selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Yogasocken

In diesem Jahr habe ich nicht nur Wert auf gesunde Ernährung gelegt sondern auch ganz bewusst mehr Bewegung gemacht.

Nachdem es im Winter nicht ganz so gemütlich ist mit dem Fahrrad durch die Gegend zu düsen, habe ich mich an der Volkshochschule u.a. für einen Yoga-Kurs eingeschrieben.

Und was soll ich sagen, ich bin total begeistert. Ich frage mich ständig, warum ich das nicht schon viel früher gemacht habe, das tut mir so gut und macht echt viel Spaß.

noch bin ich nicht so weit

noch bin ich nicht so weit

ich bekomme leicht kalte Füße

Im Winter bin ich nicht so der Barfußtyp, mir wird schnell kalt an den Füßen und daher trage ich gerne warme Socken. Nun braucht man im Yoga aber Fersen und Zehenballen für viele Übungen. Daher gibt es eigene Yogasocken, die an der Ferse und an den Zehen offen sind.

Kaufen kam für mich natürlich nicht in Frage, daher habe ich im Internet gesucht und festgestellt, dass das ja wirklich keine Hexerei ist.

einfacher als "richtige" Socken zu stricken

einfacher als „richtige“ Socken zu stricken

Anleitung:

Du brauchst bunte Sockenwolle, ein Nadelspiel mit 5 Nadeln (ich habe die Stärke 2,5 genommen) sowie eine Häkelnadel.

Für Schuhgröße 37/38 habe ich 64 Maschen angeschlagen. Um 4 Maschen mehr als für normale Socken, damit sie etwas lockerer werden.

50 Runden 2 glatt 2 verkehrt
20 Runden alle Maschen glatt stricken
8 Runden über die 4. und 1. Nadel 1 glatt 1 verkehrt stricken, die 2. und 3. Nadel weiterhin glatt stricken

79. Runde: 4. und 1. Nadel abgeketteln, die 2. und 3. Nadel glatt gestrickt
80. Runde: mit der Häkelnadel 30 Luftmaschen häkeln um die abgekettelten Maschen zu ersetzen, die 2. und 3. Nadel glatt gestrickt

Anmerkung: Ich habe 2 Maschen weniger angeschlagen als ich vorher hatte, damit der Fuß etwas enger wird.

81. Runde: aus den Luftmaschen jeweils eine Masche aufnehmen, die 2. und 3. Nadel glatt stricken

8 Runden über die 4. und 1. Nadel 1 glatt 1 verkehrt stricken, die 2. und 3. Nadel weiterhin glatt stricken
18 Runden alle Maschen glatt stricken
8 Runden 1 glatt 1 verkehrt stricken

alle Maschen locker abketteln und die abstehenden Fäden vernähen.

Ferse und Zehenspitze bleibt frei

Ferse und Zehenspitze bleibt frei

Yogasocken stricken ist super easy

Bei den Yogasocken spart man sich Ferse und Zehenkappe, daher sind sie wirklich sehr einfach und schnell zu stricken.

So bekomme ich keine kalten Füße mehr beim Yoga und habe trotzdem volle Freiheit für die Fersen und die Zehen.

Anleitungen für Yogasocken gibt es einige verschiedene im Internet, allerdings wollte ich sie lieber nach Gefühl stricken und das ist dabei heraus gekommen.

DIY-Weihnachtsgeschenk

Inzwischen habe ich auch für meine Yogalehrerin ein paar Yogasocken gestrickt. Ihre Wunschfarbe war schlicht und zu ihrer üblichen Yogakleidung passend, daher habe ich anthrazit gewählt. Gestern durfte ich die Socken überreichen, sie hat sich wirklich sehr gefreut darüber.

Yogasocken3




Verlinkt zu Create in Austria, Stricklust, Auf den Nadeln, Lieblingsstücke, Creadienstag, Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge und Nähfrosch


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Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

Alle ausführlichen von mir selbst geschriebenen Anleitungen sind auf der Übersichtsseite „Anleitungen – Tutorials“ zusammengefasst.

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37 Kommentare zu “selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Yogasocken

  1. Danke fürs Herzeigen, denn dass ist eine tolle Idee für alle Yogis 🙂
    Und da ich eine sockenstrickende Schwiegermama hab ( sie strickt wöchentlich ein Paar) und nur die sockenwolle besorgen muss… 😉
    Liebe Grüße, Petra

    • Hallo Petra!

      Freut mich sehr, dass Dir meine Yogasocken gefallen!

      Deine Schwiegermama wird dafür ganz sicher keine Woche brauchen, die sind total schnell gestrickt, eben weil Ferse und Kappe fehlt, was ja sonst eher fummelig ist.

