gelesen im März – Buchtipp #22

Soul Food
Das Kochbuch für achtsamen Genuss
von Dr. Ilse-Maria Fahrnow und Jürgen Fahrnow
Verlag Irisiana

Der Titel hat mich sehr angesprochen, werden in dem Buch doch gleich mehrere Themen behandelt, die mich beschäftigen. Seit dem Jahr 2015 befasse ich mich sehr intensiv mit der gesunden Ernährung und das Thema Achtsamkeit begleitet mich seit Anfang letzten Jahres intensiver.

Der erste Teil des wirklich wunderschön gestalteten Buches erzählt über den Zugang der Autoren zum Essen bzw. zur Zubereitung von Mahlzeiten. Das hat mich gleich einmal gefangen genommen, denn auch ich bin der Meinung, dass beispielsweise das Schälen und Schneiden von Gemüse ein durchaus meditativer Vorgang sein kann, der entspannt.

Eine liebevoll zubereitete Mahlzeit ist viel mehr als nur Nahrung für den Körper sondern nährt auch die Seele. Genau das wird im Buch beschrieben und sagt der Titel auch aus.

alle Rezepte werden ohne Fleisch zubereitet und sind teilweise sogar vegan

Viele gute Anregungen werden uns in den einleitenden Worten geschenkt, bevor es zum Haupttteil geht, dem Kochbuch nach der 5-Elemente-Lehre der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Besonders gut haben mir die zehn goldenen Regeln zur Achtsamkeit beim Einkauf gefallen. Die Tipps gehen alle in Richtung Nachhaltigkeit wie z.B. regional produzierte Lebensmittel, die jahreszeitlich passen. Frische Ware, gerne auch aus der Biokiste, Verzicht auf Tiefgefrorenes und Konserven. Und schließlich auch der Tipp Getränke nur in Glasflaschen zu kaufen, da Plastik nicht gut für den Körper ist. Ökologisches Verhalten gehört für Familie Fahrnow zur Küchen-Achtsamkeit, damit ist auch die Wertschätzung der Lebensmittel verbunden.

So findet man im Buch unter anderem den Tipp aus den Gemüseabschnitten eine Brühe zu kochen, die auch in zahlreichen Rezepten Einsatz findet.

Im Buch wird unter anderem der Ausspruch von Hippokrates von Kos zitiert

Deine Nahrung sei Deine Medizin

Und damit kommen wir auch schon zur TCM. Im allgemeinen Teil bekommt der Leser einen kurzen Einblick in die 5-Elemente-Lehre und wie man die fünf Seelenzustände mit Hilfe von den fünf Elementen in Balance bringt.

Daher ist das Kochbuch auch in fünf große Kapitel aufgeteilt, die den fünf Elementen entsprechen.

das Holzelement

Der Kreis beginnt mit Frische und Energie, was dem Element Holz entspricht. In diesem Kapitel findet man viele Rezepte, die das Holzelement stärken. Die wunderschönen Bilder laden zum Nachkochen ein.

Das Kapitelbild ist in hellem Olivgrün gestaltet und in dieser Farbe wurde auch die Schrift der Rezepte gehalten.

das Feuerelement

Weiter geht es mit Momenten der Freude und dem Feuerelement. Die Rezepte sind in sattes Magenta gefärbt, so kann man auch beim schnellen Durchblättern immer erkennen, wo man sich gerade befindet.

Kleine Infokästen ergänzen die Rezepte mit hilfreichen Tipps.

das Erdelement

Das Erdelement lädt dazu ein, mit anderen Feste zu feiern. Die Farbe des Kapitels ist natürlich ein erdiges Braun und hier findet man viele Rezepte, die den Körper wärmen.

Den Kartoffelsalat habe ich zuletzt bereits mehrfach für uns zubereitet.

das Metallelement

Trost für die Seele bekommen wir mit Hilfe des Metallelements. Die Farbe lila begleitet durch die Rezepte und die Kartoffel-Blumenkohlsuppe hat ganz wunderbar geschmeckt.

das Wasserlement

Beendet wird der Zyklus mit dem Wasserelement und dem Thema Wärme und Geborgenheit. Das Kapitel ist in einem dunklen petrolgrün gehalten und die Rezepte sprechen mich besonders durch die häufige Verwendung von Hülsenfrüchten an.

Abgerundet wird das Buch durch ein Sachregister, wo man nach einer bestimmten Zutat suchen kann und einem Rezeptregister, in dem alle Speisen nach der Art (Suppe, Salat, Hauptgericht, Süßes etc.) geordnet sind.

Rezept- und Sachregister

Meine Gedanken zu dem Buch:

Die Idee hinter dem Buch hat mich sehr begeistert und gerade beim Theorieteil habe ich viele meiner Gedanken und Vorstellungen wiedergefunden.

Schon vor vielen Jahren habe ich begonnen mich mit der Ernährung nach der fünf Elemente Küche zu beschäftigen. Diese Art des Kochens hat sich aber nie bei mir durchgesetzt, obwohl ich sogar einmal einen Kochkurs besucht habe.

Damit kommen wir auch schon zu meinem Problem. Die Rezepte sind nicht nur thematisch den fünf Elementen zugeordnet, sondern werden auch im fünf Elemente Zyklus zubereitet. Das bedeutet, dass die Zutaten in einer bestimmten Reihenfolge und Art dem Gericht hinzugefügt werden.

die Kartoffel-Blumenkohlsuppe war sehr lecker

Einen Zugang zu dieser Art des Kochens konnte ich leider auch diesmal nicht finden, es erscheint mir einfach zu kompliziert. Außerdem werden teilweise Gewürze eingesetzt, die ich üblicherweise nicht zu Hause habe.

Mittlerweile bin ich zum Schluss gekommen, dass nicht alles auf Punkt und Strich genau so gemacht werden muss und als ich mich von diesem Perfektionismus gelöst hatte, machte das Nachkochen gleich noch einmal so viel Freude.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2017]

achtsam-durch-den-tag-jahresprojekt-2016-2017Diese Rezension ist Teil von meinem Jahresprojekt.
Nähere Informationen dazu findest Du im Beitrag „Achtsam durch den Tag [Jahresprojekt]“, in welchem auch alle Links der Linkparty gesammelt werden.

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nachgemacht – ein Kleid fürs Vorratsglas

Für meine Vorräte verwende ich sehr gerne alte Gläser, die sonst im Müll landen würden. Insbesondere die größeren Gläser wie z.B. von Apfelmus und Essiggurken eignen sich dafür. Ich kaufe zwar diese Produkte nicht, aber von lieben Freunden und Bekannten, die das wissen, bekomme ich sie immer wieder geschenkt.

Seit meiner Zuckerchallenge trockne ich kleine Apfelstücke als gesunde Nascherei zwischendurch. Das Glas steht meist am Wohnzimmertisch für mich griffbereit.

Immer wieder denke ich mir, das könnte doch etwas hübscher aussehen. Und als ich zuletzt so viele Trinkflaschenkleider gestrickt habe, war der Weg nicht mehr weit zum Kleid für das Vorratsglas.

Verschiedene bunte Baumwollgarne hatte ich zu Hause herumliegen. Sie stammen noch aus der Zeit, als ich Bekleidung für meine Kinder gestrickt habe. Unter anderem wurden auch die kaputten Kopfhörer damit neu überzogen.

Als ich über das nachfolgende Buch gestolpert bin, war ich daher gleich sehr begeistert und habe auch die passende Anleitung darin gefunden.

Häkel dich glücklich
Kunterbunte Deko-Ideen für Einsteiger und Häkelfans von Paula Matos
Verlag Bassermann

In dem Buch findet man ein Feuerwerk an bunten Deko-Ideen für zu Hause, wirklich die perfekte Möglichkeit um auch kleinere Wollreste zu verarbeiten.

Bereits die zweite Anleitung „Dosenkleider“ war perfekt geeignet für mein Vorhaben.

