selbst.gemacht statt selbst.gekauft – cord keeper

Ein bisher vergeblich geführter Kampf war das Kabelchaos der verschiedenen Ladekabel für die vielen verschiedenen Geräte, die immer wieder einmal geladen werden wollen.

Nicht nur, dass sich die Kabel ständig miteinander verknotet haben und es ausgesprochen mühsam war, diese voneinander zu lösen, es war auch nie das passende Kabel zur Hand, wenn man es dringend brauchte. Nachdem alle schwarz mit dicken einander ähnlich sehenden Teilen sind, ist es auf den ersten Blick gar nicht so einfach, sie voneinander zu unterscheiden.

einfach organisiert leben

einfach.organisiert.leben

Diese Sache schreit geradezu nach Vereinfachung, so kann das nicht weitergehen.

Angefangen hat alles damit, dass ich bei Gabi diese wunderschönen Kabeltacos entdeckt habe.

Was liegt näher als die perfekte Lösung selbst zu machen? Als erstes habe ich versucht diese Kabeltacos aus Jeansstoff nachzunähen und bin kläglich gescheitert. Durch die Rundung hat sich der Stoff viel zu viel gedehnt und ich habe daraus gelernt, dass man Kabeltacos wirklich nur aus Filz oder Leder oder einem anderen Material machen kann, das sich auch in der Rundung nicht dehnt.

Also habe ich mich auf Pinterest ein wenig inspirieren lassen und meine Pinwand mit ganz vielen tollen Ideen gefüllt.

Nach dem ersten gescheiterten Versuch eine Lösung zu nähen, habe ich mich für Häkeln entschieden. Anleitung für die Variante meiner Wahl habe ich keine gefunden und daher selbst ein wenig herum getüftelt und eine eigene Anleitung erstellt.

Diese möchte ich heute mit Dir teilen, weil sich das System wirklich sehr bewährt hat.

Die Kabelhalter sehen nicht nur hübsch aus, sondern sind aus zwei Gründen unglaublich praktisch. Einerseits verfangen sich die Kabeln nicht mehr und andererseits habe ich für jedes Endgerät unterschiedliche cordkeeper gehäkelt, sodass man nur noch nach der entsprechenden Farbe Ausschau halten muss.

cord keeper

Anleitung

Du brauchst buntes Häkelgarn aus Baumwolle und eine dazu passende Häkelnadel, ich habe die Stärke 2,5 verwendet.
Zusätzlich eine Stopfnadel, eine Schere und einen Knopf.

Nachdem ich es einfacher finde nach einer Häkelschrift zu arbeiten, habe ich eine erstellt. Ich hoffe, daraus ist alles erkennbar.

Das Knopfloch wird direkt eingearbeitet und wenn Du die Häkelschrift abgearbeitet hast, dann kannst Du das gehäkelte Teil entweder mit dem selben Faden oder mit einem andersfärbigen Garn umhäkeln. In die Ecken wird dazu jeweils 3 x eingestochen und in den Wendepunkt in der Mitte häkelt man 2 feste Maschen.

Den Endefaden lässt man lang und kann damit auch gleich den Knopf annähen.

Häkelschrift cord keeper

endlich Ordnung

Das Kabel wird rund um die Hand geschlungen und mit dem Kabelwächter fixiert. Jedes Kabel bekommt einen anderen Kabelhalter, dadurch kann man sie gut voneinander unterscheiden. Bei meiner „Ladestation“ steht der kleine Korb (mit dem übrigens meine Tochter im Kleinkindalter gespielt hat), in dem wir die Kabeln aufbewahren.

Endlich verfangen sich die blöden Kabeln nicht mehr und man findet das richtige Kabel auf einen Blick.

Übrigens – auch die Kopfhörer vom MP3-Player lassen sich so ganz wunderbar für den Transport zähmen! Meine Kinder haben viel Freude daran und mittlerweile habe ich auch Nichten und Neffen ausgestattet.

endlich habe ich Ordnung im Kabelchaos

endlich habe ich Ordnung im Kabelchaos

Varianten

Wenn man keine Dreiecke mag, dann kann man natürlich auch Rechtecke häkeln. Dazu habe ich 9 Maschen angeschlagen und nach 4 Reihen in der Mitte 3 Luftmaschen eingefügt. Insgesamt wurden 24 Reihen (=12 x hin und 12 x retour) gehäkelt und danach das Teil wiederum umhäkelt.

