clean eating – gesünder leben durch gesunde Ernährung #4

In diesem Beitrag möchte ich mich dem Thema „Zucker“ widmen. Wenn man sich mit dem Thema gesunde Ernährung beschäftigt, kommt man am Zucker bzw. der Reduktion der Zuckerzufuhr wirklich nicht vorbei

es wird viel mehr Zucker konsumiert als empfohlen

es wird viel mehr Zucker konsumiert als empfohlen

Ein hoher Zuckerkonsum ist für eine Vielzahl von körperlichen Problemen verantwortlich. Eine von der Weltgesundheitsorganisation Anfang diesen Jahres neu veröffentlichte Richtlinie für die empfohlene Aufnahme von Zucker soll helfen, ungesunde Gewichtszunahme und Zahnkaries besser zu kontrollieren und Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Empfohlen wird die Aufnahme an freiem Zucker auf maximal 5% der täglichen Kalorienzufuhr zu reduzieren. Dies entspricht 25 Gramm Zucker pro Tag (ca. 6 Teelöffel) für einen durchschnittlichen Erwachsenen.

das ist ganz schön wenig

Da geht sich wirklich nicht viel aus mit diesen 25 gr Zucker. Gemeint ist übrigens der künstlich zugesetzte Zucker. Natürlich vorkommender Zucker in Obst wird dabei nicht mit eingerechnet.

Einschränkend muss in dem Zusammenhang jedoch gesagt werden, dass pro Tag nicht mehr als 2 Portionen Obst gegessen werden sollen. Obst enthält von Natur aus sehr große Mengen an Zucker.

so viele süße Versuchungen

so viele süße Versuchungen

Insbesondere industriell hergestellte Joghurtprodukte enthalten sehr viel Zucker, oft mehr als 15 gr pro 100 gr, was bedeutet, dass alleine ein einziger Becher Joghurt bereits bis zu 37 gr Zucker enthält!

Zum Glück gibt es da jedoch zuckerreduzierte selbst gemachte Alternativen.

Auch pikanten Fertiggerichten wird oft Zucker in größeren Mengen zugesetzt, da dieser den Geschmack verstärkt. Am bekanntesten ist das Beispiel „Tomatenketchup“.

den Zuckerkonsum reduzieren

In den letzten 3 Monaten habe ich daher besonderes Augenmerk auf die Reduktion von Zucker gelegt.

Am Anfang war es gar nicht einfach, da ich sehr oft Lust auf Süßes hatte. Aufgefallen ist mir, dass bereits nach kurzer Zeit die Gier immer weniger wurde und mir der Zucker mit der Zeit gar nicht mehr abgegangen ist.

Während dem Urlaub hatte ich viele Tage, wo ich gar keinen Zucker zu mir genommen habe.

Buchtipp

ausgezuckertPatrick Hundt, Mitautor von Blog „Healthy Habits“ hat in seinem Buch „AUSGEZUCKERT – wie Du vom Zucker loskommst“ sehr ausführlich über das Thema geschrieben.

Im Urlaub habe ich dieses Buch in der elektronischen Version gelesen. Patrick erzählt zuerst über seine „Beziehung“ zum Zucker und welche Auswirkung das hatte. Sehr wichtig halte ich das Kapitel „Zucker ist allgegenwärtig“ mit den Informationen, wo sich Zucker überall versteckt, denn nicht nur in Süßigkeiten ist viel zu viel Zucker enthalten.

Den Kernteil mit vielen Praxistipps bildet das Kapitel „Neun Schritte zu weniger Zuckerkonsum“. Man muss nicht alles auf einmal machen und kann sich langsam vom Zucker entwöhnen.

Viele gute Tipps sind auch direkt im Blog „Healthy Habits“, unter anderem im Beitrag „14 Wege Deinen Zuckerkonsum zu reduzieren“, zu finden.

Was mir geholfen hat

Ich habe bereits im Zuge meiner Ernährungsumstellung auf „clean eating“ begonnen den Zucker zu reduzieren. So ist alles sehr langsam gegangen und ich hatte Zeit mich umzugewöhnen.

Dass ich sehr viel selbst zubereite hilft natürlich sehr, denn ich habe selbst in der Hand ob und wie viel Zucker in das kommt, was ich koche.

