aktiv gegen Lebensmittelverschwendung #4

Mindesthaltbarkeitsdatum – Fiktion und Wirklichkeit

Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist bedeutet das nicht, dass ein Lebensmittel automatisch nicht mehr gegessen werden kann. Der Hersteller garantiert mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum lediglich, dass das Produkt bei einer ordnungsgemäßen Lagerung seine volle Genussfähigkeit mindestens bis zu diesem Zeitpunkt behält.

So eine Garantie kann aber nur dann abgegeben werden, wenn das Produkt normalerweise viel länger genießbar bleibt. Diesen Punkt sollte man sich immer vor Augen führen, wenn man über dieses Thema nachdenkt.

Wie viel länger das Lebensmittel hält, hängt von der Art des Lebensmittels, aber auch von der Lagerung bis zu diesem Zeitpunkt ab.

Tipps zur richtigen Lagerung sind zum Beispiel hier zu finden.

noch genießbar?

Grundsätzlich kann man bei den meisten Lebensmitteln davon ausgehen dass sie noch genießbar sind, wenn bei einer Überprüfung mit den eigenen Sinnen keine Auffälligkeiten zu bemerken sind (Farbe, Aussehen, Geruch und Geschmack).

In meinem heutigen Beitrag möchte ich meine Erfahrungswerte aus über drei Jahren foodsharing und dumpstern weitergeben.

Lebensmittel sind kostbar

Verbrauchsdatum

Gleich vorab möchte ich auf einen ganz wichtigen Punkt eingehen – wenn auf Lebensmitteln ein Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) angegeben ist, dann rate ich zu keinen Experimenten. Auch der Geruchstest kann hier in die Irre führen! Ein Verbrauchsdatum wird bei mikrobiell sehr leicht verderblichen Waren angegeben. Daher kann ein Produkt, bei dem das Verbrauchsdatum überschritten ist, nicht mehr als sicher angesehen werden.

In diese Kategorie fallen z.B. Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und Wurst. Da diese Produkte am schnellsten verderben, verzehre ich sie nicht über das Verbrauchsdatum hinaus.

Darüber soll es in meinem heutigen Beitrag aber nicht gehen, ich schreibe nur über Waren, die mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum gekennzeichnet sind.

Obst und Gemüse

Je nach Sorte sollte Obst und Gemüse unterschiedlich gelagert werden. Vor allem ist es wichtig, manches Obst bzw. Gemüse von anderen fern zu halten, da dieses den Reifungsprozess beschleunigt. Äpfel und Tomaten sind dabei hervor zu heben.

Bei sachgemäßer Lagerung hält Obst und Gemüse recht lange. Dass im Handel mittlerweile auch Obst und Gemüse mit einem Ablaufdatum versehen werden („zu verkaufen bis“), ist meiner Meinung nach eine wirkliche Unsitte (vorsichtig ausgedrückt).

Solange diese Lebensmittel nicht schimmeln, können sie gegessen werden. Auch wenn sie schon etwas welk oder verschrumpelt sind heißt das nicht, dass dieses Obst bzw. Gemüse dadurch ungenießbar geworden ist. In dem Fall eignet es sich noch immer zum Verkochen. Aus Obst kann Kompott oder Mus gemacht werden und Gemüse wird beispielsweise zu einer leckeren Gemüsecremesuppe. Auch kleine braune Stellen können ausgeschnitten werden. Wer lieber roh genießt, kann einen Obstsalat oder Smoothies herstellen.

Tipps zu Verwertung von Obst und Gemüse werden in einem der nächsten Teile dieser Serie zu lesen sein.

aus überreifen Bananen werden Bananenmuffins gebacken

aus überreifen Bananen werden Bananenmuffins gebacken

Milchprodukte

Frische ungesäuerte Milchprodukte wie z.B. Milch und Schlagobers (Sahne) verderben vor allem im Sommer sehr schnell. Pasteurisierte Milchprodukte, die verdorben sind, riechen leicht säuerlich und schmecken bitter.

Ultrahoch-erhitzte Milch („länger frisch“) und H-Milch kann bedenkenlos über das Haltbarkeitsdatum hinaus verwendet werden. Ich würde das allerdings auch nicht als Frischmilch bezeichnen, das aber nur am Rande.

Rohmilch, die sauer wurde, kann als Sauermilch getrunken bzw. gelöffelt werden. Sie riecht zwar säuerlich, schmeckt jedoch gut und bekommt mit der Zeit eine ähnliche Konsistenz wie Joghurt.

Gesäuerte Milchprodukte wie Joghurt und Topfen halten sehr lange über das Ablaufdatum hinaus. Riech- und Schmeckprobe reichen, wenn es gut schmeckt dann ist es ok. Entgegen der landläufigen Meinung sagen auch leicht geblähte Packungen nicht unbedingt etwas über darüber aus, ob ein Produkt verdorben ist. Allerdings rate ich in dem Fall unbedingt zu einer vorsichtigen Geschmacksprobe. Sollte das Lebensmittel leicht alkoholisch schmecken oder auf der Zunge prickeln, hat ein Gärungsprozess eingesetzt. In dem Fall sollte das Produkt entsorgt werden.

Vor kurzem habe ich ein Naturjoghurt gegessen, das 2 Monate abgelaufen war. Es hat hervorragend geschmeckt und war keine Spur von verdorben!

Aufbewahrungsmöglichkeiten von Käse

Aufbewahrungsmöglichkeiten von Käse

Käse kann man so lange essen als er nicht schimmlig ist, je älter desto besser. Richtig guter Weichkäse wird mit der Zeit weicher und schärfer. Manchmal wird er so scharf, dass ich ihn nur noch verkochen aber nicht mehr auf dem Brot essen mag. Dann eignet er sich noch hervorragend um eine Käsesoße für Nudeln herzustellen.

Hartkäse kann mit der Zeit etwas austrocknen. Wenn er richtig gelagert wird, fängt er jedoch nicht zu schimmeln an. Trockenen Hartkäse kann man reiben und statt Parmesan verwenden.

Guter Parmesan hat eine Reifungszeit von 2 Jahren aufwärts, warum sollte er innerhalb von einigen Tagen zu Hause ungenießbar werden? Auch alter Gouda wird viele Monate gereift. Diese Fakten werden leider oft vergessen, wenn man die Haltbarkeit von Käse beurteilt.

Ich lagere meinen Käse in einer Käseglocke oder einer Edelstahldose, darin hat noch nie etwas geschimmelt.

Eier

Hühnereier dürfen vom Handel nur bis eine Woche vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum verkauft werden. Daher landen viel zu viele Eier, die noch sehr lange haltbar sind, im Müll. In Hinblick auf die Problematik bei der Eierproduktion tut das ganz besonders weh.

Die Haltbarkeit von Eiern geht weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus, ich habe schon Eier verwendet, die mehrere Wochen abgelaufen waren. Auch hier gilt die Riechprobe, wenn ein Ei gut riecht, dann ist es genießbar. Verdorbene Eier sind vom Geruch her auf jeden Fall erkennbar, denn sie riechen schwefelig verdorben.

nicht nur zu Ostern ein Genuss

nicht nur zu Ostern ein Genuss

Aufgrund der möglichen Salomonellenproblematik wird empfohlen, Eier gut durchzukochen (Kernerwärmung mindestens 70°). Das mache ich auf jeden Fall. Eier, die schon länger abgelaufen sind, verwende ich daher zum Kochen und zum Backen und hatte noch nicht ein verdorbenes Ei dabei.

Getreide

Getreidekörner halten ewig, man hat mehrere 100 Jahre altes Getreide als Grabbeigabe gefunden und es war noch keimbar. Es muss nur richtig gelagert werden und das bedeutet in dem Fall trocken und das ganze Korn.

Grundnahrungsmittel halten sehr lange

Grundnahrungsmittel halten sehr lange

Auch Nudeln und Reis halten ewig lange über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Wichtig ist in dem Fall der Schutz gegen Insektenbefall. Dazu verwende ich teilweise luftdichte Gläser aber auch einfache Twist-Off-Gläser, die ich dadurch vor dem Müll bewahre.

