gelesen im Februar – Buchtipp #18

Das Leben ist keine To-do-ListeDas Leben ist keine To-do-Liste
Endlich Zeit für das, was wirklich wichtig ist –
mit der to-be Liste

von Shirley Seul
Verlag Kailash

Als ich den Titel von dem Buch sah, war ich gerade am Hadern mit meinem Leben, weil die Zeit zu knapp war um all das, was ich gerne machen möchte, an einem Tag unterzubringen.

„Dich hat der Himmel geschickt, genau Dich brauche ich jetzt! Weg von den vielen to-do’s, die täglich auf mich einstürmen und hin zu mehr leben und genießen!“, war das erste, was ich gedacht habe.

Das Leben ist vollgepackt mit Dingen, die erledigt werden müssen, Ansprüchen, die erfüllt werden wollen, und Deadlines, deren Einhaltung Ehrensache ist. Das Gefühl, nie zu genügen, kann so groß werden, dass wir uns manchmal wie Automaten fühlen, die nur noch funktionieren und sich damit abgefunden haben, ein Häkchen nach dem anderen auf ihre To-do-Listen zu setzen. So haben wir uns unser Leben nicht vorgestellt! (Auszug Klappentext)

Sherly Seul deckt eine Falle nach der anderen auf, in die wir in unserer schnelllebigen Zeit gestolpert sind und wodurch wir nun im Hamsterrad festhängen. Sie nennt es die Formel 1, weil wir immer schneller eine Runde nach der anderen drehen, und lädt in jedem Kapitel zu einem Bloxenstopp ein, wo sie kleine Schlupflöcher zeigt.

Es fängt damit an, dass sie auffordert einfach einmal abzuschalten. Gemeint ist das Smartphone, das uns ständig und zu jeder Zeit verfügbar macht. Nichts Schlimmes passiert, wenn wir einmal nicht telefonisch oder per Mail erreichbar sind.

Mit viel Wortwitz und Wortspielereien versucht sie die wahre Tragödie, die hinter unserem kollektiven Burnout steckt, ein wenig aufzuheitern. Es gelingt nicht wirklich, zu sehr trifft das, was sie schreibt, ins Schwarze.

Das Buch ist in 4 Teile gegliedert, nach der Einleitung kommt in der „Formel 1“ eine unbarmherzige Analyse der Ist-Situation, um in der „Formel 0“ endlich den „Sesam-Code“ zu verraten. Im Kapitel „Formel ∞“ wird noch einmal klipp und klar gesagt, worum es wirklich geht. Was ich hier natürlich nicht verrate – denn das wäre ein Spoiler.

Linktipp

Eine ausführliche Leseprobe wird vom Verlag als pdf zur Verfügung gestellt.

Meine Meinung zu dem Buch

Gleich vorweg – das Buch, das ich in der E-Book-Ausgabe gelesen habe, war letztendlich nicht ganz das, was ich erwartet oder besser gesagt erhofft hatte. Sherley Seul hat das Problem sehr gut analysiert, bringt unzählige Beispiele exakt auf den Punkt, legt den Finger auf die Wunden unserer hochtechnisierten Konsumgesellschaft und streut zu allem Überfluss auch noch ein wenig Salz darauf – damit es ja schön brennt und weh tut.

Es war für mich gar nicht so einfach all das zu lesen, zu sehr fühlte ich mich immer wieder ertappt. Vor allem das Kapitel „Informationsinfarkt“ gab mir viel zu denken auf, dabei arbeite ich ja schon seit einiger Zeit genau daran und bin leider noch immer keinen Schritt weiter gekommen.

Die Lösung dafür versuchte ich nun in dem Buch zu finden, was mir leider nicht gelungen ist – das ist die schlechte Nachricht. Es gibt keine Abkürzungen und es gibt keine perfekte Universallösung für das Problem.

Vielleicht wird es noch klarer, wenn man sich die Seitenzahlen neben den Kapiteln ansieht. Nach der Analyse in der Formel 1 beginnt die Formel 0 auf Seite 153 und die Formel ∞ füllt die Seite 166. Bleibt nur noch der Anhang auf Seite 167.