Zum Süßen habe ich Rohrohrzucker gekauft, der um ein Vielfaches teurer ist als konventioneller raffinierter Zucker. Dadurch gehe ich besonders sparsam damit um. Ein ganz guter Trick finde ich! Von den 500 gr, die ich im Mai gekauft habe, ist noch fast alles da.

Einen weiteren Entwicklungsschritt hat das Buch „Schlank durch Achtsamkeit“ gebracht, wodurch ich begonnen habe langsamer zu essen. Durch Selbstbeobachtung habe ich gelernt, dass ich auf Süßes mit weiterem Hunger auf Süßes reagiere.

Besonders kritisch ist bei mir ein süßes Frühstück, das den ganzen Tag durcheinander bringen kann. Durch viele gute Tipps aus dem Bereich TCM habe ich angefangen warm zu frühstücken, was mir sehr gut tut.

Mehr Bewegung zu machen hat mir geholfen, den Stresslevel niedriger zu halten, was bei mir automatisch auch die Lust auf Süßes reduziert.

Seit Juni esse ich nach 19h nichts mehr, was sehr wohltuend ist. Der Magen hat nun mehr Zeit zur Erholung von seiner Arbeit. Früher habe ich am Abend sehr gerne noch genascht.

der Zusammenhang zwischen Salz und Zucker

Was ich an diesem Sommer besonders genossen habe war die Zeit zur Selbstbeobachtung und zum Müßiggang. Ich konnte experimentieren und habe vieles einfach ausprobiert.

Dadurch bin ich unter anderem draufgekommen, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Zucker und Salz gibt. Je weniger Salz ich zu mir genommen habe, desto stärker ist meine Lust auf Süßes zurück gegangen!

Das hat mich sehr erstaunt, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Es ist nämlich auch umgekehrt, je mehr Zucker desto mehr Lust auf Salz habe ich.

Daher habe ich beides sehr deutlich reduziert und fühle mich seitdem viel wohler und vor allem viel freier.

auch das Salz habe ich reduziert

auch das Salz habe ich reduziert

auf dem richtigen Weg

Ich bin nicht mehr in dem Alter, in dem kleine Sünden so leicht verziehen werden, langsam machen sie sich kleineren und leider auch größeren gesundheitlichen Problemen bemerkbar.

Aus diesem Grund beschäftige ich mich sehr intensiv mit dem Thema und konnte auch schon sehr viel erreichen. Mittlerweile habe ich 12 kg abgenommen und damit bereits 2/3 geschafft. Bis Ende des Jahres möchte ich den Rest schaffen, was eine Gewichtsreduktion von 18 kg aufgeteilt auf 1 Jahr bedeutet.

Ganz schön langsam wird sich vielleicht mancher denken. Aber je langsamer etwas entsteht desto nachhaltiger ist der Effekt. Ich hatte während der Zeit nie das Gefühl auf wahnsinnig viel zu verzichten und kann mir gut vorstellen, einfach so weiter zu machen. Natürlich ohne weiter abnehmen zu wollen, einfach um mich weiter so gut zu fühlen und das Gewicht zu halten.

eine neue Challenge

Vor kurzem bin ich über einen Beitrag zur „sugar free challenge“ von Anya gestolpert und habe beschlossen, dass ich auch mitmachen werde.

Ich bin schon sehr gespannt, wie es mir ergehen wird. Unter 25 gr Zucker zu bleiben ist mir schon sehr gut gelungen, aber auf 0 zu reduzieren ist schon noch einmal etwas ganz anderes.

Auf dieses Experiment bin ich schon sehr gespannt!


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Bilder aller Buchtipps sind auf meiner Pinterest-Pinwand zu finden.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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54 Kommentare zu “clean eating – gesünder leben durch gesunde Ernährung #4

  1. Sehr schade, dass du vom Obstkonsum abrätst! Obst besteht zum Großteil aus Wasser und beinhaltet sehr viele wichtige Vitamine. Außerdem sättigt es und wenn man genug Obst isst, hat man gar keinen Heißhunger auf solchen Mist mehr, den du hier ansprichst und zu dem du auch Rezepte auf deinem Blog veröffentlichst (siehe Plätzchen, Pudding, süße Getränke etc. ). Wenn für dich 2 Portionen am Tag reichen, OK, manch anderer braucht mehr und am Obst sollte man nicht sparen.
    Eigentlich bin ich ja eher eine stille Leserin, aber das musste jetzt mal gesagt werden!