Bügelgläser und Twist-Off-Gläser zur Aufbewahrung von Vorräten

Bügelgläser und Twist-Off-Gläser zur Aufbewahrung von Vorräten

Brot

Richtig gelagertes Brot fängt nicht zu schimmeln an, sondern wird einfach nur trocken. Trockenes Brot hält ewig und noch länger.

Bitte wirf trockenes Brot nicht in den Müll, es gibt unzählige Rezepte, was man daraus noch alles kochen kann. Über die Weiterverwendung von getrocknetem Brot werde ich einen eigenen Beitrag schreiben, da dies den Rahmen hier sprengen würde.

Seitdem ich so viel Plastik wie möglich aus der Küche verbannt habe, bewahre ich mein Brot in einem Brottopf auf. Beide Brottöpfe habe ich auf dem Flohmarkt gefunden. Der Deckel ist innen unglasiert und gleicht dadurch die Feuchtigkeit aus. Auch eine alte Suppenterrine dient als Brottopf, durch das Loch für den Schöpfer wird die Feuchtigkeit reguliert.

verschiedene Möglichkeiten der Brotaufbewahrung

verschiedene Möglichkeiten der Brotaufbewahrung

Hülsenfrüchte

Getrocknete Hülsenfrüchte halten grundsätzlich sehr lange, aber es kann sein, dass man sie nach 2-3 Jahren nicht mehr so einfach weich bekommt. Dann muss man sie länger einweichen und das Kochen dauert etwas länger.

Auch getrocknete Hülsenfrüchte sollten sicher vor Insektenbefall aufbewahrt werden. Manchmal hilft es auch, wenn man sie unmittelbar nach dem Einkauf für 24 Stunden einfriert, um mögliche Verunreinigungen zu reduzieren.

Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Co werden getrocknet gelagert

Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Co werden getrocknet gelagert

Fette und Öle

Auch beim Öl hängt die Haltbarkeit von der sachgerechten Lagerung ab. Es sollte möglichst dunkel und kühl aufbewahrt werden. Dafür bietet sich der Keller an, kleinere Mengen hebe ich – ja nach Sorte – im Kühlschrank auf.

Vor 2 Jahren habe ich eine größere Menge abgelaufenes Olivenöl gefunden, welches auch nach 2 Jahren noch gut genießbar ist. Wenn Öl ranzig wird, schmeckt es leicht säuerlich und riecht nicht mehr so gut. Das habe ich allerdings selbst noch nie erlebt.

Butter fängt relativ rasch zu oxidieren an und bekommt dann eine gelbliche Oberfläche. Wenn man die äußerste Schicht abträgt, kann man den Rest ohne weiteres noch aufs Brot genießen. Die abgeschnittenen, verfärbten Randschichten müssen nicht unbedingt entsorgt werden, ich verwende sie noch immer zum Kochen. Das hängt allerdings sehr davon ab, ob die Butter nur leicht verfärbt ist oder bereits unangenehm riecht. In dem Fall verwende ich sie nicht mehr.

Für die Lagerung von Fetten ist wichtig, dass so wenig Luft, Licht und Wärme wie möglich dazu kommen.

Öle werden selbst oft zur Konservierung von Gemüse und Gewürzen verwendet.

Konservierung durch Einlegen in Öl

Konservierung durch Einlegen in Öl

Tiefkühlprodukte

Tiefkühlen ist eine sehr gute Möglichkeit, die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern. Tiefgefrorene Produkte halten deutlich länger, als von den Herstellern der Tiefkühlwaren angegeben. Ich verwende alles, auch wenn es schon einige Wochen lang abgelaufen ist. Auch bei Fisch, Fleisch und Wurstwaren, die zum Zeitpunkt des Tiefkühlens noch genießbar waren, habe ich keine Bedenken, diese einige Wochen danach noch zu verzehren.

Zu Beachten ist in dem Fall, dass der Tiefkühlschrank eine Temperatur von mindestens -18° hat. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, dass Tiefgekühltes nicht noch einmal eingefroren werden darf, wenn es einmal aufgetaut war, bin ich anderer Meinung. Manche Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse, leiden zwar von der Konsistenz her unter dem Auftauen und nochmals einfrieren, aber grundsätzlich hat das keine Auswirkung auf die Genießbarkeit.

das Angebot an Tiefkühlware ist riesengroß

das Angebot an Tiefkühlware ist riesengroß

Konserven und Eingekochtes

Lebensmittel, die in Gläsern oder Dosen konserviert wurden, halten deutlich länger als das Mindesthaltbarkeitsdatum angibt. Als Faustregel gilt, je länger die Konserve ursprünglich haltbar war, desto länger kann man auch das Mindesthaltbarkeitsdatum überschreiten.

Senf, Tomatenmark, Erbsen, Mais, Bohnen, Kompott, Marmelade etc. also alles, was eingemacht wurde, hält unangebrochen geradezu ewig. Ich habe einmal ein Marmeladeglas im Keller vergessen und nach langer Zeit wieder gefunden. Der Geschmack war nicht mehr berauschend, aber sie war auch nach fast 10 Jahren noch ok.

Auch Honig fällt in diese Kategorie, er verdirbt nur dann, wenn er bei der Entnahme verunreinigt wurde (d.h. wenn man mit einem schmutzigen Löffel in das Honigglas fährt).

Alles das, wo Salz, Zucker und/oder Essig/Zitrone in nennenswerten Mengen enthalten ist (z.B. Marmelade, Sirup, Chutney, sauer eingelegtes Gemüse u.ä.), hält nahezu ewig, da Keime in diesem Milieu keine Wachstumsbedingungen vorfinden.

Marmelade, Sirup und Chutney werden durch Zuckerzusatz haltbar gemacht

Marmelade, Sirup und Chutney werden durch Zuckerzusatz haltbar gemacht

Gewürze, Zucker, Salz, Natron und Co

Gewürze halten extrem lange, sie rauchen vielleicht ein bisschen aus, aber dann verwendet man halt ein bisschen mehr. Salz, Zucker, Natron hält ewig.

Wie am Bild weiter oben zu sehen ist, verwahre ich meinen Zucker in einem Bügelglas. Gewürze habe ich in Twist-Off-Gläser umgefüllt. Salz wurde z.B Millionen von Jahren im Berg gelagert, das verdirbt nicht, nur weil es bei uns zu Haus steht. Salz und Zucker müssen unbedingt vor Feuchtigkeit bewahrt werden, trocken gelagert können sie nicht verderben.

Im Salzstreuer hilft es, ein paar Reiskörner als Schutz vor der Feuchtigkeit darunter zu mischen.

der Schutz vor der Feuchtigkeit ist das wichtigste beim Salz

der Schutz vor der Feuchtigkeit ist das wichtigste beim Salz

sidestep: Reste von gekochtem Essen

Immer wieder einmal bleiben vom Essen Reste übrig. Je nachdem, welche Zutaten im Essen enthalten sind, kann man die Speisen auch 1-3 Tage danach noch aufwärmen und verzehren. Voraussetzung ist natürlich, dass alles gut gekühlt wird. Wenn im Essen Fleisch enthalten ist, muss dieses natürlich so schnell wie möglich aufgegessen werden. Eine klare Gemüsesuppe ist auch noch 3 Tage später genießbar.

Gerade von den Beilagen bleibt sehr gerne etwas übrig. Meist machen wir dann am nächsten Tag einfach etwas weniger Beilage und braten dafür die Kartoffeln oder den Reis dazu an.

Auch dem Thema „Resteküche“ möchte ich mich gerne demnächst einmal widmen.

wir lieben Bratkartoffeln

wir lieben Bratkartoffeln

wichtiger Hinweis

In diesem Beitrag schreibe ich über meine persönlichen Erfahrungen mit abgelaufenen Lebensmitteln. Aus verschiedenen Gründen können immer wieder einmal Abweichungen vorkommen, sodass ein Lebensmittel sogar vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum ungenießbar wird!

