tiny houses – Leben auf kleinstem Raum [Gastbeitrag]

Der Hype um das „Small House Movement“ (machmal auch „Tiny House Movement“) geht von Amerika aus um die Welt. Das tägliche Leben auf durchschnittlich 20m² zu bewältigen scheint immer mehr Menschen zu faszinieren.

der Traum vom Haus am See

der Traum vom Haus am See


Tiny Houses (auch Minihäuser) haben eine Größe von maximal 55 m², Small Houses (auch Kleinhäuser) eine für amerikanische Verhältnisse kleine Wohnfläche von maximal 112 m².

Denn obwohl die durchschnittliche Haushaltsgröße über die Zeit abnahm, vergrößerte sich der Platzbedarf einer Familie im gleichen Zeitraum. Gründe dafür sind eine Zunahme des materiellen Wohlstands (im Sinne einer Anhäufung von Konsumgütern) und das Ansehen, das mit einem großen Haus einhergeht. Doch große Häuser sind nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern auch im Unterhalt.

Minimalismus beim Wohnen

Mikrohäuser werden zwar überwiegend auf Rädern gebaut, doch mittlerweile gibt es auch schon einige mit Fundament. Die Besitzer sind durch die mobile Bauweise flexibler und nicht an einen Wohnort im eigentlichen Sinn gebunden, auch wenn damit viele Auflagen bezüglich Breite und Höhe des Hauses einhergehen, um noch als „Ladung“ oder „Anhänger“ zu gelten.


Zum anderen kann man mit dieser Baumethode einige, durch das Baurecht vorgeschriebene, Investitionen umgehen (z.B.: Kanal- und/oder Wasseranschluss, sanitäre Einrichtungen etc.). Ein solches Mikrohaus kann mit einigen wenigen 10.000 Dollars/Euros realisiert werden. Für ein richtiges Haus also nicht viel. Kein Wunder also, dass dieser Trend so großen Zulauf genießt.

Auf Wikipedia könnt ihr übrigens noch einige interessante Details nachlesen.

Die Schwierigkeiten

So schön der Traum vom günstigen Eigenheim, einem Leben im Wald und der Unabhängigkeit von Vermietern auch ist, so schwierig gestaltet sich dann die Umsetzung.

Durch das Baurecht entstehen einige Hürden, die es zu meistern gilt, ehe ein solches Haus als dauerhafte Bleibe genehmigt wird. Und obwohl sich mittlerweile sogar schon Unternehmen auf den Bau von Mikro- oder Kleinhäusern spezialisiert haben, muss bei begrenztem Budget doch das meiste selbst gemacht werden. Die Bauzeit solche Häuser beträgt meistens einige Monate oder Jahre. 

Wenn nicht überwiegend gebrauchte Materialien verwendet werden, fallen zudem hohe Materialkosten an.

leben mit der Natur

leben mit der Natur

Was können wir trotz allem von solchen Häuser lernen?

Ein Zuhause ohne Kanal-, Wasser- und Stromanschluss zu planen setzt einen bewussten Umgang mit seiner Umwelt voraus. Wer sich nicht auf die städtische Kläranlage verlassen kann und sein Brauchwasser vielleicht auch noch weiterverwenden will (z.B.: zum Blumengießen) darf nur besonders umweltfreundliche Produkte verwenden. Wer seinen Strom über Solarzellen selbst erzeugt, geht vermutlich auch besonders sparsam damit um. 

Auch die Abkehr vom Gedanken „umso größer, umso besser“ finde ich begrüßenswert. Man muss keine 180 m² oder mehr zur Verfügung haben, um alles, was man zum Leben braucht unterzubringen. Vor allem sind Häuser solcher Größe, wie sie auch in Österreich typisch sind, niemals ohne Kredit finanzierbar. Eine Reduzierung der Wohnraumansprüche erhöht also die Unabhängigkeit bei der Finanzierung.

klein aber mein

klein aber mein

Da wir selbst derzeit zu zweit auf 40 m² leben und in einem Jahr umziehen werden, bin ich natürlich sehr an den Einrichtungsideen dieser Mikrohäuser interessiert. Wer seine Bleibe nicht mit den für Einrichtungshäuser typischen Stücken, sondern mit multifunktionalen Möbeln einrichtet, kann aus 50 m² richtig viel Platz rausholen. Bei der nächsten Wohnungseinrichtung werden wir also definitiv mehr Hand anlegen, um diese optimal an unsere Bedürfnisse auszurichten.

Auf meinem Pinterest Board „Tiny Houses“ hab ich einige platzsparende Ideen gesammelt. Hochbettlösungen sind beispielsweise auch für Wohngemeinschaften ideal.