Anleitung für das Dosenkleid

Ich habe mich gar nicht lange mit Maschenproben aufgehalten, sondern gleich zu häkeln begonnen. Auf dem Bildern oben siehst Du die ersten Schritte. Nachdem ich davon ausgegangen bin, dass das Glas und die Dose ungefähr gleich groß sind, habe ich die Anleitung 1:1 nachgehäkelt.

Bei der Mitte der Arbeit musste ich jedoch erkennen, dass die Dosen wohl doch etwas niedriger als mein Glas sind und dass mein hübsches Häkelteil daher nicht weit genug nach oben reichen wird. Daher habe ich am Ende noch ein paar bunte Reihen dazu gehäkelt. Das hat beim ersten Glaskleid allerdings dazu geführt, dass es nicht mehr symmetrisch ist, was bei dem Muster natürlich nicht so ideal ist.

Allerdings war ich selbst schuld daran, denn am Anfang der Anleitung steht genau beschrieben, wie groß die Dose ist. Da ich den Teil der Anleitung vor lauter Begeisterung ausgelassen habe, musste ich erst aus Erfahrung klug werden…

meine bunten Vorratsglaskleidchen

Daher habe ich beim zweiten Versuch die Anleitung ein wenig angepasst und jeweils 2 Reihen vor und nach der Noppenmusterreihe zusätzlich gehäkelt und nun ist sich das sehr gut ausgegangen.

Du kannst den Unterschied auf den Bildern recht gut erkennen. Auf dem rechten Bild oben siehst Du stehend meinen ersten Versuch, da ist die Noppenreihe (gelbe Noppen) nicht ganz in der Mitte. Auf dem unteren Bild ist liegend (weiße Noppen) der zweite Versuch deutlich besser gelungen finde ich.

Jedenfalls hat das Häkeln wirklich sehr viel Spaß gemacht und es ist eine richtig gute Möglichkeit auch kleinste Wollreste zu verwerten.

Die beiden Vorratsglaskleidchen waren jedenfalls sicher nicht die letzten, die ich gehäkelt habe.

bunt bunt bunt sind alle meine Kleider…

kleiner Blick ins Buch

Im Untertitel vom Buch steht, dass es auch für Einsteiger geeignet ist und das kann ich wirklich nur unterstreichen. So übersichtliche, einfache Anleitungen habe ich bis jetzt noch nie gefunden. Jeder einzelne Häkelschritt ist genau erklärt und mit einem Bild dokumentiert.

Dadurch kann sich die Autorin auch getrost den allgemeinen Anleitungsteil sparen, weil man alles, was man braucht in der jeweiligen Anleitung beschrieben findet.

Blick ins Buch

Ergänzt werden alle Anleitungen durch Tipps wie z.B. worauf man beim Ausarbeiten besonders achten muss oder welche Farben besonders gut geeignet sind.

Linktipp:

Der Blog der Autorin ist unter dem Namen „Elealinda-Design“ zu finden. Hier kannst Du auch einige Freebies finden, die alle in einem ähnlichen Stil gehalten sind.


Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.


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Weil es gut für die Umwelt ist, alte Gläser zu benutzen statt neue zu kaufen sowie kleine Wollreste zu verwenden statt sie in den Müll zu werfen, schicke ich meinen heutigen Beitrag zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.

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Meditation ist Nahrung für die Seele #1

Wieder einmal hat ein Buch mein Leben nachhaltig verändert. Wie positiv diese Veränderung sein würde, hätte ich mir im Traum nicht gedacht, als ich das Buch entdeckt habe.

Yoga war der Anfang

Im Herbst 2015 habe ich mit Yoga begonnen. Davon habe ich schon erzählt, als ich meine Yogasocken und den Yogarock gezeigt habe.

Durch die Anfangs- und Endentspannung bin ich in Kontakt mit dem Meditieren gekommen. Im Grunde ist auch mein Jahresprojekt Achtsamkeit dadurch angestoßen worden.

durch Meditation zur Ruhe finden

durch Meditation zur Ruhe finden

neue Gewohnheiten einführen

Meinen langen Urlaub in der Toskana im letzten Jahr wollte ich dazu nutzen, um meine Achtsamkeitspraxis zu vertiefen. Ich war gänzlich ohne Internet und daher ohne Ablenkungen unterwegs. Es war also ein sehr guter Zeitpunkt, um neue Gewohnheiten einzuführen.

Deshalb habe ich ein Buch zum Thema Meditation gesucht und mich aus der Fülle an Möglichkeiten für dieses entschieden. Neben dem Titel hat mich vor allem der Untertitel angesprochen, da ich das Gefühl hatte, dass dieses Buch mein Achtsamkeitsprojekt sehr gut ergänzen würde.

meditation-fuer-alleMeditation für alle
Vier-Schritte-Programm zur Meditation und
Achtsamkeitsübungen für jeden Tag

von Anna Elisabeth Röcker
Verlag Mankau

Auf den ersten rund 50 Seiten werden die Grundlagen der Meditation vermittelt. Man erfährt, was Meditation eigentlich ist, wie sie wirkt und welche Meditationstraditionen es gibt.

Das Buch hält sich nicht lange bei der Theorie auf, sondern steigt rasch in die Praxis der Meditation ein. Nach den praktischen Hinweisen zur Vorbereitung der Meditation wird das Vier-Schritte-Programm für Anfänger vorgestellt, welches um Varianten für Fortgeschritte ergänzt wird.

Danach geht es bereits in medias res, denn es wird eine ganze Fülle an verschiedenen Meditationsübungen vorgestellt. Abgerundet werden diese durch hilfreiche Tipps, was man tun kann, wenn es mit der Meditation doch nicht so klappt, wie man es sich vorstellt. Diese fand ich besonders hilfreich. Nicht jeden Tag ist man gleich drauf und daher ist es wichtig, das bei der Wahl der Meditation zu berücksichtigen.

Am Ende des Buches erhält man ergänzend dazu viele gute Hinweise, wie man die Meditationspraxis in den Alltag integrieren kann.

Dem Buch liegt eine Audio-CD bei, mit deren Hilfe man basierend auf den Übungen im Buch angeleitet wird. 7 verschiedene geführte Meditationen und meditative Musik helfen beim Einstieg ins Meditieren. Die CD habe ich gerade am Anfang sehr häufig genutzt.

Linktipp:

Eine ausführliche Leseprobe wird vom Verlag als pdf zur Verfügung gestellt.

diese Meditationshaltung wird sehr häufig praktiziert

diese Meditationshaltung wird sehr häufig praktiziert

learning by doing

Nachdem ich die Grundlagen innerhalb von kurzer Zeit gelesen hatte, wurde mir im Praxisteil sofort klar, dass man dieses Buch nicht einfach lesen kann, um es zu verstehen. Man muss sich den Inhalt erarbeiten, um das Meditieren tatsächlich zu erlernen.

Daher habe ich jeden Tag nur 1-2 Seiten gelesen und anschließend die beschriebene Meditation durchgeführt. Am Ende von meinem Urlaub war ich mit dem Buch noch immer nicht durch, aber in dem Fall war der Weg tatsächlich das Ziel.

ich meditiere täglich

Seit 7 Monaten meditiere ich täglich mindestens ein Mal. Für mich hat sich heraus gestellt, dass der perfekte Zeitpunkt für die Meditation der Morgen ist. Noch im Bett liegend meditiere ich für 10 bis 20 Minuten bevor ich den Tag beginne.

Blumen sind wunderbare Meditationsobjekte

Blumen sind wunderbare Meditationsobjekte

den eigenen Meditationsstil finden

Für mich gibt es beim Meditieren kein Richtig oder Falsch, es geht darum die für sich persönlich passende Umgebung zu wählen, eine Haltung zu finden, in der man sich wohl fühlt und das zu tun, was einem gut tut.

Wie ich auch weiter oben schon geschrieben habe, ist man nicht an jedem Tag gleich drauf und so ist es wichtig, die Meditation auf die Tagesverfassung abzustimmen.