Während des Lesens habe ich mir immer wieder gedacht „Ja eh, genau so ist es! Aber was ist die Lösung? Nur das Problem zu erkennen geht doch nicht weit genug!“.

So viel sei verraten, es gibt kein Patentrezept um aus dem Hamsterrad auszusteigen und von der to-do Liste weg zur to-be Liste zu kommen.

Das liegt vermutlich auch daran, dass jeder Mensch anders ist und die Wünsche und Bedürfnisse sich voneinander unterscheiden.

Meiner Meinung nach haben die Probleme unserer Zeit ganz viel mit dem Überfluss zu tun, in dem wir leben – mit der Übersättigung einerseits („alles ist ständig verfügbar“) und andererseits mit dem Paradoxon der Wahl (siehe Barry Schwartz „Video: das Paradoxon der Wahlmöglichkeiten“ und Gerald Hüther Vortrag „Glücksgefühle“).

Kein Wunder dass immer mehr Menschen im Minimalismus die Lösung suchen und hoffen, sich durch die Befreiung von allem Unnötigen wieder leichter und unbeschwerter zu fühlen. Das stimmt jedoch leider nur bedingt und hängt davon ab, ob man beim Entrümpeln stehen bleibt oder noch einen Schritt weiter geht.

Erkannt habe ich, dass ich den richtigen Weg bereits eingeschlagen habe und ihn einfach nur weiter zu gehen brauche. Das ist die gute Nachricht.

Videotipp:



achtsam durch den Tag Jahresprojekt 2016achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2016]

Dieser Beitrag ist Teil von meinem
#Jahresprojekt 2016.

Weiters verlinkt zu Blog-Event: Bücher, die bewegen


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37 Kommentare zu “gelesen im Februar – Buchtipp #18

  1. Danke für deine Einschätzung! Eigentlich liegt das Buch schon auf meinen to-read Stapel, aber nach deiner Rezension werde ich mir die Zeit sparen, die es braucht, um das Buch zu lesen und direkt was Schönes machen 😉

  2. Liebe Maria,
    als ich das Wort „Überfluss“ las, musste ich lachen. Denn vor mir auf dem Schreibtisch liegt ein kleines Buch, dass ich in dieser Woche wieder einmal hervor gekramt habe. Der Autor: Josef Kirschner . Der Titel: Die Kunst, ohne Überfluss glücklich zu leben . Herausgabedatum 1980 .
    Damals , in meiner frühesten Jugend, hat mich dieses Buch bereits fasziniert . Gerade jetzt in meiner Fastenzeit wird mir mein Konsum wieder einmal vor Augen geführt.

    Grüße von der Sammlerin

  3. Hallo, ich lese immer mit Begeisterung deine Beiträge ! Auch deine Büchervorstellungen werden von mir immer verschlungen. Als du das das Buch über die Achtsamkeit vorgestellt hast habe ich es mir auch gekauft und dazu noch ein Buch über das Selbstbewußtsein. Es war interessant den Unterschied in diesen beiden Büchern zu finden. Beide Bücher erfordern aber Zeit, wovon wir alle zu wenig haben. So sind wir bei der heutigen Buchvorstellung. Ich habe mir die PDF gelesen und es ist prima geschrieben. Leider wie in vielen Ratgebern werden die Probleme aufgezeigt, aber effektive Lösungsansätze nicht gegeben. Aber der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und da ich eine absolute Hundenärrin bin, habe ich mir nun Lunas Seelenhund von der Autorin (gebraucht) bestellt. Wollte damit eigentlich sagen das ich nun schon zum 2. Mal durch deine Buchvorstellung auf tolle Bücher gestoßen bin. Allerdings ist es mir häufig ein Rätsel wie du es schaffst immer alles selbst zu machen. Ich gebe mir wirklich viel Mühe möglichst viel selbst herzustellen, kaufe viel gebrauchte Kleidung, halte Bienen und Pflanze einen Teil unseres Gemüse selber an, aber all das bringt mich zu gewissen Zeiten im Jahr an den Rand meines Leistungsvermögens. Wie schaffst du es noch z. Bsp Topfschwämme selber herzustellen und alles mögliche zu reparieren?? Ich wünsche dir noch einen schönes Wochenende Sonja

    Dass mir der Hund das Liebste sei, sagst Du, o Mensch sei Sünde. Ein Hund bleibt Dir im Sturme treu, ein Mensch nicht mal im Winde.