Auch Modulhäusern wird mehr und mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Praktisch dabei: durch die Baumodule kann man relativ einfach aus einem Single-Haus ein Familienhaus machen. Die Baumodule sind dabei meist so bemessen, dass sie noch als LKW-Fracht zulässig sind.

Wir können uns also einiges abschauen von dieser Bewegung. Und sei es auch „nur“ die Erkenntnis, dass man mit weniger Wohnraum gleich gut, oder vielleicht sogar noch besser leben kann.


greenbirdDaniela schreibt auf Green Bird über das Selbermachen, sei es von Dekogegenständen oder Kleidungsstücken.

Seit einiger Zeit haben auch die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Minimalismus“ einen Platz auf Danielas Blog, für die Wandern nicht nur ein Zeitvertreib sondern eine Leidenschaft ist.

Passend zu diesem Thema wurde von Daniela gerade der Beitrag „Warum Entrümpeln befreiend wirkt“ veröffentlicht.

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73 Kommentare zu “tiny houses – Leben auf kleinstem Raum [Gastbeitrag]

  1. Ich finde solche tiny houses total toll !!
    Allerdings mitten in der Großstadt würde ich auf Kanal- und Wasseranschluß glaub ich nicht verzichten wollen und bei dem Punkt fängt es schon wieder an mit der Abhängigkeit:

    • Hallo!

      Also ehrlich gesagt, ich würde nicht mitten in der Großstadt wohnen wollen. Nur meine persönliche Meinung, wenn ich mich für ein tiny house entscheide, dann müsste das in der Natur sein.

      In einer Großstadt ist das auch ökologisch nicht so sinnvoll, denn es ist natürlich Verschwendung von wertvollem Wohnraum. Insofern gar nicht minimalistisch. In der Großstadt sind Hochhäuser minimalistisch – extrem wenig Grundfläche und maximaler Wohnraum.

      lg
      Maria

      • Hallo Maria,
        ich hätte vielleicht nicht „mitten“ schreiben sollen, weil z.b. am Stadtrand von Wien, Wienerwald Gegend, Lobau usw … dort stehen auch jetzt schon teilweise ganz kleine Hexenhäuser. Mitten in der Stadt, eingekastelt von Mehrparteienhäusern, macht es natürlich überhaupt keinen Sinn.

    • Hallo!

      In einer Großstadt ist das leider überhaupt nicht machbar. Auf Kanal- und Wasseranschluss kann man ja nur dann verzichten, wenn man sich eine biologische Kläranlage baut (und die braucht Platz) und wenn man selbst eine Quelle oder einen Brunnen am Grunstück hat.

      Ein besonders interessanter Ansatz der Tiny House Bewegung ist ja auch die Nähe zur Natur. Und das ist in der Stadt, wo wir völlig entfremdet von unser natürlichen Umwelt leben, leider nicht möglich.

      Liebe Grüße, Daniela

      • Hallo Daniela,
        ich finde das ist abhängig von der einzelnen Großstadt, denn hier in Bremen kann ich mir das schon vorstellen, die unten angesprochenen Gartenanlagen befinden sich hier auch mitten in der Stadt.
        Hier kann man auch in der Stadt und nicht völlig entfremdet zur natürlichen Umwelt leben. Zumal ich finde, dass die hochindustralisierte Landwirtschaft in der Umgebung von Bremen auch nicht mehr viel mit einer natürlichen Umwelt zu tun hat.
        LG Nanne

  2. Super interessanter Beitrag. Ich träume seit langem von einem tiny Haus und bin zuversichtlich, dass ich mir diesen Traum noch in diesem Leben erfüllen werde. 🙂 Ganz liebe Grüße, Silke

  3. Hallo! Toller, informativer Beitrag danke :)! Wir wohnen in einem 60 m² sehr altem Haus (kein Keller oder Dachboden), das wir selbst Stück für Stück renovieren (wenn wieder was angespart ist). Und renovieren tun wir es wirklich mit unseren 4 Händen – öfters haben wir schon Material von Bekannten oder über das Internet geschenkt bekommen :). Es ist wunderbar und für uns zwei wirklich riesig, da wir unser Zeug so reduziert haben. Kanal- und Wasseranschluss find ich persönlich schon sehr angenehm, war in unserem Fall alles schon vorhanden. Wir haben aber auch einen unterirdischen „Tank“, der Regenwasser sammelt, das wir zum Duschen, fürs Gießen verwenden können. Finde es toll, wenn Menschen mit „noch weniger Komfort“ auskommen, obwohl ja ein weniger ja nur im „traditionellen Sinne“ ein weniger an Komfort bedeutet, wie ich finde ;). Glg Sara

    • Hallo Sara!