    Übrigens lese ich fast jeden Artikel deines Blogs und bin ganz doll begeistert von der Müllreduktionsrubrik!

    • Hallo Kirsten!

      Die 2 Portionen Obst pro Tag sind nicht auf meinem Mist gewachsen sondern kommen von den Ernährungswissenschaftlern, weil Obst wirklich sehr viel Zucker enthält.

      Es gibt da die Regel 5 x Obst und Gemüse pro Tag und empfohlen werden 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst.

      Grundsätzlich geht es da immer um die Sache mit Diabetes 2 und ich kenne das auch von meinen Rennmäusen (leider inzwischen verstorben) dass man nur ganz wenig Obst geben darf, weil sie sonst Diabetes bekommen.

      Dass Obst eine gesunde süße Alternative ist sehe ich ganz genau so wie Du!

      lg
      Maria

      • Diabetes Typ 2 wird nicht durch Obst verursacht, sondern durch hochverarbeitete Lebensmittel, schlechte Fette und unnatürliche Lebensmittel im Allgemeinen.
        5 am Tag heißt: Mindestens 5 am Tag. Wenn man statt 3 Portionen Gemüse 5 isst und stattdessen Fleisch oder Weißbrot weglässt, hat denke ich ja auch keiner Angst um seine Gesundheit!

        Diese Verallgemeinerung finde ich schade. Eine Portion ist ja immer eine Hand voll. Beispiel Nektarine: Eine Nektarine füllt meine ganze Hand, ich dürfte also 2 davon am Tag essen, eine Nektarine enthält 44 kcal und 8 Gramm Zucker, selbst wenn man diesen zucker als freien Zucker zählt, darf ich laut dieser Philosophie 4 nektarinen pro Tag zu mir nehmen, da ich sonst keinen Zucker verzehre. komische rechnung, oder? oder soll ich vielleicht lieber 25 Gramm Industriezucker essen und dafür auf 2 der 4 Nektarinen verzichten? Ich bin verwirrt!

        Schade, dass sich so viele Menschen von Richtlinien ihr Essverhalten vorschreiben lassen und nicht auf ihren hunger hören. Ich hatte übrigens noch nie karies, bin 24 Jahre alt und esse seit ich mich erinnern kann immer viel Obst und massenweise Gemüse, weils gut schmeckt und ich mich damit fit fühle. Früchte sind auch super Nervennahrung.

        Der einzige Grund auf Obst zu verzichten ist eine Fructoseintoleranz, falls du soeine hast tut mir das sehr Leid für dich, denn da muss man wirklich aufpassen. Für die Allgemeinheit gilt: Gönnt euch bitte so viele Äpfel, Pfirsiche, Erdbeeren und alles was es sonst noch gibt, bis ihr satt seid.

      • Hallo Kirsten!

        Ich habe tatsächlich Fruktoseintoleranz und muss auf die Menge Obst aufpassen.

        Aber ich habe das nicht deshalb hier geschrieben sondern weil vor kurzem neue Richtlinien zum Zuckerkonsum heraus gekommen sind und ich bei einem mehrtägigen Seminar war, wo das auch so gelehrt wurde.

        Ich will mich mit Dir aber gar nicht darum streiten, weil natürlich ist es viel besser Obst zu essen als eine Tafel Schokolade oder Kekse.

        Darum ging es mir auch gar nicht in meinem Beitrag.

        Und natürlich stimme ich Dir auch zu, dass die hochverarbeiteten „Lebensmitteln“, welche meist auch große Mengen Zucker enthalten, ihren Beitrag zu Diabetes Typ 2 leisten. Übergewicht und Bewegungsmangel spielt auch eine große Rolle.

        lg
        Maria

      • Der Kommentar klingt wahrscheinlich böser, als er gemeint war! ich möchte einfach nur darauf hinweisen, dass diese Ernährungsempfehlung nicht das non-plus-ultra ist und bitte bitte kein mensch Angst vor Obst, gemüse oder Kartoffeln bekommen soll. Diese Lebensmittel sind natürlich, gesund und sehr umweltfreundlich, da sie einen niedrigen CO2 Verbrauch aufweisen. Bitte nicht übermäßig Tierprodukte konsumieren, weil ihr Kohlenhydrate sparen wollt! diese schaden der Umwelt und euch deutlich mehr. Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchte liefern übrigens genug Eiweiß für den Normalo, mehr brauchen höchstens Leistungssportler.