Auf diesem Bild siehst Du auch, wie der dreieckige Cordkeeper geöffnet aussieht.

Variante der obigen Anleitung

Variante der obigen Anleitung

schnelles Fernsehprojekt

Diese Kabelhalter sind wirklich ganz schnell gehäkelt, in nicht einmal einer Spielfilmlänge hat man das Teil gehäkelt, die Fäden vernäht und den Knopf auch schon angenäht.

Außerdem ist das ein ganz hervorragendes Wollreste-Abbauprojekt, man kann selbst winzige Wollreste verwenden und sie werden dadurch nicht zu Müll! Und natürlich kann man dadurch auch die vielen Einzelknöpfe reduzieren, die in der Nähschatulle liegen.

ein paar Fernsehabende reichen aus

ein paar Fernsehabende reichen aus


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Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

Alle ausführlichen von mir selbst geschriebenen Anleitungen sind auf der Übersichtsseite „Anleitungen – Tutorials“ zusammengefasst.

Fotos der Anleitungen sind auch auf meiner Pinterest-Pinwand gesammelt.

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46 Kommentare zu “selbst.gemacht statt selbst.gekauft – cord keeper

  1. Danke fürs Verlinken, liebe Maria! Da hast Du eine schöne Sammlung auf Pinterest angelegt (ich hab mir gleich zwei, drei Dinge merken müssen). Deine verschiedenfarbig gehäkelten Kabelordnungsteilchen finde ich so schön bunt, fröhlich. „Bunt statt ärgern“ lautet die Devise 😉 Ich wünsch Dir einen guten Start in einen sommerlichen Tag! Gabi

  2. Das ist eine geniale Idee, mich nervt Kabelsalat auch immer sehr! Und so sieht es auch noch hübsch aus, echt gut! Wenn ich jetzt noch häkeln könnte….
    Liebe Grüße 🙂
    Nina

    • Hallo Nina!

      Danke für Dein Kommentar, wie schön, dass Du auch zu mir gefunden hast!

      Vielleicht findest Du ja in meiner Pinterest-Sammlung eine Alternative zum Häkeln?

      Grundsätzlich kannst Du ja selbst sehr gut Handarbeiten, wie Du gerade im aktuellen Beitrag zeigst. Da findest Du sicher eine Möglichkeit.

      Das Leben ist nämlich wirklich unglaublich viel einfacher dadurch!

      lg
      Maria

  3. Mal wieder eine clevere Idee und toll umgesetzt. Ich möchte ja seit einer gefühlten Ewigkeit mehr Organisation ins Kabelgewirr bringen. Eigentlich dachte ich ans Nähen von so Dingern da, aber Häkeln ist eine gute Alternative, weil schneller/mit weniger Aufwand und vor allem kann ich das draußen im Freien machen. Danke auf jeden Fall für die Inspiration zu den perfekten Kabelhaltern, da muss ich gleich auch mal bei Pinterest bei dir vorbeischauen.
    Sonnige Grüße sendet dir Anni – heute ganz beschwingt, der Junior ist seit heute ein Teenager… ♥

    • Hallo Anni!

      Oh – großer Tag im Hause Antetanni! Herzlichen Glückwunsch!

      Ja, das ist wohl noch ein Vorteil vom Häkeln, man kann das überall machen und weil es so eine kleine Arbeit ist, passt sie auch in eine kleine Handtasche rein zum Mitnehmen.

      Noch viel Spaß heute beim Feiern!

      lg
      Maria

      • Dankeschön, liebe Maria. ♥ Wir kommen gerade vom Eiscafé heim, zur Feier des Tages haben wir uns alle einen RIESEN-Eisbecher gegönnt – mal kein Eis vom Göttergatten, aber es war trotzdem gut, und er fand es ebenso schön, sich mal verwöhnen zu lassen. 😉
        In Sachen Häkeln schätze ich das auch sehr, dass man eine kleine Häkelei auch mal gut mitnehmen kann…
        LG ♥ Anni

      • Hallo Anni!

        Heute war aber auch ein Eistag, so einen Temperaturumschwung! Wir hatten rund 35° am Nachmittag!