    Franz von Assisi

    >

    • Hallo Sonja!

      Danke für Dein ausführliches Kommentar und freut mich sehr, dass Du mit meinen Buchtipps was anfangen kannst!

      Zu Deiner Frage: Ich komme ganz ähnlich wie Du (schreibe ich sogar in diesem Beitrag) auch immer wieder an meine Grenzen. Gerade auch mit meinem Blog, weil ich vieles, was ich mache, auf Fotos dokumentiere und dann zu einem Beitrag verarbeite. Das ist alles sehr aufwändig und manchmal geht es sich einfach nicht aus. Dann muss eine Pause her.

      Stricken zählt auf jeden Fall zu meinen bevorzugten Hobbys, das mache ich so nebenbei am Abend, wenn ich mir einen Film ansehe.

      Auch ist es so, dass meine Kinder schon außer Haus sind und ich dadurch wesentlich mehr Freiraum habe als Frauen mit Familie.

      Man sieht wieder einmal, man kann 2 Lebenssituationen nicht miteinander vergleichen, wenn man die Hintergründe nicht ausreichend kennt.

      Ich denke mir das manchmal auch wenn ich andere Blogbeiträge lese – wie geht sich das alles aus, jede Woche so viele Beiträge. Das schaffe ich jetzt, wo ich wieder arbeite, einfach nicht mehr.

      lg
      Maria

  4. Ich habe deinen Beitrag in meiner Kaffeepause gelesen, und bin jetzt doch neugierig auf das Buch. Ich habe dann weiter geputzt (to-do-liste abgearbeitet) und nachgedacht. Ich versuche auch mich von meiner To-Do-Liste zu befreien, mehr oder weniger. Ein Tipp der mir sehr geholfen hat war, die Liste einmal pro Woche durchzugehen, und alles überflüssige zu löschen. Übrig bleiben da nur Sachen die zum weiterleben nötig sind (Rechnungen, Putzen…), die einem wirklich wichtig sind (mit Opa telefonieren) oder die einem Spass machen. Ich denke ein Problem ist auch, dass man auch in der Freizeit denkt man müsste etwas was einem Freude macht, immer machen. Oder dass man an etwas machen (und dabei Spass haben) sollte, wie etwa Sport oder Freunde treffen. Ich habe lange versucht „Da zu sein wo ich bin“, und da merkt man erst ob man etwas nur hinter sich bringen will, oder wirklich da sein will. Oft (z.B. in Vorlesungen) entsteht die Freude erst aus der Präsenz und dem Mitdenken. Und wenn keine Freude entsteht, ist es vielleicht Zeit es auf Eis zu legen (z.B. Hobbies, die gerade nicht passen. Ich lese und blogge oft nur in Schüben) oder zu überlegen ob man es verändern (wo und wie man Freunde und Verwandte trifft) oder gar loszulassen. Ohne schlechtes Gewissen. Vielleicht kommt es wieder, vielleicht kommt in die freigewordene Energie was Besseres.

    • Hallo Dalia!

      Vielen herzlichen Dank für Dein sehr anregendes Kommentar!

      „…dass man auch in der Freizeit denkt man müsste etwas was einem Freude macht, immer machen.“ Das ist wohl die Angst, etwas zu verpassen, zumindest geht es mir manchmal so.

      Mittlerweile versuche ich daran zu denken, dass – wenn mir etwas in dem Moment gut tut – es genau das richtige ist. Egal was ich sonst noch so machen könnte.