      • Hallo Kirsten!

        Da bin ich auch ganz bei Dir, ein hoher Anteil an Obst und Gemüse, Kartoffeln und Hülsenfrüchten in der Nahrung, möglichst noch regional gewachsen, sind super für die Ernährung.

        Kohlehydrate spare ich gar nicht, ich halte auch nichts von diesen lowcarb-Diäten!

        Fleisch sollte maximal 2 x pro Woche gegessen werden und da ist auch Wurst und Schinken mit einbezogen.

        Ich esse kaum noch Fleisch (fast ausschließlich wenn ich eingeladen bin), keine Wurst und kaum Schinken.

        Gerade die industrielle Tierhaltung ist ganz furchtbar!

        lg
        Maria

    • Ich finde es übrigens gut, dass du -hochverarbeitete „Lebensmittel“- so schreibst. Das zeigt sehr gut, dass das eigentlich keine Lebensmittel sind, sondern einfach nur Industrieschrott, der uns für den Moment satt macht aber eigentlich nichts bringt.

      • Da möchte ich aber auch noch kurz meine Erfahrung zum Thema Ibst dazu geben, die tatsächlich Maria recht gibt: das Pferd meiner Freundin hat oft Äpfel als Leckerchen bekommen, bekam dann das Pferdeäquivalent von Diabetes. Äpfel waren seither verboten und der Diabetes ist weggegangen. Ich hab ja am Anfang auch gedacht, was für ein Quatsch, aber die Fakten sprachen für sich.
        Ich persönlich esse zu viel Süßkram bei der Arbeit und sollte wohl erstmal versuchen, den auf Obst umzustellen 🙂 Zucker im Kaffee hab ich auf nen halben Löffel Vollrohrzucker reduziert. Ganz ohne geht manchmal, aber noch nicht sehr gut.
        Viele Grüße, Khendra

      • Hallo Khendra!

        Danke für Deinen Input – ich weiß das eben auch von Tieren, eine Bekannte hat auch Pferde und wir hatten Rennmäuse. Auch Meerschweinchen, die zu viel Obst bekommen können Probleme bekommen.

        Ich denke man muss das über den langen Zeitraum sehen. Ob es an einem Tag mal etwas mehr ist, weil die Nektarinen so gut schmecken wird sicher kein Problem sein.

        Wichtig ist sicher auch mit dem Trockenobst als Naschersatz aufzupassen. Das kann ganz schön reinhauen mit dem Zucker.

        Das denke ich mir manchmal bei einigen Rezeptideen von Zuckerfrei-Blogs, wenn da statt dessen ganz viel Datteln und so verwendet werden.

        Wenn man den Zucker reduziert merkt man, dass ganz vieles süß schmeckt, auch wenn kein Zucker enthalten ist.

        Meinen Frühstücksbrei esse ich gänzlich ohne Zucker und er ist trotzdem süßlich.

        lg
        Maria

  2. Oh Zucker, das ist ja echt auch so ein Thema! Ich habe mal eine zuckerfreie Fastenzeit gemacht und bin dabei fast durchgedreht. Ich habe mich dabei wirklich wie ein Junky gefühlt, dem der Stoff entzogen wurde – soweit, dass ich schnüffelnd überm Kuchenbuffet gehangen bin. Ohne Witz!
    Nach dieser Fastenzeit bin ich sofort wieder in meine alte Gewohnheit zurückgefallen, der Druck war noch zu groß.

    Mittlerweile aber hat sich mein Zuckerintake total reduziert. Das kam ganz schleichend, dass ich einfach weniger Lust auf Süßkram hatte. Dadurch habe ich weniger davon gegessen und dadurch noch weniger Lust drauf gehabt. Die Wende haben bei mir, glaub ich, Smoothies gebracht. Klar ist da viel Zucker drin, aber sie stellen mein Süßverlangen total zufrieden. Und da reicht dann auch einer pro Woche. Dieses völlig sinnfreie Naschen am Abend hab ich so echt total in den Griff bekommen und will das gar nicht mehr so machen wie früher.
    Von daher ist bei mir der langsame, bedürfnisorientierte Weg auch viel effektiver gewesen, als die Holzhammermethode.

    LG Zora

    • Hallo Zora!

      Dem kann ich ganz viel abgewinnen, ich habe auch sehr langsam den Zucker reduziert und mich dadurch entwöhnt.

