selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Toilettentücher

Mein offener Brief an Danke hat ja leider genau gar nichts gebracht. Ich habe noch nicht einmal eine Antwort auf mein Mail bekommen und auch meine nochmalige Nachfrage per Mail blieb ohne Reaktion.

Aber ich bin halt wirklich sehr stur und nachdem die Plastikverpackung vom WC-Papier einen großen Teil von meinem monatlichen Plastikmüll ausmacht, habe ich nach anderen Möglichkeiten gesucht.

Was bisher geschah

Die Alternative von Sandra Krautwaschl und einigen anderen mit den zerschnittenen Papierhandtüchern kommt für mich nicht in Frage. Das ist mir dann doch zu grob.

Mein erster Versuch mit waschbarem WC-Papier während des Projektes „plastic free july“ ist gescheitert.

Eine Analyse des Scheiterns ergab, dass ich das falsche Material verwendet habe. Für den ersten Versuch habe ich, um weiteren Aufwand zu vermeiden, einfach Waschlappen verwendet. Das Material war mir eindeutig nicht sanft genug und nach wenigen Tagen habe ich aufgegeben.

meine waschbaren Toilettentücher für das WC

meine waschbaren Toilettentücher für das WC

Ich mach mir die Welt…

Nachdem ich in letzter Zeit sehr viel aus Flanellstoff genäht habe und dieser wirklich sehr angenehm weich ist, habe ich den waschbaren Toilettentüchern noch eine Chance gegeben.

Der Rest von einem übergroßen Flanell-Nachthemd, dessen Unterteil eine Brottasche für Lebensmittelabholungen für foodsharing wurde, kam gerade recht.

Ich habe für meinen neuen Versuch daher 20 Stück waschbare Toilettentücher genäht, die ich für das „kleine Geschäft“ verwende. Für mehr bin ich nicht bereit, auch ich habe meine Grenzen.

Anleitung:

Material:

Flanellstoff, am besten von einer Bettwäsche oder einem etwas dickeren Flanellhemd.
Ich habe den Oberteil von einem Nachthemd aus Flanell verwendet.

Zuschnitt: 24 cm x 20 cm bzw. 12 cm x 40 cm bis 24 cm x 25 cm bzw. 12 cm x 50 cm

Fertige Toilettentücher: 12 cm x 20 cm bis 12 cm x 25 cm

Der Zuschnitt ist geschafft

Der Zuschnitt ist geschafft

Ich habe aber ehrlich gesagt nicht genau gemessen. Da ich den gesamten Rest vom Nachthemd verwenden wollte, habe ich die Stoffstücke so genommen, wie es sich ausgegangen ist. Manche sind deutlich kleiner geworden, einige auch größer. Ich bin da nicht so zickig. Orientiert habe ich mich an 2 Blatt WC-Papier.

Die hier angegebenen Maße sind jedoch ziemlich perfekt finde ich, damit bin ich am besten zurecht gekommen.

gut gebügelt ist schon halb genäht

gut gebügelt ist schon halb genäht

Nähen:

Das zugeschnittene Stoffteil wird in der Hälfte zusammen gelegt, gut gebügelt und mit Zickzack-Stich umnäht. Fertig, mehr ist nicht zu tun.

...und schon fertig!

…und schon fertig!

Aufbewahrung:

Den Zuckertopf, den ich irgendwann am Flohmarkt gekauft habe, um Gemüse darin aufzubewahren, hatte ich eigentlich schon aussortiert, weil er nicht so praktisch war wie gedacht. Er stand schon bereit in den Kostnixladen gebracht zu werden.

Nun bewahre ich im Topf die sauberen Toilettentücher auf. Ich finde ihn insofern besonders gut geeignet, weil er in Form und Größe einer WC-Papier-Rolle ähnlich sieht.