      Leider vergesse ich im Alltag immer wieder einmal darauf.

      Daran arbeite ich nun weiter 🙂

      lg
      Maria

  5. Liebe Maria,

    als bekennender To-Do-Listen-Fan haben mich das Buch und deine Rezension neugierig gemacht, sodass ich es mir ausgeliehen habe. Jetzt bin ich sehr gespannt aufs Lesen.

    Seit meiner Beschäftigung mit Minimalismus habe ich zumindest schon Abstand von täglichen Listen genommen, die mich leicht unter Druck setzen können. Statt dessen plane ich jetzt immer wochenweise und habe so sehr viel mehr Flexibilität, wann ich was tatsächlich erledige. Meistens ist es nämlich z.B. der Treppe egal, ob ich sie montags oder dienstags fege. Und wenn ich mittwochs erschöpft bin, dann beantworte ich halt donnerstags E-Mails.

    Dennoch gerate ich immer noch leicht in einen Informationsstrudel (so nenne ich das), d.h. versinke regelrecht in der Flut von Infos – und stelle dann später (nach 4 Videos, 3 Beiträgen usw.) fest, dass mich das Ganze irgendwie in dem Moment nicht weitergebracht hat. Andererseits merke ich mir viele der gelesenen Dinge und nutze sie dann manchmal Wochen oder Monate später aktiv in meinem Alltag bzw. Unterhaltungen. Gar nicht so einfach, da das richtige Maß zu finden.

    Liebe Grüße, Svenja (Apfelmädchen)

    P.S.: Am Donnerstag veranstalten wir übrigens einen #Miniplausch zum Thema Digitaler Minimalismus, was ja hier irgendwie auch passt. Findet auf Twitter statt und kann auch ohne Twitter-Account gelesen werden. Falls du reinstöbern magst, hier der Link: https://twitter.com/hashtag/miniplausch?f=tweets&vertical=default

    • Hallo Svenja!

      Ich mag todo-Listen auch sehr gerne, einfach weil sie mir helfen, den Kopf klar zu bekommen. Sozusagen „mein externes Hirn“ und in der Funktion finde ich sie nach wie vor super.

      Wenn Du das Buch liest, wirst Du merken, was sie im Besonderen meint.

      Es geht mehr um dieses alles „erledigen“ statt zu „erleben“ – ja, das trifft es jetzt sehr gut.

      Sicher werden gewisse Dinge immer sein müssen, das bringt der Alltag so mit sich.

      Aber wenn dann Dinge, die eigentlich FreizeitVERGNÜGEN sind, auf der todo-Liste abgearbeitet werden und dadurch keine Spaß mehr machen, weil sie längst zur Pflicht geworden sind, dann läuft etwas schief im Leben.

      Danke für den Tipp mit dem #Miniplausch, wie funktioniert so was? Uhrzeit oder kann man da reinschauen, wann es passt?

      lg
      Maria

      Auch ein PS von mir – kennst Du schon unsere EiNaB-Gruppe auf FB? Hier könntest Du Beiträge von Euch, die thematisch passen, sehr gerne posten.

      • Hallo Maria,

        kleiner Nachtrag zum Miniplausch: Es geht um 20.00 Uhr los. Sadfsh und ich stellen immer ein paar Fragen zum Thema (Q1/Q2 etc.), die anderen Teilnehmer_innen antworten dann mit A1/A2 etc. und gerne auch untereinander auf ihre Nachrichten. Meistens unterhalten wir uns so in einer Gruppe von 5-15 Menschen etwa eine Stunde lang. Nachlesen kannst du die Gespräche aber auch später noch und dieses Mal wollen wir auch versuchen, eine Art Zusammenfassung am Blog zu veröffentlichen.

        Liebe Grüße, Svenja (Apfelmädchen)

      • Hallo Svenja!

        Danke für die Erklärung, da ich Twitter nicht kenne, ist mir das neu. Klingt aber sehr interessant und eine Zusammenfassung am Blog wäre natürlich super.