        Ich habe am Abend auch Eis genascht, das war echt lecker. Aber Schande – nicht selbst gemacht.

        lg
        Maria

  4. Pingback: Kabelbinder | Mary's Kitchen

  5. Wenn ich nur Häkeln oder Stricken würde, um Garnreste zu haben 😉 Die gefallen mir wirklich gut. Und mit meinen geringen Häkelkenntnissen könnte ich deine Anleitung auch umsetzen. Danke.

    Ich hab meine vor einem Jahr aus Filz gemacht, da mir das Nähen einfach viel zu aufwändig war. Dein Post gab mir heute den Anlass, meinen fertigen nochmal zu überarbeiten und auch endlich online zu stellen – nachdem ich am Wochenende meine letzten zwei Kabelbindersäckchen verschenkt habe.

    Leder hatte ich ursprünglich vor, allerdings hatte ich zu wenig passende Lederreste hierfür und Kunstleder ist zu viel dünn um mit Snaps zu kombinieren, da verletzt man sich häufiger beim Aufmachen.

    Ich kann jeden nur Kabelbinder empfehlen, es vereinfacht wirklich vieles und sorgt mit wenigen Handbewegungen für viel Ordnung.

    Liebe Grüße aus dem Schwarzwald

    • Hallo Mary!

      Was für ein schöner Zufall, dass Du auch gerade an Deinem Beitrag gearbeitet hast! Und vielen lieben Dank auch hier noch einmal fürs Verlinken.

      Mir gefallen dafür Deine Säckchen sehr gut. Vielleicht nähe ich noch schnell 1-2 für den Urlaub! Das geht eh so schnell.

      Nachdem Du geschrieben hast, dass alle Kordeln verbraucht sind – man kann auch sehr gut selbst Kordeln drehen. Langer Faden (doppelte Länge) an den Mixer hängen, Mixer einschalten, wenn sie genug eingedreht ist, den Faden halbieren, damit sich die Kordel entsprechend eindreht. Ende mit Knoten fixieren. Fertig. Echt easy!

      lg
      Maria

  6. Das ist nicht nur nützlich, sondern sieht auch noch gut aus und dient der Resteverwertung von Garn. Wieder mal eine tolle Idee.
    Liebe Grüße, Ingrid

  7. Vielen Dank für die tolle Idee!
    Für mein Handyladekabel und meine Kopfhörer habe ich je eine ganz kleine Tasche mit Reißverschluss. Mit dieser Idee ist man aber flexibler in der Anwendung. Wollreste und Knöpfe hab ich reichlich. ,-)

    • Hallo M@ria!

      Ich glaube jeder, der strickt oder häkelt hat kleine Wollreste und ist auf der Suche nach Miniprojekten um diese aufzubrauchen.

      Letztes Jahr habe ich z.B. einen ganze Menge Minisocken gestrickt.

      Man kann die cord keeper auch auf Vorrat machen, sind ein nettes Mitbringsel wenn man eingeladen ist!

      lg
      Maria

  8. Liebe Maria,
    das sind ja süße kleine Kabelhalter.
    Ich habe schon diese cord tacos (2. von oben, links und in der Mitte) gemacht . Sie sind sehr praktisch für Kopfhörer. Die mit Gummi (2. von oben rechts) sind auch sehr praktisch, da das Gummi am Kabel bleibt auch wenn es benutzt wird.
    Da ich gerne häkle und sehr viel Garnreste habe, werde ich mich mal an den schönen Dreiecken versuchen, vielleicht schaffe ich es ja ein kleine Schlaufe in die Mitte zu häkeln, damit die Teilchen nicht verloren gehen (in unserer Familie bekommen so kleine Dinge gerne Beine O:)).
    Vielen Dank für deinen schönen Tipp und das Häkelmuster.
    So und jetzt ran an die Nadel 😉
    Viele Grüße Jutta

    • Hallo Jutta!

      Das mit der Schlaufe ist auch eine sehr gute Idee!

      Zu Hause packe ich die Kabeln so ein, dass die Enden weit genug heraus sehen, damit ich die cord keeper drauf lassen kann beim Laden des Gerätes. Dadurch hat sich bei mir die Notwendigkeit noch nicht ergeben, ist aber sicher eine ganz tolle Lösung, wenn der Weg zur Steckdose weiter ist.