Manchmal mag ich es ruhiger, dann wieder brauche ich mehr „zum Festhalten“ und manchmal bin ich so unruhig, dass ich ganz viel Bewegung als Teil der Meditation benötige. Ich wechsle auch zwischen sitzen, liegen und gehen ab.

Im Buch werden ganz viele verschiedene Techniken vorgestellt, da ist immer etwas Passendes dabei. Ich habe letztes Jahr im Juli wirklich jede Methode durchgeführt und bin über die Fülle an Möglichkeiten begeistert!

an manchen Tagen meditiere ich mehrmals

Heute habe ich besonders viel zu tun.
Da muss ich mir eine Stunde mehr Zeit für meine Meditation nehmen.
(unbekannt)

Diesen Spruch habe ich irgendwo gelesen. Auf den ersten Blick wirkt er widersprüchlich, aber wenn man genauer darüber nachdenkt, dann kann man den Wahrheitsgehalt erkennen. Und so halte ich das für mich auch schon seit längerem. Wenn ich einen besonders intensiven Tag habe, dann nehme ich mir zwischendurch die Zeit, um noch einmal zu meditieren.

Es müssen keine großen Zeitfenster sein, bereits 5-10 Minuten reichen aus, um genügend Abstand zu bekommen und Körper und Geist wieder zu beruhigen.

Ich habe mir zu diesem Zweck eine Meditationsecke eingerichtet, wodurch ich auch im Alltag immer wieder daran erinnert werde. Dahin kann ich mich jederzeit ohne viel Aufwand und ohne Vorbereitungen zurückziehen.

In meinem nächsten Beitrag zu diesem Thema möchte ich Dir ein paar Bilder von meinem Meditationsbereich zeigen.

nie wieder ohne

Aus heutiger Sicht kann ich mir ein Leben ohne Meditation nicht mehr vorstellen. Die Auswirkungen sind für mich so positiv, dass ich auf dieses wertvolle Instrument nicht mehr verzichten möchte.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2017]

achtsam-durch-den-tag-jahresprojekt-2016-2017Diese Gedanken sind Teil von meinem Jahresprojekt.
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gelesen im Juni – Buchtipp #21

statt-plastik-coverstatt Plastik
Schöne Sachen zum Selbermachen –
das Ideenbuch für Einfälle statt Abfälle

von Jutta Grimm
Pala Verlag

Der Titel des Buchs ist meiner Meinung nach ja wirklich sehr genial gewählt und beschreibt den Inhalt sehr treffend. Geht es doch ganz genau darum zu zeigen, wodurch die verschiedenen Dinge aus Plastik im Alltag ersetzt werden können.

Da ich dem Blog von Jutta schon seit längerer Zeit folge, war ich natürlich auf das Buch schon sehr gespannt. Ist es doch auch mein persönlicher Weg zu einem plastikreduzierten Leben, so viele Produkte wie möglich durch DIY zu ersetzen.

Einleitend wird im ersten Kapitel beschrieben, worin die Motivation liegt, Plastik zu ersetzen. Ergänzt durch eine kleine Warenkunde („Welche Arten von Plastik gibt es?“) sowie einem Exkurs zum Thema Bioplastik werden gute Gründe beschrieben, warum Plastik vermieden werden sollte.

Danach gibt es praktische Tipps zu den einzelnen Projekten wie z.B. welche Geräte und Zutaten benötigt werden, wie lange selbst gerührte Kosmetikprodukte und Reiniger haltbar sind und vieles mehr. Natürlich darf auch eine Abkürzungstabelle für die vielen DIY Anleitungen nicht fehlen.

Die verschiedenen Bereiche des Alltags wurden in 5 Kapiteln zusammen gefasst. Zu finden sind Anleitungen für den plastikfreien Einkauf, das plastikfreie Bad, die plastikreduzierte Reinigung der Wäsche und des Haushalts sowie allerlei gute Tipps rund um die Babypflege.

Durch einleitende Worte und ein wenig Theorie dahinter werden die einzelnen Kapitel abgerundet.

Zu finden sind verschiedene Nähanleitungen wie z.B. Brotbeutel, Gemüsenetz, Einkaufsnetz, Einkaufstasche, Lunch Bag etc., Strick- und Häkelanleitungen wie z.B. Badeschwamm, Spültuch, Topfkratzer, Windelhöschen und vieles mehr. In der „Hexenküche“ gebraut werden allerlei Nützliches für das Bad wie z.B. Zahnpasta, Mundwasser, Shampoo, Deo und Lippenbalsam aber auch Waschmittel, Fleckenstift und Bügelwasser.

Natürlich dürfen Spülmittel für das Geschirr sowie Reinigungsmittel auch nicht fehlen. Für den Nachwuchs ist Baby-Puder, Popo-Creme, Babyöl und noch viel mehr zu finden.

Alle Anleitungen sind reich bebildert und ausführlich beschrieben sowie vor allem die Nähanleitungen durch liebevolle Zeichnungen, welche die Umsetzung erleichtern, ergänzt.

kleiner Blick ins Buch

kleiner Blick ins Buch

Meine Gedanken zu dem Buch:

Der Theorieteil hält sich in Grenzen, wodurch man das Buch, sofern man nicht jede Anleitung gleich ausführlich lesen will (was ich jedoch schon gemacht habe), rasch durch hat.

Es ist eine ganze Fülle an Inspirationen darin zu finden, die Bilder sind wunderschön anregend und zeigen, dass ein plastikfreies Leben ganz und gar nichts mit Verzicht zu tun hat.

Da ich mittlerweile seit 3 Jahren plastikreduziert lebe und für alle Bereiche bereits Lösungen gefunden habe, gab es für mich naturgemäß nicht mehr so viel Neues zu entdecken.

Getestet habe ich das Rezept für die Zahnpasta und war damit wirklich sehr zufrieden. Das bisher getestete Rezept aus dem Internet hat mich nicht so zufrieden gestellt, die Anleitung von Jutta Grimm aus dem Buch hat mich aber restlos überzeugt und auch Herr Widerstand war begeistert.

Wir verwenden die Zahnpaste nun seit über 4 Monaten und auch der Langzeittest hat uns überzeugt.

selbst gemachte Zahnpasta im Glas

selbst gemachte Zahnpasta im Glas

Selbst bin ich ein Fan von sehr einfachen Rezepten für selbst gerührte Reiniger und Kosmetik, wo ich die Zutaten tunlichst alle bereits zu Hause habe.

Das trifft in dem Buch leider nicht überall zu, auch für die Zahnpaste musste ich weiße Tonerde aus der Apotheke besorgen, welche leider in einem Plastikbeutel verpackt war und somit wurde die Zahnpaste nicht wirklich so plastikfrei, wie ich mir das gewünscht hätte.

Vermutlich wird das auch bei einigen anderen verwendeten Zutaten so sein. Das ist auch mit ein Grund, warum ich von den DIY-Rezpten noch nicht mehr ausprobiert habe, obwohl mein Lippenbalsam gerade beim Ausgehen ist und ich auf der Suche nach einer einfachen Alternative bin.

Die Nähanleitungen sind durch sehr nette Zeichnungen ergänzt und so einfach gehalten, dass auch Anfänger sehr gut zurecht kommen. Ich habe mir die Mühe gemacht, wirklich alle Anleitungen ganz genau zu lesen und fand sie sehr verständlich geschrieben und auch für Näheinsteiger geeignet. Ich kann mir vorstellen, dass man z.B. die Gemüsesäckchen (siehe Bild oben) auch sehr gut mit der Hand nähen kann. Besonders gut gefallen hat mir die Tasche für den Fahrradkorb und die sehr einfach Anleitung für die Furoshiki-Tasche.