      Ich finde das immer sehr, sehr interssant, wenn Menschen über ihre Art zu leben schreiben, vor allem wenn diese Art sich etwas abseits der Norm bewegt. Von solchen Berichten kann man so viel lernen, ich finde das immer sehr inspirierend.
      Kleine Häuser findet man „gebraucht“ leider nur sehr selten, ich schau mir immer mal wieder die Imo-Seiten auf willhaben an, aber da ist wirklich nur eine Handvoll unter 100m². Die meisten Leute haben anscheinend einen überzogenen Platzbedarf, wie sonst sollten sich 240m² Familienpaläste erklären lassen….

      Liebe Grüße, Daniela

      • Mir geht es da genauso :)! Da kann ich dir nur zustimmen – kleine alte Häuser sind eine Rarität!! Wir haben mehrere Jahre gesucht! Letztes Jahr an meinem Geburtstag waren wir in der Nähe meiner Eltern spazieren. Im Vorübergehen haben wir unser Häuschen gesehen, mit einem „Zu verkaufen“-Schildchen drauf 😀 – war fast wie im Traum! Es war vorher ein Zweitwohnsitz einer Familie fürs Wochenende und stand somit eigentlich so gut wie das ganze Jahr leer. Der Platzbedarf von vielen Menschen ist wirklich enorm. Dass das alles Geld, Arbeitszeit, Putzzeit, Ressourcen usw. kostet, scheint vielen nicht bewusst zu sein. Glg

    • Hallo Sara!

      Was für ein tolles Projekt, danke für den Einblick.

      Vor allem ganz toll finde ich den Regewassertank. Ich habe zumindest eine Regentonne aufgestellt, damit ich kein Gießwasser mehr brauche.

      Weiterhin viel Freude mit Deinem Heim!

      lg
      Maria

      • Hallo Maria!
        Danke für deine lieben Worte! Solltest du einmal in Kärnten sein, kannst du dir das persönlich anschauen kommen, wenn du Lust hast :)!
        Das ist auch super mit der Regentonne, da kommt schon einigeeees zusammen :)!
        Glg Sara

      • Ja, ich hab schon mitbekommen, dass du real ganz „nah“ bist :)! Also das Angebot steht, falls du einmal in der Nähe sein solltest, z.B. am Wörther See im Sommer oder so ;)! Echt super 🙂 – und heuer war echt ein trockener Sommer!! Glg

      • Würde mich echt total freuen, wenn sich einmal ein Treffen ergeben würde :)! Ja, es ist ein Wander- und Badeparadies mit den vielen Seen und Bergen :). Von uns aus kann man über einen nicht asphaltierten Weg 4 km wandern/Rad fahren, dann ist man an einem Gratis-Badeplatz am Wörther See :). Glg

  4. Hallo
    nach meinem letzten Umzug lebe ich heute in einer Haushälfte in Tiny-House Größe und fühle mich hier frei und unabhängig.
    Durch die extreme Alleinlage, gibt es hier eine eigene Kläranalage auf dem Grundstück, was ich super finde.
    Vorher lebte ich in einem ca.230 qm großen alten Bauernhaus zu zweit. Es war zwar ein gewisser Luxus mit soviel Platz wohnen zu können, aber eingentlich war das Haus viel zu groß für zwei Personen. Viele Räume wurden gar nicht richtig genutzt, waren voll mit Dingen, die ich gar nicht brauchte, hohe Kosten, viel Arbeit mit Reparaturen und dem Sauberhalten, ständige Renovierungsarbeiten. So ein großes Haus macht einen schnell zum Sklaven und nimmt viel Zeit ein.
    Heute lebe ich lieber in meiner kleinen Wohnung, nur mit dem, was ich wirklich zum Leben brauche. Dafür habe ich viel Platz draußen, in der Natur. Das ist mir viel wichtiger geworden.
    Gruß Kerstin

    • Ich glaub auch, dass der viele zusätzliche Platz einen schnell mal dazu verleitet, Krempel zu behalten, den man eigentlich gar nicht brauchen würde. Aber man hat ja den Platz, also warum sollte man das Dinge wegschmeißen…
      Wer wenig Platz zur Verfügung hat, muss viel besser damit haushalten.
      Und der Sklave meiner Wohnung will ich nun wirklich nicht sein. Es gibt so viele schöne Dinge im Leben, putzen und aufräumen gehört da sicher nicht dazu 😀