Das finde ich gerade sehr lustig ebenso wie die blass-gelbe Farbe meiner Toilettentücher, die dem gängigen WC-Papier entspricht.

super Aufbewahrungsmöglichkeit im WC

super Aufbewahrungsmöglichkeit im WC

Erfahrungsbericht:

Was soll ich sagen, ich bin begeistert. Das ist ja sogar noch weicher als das weichste WC-Papier. Endlich habe ich eine wirkliche Alternative gefunden und bin sehr zufrieden.

Von der Hygiene her betrachtet sehe ich auch kein Problem, da ich, wie bereits geschrieben, für das „große Geschäft“ nach wie vor Papier verwende.

Die 20 Stück haben bis jetzt immer gereicht, weil ich doch alle 2-3 Tage eine Maschine Wäsche habe.

Da der Stoff recht dünn ist, trocknen die Tücher wirklich sehr schnell an der Wäscheleine. Bereits nach wenigen Stunden auf der Leine sind sie wieder einsatzbereit.

Ökobilanz:

Ökologisch betrachtet ist das für mich die perfekte Lösung. Der Stoff stammt aus einem gebrauchten Teil, das seinerseits sogar bereits ein Rest war, ich habe nichts Neues gekauft. Die Nähzeit war überschaubar klein, innerhalb von weniger als einer Stunde hatte ich 20 Stück Toilettentücher zugeschnitten und genäht.

Der Verbrauch vom WC-Papier hat sich seitdem drastisch reduziert, mit einer Packung komme ich nun gut doppelt so lange aus. Den durch WC-Papier anfallenden Plastikmüll konnte ich damit halbieren.

Bei der Wäsche fallen die kleinen Tücher nicht ins Gewicht, die passen auch dann noch in die Waschmaschine, wenn sonst nichts mehr Platz hat.

Toilettentuecher collage

Ergänzung:

Nachdem mir vor einiger Zeit ein kaputtes Flanell-Hemd in die Hände gefallen ist, habe ich ein paar Stück zusätzlich genäht, damit es noch entspannter ist.

Diesmal habe ich mir den Luxus gegönnt, wirklich nach Maß zu arbeiten. Sie sind alle gleich groß in der oben angeführten Größe. Mit den Karos war das Zuschneiden auch sehr lustig und einfach.

wir waren einmal ein Herrenhemd

wir waren einmal ein Herrenhemd

Da es 2 Toiletten in meinem Haus gibt, passt das auch insofern sehr gut, weil nun jedes WC seine eigenen Toilettentücher hat.

Im Kostnixladen habe ich einen großen Topf gefunden, der darf nun im 2. WC bereit stehen.

so bewahre ich die Toilettentücher im 2. WC auf

so bewahre ich die Toilettentücher im 2. WC auf

Fazit:

Ich teste die waschbaren Toilettentücher bereits seit fast 3 Monaten und bin nach wie vor sehr zufrieden. Mein Verbrauch von WC-Papier hat sich auf rund 3 Rollen pro Monat reduziert. Das finde ich ganz gewaltig! Mir war vorher nicht bewusst, dass mein Anteil am Verbrauch doch so deutlich größer ist als der von Herrn Widerstand.

Insgesamt besitze ich nun ca. 35 waschbare Toilettentücher und damit geht sich das sehr gut aus. Auch wenn ich einmal nicht gleich zum Waschen komme, sind immer genug da. Dass jedes WC nun seinen Extratopf hat, ist eine sehr gute Lösung.

Für mich eine absolut perfekte widerstandistzweckmäßig-Aktion!


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Diesen Beitrag verlinke ich zur neuen Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog foolfashion durchgeführt.

Weiteres verlinkt zu Create in Austria, Upcycling Dienstag, Creadienstag, Scharly Klamotte, HoT und Nähfrosch.


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63 Kommentare zu “selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Toilettentücher

  1. Hallo Maria!

    Hab auch schon mal davon gelesen und für das kleine Geschäft stelle ich mir durchaus sehr angenehm vor.

