Verführung zum Konsum

Am Sonntag wird immer eine Gratiszeitung vor die Türe geliefert und was sehen meine verschlafenen Augen?

Weg mit dem Drahtesel

Und schon bin ich munter und frage mich, was denn mit den Fahrrädern passiert, die da eingetauscht werden?

Ich frage mich auch, warum es solche Aktionen gibt. Klar, das Geschäft will neue Fahrräder verkaufen. Aber steckt hinter der Aktion auch, gebrauchte Fahrräder vom Markt zu bekommen, damit noch mehr Menschen neue Fahrräder kaufen statt sich gebrauchte zuzulegen?

Wachstumsgesellschaft

Warum muss ein Fahrrad überhaupt ersetzt werden, würde es nicht reichen, ein Service zu machen oder es zu reparieren?

Fragen über Fragen, aufgeworfen durch das Konsumverhalten einer Wegwerfgesellschaft.

es geht auch anders

Dabei gibt es auch ganz andere Möglichkeiten, gerade in der heutigen Zeit. Menschen, die sich für die Umwelt einsetzen, haben Ideen um dem entgegen zu wirken.

Beispielsweise werden alte, teilweise sogar reparaturbedürftige Fahrräder, gemeinsam mit Flüchtlingen repariert und diesen danach zur Verfügung gestellt, damit sie unabhängig vom öffentlichen Verkehr mobil sein können. Und gleichzeitig wird die Gemeinschaft gestärkt und im direkten Kontakt Deutsch gelernt.

In Österreich gibt es z.B. das Projekt „IntegRADion“ und in Deutschland findet man beispielsweise „Fahrräder für Flüchtlinge“.

Ist das nicht eine großartige Sache? Ich finde es einfach wunderbar, wenn Menschen sich Gedanken machen, Ideen haben und diese dann umsetzen!


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43 Kommentare zu “Verführung zum Konsum

  1. Hallo Maria!

    Die Aktion erinnert mich irgendwie an die Verschrottungsprämie aka „Umweltprämie“.

    Mein Vater hat auch mal so eine Aktion für Fahrräder genutzt und sich ein lang gewünschtes neues Cross-Bike zugelegt.
    Meinen alten Fernseher haben wir auch so eingetauscht. Diese Eintauschaktionen gibt es anscheinend echt für jeden Konsumartikel.
    Grundsätzlich finde ich es nicht schlecht, wenn man sowieso einen kaufen wollte, so eine Aktion zu nutzen. Andererseits will ich nicht wissen, wie viele Geräte, die eigentlich noch funktionieren würden, ersetzt werden. Da wäre es wirklich interessant, was mit den alten passiert.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      So eine Aktion für den Fernseher habe ich auch einmal genutzt, das war aber Zufall. Der alte war gerade kaputt gegangen (er war uralt) und hätte sowieso entsorgt werden müssen.

      Dann finde ich es auch ok. Aber etwas, was jemand anderer noch nutzen könnte, zu verschrotten, das fände ich gar nicht ok!

      lg
      Maria

  2. Ich bin der Meinung, diese „Umtauschaktionen“, die ja letztendlich keine sind, dienen wirklich nur der Konsumankurbelung und sonst nichts. Und der allgemeine Konsum kann nur durch den Kauf neuer Dinge angekurbelt werden.

    Man könnte zB auch sein altes Rad spenden (gerade im Augenblick suchen viele Flüchtlingshilfen gebrauchte Räder, die sie dann aufarbeiten und an Flüchtlinge weitergeben, damit diese mobil sein können) und sich ein neues kaufen, wenn es denn eines sein muss.

    Viel schlimmer sind aber solche Geschichten, wie dass die Post inzwischen ihre ausgemusterten Dienstfahrräder nicht mehr wie früher versteigert, sondern unbrauchbar (!) macht und sie verschrotten lässt. Die werden dann tatsächlich auseinandergesägt und auf den Schrott gebracht. Denn, würden die Post sie versteigern, müssten diese Einnahmen versteuert werden. Wenn sie aber verschrottet werden, können die Verschrottungskosten noch abgeschrieben werden. (Weiß ich von einem Mitarbeiter der Post und einem Schrotthändler, der die Teile dann verschrotten muss.) Macht das Sinn? In meinen Augen auf gar keinen Fall.