Gerade für Menschen, die erst beginnen ihren Haushalt zu „entplastifizieren“, werden im Buch sehr übersichtlich die verschiedenen Möglichkeiten gezeigt, wie man einfach und unkompliziert die einzelnen Bereiche umstellen kann. Mit dem Buch hat man einen sehr guten Ratgeber zur Hand, wo viele Anregungen und Anleitungen auf einem Blick zusammen gefasst sind.

Linktipp:

Grimmskram – persönlicher Blog von Jutta Grimm
statt Plastik – der Blog zum Buch



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gelesen im April und Mai – Buchtipp #20

Bis hierher und nicht weiter CoverBis hierher und nicht weiter
Wie Sie sich zentrieren, Grenzen setzen
und gut für sich sorgen

von Rolf Sellin
Verlag Kösel

Vor vier Jahren wurde ich auf Rolf Sellin aufmerksam, als ich das Buch „Wenn die Haut zu dünn ist – vom Manko zum Plus“ gelesen habe. Es war mein erstes Buch über Hochsensibilität und dementsprechend habe ich es verschlungen.

Nun hat Rolf Sellin eine Fortsetzung, die eigentlich keine ist, dazu geschrieben (zumindest bezeichnet er das selbst so in seinem Text). Das gegenständliche Buch richtet sich nämlich nicht nur an hochsensible Menschen sondern vielmehr an alle, die Probleme mit der Abgrenzung haben.

Mit seinem Einstieg in das Thema „Alles ist machbar“ Wollen wir uns überhaupt begrenzen? hat er mich gleich gefangen. Denn das ist wohl ein Thema unserer Zeit, dass uns suggeriert wird, dass alles möglich und machbar ist, wenn wir es nur wirklich wollen.

Aber ist das wirklich so und mit welchem Preis ist diese Haltung verbunden?

In Wahrheit ist es nämlich so, dass alles Grenzen hat und wir durch den beständigen Vergleich eines begrenzten Ist-Zustandes mit einem grenzenlosen Soll-Zustand in ein Gefühl des Mangels geraten.

Wir sind dadurch wieder einmal mehr bei „immer mehr, immer schneller, immer weiter, immer höher, immer …“ angelangt und rennen im Kreis des Defizits ausgebrannt einer Illusion hinterher.

Die Anerkennung der eigenen Begrenztheit ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Daher geht es im nächsten Kapitel darum herauszufinden, wo die eigenen Grenzen liegen und woran wir Grenzüberschreitungen erkennen können. Einfache Grafiken verdeutlichen den Text und helfen visuellen Menschen wie mir.

die Grafiken verdeutlichen den Inhalt des Buches

die Grafiken verdeutlichen den Inhalt des Buches

In den nächsten beiden Kapiteln bringt der Autor die verschiedenen Arten bzw. Möglichkeiten der Abgrenzung nahe und zeigt auf, was die Abgrenzung unterlaufen kann. Es geht also darum heraus zu finden, was eine erfolgreiche Abgrenzung verhindert und wie wir das verändern können.

Im Text finden wir immer wieder kleine Übungen, um die Theorie zu ergänzen. Zahlreiche Fallbeispiele runden die Theorieteile des Buches ab und machen noch einmal die Zusammenhänge deutlich.

Nicht fehlen darf natürlich der Exkurs in die Kindheit, denn durch unser Elternhaus wurden wir geprägt. Wie sind unsere Eltern mit den ersten zarten Versuchen der Abgrenzung umgegangen? Wenn wir als Kind gelernt haben, dass Abgrenzung etwas ganz Böses ist, werden wir es als Erwachsene sehr schwer haben, Grenzen zu setzen.

Im letzten Kapitel wird nun gezeigt, dass wir nur durch die Einhaltung von Grenzen wirklich wachsen können. Wenn wir niemals in die Nähe der Grenze gelangen, dann bleiben wir hinter unseren Möglichkeiten zurück, gehen wir jedoch über die Grenzen hinaus, dann sind wir in der Überforderung und auch das schwächt uns.

Es geht also darum, den rechten Weg zwischen Unter- und Überforderung zu finden und dadurch die Möglichkeit zu erhalten, an unseren Grenzen zu wachsen.

Im Anhang ist ergänzend ein Test zur Selbsteinschätzung zu finden, mit dessen Hilfe man herausfinden kan, wie gut man sich abgrenzen kann.

"Wie gut können Sie sich abgrenzen?" - Test zur Selbsteinschätzung

„Wie gut können Sie sich abgrenzen?“ – Test zur Selbsteinschätzung

Linktipp:

Eine ausführliche Leseprobe wird vom Verlag als pdf zur Verfügung gestellt.

Meine Meinung zu dem Buch

Meine Probleme mit der Abgrenzung verfolgen mich schon mein ganzes Leben lang. Mir ist schon seit Jahren bewusst, woran das liegt, ohne es (bisher) wirklich verändern zu können.

Ich bin ein Mensch, der ständig über seine Grenzen hinaus geht, es jedoch die meiste Zeit nicht einmal bemerkt und erst viel später erschöpft „liegen bleibt“. So ist es mir vor allem in den letzten Jahren immer wieder ergangen.

Alle Versuche, öfters „nein“ zu sagen, haben mich nicht wirklich weiter gebracht. Denn wenn ich zu allem „nein“ sage, dann bin ich irgendwann so von der Welt abgetrennt, dass es sich für mich auch nicht gut anfühlt.

Gelernt habe ich aus dem Buch, dass ich bisher gleich an mehreren Punkten gescheitert bin.

1. ich kenne meine Grenzen selbst nicht gut genug (will es so wie es ist nicht wahrhaben?)
2. es fällt mir schwer, meine eigene Begrenztheit zu akzeptieren (!)
3. ich überschreite selbst immer wieder meine Grenzen, weil ich sie nicht akzeptiere (!!)
4. ich will mich von meinen Grenzen nicht begrenzen lassen, ich will sie gar nicht akzeptieren (!!!)
4. immer wieder scheitere ich an meinen eigenen inneren Antreibern („Gutmännchen“*)

*) Im Buch werden verschiedene Eigenschaften als Gutmännchen-Programmierung bezeichnet wie z.B. Hilfsbereitschaft, Verständnis, Güte, Großzügigkeit, Toleranz, Offenzeit, Fleiß, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein etc.

Um einen Punkt kommen wir leider nicht herum und da kann das Buch auch nicht weiterhelfen – wir müssen uns selbst besser kennen lernen, nur wer weiß (und akzeptiert), wo die eigene Grenze ist, kann sie beachten und verteidigen.

Eselsohren markieren mir wichtige Textpassagen

Eselsohren markieren mir wichtige Textpassagen

die Veränderung der Grenzen im Laufe des Lebens

In der Auseinandersetzung mit dem Thema bin ich auch auf den Punkt der Verschiebung der Grenzen durch das Älterwerden gekommen. Das ist bei mir scheinbar ein sehr akutes Problem. Durch das Fortschreiten des Alters haben sich meine Grenzen verändert. Das, was vor einigen Jahren noch einfach war, fällt mir zunehmend schwerer. Bis jetzt konnte ich scheinbar nicht wirklich akzeptieren, dass meine Leistungsfähigkeit zurück gegangen ist. Und wenn ich mich so verhalte als wäre ich noch immer 20 Jahre alt, überschreite ich genau dadurch ständig meine Grenzen und schwäche mich selbst.

Der Punkt macht mir extrem zu schaffen, ich bin da in einer geradezu trotzigen Widerstandshaltung verfangen. Ich will einfach nicht akzeptieren, dass ich nicht mehr alles machen kann, was ich will!

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich das Buch sehr zum Nachdenken angeregt und viele wichtige Punkte angesprochen hat. Mein Problem ist gar nicht so sehr die Abgrenzung gegenüber anderen Menschen sondern vielmehr die fehlende Akzeptanz meiner eigenen Grenzen (z.B. Pausen machen, Verhältnis Arbeitszeit:Freizeit, Schlafzeiten und einiges mehr).