      Liebe Grüße, Daniela

  5. Über 20 Jahre habe ich mit meinem GöGa in einer Miniwohnung 50qm gewohnt. Das ging wunderbar, war günstig und ich habe nicht so viel Krempel um mich angehäuft. Nun leben wir in einem, nach amerik. Verhältnissen, kleinen Häuschen. Auch hier wird wenig gestapelt, sparsam mit den Ressourcen umgegangen und im Garten etwas Selbstversorgung betrieben.
    Ich finde diesen Trend zur Verkleinerung und Mobilität wunderbar. Wäre ich jünger, hätte ich auch Freude daran, mit noch weniger zu leben.
    LG Tina

    • Wow! 20 Jahre lang… Wir leben mittlerweile seit 5 Jahren gemeinsam auf 40 m², aber langsam erwacht dann doch das Bedürfnis, dass jeder einen Raum für sich hat, da unser Wohnzimmer leider nur ein Durchgangszimmer ist.
      Für die nächste Wohnung peilen wir aber auch nur 50m² an, da wir uns beide nicht ausschließlich für die Miete abrackern wollen.

      Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Tina!

      Meine allererste eigene Wohnung hatte 25 m² und ich muss ganz ehrlich sagen, darin habe ich mich bisher am wohlsten gefühlt. Es war so überschaubar und ich hatte alles, was ich gebraucht habe. Es war zwar nur ein Zimmer + Küche, aber einfach perfekt für mich.

      lg
      Maria

  6. Leben auf kleinstem Raum….in unserem zum Reisemobil ausgebauten Unimog lebt es sich hervorragend!
    Wir haben 4,5qm reine *Lauffläche*…alles Andere ist genutzter LEBENSraum!

    Wenn wir auf Reisen sind fehlt es uns an nichts….es funktioniert wirklich!
    Man braucht nicht viel Platz, man hat die Natur um sich herum und ist viel zufriedener, als mit dem ganzen angehäuften *Luxus* (Spülmaschine & Co.)….zu Hause.
    Wir haben dann noch den Vorteil, dass unser *TinyHaus* täglich einen neuen Standort haben *kann*….
    Tolle GastBeitrag, liebe Daniela!

    Liebe Grüße, auch an Maria!
    Gabi

    Wer mag: http://unimog.is

    • Hallo Gabi!

      Schön mal von jemandem einen Erfahrungsbericht zu lesen, der so etwas auch tatsächlich lebt, wenn auch nur auf Reisen.
      Aber was ich mir bei einer dauerhaften Lösung immer extrem schwierig vorstelle: im Urlaub hat man ja schon die Gewissheit im Hinterkopf hat, dass sein ganzes Zeug zu Hause ist (auch wenn man es grad nicht vermisst). Lebt man allerdings dauerhaft auf kleinstem Raum und muss dementsprechend dauerhaft auf solchen „Luxus“ verzichten…. das stell ich mir nach wie vor richtig schwierig vor.

      Aber vielleicht kann ja Maria noch die eine oder andere Anektote bzgl. ihres extrem minimalistischen Griechenland-Urlaubes besteuern: ist dir etwas abgegangen? Und würdest du das auf Dauer haben wollen?

      Liebe Grüße, Daniela

      • Hallo Daniela,
        unser letzte und bisher längste Reise dauerte 3 Monate.
        Ich muss sagen, mir hat NICHTS gefehlt…und ich hätte viel darum gegeben NICHT nach Hause zu fahren.
        ABER…auf Dauer, bzw. für IMMER…das kann ich mir nur schwer vorstellen….da bräuchte ich auf jeden Fall noch einen Riesenanhänger für meinen Tüddelkram…
        Ich denke aber, dass ist ein Luxus*problem*, wenn man MÜSSTE, wirklich MÜSSTE, dann kann man sich auch auf Dauer im *Kleinsten* wohlfühlen…

        Liebe Grüße, Gabi

      • Hallo Daniela!

        Du hast es schon auf den Punkt gebracht, im Urlaub ist mir nichts abgegangen, aber meine Nähmaschine würde ich nicht gerne aufgeben. Ich könnte mir auch für deutlich längere Zeit ein sehr reduziertes Leben vorstellen, aber lieber mit dem Hintergrund, dass ich doch einen persönlichen Ort habe, mit meinen persönlichen Dingen, wo ich auch zurück kommen kann.

        Wobei vielleicht kommt das noch ganz anders, wenn ich einmal in Pension bin. Derzeit sind auch noch ganz viele Dinge von meinen Kindern im Haus. Ich bin nicht in der Situation für mich ganz alleine entscheiden zu können.

