Meditation ist Nahrung für die Seele #2

In meinem heutigen Beitrag möchte ich Dir gerne einen kleinen Einblick in meinen Meditationsbereich geben. Wie in meinem Beitrag Meditation ist Nahrung für die Seele #1 geschrieben, meditiere ich mindestens einmal pro Tag. Um ohne großen Aufwand zwischendurch meditieren zu können, habe ich mir einen eigenen Bereich für die Meditation geschaffen.

mit der Klangschale beginnt und endet jede Meditation

mit der Klangschale beginnt und endet jede Meditation

Yoga war der Anfang

Auch diesmal ist es vom Yoga ausgegangen, aber anders als man erwarten würde. Bei Julia habe ich vor sehr langer Zeit schon von ihrer grünen Yogamatte, die eigentlich magenta ist, gelesen. Am Ende des Beitrags erzählt sie, dass sie gerne eine Schafwollmatte hätte. Das hat mich so fasziniert, dass ich mich im Internet umgeschaut habe, ob auch in Österreich Schafwollmatten angeboten werden.

Gefunden habe ich nach kurzem Suchen die Wollwerkstatt. Gefallen hat mir vor allem der ökologische Ansatz, mit dem diese Firma betrieben wird. Dass die rohe Schafwolle vielfach gar nicht verarbeitet wird sondern am Müll landet hat mich regelrecht geschockt.

Yogamatte ohne Plastik

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich eine Gymnastikmatte aus billigem Kunststoff verwendet, der nach sehr vielen Jahren Nutzung noch immer einen unangenehmen Geruch abgab. Nachdem mir bis dahin nicht bekannt war, dass es auch Alternativen aus Naturmaterialien gibt, habe ich das Thema schleifen lassen und wollte einfach das verwenden, was ich bereits besitze.

Im Wissen um Alternativen wollte ich für meinen Yogakurs endlich eine Yogamatte ganz ohne Plastik haben.

es war keine Liebe auf den ersten Blick

Leider wurden wir keine Freunde beim Yoga. Der Wollkern ist mit einem Baumwolljersey überzogen und darüber ist der Überzug. Dadurch kann man den Bezug abziehen und in der Waschmaschine waschen. Grundsätzlich eine wirklich gute Sache, aber gerade bei den Übungen, wo ich festen Halt mit den Füßen brauche wie z.B. der herabschauende Hund oder die Kriegerin bin ich hoffnungslos weg gerutscht.

der Bezug der Yogamatte ist waschbar

der Bezug der Yogamatte ist waschbar

Ein weiterer Punkt ist das Gewicht. Die Schafwollmatte ist natürlich viel, viel schwerer als eine einfache Kunststoffmatte. Das geringe Gewicht ist bekanntermaßen einer der größten Vorteile von Plastik.

Das hat mich erst einmal traurig gemacht, da ich mich so auf die Matte gefreut hatte.

Meditationskissen

In meinem Yogaunterricht nehmen die Atemübungen sehr viel Raum ein. Die Pranayamas werden meist sitzend ausgeführt. Ein Meditationskissen unterstützt dabei die aufrechte Körperhaltung.

Daher besitze ich nun auch ein wunderschönes Meditationskissen, das mit Dinkelspelzen (die ein Abfallprodukt aus der Landwirtschaft sind) gefüllt ist.

mein Meditationskissen

mein Meditationskissen

Der Bezug ist ebenfalls abnehmbar und kann dadurch gewaschen werden. Die angenähte Trageschlaufe finde ich sehr praktisch, um das Kissen zum Yogaunterricht zu transportieren.

mein erster Meditationsplatz

Vor meinem Bett liegt ein kleiner Fleckerlteppich. Der Einfachheit halber dachte ich, das ist ja großartig! Wenn ich mein Meditationskissen darauf lege, dann habe ich meinen Meditationsplatz quasi immer bei der Hand.

mein minimalistischer Meditationsplatz

mein minimalistischer Meditationsplatz

Die Idee war zwar gut, aber leider hat das gar nicht geklappt. Nach sehr kurzer Zeit schon haben meine Knie geschmerzt und ich konnte dadurch nur sehr schwer bis gar nicht in den Zustand der Meditation kommen.

So gerne ich es so minimalistisch gehalten hätte, es war leider nicht machbar. Die Gedanken an die schmerzenden Kniescheiben haben mich bereits im Vorfeld von der Meditation abgehalten.

eines kommt zum anderen

So hat eines das andere ergeben und beide konnten zueinander kommen. Meine Yogamatte wurde kurzerhand zur Meditationsmatte und nun bin ich wirklich sehr zufrieden!