Da ich so wenig Lesezeit in den letzten beiden Monaten hatte, bin ich leider nie in einen richtigen Lesefluss gekommen, sondern habe mich von Seite zu Seite getastet. Daher habe ich beschlossen, dass das Buch mich in den Urlaub begleiten wird. Ich möchte es noch einmal lesen, da mir das Thema sehr wichtig ist.


achtsam durch den Tag Jahresprojekt 2016achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2016]

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nachgemacht – Frühlingsset: Loop und Stulpen

Der Winter ist nun wirklich lange vorbei, aber die Temperaturen steigen nur langsam. Nachdem meine Tochter Loops und Stulpen liebt, habe ich für sie vor einiger Zeit ein Frühlingsset gestrickt, damit sie noch länger ihre unverzichtbaren Lieblinge tragen kann.

Stulpen und FaeustlingeStulpen & Fäustlinge
Stricken für alle Jahreszeiten
von Clara Falk und Kamilla Svanlund
Verlag Bassermann

Als ich das Buch das erste Mal durchgesehen habe, sind mir gleich die entzückenden „Blattstulpen“, die auch das Titelbild zieren, aufgefallen. Es überraschte mich nicht, dass sich meine Tochter genau diese ausgesucht hat. Das ist ganz ihr Stil und es hat mir auch viel Spaß gemacht sie zu stricken.

Die Anleitung ist sehr gut geschrieben und durch die Strickschrift auch ganz einfach nachzustricken. Für den Zunahmeteil des Daumens gibt es sogar eine extra Strickschrift für die erste Nadel, das macht es wirklich sehr einfach.

Auf die Maschenprobe habe ich verzichtet, da ich diese Wolle von Socken und Tüchern schon sehr gut kenne. Alle Angaben haben perfekt gepasst, ich musste nichts adaptieren.

Stulpen und Faeustlinge nachgemacht

Während des Strickens hatte ich zwar einige Bedenken, weil die Form der Stulpen schon sehr seltsam anmutet, aber das liegt an dem Strukturmuster, das sich ungetragen stark zusammen zieht.

auch getragen kommt die dreidimensionale Blattstruktur gut heraus

auch getragen kommt die dreidimensionale Blattstruktur gut heraus

Das Stricken vom Daumen ist zwar ein bisschen tricky mit so wenig Maschen, aber das ist die Natur der Sache. Jedenfalls sehen sie angezogen ganz prima aus und meine Tochter trägt sie seitdem ständig.

hier siehst Du ein Tragefoto von einem Ausflug

hier siehst Du ein Tragefoto von einem Ausflug

kleiner Blick ins Buch

Das Buch gliedert sich in drei Teile, die den Jahreszeiten Frühjahr/Sommer, Herbst und Winter zugeordnet sind. Das Inhaltsverzeichnis hat mir besonders gut gefallen, denn jedes einzelne Modell ist mit einem kleinen Bild vertreten. So kann man sich sehr gut orientieren und findet viel schneller die richtige Seite.

Die leichten Frühlings- und Sommermodelle haben mir persönlich am besten gefallen. Mit dünnen Baumwollgarnen werden zarte Loch- und Strukturmuster gestrickt. Im Herbst wechseln sich Zopf- und Farbmuster ab und die Wolle wird etwas dicker.

Im Winter findet man dann ausschließlich Fäustlinge, teilweise mit abklappbarem Fingerteil, die aus dicker Wolle und verschiedenen Farbmustern gestrickt sind. Da ich mehrfärbiges Stricken gar nicht mag, haben mich diese Modelle am wenigsten angesprochen.

hier sieht man das übersichtliche Inhaltsverzeichnis

hier sieht man das übersichtliche Inhaltsverzeichnis

Es gibt zwar einen kurzen Technikteil, aber das Buch richtet sich meiner Meinung nach nicht wirklich an Anfänger. Einige Techniken wie Zopfmuster und mehrfarbiges Stricken sollte man schon beherrschen, damit man die Modelle nachstricken kann.

Frühlingsloop

Aus der verbliebenen Wolle der Stulpen habe ich dazu passend einen Frühlingsloop gestrickt. Entschieden habe ich mich für den one row lace scarf, den ich vor 2 Jahren schon einmal aus einem dünnen Baumwollgarn gestrickt hatte.

Das Muster finde ich sehr genial, denn wie der Name schon sagt, man strickt vorne und hinten immer die selbe Reihe. Dadurch sind beide Seiten exakt gleich.

Vorder- und Rückseite werden identisch gestrickt

Vorder- und Rückseite werden identisch gestrickt


Erkennen musste ich, dass die Lochstruktur mit glattem Baumwollgarn etwas besser zur Geltung kommt. Aber ich bin trotzdem zufrieden, gemeinsam getragen sieht das schon sehr gut zusammen aus.

Zu stricken ist der Loop wirklich extrem einfach, man strickt in der gewünschten Breite vom Schal ausschließlich glatte Maschen, macht ab und zu einen Umschlag und strickt danach die beiden Maschen zusammen. Ein sehr angenehmes Fernsehprojekt ohne viel Konzentrationsarbeit. Und wenn die Wolle aus ist, dann hört man einfach wieder auf. Ein perfektes Resteverwertungsprojekt also.

one roe lace scarf zum loop verbunden

one roe lace scarf zum loop verbunden

Anleitung auf englisch: one row lace scarf

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.

Stulpen und Loop


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gelesen im März – Buchtipp #19

Es ist dein Planet von Sascha MamczakEs ist Dein Planet
Ideen gegen den Irrsinn
von Sascha Mamczak und Martina Vogl
Verlag heyne>fliegt

In dem Buch, welches zwar für Jugendliche geschrieben wurde, sich aber nicht ausschließlich an diese richtet, ist die Rahmenhandlung ein Umweltprojekt am Ende des Schuljahres. Nach einer kurzen Einleitung, in der die Protagonisten Anton, Lina, Jan, Emma, Paul und Marie sowie das „Projekt gegen den Irrsinn“ vorgestellt werden, kann man die Diskussionen über die Probleme dieser Welt verfolgen.

Wir tun so, als könnten wir auch irgendwo anders leben
(Antons Irrsinn)

Es gibt nur diesen einen Planeten, auf dem eine Atmosphäre herrscht, in der wir Menschen leben und atmen können. Weit und breit ist keine Alternative in Sicht, aber wir beuten die Erde aus. Der ökologische Fußabdruck der meisten Menschen ist deutlich größer als jedem einzelnen zusteht, der Welterschöpfungstag kommt jedes Jahr ein paar Tage früher.

Die Menschen machen einfach immer so weiter
(Linas Irrsinn)

Und trotzdem machen die Menschen so weiter wie bisher und laufen sehenden Auges ins Verderben. So kommt es mir auch manchmal vor. Möglicherweise ist daran Emmas Irrsinn schuld, der Gedanke

Ich kann eh nichts bewirken
(Emmas Irrsinn)

Viele Menschen fühlen sich hilflos in der Situation, haben den Eindruck viel zu klein zu sein, um etwas verändern zu können. Tatsache ist, dass trotz aller Bemühungen, sich in den letzten Jahren die Umweltprobleme noch weiter verstärkt haben.

Die Erwachsenen haben es vermasselt
(Paus Irrsinn)

Auch wenn diese Aussage natürlich stimmt, so entbindet das niemanden von der Verpflichtung, jetzt etwas dagegen zu unternehmen. Daher schließe ich mich Jans Aufforderung unbedingt an

Macht doch endlich was!
(Jans Irrsinn)

Es ist endlich an der Zeit zu handeln, jeder einzelne ist aufgefordert, denn sonst würden nämlich Maries Befürchtungen Wirklichkeit.

Alles Schöne verschwindet
(Maries Irrsinn)

Am Ende aller Diskussionen steht die große Frage im Raum: Was können wir tun?