      Derzeit esse ich wirklich nur noch ganz wenig Zucker und deshalb möchte ich es einfach einmal versuchen, den Zucker ganz weg zu lassen.

      Ob es wirklich klappt werden wir sehen!

      lg
      Maria

  3. …ganz zu verzichten ist also möglich…
    Aber der Organismus braucht doch auch Zucker, Wo wird der dann hergeholt. Nur aus den 2x Obst pro Tag?
    herzliche Grüße – Mara

    • Hallo Mara!

      Zucker entsteht beim Abbau von Stärke also steckt in Mehl und somit Brot, Nudeln, Kartoffeln etc.

      Beim Zuckerverzicht handelt es sich nur um den Verzicht (oder die Reduktion) von Industriezucker!

      In Obst und Gemüse und Getreide(produkten) ist alles drin, was der Mensch braucht.

      lg
      Maria

  4. Hallo Maria!

    Wieder mal ein superinteressanter Artikel! Und eine spannende Challenge, die du da vorstellst.
    Ich achte auch darauf, (fast) keine Süßigkeiten zu essen, aber grad den versteckten Zucker z.B.: in Ketchup ist mir doch zu mühsam. Zumal ich extra auf das von Alnatura wegen der Glasflasche umgestellt hab. Allerdings essen wir max. einmal pro Monat ein Gericht, wozu wir Ketchup brauchen…

    Gratuliere zu deiner gelungenen Ernährungsumstellung! Langfristig Gewicht verliert man (leider oder Gott sei Dank) nur damit. Kurzfristige Diäten bringen da ja eher den Gegenteiliigen Effekt. Und 18 kg in einem Jahr find ich schon bemerkenswert!

    @ Mara: den Zucker den der Organismus benötigt ist ganz sicher nicht der industriell hergestellte Zucker. Der Körper verabeitet Kohlenhydrate intern zu Zucker. Nudeln, Kartofelln etc. stellen also eine natürliche Zuckerquelle für den Körper dar.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Ach ja: Süßkram kaufe ich grundsätzlich nicht (außer hin und wieder mal ein Eis im Sommer). Das spart Unsummen an Geld. Wenn ich dann doch mal Lust auf etwas Süßes hab, trinke ich ein Glas Saft oder warte einfach drauf, bis ich meine Eltern/Schwiegereltern besuche. Die haben eigentlich immer Schoki gebunkert 😀

  5. Ich danke dir für diesen Beitrag. Ich esse gar keinen raffinierten Zucker und wenn er in Gewürzgurken ist, und ernte dafür von meinen Mitmenschen Aggression. Ich sei zuuuuu perfektionistisch. Aber ich habe schön Zähne wie eine sehr alte Frau und schütze lieber diese als mich vor der Aggression meiner Familie und Umwelt

  6. Das ist ein sehr umfangreiches Thema mit vielen unterschiedlichen Meinungen und es ist gar nicht so einfach, sich da zurecht zu finden bzw. zu wissen, wer Recht hat. Ständig erscheinen neue Theorien, wie und was man essen soll.

    Wichtig finde ich, zwischen raffiniertem und natürlichem Zucker (wie in Obst) zu unterscheiden. Dem weißen raffinierten Zucker wurden sämtliche wertvollen Stoffe entzogen (Mineralien) wie dem weißen Mehl auch. Und bei der Verarbeitung des Zuckers nimmt der Körper sie dann ‚aus sich selbst‘ und und das ist nicht gut.

    Honig zum Süßen ist auch natürlich, aber leider nicht gut für die Zähne. … Letztendlich wäre es wohl am besten, nur Rohkost zu essen, aber das kann ich nicht.

    Eine gute Möglichkeit ist allerdings – und das machst du ja auch – eine stetige, langsame Veränderung, die dann stabiler ist als plötzliche Radikallösungen.

    LG, Ingrid

    • Hallo Ingird!

      Ganz wichtig und richtig was Du schreibst mit dem natürlichen und künstlichen Zucker.

      Das ist scheinbar in meinem Beitrag nicht gut genug heraus gekommen, bei der Empfehlung der WHO geht es rein um den Industriezucker, den raffinierten Zucker, der dem Essen zugesetzt wird.

      Milch und Milchprodukte enthalten z.B. auch Zucker aber das ist dann nicht damit gemeint. Auch nicht der Zucker im Obst.