        Ich werde mir auf jeden Fall den Termin vormerken.

        lg
        Maria

  6. Liebe Maria,
    mir geht es auch öfter so dass ich Bucher lese, die wie ich finde die Fehler perfekt aufzeigen, aber Lösungsvorschläge vermissen lassen. Teilerfolg 😉

    Zum Thema des Buches habe ich meinen eigenen Vorschlag.
    Mir ist schon oft aufgefallen, das gerade dort wo den ‚to do Listen‘ hinterher gehetzt wird oft fremde Wünsche erfüllt werden aus einer Art Gutmenschentum. Der unbewusste Wunsch ein guter Mensch zu sein ist ein nimmersatter Antrieb. Das kann je nach Umgebung und Kontext etwas völlig anderes sein.
    Dinge die man aus einer intrisischen Motivation heraus tut laden einen wieder mit Energie auf, fremde Vorgaben zu erfüllen macht müde.

    Danke das du deine Bücher mit uns teilst, ich lese das wirklich gerne!
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende Tutti

    • Hallo Tutti!

      Dein Gedankengang gefällt mir sehr gut, es ist sicher sehr wichtig zu unterscheiden, was man aus sich selbst heraus will oder was man nur macht, weil man es so macht oder um anderen zu gefallen oder nicht in Ungnade zu fallen.

      Ich freue mich gerade ganz besonders über Deinen Schlusssatz, dass Du die Buchtipps gerne magst. An der Klickstatistik merke ich, dass ich nicht so viele Menschen wie sonst anspreche.

      Mir ist diese Rubrik aber sehr wichtig, ich lese sehr gerne, habe aber in den letzten Jahren das Lesen von Büchern zu Gunsten vom Internet drastisch reduziert. Auf der anderen Seite geht es mir aber total ab. So überliste ich mich selbst ein wenig. Seit dieser Serie am Blog komme ich wieder regelmäßig zum Lesen und das tut mir echt gut.

      lg
      Maria

      • Auch ein spannendes Thema: Was bloggen damit man a. selbst Freude daran hat und b. den Lesern gefällt damit man Bloggerleckkerli ( = Klicks) bekommt.

        Was lesen angeht bin ich altmodisch und bevorzuge Buch. ich habe zwar schon gelegentlich ein E-Book herunter geladen aber die Print Version ist mir lieber.
        Trotzdem, mein Nutzerverhalten hat sich auch geändert. Ich muss zugeben das ich Abends auf der Couch inzwischen oft online surfe statt zu lesen.
        Vielleicht sollte ich auch eine Bücherrubrik auf meinem Blog eröffnen 😉 Liebe Grüße Tutti

      • Hallo Tutti!

        Ich mag Bücher auch viel lieber, aber nachdem sie sich bei mir in großen Massen angesammelt haben in meinem Leseleben, habe ich zuletzt versucht zumindest Romane und einfachere Bücher am e-reader zu lesen. Einfach weil nicht noch ein Buch rum liegt.

        Bloggerleckerli gefällt mir 🙂

        lg
        Maria

  7. Hallo Maria, dieses Buch habe ich auch gelesen (war ja klar 😉 ) Mir hat es nicht gefallen. Zu viele Allgemeinplätze, zu wenig Hilfestellungen. Ich bleib also bei Listen und Häckchen 😉 Übertrieben habe ich es da ohnehin nie.

    • Hallo!

      Ich finde grundsätzlich auch nichts Schlechtes an todo Listen – wie schon geschrieben, es hängt halt davon ab, was man da alles drauf setzt und ich glaube dahin geht der Denkanstoß.