        Aber dass es geht, hat mir Herr Widerstand vorgelebt und er ist in der Hinsicht wirklich mein großes Vorbild.

        lg
        Maria

    • Hallo Gabi!

      Du lebst schon meinen Traum, seit über einem Jahr schaue ich immer wieder einmal nach so einem Gefährt um eine längere Urlaubsreise zu machen.

      Lieber 1000 Sterne über unseren Köpfen als 5 an der Hoteltüre – einfach genial, genau so ist es!!!

      lg
      Maria

      • Hallo Gabi!

        Wow, drei Monate. Das ist ja wirklich lang! Respekt!
        Ich merk es vor allem immer bei unseren Wanderungen, wie wenig man eigentlich wirklich braucht. Da dreht sich dann alles nur noch darum, wie man so ein zusätzliches Lunchpack im Rucksack verstaut 😀 Bislang ist mir nur einmal etwas abgegangen, und das waren warme Socken, die ich mittlerweile besorgt habe.

        Aber ein bisschen Luxus darf man sich ja hin und wieder gönnen. Man muss es ja nicht gleich übertreiben mit dem Reduzieren.

        Liebe Grüße, Daniela

      • Hallo Maria,
        ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass DEINE Träume sich erfüllen!

        Reisen ist wunderschön…wenn man unterwegs ist und auch wenn man wieder zuHause ist kann man in GEDANKEN wieder dorthin *reisen*.
        Fühl dich lieb umäremlt und hab ein wunderschönes Wochenende
        Liebe Grüße
        Gabi

  7. Hallo Maria!

    25 m² für einen alleine ist doch eine perfekte Größe! Da würd mir auch nichts abgehen.
    Auf meine Nähmaschine würd ich auch nicht verzichten wollen, genausowenig wie Teile vom Nähkram. Das alles neu anschaffen zu müssen wäre einfach nur kostspielig und unsinnig.
    Wir haben uns mittlerweile darauf geeinigt, dass soweit reduziert werden darf, bis es einfach unsinnig wäre, die Sachen wegzugeben, weil man sie a) sowieso wieder kaufen würde/müsste oder b) man sie liebt.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Das sind gute Entscheidungskriterien. Natürlich macht das gar keinen Sinn, wenn man das Teil sowieso wieder kaufen würde.

      Bei mir ist es halt auch insofern ein besonderer Prozess, weil die Loslösung der Kinder damit verbunden ist. Sie haben Spuren hinterlassen und ganz viele Sachen, wo sie mir aufgetragen haben, dass ich sie nicht wegwerfen darf sondern für sie aufheben muss. Da sind mir die Hände gebunden.

      lg
      Maria

      • Hallo Maria!

        Dass deine Kinder ihre Spuren hinterlassen habe kann ich mir gut vorstellen. Ich hab auch noch einige Sachen von mir bei meinen Eltern gelagert. Kinder schummeln insofern also ein bisschen 😉
        Aber irgendwann werden sie bestimmt auch noch mal drüberschauen (wollen), und dann wird sicher das eine oder andere zu ihnen oder von euch weg wandern.

        Liebe Grüße, Daniela

  8. Ach, ich bin froh, dass Ihr die Umsetzung auch schwierig findet. Bisher dachte ich, es fehlt mir nur die Kreativität. Das wird schnell teuer oder man muss ein Bastler sein. Will ich das? Bin ich am Ende glücklich? Ich müsste mich ja auch beschützt fühlen in so einem Tiny Haus. Glas ist schön nur ist man dann auch sehr öffentlich. So ein Raum wird auch schnell eng, dachte ich eben noch in meiner großen Küche. Wenn man nur in einem Raum leben würde. Wenn man mal krank ist oder es lange regnet. Eine richtige Lösung hab ich noch nicht gefunden. Ich würde auch nix räumen und wegklappen wollen. Diese Lösungen sind auf Dauer nix. Oder das Hochklettern ist auch nicht altersgerecht irgendwann. Brauche einen Architekten.

    Liebe Grüße – Tanja

    Aus meiner Miniwohnung. 50 qm. Mir persönlich mittlerweile zu groß.

    • Hallo Tanja!

      Also mit 80 klettert man meist nicht mehr auf das Hochbett rauf und wenn man ins Alter kommt, wo man in der Nacht aufs WC muss, wird das auch echt mühsam.

      Klar hat es seine Einschränkungen in der Alltagstauglichkeit, je nachdem in welcher Lebenssituation man gerade ist.

      Aber um so grundsätzlich die Wohnraumgröße zu hinterfragen und Reduktionsmöglichkeiten zu entdecken ist es ganz sicher eine gute Möglichkeit denke ich.

