Gedanken zum Konsum [Konsumkritik]

An einem Sonntag Nachmittag, als ich gerade so ein wenig antriebslos vor der Entscheidung stand, was zu tun, hat sich während des darauf folgenden Spaziergangs eine Gedankenlawine in Gang gesetzt.

Der Ausgangsgedanke und damit die Arbeitsthese war, dass der Mensch an sich ein inneres Programm hat, Ziele zu verfolgen und sich zu entwickeln.

das erste Mal

Das Leben beginnt sehr aufregend mit der Geburt. Darauf folgen viele 100 erste Male. Das erste Lächeln, der erste Zahn, das erste Mal aufstehen und der erste Schritt. Der erste Tag im Kindergarten, die erste Freundschaft, der erste Tag in der Volksschule, der erste verlorene Milchzahn, der erste Freund/die erste Freundin, der erste Kuss, der erste Sex, der erste Job, die erste große Liebe, die erste Geburt, das erstgeborene Kind.

Und dann fängt sogar alles in gewisser Weise noch einmal von vorne an, weil man als Elternteil die vielen ersten Male des eigenen Kindes miterlebt also quasi wiederum eigene erste Male. Der erste Schritt des Kindes, der erste Tag des Kindes im Kindergarten, die erste Fahrt mit dem Fahrrad u.s.w.

Irgendwann sehr viel später sind die Kinder außer Haus. Es gibt nicht mehr viele erste Male zu erleben. Mensch hat viel erlebt, ist ein wenig müde geworden, abgeklärt. Was bleibt ist die Sehnsucht nach dem Gefühl eines ersten Mal.

Das ist wohl der Zeitpunkt in der Mitte des Lebens wo viele Menschen beginnen das eigene Leben zu hinterfragen und zu verändern. Plötzlich entstehen daraus wieder erste Male! Das erste Mal 5 km gelaufen, die erste Teilnahme am Halbmarathon.

Oder man denkt sich eine Selbstversuche aus wie z.B. „Ein Jahr lang nichts zu kaufen“, „Ein Jahr lang ökologisch zu leben“, „minimalistisch zu leben“ oder versucht einfach anständig zu leben.

bei mir war das auch so

Im Sommer 2013 war ich an einem Punkt, wo ich sehr unzufrieden war. Ich war antriebslos und wusste nicht so recht etwas mit meinem Leben anzufangen. Als meine Homöopathin mich fragte, was ich mir wünsche, war auf einmal nur Leere da. Es gab nichts, was ich gerne haben oder machen wollte.

Sehr zögerlich antwortete ich ihr „Ich wünsche mir Wünsche, ich möchte wieder Wünsche haben!“

Das war der Zeitpunkt, wo ich mein Leben auf den Kopf gestellt habe. Ich habe erkannt, dass mich das Leben, wie ich es bisher geführt habe, nicht glücklich gemacht hat. Das 30. T-Shirt bringt einfach keine Freude mehr.

Daher habe ich aufgehört zu kaufen. Plötzlich war da wieder eine Herausforderung in meinem Leben. Auf einmal waren da auch wieder Bücher, die mich angesprochen haben und die ich mit großem Interesse gelesen habe.

Und es waren wieder erste Male. Das erste Mal seit langem ging ich am Bauernmarkt einkaufen. Ich habe nach Geschäften gesucht, wo ich – das erste Mal – mit meiner Dose einkaufen konnte. Es war eine große Herausforderung zu entdecken, wie ich Plastik und Müll (nahezu) vollständig in meinem Leben vermeiden kann.

Es gab ja so viel zu lernen und zu erfahren! Und ich war begierig zu lernen und zu verändern.

Sehr schnell wurde mir bewusst, dass ich auf den verschiedenen Blogs sehr viele Informationen finden konnte. Das erste Mal habe ich bewusst einen Blog gelesen und war fasziniert von den Möglichkeiten der Internetwelt.

noch mehr erste Male

Kurze Zeit später habe ich meinen eigenen Blog gestartet. Wieder ein erstes Mal, das sehr, sehr aufregend war. Ein neues Baby hat das Licht der Welt erblickt und ich habe staunend die ersten Schritte bewundert.

Ich habe begonnen an verschiedenen Challenges teilzunehmen wie z.B. „Plastikfasten“, „Modeprotest: Klamottenkur“, „plastic free july“ u.v.m.) und so entstanden wieder viele erste Male.

challenge-accepted

Das Leben wurde immer aufregender, es gab so viele neue erste Male und so etwas wie ein Ziel, etwas, worauf ich hinarbeiten konnte und das fühlte sich gut an.