      Du schreibst, dass Du es nie übertrieben hast, dann machst Du das sicher richtig für Dich.

      lg
      Maria

  8. Hallo Maria,

    ich mache es wie Dalia, nur das Wichtige und der Rest fällt hinten runter. Partys bedeuten mir z. B. nix mehr. Ich sitze gerne eine Nacht am Feuer und halte es auch gerne eine Nacht am laufen aber brauche die Anderen nicht dabei. Ich denke, es ist auch die Informationsüberflutung, die mir zu schaffen macht. Thema Internet. Deshalb versuche ich schnell ins Tun zu kommen. Ich will Themen nicht mehr studieren sondern gleich für mich in die Umsetzung kommen. So hab ich mir jetzt auch ein Buch gekauft mit einer Übung pro Woche für Hochsensible. Wie du das mit der Achtsamkeit machst. Mir hat Herr Widerstand gut gefallen bei der Quittenaufgabe: „Einmal und nie wieder.“ Dazu stehen wenn Dinge zu aufwendig sind. Ich habe manchmal Dinge getan obwohl ich gar keine Lust mehr dazu hatte. Für wen eigentlich? Es ist doch meine Lebenszeit. Ich will noch weitere 200 Folgen von meinem Hörspiel genießen. Wenn ich aber das Gefühl bekomme, sie abzuarbeiten, mache ich eine Pause. Nein sagen, finde ich wichtig. Was will ich? Ein Hamsterrad aus Hobbys kann eigentlich nicht sein. Bist du ein Aktiventspanner oder kannst du auch mal nix tun? Musst du beim Fernsehen immer was tun oder ganz im Film sein? Oder kannst du beides gleichzeitig? Oder ist es sogar gar nicht gut, wenn man immer was zusätzliches tut?
    Du bist auch sehr gründlich in allem und da wäre auch die Frage: Was kannst du weglassen/ wo kannst du schlechter sein, ohne dass es jemand merkt?

    Liebe Grüße – Tanja
    und danke für den tollen Beitrag. Hab gestern lange darüber nachgedacht. Jetzt widme ich mich weiter meinen Formularen. Nicht mit meiner Liebe. 🙂

    • Liebe Tanja!

      Vielen herzlichen Dank für Dein lange, ausführliches und vor allem gedankenanregendes Kommentar!

      Ins Tun kommen – deshalb gibt es bei mir jetzt ein paar Tage Blogpause, damit ich wieder mehr Zeit fürs Tun habe. Mir fehlt der Input, in letzter Zeit wurde zu viel reduziert, was ich gern mache, weil so viel Pflicht da war.

      Ich wünsche Dir jetzt schon ein schönes Osterfest, hab eine schöne Zeit!

      lg
      Maria

  9. Hallo Maria!

    Ich glaube, das ist ein wichtiger Buchtipp – ich habe ebenfalls so meine Probleme, was sinnvolles Organisieren betrifft. Entweder, ich gehöre zur manischen To-Do-Listen-Schreibe-Fraktion oder ich lasse irgendwie alles schleifen. Einen Mittelweg habe ich für mich noch nicht so ganz herausfinden können, diese beiden Phasen wechseln sich regelmäßig ab und ich fühle mich mal mit der einen, mal mit der anderen ganz wohl. Es kann sehr befriedigend sein, zu sehen, was man am Tag alles schon geschafft hat – aber genauso befreiend, einfach mal keine Liste zu haben, die man abarbeiten muss. Ich denke, das ist genau das, was du oben schreibst und was letzten Endes auch die Message des Buches ist: Es gibt keine ultimative Lösung – jeder und jede muss für sich selbst sehen, wo er oder sie steht und womit er/sie am besten klarkommt. Und dass das unter Umständen eine Reise ist, die lange dauert und manchmal nicht zu Ende geht – das ist dann wiederum das Leben. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Hallo Jenni!

      Vielen Dank für Dein Kommentar, freut mich sehr, dass Dich mein Beitrag zum Nachdenken angeregt hat.

      Nach Deinem Kommentar habe ich mich nun doch entschieden, das Buch zu Deiner Linkparty zu schicken, zuerst war ich etwas zurückhaltend, weil ich nicht sicher war. Es gibt sicher einige bessere Bücher, die ich gelesen habe.