    Bei welcher Wäsche lässt du die Tücher denn mitlaufen? Oder ist das eher egal? Die Stofftaschentücher werfe ich immer zur Handtuch/Geschirrtücherwäsche. Aber Toilettentücher und Geschirrtücher in der gleichen Maschine…ich weiß ja nicht.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Ich unterscheide da nicht so penibel, gewaschen werden sie mit der hellen Buntwäsche.

      Wer da Bedenken hat, kann sie vorher kurz im Waschbecken oder einer Schüssel/Kübel ausschwemmen.

      Das mache ich z.B. wenn ich die Menstruation habe immer.

      Es fallen ja gar nicht so viele an und sie sind so klein, da sind das ein paar Handgriffe, das ist es mir wert.

      lg
      Maria

    • Hallo Rabin!

      Danke schön für Deine Rückmeldung.

      Die Veränderung hatte vor allem mit meiner Beschäftigung mit den Stoffbinden und der freien Menstruation zu tun. Das hat auf einmal nicht zusammen gepasst mit dem WC-Papier und so habe ich eine Alternative gesucht.

      lg
      Maria

  2. Ich würde gern mehrfach „gefällt mir“ drücken. Super! Das teste ich auch. Danke für die wiedermal sehr ausführliche Beschreibung und tolle Anregung. Liebe Grüße, Summer

    • Hallo Summer!

      Vielen lieben Dank für Dein Kommentar, habe mich sehr gefreut darüber.

      Ja, der Beitrag ist irgendwie gewachsen, ich denke man sieht das auch. Ich habe ihn vorbereitet und noch nicht gepostet, dann habe ich noch einmal genäht und so ist er in Stücken entstanden und zeigt fast ein bisschen einen Weg.

      Freut mich sehr, dass er Dich so anspricht!

      lg
      Maria

  3. Hallo Maria,
    was für eine abgefahrene Idee! Wow! Mich würde noch interessieren, ob du dann noch einen extra Topf für die benutzten Tücher hast und ob du die dann einfach da reinwirfst oder wie z.B. die Binden irgendwie einweichst oder vorwäschst?
    Liebe Grüße
    Mathilda

    • Hallo Mathilda!

      Während der Mens werden sie eingeweicht und vorgewaschen.

      Ansonsten lasse ich sie in meinem Wäscheraum trocknen und gebe sie einfach zur Wäsche dazu. Die paar Tröpfchen stören mich nicht.

      Trocknen der Tücher ist schon wichtig. Sie riechen übrigens GAR nicht!

      Wenn man Bedenken bezüglich der übrigen Wäsche hat, kann man sie einfach unmittelbar vor der Wäsche in einem Kübel oder dem Waschbecken kurz durchschwemmen und dann erst mitwaschen.

      lg
      Maria

      • Hallo Maria,
        das heißt, wenn du eins deiner selbst gemachten Toilettentücher benutzt hast, hängst du es direkt in deinen Wäscheraum? Ich steh grad ein wenig auf dem Schlauch.
        Liebe Grüße! Mathilda

      • Hallo Mathilda!

        In meinem Abstellraum sammle ich die Schmutzwäsche, das ist also mein Wäscheraum. Darin habe ich Aufhänger und Möglichkeiten, feuchte Wäsche zu trocknen, bevor sie in den Schmutzwäschekorb kommt.

        Unter anderem habe ich da einen kleinen Aufbewahrungswagen aus Metall, am Rand davon kann ich feuchte Waschlappen, meine Abwaschtücher und eben auch die Toilettentücher drüber legen um sie zu trocknen.

        Danach, wenn alles trocken ist, wandert alles in die Schmutzwäsche.

        Ich finde es total wichtig, dass nur ganz trockene Sachen im Schmutzwäschekorb landen, weil sonst alles zu müffeln beginnt.

        Ich lüfte und trockne meine gesamte Kleidung, bevor ich sie in die Schmutzwäsche werfe.

        lg
        Maria
        Ich lüfte meine Wäsche immer bevor ich sie in den Schmutzwäschekorb werfe!