Daher ist eine sorgfältige Prüfung auf Konsistenz, Farbe, Geruch und Geschmack immer zu empfehlen. Da diese Prüfung jeder einzelne für sich selbst durchführen muss, kann ich natürlich keine Verantwortung dafür übernehmen und rate im Zweifelsfall immer dazu, auf den Verzehr zu verzichten.

Essen verschwenden ist Mist!

Bei Greenpeace Österreich läuft gerade eine Petition gegen Lebensmittelverschwendung.

Wir brauchen endlich gesetzliche Rahmenbedingungen, die unser Essen vor dem Mist retten. Wir fordern daher, einen konkreten österreichweiten Umsetzungsplan zur Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030!
(Greenpeace)

mit einem Klick aufs Bild kommst Du zur Seite von Greenpeace (c) Greenpeace

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Videotipp:

Lebensmittelabfälle: Es ist durchaus üblich, dass ein Drittel des produzierten Obstes und Gemüse nie den Konsumenten erreichen. Ist eine Frucht zu groß, zu dünn oder gar unförmig, wird sie von Maschinen aussortiert. Was die Lebensmittelindustrie jedoch gern verschweigt: eine bestimmte Menge an Überschuss wird bereits in der Produktion eingerechnet.

Fortsetzung folgt…

Im nächsten Beitrag beschäftige ich mich mit der Verlängerung der Haltbarkeit von Lebensmitteln.


Logo einab grueneinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.
Hier geht es zur aktuellen Linkparty.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.

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Aktiv gegen Lebensmittelverschwendung #2 – Weihnachten
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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

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80 Kommentare zu “aktiv gegen Lebensmittelverschwendung #4

  1. Zum Thema Fleisch: Wenn es Fleisch am Stück ist, wie Braten, aber auch Schnitzel und Steaks – da sieht, riecht und fühlt man den Verderb. Kann also durchaus auch über das MHD verwendet werden. Hackfleisch, Geschnetzeltes – bitte entsorgen.

    „Entgegen der landläufigen Meinung sagen auch leicht geblähte Packungen nicht unbedingt etwas über darüber aus, ob ein Produkt verdorben ist.“
    Hier ist Clostridum Botolinum aber Thema. Den sieht man nicht, riecht man nicht und schmeckt man nicht. Deshalb hier lieber eine Packung zu viel entsorgen!

    • Hallo!

      Danke für Dein Kommentar. Zum Thema Fleisch wurde mir dieser Rat von einer Fachfrau gegeben.

      Nachdem ich sowieso extrem wenig Fleisch esse, halte ich mich daran.

      Von Botolinum habe ich noch nichts gehört. Soviel ich im Internet gelesen habe ist das aber meist auch eher ein Fleischthema.

      Danke für den Rat.

      lg
      Maria

      • Naja ich bin auch vom Fach :-)….. ich selber kaufe z.B. genau deshalb NIE eingelegtes Fleisch. Steaks kann ich selber marinieren, Geschnetzeltes u.ä. ebenfalls. Und Sauerbraten mag ich nicht.

        Ich kenne den Botolismus von einer Fallbesprechung im Bereich Lebensmittelrecht (war ein tolles Fach – nur die Lehrerin war doof*g*) und da ging es um ein Glas Bohnen. Und im Honig kommt er auch vor, was der Grund ist, dass Säuglinge keinen Honig bekommen sollen.

        Da es weiter unter angesprochen wurde. Nicht die Überproduktion durch die Hersteller ist zwingend das Problem, sondern eher auch der Kundenwunsch.

        In der Metzgerei meines Vaters war es so, wenn Samstag um 10 Uhr die Bratwürste leer waren, waren sie eben leer. Das wussten unsere Kunden und haben entweder bestellt oder eben am Freitag oder Samstag früh morgens eingekauft (wir hatten bis 13 Uhr geöffnet).

        Wenn ich heute Samstag um 18 Uhr in den Supermarkt gehe, sind gerade bei den Backwaren und beim Fleisch die Regale noch relativ voll. Damit eben auch die Kunden, die später einkaufen, noch was bekommen. Ich selber erinnere mich noch gut an die Zeiten, als Samstags um 14 Uhr alles dicht war. Als es einmal im Monat den langen Samstag bis 18 Uhr gab, an dem nicht jeder teilnahm. Da konnte man froh sein, wenn man kurz vor Ladenschluss überhaupt noch eine größere Auswahl hatte.

        Zu den Tafeln – keine Ahnung wie es bei anderen Tafeln ist. Hier wurden bis Ostern Weihnachtsartikel verteilt. Und nicht die billigen Sorten, sondern richtig teure Marken, wie Lindt und das sehr großzügig. Momentan sind es Osterartikel, aber Ostern liegt ja noch nicht so sehr lange zurück. Aber auch hier vor allem hochpreisige Artikel.

      • Hallo!

        Ich kenne das auch noch von früher, dass man nicht ständig alles verfügbar hatte im Laden. Finde ich auch gut so, denn genau das ist mit ein Grund, warum so viel weggeworfen wird.

        Dass es auch anders geht zeigen einige kleine Geschäfte vor. Z.B. der Fleischer bei uns am Ort. Winzig kleines Geschäft, nur 1 Verkäuferin. Meist stehen 4-5 Leute an und warten dann schon mal 15-20 Minuten bis sie an der Reihe sind.

        Es ist zu Mittag auch geschlossen und am Samstag ab Mittag zu.

        Aber das ist für alle voll ok so, sie haben ihre Stammkunden und so funktioniert das auch. Fleisch wird auch verarbeitet bevor es schlecht wird z.B. geräuchert oder gebraten und dann als Jause verkauft.

        Qualität überzeugt. Es gibt auch nicht immer alles. Wenn der geräucherte Schinken aus ist, dann muss man warten, bis der nächste Reif ist.

        Da weiß man dann auch zu schätzen, wenn es was gibt.

        lg
        Maria

  2. ich esse auch über das mindesthaltbarkeitsdatum hinaus, sofern das produkt noch gut ist. und das war es bis jetzt immer – muss aber sagen, dass es sich bei der überschreitung nur um ein paar tage bis wochen handelt…
    ich hab dafür mal ein nicht abgelaufenes, fest verschlossenes sojajoghurt aufgemacht und es war ein riesen schimmelbrocken drin!!
    außerdem sind die ‚fast abgelaufenen‘ waren meist.stark reduziert!

    übrigens sehr informativer und ausführlicher beitrag 🙂
    greets cao

    • Hallo Cao!

      Danke für das Beispiel mit dem nicht abgelaufenen Sojajoghurt und dem Schimmel, das untermauert meine eigene Aussage im Beitrag, dass man IMMER schauen muss ob das Produkt gut ist. Ich rieche immer hinein.

      Gerade in der kühlen Jahreszeit ist es meist wirklich kein Problem. Im Sommer kommt es eher zu Problemen. Die Waren stehen auch zum Nachteilen immer wieder einmal im Gang herum, es hängt echt total viel davon ab, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird.

      Daher zum Einkaufen im Sommer unbedingt eine Kühltasche mitnehmen!

      Danke für Deinen Kommentar!

      lg
      Maria

  3. Vielen Dank für den tollen Beitrag!
    Das Schlimme bei mir – und vielleicht auch bei vielen anderen – ist, dass ich so vieles ja auch schon weiß! Aber … Und dann wieder aber .. – und so oft krieg ich den Arsch nicht hoch … und so oft mach‘ ich es dann doch so unüberlegt! Und ich weiß, dass ich mich schämen muss, aber … Wie schaffst Du das bloß? Ich lese deine Beiträge und bin sprachlos und beeindruckt! Es klingt bei Dir so leicht und selbstverständlich!

    • Hallo Barbara!

      Vielen herzlichen Dank für Dein Lob, auf das ich gar nicht so recht zu antworten weiß.

      Außer vielleicht, dass ich irgendwann im Kleinen angefangen und mich Schritt für Schritt heran getastet habe. Bis mir jedes Verhalten leicht fiel und so ist es heute auch tatsächlich leicht und selbstverständlich geworden.

