5 alternative Waschmittel [Langzeiterfahrung]

Beim Wäsche waschen wird nicht nur durch das Waschmittel die Umwelt belastet, sondern auch durch die Verpackung der Pflegemittel. Aus diesem Grund komme ich immer wieder einmal auf das Thema „Wäsche waschen“ zurück. Mittlerweile habe ich sehr viele verschiedene Varianten von alternativen Waschmitteln ausprobiert.

Das heißt, es ist endlich an der Zeit über meine Langzeiterfahrungen zu schreiben und zu erzählen, was sich aus den verschiedenen Experimenten ergeben hat.

Heute kommt daher die Fortsetzung bzw. Ergänzung zu meinem vorigen Beitrag „grün grün grün sind alle meine Kleider“ über die Wäschepflege aus ökologischer Sicht.

selbst gemachtes Waschpulver

Gleich zu Beginn habe ich es mit selbst gemachtem Waschpulver versucht. Die Anleitung dazu findest Du in meinem Beitrag „selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Waschmittel“.

selbst gemachtes Waschpulver

Es war leider keine Liebe auf den ersten Blick, auch wenn das selbst gemachte Waschpulver für normal verschmutzte Wäsche ganz gut funktioniert. Für mich hat es definitiv an der Zubereitung gelegen. Das Raspeln der Seife zu Seifenflocken und das Vermengen mit dem Soda hat meine Nasenschleimhäute gereizt. Ich habe es daher bei dem einen Versuch belassen.

Wenn Du es ausprobieren möchtest empfehle ich eine Gesichtsmaske zu tragen, damit Deine Atemwege geschützt sind. Das würde ich bei einem weiteren Versuch selbst auch so machen.

Alternativ kann man nach dem selben Rezept auch ein Flüssigwaschmittel herstellen. Dazu verwendet man die selben Zutaten und vermengt sie mit Wasser. Eine Anleitung dafür findest Du am Blog „foolfashion“.

nachfüllbares Waschmittel aus dem Bioladen

Meine erste Alternative dazu war das in eigene Behälter abgefüllte Waschmittel aus dem Bioladen. Vom Duft her sehr neutral wie ich es mag und es wäscht auch prima sauber.

Nicht so zufrieden gestellt hat mich die Antwort auf die Frage was mit den Kanistern passiert, wenn sie leer sind. Denn die werden zu Müll. Daher war das für mich langfristig auch keine Alternative, zumal der Laden nicht gerade um die Ecke ist.

dieses Waschmittel wird in die selbst mitgebrachten Behälter gefüllt

Waschnüsse aus Indien

Als im Kostnixladen eine Packung Waschnüsse abgegeben wurde, war sofort klar, dass ich das ausprobieren möchte.

Die Waschnüsse stammen aus Indien und werden daher sehr weit transportiert um zu uns nach Europa zu kommen. Für den Transport und Verkauf werden sie in Plastik verpackt.

Abgesehen von dem Problem, dass wir den Indern die Waschnüsse abkaufen, sodass der Preis in Indien so hoch getrieben wurde, dass sich die Leute dort die Waschnüsse nicht mehr leisten können, entzieht sich mir auch der ökologische Vorteil der Waschnüsse. Sie werden weit transportiert und sind in Plastik verpackt.

Aus den genannten Gründen würde ich mir keine Waschnüsse kaufen. Aber wenn sie im Kostnixladen abgegeben werden und sie kein anderer haben will, nehme ich sie mit und verwende sie.

indische Waschnüsse mit dem Waschsäckchen

Üblicherweise zerklopft man 3-4 Waschnüsse, steckt sie in das beiliegende Wäschesäckchen und legt dieses gemeinsam mit der Wäsche in die Waschtrommel.

In meinem Urlaub in der Toskana hatte die Waschmaschine keine direkten Abfluss, sodass ich sehen konnte, wie das Wasser aussieht. Als erstes fiel mir positiv auf, dass die Waschwirkung der Waschnüsse sehr gut ist, das Wasser war schaumig und verschmutzt.

Allerdings war das Wasser nach dem Schwemmen noch immer schaumig und das hat mich dann stutzig gemacht. Irgendwie auch klar, die Waschnüsse kann man für 2-3 Waschgänge verwenden und das Säckchen bleibt während des Schwemmvorgangs in der Waschmaschine. Die Waschnüsse wissen ja nicht, dass sie gerade nicht waschen sollen…

Daher verwenden wir seitdem die Waschnüsse als Flüssigwaschmittel. Dazu werden 3-4 Waschnüsse zerklopft, mit ca. 250 – 300 ml Wasser aufgefüllt und einige Stunden stehen gelassen. Mit dem Auszug der Waschnüsse kann man danach 2 Waschladungen waschen.