      Wenn die Kinder ausgezogen sind, ist der Wohnraum meist zu groß (so auch bei Dir) und dann stellt sich die Frage, lässt man das so, wiel die Kids immer wieder einmal vorbei kommen oder reduziert man das auf die eigenen Bedürfnisse.

      Ich bin derzeit in einer Übergangsphase, bin am Reduzieren mit dem Ziel dass es einmal auch kleiner sein darf.

      lg
      Maria

      • Das mit dem Raufklettern find ich auch nicht besondern altersgerecht. Aber auch viele Häuser (vor allem Reihenhäuser oder Doppelhaushälften) haben zumindest eine Stiege und das Bad/WC ist dann immer dort, wo der restliche Wohnraum im Alter nicht ist. Ich hab mir mal informativ ein paar kleine Häuschen angesehen und alle schieden wegen dem aus. Wenn man ein Haus kauft bzw. plant sollte man das schon mitberücksichten, finde ich.

        Und fürs ewige Hausbastlen fehlt mir dann wahrscheinlich schlussendlich auch die Geduld. Irgendwann will ich einfach nicht mehr in einer Baustelle leben.

        Aber ich finde den Ansatz grundsätzlich sehr gut und wahrscheinlich auch notwendig. Als krassen Gegensatz zum derzeiten Bautrend des „Immer größer“.

        Liebe Grüße, Daniela

      • Hallo Daniela!

        Ich habe so eine Reihenhaushälfte, mit vielen Stiegen, was ich beim Kauf seinerzeit auf jeden Fall unterschätzt habe. Gerade als die Kinder klein waren habe ich das verflucht!

        Jetzt ist es gerade nicht so schlimm, aber ich kann mir vorstellen, dass ich in 20 Jahren anders darüber denke.

        Deshalb bin ich mir sehr sicher, dass ich hier langfristig nicht bleiben werde.

        lg
        Maria

    • Auf Chaoskaempferin.blogspot.de gibt es ein paar Beiträge zu tiny houses. Die Chaoskämpferin kommt aus der Baubranche.

      Wir haben ein tiny house (quasi). In Bremen schlafen viele Gartenbesitzer im Sommer dort, einige ziehen richtig für die Zeit dorthin. Es gibt auch Leute, die das ganze Jahr so wohnen, obwohl es eigentlich verboten ist. Bisher haben wir es noch nicht zum Drinleben genutzt, werden das aber nächsten Sommer machen. Nur um so auf Dauer zu leben, ist es mir persönlich zu klein. Nach Kleingartenverordnung nicht mehr als 24 qm. Für eine Person alleine würde es aber problemlos gehen, wir sind aber zu dritt.
      Es gibt Anlagen mit Kanalisation.

      Ökologisch sinnvoller sind aber wohl Wohnungen im Hochhaus, den die Gartenhäuser sind schwierig zu beheizen etc…

      • Hallo Nanne!

        Danke für den Tipp mit dem Blog der chaoskämpferin.

        So Gartenhütten sind eine nette Möglichkeit im Sommer, aber wie Du schon schreibst, im Winter eine Katastrophe, nicht isoliert und dadurch kaum zu heizen.

        Aber im Sommer stelle ich mir das schon sehr nett vor das WE dort zu verbringen.

        lg
        Maria

      • Danke für den Tipp, den speicher ich mir gleich mal ab.

        Klingt ja sehr interessant. Würd ich auch auf alle Fälle mal probieren, zumindest im Sommer.

        Auf Wikipedia steht bzgl Tiny Houses und Herstellungsenergie und Heizen auch was interessantes. Das lässt die Sache vielleicht in ein anderes Licht rücken. Aber gute Isolierung ist bei einer Dauerlösung doch ein Muss. Schließlich will man nicht immer wenn man Heim kommt in der eiskalten Hütte sitzen.

        Liebe Grüße, Daniela

      • @Maria: Den Sommer dort verbringen ist super, selbst wenn wir zuhause schlafen. Es ist einfach schön auf der Terrasse zu sitzen und zu faulenzen, ins Grüne zu gucken, und rumzusprutscheln.

        @Daniela: Ich habe mir das auf wikipedia durchgelesen. Interessant! Wobei ich bei den amerikanischen Tiny Houses, die ich kenne (Tammy Strobel, Dee Williams und noch was über thenwesaved), weiß, dass die alle nicht sonderlich isoliert sind. Tammy Strobel ist u.a. deswegen auch zurück in ein cottage gezogen.
        LG Nanne

  9. Hallo.

    Mein persönliches Tiny House würde in den Kanadischen Wäldern oder in den Highlands stehen, vorzugsweise an einem See.
    Aber das wird warscheinlich immer ein Traum bleiben.