      Wenn es Dir wichtig ist, dann fang einfach irgendwo an und mach eine zeitlang genau das. Bis es Dich nicht mehr stresst. Und dann wende Dich einem anderen Verhalten zu und dann erst verändere es.

      lg
      Maria

  4. Danke liebe Maria,
    ist wieder einmal ein toller Artikel und ich freue mich sehr über ALLE Deine Verlinkungen bei ANL!!! Ich werfe ebenfalls nichts weg, das noch genießbar riecht und aussieht. Ranzig gewordenes Öl verwende ich übrigens auch noch weiter, zum Holz-Polieren und zum Schmieren von Scharnieren… zur Not mit ein paar Tropfen Rosenöl, damit’s besser riecht.
    Ganz herzliche Rostrosengüße und ein schönes Wochenende,
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/04/a-new-life-4-leben-ohne-palmol.html
    ✿ܓ✿ܓ✿ܓ✿ܓ✿ܓ✿ܓ

    • Das einzige Öl, was bei mir je das Stadium „ungenießbar“ erreicht, ist Leinöl. Und das kann man danach noch prima zur Möbelpflege verwenden. Das verharzt ja – und bei dem Speiseöl sind wenigstens keine Sikkative dabei.
      Leinöl wird ja recht schnell ungenießbar, deshalb wird das Speiseleinöl ja auch in so kleinen Flaschen verkauft.

      • Hallo Fussel!

        Stimmt, Leinöl ist wirklich sehr empfindlich und sollte immer im Kühlschrank aufbewahrt werden.

        Man sollte Leinöl auch nur dann kaufen, wenn es im Geschäft gekühlt verkauft wird.

        lg
        Maria

  5. Liebe Maria,
    Danke für diesen tollen Beitrag, er spricht mir aus dem Herzen und ich hatte ähnliches für meinen Blog auch geplant (eine Rezeptreihe für Lebensmittel, die nicht mehr ganz frisch sind…). Bananen wegzuwerfen, nur weil sie etwas braun sind, statt sie für tolle Muffins zu verwenden, muss einfach aufhören!!!
    Ich freue mich auf deine Reihe und bin schon sehr gespannt, was ich noch alles lerne!
    Liebe Grüße nach Österreich,
    Ica

  6. liebe Maria,
    danke für Deinen Beitrag! es ist wirklich unglaublich, wie mit Lebensmitteln umgegangen wird. Wir trauen uns selbst nichts mehr zu: wenn abgelaufen drauf steht, muss es weg!
    Zum Brot: wir haben ein altes Küchenbuffet, dass noch einen Brotkasten eingebaut hat: Emailleblech mit hinten ein paar Luftlöchern drin- perfekte Brotaufbewahrungsstelle!
    LG aus Berlin,
    Bettina

    • Hallo Bettina!

      Oh wie schön, dass Du in Deiner Wohnung alten Möbeln ein Plätzchen gibst. Du hast gerade Erinnerungen an die Wohnung meiner Oma hervor gerufen. Danke schön!

      Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag!

      lg
      Maria

  7. Hallo Maria,
    danke für den tollen Artikel!! Das ist auch ein Thema, das mir seit langem am Herzen liegt. Mich hat schon vor einigen Jahren die Information schockiert, dass ca. 82 Kilogramm Lebensmittel pro Person und pro Jahr in Deutschland in die Mülltonne geworfen werden. Und dass davon ca. 60 Kilogramm vermeidbar wären. Da es für’s sich-bewusstmachen und dann verändern hilfreich ist, dass man sein eigenes Verhalten mal beobachtet, habe ich eine Weile all das gewogen (mit der Küchenwaage), was ich entsorgen „musste“, obwohl es vermeidbar gewesen wäre. Ich habe dazu die Werte bei https://www.respect-food.eu/deutsch/start/ eingetragen. Dort kann man sich registrieren und seine eigene Abfall-Statistik führen. Was zählt ist natürlich nur der vermeidbare Lebensmittelmüll – Kartoffelschalen usw. zählen nicht. Und man kann angeben, aus welchem Grund man die Sachen entsorgen musste: im Kühlschrank vergessen, schmeckte nicht, zuviel gekocht, auf was anderes Lust gehabt,… Allein der bewusste Umgang damit hat schon dazu geführt, dass ich viel viel weniger entsorgen musste, sondern vielmehr besser geplant (Speiseplan), weniger gekauft (keine „Super-Angebote“ mehr für Zeugs, das ich nicht schaffe), kreativer gekocht (Reste-Feste!) und auch bewusster gegessen habe.
    Und das hält auch noch an, obwohl ich seit einiger Zeit nicht mehr wiege.
    Neulich überraschte mich ein Bericht darüber, dass unser (BRD) Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Herr Schmidt plant, das Mindesthaltbarkeitsdatum abzuschaffen. Dieser ersten positiven Aussage folgte aber die Ernüchterung: stattdessen plant er „intelligente Verpackung“ mit Mikrochips, die uns sagen soll, ob der Joghurt noch genießbar ist! Ehrlich, das entsetzt mich und macht mich auch wütend: intelligente Verpackung??? Was soll das? Mal abgesehen vom erneuten, gigantischen Entsorgungsproblem (Verpackung, Mikrochip – wo geht das alles hin?….), den verbrauchten Ressourcen (MIKROCHIP… ich kann nur noch den Kopf schütteln!) – sprechen wir doch mal darüber, dass wir Menschen durchaus INTELLIGENTE SINNE haben, die wir super nutzen können: sehen, riechen (bis zu 100 Millionen Riechzellen), schmecken (ca. 2000 Geschmacksknospen à 50 Sinneszellen)! Statt Unsummen in die Forschung für intelligente Verpackung zu stecken, sollte man Kindern wieder beibringen, wie Produkte und LEBENSmittel WIRKLICH schmecken und wie wir mit den eigenen intelligenten Sinnen erkennen, was genießbar ist und was nicht.
    Liebe Grüße, Lisa
    PS: Interessante Literatur von Kreuzberger/Thurn: Die Essensvernichter.

    • Hallo Lisa!

      Wow, was für ein herrliches Kommentar, ich freue mich gerade sehr darüber, mit wie vielen Emotionen Du über alles berichtest.

      Diese Seite bzw. Aktion „respect food“ kannte ich noch gar nicht, werde ich mir gleich ansehen. Was für eine tolle Idee!

      Man kann wirklich sehr viel verändern, wenn man mit Lebensmitteln bewusster umgeht.

      Zu der Sache mit dem Microchip, da fehlen mir ja echt die Worte, was für ein Schwachsinn!

      Wie schön, dass Dir das Thema auch so ein großes Anliegen ist!

      lg
      Maria

      PS Das Buch habe ich auch, da mir der Film „taste the waste“ so gut gefallen hat (wobei „gefallen“ nicht der richtige Ausdruck ist).

      • Ich finde, so ein Mikrochip hätte durchaus Berechtigung, denn wenn das Produkt noch im Laden ist, kann ich es ja nicht probieren/dran riechen. Und wer kauft schon gerne was, was bereits verdorben ist? In den Joghurtbecher kann man ja auch nicht hinein sehen, um Schimmel zu entdecken…
        Liebe Grüße

      • Hallo Tabea!

        Ich bin nicht überzeugt, dass dieser Chip das erkennen würde. Meist steckt eine winzige Verunreinigung oder ein winzig kleiner Riss im Verpackungsmaterial dahinter, dass ein Produkt vorzeitig schimmelt.

        Es ist halt schon arg viel Aufwand dahinter für etwas, was viel natürlicher ablaufen sollte, daher stehe ich dem sehr kritisch gegenüber.

        lg
        Maria

    • Ja, die Idee mit dem Mikrochip hat mich auch entsetzt. Der Ressourcenaufwand für sowas! Für jeden einzelnen Joghurtbecher! Gruselig.