  4. Ho, ho, ho – Maria die Mutige!
    Dein Forschergeist ist wirklich bewundernswert!
    Wir lieben ja unsere Papier-Handtuch-Stücke. Der erste Karton war wirklich wenig luxuriös, aber mittlerweile haben wir dickere und weichere Tücher. Die fühlen sich gar nicht mehr nach Ökoaskese an. In München in einem kleinen plastikfreien Laden gibt es nun auch Toilettenpapier-Rollen und die Vorbestell-Liste ist schon wahnsinnig lang. Dieses Thema treibt die Leute echt um.
    Zero waste zu gehen ist natürlich noch cooler und in der Zuckerdose schaut das ganze System auch absolut perfekt aus.
    LG Zora

    • Hallo Zora!

      Danke schön *grins*

      Das ist ja spannend, dass es in dem unverpackt-Laden auch unverpacktes WC-Papier gibt.

      Vor kurzem war ich im Wiener Geschäft und da habe ich keine gefunden.

      Ja, mit meinen beiden Töpfen samt Inhalt bin ich jetzt wirklich zufrieden und ich bin froh, nicht weiter suchen zu müssen.

      lg
      Maria

  5. Hallo, ein interessantes Thema, aber was mir Sorge macht: noch ist kein Sommer mit über 30°. Das wird noch ein übler Geruch werden, der da durch Deine Wohnung zieht; oder meinst Du nicht? Ich denke mit gruseln an manch alte Leute, bei denen es zu Hause so riecht. LG Beatrice

    • Hallo Beatrice!

      Wir hatten bereits mehrfach Tage weit über 30° und es hat nie etwas zu riechen begonnen. Alle 2-3 Tage wird gewaschen. Ohne jetzt zu direkt werden zu wollen – da landen ja keine Unmengen von Urin in den Tüchern, es sind nur ein paar Tröpfchen. Wenn man ausreichend trinkt riecht das überhaupt nicht!

      Ich bin ein extrem geruchsempfindlicher Mensch, ich würde es nie wollen, dass es bei mir eklig riecht, das würde ich selbst nicht aushalten.

      lg
      Maria

  6. Hallo Maria,

    ja, das Thema steht bei mir auch noch an … Nachdem ich letzte Woche aus alten Shirts neue Küchentücher genäht habe, könnte ich ja eigentlich für die Toilette weitermachen;-).

    Toll, dass Du es schon umsetzt!

    Viele Grüße aus Berlin,
    Anja

    • Hallo Anja!

      Auf die Idee bin ich ja gekommen, als ich die Stoffbinden selbst genäht habe. Da habe ich einfach einen Versuch gestartet, war zufrieden und habe dann einfach umgesetzt.

      Man kann sicher Shirts auch verwenden, ist einen Versuch wert.

      lg
      Maria

  7. Hallo Maria,
    das ist genau mein Thema. Nachdem ich, angeregt durch deine Menstruations-Serie , aus einem Packen alter Lenya-Frottierwindeln Faltbinden genäht und nun den 3. Zyklus erfolgreich im Einsatz habe, musste ich in letzter Zeit immer wieder an diesen nächsten Schritt denken. Es freut mich, dass Du so gute Erfahrungen damit gemacht hast und ermutigt mich, mich doch wieder an die Nähmaschine zu setzen, zumal ich noch Reste von den Frottierwindeln habe. Vielen Dank für den passenden Beitrag und liebe Grüße
    Susanne

    • Hallo Susanne!

      Freut mich, dass Du das auch so ähnlich erlebst. Auch für mich war es eine klare Konsequenz aus der Sache mit den Stoffbinden.

      Die Toilettentücher sind auch nicht unhygienischer als ein Slip, der den ganzen Tag getragen wurde.

