Videotipp am Montag #32

Es ist schon lange her, dass es den letzten Videotipp am Montag gab. Umso mehr freue ich mich darüber ein Video zu zeigen, bei dem es um etwas geht, das ganz besonders am Herzen liegt, nämlich um das Reparieren von Dingen.

Dem Videokanal von Daniel Frerix folge ich schon seit einiger Zeit. Er ist mir durch seine kurzen und inhaltsintensiven Videos über Minimalismus und Selbstmanagement aufgefallen.

Seine Videos heben sich wohltuend von anderen ab. Nicht nur durch den Inhalt – sprich durch das, was er zu sagen hat – sondern auch durch die Qualität der Filme (wen wundert das, ist er doch freischaffender Filmemacher). Insbesondere haben es mir seine Zeichnungen angetan. Spätestens nach dem Video ERWACHSEN SEIN | Anders sein war ich restlos begeistert.

NACHHALTIGKEIT | Dinge reparieren
Daniel Frerix

In diesem Video sieht sich Daniel das Thema Reparieren genauer an, denn auch das ist für ihn Minimalismus: Seinen Kram einfach zu reparieren.

Daniel hat das Gefühl, dass wir in einer Zeit leben, in der die Dinge keinen Wert mehr besitzen (das denke ich auch und finde es ganz schrecklich!). Unaufhörlich wird konsumiert und Artikel mit Löchern und Kanten werden als defekt in die Ecke gestellt oder ganz einfach weggeworfen. Eine Sichtweise, welche unsere Großeltern seiner Meinung nach mit Sicherheit nicht teilen und ich natürlich auch ganz und gar nicht.

Aber sieh selbst, was Daniel dazu zu sagen hat.


Besonders spannend fand ich, dass ich vor langer Zeit einmal eine Bauchtasche auf ganz ähnliche Weise repariert habe. Nachzulesen in meinem Beitrag „Wieder einmal im Repair Café Graz“.

meine sehr einfach reparierte Bauchtasche


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Im Index Videotipps findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Videotipps.

Verlinkt zu fix it, EiNaB und ANL von Rostrose.

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11 Kommentare zu “Videotipp am Montag #32

  1. Hallo Maria!
    Tolles Video (die Qualität überzeugt mich auch!).

    Den letzten Satz fand ich ganz spannend: „Wieder Kontrolle über sein Leben bekommen.“ Vielleicht ist es genau das, was uns heute in vielen Aspekten unseres Lebens einfach fehlt, weil wir so viele Dinge aus den unterschiedlichsten Gründen verlernt haben.

    LG, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Ich denke, dass wir heute durch die Medienvielfalt und das Internet, die Schnelllebigkeit unserer Zeit und die rasanten Veränderungen am Arbeitsplatz oft das Gefühl haben, dass wir überrollt werden und befürchten, die Kontrolle über unser Leben zu verlieren. Das scheint mir ein Zeichen unserer Zeit zu sein, das sich im Anstieg der Burnout-Fälle und auch daran zeigt, dass es immer mehr Menschen gibt, die da nicht mehr mitspielen wollen.

      Minimalismus und die Gegenbewegung zur Konsumgesellschaft scheint ein Weg zu sein, der wieder mehr Selbstbestimmung (und damit Kontrolle) ins Leben bringt.

      So habe ich das zumindest erlebt.

      lg
      Maria

  2. Pingback: Monatscollage Juni 2017, ein Grund zu feiern und #Blog.Pause | widerstandistzweckmaessig

  3. Das Video ist ganz nett – aber eigentlich gruselig, dass man dafür extra ein Video drehen muß…
    Und die Taschenreparatur geht auch noch besser ohne mehr Aufwand: Diese Ösen mit Karabiner dran gibt’s nämlich auch im Kurzwarenhandel zu kaufen. Dann braucht man keinen Dremel für die Reparatur, sondern eine Schere oder Nahttrenner, um die Naht am Henkel aufzutrennen und die kaputte Öse rauszunehmen und dann noch mal Nadel und einen stabilen Faden, um die neue Öse einzunähen. Vorteile:
    1. sieht die neue Aufhängeöse praktisch identisch zur alten aus, man sieht also nicht, daß repariert wurde
    2. sie bewegt sich nicht hin und her. Mit der jetzt eingesetzten einfachen Öse zieht sich der Henkel immer zu einer Seite der Öse rüber und hängt schief. Das macht auf die Dauer keinen Spaß.