Und so geht das Buch noch einen Schritt weiter, es werden nicht nur die Probleme aufgezeigt, sondern am Ende der Projektwoche die Ideen gegen den Irrsinn vorgestellt. Denn eines ist sicher

Der Planet braucht den Menschen nicht, aber der Mensch braucht diesen Planeten um zu überleben.
(Videotipp „Mutter Natur“)

So suchen die sechs Jugendlichen praktikable Lösungen im Kleinen, die Großes bewirken sollen. Und hier wird es richtig kreativ, denn plötzlich ist die Rede von Tag der Außerirdischen, vom Baum der Entscheidungen und von einem Zukunftsunterricht. Und Marie schließlich stellt die wohl wichtigste Frage „Wovon träumst Du?“

Am Ende vom Buch wird der Leser aufgefordert, seinen eigenen Irrsinn und seine eigene Idee dazu aufzuschreiben, sowie selbst eine neue Geschichte zu erzählen. Angeboten wird dazu eine eigene Internetplattform, über die ein Austausch miteinander und mit den Autoren stattfinden kann.

Das Buch wurde liebevoll und ausgesprochen kreativ illustriert. Im Buchkontext ist es Marie, die immer wieder durch ihre Zeichnungen die Dinge auf den Punkt bringt.

Meine Gedanken zu dem Buch:

Das Buch, auf das ich durch die sehr geniale Rezension von Jenni aufmerksam wurde, habe ich als E-Book gelesen. Es hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen, denn es liest sich leicht und flüssig trotz aller Schwere des Themas.

Viele der Fragen, die sich die Kids stellen, habe ich mir selbst auch schon gestellt. Und natürlich bewegen mich die Themen auch deshalb, weil meine Kinder kaum älter als die handelnden Personen sind und ich immer versuche, alles auch aus ihrer Perspektive zu betrachten.

Gebe ich den Planeten in so einem guten Zustand an meine Kinder weiter, wie ich ihn bei meiner Geburt vorgefunden habe? Ganz sicher nicht! Und das macht mich schon nachdenklich, wenn ich sehe, in welcher Geschwindigkeit sich das in den letzten Jahren alles zum Negativen verändert hat.

Mein Irrsinn

So wie Lina frage ich mich, warum viele Menschen einfach immer so weiter machen wie bisher, obwohl doch längst bekannt ist, welche Probleme mit diesem Verhalten verbunden sind.

Seit vielen Jahren wissen wir zum Beispiel, welche negativen Auswirkungen Plastik auf uns Menschen aber auch auf unsere Umwelt hat. Und trotzdem wird ewig herum diskutiert, ob im Handel für Plastiksäcke bezahlt werden muss oder nicht. Da greife ich mir wirklich aufs Hirn. Sollte die Frage in dem Fall nicht vielmehr lauten, ob Plastiksäcke verboten werden sollen?

Alles wird jahrelang und ewig diskutiert, nichts passiert und wenn es dann doch zu einem Ergebnis kommt, dann ist es eine weiche Geschichte à la „wasch mich, aber mach mich nicht nass“.

Ich kann nicht verstehen, dass so viel wertvolle Zeit ungenützt verstreicht!

In mir regt sich der Widerstand immer heftiger und immer deutlicher, denn dieses Spiel möchte ich einfach nicht mitspielen. Ich kann nicht sagen, dass ich davon nichts gewusst habe, denn das stimmt einfach nicht.

Mir ist sehr bewusst, welche Auswirkungen mein Verhalten hat – ich möchte in dem Zusammenhang den Schmetterlingseffekt in Erinnerung rufen. Es ist eben nicht so, dass es egal ist, was ich hier mache. Alles hat eine Auswirkung auch auf den Rest der Welt.

Das war dann auch mit ein Grund, warum ich diesen Blog gegründet habe. Ich will das alles nicht mehr hinnehmen und so tun, als könnte ich nichts verändern.

Dieses „immer schneller, immer größer, immer mehr“ finde ich einfach furchtbar. Es geht nur noch um Zahlen, Gewinne und Wirtschaftswachstum. Der Mensch selbst ist in Wahrheit der größte Verlierer und kann das nicht erkennen.

Wie schon oben geschrieben – die Natur braucht den Menschen nicht, wohl aber der Mensch die Natur. Und erst wenn das wirklich ALLEN bewusst ist und wir auch entsprechend agieren, wird sich etwas verändern können.

Ich befürchte jedoch, dass das schon längst zu spät ist und die Natur ihren größten Feind bald abschütteln wird. Sie braucht nicht viel dazu beizutragen, denn das besorgt der Mensch schon selbst.

Linktipp:

Blog: Ideen gegen den Irrsinn

Der Leser wird eingeladen, seinen eigenen Irrsinn zu ergänzen, sprich zu erzählen, was er/sie besonders verrückt empfindet.

Lesetipp:

ausführliche Leseprobe im pdf-Format

Einige Gedanken der Jugendlichen sind als „Spickzettel“ am Blog zu finden.


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Besser leben ohne Plastik

Das Thema „Plastik“ war von Anfang an auf meinem Blog sehr präsent. In verschiedenen Beitragsserien habe ich gezeigt, wie ich meine Küche von Plastik befreit habe und wie ich möglichst ohne Verpackungsmüll einkaufe.

Schon seit langer Zeit folge ich unter anderem dem Blog von Nadine Schubert (davor bekannt als „Frau Schubert bloggt“), da sie einen sehr ähnlichen Ansatz wie ich verfolgt. Plastik lässt sich sehr einfach vermeiden, indem man sehr viel selbst macht.

Vor kurzem hat sie gemeinsam mit Anneliese Bunk ein Buch *) geschrieben und ich war natürlich unglaublich neugierig darauf, sind das doch genau die Themen, die mich in den letzten 3 Jahren am meisten beschäftigt haben.

besser leben ohne PlastikBesser leben ohne Plastik
Tipps und Rezepte, die zeigen wie es anders geht
von Anneliese Bunk und Nadine Schubert
Verlag oekom

Gleich im ersten Kapitel zeigt das Buch sehr deutlich, warum wir am Thema Plastik nicht vorbei schauen können. Die Auswirkungen von unserem Plastikkonsum auf die Umwelt sind einfach zu gravierend.

die Umweltbelastung durch Plastik ist schrecklich

die Umweltbelastung durch Plastik ist schrecklich

In logischer Folge aufgebaut geht es weiter mit den ersten Schritten, wie man durch bewussten Konsum zu einem besseren Leben kommt. Dazu gehören Kapitel wie „Plastik sparen ohne Aufwand“ ebenso wie Lebensmittel plastikfrei einkaufen und einfache Tipps zum Selbermachen. Auch mein neuer Lieblingsbegriff ziert eine Kapitelüberschrift „Selfcycling“, der Gedanke von „use what you have“ prägt die Tipps hier, und natürlich darf auch das Thema Reparieren nicht fehlen.

Aber die beiden Autorinnen gehen noch einen Schritt weiter und machen sich Gedanken über das Leben mit Kindern ohne Plastik und wie man in Bad und Haushalt bestmöglich Plastik vermeiden kann. Im letzten Kapitel vor dem Rezeptteil kommt noch ein sehr wichtiges Thema zur Sprache, nämlich Textilien und Kleidung. Das Problem mit dem Microplastik im Wasser wird zu einem nicht unerheblichen Teil durch die Kunstfaserkleidung verursacht.

Nicht nur bei den plastikfreien Rezeptideen sondern auch in den einzelnen Kapiteln sind zahlreiche Anregungen zu finden, wie man etwas selber machen kann, um Plastik zu vermeiden.

Abgerundet wird das Buch durch einen Serviceteil, wo häufig gestellte Fragen beantwortet werden sowie Tipps, wie man nicht so übliche Zutaten bzw. plastikfreie Gegenstände am besten beziehen kann.

kleiner Blick ins Buch

kleiner Blick ins Buch

Meine Gedanken zu dem Buch:

Das Buch, welches klimaneutral auf 100% Recycling-Papier ohne Folienkascherung und mit mineralölfreien Druckfarben hergestellt wurde (muss bei dem Thema wohl sein), gibt einen guten Überblick über die wichtigsten Bereiche, wo unser Leben durch Plastik beeinträchtigt wird. Gleichzeitig werden einfache und auch im Alltag praktikable Lösungen gezeigt, wie man diesen umweltbelastenden Stoff vermeiden kann.