      Auch bezüglich Geruch noch einmal der Hinweis – ein Slip, der den ganzen Tag getragen wurde, riecht wesentlich mehr als so ein gebrauchtes Toilettentuch.

      Und beim Slip würde auch keiner auf die Idee kommen wegen Hygiene und so Bedenken zu haben.

      lg
      Maria

      • Hallo Maria,
        also wegen des Geruchs mache ich mir gar keine Gedanken – Deinem Beispiel mit den Slips ist nichts mehr hinzuzufügen 😉
        Aber sag mal, Deine Kinder sind schon aus dem Haus, wenn ich richtig gelesen habe? Meine beiden Töchter (17 und 15) beobachten das, was ich da so machen manchmal ganz schön kritisch. Das macht mir aber nichts aus. Ich möchte niemanden missionieren, beziehe aber zu solchen Themen einen klaren Standpunkt.
        Gruß Susanne

      • Hallo Susanne!

        Ja meine Kinder sind schon außer Haus. Aber selbst wenn sie da wären, ich würde niemanden überreden wollen. Das sind meine höchst persönlichen Schritte und es soll auch niemand darunter leiden.

        Ich habe – bevor ich das angegangen bin – auch mit Herrn Widerstand gesprochen ob ihn das stören würde oder er etwas dagegen hat, wenn ich die Toilettentücher mit der normalen Wäsche mitwasche.

        Die persönliche Freiheit endet da, wo die Freiheit des anderen beginnt.

        lg
        Maria

  8. Liebe Marie, die Idee finde ich super und es sieht auch noch nett aus! Ich frage mich nur, wie bewahrst du die benutzten Tücher in den Badezimmern auf bis sie dann gewaschen werden? Hast du da auch eine praktische und optisch ansprechende Lösung? Beste Grüße, Alina

    • Hallo Alina!

      In einem anderen Kommentar habe ich schon etwas ausführlicher darüber geschrieben.

      Wichtig ist aus meiner Sicht, die Toilettentücher zu trocknen und getrocknet aufzubewahren.

      Meine Schmutzwäsche bewahre ich im Abstellraum auf und da habe ich einige Aufhängungsmöglichkeiten, auch für verschwitze Shirts, Sportsachen und meine Abwaschtücher und Waschlappen.

      Da reihen sich nun die Toilettentücher ein. Danach kommen sie einfach zur Schmutzwäsche dazu.

      Optisch ansprechend ist das nun nicht, aber sehr praktisch, zumal sie nach rd. 1 Stunde bereits trocken genug sind um weggepackt zu werden.

      lg
      Maria

  9. Was für eine tolle Sache, Maria!
    Mir gefällt ja auch sehr gut, die zwei verschiedenen Varianten für die unterschiedlichen Toiletten.
    Liebe Grüße Nadine

  10. Darüber habe ich tatsächlich noch nie nachgedacht. Ob ich zu dieser Sparmaßnahme bereit wäre? Da muss ich wohl noch mal in mich gehen.
    Das Geld vom Zaun zu entfernen macht übrigens nihcts kaputt – es ist ja nur mit Draht befestigt und der Zaun hat dann einfach ein bisschen größere Abstände zwischen den Latten. 😉

    Gruß, Katja

    • Hallo Katja!

      Danke, dass Du extra auf meinen Blog geschaut hast, um mir auf meine Frage zu antworten. Das finde ich total nett!!!

      Zur Sache mit den Toilettentüchern – ich empfinde es selbst nicht als Sparmaßnahme und keinesfalls als Einschränkung. Im Gegenteil, es ist ein nächster logischer Schritt.

      Allerdings war ich z.B. vor einem Jahr noch nicht dazu bereit, es ist vieles einfach eine Sache von Entwicklung.