    Übrigens gibt es auch diese Steckverschlüsse für Rucksäcke oder Bauchtaschen nachzukaufen. Dann kann man auch weiterhin die Länge des Riemens regulieren.
    Wenn bei mir mal Taschen den Geist aufgeben, hebe ich meist noch die Verschlüsse und/oder Riemen auf, die noch ganz sind. Macht sich gut, wenn dann bei was anderem der Steckverschluß kaputtgeht 🙂

    • Hallo Fussel!

      Zu meiner Bauchtasche – der Riemen ist noch immer verstellbar, weil dieser Teil nicht kaputt war und daher weiter genutzt werden kann. In meinem Fall war es so wirklich viel praktischer, weil 0 Aufwand und keine Kosten, weil alles da.

      Im Fall vom Video – ich nehme an, dass er nicht nähen kann und daher finde ich, dass es eine gute Lösung ist auf diese Weise.

      Natürlich können es Menschen mit Nähkenntnissen beinahe unsichtbar reparieren. Mir gefällt aber sehr, dass er zeigt (und das versuche ich auch bei meinem Beitrag) dass es auch sehr einfach lösbar ist, wenn man gar keine handwerklichen Fähigkeiten hat.

      Selbst hebe ich auch alle möglichen Verschlüsse auf, weil man die immer wieder einmal brauchen kann.

      Trotzdem sage ich danke, dass Du einen weiteren Lösungsweg aufzeigst. Kann für jemanden mit dem Problem sehr hilfreich sein.

      lg
      Maria

      • Naja, ein Dremel ist eigentlich noch mehr Spezialwerkzeug als Schere, Nadel und Faden. Insofern hat man für eine kleine Näharbeit auch als minimal Ausgerüsteter entweder alles da oder kann es für wesentlich weniger Geld besorgen als einen Dremel.
        Jemand völlig ohne handwerkliche Fähigkeiten hat bestimmt auch keinen Dremel zu Hause.

  4. Ich gehöre wohl gedanklich eher zur Generation „Oma“, da ich alles erst mal versuche zu reparieren. Was mir aber an dem Video trotzdem gefallen hat ist, dass er betont hat wie es sich anfühlt, etwas zu reparieren. Es geht ja nicht nur um den tatsächlichen Akt der Wiederherstellung, sondern darum sich selbst helfen zu können. Das ist eine grundlegende Sache, die ein Mensch (meiner Meinung nach) braucht um glücklich und zufrieden zu sein. Dieses Wissen, auf irgend eine Art *kompetent* zu sein.
    Dazu habe ich neulich auch was gelesen, was mir immer wieder durch den Kopf schießt, und zwar in dem australischen Blog „Down to earth“, den ich seit vielen Jahren verfolge. Die Autorin Rhonda Hetzel schrieb: „I’ve never celebrated paying through the teeth for a bottle of laundry liquid at the supermarket but I adore opening my plastic bucket to scoop our a tiny portion of homemade laundry liquid.“
    Und das trifft es doch! Auf Dinge, die man selbst geschaffen oder repariert hat, kann man stolz sein, kann man sich ein Stück weit definieren. Wer bin ich? Jemand, der sich zu helfen weiß! Das ist doch eine tolle Sache. Viel besser als zu sagen – ich bin jemand, der gut shoppen gehen kann!

    • Hallo Katja!

      Bei Deinem Kommentar habe ich die meiste Zeit genickt und mir gedacht – ja, ganz genau so ist es! Das sehe ich auch so.

      Es fühlt sich einfach gut an, die Fäden selbst in der Hand zu haben. Kaufen macht nicht glücklich, aber selber machen irgendwie schon.

      Vielen herzlichen Dank für Dein langes Kommentar, ich habe mich sehr darüber gefreut!

      lg
      Maria

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