      Ich habe bei meiner Ladestation eine dreifache Tischsteckdose, da kann das Gerät direkt daneben liegen und es ist ein wirklich sehr kurzer Weg.

      lg
      Maria

      • Na die Lösung ist noch einfacher und optisch schöner.
        Also mein erste ist schon fertig. Es ist das Handy Ladekabel für den Zigarettenanzünder im Auto. Da ist eine Lasche sinnvoll, hat gut geklappt.
        Grüßle Jutta

  9. Hi Maria,
    das ist ja eine coole Lösung und so schön bunt.
    Ich hab bisher immer kleine Kabelbinder, die beim Gerätekauf eh immer in der Packung sind, um meine Kabel gemacht damit in der Schublade nicht so ein Wirrwar herrscht, aber das hier ist ja viel schicker.
    Ich glaub ich werd mich auch mal an die Nadel machen 🙂

    Lg und einen schönen Abend
    Aurelia

    • Hallo Aurelia!

      Das stimmt, bei einigen Geräten sind so kleine Kabelbinder dabei, aber die sind wirklich nicht sehr schick.

      Ich finde es ja eben auch so praktisch, dass jedes Kabel eine andere Farbe hat und sie dadurch leichter zu unterscheiden sind. Das war für mich neben dem Ende vom Gewirr ein wichtiger Punkt.

      Viel Spaß beim Häkeln. Wie ich vorhin gelesen habe, sind die ersten schon fertig geworden nach meiner Anleitung 🙂

      lg
      Maria

  10. Ui, die gefallen mir gut! Leider kann ich weder Stricken noch Häkeln. Die Kabelbinder sehen zwar anfängertauglich aus, aber ich will im Moment kein neues kreatives Projekt anfangen. Ich kann mich da nie zurückhalten und wie ich mich kenne ist der Kabelsalat dann schnell von einem Berg Wolle überrollt 😉
    Zum Glück brauchen meine Geräte fast alle nur noch ein Standardkabel. Ich habe mir letztes Jahr für den Urlaub eine 4fach USB Steckdose besorgt (ohne Kabel, einfach ein kleiner Kasten der direkt in die Steckdose kommt). Zusammen mit den passenden Kabeln in ein (vorhandenes) Etui, fertig.
    Um das Kabel meines Kopfhörer zu bändigen nehme ich eine kleine Haarklammer, ich glaub Schmetterlingslkammer heissen die. Die kleinste Grösse passt prima um das dünne Kabel, trägt nicht auf, hält sicher und ist ohne Fummelei dran und auch abgemacht. Durch die Form der Klammer wird das Kabel auch nicht gequetscht. Geht aber nur bei eher dünnen, flexiblen Kabeln, bei normalen Ladekabeln könnte man grössere Klammern probieren.

    • Hallo Sabrina!

      So einen USB Stecker habe ich auch 🙂

      Das mit der Haarklammer ist auch eine gute Idee finde ich. Danke für den Tipp!

      (Über die Sache mit dem Wollberg statt dem Kabelsalat habe ich sehr lachen müssen)

      lg
      Maria

  11. Tolle und schicke Idee für das Ende des Kabelsalates – das überhand nimmt. Und man findet die Kabel auch viel leichter dank des bunten Ordnungshalters – Super, das werde ich bei Gelegenheit – vielleicht im Winter- einmal ausprobieren, da ich dafür bestimmt etwas länger brauche, bis ich „den Bogen“ raus habe, habe schon wahnsinnig lange nicht mehr gestrickt oder gehäkelt ;-). Liebe Grüße, Birthe

    • Hallo Birthe!

      Da magst Du recht haben, dass es eher ein Winterprojekt ist. Gehäkelt habe ich sie auch schon vor längerer Zeit, nur dass ich noch nie dazu gekommen bin, sie am Blog zu zeigen.

      Viel Freude in Deinem bzw. Deinen Garten/Gärten.

      lg
      Maria

  12. Hallo Maria!

    Wir haben beim Herzkissen nähen ja schon mal über diese Kabeltacos geredet, drum freut es mich ganz besonders, dass du jetzt auch die Anleitung veröffentlichst. Ich muss mich da eindeutig auch mal dran machen, das Kabelchaos zu beseitigen.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Du hast auch ganz sicher genug Wollreste zu Hause, die Du verwenden kannst. Und falls die Wolle etwas dicker ist, kannst Du die Anleitung sicher auch adaptieren. Ist wirklich schnell gehäkelt und soviel ich weiß, häkelst Du ja auch viel lieber als zu stricken 🙂

      lg
      Maria

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