herbstliches Wastecooking für Gourmets

In den letzten Tagen war es etwas ruhiger bei mir, weil ich immer wieder unterwegs war, um Lebensmittel vor oder auch aus dem Müll zu retten.

Der Grund dafür war das Herbstfest vom Kostnixladen Gratkorn, genauer gesagt das Buffet, das für rund 200 erwartete Gäste gestaltet wurde.

Ich bin schon lange Mitglied bei Foodsharing und so habe ich gemeinsam mit Herrn Widerstand in letzter Zeit ganz besonders viele Lebensmittel vor dem Müll gerettet. Ab und zu haben wir auch nach brauchbaren Lebensmittel in den Containern der Lebensmittelgeschäfte gesucht und leider auch sehr viel gefunden.

Mit großer Liebe und Hingabe wurden die riesigen Lebensmittelmengen, die wir angeschleppt haben, von Brigitte und Hans verkocht.

So lecker kann Wastecooking aussehen

Aus dem Gemüse, Topfen, Joghurt und vielen anderen Lebensmitteln wurden leckere Aufstriche für Brot gezaubert. Neben Kürbisquiche, Gnocchisalat und Minipizza gab es auch frisch gebratene (Grat)Kornlaibchen.

Buffet pikant

Natürlich konnte auch viel Obst gerettet werden, sodass es neben Obstsalat auch eine fruchtige Tiramisutorte (mit Brot statt Biskotten) gab sowie verschiedene Obststrudel gebacken werden konnten.

wastecooking

Mit dem reichhaltigen Buffet konnten gut 200 Menschen verköstigt werden. Es ist immer wieder unglaublich, dass so viele gute und noch genießbare Lebensmittel im Müll gelandet wären.

doppelt hält besser

Und die Reste vom Buffet wurden noch ein zweites Mal vor dem Müll gerettet. In und um Graz gibt es mittlerweile einige Fairteiler mit Kühlschrank, in die ich die Reste der Aufstrichbrote und Minipizzen gebracht habe.


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21 Kommentare zu “herbstliches Wastecooking für Gourmets

  1. Liebe Maria,

    Das ist wirklich ein toller Einsatz! Wahnsinn, wie viele gute Lebensmittel täglich weggeworfen werden aus denen man so leckere Sachen wie auf den Bildern machen kann! Hut ab!

    Liebe Grüße
    Steffi

    • Hallo Steffi!

      Ja, das ist wirklich ein Wahnsinn. Und wenn man dann derzeit auf die Flüchtlingsproblematik schaut, dann bekommt das noch einmal einen ganz anderen Beigeschmack.

      Ich hoffe, die Bemühungen um das Wegwerfverbot von Lebensmitteln gelingt.

      lg
      Maria

  2. Toll Hand in Hand gearbeitet, die Beschaffer und die Köche – und sehr kreativ verwendet. Toll, was man alles daraus machen kann, aber auch erschreckend, wenn man bedenkt, dass es ohne euch im Müll gelandet oder geblieben wäre. Haben die Besucher das auch mitbekommen? Das wäre ja ein guter Denkanstoß …
    LG, Ingrid

      • das ist toll für dich. hier ist’s wohl genau umgekehrt: vor 15 jahren konnte ich noch hinter fast jedem supermarkt die tollste nahrung containern – inzwischen ist dies hier nur noch bei einem bioladen möglich. dort treffen sich dann die freundInnen des containerns 🙂
        klar, der kapitalist will dass konsumiert wird und wehrt sich gegen die selbstbedienung nach ladenschluß. als das containern noch nicht so populär war, war diese art des verbrauches (und als vermeidlicher absatzverlust) für die supermärkte, ganz einfach nicht präsent.
        in diesem sinne – heiter weiter

      • Hallo!

        Mir kommt vor, dass es in den letzten Monaten auch hier deutlich weniger geworden ist.

        Viele Supermärkte arbeiten mit sozialen Einrichtungen zusammen und geben die Lebensmittel weiter.

        Auch die Flüchtlingswelle hat da noch einmal ein Umdenken ausgelöst wie mir scheint.

        Die Entwicklung finde ich gut und auch die Zusammenarbeit mit Foodsharing.

        Je weniger Lebensmittel weggeworfen werden, desto besser.

        lg
        Maria

  3. Wenn ich bedenke wie viel in unsere Kita weggeworfen werden MUSS ! Weil das Essen die Eltern der Kinder bezahlen und es somit Eigentum der
    Eltern ist. Unbezahltes mit essen der Erzieher zählt als Mundraub.Erzieher dürfen die Reste,( den Müll )nicht mit nehmen um ihn zu Hause aufzuwärmen. Eine echte Schande!!! Für mich sind Reste die in den Müll wandern kein Essen mehr. Der Gesetzgeber müsste was ändern. Das Essen ,sobald es nicht mehr auf dem Tisch steht, jeder der möchte mitnehmen kann. Aber bei uns in der Kreisstadt gab es mal einen Vater (Rechtsanwald) der sah eine Erzieherin beim Mittagessn der Kinder und hat dieselbe verklagt wegen Mundraub.Seitdem wird bei uns alles weggeworfen.
    Echt schlimm.

  4. Hallo Maria!

    Das sieht ja mal wieder superlecker aus! Habs am Sonntag leider nicht geschafft. Familienbesuche standen mal wieder in größerem Umfang an.
    Wahnsinn, was die Geschäfte alles wegwerfen. Da bin ich froh, bloß in einer Drogerie und nicht in einem Supermarkt zu arbeiten. Ich könnt das nicht mitansehen, wenn da immer so viel weggeschmissen wird und ich es nicht mitnehmen darf (weil ich dann wegen Diebstahl meinen Job verlieren würd).

    Liebe Grüße, Daniela

  5. Prima Idee – Wastecooking. Bei uns geben viele Supermärkte Ihre „Reste“ oder Waren, die kurz vor Ablauf sind, an die „Tafel“, was auch sehr gut ist. Bei Euch wurde es sogar noch verarbeitet und dann weitergegeben – Respekt für euren Einsatz :-). Wäre doch wirklich eine Schande, die Sachen wegzuwerfen.
    Liebe Grüße, Birthe

  6. Pingback: Monatscollage September 2015 | widerstandistzweckmaessig

  7. Pingback: {EiNaB} im Herbst: Reparieren und Wastecooking | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

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