  8. Moin Maria,
    schön das du das Thema aufgreifst, kann man gar nicht genug drüber reden. Ich verlasse mich auch grundsätzlich auf meine Sinne und nicht auf Daten die auf den Lebensmitteln stehen. Verstehe gar nicht warum so viele Menschen Angst haben sich zu „vergiften“ wenn sie was Abgelaufenes essen sollen *Stirn runzel….
    In all den Jahren wo ich meinen eigenen Haushalt führe ist hier noch keiner krank geworden, immerhin schon 30 Jahre 🙂
    Selbst Hackfleisch habe ich nach dem auftauen einfach wieder eingefroren und dann Tage später wieder aufgetaut und Frikadellen von gemacht, gut durchbraten ist da allerdings Pflicht, und es hat gut geschmeckt.
    Es ist auch durchaus grad im Sommer mal passiert das einer von uns eine Scheibe Brot erwischt hat wo schon eine kleine Stelle Schimmel dran war, gestorben ist aber keiner und Bauchweh gab es auch nicht. Sicher schaue ich das man kein Schimmeliges Brot verzehrt und entsorge es vorher, aber es kann mal passieren und dann ist es auch kein Weltuntergang 🙂
    Ich habe ja die Vermutung das dieser Wahnsinn beim Lebensmittel wegschmeißen auch mit dem übertriebenen Hygienewahnsinn zu tun hat der immer mehr um sich greift.

    Einen schönen Sonntag für dich
    liebe Grüße
    Aurelia

    • Hallo Aurelia!

      Bei mir war es schon auch ein vorsichtiges Herantasten. Früher war ich bezüglich abgelaufenen Lebensmitteln selbst viel skeptischer und habe immer panisch versucht, alles rechtzeitig zu verbrauchen.

      In den letzten Jahren habe ich erkennen dürfen – eben durch foodsharing und dumpstern – dass das alles wirklich nicht so eng ist. Das war aber auch ein Lernprozess und viele Erfahrungen im Laufe der Zeit.

      Ich habe daher durchaus Verständnis dafür, dass manche Menschen skeptisch sind, möchte aber dazu ermutigen, sich darauf einzulassen und es einfach einmal auszuprobieren statt unbesehen wegzuwerfen.

      Was dazu kommt – das habe ich in verschiedenen Dokumentationen gesehen – dass der Handel teilweise das Mindesthaltbarkeitsdatum bewusst „bestellt“ d.h. manche Produkte könnten ein späteres Datum haben, aber das ist nicht erwünscht, damit der Kunde das Gefühl bekommt, dass immer alles ganz frisch ist.

      Das kann ich zwar vom Marketing her nachvollziehen, aber in Wahrheit ist das eine große Sauerei!

      lg
      Maria

  9. Hallo Maria,

    sehr gut geschrieben.

    Auch ich mag es nicht, wenn Lebensmittel verschwendet werden. Schließlich ist das heutzutage schon ganz schön teuer (auch wenn in Medien immer wieder berichtet wird, dass sie in Deutschland eigentlich noch zu billig seien).

    Bei Fleisch und Milchprodukten bin ich auch recht vorsichtig. Aber alles andere lässt sich noch gut essen, auch wenn das angegeben MHD schon überschritten wurde. MHD bedeutet ja nichts anderes, als dass der Hersteller die einwandfreie Beschaffenheit bis zu dem angegebenen Datum garantiert. Das hattest du ja sehr schön erklärt.

    Normalerweise habe ich nie mehr Lebensmittel zu Hause, als was ich verarbeite. Und so wird bei mir in der Regel auch nichts schlecht.

    Ich habe noch einen Tipp, was du mit hart gewordenem Käse anstellen könntest (außer reiben und zu Soßen verarbeiten) – Schmier- oder Schmelzkäse.

    Den gibt es bislang ja auch nur in Plastik oder Alufolie und ist oft mit ganz viel Chemie versetzt, damit es auch Schmier- oder Schmelzkäse ist.

    Kurz vorweg…das ist nicht mein Rezept und ich habe es noch nicht probiert und soll lediglich als Anregung dienen.

    Den hart gewordenen Käse (Reste von Schnitt- oder Hartkäse) raspeln und im Wasserbad mit so viel Weißwein schmelzen, dass eine cremige Masse entsteht. Dann das ganze in Förmchen gießen, abdecken und nach dem abkühlen im Kühlschrank lagern.

    Sobald ich selber Käse gemacht habe (was aber noch dauern kann), möchte ich das auch noch einmal ausprobieren.
    Ich mag ja wohl Schmelz- oder Schmierkäse, kannte bislang aber nur den in Plastik oder Alufolie aus dem Supermarkt.

    LG von Karin

    • Hallo Karin!

      Interessanter Tipp mit dem Käse. Wir mögen allerdings Schmelzkäse gar nicht und deshalb werde ich das wohl nicht ausprobieren.

      Da ich sehr gerne Auflauf backe, kommt es beim Käse gar nie so weit, dass er austrocknet 😉

      lg
      Maria

  10. ein sehr interssanter und informativer Beitrag..
    ich bin es von klein auf gewöhnt dass man Lebensmittel nicht wegwirft
    und so halte ich es bis heute
    selbst kleinste Reste hebe ich auf und verwerte sie in den nächsten Tagen
    (ok..kann schon mal vorkommen dass ich etwas vergesse aber das sind dann wirklich nur wenig was in den Müll muß )
    vor abgelaufenen Sachen habe ich auch keine Bange
    auch bei Milchprodukten nicht..wenn sie ordentlich verschlossen sind und gekühlt passiert in der Regel nicht (wenn in verschlossenen Packungen vor Ablauf schon Schimmel ist ist meist irgendwo eine kleine Verletzung des Deckels )
    wir hatten mal jemand von der Tafel im Haus.. die hatten am Anfang so viel Überschuss dass sie ihn in der Nachbarschaft verteilten
    ich hatte Palletten von Yoghourt und Quark und sie nach und nach verbraucht
    auch viel Käse den habe ich teilweise eingefroren
    Sahne hatte ich schon die war 4 Wochen alt und noch bestens
    wie du schon sagstet.. man prüft mit Auge.. Nase und ev. ein ganz kleines Stückchen probieren..
    Um Butter nicht ranzig werden zu lassen schneide ich sie in kleine Würfel und friere sie ein (ich bin alleine ) so kann ich sie nach und nach verbrauchen und muss nicht teure Portionspackungen kaufen (die meist in Plastik snd)
    liebe Sonntagsgrüße
    Rosi

    • Hallo Rosi!

      Danke für den Tipp mit der Butter, ich mache das übrigens auch so. Seitdem die Kinder außer Haus sind, brauchen wir viel weniger davon.

      Ich freue mich gerade über so viele total positive Rückmeldungen auf diesen Beitrag, herzlichen Dank!

      lg
      Maria

  11. Moin,
    Danke für deinen wertvollen Beitrag. Auch ich verwende Lebensmittel, die längst schon abgelaufen sind. Oft heimlich, weil meine Kinder da immer so etepetete sind 🙂
    Ich sage dann immer: richen, sehen, schmecken, dann merkt ihr schon, ob es noch gut ist oder nicht.
    Gut fand ich auch den Hinweis mit dem „zu verbrauchen bis.“
    Ich arbeite seit kurzem als Verkäuferin in einer Bäckerei. Ich war entsetzt, was da jeden Abend entsorgt wird.
    Gruß Silke

    • Hallo Silke!

      Oh ja, Bäcker ist ja wirklich ganz böse, jeder will nur ganz frisches Brot haben, möglichst frisch aus dem Backofen. Alles andere wird entsorgt und manchmal noch nicht einmal am nächsten Tag mit -50% angeboten.

      Ich finde das ganz schrecklich! Durch Foodsharing sehe ich, wie viel das wirklich ist und bin nach wie vor immer wieder entsetzt darüber.

      lg
      Maria

  12. Hallo Maria,

    Fleisch und Milchprodukte esse ich lieber nicht wenn sie abgelaufen sind oder ich den kleinsten Zweifel daran habe. Eine Bekannte hatte eine schwere Infektion durch ein abgelaufenes Rohmilchprodukt. Mit Krankenhausaufenthalt. Das ist mir das Joghurt nicht wert. Ich esse auch an keiner Frittenbude. Nein, danke! Ich weiß, wie in Fastfoodketten gearbeitet wird: Was auf dem Boden landet, kriegt der Nächste. Kurz: Ich bereite mein Essen selbst zu, so einfach und so ursprünglich wie möglich. Ich esse die Kartoffel. Weil sie nicht als Fritte gewachsen ist. Apfelsaft gibt’s im Apfel. Du weißt, was ich meine. Die Motten kauft man mit ein. Die fliegen nicht zu mir und suchen sich meinen Schrank aus. Die Gläser sind sinnvoll. Pizza gibt’s hier ganz oft im Minibackofen. Immer selbst gemacht statt selbst gekauft. ❤

    Liebe Grüße – Tanja

    • Hallo Tanja!