      Man sollte nie etwas machen, wobei man sich nicht wohl fühlt. Das hat gar keinen Sinn, denn das wäre sowieso nicht von Dauer.

      lg
      Maria

  11. wow! auf diese Idee wäre ich noch nie gekommen! aber ja! warum eigentlich nicht? ich verwende seit jahren „waschlappen“ statt feuchttüchern für die kinder (da kommen bei einigen windeljahren einiges zusammen) und deswegen kann ich es mir gut vorstellen, dass das funktioniert vielleicht schneid ich mir da auch mal was zurecht 😉
    glg andrea
    http://liebedinge.blogspot.com

    • Hallo Andrea!

      Ich habe meine beiden Kinder mit Stoffwindeln gewickelt und statt Feuchttüchern ebenfalls Waschlappen verwendet. Die viele Chemie hat den Popos gar nicht gut getan, Wasser alleine war besser.

      Vielleicht verliert man durch Kinder auch ein wenig die Scheu vor Ausscheidungen?

      Danke für Dein Kommentar!

      lg
      Maria

  12. Ich finde deine Idee super und werde das auch ausprobieren. Es ist wirklich unfassbar, wieviel Toilettenpapier wir (2 Personen) verbrauchen. Zu manchen Zeiten im Monat natürlich entsprechend noch viel mehr. Wenn ich das sinnvoll reduzieren kann, noch dazu hautfreundlich, werde ich das beibehalten. Danke für den guten Artikel. 🙂

    lg
    Conny

    • Hallo Conny!

      Freut mich sehr, dass Dir meine Anregung gefällt. Bei mir war schließlich auch ausschlaggebend, waschbare Stoffbinden zu verwenden in Kombination mit der freien Menstruation. Irgendwie habe ich da plötzlich ganz viel WC-Papier gebraucht und hatte den Eindruck, dass das nicht konsequent ist und es doch etwas anderes noch geben müsste.

      Die Tücher sind schnell genäht und wenn man ein altes Teil verwendet, das man sowieso weggeben würde, dann kostet es nicht mal was, es zu versuchen.

      lg
      Maria

  13. Flanell, das werde ich mir merken! Alles andere stimmt mit deinem Post überein, nur dass ich Baumwolltücher nehme, die ich noch von der Stoffwickelzeit über habe. Machen deine Kinder mit (oder der Mann)? Meiner findet es ekelig, ich bin begeistert, weil wieder weniger Müll ensteht :).
    LG Kathrin

    • Hallo Kathrin!

      Danke für Dein Kommentar. Meine Kinder sind schon ausgezogen und mein Mann braucht nur für das große Geschäft Toilettenpapier, hat selbst also keinen Bedarf.

      Aber er findet das ganz ok und gar nicht eklig. Ich habe das vorher auch mit ihm besprochen und er war damit einverstanden, dass ich die Tücher einfach so mit der Wäsche mitwasche.

      Die Baumwolltücher aus der Wickelzeit aufzubrauchen ist eine super Idee! Ich habe damals alle am Flohmarkt verkauft.

      lg
      Maria

  14. Hallo Maria,
    jetzt muss ich noch mal was loswerden 😉
    Beim frühmorgendlichen Gang mit dem Hund (da kann man so schrecklich gut nachdenken) hab ich meinen Weg mit den benutzten Toilettentüchern gefunden. Ich lege sie einfach ins Waschbecken und wasche meine Hände (mit Olivenölseife). Dabei werden sie perfekt durchgespült, danach kurz ausgedrückt und kommen dann zum Trocknen auf den Heizkörper bevor sie in die Schmutzwäsche wandern.
    LG und einen schönen Tag
    Susanne

  15. Hallo Maria!

    Mich juckts ja in den Fingern, das einfach mal zu probieren. Allerdings stell ich mir grad die Frage, wo ich die Dinger trocknen sollte. Wir leben zu zweit auf 42m² und es ist alle seehr knapp bemessen.

    Dein Beispiel mit der Unterwäsche fand ich übrigens wahnsinnig inspirierend. Wenn man das so sieht, ist es auf einmal überhaupt nicht mehr „ihhh“ die komplette Wäsche zusammen zu waschen. Unterwäsche und Geschirrtücher schmeiße ich immer zusammen. Also von daher….