      Gefährlich sind halt vor allem die industriell hergestellten „Lebensmitteln“, die mit Zucker versetzt werden. Vor allem viele light-Produkte und Diät-Produkte sind zwar fettreduziert, enthalten aber oft noch mehr Zucker als ihre fettreicheren Kollegen, weil irgendwo muss der Geschmack ja herkommen.

      Besonders böse finde ich, dass die Industrie viele verschiedene Zuckerarten verwendet, damit das Wort Zucker nicht mehr so weit oben steht in der Zutatenliste.

      Da muss man schon fast Experte sein um sich da zurecht zu finden.

      Daher finde ich auch das clean-eating-Konzept so gut. Da spare ich mir das Detektiv spielen und esse einfach natürliche Lebensmittel.

      lg
      Maria

      • Genau so! Wir essen auch so gut wie nichts industriell Hergestelltes. Zuckerersatzstoffe kommen für mich überhaupt nicht in Frage. Wer weiß, was das für Stoffe sind und wie sie wirken! Was im Restaurant verwendet wird, weiß man natürlich nicht. Da werden wir allerdings immer empfindlicher.
        Ein schönes Wochenende dir, Ingrid

      • Das ist mir bei unserer Reise übrigens auch aufgefallen: die vielen kleinen Zahlen in den Speisekarten, die erläutern, was da zugesetzt wird. Es gibt da anscheinend strengere Verordnungen als bei uns.

      • Oh ja, der versteckte Zucker und Süßstoff. Wir brauchen viele Müsliriegel, drum ein Beispiel aus diesem Bereich:
        Der „Milch-Riegel“ von Corny, der mit light riesengroß drauf beworben wird (übrigens nicht der Grund für den Kauf) enthält mind. fünf Zucker/Süßstoffarten, die ich auf die schnelle entziffern konnte: Zucker, Honig, Maltodextrin, Saccharin, Fructosose-Glucose-Sirup….. Insgesamt war das Teil sooooo süß, dass man ihn fast nicht essen konnte….

        LG

  7. Hallo Maria,

    ich hatte bei meinem Zusatzzuckerfasten ja ganz ähnliche Resultate, wie du. Tatsächlich ist seitdem kein Obst mehr vor mir sicher. 😀

    Mit den Datteln hast du mich voll erwischt! Ich verwende die inzwischen schon für Kekse, Chia-Pudding, Milchreis und Haferbrei. Kuchen werde ich bei Gelegenheit mal noch probieren. Und Datteln geben auch einen leckeren Snack ab. Im Gegensatz zu industriellen Naschereien sättigen sie aber, finde ich. Deshalb finde ich sie auch voll legitim.

    Und ein Syrer sagte neulich zu mir: Iss drei Datteln am Morgen und es wird ein guter Tag. 🙂

    Lieber Gruß und herzlichen Glückwunsch zum neuen Wohlgefühl!
    Philipp

    • Hallo Philipp!

      Ich denke es geht auch um die Mikronährstoffe, die im Industriezucker nicht enthalten sind. Obst enthält diese aber sehr wohl und ist daher sicher – in Maßen genossen – eine sehr gesunde Alternative.

      Milchreis koche ich gerade, wird mein heutiges Frühstück 🙂

      lg
      Maria

  8. Hallo Maria,
    Respekt vor Deiner Challege, 0 Zucker. Bin schon gespannt, sicherlicherlich wirst Du ja hin und wieder darüber berichten…?! Ich könnte mir das für mich überhaupt nicht vorstellen, ich esse zwar keine Schokolade, dafür aber nur zu gerne Lakritz, Gummibärchen etc.. Auf Obst verzichten, auch wenn es nur ein gepresster Saft ist, das würde mir schon seehr schwer fallen. Aber Du lebst ja ohnehin schon sehr zuckerarm, 0 Zucker ist aber dennoch eine wahre Challenge…
    Übrigens habe ich auch schon festgestellt, dass nach einigen Tagen Süßigkeiten-Abstinenz (z.b. im Urlaub) auch das Verlangen danach zurückgeht – zumindest vorübergehend ;-).
    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende, Birthe 🙂

    • Hallo Birthe!

      Auf Obst werde ich nicht verzichten, ich habe so den Eindruck, das ist etwas falsch rausgekommen.