Dabei geht es nicht darum, ein Verpackungsmaterial durch das andere auszutauschen sondern im Gegenteil Lösungen zu zeigen, die möglichst ganz ohne Verpackung auskommen. Dabei kommt man ums Selbermachen natürlich nicht herum, das ist ja auch mein eigener Lösungsansatz und so findet man im Buch auch einige ähnliche Rezepte, die ich selbst auf meinem Blog schon veröffentlicht habe.

Einblick in meinen Alltag

Einblick in meinen Alltag

Sehr gut gefällt mir der Rat, nicht einfach alles Plastik aus dem Haushalt zu entfernen und weg zu werfen, denn das würde die Umwelt ja noch viel mehr belasten. Vielmehr wird empfohlen, Dinge umzufunktionieren und z.B. die Vorratsdose aus Plastik künftig für die Aufbewahrung von Seife auf der Reise zu verwenden oder Gegenstände im Sozialkaufhaus zu verschenken.

Das war auch mein Weg, nicht alles auf einmal sondern Schritt für Schritt nach Lösungen zu suchen und auch den von mir ungeliebten Gegenständen ein neues Heim bei jemand anderem zu geben. Das mag auf den ersten Blick widersinnig klingen, ist es aber nicht. Denn dieser Mensch würde vermutlich den selben Gegenstand sonst neu kaufen und insofern tut man auch damit der Umwelt etwas Gutes.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich natürlich nicht mehr wirklich neue Tipps für mein Leben finden konnte. Dafür bin ich einfach schon viel zu tief in der Materie drinnen. In meiner Anfangszeit vor gut 3 Jahren allerdings wäre es vermutlich zu meiner Bibel geworden, da es wirklich eine ganze Fülle an guten Tipps und Rezepten zeigt.

Linktipp:

ausführliche Leseprobe im pdf-Format
Besser leben ohne Plastik – der Blog
Besser leben ohne Plastik auf Facebook



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*) herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar


ReDESIGN – Neues nähen aus alten Kleidern [nachgemacht: Tunika aus altem Kleid]

Vom Verlag Haupt wurde ich eingeladen, bei der Blogtour anlässlich der Veröffentlichung des Buchs „ReDESIGN – Neues nähen aus alten Kleidern“ mitzuwirken.

Nachdem mich das Thema „Upcycling“ sehr interessiert und ich schon selbst einige Teile umgestaltet habe, konnte ich dazu natürlich nicht nein sagen. Und es hat sich gelohnt, soviel kann ich jetzt schon verraten.

ReDesign BuchReDESIGN
Neues nähen aus alten Kleidern
von Frau Jona&son
Verlag Haupt

Frau Jona&son aka Sonja Wöhrenschimmel-Wahl hat an der Kunstuniversität Linz Textilkunst und Modedesign studiert und dass sie wirklich vom Fach ist, kann man in jedem Winkel des Buchs erkennen.

Es geht in dem Buch nicht um Upcycling sondern darum, sich seine Kleidung mit Hilfe von alten Kleidern selbst zu designen.

Aber der Reihe nach, denn auch das Buch ist sehr systematisch aufgebaut und das ist etwas, was mir daran sehr gut gefällt.

Im Kapitel 1 geht es um die Basis, die Theorie beschäftigt sich damit, aus welchen Quellen sich unsere Garderobe nähren soll. Und bereits damit hat Frau Jona&son mein Herz im Galopp erobert, rät sie doch erst einmal im eigenen Kleiderschrank nachzusehen, denn jeder hat mehr als er/sie tragen kann.

Danach wird das, was wir bereits haben, umgestaltet und nur dann, wenn noch etwas fehlt, geht die Suche in Secondhand-Läden weiter. Zu guter Letzt, und nur dann, wenn es damit wirklich nicht geklappt hat, wird der Kauf von Grüner Mode empfohlen.

aus alt wird neu - Redesign vom Feinsten

aus alt wird neu – Redesign vom Feinsten

Weiter geht es mit der Wahl der richtigen Farben und auch da rennt sie bei mir offene Türen ein, habe ich mich doch kürzlich mit dem Thema „Farben“ im Kleiderschrank auseinander gesetzt.

Im Kapitel 3 ist neben den verschiedenen Techniken der Umgestaltung auch ein ausführlicher Exkurs zum Thema Reparieren zu finden. Sehr genial finde ich die Anleitung, wie man am Ärmel durchgescheuerte Wollpullover kreativ umgestalten und damit gleichzeitig reparieren kann.

fix it - reparieren ist nachhaltig

fix it – reparieren ist nachhaltig

Bevor es im Kapitel 4 in medias res geht, gibt es einleitend noch ein paar Tipps für die praktische Arbeit wie z.B. Infos zu Materialien, Werkzeug und den verwendeten Techniken.

Der praktische Teil gliedert sich in vier Bereiche, die einander logisch folgen. Von „light“ über „medium“ werden kleinere bis mittlere Adaptierungen an der Kleidung vorgenommen, um im Bereich „dekonstruktion“ und „new“ noch tiefer in die Materie des ReDesigns einzusteigen.

dekonstruiert und neu zusammen gesetzt

dekonstruiert und neu zusammen gesetzt

Meine Meinung zu dem Buch

Ich habe das Buch unglaublich inspirierend empfunden, für mich war deutlich spürbar, dass hier nicht die Näherin sondern die Künstlerin gearbeitet hat.

Frau Jona&son näht nicht einfach Kleidungsstücke um, sondern zeigt, dass man mit verschiedenen Techniken künstlerisch gestalten kann. Die Modelle sind sehr extravagant und heben sich deutlich von der Massenware der Textildiskonter ab. Es sind sicher keine Basics, die hier entstehen, sondern besondere Teile für besondere Gelegenheiten.

Im Buch werden viele verschiedene Modelle und ReDesign-Möglichkeiten gezeigt, die jeweiligen Anleitungen lassen jedoch viel Spielraum für eigene Interpretationen und Kreativität. Man darf das Buch daher nicht mit einem Heft für Nähanleitungen verwechseln, es will vielmehr inspirieren und Muse sein.

Das ist in meinem Fall zur Gänze gelungen, war meine Kreativität bis dahin noch im Winterschlaf verfangen, fingen die Gehirnwindungen zu glühen an. Projekte, die ich bereits länger geplant, aber nicht so recht vom Fleck gebracht habe, sind endlich in die Gänge gekommen. Mehr dazu später.

Nähen sollte man schon können und wissen, wie verschiedene Kleidungsstücke genäht werden. Auch ein paar persönliche Standardschnitte sollten vorhanden sein, um mit den Anleitungen klar zu kommen.

ReDesign lebt auch vom ursprünglichen Kleidungsstück und daher kann man die Modelle vermutlich nicht wirklich 1:1 nachnähen. Quelle der Inspiration ist das Buch aber auf jeden Fall und ich werde sicher noch öfters darin schmökern. Ein weiteres Modell daraus ist bereits in Arbeit.

Wer Kleidung selbst umgestalten möchte sollte über zwei grundlegende Fähigkeiten verfügen: Einerseits ist eine große Portion Kreativität wichtig, aber vor allem sollte man in der Lage sein, die Schönheit von einem Kleidungsstück hinter seinen offensichtlichen Mängeln zu erkennen. (Maria Widerstand)

nachgemacht – Tunika aus altem Kleid

das war die Ausgangsbasis

das war die Ausgangsbasis

Ich habe dieses Kleid gesehen und mich darin verliebt. Es ist auf den ersten Blick vermutlich nicht so gut erkennbar warum, denn es ist bereits sehr abgetragen auch nicht wirklich modern. Es war mir auch um gut eine Nummer zu klein und das Brustteil fand ich furchtbar.