    Die Realität sind 88 qm² in einem 6 Familienhaus, immerhin mit Balkon (Südseite) und netten Nachbarn.

    Deshalb genieße ich immer unsere Urlaube an der Nordsee in einer FeWo.
    Jetzt nach Weihnachten ist es auch wieder soweit.
    Unser 2ter Urlaub in einem Nurdachhaus.
    Direkt am Deich (und bitte mit einem 1/2 Meter Schnee).

    Keine Reitzüberflutung, selten mal Internettverbindung,
    keine Verpflichtungen, einfach mal nix drumherum.
    Meine Familie, mein Strickzeug und Stille.
    (Ich würde am liebsten jetzt schon losfahren)

    Liebe Grüße Andrea

      • Danke Maria.

        Ja, als Großstadtkind (Frankfurt am Main)
        ist das immer das Kontrastprogramm schlechthin.

        Ich liebe das Nordsee Wetter, egal in welcher Form und es ist immer Toll, Danke
        Was mir grade noch einfällt,
        dort habe ich die absoluten Minimini Häuser gesehen und betreten.
        Wir waren im Moormuseum Moordorf.
        Häuser vom Innenraum nicht wirklich größer als unser Bad,
        bewohnt mit 6 bis 10 oder mehr Personen plus Tiere, wenn es welche gab.
        Aufrecht stehn war da auch fast nicht möglich,
        ich fand es erschreckend.

        Liebe Grüße Andrea

    • Einen schönen Urlaub wünsche ich dir.

      Und vielleicht geht dien Traum ja doch mal in Erfüllung (wenn auch nicht unbedingt an einem See oder in den Highlands ;-))

      Liebe Grüße, Daniela

  10. Nachdem ich dieses Jahr selbst ein 50 m2 Haus erworben habe, kann ich nur zustimmen: Ja es ist nicht unbedingt einfach etwas in dieser Größe zu finden, das nicht schon unglaublich baufällig oder anderweitig ungeeignet ist. Meine eigene Lösung war auch eher halb optimal. Eine Heizung und Abwassergrube muss ich nämlich jetzt nachträglich noch einbauen. Aber wenn man es mal von der positiven Seite sehen will, habe ich damit auch noch Gestaltungsmöglichkeiten, die mir sonst vielleicht nicht frei gestanden hätten 🙂
    Da ich dort alleine wohnen werde, kommt es mir schon fast wieder verschwenderisch groß vor (auch wenn einige Leute um mich herum das anders sehen), denn es ist immerhin fast 10 m2 größer als meine aktuelle Wohnung.
    Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf den im nächsten Jahr anstehenden Umzug und auf die Gestaltung des zum Haus gehörenden Gartens 🙂

    • Hallo Charlotte!

      Herzlichen Glückwunsch, dass Du Dein Traumhaus gefunden hast.

      Finde ich gut Deine Umdeutung mit Gestaltungsmöglichkeit, ich glaube es ist wichtig immer die positiven Aspekte heraus zu streichen.

      Ich wünsche Dir einen ruhigen Umzug und viel Freude in Deinem neuen Heim.

      lg
      Maria

    • Hallo Charlotte!
      Total cool :)! Möchtest du mir vielleicht sagen, für welche Heizung du einbauen willst :)? Wir haben derzeit einen Schornstein mit 2 Einzelöfen für unser 60 m²-Haus ;). Glg

      • Hallo Sara,
        also nachdem ich zunächst mit so schönen Dingen wie Geothermie geliebäugelt hatte, musste ich am Ende leider einsehen, dass so ein System für mich aktuell einfach zu teuer ist. Da im Haus noch gar keine Heizung vorhanden ist, also auch kein Ofen, den ich übergangsweise nutzen könnte und ich ja aber irgendwie heizen muss, habe ich mich erst einmal für eine Gaskombitherme entschieden.

        Ich hoffe dass, wenn diese Therme in ca 20 bis 25 Jahren ersetzt werden muss, ich zu dem Zeitpunkt dann eventuell eine andere Art der Versorgung wählen kann. In 20 Jahren sollte man ja schon ein wenig Geld sparen können.