ökologisch sinnvoll vs Konsumrausch

Die hier beschriebenen Selbstversuche und Challenges haben alle etwas gemeinsam – sie sind gut für die Umwelt. Aber nicht jeder Mensch entwickelt sich in diese Richtung.

Wenn der Mensch alles schon erlebt hat und müde wird, begibt er sich auf die Suche. Meist ist es leicht dem Strom der Zeit zu folgen und das zu machen, was alle machen. Das wird ja so schön vorgelebt und meist ist es auch der einfachere Weg.

Und hier setzt die Werbung an. Sie versucht den Eindruck zu erwecken, dass wir nur mit dem Produkt xy glücklich sein können. Plötzlich gibt es wieder erste Male.

Konsumrausch

Das erste Smartphone. Der erste Laptop. Das erste Tablet. Die Industrie entwickelt sich und produziert für das erste Mal. Noch besser, noch schneller, noch neuer. Die neueste App für das Smartphone.

Einkaufszentren und andere Konsumtempel sind entstanden um viele erste Mal zu schenken. Das erste Mal im neuen Kino. Das erste Mal 3D mit Rütteleffekt. Das erste Mal in der neuen Trampolinhalle. Das erste Mal Schifahren auf einer Kunstbahn in einer Kunsthalle (ein sehr fragwürdiges erstes Mal finde ich, da fällt mir wieder ein „Wie weit haben wir uns eigentlich wirklich von der Natur entfernt?„).

Es wird immer mehr Neues erfunden. Für viele neue erste Male.

Die Werbung will, dass wir unglücklich sind, denn nur dann sind wir brave Konsumenten, die immer mehr kaufen und die Wirtschaft vorantreiben.

Und es funktioniert ja ganz zuverlässig, denn Konsum macht einfach nicht glücklich! Und mehr Konsum macht auch nicht glücklich.

Minimalismus

Auch der Minimalismus reiht sich meiner Meinung nach hier ein. Er geht nur in die andere Richtung als der Konsum, das erste Mal das Projekt 333, das erste Mal mit 33 Kleidungsstücken auskommen.

Geht noch weniger? Eine Herausforderung mit noch weniger Teilen zu leben. Wie weit kann ich gehen? Auch hier wieder neue erste Male. Das erste Mal ohne Auto. Gesund schrumpfen. Aber macht das Entrümpeln wirklich glücklich?

Daher gehen viele Minimalismusblogger mit der Zeit in eine andere Richtung. Denn auch weniger zu besitzen macht nicht per se zufrieden und löst leider auch nicht die Probleme, die wir in unserer Gesellschaft haben.

aber was ist die Alternative?

Ich glaube der Weg, den ich eingeschlagen habe, ist auch nicht der richtige. Es hat Spaß gemacht an den Challenges teilzunehmen. Und abseits von den aufregenden ersten Malen hat mir das zusätzlich ein gutes Gefühl gegeben, etwas für die Umwelt zu tun.

Durch die vielen Selbstversuche habe ich sicher auch viel über mich selbst gelernt und bin mir selbst ein Stück näher gekommen. Aber letztendlich ist das alles nur ein Anreiz von außen und kann nur ein Anstoß sein. Zufriedenheit kommt von innen.

Vielleicht ist der Mensch tatsächlich so programmiert, dass er immer nur in die Zukunft schaut, etwas verbessern und sich entwickeln möchte. Möglicherweise ist dieser Drang das Geheimnis der Menschheit, das uns von den Tieren abgrenzt.

Zufriedenheit stellt sich ganz sicher nicht durch Konsum ein und auch nicht durch noch mehr erste Male. Zufriedenheit kommt nur durch das Leben im Augenblick. Und das habe ich durch mein „Jahresprojekt Achtsamkeit“ gelernt.

vollstaendig-leben

die Natur schenkt viele erste Male

Wenn wir achtsam durch das Leben gehen, werden wir mit ganz vielen ersten Malen beschenkt. Die erste Blume im Frühjahr, die den Schnee durchbricht. Die Blüte die sich öffnet. Die erste Frucht, die reif wird und köstlich schmeckt.

Wenn wir im Einklang mit den Jahreszeiten leben, erleben wir auch in der Ernährung viele erste Male. Sich saisonal zu ernähren hat nicht nur Nachteile sondern bringt plötzlich auch Veränderung und Neues in unseren Speiseplan.