    Wobei ich da auch eigentlich nicht so mitreden kann. Ich bin täglich Radnutzerin, habe aber auch kein All Terrain wasauchimmer oder sonstiges Sportgerät, sondern ein Multifunktionsrad mit Anhängerkupplung, das ich mir vor 25 Jahren mal selbst gebaut habe. Im Laufe der letzten 25 Jahre war ich mit dem in halb Europa unterwegs und habe so um die 20 000 km zusammenbekommen. Das ist mein Rad und ich mag es. Und wenn was kaputt ist, repariere ich es oder gebe es in Reparatur. Je nach dem wieviel Zeit ich so habe. Ich liebäugel immer mal wieder mit einem echten Lastenrad, aber bislang hat es mein Schwertlastanhänger immer noch gepackt. Mein Auto wird deutlich weniger genutzt als mein Rad. (Würden wir nicht mit dem Auto in den Urlaub fahren, hätten wir gar keines. Wir sind Jahre ohne Auto ausgekommen.)

    Was ich damit sagen will, ich brauch kein neues Rad, ich habe eines. „Umtauschaktionen“ machen daher für mich keinen Sinn.

    • Hallo!

      Wow – das ist echt krass mit funktionierendes Fahrrad zersägen und verschrotten. Sachen gibt es, da greift man sich echt ans Hirn.

      Und alles nur um den Gewinn zu steigern. Das ist sowieso total arg finde ich!

      Dass Du Dir Dein Fahrrad nahc Deinen Bedürfnissen selbst zusammen gebaut hast finde ich total super! Das hat schon was!

      Gibt es auf Deinem Blog irgendwo ein Foto vom Fahrrad?

      Wir haben auch einen Anhänger für das Fahrrad und können so einiges selbst transportieren ohne gleich ein Auto zu benötigen.

      lg
      Maria

    • Aber das ist dann der, zum Teil verkorksten, Steuerpolitik zuzuschreiben. Bei der Post geht es ja um sehr viele Räder. Also wäre es dann auch eine entsprechend großzügige Spende. Und ob sich das die Post auf Dauer leisten kann und will, ist dann die Frage. Dann ist es für die Post wirtschaftlicher oder profitabler, die Räder zu verschrotten. Rein menschlich ist es natürlich Mist.
      Mein Fahrrad begleitet mich nun auch schon seit 15 Jahren Tag für Tag. Als ich es mir angeschafft hatte, fand ich, das ich da mit 749,00€ , verdammt viel Geld für ein Fahrrad ausgegeben hatte. Aber, bis auf ein paar kleine Reparaturen, neue Klingel, neue Bremsbacken, Kette neu, eben ganz normaler Verschleiß, war nie was. Sogar die Fahrradmäntel ( Schwalbe Marathon Plus- die Unkaputtbaren 🙂 ) haben 13 Jahre gehalten.
      Gruß Silke

      • Hallo Silke!

        Sehr beeindruckend! Und wenn man das vergleichen würde mit den Kosten, die ein Auto in der Zeit verursacht, dann ist das allemal VIEL billiger!

        15 Jahre würde ein Auto auch gar nicht mehr halten!

        lg
        Maria

  3. Wer kurz darüber nachdenkt wird die Hintergründe ahnen.
    Ich hoffe mal, es kommen nicht zu viele Leute ohne Fahrrad auf „dumme Gedanken“.
    Die Vielfalt der Marketing-Strategien ist armselig geworden, billig, billiger, am billigsten … sparen, Rabatte … Qualität kommt kaum noch vor.
    LG Ute

    • Hallo Ute!

      Das stimmt leider. Aber es besteht ja leider auch wenig Interesse mit Qualität zu produzieren, denn dann würde – was auch immer – länger halten und nicht so schnell wieder etwas Neues gekauft werden!

      lg
      Maria

  4. Hallo Maria,

    da bleibt wirklich nur ein Kopfschütteln. Dinge zu reparieren klingt leider nach wie vor nicht attraktiv für viele Menschen. Ich bin ja immer noch der Meinung, dass wir eines Komplettwandels in unserem Wirtschafts- und Geldsystem bedürfen, damit finanzielle Interessen in den Hintergrund geraten.

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Hallo Philipp!

      Der Meinung bin ich auch. Und wenn ich sehe, wie das einige Menschen bereits sehr erfolgreich vorleben, bin ich sehr zuversichtlich, dass die Veränderung auch kommen wird.

