen Reparaturen und dass Du mein Blog Deinen Leser_innen empfohlen hast. Ich freu mich, dass es Dir so gut gefällt.

    Liebe Grüße,
    Henriette

    • Hallo Henriette!

      Und mich freut es, dass Dir mein Blog und vor allem diese Serie, die mir wirklich sehr am Herzen liegt, gefällt.

      Bei mir war es auch eher eine sehr natürliche Entwicklung. Nach 3 Tagen Tampons habe ich einfach damit aufgehört und das hat dann alles einfach so geklappt. Jetzt weiß ich, dass das Kind einen Namen hat.

      Mit mir können sie mittlerweile nichts mehr verdienen und das fühlt sich sehr gut an!

      Ich bleibe dabei!

      lg
      Maria

  18. Hallo Maria!

    Fleißig wie ich bin, habe ich mir deine Beiträge zum Thema nachhaltige Monatshygiene noch einmal brav durch gelesen, nachdem du mir ja den Link nochmal hast zukommen lassen 😉
    Deine Methode mit den Stoffbinden in Kombination mit der freien Menstruation finde ich spannend, klingt für mich jedoch umständlich und etwas unsicher. Ich bin da, glaub ich, etwas bequemer und werde deshalb die Menstruationstasse ausprobieren.

    Zur freien Menstruation möchte ich noch kurz meinen Input abgeben: bei mir funktioniert das nicht. In der Nacht würde ich es nicht schaffen, drei Mal aufzustehen, um aufs Klo zu gehen, weil ich einen extrem festen Schlaf habe. Und hin und wieder passiert es mir, dass ich glaube, dass meine Tage schon vorbei sind und dann doch noch etwas nach kommt, ohne es zu spüren. Aber vermutlich gibt es Methoden, um das Spüren besser zu lernen. Aber wie du berichtest: im Berufsalltag stelle ich mir das ziemlich schwer vor.

    Zu den Regelschmerzen: ich kann nicht bestätigen, dass sie in Zusammenhang mit Tampons stehen, aber das ist bestimmt von Frau zu Frau verschieden. Ich habe früher ganz selten welche verwendet, heute gar nicht mehr, weil am Beginn meiner Tage unten rum alles krampft. Bevor ich die Pille verschrieben bekam, waren der erste Tag meiner Tage (eben ohne Tampon wegen der Verkrampfung) meist mit extremen Schmerzen, Kreislaufkollaps, Durchfall, Erbrechen und Schüttelfrost (genau in dieser Reihenfolge) verbunden. Seit ich die Pille nehme, habe ich maximal ein leichtes Ziehen. Ich habe extrem Angst davor, dass die Schmerzen inkl. der anderen Begleiterscheinungen wieder kommen und scheue deshalb davor, die Pille abzusetzen, obwohl mir ihre ganzen Nebenwirkungen bekannt sind. Wenn du einen Tipp für eine Alternative für mich hast, bin ich sehr dankbar.

    Und: Ich schreibe gerade ebenfalls einen Blogbeitrag über das Thema nachhaltige Monatshygiene, weil es für mich nun endlich auch ein Thema ist, und habe mir erlaubt, auf deine tollen Beiträge zu verlinken, da ich vermutlich nicht so viel ausprobieren werde, wie du es hast.

    Liebe Grüße
    Sabrina

    • Ich war bei den Stoffbinden auch erst skeptisch und habe sie zunächst nur an den schwächeren Tagen ausprobiert. Ich war aber sofort begeistert. Stoff fühlt sich da viel schöner an als diese Plastikdinger. Und es riecht auch nicht so fies.
      Ich mache mir auch nicht die Mühe mit der Näherei. Ich habe einfach ein altes, schwarzes T-Shirt in mehrere Stücke zerschnitten und passend gefaltet. Im Badezimmer und in der Handtasche finde ich ein schwarzes Stück Stoff auch viel diskreter. Inzwischen benutze ich nur noch schwarze Stoffstücke.

      Also, wenn Ihr neugierig seid, probiert es einfach mal aus!

      Liebe Grüße,
      Henriette

      • Hallo Henriette!

        Danke für Deine Anregung mit dem schwarzen Shirt! Und freut mich total, dass es doch viel mehr Frauen gibt als gedacht, die Stoff verwenden.

        Ich finde ja auch dass Stoff viel angenehmer ist. Und die Sache mit dem Geruch ist ja sowieso das Ärgste. Nachdem die Wegwerfbinden so eklig riechen, trauen sie so viele wegen dem Geruch nicht auf Stoff umzusteigen, weil sie Angst haben, dass es ärger riecht.

        Dabei ist genau das Gegenteil der Fall!!!

        Danke, dass Du es hier thematisiert hast!

        lg
        Maria

    • Hallo Sabrina!

      Vielen lieben Dank für Dein langes Kommentar, ich freue mich sehr über den Austausch mit Dir!

      Vielleicht zur weiteren Erklärung bezüglich der freien Menstruation. Wenn ich es spüre, dann ist es schon zu spät, man kann das Blut nicht zurück halten.

      Es geht vielmehr darum, in einem gewissen Rhythmus die Toilette aufzusuchen und dann bewusst das Blut abzulassen. Das geht nämlich schon, wie gesagt umgekehrt das Zurückhalten nicht.

      Damit komme ich meist sehr gut zurecht, auch in der Arbeit hat es weitgehend geklappt.

      Das mit den starken Regelschmerzen kenne ich auch aus meiner Zeit vor den Kindern. Nach meinen beiden Schwangerschaften ist das zum Glück nicht mehr wieder gekommen.

      Auf Deinen Beitrag dazu bin ich schon sehr gespannt und danke Dir fürs Verlinken!

      lg
      Maria

      • Danke für die Infos, da hab ich dann etwas falsch verstanden. So kann ich mir das etwas besser vorstellen.
        Ja, meine Mutter meinte auch immer, dass die Schmerzen ab dem ersten Kind wahrscheinlich Geschichte sein werden. Es ist zur Zeit nur keines geplant.
        Ja, auf meinen Bericht bin ich auch schon gespannt 😉

        Liebe Grüße
        Sabrina

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