Meiner Meinung hat es den Menschen keine Vorteile gebracht das ganze Jahr hindurch Erdbeeren essen zu können. Ganz im Gegenteil. Wenn Lebensmittel das ganze Jahr über verfügbar sind, dann sinkt dadurch die Vielfalt, auch wenn das auf den ersten Blick seltsam klingt.

Ich glaube, dass wir in der Natur und durch die Natur für viele Probleme ein Lösung finden können. Wir Menschen müssen nur endlich aufhören uns selbst über die Natur zu stellen.


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Weiters verlinkt zu meinem Jahresprojekt „Achtsamkeit“ und zu ANL von Rostrose.


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28 Kommentare zu “Gedanken zum Konsum [Konsumkritik]

  1. Hallo Maria!
    Da haben sich ja eine Menge kritischer Gedanken in deinem Text versammelt. Eine schöne Gedankenspirale, die du da geschaffen hast.
    Ich muss ja gestehen, dass ich vor ersten Malen tendenziell eher Angst habe und die eher so schnell wie möglich hinter mich bringen möchte. Ich lerne zwar gern neues, aber es ist auch anstrengend und macht oft Angst.
    Deine Kritik am ursprünglichen „reinen“ Reduktions-Minimalismus teile ich: es ist wieder eine Fokussierung auf Dinge, auf Materielles. Wenn auch in die umgekehrte Richtung.
    Insgesamt klingt dein Artikel aber so, als würdest du dich langsam auch in eine andere Richtung bewegen wollen. Hab ich das richtig interpretiert?

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Ich habe mich nun einige Jahre damit beschäftigt, wie ich möglichst ökologisch und ohne viel Müll zu verursachen leben kann.

      Das war ein sehr spannender und herausfordernder Weg und hat mir sehr viele neue Erkenntnisse gebracht.

      Mittlerweile ist das alles Alltag für mich geworden. Es ist keine Herausforderung mehr, ich lebe so und es ist für mich zum Alltag geworden. Das bedeutet nicht, dass ich es künftig anders machen möchte, ich will damit nur sagen, dass ich das Gefühl habe in dem Bereich auf eine Level angekommen zu sein, wo es gut für mich passt und das ich gerne so weiter leben möchte.

      Durch mein Achtsamkeitsprojekt haben sich neue Themen in mein Leben geschlichen und das tut mir alles sehr gut. Das heißt es zieht mich im Augenblick mehr zu diesen Themen hin, weil ich erlebe, wie positiv sich mein Leben insgesamt entwickelt hat.

      lg
      Maria

  2. Liebe Maria,
    ein sehr schöner Gedankengang. Bei deinen Beispielen musste ich immer sehr schmunseln. Und ich gebe dir Recht, dass es zu oft die Suche/Verlangen nach dem ersten Mal ist. Da ich auf Grund meiner geringen Lebensjahren noch nie einen Mangel an den ersten Malen hatte, kann ich es mir nur grob vorstellen, wie das so in der Lebensmitte ist. Ich habe momentan eher das Bedürfnis nach Stabilität und wenig Neuem… endlich mal Alltag, endlich mal weniger Aufregendes. Minimalismus ist für mich momentan auch eher fern, da ein Aufbau stattfindet, für den es so manches braucht. Aber im Kindergarten bin ich wohl richtig aufgehoben – dort werde ich wohl all die Jahre immer wieder erste Male von den einzelnden Kindern miterleben dürfen und werde in Bezug auf Achtsamkeit auch immer wieder von den kleinen Erdlingen unterrichtet im hier und jetzt zu leben und all die vielen Kleinigkeiten genaustens zu betrachten…
    Ich wünsche dir, dass deine innere Zufriedenheit lange anhalten wird, sodass du deinen eigenen Weg weiterfolgen kannst – auch ohne Challenges und engstirnigen Minimalismus 🙂

    Liebe Grüße,
    Maria

    • Hallo Maria!

      Du hast einen schönen Beruf gewählt, um immer wieder Inspirationen für Dein Leben zu bekommen!

      Ich glaube meine vielen Gedanken in der Richtung haben wohl wirklich etwas mit der Lebensphase zu tun, in der ich mich gerade befinde. Das ist für jeden Menschen anders, denn jeder befindet sich naturgemäß in anderen Phasen des Lebens. Als ich jung war, habe ich mir keine Gedanken gemacht in der Richtung.