      Joghurt ist üblicherweise nicht aus Rohmilch, von daher habe ich gar keine Bedenken. Aber Du hast schon recht bezüglich der rohen Milch.

      So natürlich wie möglich ist immer ein guter Weg, ich mache das auch so. Fertigware kommt mir nicht auf den Tisch!

      Das mit den Motten kann ich leider bestätigen, deshalb auch mein Tipp mit dem Einfrieren, das hilft meist sehr gut.

      Wenn man so wie Du ganz viel rohes Obst und Gemüse isst, dann stellen sich manche Fragen generell nicht so.

      lg
      Maria

  13. Der Beitrag ist wirklich super geworden! Und ich kann dem nur zustimmen.
    Man sollte einfach offen sein und sich nicht zu sehr an das MHD klammern. Ich kenne leider Menschen, die alles, was dieses Datum überschritten hat, einfach wegschmeissen.
    Vor kurzem war unser Kühlschrank kaputt und die Lieferung des Neuen hat zwei Wochen gedauert. Natürlich hatten wir gerade eingekauft und der Kühlschrank war proppenvoll. Wir haben die Lebensmittel auf dem Balkon bei 5-17 Grad gelagert. Einige Dinge sind natürlich verdorben, aber einige Joghurts waren auch nach 2 Wochen noch geniessbar 😃also einfach mal ausprobieren und vor allem probieren!!!

    • Hallo Sarah!

      Danke schön für Dein Lob! Ich verwende gerade im Winter auch gerne den großen Kühlschrank vor der Türe 😉 Leider ist es jetzt schon zu warm geworden, nur in der Nacht ist es noch kühl genug.

      Dafür habe ich das Glück, dass mein Keller kaum über 10 ° rauf geht und mir deshalb zusätzlich zur Verfügung steht.

      lg
      Maria

  14. Da hast du dir aber wieder viel Arbeit gemacht; das wäre ein Artikel für eine Zeitschrift oder ein Kapitel in einem Buch, so viele wertvolle Anregungen stecken da drin. Ich hatte ja auch schon mal etwas über Lebensmittelverwertung geschrieben:
    https://kunterbunt11.wordpress.com/2014/05/23/gemuesereste-1/
    Wo ich meine Probleme mit habe, ist Brot. In den Verwertungsrezepten ist immer von ‚Weißbrot‘ die Rede. Aber das essen wir überhaupt nicht. Vermutlicherweise geht es aber mit anderem Brot genau so, z.B. Semmelbrösel herstellen.
    Seit ich den Hartkäse auf dem Teller habe mit Glasschüssel drüber, ist er nie wieder schimmelig geworden.
    LG, Ingrid

    • Hallo Ingrid!

      Ja, an Deinen Beitrag mit den Gemüseresten kann ich mich auch noch gut erinnern. Danke fürs Verlinken.

      Deine Anregung auch auf Schwarzbrot bei meinen „Brottipps“ einzugehen, werde ich aufgreifen. Ich muss mir das gleich wo aufschreiben, damit ich auch nicht darauf vergesse.

      Wir haben schon einiges mit dunklem Brot gemacht!

      Brot wird vermutlich eh bald dran kommen.

      Vielen Dank auch für Deine Rückmeldung wegen dem Käse, finde ich super, dass das bei Dir auch so gut klappt!

      lg
      Maria

  15. SUPER SUPER SUPER Artikel!!!! So viele Lebensmittel sind lange nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch genießbar, viele Menschen vertrauen aber einfach dem Datum auf der Verpackung mehr als ihren Augen, Nasen und Zungen. 😉 Dein Artikel zeigt schön im Detail, woran man bei einzelnen Lebensmitteln erkennen kann, ob sie noch genießbar sind, das finde ich sehr wertvoll, vielen Dank!! Generell habe ich das Gefühl, dass frühere Generationen da allgemein achtsamer umgegangen sind hinsichtlich Lebensmittelverschwendung – meine Oma sagte bei jedem Besuch bei ihr stets 2 Dinge: Man soll 1) niemals fluchen und 2) niemals Essen wegwerfen. 🙂 Werde Deinen Artikel gleich mal weiterempfehlen! Liebste Grüße, Katharina vom Blog Cont[Act]

    • Hallo Katharina!

      Es freut mich sehr 1. dass Du zu meinem Blog gefunden hast und 2. dass Dir mein Beitrag so gut gefällt.

      Ich selbst bin auch noch so erzogen worden. Meine Eltern wurden in den letzten Krieg hinein geboren und habe noch bittere Not kennen gelernt. Wenn Menschen einmal so hart für ein kleines bisschen Essen gearbeitet und auch Hunger gelitten haben, dann gehen sie damit anders um.

      Selbst habe ich auch Phasen erlebt, wo nicht alles so gut geklappt hat. Da lernt man anders damit umzugehen.

      Danke fürs Teilen!

      lg
      Maria

  16. Hallo Maria,

    Bei mir kommen auch keine Lebensmittel weg, die nicht verdorben ist. Reste werden am nächsten Tag (aufgepeppt) gegessen oder eingefroren. Ich halte es wie du: sehen, riechen, schmecken. Und auch wenn viele Leute anderer Meinung sind: Man merkt es deutlich, wenn etwas verdorben ist!
    Als ich noch keine Vegetarierin war, habe ich immer Hackfleisch im Angebot gekauft und zuhause gleich eingefroren. Als ich einmal eine Packung auftaute und danach öffnete, wusste ich gleich, dass das Fleisch verdorben ist, obwohl ich vorher noch nie mit verdorbenem Fleisch in Berührung gekommen war.
    Andersherum hatte ich auch mal eine Buttermilch, die ich an Silvester im Käsefondue verwenden wollte. Ich wusste, dass sie schon länger im Kühlschrank stand, machte mir deshalb aber keine Sorgen. Ich konnte sie ohne Probleme verwenden. Allerdings überraschte es mich dann doch sehr, dass das Mindeshaltbarkeitsdatum bereits im April, also acht Monate zuvor, abgelaufen war. So ein schlechtes Zeitgefühl hatte ich mir nicht zugetraut. Das Beispiel zeigt wieder, dass man dem MHD nicht immer trauen sollte.

    Wenn ich weiß, dass wir das Brot nicht rechtzeitig vor dem Austrocknen verbrauchen, dann friere ich auch gerne einen Teil ein, den ich dann bei Bedarf wieder auftaue und evtl. noch mal aufbacke. Wenn es mal schneller gehen muss, taue ich das Brot auch in der Mikrowelle auf. Eingetrocknete Reste gehen bei uns an die Kaninchen und Pferde von Freunden. Die Tiere freuen sich darüber.
    Ich habe auch mal gelesen, dass man eingetrocknetes Brot zum Backen von neuem Brot verwenden kann. Leider weiß ich nicht mehr wie. Vielleicht lohnt sich hier noch mal eine Recherche.

    Viele Grüße
    Katharina

    • Hallo Katharina!

      Ich habe das früher auch immer wieder einmal gemacht, dass ich reduziertes Fleisch gekauft und dann sofort eingefroren habe. Mache ich jetzt nicht mehr, einfach weil ich kein Fleisch mehr kaufe.

      Essen koche ich manchmal auch ganz bewusst etwas mehr, damit das Kochen am nächsten Tag schneller geht. Man kann ja so viel daraus machen, dass es anders schmeckt.