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Also in erster Linie muss man sich einmal klar machen, dass das keine großen Mengen sind.

      Wenn man arbeitet kommen pro Tag vielleicht 5 Tücher zusammen und die sind wirklich nicht groß und trocknen echt schnell. Sie sind ja nicht nass nur ganz wenig feucht.

      In einer Stunde sind die trocken, d.h. danach kann man das Teil ja schon in die Schmutzwäsche packen.

      Ich weiß jetzt nicht welche Wäschetonne Du hast, eine Möglichkeit ist z.B. sie einfach an den Rand der Wäschetonne zu hängen. Wenn das nächste dazu kommt, dann wirft man es gleich rein. Oder macht das am nächsten Tag in der Früh.

      Es ist wirklich viel einfacher als man denkt!

      Also trau Dich ruhig!

      lg
      Maria

  16. Liebe Maria,

    vielen Dank für die Inspiration! Manchmal stehe ich auf dem Schlauch und denke mir „ganz oder gar nicht“ und dein Hinweis, dass ich ja auch zwischen kleinem und großem Geschäft einen Unterschied machen kann, ist Gold wert… Vielen Dank! Ich finde deine Berichte immer sehr realitätsnah und bodenständig, das stubbst mich immer wieder an, noch einen Schritt weiter zu gehen.
    Und: Viel Spaß im Urlaub!

    Viele Grüße,
    E

    • Hallo E!

      Ja, das ist das „Geheimnis“, das wirklich vieles einfacher macht.

      Es gibt nicht nur schwarz und weiß sondern ganz viele Grautöne dazwischen.

      Auch beim Plastik ist es so – deshalb sage ich immer lieber „reduzieren“, weil es das für mich sichtbarer macht und lehne zerowaste als Begriff eigentlich ab.

      Schön, dass ich Dir damit weiterhelfen konnte und natürlich vielen Dank für die lieben Wünsche!

      lg
      Maria

  17. Hallo Maria,

    drei Rollen Toilettenpapier im Monat ist wirklich sehr gering! In unserer WG (3 Personen) verbrauchen wir das an drei Tagen. :/

    Am Po stelle ich mir den Flanell aber auch sagenhaft luxuriös vor. 🙂

    Lieber Gruß,
    Philipp

  18. Hallo Maria,
    dankeschön für den tollen Artikel! Die Sache mit dem Klopapier wurmt mich auch schon eine Weile und Du scheinst eine gute Lösung gefunden zu haben. Das muss ich unbedingt auch ausprobieren.
    Habe ich das richtig verstanden, dass Dein Partner und Deine Gäste weiterhin stinknormales Klopapier benutzen? Ich weiß nämlich nicht, ob sich jeder damit wohlfühlt. So eine undogatische Zwischenlösung ist da wahrscheinlich am besten.

    • Hallo Marie!

      Ja, ganz genau. Es gibt natürlich weiterhin ganz normales WC-Papier (recycling natürlich), das ich selbst ebenfalls für das große Geschäft verwende.

      Gäste bekommen davon gar nichts mit, da der Topf im unteren WC, das auch die Gäste verwenden, ja einen Deckel hat (siehe Bild).

      Ich würde nie so weit gehen, jemandem anderen meinen Lebensstil aufzuzwingen, das fände ich nicht richtig.

      lg
      Maria

      • Tolle Idee, mit der WC-Papier-Reduktion. Ging ja früher auch ohne, auch bei Mens-Binden wurde die Strick-Häkel Variante mit Mullkern(kochfest) noch von meiner Mutter angewendet.
        Ein Gedanke, da Du ja auch einen Mens-Schwamm vorstellst:
        Die alten Römer hatten auch einen WC-Schwamm (jeder seinen privaten) der in konzentriertem Essig aufbewahrt wurde (wegen der Hygiene). Vielleicht eine Anregung für Dich?
        Liebe Grüsse, Ambrosia (Claudia)

      • Hallo Claudia!