      Nun genieße ich es, meinen Alltag wirklich zu entschleunigen, nicht nur zu entmüllen und zu hoffen, dass es dadurch besser wird.

      lg
      Maria

  3. Liebe Maria,
    vielen Dank für deine schönen Gedanken, die du mit uns teilst! An deinen Einsichten ist viel Wahres! Allerdings teile ich nicht so sehr deine „erstes Mal“-Euphorie. Ich bin eher der Typ „Letztes Mal?-Nostalgiker“. Ist das das letzte Weihnachten, das mein Sohn ans Christkind glaubt? Ist das das letzte Mal, dass ich diese, unsere Straße entlang zu unserer Wohnung laufe? (bevor wir umziehen). Ist das der letzte Urlaub auf unserem Lieblingsbauernhof (bevor er vielleicht verkauft wird)? Ist das das letzte Mal, dass ich meinen Sohn vom Kindergarten abhole? (bevor er zur Schule geht). Der Gedanke, es könnte das letzte Mal sein, führt automatisch zu einem mehr „im Moment-Leben“ und einem ständigen, leisen, bitter-süßen Abschiedsschmerz. Und dieses Gefühl ist konsumunabhängig, weil man ja so gut wie nie zum letzten Mal etwas kauft. Man könnte es ja jederzeit wieder nachkaufen im Gegensatz zu all den schönen verfließenden Momenten.
    Viele Grüße und noch viele wunderschöne erste und letzte Male!
    Martina

    • Hallo Martina!

      Was für eine gute Ergänzung! Das widerspricht nun gar nicht sondern verstärkt eigentlich das, was ich ausdrücken wollte. Es ging mir um den Aspekt des Konsumierens und warum (möglicherweise) der Kauf von neuen Produkten so reizvoll ist.

      Im Moment zu leben und den Augenblick zu genießen, dadurch Zufriedenheit zu erfahren sind meiner Meinung nach die besten „Rezepte“ GEGEN Konsum!

      Danke für Dein langes Kommentar!

      lg
      Maria

  4. interssante Gedanken..

    die ersten Male..
    aber ich glaube die sind nur in jungen Jahren aufregend 😉
    aber mir ging es ähnlich wie dir..
    ich hatte keine Wünsche mehr..
    und habe eigentlich immer noch keine.. jedenfalls keine die ich mir leisten kann 😉
    ich weiß auch nicht ob ich immer noch neue Herausforderungen möchte..gewiss sie halten das Gehirn geschmeidig .. und vielleicht auch jung..

    für mich besteht die Zufriedenheit im „genug“ haben..
    genug zu essen..genug anzuziehen (ich brauche nichts neues )
    genug Wohnung und Platz ..genug Familie ..
    auch genug Gesundheit.. denn Zipperlein kommen mit dem Alter..

    für die Werbung und die Wirtschaft bin ich schon lange „verloren“ 😉
    öfter rufen mal Versicherungsvertreter an .. wollen mir neue Produkte vermitteln und sind immer etwas erstaunt wenn ich sage.. ich habe genug.. und was ich nicht habe brauche ich nicht..

    vielleicht ist mein Leben eintönig und sicher mag das nicht jeder..
    aber ich bin es zufrieden..

    liebe Grüße
    Rosi

    • Hallo Rosi!

      Das sehe ich ganz genau so – wer zufrieden ist, „genug hat“ und sich daher „gesättigt“ fühlt, braucht nicht mehr ständig zu kaufen! Dann braucht es keine Jagd nach neuen tollen Erlebnissen und Produkten.

      Wie schön, dass Du so einen gute Weg für Dich gefunden hast!

      lg
      Maria

  5. Ein sehr schöner Beitrag!
    Achtsamkeit = jeden Augenblick neu erleben!

    Es dauert ein wenig, sich hierfür wieder zu sensibilisieren, aber es macht das Leben sehr viel schöner 🙂

  6. „Zufriedenheit kommt von innen.“ – Diesen Satz möchte ich doppelt unterstreichen. Und stimme dir voll zu in deinen Ausführungen, dass wir unsere Zufriedenheit am ehesten in der Natur finden können.
    Ganz liebe Grüße
    Christiane

    • Hallo Christiane!