      Es ist nur eine Frage der Zeit.

      lg
      Maria

  5. Also mein Rad ist jetzt 12 Jahre alt und hat letztes Jahr im Urlaub einen neuen Reifen und Mantel bekommen da er bei der HItze auf dem Dachträger geplatzt ist… das wars dann auch an Reparaturen – ich fahr auch ganz oft mit dem Rad zur Arbeit – ich weiß gar nicht, warum ich mir ein neues Rad kaufen sollte – vor allem – 1.000 € werden ja wohl nur dann angerechnet, wenn Du Dir ein Rad für 2.000 € kaufst oder so…also augenwischerei….Ich hab mal bei so einer Pfannen-Eintauschaktion mitgemacht weil ich echt neue brauchte – die haben die Pfannen – egal wie gut oder schlecht einfach in einen riesen Container geworfen – ob da wohl noch was recycled worden ist ???? Ich hab mir jetzt ne Eisenpfanne gekauft und hoffe, dass die mich überlebt… LG

    • Hallo Sulevia!

      Vermutlich sind keine Pfannen aus dem Container mehr ihrer ursprünglichen Bestimmung zugeführt worden. Was für eine Verschwendung!

      Wenn ich sehe, wie sehr sich die Menschen im Kostnixladen über die Dinge freuen, dann weiß ich, dass es auch ganz anders gehen würde.

      lg
      Maria

      • Noch irrer finde ich, dass auch „Recyclinghöfe“ kaum wiederverwerten. Ich war mal bei unserem, um was abzugeben, was irreparabel kaputt war und entdeckte einen fast nagelneuen Edelstahl-Topfsatz im Sperrmüllcontainer. Als ich die Töpfe rausangeln wollte, bekam ich mächtig Ärger mit einer Angestellten, dass sie mich wegen Diebstahl anzeigen würde, falls ich was mitnähme etc. Auch meine Bitte, eine Gebühr für die Töpfe zu bezahlen, wurde abgelehnt. Diese Einrichtungen sind oft nur der verlängerte Arm der Industrie.
        Was da von den abgegebenen Sachen wieder abgegeben/verkauft wird, ist minimal. Es wird zwar immer wieder gesagt/geschrieben, dass diese Höfe Sachen wieder aufarbeiten, aber meine Beobachtungen sagen mir: kann man vergessen!

      • Hallo Fussel!

        Man kann sicher nicht alle über einen Kamm scheren.

        Bei unserem Recyclinghof (ich habe darüber im Rahmen meiner Ausbildung zum Abfallberater darüber geschrieben, weil ich eine Führung hatte) werden solche Sachen extra gesammelt und über eine Partnerfirma (BAN) weiter gegeben. Das ist ein Projekt mit Langzeitarbeitslosen.

        Es hängt sicher von der Stadt ab und wie engagiert die Leute dort sind sich für den Umweltschutz einzusetzen. Graz ist zum Glück wirklich sehr grün 🙂

        lg
        Maria

  6. Mein Rad ist mittlerweile stolze 33 Jahre alt mit 15 habe ich es zur Konfirmation bekommen und war stolz ein so Kostbares Fahrad zu bekommen. Ein Alu Tourenrad von Kettler. Das wird bis heute gehegt und geflegt und bis auf Bremsbacken und neue Mäntel ist alles noch Original 🙂
    Mir würde nie in den Sinn kommen es einzutauschen und schon gar nicht mit solchen Aktionen. Dann würde ich es wirklich lieber spenden wenn ich es mal nicht mehr brauchen sollte.

    Lg Aurelia

  7. Hallo Maria,
    also mich täte schon wirklich interessieren, was die mit den alten Rädern machen.. Könnte mir aber Ähnliches vorstellen wie bei der Post – spenden geht nicht, verschrotten ist wohl billiger, was wirklich eine Schande ist! Im Grunde ist es ein Rabatt. Aber genauso interessant finde ich, dass ja davon ausgegangen wird, dass das neue Rad weit über 1.000 Euro kosten wird- das Angebot spricht also im Grunde eh nur ein bestimmtes Klientel an. Ich kenne mich nicht soo aus, gibt es Händler, die Gebraucht-Räder anbieten…? In dieser Preisklasse wäre das doch gar nicht so abwegig.!
    Liebe Grüße, Birthe

    • Hallo Birthe!

      Auf der Rückseite waren dann die Angebote, der Eintauschrabatt entspricht je nach Preisklasse in etwa 15% – 20%. Der maximale Rabatt waren 560,– Euro bei einem Fahrrad mit 2.800,– Euro Kaufpreis. Warum auch immer auf der Vorderseite mit 1.000,– Euro geworben wurde! Zumindest im Prospekt war kein so teures Fahrrad, bei dem so ein hoher Abzug zustande käme.