      Danke für Dein ausführliches Kommentar!

      lg
      Maria

    • Altes Brot zum Brotbacken verwenden:
      Man kann einem Brotteig bis zu 10% Altbrot (gerieben) zusetzen. Das macht man aus zwei Gründen:
      1. Aromaverbesserung: dazu die Semmelbrösel in der trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze unter Rühren solange rösten, bis es braun ist (nicht schwarz!), dann dem Teig zugeben und die Wassermenge des Brotrezepts anteilmäßig erhöhen.
      2. Wenn einem ein Brotteig zu weich geworden ist, kann man mit geriebenem Altbrot die Konsistenz des Teigs retten. Hier kann man geröstetes oder ungeröstetes Brot zugeben, je nach Gusto. Dann natürlich KEIN weiteres Wasser zusetzen. Altbrot ist besser als weiteres Mehl unterzukneten (man ist ja dann meist schon weiter im Prozess und das zusätzliche Mehl würde nicht mehr die ganze Gehzeit mitmachen).

      • Hallo Fussel!

        Vielen herzlichen Dank für Deinen genialen Tipp mit den gerösteten Bröseln. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das einen ganz besonderen Geschmack hat.

        Muss ich unbedingt mal ausprobieren!

        lg
        Maria

  17. Schön, dass du dieses Thema aufgreifst!
    Gerade heute früh ging mein Post mit Gedanken zum MDH online, den hatte ich aber schon geschrieben, bevor ich jetzt auf deinen gestoßen bin.
    Deine Erfahrungen mit abgelaufenen Lebensmitteln finde ich dabei sehr hilfreich, den Post werde ich mir auf jeden Fall abspeichern und in Zukunft weiterhin versuchen, nichts verderben zu lassen.
    Auf alle angekündigten Posts bin ich schon gespannt – das Thema ist durch seine Relevanz einfach unendlich interessant.
    Liebe Grüße

      • Auf den nächsten Beitrag bin ich schon gespannt!

        Danke für dein Kommentar! Ja, das ist wirklich ein lustiger Zufall. Ich habe mich aber richtig gefreut, als ich sah, dass diese Problematik auch andere Leute interessiert.

        Dass sich Eier so lange halten, wusste ich noch gar nicht. Danke für Information! Wir kochen sie nach einer Weile immer, weil sie sich ja dann 6 Wochen im Kühlschrank halten würden – meist habe ich sie aber vorher vollständig vernichtet 😉

        Liebe Grüße

  18. Hallo Maria,

    eine Käseverkäuferin meinte zu mir mal, dass man Käse nicht so lang in Metalldosen aufbewahren soll, konnte mir den Hintergrund aber nicht erklären. Und ich habe selbst auch keinen blassen Schimmer, was daran ein Problem sein sollte. Weißt du vielleicht mehr?

    Ich hatte bisher auch noch nie Schwierigkeiten deshalb…

    Lieber Gruß,
    Philipp

  19. Hallo Maria,
    ein sehr anregender Beitrag. Ich dachte eigentlich es wäre normal die Sachen zu probieren (inklusive schnuppern und gucken) und dann zu entscheiden ob das Lebensmittel gut ist.
    Beim Durchlesen hab ich mich dann gefragt ob sich die Menschen tatsächlich schon so weit vom Leben entfernt haben, dass einfache Dinge zurück erlernt werden müssen.

    Als Kind dachte ich gestockte Milch wäre giftig 😉 Meine Mutter hat das immer sofort panisch weggeschüttet wenn es mal vorkam. Obwohl bei uns eigentlich sonst alles sparsam wiederverwendet wurde. Erst viel später wurde mir bewusst das meine Mutter allgemein keine Jogurtprodukte etc.mochte.
    Ich habe später oft Käse gemacht wenn die Milch zum Stocken kam. Das geht übrigens auch mit pasteurisierter Milch.

    Viele Grüße Tutti

    • Hallo Tutti!

      Ich habe einige Dokumentationen zur Lebensmittelverschwendung gesehen und auch mit vielen Menschen gesprochen.

      Es ist unglaublich aber wahr, dass ganz viele Lebensmittel, die abgelaufen sind, entsorgen ohne sie überhaupt zu öffnen oder zu probieren.

      Unvorstellbare Mengen von noch genießbaren Lebensmitteln werden in Privathaushalten entsorgt!

      Deshalb ist es mir sehr wichtig, dieses Thema aufzugreifen und darüber zu schreiben.

      lg
      Maria

  20. Super Beitrag!
    Mir ist es auch sehr wichtig, keine Lebensmittel wegschmeißen zu müssen – dafür ist etwas Planung nötig, aber jetzt in meinem Einpersonen-Haushalt klappt das eigentlich super. In über vier Wochen musste ich bisher nur ein Stück Schafskäse wegschmeißen, dem ich nicht mehr getraut habe – das aber bestimmt auch noch essbar gewesen wäre.. ich bin da um ehrlich zu sein auch etwas penibel, was das MHD angeht. Vor kurzem hab ich mich aber dazu durchgerungen, zwei Woche „abgelaufenen“ Frühlingsquark zu probieren und da war NIX dran!

    • Hallo Leni!

      Wie schön, wieder einmal von Dir zu lesen!

      Finde ich super, dass Du es ausprobiert hast und ein so positive Erlebnis hattest.

      Scheinbar schaffst Du es über die Planung ganz gut alles hinzubekommen. Das ist meiner Meinung nach auch das Um und Auf.

      Für eine Person ist es gar nicht immer so einfach mit den Packungsgrößen, Hut ab!

      lg
      Maria

  21. Hallo,

    Wenn bei uns die Milch sauer geworden ist, dann kommt sie in Pfannkuchen (Eierkuchen) oder wird verbacken. Das schmeckt man dann nicht.

    Ich habe noch ein Beispiel für einen ganz empfindlichen Menschen: Mein Bruder isst kein Brot und trinkt keine Milch vom Vortag. Was am Abend des Kauftags bzw. nach dem Öffnen nicht verbraucht wurde, schmeisst er weg. Er ist auch partout nicht vom Gegenteil zu überzeugen. Keine Ahnung, woher das kommt. Wir wurden schließlich gleich erzogen.

    Viele Grüße
    Katharina

      • Liebe Maria,
        das hoffe ich auch! Ich bin guter Dinge, dass sich etwas ändern kann. Allerdings geht es mir oft nicht schnell genug. Seit Januar versuche ich zum Beispiel bei Foodsharing diese Einführungstermine zu bekommen. Es ist noch kein Land in sicht und solange kann ich mich auch nicht mehr engagieren. Ich werde das Containern mal versuchen. Auch wenn ich davor Respekt habe. Du machst das bereits. 🙂
        LG Esther

      • Hallo Esther!

        Ist das bei Dir so schwierig eine Einführungsabholung zu bekommen?

        Ich bin übrigens auch im Einführungsabholungsteam, bei mir bekommt man immer innerhalb von ein paar Tagen einen Termin.

        Vielleicht kannst Du über das Forum einmal Deinen Wunsch posten und dadurch eine Abholung bekommen?

        lg
        Maria

      • Danke Maria, ich habe schon viele Varianten versucht. Die Leute kommen mit den Anfragen wohl nicht hinterher. Es ist eben doch eine ehrenamtliche Tätigkeit. Und ich Arbeite meine 50 Stunden in der Woche, da kann ich nicht mittags um 14 Uhr an einer Abholung teilnehmen. Die Abholungen sind spätestens nach 3 Minuten nach dem Posten vergeben. Da ich nicht im Netz lebe, hab ich wirklich wenig Chancen. Ich stelle mich auf einen langen Atem ein. 🙂
        LG Esther

      • Hallo Esther!

        Ja, das klingt schwierig. Es hängt wohl auch viel von der Gegend ab. In Graz sind ganz viele Abholungen sehr spät abends und manche sehr früh morgens.