Die dicke Schafwollmatte ist nicht nur groß genug, wodurch ich auch mit ausgebreiteten Armen darauf liegen kann, sondern ist so weich, dass ich sogar längere Sitzmeditationen gut ohne Schmerzen aushalte.

Dazu kommt, dass sie einen wunderbaren sehr feinen Geruch nach Schafwolle hat, was zusätzlich einen beruhigenden Effekt auf mich ausübt.

Abendmeditation bei untergehender Sonne

Abendmeditation bei untergehender Sonne

…und die Moral von der Geschichte?

Man sollte nie aufgeben, nach einer guten Lösung zu suchen. Nicht immer ist der erste Weg der richtige. Manchmal ist es sinnvoll Dinge anders einzusetzen, als sie gedacht sind.

Jeder Mensch ist anders und hat andere Bedürfnisse. Es liegt an einem selbst gut für sich selbst zu sorgen.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2017]

achtsam-durch-den-tag-jahresprojekt-2016-2017Diese Gedanken sind Teil von meinem Jahresprojekt.
Nähere Informationen dazu findest Du im Beitrag „Achtsam durch den Tag [Jahresprojekt]“, in welchem auch alle Links der Linkparty gesammelt werden.

Weiters verlinkt zu EiNaB und ANL von Rostrose


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8 Kommentare zu “Meditation ist Nahrung für die Seele #2

  1. Hallo liebe Maria.

    Ich kenne das Problem mit zu weichen Matten , die keinen Grip haben.
    Das kann sehr nervig sein wenn man bestimmte Positionen ausführen möchte.

    Ich habe mir auch tatsächlich immernoch keine Schaffellmatte gekauft. Weil ich auch immer sehr unsicher bin was die Herkunft betrifft. Und diese Matten sind auch wirklich nur geeignet für sehr sanfte ruhige Yogasessions.

    Ich bin allerdings stolze Besitzerin einer zweiten Manduka Matte. Die erste musste ich auf meiner Reise hinter mir lassen. Es war zu heiß und si ehat sich schon von selbst aufgelöst. Daher habe ich sie dann dort gelassen und inzwischen dürfte sie kompostiert sein.

    Meine jetzige ist übrigens tatsächlich grün. Also nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich 😉

    Viel Spaß mit deinem neuen Meditationsplatz. So ein Platz ist Goldwert!

  2. Hallo Maria,

    ich bin großer Freund davon, Dinge zweckzuentfremden. Obwohl vieles für eine spezifische Verwendung designt wurde, kann man einige Dinge so neues Leben einhauchen. Ich habe beispielsweise Hemmungen, aus meinem Mate-Becher zu trinken, weil er innen mit Aluminium foliert ist. Seitdem dient er als Stiftehalter. Meine Alu-Brotdose habe ich zum Hygiene-Kit umfunktioniert. Meditieren hingegen tue ich häufig einfach im Bett. 🙂

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Hallo Philipp!

      Ja, ich bin auch ein großer Fan von der Zweckentfremdung. Das war einer meiner Zugänge bei der Umstellung auf meinen plastikarmen Haushalt.

      Es ist einfach auch schön, seine Kreativität auszuleben. Und Du bist ja ein durch und durch kreativer Mensch!

      lg
      Maria

  3. Pingback: Monatscollage Februar 2017 | widerstandistzweckmaessig

  4. Yoga geht ja für mich nicht mehr, aus gesundheitlichen Gründen. Aber ich habe wieder angefangen zu meditieren, und da ich nun lange Zeit im Bett liegen muss kann ich das sogar zweimal täglich machen. Es tut mir so gut

    • Hallo Marlies!

      Ich habe gerade auf Deinem Blog gelesen, warum Du nicht mehr Yoga machen kannst. Das tut mir sehr leid für Dich!

      Ich finde es großartig, dass Du die Gelegenheit nützt um zu meditieren, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Dir wirklich sehr gut tut.

      Ich möchte nicht mehr darauf verzichten.

      Dir wünsche ich viel Gesundheit!

      lg
      Maria

      • Danke liebe Maria, auch wenn es mir noch schwer fällt mich zu konzentrieren, weiß ich dass es mir gut tut und ich merke es auch. Viel zu lange habe ich damit pausiert. Lieben Gruß Marlies

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