      Alles in allem daher eine sehr seltsame Aktion!

      lg
      Maria

  8. Ach, ich ärgere mich doch immer wieder, wenn ich von solchen Aktionen höre oder lese. Hau wech, kauf neu, weil Neu ganz billig möglich ist. Traurig!

    Die Aktion letztens von H&M war auch so eine Augenwischerei. Bring deine alten Shirts zum recyclen in den H&M-Container, dafür bekommst du einen Gutschein. Unfassbar.

    • Hallo!

      Oh ja, das ist auch so eine schlimme Sache, wo sie den Leuten das Gefühl vermitteln wollen, dass es eh nicht so schlimm ist, wenn sie die Kleidungsstücke nach wenigen Malen tragen wieder weg geben.

      Aber das ist bloß greenwashing, denn was es in Wirklichkeit bedeutet, wird verschleiert.

      Ich kann es nicht fassen in welcher verschwenderischen Welt wir heute leben, wo auf der anderen Seite dafür Menschen ausbeutet werden!

      lg
      Maria

  9. Es gibt ein paar mal in Jahr diese Angebote für die verschiedensten Artikel. Mal ist es das „endlich“ neue Rad. Mal ist es die „endlich“ kuschelige Couch und alle Jahre das „endlich“ coole Smartphone.
    Tatsache ist, dass wir alle schon alles haben und viele nur mit dem NEUEN ein Gefühl aufbauen können dass sich was in ihrem Leben ändert.
    Und was lossein muss ja sonst hat man nichts zu erzählen.
    Das ist wohl ein Grund warum so eine Werbung funktioniert.

    Der zweite ist, dass es mittlerweile für alles einen Spezialisten gibt. Und sich kaum mehr jemand traut etwas selber zu reparieren.

    Wer aber einmal etwas wirklich selbst gemacht hat und so richtig stolz darauf ist, der ist von der Konsumsucht befreit … Ich gönne jedem das Gefühl 🙂

    • Hallo Hans!

      Deine Aussage gefällt mir „Wer aber einmal etwas wirklich selbst gemacht hat und so richtig stolz darauf ist, der ist von der Konsumsucht befreit …“

      Sehe ich auch so! Ein Problem ist heute sicher, dass die in Drittländer ausgelagerte Arbeitsleistung so weit weg ist, dass wir vom Herstellungsprozess so weit entfernt sind, dass die Arbeit und damit auch das Produkt nicht mehr geschätzt werden.

      Etwas selbst zu machen, holt uns wieder zum direkten Kontakt mit dem Ding zurück und gibt auch die Wertschätzung zurück. Wenn man viele Stunden mit der Herstellung oder Wartung verbracht hat, dann hat das Teil eine andere Bedeutung für uns bekommen!

      lg
      Maria

      • Genau das meine ich 🙂
        Und noch haben so viele Angst die Zeit (viele Stunden) zu investieren … Lieber steht man diese Stunden im Stau zum nächsten Konsumtempel …
        Aber ich bin sicher … es wird! 🙂

        Ich wünsch einen guten Start in die Woche!

    • Wirklich wahr! Das viele Menschen nicht mehr bereit sind, etwas zu reparieren finde ich auch sehr traurig. Wir restaurieren gerade unser Wohnmobil aus den 70ern. Von allen Seiten bekommen wir zu hören, warum wir uns dies antun und das es besser wäre ein neues zu kaufen. Kommt für uns nicht in Frage.

      Wir haben auch ganz bewusst unser Auto abgeschafft und erledigen nun alles mit dem Rad oder zu Fuß. Du glaubst gar nicht, wie oft wir hören, dass wir uns mal wieder ein Auto anschaffen sollten.

      Ich glaube, ein großes Problem ist auch, dass man heutzutage alles auf Raten finanzieren kann.

      • Hallo!

        Ja das stimmt sicher, es wird den Menschen immer einfacher gemacht auf Pump zu leben, aber das ist gar nicht so gut, wie es auf den ersten Blick aussieht.

        Finde ich super, dass Ihr Euch so entschieden habt und viel Freude beim restaurieren vom Wohnmobil!

        lg
        Maria

      • Ich denke, Zeit ist das große Thema in dem Zusammenhang.
        Und betroffen sind alle Tätigkeiten, die nicht mit Arbeit oder vorzeigbarem Konsum zu tun haben.