        Ich drück Dir die Daumen, dass Du einen guten Weg für Dich findest!

        lg
        Maria

  22. Hallo Maria!

    Wieder mal ein toller Beitrag, der alles sehr schön und übersichtlich zusammenfasst.
    Ich mache bei Unsicherheit auch immer eine Probe, ob es noch genießbar ist, oder wie es riecht. Bei den Eiern schaue ich grundsätzlich nie auf das MHD, sondern rieche immer an den aufgeschlagenen Eiern. Sehr selten muss ich eines entsorgen, und das obwohl ich sie teilweise schon vor zwei, drei Monaten abgelaufen sind.

    Beim MHD muss ich mich immer über den mangelnden gesunden Menschenverstand wundern. Manche Leute sind da oft grundlos übervorsichtig. Bei der Arbeit reduzieren wir z.B. oft die Baby-Gläschen, weil sie in ein, zwei Monaten (!) ablaufen. Viele Mütter haben dann aber Angst, sie nicht rechtzeitig (?!) verbauchen zu können und dann ihr Kind damit zu vergiften. Ich hatte da mal eine sehr, sehr kuriose Diskussion mit einer Kundin und konnte am Ende einfach nur noch kopfschüttelnd raten, sie soll es doch einfach selbst kosten, wenn sie sich unsicher ist und ihrem Kind nicht schaden will (was ich sowieso immer machen würde.)

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Das stimmt, mit den Baby-Gläschen ist das sicher noch einmal schwieriger. Kann mir gut vorstellen, dass sich die Gläser, die bald ablaufen, nicht mehr verkaufen lassen. Dabei ist das völliger Schwachsinn, gerade da wird noch vorsichtiger mit dem MHD umgegangen! Die sind noch ewig drüber haltbar!

      Meine Oma hat die Eier immer vom Bauernhof geholt. Da kam es schon mal vor, dass eines schlecht war, vermutlich weil es übersehen und erst irgendwann gefunden wurde.

      Eier aus dem Handel sind bei mir noch nie schlecht gewesen!

      lg
      Maria

      • Hallo Maria!
        Ja, da hast du recht. Es gibt wenige Mütter, die sich trauen die reduzierten Gläschen zu kaufen. Ich find das auch insgesamt recht bedenklich, wie wenig wir uns auf unsere 5 Sinne verlassen.

        LG, Daniela

  23. Hah! Ja das Salz mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum! Auf Facebook ist einmal etwas herumgegeistert: Das Millionen Jahre alte Steinsalz aus dem Himalaya, das in zwei Wochen abläuft… 🙂 Ich mache es fast in all diesen Dingen ganz genauso wie Du. Vor allem saure Milchprodukte halten ewig. Liebe Grüße, Gabi

  24. Ein Thema, das mir auch sehr am Herzen liegt, vielen Dank!

    Butter kaufe ich auf Vorrat und friere sie direkt ein. Immer, wenn wir welche brauchen, nehmen wir sie aus dem Gefrierschrank, ziehen das Einwickelpapier ab und legen es in die Butterschale. Je nach Raumtemperatur ist sie schnell so weit getaut, dass man die äußeren Schichten mit dem Messer abschneiden und auf’s Brot streichen kann.

    Brot backe ich selber, schneide es in Scheiben, staple sie versetzt und friere sie ein. So kann ich einzelne Scheiben entnehmen und im Toaster schnell auftauen.

    Reste von gekochtem Essen friere ich auch ein, wenn es größere Mengen sind, die werden dann meist in der nächsten Woche mit eingeplant. Kleinere Mengen kommen in den Kühlschrank und werden meist noch am selben oder nächsten Tag aufgegessen.

    Meine Kinder lehnen immer Bananen ab, deren Schale braune Stellen haben. Aber ich mache daraus eine Zaubershow, indem ich die Schale abziehe und die immer noch sehr leckere gelbe Frucht präsentiere. Wenn sie nämlich keine Druckstellen hat, bleibt die Banane innen schön, selbst wenn die Schale außen dunkel wird. Exemplare mit Druckstellen verarbeite ich zu Smoothies und Fruchtquark.

    Liebe Grüße,
    Henriette

  25. Pingback: Monatscollage April 2016 | widerstandistzweckmaessig

  26. Noch mal eine Ergänzung zu den Eiern:
    Eier sind eigentlich eines der am längsten haltbaren frischen Lebensmittel – vorausgesetzt, die Schale ist unverletzt. Sie halten sich nämlich ungekühlt mindestens 4 Wochen, im Kühlschrank mindestens 6. Deswegen braucht man sich da in der Regel keine Gedanken zu machen. Bei länger liegenden Eiern kann man sie zur Sicherheit einzeln in eine Tasse aufschlagen vor der Verwendung. Ich hab aber noch nie ein schlechtes gehabt.

    Das höchste Risiko hat man, wenn man von jemand kauft, der selber (wenige) Hühner hält, weil da mal ein Huhn ein Ei verstecken könnte, das erst Tage später gefunden wird und wo man dann nicht weiß, daß es schon älter ist. Aber einzeln aufschlagen und riechen hilft.

    • Hallo Fussel!

      Danke für Deine ausführlichen Ergänzungen. Das erinnert mich an meine Oma. Sie hat die Eier immer vom Bauernhof in der Nähe bekommen und da war schon hin und wieder ein kaputtes dabei, auch wenn sie es frisch geholt hat. Eben aus den von Dir geschilderten Gründen. Ist halt zu spät gefunden worden das Ei.

      Sie hat die Eier immer einzeln aufgeschlagen und ich habe das von ihr so gelernt. Ist wirklich ein guter Tipp!

      lg
      Maria

  27. Ich lese mir jetzt seit knapp 3 Monaten alles auf deinem Blog durch, was ich finden kann und habe hier viele hilfreiche Tipps gefunden (wir sind nun auch stolze Besitzer eines Brottopfes 🙂 ), um unseren Müll weiter zu reduzieren. Wir sind – klar – noch nicht so weit wie ihr, aber es läppert sich.

    Und grade das Thema von diesem Beitrag liegt mir sehr am Herzen. Ich muss ganz ehrlich sagen, mir wird schlecht, wenn ich sehe wie viel wegen „abgelaufenem“ MHD weggeschmissen wird. Die meisten Menschen sind doch in der Lage zu riechen und zu schmecken! Riecht es komisch, dann probiere ich es nicht, aber ansonsten kann man doch auch mal auf die eigenen Sinne vertrauen. Ist mir unverständlich… Der Kerl ist da auch noch deutlich pingeliger als ich (ich hab letzte Woche einen Joghurt von vor knapp einem Jahr gefunden… hat geschmeckt 😀 ) und isst vieles nicht mehr, wenn das MHD zu weit fortgeschritten ist. Es ist schon besser geworden, aber da geht noch einiges.

    Ich habe durch einen Aushilfsjob mitbekommen was so in einem Supermarkt an einem Tag weggeschmissen wird. Und ich habe auch Kunden erlebt, die zu den Verkäufern/Verkäuferinnen gehen und sich beschweren, weil noch eine Packung Wurst im Regal liegt, die in drei Tagen „abläuft“. Da kann man nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
    Ich kann das vollkommen verstehen, warum man containern geht. Gerade in den Biomülltonnen von Lebensmittelgeschäften ist so viel drin, was nicht schlecht ist.

    Liebe Grüße
    Hubi

    • Hallo Hubi!

      Vielen lieben Dank für Dein langes und ausführliches Kommentar!

      Es freut mich sehr, dass Dir mein Blog und vor allem dieses Thema so zusagt!

      Ich habe auch vor kurzem einige sehr lange abgelaufene Produkte in einem fremden Kühlschrank gefunden. Sie waren von Februar und März diesen Jahres abgelaufen, ein Käse sogar vom November letzten Jahres.

      Zu meiner großen Überraschung waren ALLLE noch genießbar obwohl alles deutlich mehr als 3 Monate abgelaufen war. Die Joghurts haben perfekt gut geschmeckt!

      Damit hätte ich nicht gerechnet, bis zu 1 Monat hatte ich schon Erfahrungen aber 3 Monate? Auch der Käse – 6 Monate drüber – war noch voll ok!!!

      Ich kann nur an alle appellieren, das MHD – zumindest bei Milchprodukten – nicht mehr so ernst zu nehmen.

      lg
      Maria

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