        Danke schön für Dein Kommentar! Interessante Variante – Strick/Häkelvariante mit Mullkern klingt spannend. Kannte ich bis jetzt noch nicht.

        Auch vom WC-Schwamm habe ich bis jetzt noch nichts gehört, muss ich mich doch glatt mal schlau machen. Danke!

        lg
        Maria

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  22. hallo,

    es freut mich sehr, dass du und so viele sich darüber gedanken machen!

    ich war dieses jahr in indien und da machen dies (auf dem land zumindest noch) wie folgt: popo mit wasser abspülen und dann mit dem handtuch abtrocknen. ein freund erzählte mir, dass in seiner familie früher jeder ein eigenes kleines handtuch in seiner farbe hatte.

    das ist auch sehr hygienisch, denn was der körper wirklich ausscheiden will, sollte abgewaschen werden, anstatt nur verschmiert wie beim toilettenpapier.

    ich hab neben der toilette eine kleine schüssel, in der ich warmes wasser gebe. sehr angenehm, vorallem während der menstruation bist du immer frisch!

    liebe grüße

    • Hallo Tanja!

      Vielen herzlichen Dank für Deinen ausführlichen und ausgesprochen anregenden Kommentar.

      Was mir vorkommt ist, dass das mit den Toilettentüchern auch viel besser funktioniert als mit dem Papier, ich habe zumindest ein besseres Gefühl und fühle mich sauberer.

      Vanessa Farquharson hat in ihrem Buch beschrieben, dass sie ein kleines Fläschchen mit Wasser benutzt. Das kann ich mir auch gut vorstellen für zu Hause.

      lg
      Maria

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  24. Hi Maria!

    Bin zufällig auf deinen Blog gestossen. Ich verwende seit 3 Jahren schon selbst gemachte Tücher. Der Anlass war, dass ich in die Wechseljahre kam und das leider mit sehr empfindliche Schleimhäute einher ging und noch geht bei mir. Sprich: Klopapier tat mir einfach weh, wobei es da noch Unterschiede gibt. Das eine ist wohl mehr oder mit aggressiverem Zeugs gebleicht als das Andere..Recyclingpapier genau so wie etepetetepaper..Jedenfalls habe ich mich sehr erschrocken, dass da etwas nicht stimmt. Also liebe Mädels, wenn ihr das hier liest, lasst es euch von „oma“ gesagt sein, näht euch die Tücher und macht damit ausser für die Umwelt was Gutes für eure Gesundheit! Stinken tut bei mir auch nichts, aber dabei kommt es auch sehr auf eine bewusste Ernährung an.
    Liebe Grüsse und Danke Maria für deinen Einsatz!
    Marlene

    • Hallo Marlene!

      Vielen herzlichen Dank für Dein Kommentar, das ich leider erst heute entdeckt habe, weil es aus unerklärlichen Gründen im Spam gelandet war.

      Ich freue mich total über Deine Rückmeldung und das aus zweierlei Gründen. Einerseits natürlich wegen der Sache an sich, dass Du damit vielen Mut machst, dass es gut klappen kann.

      Andererseits, weil ich scheinbar sehr ähnliche Probleme in den Wechseljahren bekommen habe und ich gerade froh bin zu lesen, dass ich damit nicht ganz alleine da stehe, auch wenn das an meiner und Deiner Situation leider nichts ändert.

      Vielen herzlichen Dank!!!

      lg
      Maria

    • Hallo Agathe!

      Freut mich total, dass Dir meine Idee gefällt! Nachdem ich auf Deinem Blog gesehen habe, dass Du ganz viele tolle Sachen nähst, fällt Dir das sicher nicht schwer.

      lg
      Maria

      PS: Beim ersten Mal kommentieren, muss das Kommentar von mir frei geschaltet werden. Ist eh alles angekommen!

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