      Ich versuche jeden Tag etwas Obst in meinen Speiseplan einzubauen, das tut mir auch sehr gut. Halt in Maßen wegen meiner Fruktoseintoleranz.

      0 Zucker meint den raffinierten Industriezucker an sich und alle „Lebensmittel“ denen er von der Industrie zugesetzt wurde.

      Natürlich wird es nicht einfach aber ich freue mich schon drauf und achte seit gestern in Vorbereitung noch stärker als sonst darauf.

      lg
      Maria

  9. Sorry falsch gedrückt…..
    Aber ich als Lebensmittelallergikerin habe unheimliche Probleme mit Essen allgemein. Und trete immer wieder in den Süssigkeiten Fettnapf.
    Ich reduziere schonseit Jahren Zucker beim Backen.Seit einiger Zeit auch im Kaffee. Und ich bereite vieles selber her ist einfach besser weil ich weiß was drin ist.
    Mach weiter so kläre die Menscheit auf.

  10. Hi Maria,
    endlich mal ein Thema zu dem ich was beitragen kann.
    Allerdings musss ich zunächst Kehrndra widersprechen. Der Vergleich der Pferdeverdauung mit unserer hinkt mehr als gewaltig.
    Das Pferd ist ein auf sehr energiearmes Futter (Gras nämlich) hochspezialisierter reiner Vergetarier, dessen Verauung völlig anders abläuft als unsere und überhaupt nicht vergleichbar ist. Im Gegensatz zu uns können Pferde z. B. Zellulose verdauen.
    Auch bekommen Pferde kein Diabetes. Der Insulinstoffwechsel kann zwar auch bei Pferden entgleisen (vor allem bei langandauernder zu stärke- bzw. zuckerhaltiger Fütterung (vulgo: zu viel Kraftfutter über lange Zeit und entsprechendes Übergewicht). Das dann resultierende equine metabolische Syndrom (EMS) äußert sich aber in völlig anderen Symptomen als Diabetes; am gefürchtetsten ist dabei die äußerst schmerzhafte Hufrehe. Und nix für ungut: Khendra., Von zu vielen Äpfeln bekommt ein Pferd wahrscheinlich schon lange bevor es EMS entwickeln kann, Kolik. Und vom reinen Weglassen von Äpfeln (die für Pferde definitiv ungeeeignet und bestenfalls als Belohnung nur in Kleinstmengen gegeben werden können, kuriert man sicher kein EMS.
    Unsereiner ist dagegen auf den Verzehr von Obst im Gegensatz zu Pferden ziemlich gut adaptiert.(unsere Affen-Vorfahren lassen grüßen) 😉
    Deshalb führt süßes Obst nicht zu diesen „Fressattacken“ wie sie industrieelle extrem zuckerhaltige Süßigkeiten hervorbringen (nach einem Stück Schoki nicht mehr aufhören können, bis man die ganze Tafel verputzt hat.) Mit Obst ist mir das noch nie passiert (o.k. wenn man jetzt vielleicht mal Erdbreeren ausklammert 😉
    Ich kann zwar auch nicht immer widerstehen (insbesondere in der Vorweihnachtszeit nicht) aber das gönn ich mir dann, weil ich aus Erfahrung weiß, dass 1 Monat Zuckernverzicht schon ausreicht um das alte Gewicht wieder zu kriegen.
    Allerdings gehts da bei mir um 1-2 Kilo. Richtige Diäterfahrungen hab ich nicht – brauchte ich nie. Aber vor 12 verlorenen Kilos ziehe ich echt meinen Hut. Das schaffen wenige.
    Was mir allerdings hilft, ist dass ich grundsätzlich nix Süßes trinke.
    Ich hab mir den Süßgeschmack regelrecht abtrainiert. Mittlerweile sind mir sogar reine Fruchtsäfte pur zu süß und wenn überhaut trink ich höchstens mal ne Schorle. D
    Liebe Grüße von der Chaoskämpferin aka Astrid

    • Hallo Astrid!

      Vielen herzlichen Dank für Dein langes ausführliches Kommentar.

      Schon seit gut 30 Jahren trinke ich fast ausschließlich Wasser – bei mir waren es tatsächlich die Süßigkeiten, die ich als Frustfresserin vertilgt habe.

      Nun ist das zum Glück vorbei und ich freue mich darüber, einen guten Teil dieser Kilos wieder los geworden zu sein.