      Meine Yogalehrerin hat sie gestern im Kurs gleich angehabt und war sehr begeistert!

      lg
      Maria

  2. Echt? Das funktioniert? Da bleiben auch die Zehen warm und frieren nicht ab, wenn sie vorne rausschauen? Hm… Yoga, du bist jetzt die x-te die ich kenne, die von Yoga schwärmt. Muss wohl was dahinterstecken. (Auch wenn ich derzeit mit Zumba sehr zufrieden bin.) lg, Gabi

    • Hallo Gabi!

      Zumba mache ich auch und macht mir auch viel Spaß. Hängt halt davon ab, was man will bzw. ich will halt die ganze Bandbreite 😉 Von Auspowern bei Zumba bis kräftigend und entspannend beim Yoga.

      Die Zehen sind total viel in Bewegung bzw. werden für Figuren benötigt, die sind von ganz alleine warm. Unser Raum ist eher kühl aber das ist echt kein Problem. Vielleicht in den ersten 2-3 Minuten, aber danach sind sie warm.

      Ich habe vor 20 Jahren Yoga ausprobiert und es hat mir nicht so gut gefallen. Dann habe ich die Finger davon gelassen, weil ich dachte, das passt halt nicht für mich.

      Aber jetzt weiß ich, dass ich damals einiges nicht verstanden habe und es mir deshalb nicht so gut gefallen hat.

      lg
      Maria

  3. Super Maria… danke für deine Anleitung… bin mal gespannt, ob der Yoga Kurs für Kinder weitergeht, den mein Mädel momentan voller Begeisterung besucht… dann „müssen“ solche Socken her.
    LG Birgit

  4. Yoga…wollt ich immer schon mal probieren….hmmm….lustig ist, dass ich vor 3 oder 4Jahren schon mal YogaSocken gestrickt habe um diese zu verkaufen (damals noch dawanda) und NIEMAND sie haben wollte….
    vielleicht ist das heute ein Zeichen….ich schau mal wo es rund um mein Dorf ein Yoga*Tempel* gibt…
    Ganz liebe Grüße – tolle Yogi’s hast du gestrickelt!
    Gabi

  5. Sehr coole Idee! Wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt. Man lernt nie aus 😉

    Einen Yogakurs zu besuchen hab ich auch schon mal in Erwägung gezogen. Ich schätze mal du machst ihn in der nächst größeren Stadt? Eine Lehrerin zur Empfehlung?
    Seit ich mit Zumba aufgehört habe fehlt mir irgendwie ein Wochen-Fixpunkt 😀

    Liebe Grüße, Daniela

  6. Hallo Maria,
    ich mache kein Yoga, daher wusste ich bisher noch gar nicht, dass es solche „Socken“ gibt, ich kenne nur die normalen und die Socken mit je 5 Zehen ;-).
    Wieder etwas gelernt… Sehen wirklich schön aus, Deine gestrickten Socken ! Liebe Grüße, Birthe

    • Hallo Katharina!

      Ich kaufe meine Wolle seit mehreren Jahren „gebraucht“ – ist nicht ganz der richtige Ausdruck, denn sie ist meist neuwertig. Manchmal fehlt ein Stückchen und es sind nur Reste.

      Aber sie haben vorher schon mal jemand anderem gehört, ich habe über einen Internetflohmarkt eine ständige Suchanfrage (ich bekomme eine Info, sobald Wolle zum Verkauf angeboten wird) laufen und kaufe immer wieder second-hand-Wolle.

      lg
      Maria

  7. Ach, das wusste ich gar nicht, aber es leuchtet ein, dass man freie Zehen und Ballen braucht. Da warst du mal wieder kreativ und hast es für die, die nachstricken wollen, toll aufbereitet.
    LG, Ingrid

  8. Hallo Maria,
    was für eine schöne Idee. Ich werde sie gleich in Arbeit bei meiner Mutter geben, weil sie schneller (und schöner) strickt als ich. Deine Socken finde ich noch praktischer als die Stulpen, die ich bis jetzt benutze. Vielen Dank für die Anregung.

    Gruß, Kiki

    • Hallo Kiki!

      Das ist ja super, dass Du so eine tolle „Strickquelle“ hast. Bei mir ist es umgekehrt, meine Tochter kommt zu mir, wenn sie was braucht.

      Ich mache das aber auch sehr gerne!

      Dann wünsche ich Dir viel Freude mit Deinen neuen Yogasocken!

      lg
      Maria

  9. Yogasocken wollte ich mir schon ganz lange mal stricken. Bin mir nur nicht sicher, ob die für mich Frostbeule ausreichen. Bisher trage ich beim Yoga normale Stricksocken und nehme das Rumrutschen in Kauf.
    Dein Kommentar von heute morgen gibt mir zu denken. Das der Versuch etwas nicht Perfektes noch mal zu ändern, statt es wegzuwerfen schon erwähnenswert ist, war mir nicht so ganz klar.
    Außerdem hätte ich jetzt Lust Sauerkraut zu machen. Unsere Innenstadtwohnlage und der damit verbundene Mangel an (Speisen)stauraum bremsen den Elan ein wenig …
    LG Malou

    • Hallo Malou!