        LG charlotte

      • Okay super, danke für die Info :)! Immer wieder spannend, wie andere Menschen solche Probleme lösen 🙂 – besonders wenn nicht mal ein Einzelofen vorhanden ist, ist es echt schwierig :/! glg

  11. Mir persönlich wäre so ein Tiney House ja zu klein. Wir haben zwar wenig Krempel, aber ich mag grössere freie Flächen sehr. Daher wird sich unsere Haussuche auf ca. 100 qm grosse Häuser konzentrieren. Falls wir Kinder haben werden, ist genug Platz da und wenn wir zu zweit bleiben sollten ist genug Platz da für Haustiere. Allerdings haben wir auch schon sehr viele Häuser über 150 qm gesehen umd das ist einfach viel zu gross. Ich habe für 3 Jahre in einer solchen Wohnung gelebt, man muss unglaublich viel Staubsaugen.

      • 70 – 100 m² Häuser finde ich persönlich auch ideal. Je nach Raumaufteilung hat man entweder große Räume (für wenig Leute) oder mehrere kleine Räume. Aber das ist eber leider eine Größe, die man außer bei Reihenhäusern, Doppelhaushälften und alten, meist baufälligen Bauernhäusern nur sehr selten findet. Die typische Größe bewegt sich irgendwo zwischen 150 und 200 m².

        @ Maria: mir gehts da genauso wie dir! Putzen möchte ich das wirklich nicht.

        LG, Daniela

  12. Also, auch auf die Gefahr hin, mich jetzt unbeliebt zu machen: Ich mag große Wohnungen. Unsere (Altbau, Mietwohnung) hat 140 m2 und ist über 3,5 m hoch, großzügig und luftig. Wir werden in absehbarer Zeit umziehen müssen und tendieren zu einem Haus mit vielen Zimmern (auch wenn uns die Raumhöhe fehlen wird). Weil wenn man sich einbildet, zusätzlich zu Schlaf-, Kinder- und Wohnzimmer auch noch eine Werkstatt, Nähzimmer und ein kleines Büro unterbringen zu müssen, bei denen man die Tür zumachen kann (was für ein Traum! geht derzeit gar nicht), dann wird das mit 50 m2 eng. Oder wenn man gern Besuch hat und den auch bei sich unterbringen und nicht ins Hotel schicken möchte. Wir haben ganz viel Bastel-, Werkel- und Handarbeitszeug + die Geräte dazu; da will ich gar nicht aussortieren. Dasselbe gilt für Geschirr: Wir habe viel, weil wir gerne Gäste haben und das dann brauche. Klein und schnuckelig hat schon auch seinen Reiz, das stimmt schon. Für uns passt das im Urlaub (so ein typisches Charter-Segelboot hat vielleicht gerade mal 40 m2 Wohnfläche unter Deck, und da sind wir schon mal zu neunt (zwei Familien) unterwegs. Aber für den Alltag möchte ich mich bewegen können und auch mal quer durchs Wohnzimmer tanzen, ohne mich ständig anzuhauen. lg, Gabi

    • Hallo Gabi!

      Wenn man von zu Hause aus arbeitet und ein umfassendes Hobby hat, dann wird es natürlich schnell einmal eng, kann ich gut verstehen.

      Ich mag z.B. nicht in ein Hotelzimmer gehen im Urlaub, weil mir das echt zu eng ist. Ist auch nicht für meine Bedürfnisse ausgerichtet.

      In meinem Wohnzimmer kann man leider nicht tanzen, würde ich sehr gerne, weil ich tanzen sehr liebe.

      lg
      Maria

      • Hallo Gabi!

        Machst dich damit ja nicht unbeliebt und du bist mit deiner Auffassung auch bestimmt nicht alleine, wenn ich mir die Häusermarkt so ansehe.

        Ich habe auch viel Bastelkram, habe auch das eine oder andere Werkzeug, das ich nicht hergeben würde, auch wenn ich es nicht brauche. Grundsätzlich habe ich auch nicht gegen viel Platz, nur leisten will ich mir das einfach nicht. Da sind mir andere Dinge im Leben wichtiger 😉

        Liebe Grüße, Daniela

  13. Wow. So viele Kommentare. Aber das ist ja auch ein cooler Beitrag! Finde ich sehr schön. Ist auch sehr niedlich. Ich wüsste nur nicht, ob ich dort für immer leben könnte. Irgendwie kann ich mir das momentan gar nicht vorstellen. Aber das käme ja auf einen Versuch an!
    Lg Tami

    • Hallo Tami!

      Schön, dass Du zu meinem Blog gefunden hast und Dich der Beitrag anspricht.

      Man muss ja nicht gleich alles aufgeben, kann aber vielleicht ein paar Anregungen, wie man den Raum besser nutzen kann, mitnehmen.

      Ich freue mich derzeit auch sehr, dass ich das ehemalige Zimmer meiner Tochter als Näh- und Hobbyzimmer nutzen kann.

      lg
      Maria

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