        – Engagement im Ehrenamt: Auf ein Fest geht jeder gern – hinter dem Tresen stehen oder gar Spüldienst, da wird es schon enger.
        – Familie: Mit den Kindern stundenlang im Stau stehen auf dem Weg zu Skilift ist ok. Aber Nach dem Wochenende erzählen, dass man miteinander ein Fahrrad repariert hat – da kneifen viele.
        – Tüfteln und Upcycling: Einen neuen Computer hat gerne einer am Tisch – Aber beweisen, dass auch der Alte noch genauso tut, wenn man ein wenig mit Betriebssystemen spielt – ist nicht so cool.

        So viele haben Angst die ZEIT zu verlieren mit Dingen, die nach außen so wirken könnten als hätten sie ein langweiliges Leben.

        Nicht betroffen sind diejenigen, die aus sich selbst heraus auf das stolz sein können was sie tun …
        … Wie Ihr auf Euer Oldtimer-Wohnmobil 🙂
        Viel Spaß damit!

  10. Hallo Maria,

    jedes kleine oder mittelständische Unternehmen muss auch Stagnation oder Gewinneinbrüche verkraften können. Und sie schaffen das sogar!
    Warum schafft das nicht der Staat oder die Großkonzerne? Warum muss es da IMMER Wachstum geben?

    Da geht es mir wir dir und allen deinen treuen Anhängern: macht doch euren Wachstum alleine – ich will da nicht mehr mitmachen!

    LG Kerstin

    • Hallo Kerstin!

      Ich stelle mal die gewagte Theorie auf, dass es dann nicht funktioniert, wenn es nicht der Eigentümer ist, der arbeitet, sondern arbeiten lässt und Geldprofit haben will. Das ist bei allen Aktiengesellschaften z.B. so, alle Aktionäre wollen eine Dividende haben. Das schwächt das Unternehmen, weil der Gewinn entzogen statt investiert wird.

      Daher müssen die Kosten reduziert werden und das passiert vor allem beim Personal. Und beim Konsumenten, denn der muss ständig was Neues kaufen.

      Ein ganz übles Spiel! Ja, wir machen da nicht mehr mit!!!

      lg
      Maria

  11. Hallo Maria!
    Unsere heutige Gesellschaft ist leider immer noch auf Wachstum ausgerichtet. Ich versuche seit einiger Zeit den allesgleichundsoforthabenwollen-Trend entgegenzuwirken. Und mit meiner Haltung bin ich immer auch Vorbild für meine Kinder. Warum neu, wenn es gebraucht auch geht? Muss es das wirklich sein? Ich glaube fest daran, dass das ein kleiner Beitrag ist. Jeder ist gefragt!
    Liebe Grüße, Désirée

    • Hallo Désirée!

      Danke für Dein Kommentar, das mir sehr aus der Seele spricht!

      Seit sicher 4 Jahren frage ich mich bei jedem Teil ob ich das wirklich brauche und je länger ich das mache, desto weniger brauche ich tatsächlich.

      Wir haben doch längst alles, was wir zum Leben benötigen. Das meiste, was für die Seele wichtig ist, gibt es gratis!

      lg
      Maria

  12. Du sagst bzw. schreibst es: Sachen gibt es, da fasst man sich ans Hirn bzw. an den Kopf. Natürlich dienen diese ganzen Umtauschaktionen nur dazu, den Konsum anzukurbeln. Wenn wir nicht langsam von diesem Konsumwahn und Wachstumsstreben wegkommen, sehe ich schwarz. Wenn ich unterwegs bin, beobachte ich immer alles ganz aufmerksam und mir fällt manchmal beinah der Kopf ab, vom vielen Schütteln 😉

    Aber – um es mal zum Positiven zu drehen: solche Aktionen, wo alte Räder repariert werden und dann auch noch zusammen mit Flüchtlingen, die sowieso zu wenig Beschäftigung haben, sind großartig. Davon sollte es noch viel mehr geben.
    LG, Ingrid

  13. weggeworfen ist sehr schnell..
    ich hätte mal bei der Firma nachgefragt was sie denn mit den alten Rädern machen..
    manche verkaufen ja auch gebrauchte ..
    oder vielleicht spenden sie sie auch??
    Hier bei uns gibt es irgendwo auch eine Fahrradwerkstatt die mit Asylbewerbern Räder repariert
    finde ich eine tolle Idee..
    liebe Grüße
    Rosi

    • Hallo Rosi!

      Ich beobachte das schon seit längerer Zeit mit dem Projekt „Fahrrad für Flüchtlinge“ und finde, dass das ein wirklich gut durchdachtes Konzept ist. Vor allem durch das gemeinsame Reparieren vom Fahrrad kann man glaube ich viel bewirken an Gemeinschaftssinn!

      lg
      Maria

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