      Aber die Vorgabe war ja, keine Archivbeiträge, daher hast Du es mir etwas schwerer gemacht.

      lg
      Maria

  10. Ich stimme dir zu: die Fülle ist das Problem, die Fülle der Möglichkeiten, das Gefühl, alles haben, tun, lesen zu wollen. Aber jetzt frag mich bloß nicht nach einer Lösung 😉
    Letzten Endes helfen mir doch immer noch Listen, z.B. meine 10-Punkte-Liste. Alles andere kommt in eine Projektliste und die hefte ich weiter hinten ab. Erst wenn ein Punkt erledigt ist, fülle ich nach.

    • Liebe Ingrid!

      Das klingt auch nach einem sehr spannenden Konzept und für mich durchaus nach einem praktikablen Lösungsansatz!

      Ich habe heute Nachmittag einen langen Spaziergang gemacht und dann im Garten gearbeitet. Ohne todo – einfach weil das Wetter so schön ist und ich Freude daran hatte, dass die Blumen zu blühen begonnen haben.

      Dann funktioniert es auch am besten. Es strengt mich nicht an und macht Freude.

      lg
      Maria

      • Man muss natürlich aufpassen, nicht zum Sklaven der To-Do-Listen zu werden (ich neige dazu). –
        Dein heutiger Tag klingt gut, so sollte es sein. Ich stehe auch schon in den Startlöchern, was den Garten anbetrifft, aber es ist immer noch zu kalt und heute und gestern ganz grau (vorgestern habe ich gerade verbloggt).

  11. Hey Maria. Ich fühle mich selbst momentan total unwohl, weil ich weiß, dass ich zu viel am Handy bin. Ich unterbinde das jetzt aus eigenen stücken nach und nach. Und lasse es hier und da einfach mal zuhause. Ich finde es genauso wie du auch einfach wichtig, zu spüren, dass man den richtigen Weg eingeschlagen hat. Man lebt einfach bewusster und erarbeitet sich so Stück für Stück sein echtes Leben zurück. Danke für den Buchtipp. Ich habe mir einige andere Bücher bestellt, deshalb spare ich mir dieses erstmal. In den
    Nächsten Tagen trudelt unter anderem „Wo gehts denn bitte zum Glück“ bei mir ein. Ich bin gespannt. Einen wunderbaren Tag wünsch ich dir, Julia.

    • Hallo Julia!

      Ja, die immer verfügbaren Medien sind schon eine wirkliche Verführung. An manchen Tagen gelingt es mir nur schlecht mich zu entziehen.

      Dabei geht mir das reale Leben ab, ich mag es etwas mit den Händen zu schaffen und nicht nur in die Tastatur zu tippen.

      Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen!

      lg
      Maria

  12. Hallo Maria!

    Interessant, dass man bei Büchern, die keinen Universalratschlag parat haben, immer das Gefühl hat, dass da was fehlt. Und bei Büchern, die uns die einzig wahre Art von irgendwas nahe bringen wollen, muss man irgendwo erkennen, dass das uns das und das für einen persönlich einfach unpraktikabel oder nicht vertretbar ist (z.B.: bei Magic Cleaning von Marie Kondo).

    Wir leben halt leider in einer Welt mit massivem Leistungsdruck, die es uns eigentlich gar nicht erlaubt mal nix zu machen. Ich hab meist auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich 10 Minuten einfach nur am Sofa liege und in die Luft schaue. Weil da könnte ich ja eigentlich das und das in der Zeit machen. Und ich bin mir sicher, da gehts nicht nur mir so. Was ich ziemlich bedenklich finde….

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Danke für Deinen Gedankenanstoß. Das ist die klassische Zwickmühle, wo der Autor es eigentlich immer nur falsch machen kann.

      Es hängt ja doch so viel von der persönlichen Situation ab, was für den einen die perfekte Lösung ist, passt für den anderen gar nicht.

      Die 10 Minuten auf dem Sofa gehören definitiv auf die to-be Liste und sind ein Plus-Punkt – schlechtes Gewissen adé!

      lg
      Maria

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