      Ich bin ja auch so eine Frostbeule und habe bis dahin mit Rutschsocken trainiert. Die ersten 2-3 Minuten war mir bei den Zehen ein klein wenig kühl, aber mit der Bewegung ist das sofort weg gegangen und mir war die ganze restliche Stunde wunderbar warm. Nur bei der Endentspannung ziehe ich zusätzliche Socken drüber.

      Zum Sauerkraut – es braucht ja nicht viel Platz, man muss ja keine Unmengen machen. Auf dem Foto ist meine gesamte Winterration zu sehen. Hast Du ein Kellerabteil bei Deiner Wohnung dabei?

      Zu meinem Kommentar bei Dir: Durch meine intensive Beschäftigung mit Reparatur- und Adaptierungsarbeiten in diesem Jahr achte ich mehr darauf. Wie oft macht jemand was und dann passt es doch nicht so und weg damit. Das finde ich so schade. Oder in einem Blogbeitrag wird nur das „geniale Endprodukt“ gezeigt.

      Jeder, der etwas selber macht, kennt dass mal etwas nicht so gut klappt wie gedacht. Nur wenige zeigen das. Und noch weniger Menschen machen sich die Mühe, wieder aufzutrennen und neu zu machen.

      Finde ich gut, dass das bei Dir anders ist!

      lg
      Maria

  10. Hallo Maria,
    die Anleitung ist ja großartig! Die werde ich auf jeden Fall zwichen den Jahren mal ausprobieren! Vllt. entsteht sogar spontan noch ein Weihnachtsgeschenek, wenn ich Zeit finde.
    Ich mache seit 1,5 Jahren Yoga und bin auch total begeistert! :o) Viele Grüße! Lieschen

    • Hallo Lieschen!

      Das freut mich aber sehr, dass Dir meine Anleitung so gut gefällt, herzlich willkommen auf meinem Blog!

      Die Yogasocken sind ganz schnell gestrickt, passt doch gut für den Anfang in das nächste Yogajahr. Schön, dass Dir Yoga auch so gut gefällt!

      lg
      Maria

  11. Pingback: Monatscollage Dezember 2015 | widerstandistzweckmaessig

  12. Hallo Maria,
    ein frohes neues Jahr, Schade, dass ich die Yogasocken nicht vor Weihnachten gefunden habe, Na ja, jetzt bekommt sie meine Tochter zum Geburtstag! Eine Technikfrage hätte ich noch:
    Warum nimmst du die Maschen an der Ferse über eine Luftmaschenreihe auf? Kann ich die nicht einfach so aufstricken? Das scheint mir doch sehr fummelig oder ist es weil das sonst zu labberig werden könnte? Hast du das schon mit aufstricken versucht?
    Ich stricke gerade ein Pullunder, aber danach werde ich die Yogasocken in Angeriff nehmen und berichten.
    Liebe Grüße
    Anne

    • Hallo Anne!

      Beim ersten Paar habe ich einen Hilfsfaden genommen und mit diesem einen üblichen Anschlag gemacht, musste dann aber dafür 2 Fäden vernähen.

      Beim 2. Mal habe ich es mit Aufhäkeln gemacht, das hat sehr gut funktioniert und ich hatte keine Fäden zu vernähen.

      Man kann es sicher mit verschiedenen Techniken machen, was man gewohnt ist und es ist auch eine optische Geschmackssache.

      Also wenn Du eine andere Technik verwenden willst, dann mach das ruhig. Mir persönlich gefällt das mit dem Häkeln optisch sehr gut, deshalb habe ich es hier so beschrieben.

      Ja, schade, dass Du sie nicht früher gefunden hast, ich habe mich nämlich extra beeilt, damit die Anleitung noch vor Weihnachten gepostet werden konnte.

      lg
      Maria

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  14. Pingback: selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Yogarock | widerstandistzweckmaessig

  15. Hallo Maria,
    1000Dank für Deine Anleitung!!

    Zufällig bin ich passionierte Socken-Strickern… und ich fand die Yogahosen mit angenähten Socken (von Tschibo und so) immer zu profimäßig. Außerdem mag ich mir nicht extra etwas kaufen, wenn ich doch schon ne Yogahose habe.
    Also, der nächste Herbst kommt mit riesen Schritten == 1 Paar für meine beste Freundin zu Weihnachten und eins für mich!

    LG und eine besinnliche Blogpause
    Emi

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