Obwohl ich eine ungefähre Ahnung hatte, was daraus werden sollte, fehlte mir der zündende Funke und so lag es einige Monate herum. Bis ich in dem Buch die Anleitung für das Farbtropfen-Shirt sah und meine Kreativität plötzlich zu fließen begann.

Vorbereitung zur Umgestaltung

Vorbereitung zur Umgestaltung

Im einem ersten Schritt habe ich das Brustteil und die Borten abgetrennt, um den restlichen Stoff zur weiteren Gestaltung zur Verfügung zu haben. Von einem gut passenden Oberteil habe ich den Schnitt abgenommen und Hals- und Armausschnitt festgelegt.

Schnittmuster aus alter Zeitung

Schnittmuster aus alter Zeitung

Aus dem Brustteil konnte ich Schrägbänder schneiden, um die Armausschnitte zu gestalten. Die Borte wurde wieder am neuen Halsausschnitt fest genäht. Mit der Borte unter dem Brustteil wurde das Oberteil verziert und sogar das Zugband mit den Perlen habe ich gestaltend eingebunden.

Besonders genial finde ich, dass die Taillen-Abnäher durch das geschickte Auflegen vom Schnitt zu perfekt positionierten Brustabnähern wurden.

Da die Basis ein rückenfreies Kleid war, ist fast nichts vom abgeschnittenen Teil übrig geblieben.

kreative Gestaltung durch Weiterverwendung

kreative Gestaltung durch Weiterverwendung

In rund 4 Stunden habe ich aus dem alten Kleid eine extravagante Tunika für den kommenden Sommer genäht. Ich freue mich schon darauf, wenn es warm genug ist, um sie das erste Mal auszuführen.

Quelle der Inspiration war wie gesagt das Farbtropfen-Shirt in A-Form aus dem Buch (siehe Bild), auch wenn ich keine Tropfen auf die Tunika gedruckt habe.

nachgemacht - Tunika aus altem Kleid

nachgemacht – Tunika aus altem Kleid

ReDesign BlogtourLinktipp:

Blog: Frau Jona&son
ReDesign-Gallerie von Frau Jona&son
Buchverlosung vom Haupt-Verlag

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green friday
simply zero
Re:Belle Upcycling
Nahtzugabe
Christinaa
ich kauf nix



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der Sommer kann kommen

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Das Leben ist keine To-do-ListeDas Leben ist keine To-do-Liste
Endlich Zeit für das, was wirklich wichtig ist –
mit der to-be Liste

von Shirley Seul
Verlag Kailash

Als ich den Titel von dem Buch sah, war ich gerade am Hadern mit meinem Leben, weil die Zeit zu knapp war um all das, was ich gerne machen möchte, an einem Tag unterzubringen.

„Dich hat der Himmel geschickt, genau Dich brauche ich jetzt! Weg von den vielen to-do’s, die täglich auf mich einstürmen und hin zu mehr leben und genießen!“, war das erste, was ich gedacht habe.

Das Leben ist vollgepackt mit Dingen, die erledigt werden müssen, Ansprüchen, die erfüllt werden wollen, und Deadlines, deren Einhaltung Ehrensache ist. Das Gefühl, nie zu genügen, kann so groß werden, dass wir uns manchmal wie Automaten fühlen, die nur noch funktionieren und sich damit abgefunden haben, ein Häkchen nach dem anderen auf ihre To-do-Listen zu setzen. So haben wir uns unser Leben nicht vorgestellt! (Auszug Klappentext)

Sherly Seul deckt eine Falle nach der anderen auf, in die wir in unserer schnelllebigen Zeit gestolpert sind und wodurch wir nun im Hamsterrad festhängen. Sie nennt es die Formel 1, weil wir immer schneller eine Runde nach der anderen drehen, und lädt in jedem Kapitel zu einem Bloxenstopp ein, wo sie kleine Schlupflöcher zeigt.

Es fängt damit an, dass sie auffordert einfach einmal abzuschalten. Gemeint ist das Smartphone, das uns ständig und zu jeder Zeit verfügbar macht. Nichts Schlimmes passiert, wenn wir einmal nicht telefonisch oder per Mail erreichbar sind.

Mit viel Wortwitz und Wortspielereien versucht sie die wahre Tragödie, die hinter unserem kollektiven Burnout steckt, ein wenig aufzuheitern. Es gelingt nicht wirklich, zu sehr trifft das, was sie schreibt, ins Schwarze.

Das Buch ist in 4 Teile gegliedert, nach der Einleitung kommt in der „Formel 1“ eine unbarmherzige Analyse der Ist-Situation, um in der „Formel 0“ endlich den „Sesam-Code“ zu verraten. Im Kapitel „Formel ∞“ wird noch einmal klipp und klar gesagt, worum es wirklich geht. Was ich hier natürlich nicht verrate – denn das wäre ein Spoiler.

Linktipp

Eine ausführliche Leseprobe wird vom Verlag als pdf zur Verfügung gestellt.

Meine Meinung zu dem Buch

Gleich vorweg – das Buch, das ich in der E-Book-Ausgabe gelesen habe, war letztendlich nicht ganz das, was ich erwartet oder besser gesagt erhofft hatte. Sherley Seul hat das Problem sehr gut analysiert, bringt unzählige Beispiele exakt auf den Punkt, legt den Finger auf die Wunden unserer hochtechnisierten Konsumgesellschaft und streut zu allem Überfluss auch noch ein wenig Salz darauf – damit es ja schön brennt und weh tut.

Es war für mich gar nicht so einfach all das zu lesen, zu sehr fühlte ich mich immer wieder ertappt. Vor allem das Kapitel „Informationsinfarkt“ gab mir viel zu denken auf, dabei arbeite ich ja schon seit einiger Zeit genau daran und bin leider noch immer keinen Schritt weiter gekommen.

Die Lösung dafür versuchte ich nun in dem Buch zu finden, was mir leider nicht gelungen ist – das ist die schlechte Nachricht. Es gibt keine Abkürzungen und es gibt keine perfekte Universallösung für das Problem.

Vielleicht wird es noch klarer, wenn man sich die Seitenzahlen neben den Kapiteln ansieht. Nach der Analyse in der Formel 1 beginnt die Formel 0 auf Seite 153 und die Formel ∞ füllt die Seite 166. Bleibt nur noch der Anhang auf Seite 167.

Während des Lesens habe ich mir immer wieder gedacht „Ja eh, genau so ist es! Aber was ist die Lösung? Nur das Problem zu erkennen geht doch nicht weit genug!“.

So viel sei verraten, es gibt kein Patentrezept um aus dem Hamsterrad auszusteigen und von der to-do Liste weg zur to-be Liste zu kommen.

Das liegt vermutlich auch daran, dass jeder Mensch anders ist und die Wünsche und Bedürfnisse sich voneinander unterscheiden.

Meiner Meinung nach haben die Probleme unserer Zeit ganz viel mit dem Überfluss zu tun, in dem wir leben – mit der Übersättigung einerseits („alles ist ständig verfügbar“) und andererseits mit dem Paradoxon der Wahl (siehe Barry Schwartz „Video: das Paradoxon der Wahlmöglichkeiten“ und Gerald Hüther Vortrag „Glücksgefühle“).

Kein Wunder dass immer mehr Menschen im Minimalismus die Lösung suchen und hoffen, sich durch die Befreiung von allem Unnötigen wieder leichter und unbeschwerter zu fühlen. Das stimmt jedoch leider nur bedingt und hängt davon ab, ob man beim Entrümpeln stehen bleibt oder noch einen Schritt weiter geht.

Erkannt habe ich, dass ich den richtigen Weg bereits eingeschlagen habe und ihn einfach nur weiter zu gehen brauche. Das ist die gute Nachricht.

Videotipp:



achtsam durch den Tag Jahresprojekt 2016achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2016]

Dieser Beitrag ist Teil von meinem
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