      Danke schön! Die Natur ist wirklich etwas Wunderbares. Fährst Du auch im Winter mit dem Rad herum? Bei uns ist es gerade so klirrend kalt, dass ich nicht mehr auf Rad steigen mag. Aber zu Fuß bin ich noch immer gerne im Freien unterwegs und freue mich an Eis und Schnee.

      lg
      Maria

  7. Ganz toller Beitrag und viele Gedanken.
    Mir gefällt vor allem der letzte Abschnitt, in dem es um die jederzeit verfügbaren Nahrungsmittel geht. Auch hier produzieren wir zu viel food Waste. Wenn man immer Erdbeeren hat, dann sind sie nichts besonderes mehr und wirft sie umso einfacher weg.
    Dazu kommt noch, dass wir als Konsumenten keine Ahnung mehr haben wie viel ein Produkt wert ist oder wie viel es in der Herstellung kostet. Das sagt aber auch niemand.
    Minimalismus ist nur dessen Gegenteil. So fragt man sich, wie viele Produkte man weggeben hat.
    Finde deinen Weg, denn nur du musst mit ihm leben und zurecht kommen.

    • Hallo Eva!

      Ja das mit den ständig verfügbaren Lebensmitteln sehe ich auch so. Der Wert geht dadurch verloren. Und auch die Freude über die ersten Erdbeeren der Saison! Durch diese Überversorgung jenseits von saisonalem Wachstum geht uns in Wahrheit viel Freude verloren. Es ist schade, dass das so wenig Menschen erkennen können.

      Wenn man beginnt sich saisonal zu ernähren, dann verändert sich das wieder zum Guten. Zumindest habe ich das so erlebt in den letzten Jahren.

      lg
      Maria

  8. Hallo Maria,

    ein toller Beitrag! Wenn ich mal so in mich hineinschaue, erkenne ich viel Wahrheit in deinen Worten bezüglich er Saisonalität. Der natürliche Kreislauf schenkt uns ganz automatisch Abwechslung. Und jedes Jahr wieder erfreue mich am ersten Schnee, den ersten Frühblühern und Vogelstimmen, den ersten hellen, langen und warmen Tagen und an der Farbenpracht im Herbst.

    Doch auch, wenn das vom Menschen Gemachte nicht alles gut ist, möchte ich eine Vielzahl davon nicht missen. Aber das ist wohl ein Thema für sich. 🙂

    Lieber Gruß,
    Philipp

    PS: Herzlichen Glückwunsch! Und mach weiter so! (oder eben auch nicht – an Abwechslung erfreuen wir uns ja bekanntermaßen so und es ist eh nichts so beständig wie die Veränderung 🙂 )

  9. Hallo Maria,
    ich glaube, du tust ganz richtig daran, einfach immer mal inne zu halten und quasi von außen auf die aktuelle Lebenssituation zu gucken, auch kritisch. Deswegen denke ich auch, dass man sich immer nur so weit herausfordern sollte, wie es gerade für die Lebenssituation gut ist. Wichtig ist, dass man sich mit den Dingen auseinandersetzt, nicht dass man radikal alles 100% macht, dabei aber nicht mehr zufrieden ist mit seinem Leben und sich. Achtsamkeit ist sicher für alle wichtig und sinnvoll.
    Ganz liebe Grüße,
    Marlene

    • Hallo Marlene!

      Ja ich denke auch, das es nicht gut ist in extremen zu denken und alles zu 100% (oder mehr) perfekt zu machen.

      Ich denke es ist generell gut immer wieder zu schauen, wo man gerade steht und das Verhalten daran anzupassen. Oder eben korrigierend in die Umstände einzugreifen, wenn diese nicht mehr so sind, wie man sich wohl fühlt.

      Danke für Dein Kommentar, ich habe mich sehr gefreut wieder einmal von Dir zu lesen!

      lg
      Maria

  10. Hallo Maria, es ist wirklich beeindruckend, was du in nur drei Jahren geschafft hast! Du bist eine kluge, tatkräftige und inspirierende Frau! Bitte schreib doch mal ein Buch über deinen Weg. Ich denke, du kannst noch mehr Menschen anstecken und begeistern. Das wäre so wichtig, heute noch habe ich gehört, dass es wahrscheinlich in 30 Jahren mehr Plastikmül im Wasser gibt als Fische. LG Ute

    • Hallo Ute!

      Vielen herzlichen Dank für Dein Kommentar, über das ich mich wirklich sehr gefreut habe!

      Ein Buch zu schreiben ist schon lange ein Traum von mir. In gewisser Weise habe ich mir das durch den Blog verwirklicht. Ist zwar kein Buch, aber viele meiner Gedanken und Ideen sind hier zu finden.

      Vielleicht raffe ich mich wirklich einmal auf, von einem Verlag habe ich schon mal ein Angebot bekommen.

      lg
      Maria

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