      Diät mache ich keine im engeren Sinn, ich habe alles über gesunde Ernährung und Zuckerreduktion in Verbindung mit einem gesunden Maß an Bewegung geschafft. Von Diäten halte ich nichts, das würde auch kein Mensch 9 Monate lang aushalten!

      Ich beneide immer alle Menschen, die keine Gewichtsprobleme haben,m super, dass Du dazu gehörst.

      lg
      Maria

  11. Wenns dich tröstet: von nix kommt auch bei mir nix.
    Ich achte schon auch bewusst auf meine Ernährung und esse zeimlich obst- und Gemüselastig. Bewegen tu ich mich dank meiner Viecher auch sehr viel. Da hat sich dann einfach nicht so viel ansammeln können.
    Lierben Gruß
    Astrid

  12. Pingback: Monatscollage September 2015 | widerstandistzweckmaessig

  13. Das ist ein Thema! Dazu hatte ich erst letztens mit meinem Mann eine längere Diskussion, dem das ganze langsam über den Kopf wächst. Erst Bio, dann fair, regional, dann noch Plastikarm und jetzt noch zuckerreduziert… Wenn ich mir die Liste so anschaue, kann ich ihn fast verstehen, dass er da keinen Bock mehr zum einkaufen hat 🙂
    Jedenfalls ging es dabei um Ketchup, welches unser 3 jähriger zur Zeit wahnsinnig gerne isst. Prinzipiell versuche ich das zwar oft selbst zu machen, aber es klappt halt zeitlich nicht immer.
    Nun gehören wir derzeit auch eher zu denen, die eher zu dünn sind als zu dick, da fällt es schwer, den Mann und sich selbst zu überzeugen, dass Zucker trotzdem ungesund ist und eine Reduktion Vorteile bringt. Das deutlichste Beispiel dafür ist jedoch wieder unser 3 Jähriger. Schaffen wir es mal eine Woche ohne Eis, Schokolade, Keckse und Co ist er merklich ausgeglichener und entspannter. Dieser unmittelbarer Effekt ist die beste Motivation! Danke für deinen dazu noch motivierenden Blogbeitrag!

  14. Hallo Maria.
    Ich war schon immer eine Süße.
    6 Würfel Zucker in einer Tasse Tee waren normal.
    Dazu mindestens 2 Liter Cola pro Tag.
    Ein Aufschrei geht durch Nation.
    Ich habe aber nie Süßzeug genascht.
    Das war dann das Schnippelgemüse (Möhren , Kohlrabi, Paprika, Radieschen etc) und ab und an mal ein Apfel.

    Trotzdem hatten sich gute 95 Kilo angesammelt.
    Vor knapp einem Jahr habe ich damit angefangen alles umzustellen.
    Fast kein Fleisch mehr, Zucker im Tee auf 2 Würfel reduziert.
    Wochenlang keine Cola ( da war ich am Anfang ziemlich knatschig).
    Dafür Ingwerwasser mit Limettensaft,Obststücken (Eiswürfelersatz) und Minze.
    Tüten und Dosenfutter nicht mehr mit mir. Es ist eigentlich erschreckent was sich die Menschheit damit antut.

    Ich bin jetzt bei 78 Kilo angekommen. (3 Kilo dürfen noch gehen, dann iss aber gut)
    Das ist irgendwie nebenbei passiert und es ist keine Diät.
    Klar gehört auch Bewegung und Sport dazu, was natürlich sehr viel leichter fällt.

    Liebe Grüße
    Andrea

    PS
    Ich war anfang September 3 Tage Wandern.
    Mein Rucksack hatte gut 10 Kilo,
    es war eine Freude den abzusetzen, ein Gefühl von Freiheit.
    Da wurde mir bewußt was ich die ganze Zeit an Ballast mitgeschleppt habe.
    Motivation den Weg weiter zu gehen.

    • Hallo Andrea!

      Wow, gewaltig, wie viel Du nur durch die Umstellung beim Zucker abnehmen konntest!!! Ich bin total beeindruckt! Herzlichen Glückwunsch!!!

      Die Sache mit dem Rucksack – da ging es mir ganz gleich. In meinem Urlaub hat mein Rucksack auch exakt 10 kg gewogen und ich war heil froh, dass ich ihn nur am 1. und am letzten Tag am Berg schleppen musste!

      lg
      Maria

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