gelesen im Januar – Buchtipp #17

gesunder Schlaf mit TCMGesunder Schlaf mit TCM
von Prof. TCM Li Wu
Verlag Mankau

Viele Menschen leiden unter mangelndem, unruhigem oder schlechtem Schlaf. Die Ursachen der Schlafstörungen liegen auf verschiedenen Ebenen, d.h. sie können körperlicher, geistiger oder auch seelischer Natur sein. Hier bietet die grundsätzlich ganzheitliche Herangehensweise der TCM viele Vorteile.

Dieser Ratgeber gibt einen praxisnahen Überblick über die verschieden Anwendungsmöglichkeiten und Heilverfahren der TCM, die Entspannung und einen gesunden Schlaf fördern.

Der Autor, Herr Prof. TCM Li Wu ist Doktor der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Neben einem Medizinstudium an der Universität Peking hat er in Deutschland Psychologie und Germanistik studiert. Li Wu ist zudem Qi-Gong-Meister, Professor für TCM an der Universität Yunnan und Professor für Ost-West-Medizin an der Universität in San Francisco.

Sein Fachwissen ist sehr umfassend und das ist auch in dem Buch zu erkennen. Auf etwas über 150 Seiten geht er bei den einzelnen Kapiteln trotz aller Kürze sehr in die Tiefe.

Einleitend erfahren wir warum wir überhaupt schlafen müssen und wie viel Schlaf ein gesunder Mensch benötigt. Mit einem kleinen Selbsttest schließt das nachfolgende Kapitel über Schlafstörungen und deren Folgen.

Nun kommt die TCM ins Spiel und wir lesen mehr über die Grundlagen und Prinzipien der TCM und welche Möglichkeiten sich anbieten wie z.B. Änderung der Ernährungsgewohnheiten, Entspannung mit Akupressur und Heilmassagen.

Da Herr Dr. Li Wu auch Mister im Qi-Gong ist, darf natürlich auch das Kapitel über die Möglichkeiten, mit sanften Bewegungen zu einem gesunden Schlaf zu kommen, nicht fehlen.

Bei den Schlafritualen und Einschlafhilfen wird auf Meditationsübungen gebaut, die – bezeichnend für die TCM – für jedes der 5 Elemente gesondert angeleitet werden.

Das letzte Kapitel widmet sich dem Schnarchen, hier wird nicht nur beschrieben warum Schnarchen so gefährlich ist und krank machen kann, sondern auch erklärt, was man gegen Schnarchen unternehmen kann.

Meine Meinung zu dem Buch

Seit einiger Zeit habe ich immer wieder Phasen, in denen ich sehr schlecht schlafe bzw. Schwierigkeiten habe durchzuschlafen. Angeblich hat das auch etwas mit dem Wechsel und den damit verbundenen Hormonumstellungen zu tun.

Da ich mich schon seit einiger Zeit mit der Ernährung nach TCM beschäftige und sehr gute Erfahrungen damit gemacht habe, wurde ich vom Titel sehr angesprochen, zumal auch Ernährungstipps, Kräuterrezepturen und andere Übungen versprochen wurden, die den Schlaf fördern sollen.

Wenn man das Buch liest kann man erkennen, wie wichtig dem Autor dieses Thema ist und dass seine Leidenschaft für die TCM und auch die anderen Möglichkeiten der Behandlung brennt. Für den Umfang der verschiedenen Themen, die in dem relativ kompakten Buch Platz finden müssen, geht er sehr ins Detail und hat unglaublich viel Fachwissen hinein gepackt.

Aber genau hier war – zumindest für mich – der Schwachpunkt zu finden, denn ich habe mich bei der Fülle an Informationen richtig überfordert gefühlt. Obwohl alle Übungen sehr liebevoll illustriert wurden, kann ich mir nicht vorstellen, dass man alleine anhand von diesen Texten das richtige auswählen und dann noch korrekt ausführen kann.

das Buch wurde sehr liebevoll gestaltet

das Buch wurde sehr liebevoll gestaltet

Ich denke es ist schwierig den Spagat zwischen Fachwissen für Experten und einfachem Wissen für Laien zu finden und das ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen. Von meinem Empfinden her ist es eher ein Kompaktratgeber für Experten als ein Ratgeber für den Leser mit wenig Vorbildung.

Trotzdem konnte ich von den Anregungen profitieren und habe vor allem die Meditationstexte selbst gesprochen am PC aufgenommen und dann mit diesen Aufnahmen weiter gearbeitet.

Linktipp

Eine ausführliche Leseprobe wird vom Verlag als pdf zur Verfügung gestellt.


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Bilder aller Buchtipps sind auf meiner Pinterest-Pinwand zu finden.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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11 Kommentare zu “gelesen im Januar – Buchtipp #17

  1. Hallo Maria, danke für diesen Buchtipp. Ich selbst habe einen unverschämt guten Schlaf aber ich habe öfter mit anderer Leute Schlafproblemen zu tun, dann kann ich es als Anregung weitergeben.
    Meine Erfahrung ist, Ärzte haben generell selten Lust bzw. Zeit oder Nerven sich mit diffusen Symptomen auseinander zusetzten. Dann gibt es Pauschaulaussagen wie. Meiner Freundin wurde das erste Mal mit 35 gesagt das sind die Wechseljahre! 😀
    Liebe Grüße Tutti

    • Hallo Tutti!

      Mit 35 ist es schon ein bisschen früh für Wechseljahre.

      Ärzte sind ein Kapitel für sich, da sind schon einige sehr besondere Exemplare dabei.

      Bei mir hängt schon sehr viel mit der Psyche zusammen. Wenn mich etwas sehr bewegt, dann kommt mein Gehirn auch in der Nacht nicht zur Ruhe und ich liege wach im Bett und die Gedanken rasen.

      lg
      Maria

  2. Dieses Überforderungsproblem angesichts der Fülle von Ideen und Übungen habe ich auch bei manchen Büchern. Gut, dass du aber trotzdem etwas daraus für dich verwenden konntest.
    LG, Ingrid

  3. Mein Thema! Ich fress einen Besen, wenn meine Schlafstörungen nicht am (beginnenden) Wechsel liegen, sie kehren inzwischen beinahe monatlich in der 2. Zyklushälfte wieder. Geht der Autor auf diese „Phase“ ein? Und meine (eben doch noch nicht so 100% erwachsenen) Kinder geben mir auch genügend „Grübelstoff“ für schlaflose Nächte. Ganz normal eben. Kochen nach TCM habe ich über die Jahre recht gut verinnerlicht, die Verbindung zum Schlaf ist mir neu, klingt jedoch vielversprechend. Ich würde auch die nächsten Jahre gerne hormonfrei bleiben, stehe jedoch erst ganz am Anfang meiner Recherchen. Irgendwie weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll (vielleicht bei der nachlassenden Sehschärfe) oder einfach nur so lange wie möglich ignorieren – mal sehen 🙂
    glg Petra

    • Hallo Petra!

      Wenn Du so einen genauen zeitlichen Zusammenhang erkennen kannst, dann liegt die Vermutung nahe, dass es wirklich daran liegt.

      Bei mir gibt es keine erkennbare Zyklushälfte mehr. Seit August letzten Jahres hatte ich gerade mal 2 x die Tage. Was es nicht wirklich einfacher macht.

      Ja, die Kinder geben einem in der Phase einige Aufgaben zu lösen, das kann ich nur bestätigen!

      In Hinblick auf Wechsel habe ich aus dem Buch nichts mitnehmen können. Mittlerweile glaube ich, dass man da einfach durch muss. Je liebevoller und rücksichtsvoller man in der Zeit mit sich selbst umgeht, desto einfacher ist es.

      Eine neue Brille habe ich seit 3 Jahren, darüber war ich dann schon sehr froh, hat mir viel gebracht endlich auf Gleitsicht umzusteigen 🙂

      Ignorieren im engeren Sinn halte ich für keine gute Idee, das hat bei mir nicht geklappt. Umso heftiger wurde es. Lieber annehmen, dass sich vieles verändert und sich so gut wie möglich anpassen statt dagegen zu wehren!

      lg
      Maria

  4. Pingback: Monatscollage Februar 2016 | widerstandistzweckmaessig

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