Es wird immer wieder einmal darüber geschrieben, dass die Wäsche mit der Zeit zu müffeln beginnt, wenn man mit Waschnüssen wäscht. Seitdem wir die „Flüssigwaschmittelmethode“ verwenden, können wir uns darüber nicht beklagen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es zu Problemen kommen könnte, wenn man die Waschnüsse mit der „Säckchenmethode“ verwendet (siehe weiter oben).

Kastanienwaschmittel

Letzten Herbst haben wir ganz viele Kastanien gesammelt, um daraus Waschmittel herzustellen. Die Anleitung findest Du im Beitrag „selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Kastanienwaschmittel für den Vorrat“.

Wäsche waschen mit selbst gesammelten Kastanien

Nach wie vor waschen wir die Wäsche sehr gerne mit dem Kastanienwaschmittel, welches ebenfalls zuvor als Flüssigwaschmittel angesetzt wird. Die Wäsche wird ausreichend sauber und wir haben auch nach wie vor keine Probleme mit dem Geruch der Wäsche. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass wir immer wieder einmal beim Waschmittel abwechseln?

Aus ökologischer Sicht finde ich das Waschen der Wäsche mit Kastanien einfach perfekt. Wir sind mit den Fahrrädern in den Park gefahren, haben dort die Kastanien gesammelt und es ist dadurch weder durch Transport noch durch Verpackung eine Belastung der Umwelt gegeben. Und der Kostenpunkt ist natürlich auch genial, oder?

Wäsche waschen mit Efeu

Diese Möglichkeit der alternativen Wäsche möchte ich nicht unerwähnt lassen, obwohl ich es selbst noch nicht ausprobiert habe. Das liegt aber vor allem daran, dass ich durch das Kastanienwaschmittel und die geschenkten Waschnüsse ausreichend mit Waschmittel versorgt bin.

Eine ausführliche Anleitung für die Zubereitung des Waschmittels ist am Blog Grüne Zwerge zu finden. Die Zwergenmama stellt mit Hilfe der Efeublätter ein Flüssigwaschmittel her, mit dem die Wäsche gewaschen wird.

auch mit Efeublättern kann man Wäsche waschen

Gefunden habe ich im Internet auch die Möglichkeit, die Efeublätter mit Hilfe von einem Säckchen direkt zur Wäsche zu geben. Aus den weiter oben angeführten Gründen würde ich das jedoch nicht empfehlen.

Fazit – Lanzeiterfahrung

Waschmittelalternativen aus der Natur haben grundsätzlich eine sehr gute Waschleistung für leicht bis kaum verschmutzte Wäsche. Der Geruch der Wäsche ist neutral, was ich grundsätzlich gut finde.

Die Handhabung ist sehr einfach, es braucht lediglich ein wenig vorausschauendes Denken, da man den Waschmittelauszug ein paar Stunden ansetzen muss.

Stark verschmutzte Wäsche und vor allem Fettflecken brauchen mehr „Zuwendung“, das heißt wir nutzen das Waschmittel quasi als Baukastensystem. Wenn Fettflecken dabei sind, kommt auf jeden Fall auch Soda in die Waschmaschine.

Kleinere Schmutzflecken z.B. vom Essen oder Kochen werden mit Gallseife vorbehandelt und lassen sich dadurch auch mit Waschmittelalternativen sehr gut entfernen. Mehr dazu findest Du in meinem Beitrag über die Wäschepflege.

Sehr stark verschmutzte Wäsche fällt bei uns im Haushalt nicht an, daher kann ich dazu leider nichts sagen.

Die von vielen so gefürchtete Geruchsbelastung hat sich bei uns nicht eingestellt. Vielleicht liegt es daran, dass wir meist 2-3 Maschinen Wäsche pro Woche waschen und daher das Restwasser nie lange in der Waschmaschine steht. Möglicherweise hilft es auch, dass wir die Waschmittelalternativen immer als Flüssigwaschmittel nutzen und daher die Wäsche (und damit auch die Waschmaschine) ausreichend geschwemmt wird.

links: lüften der feuchten Wäsche rechts: Utensilien zur Fleckenbehandlung

Am ehesten denke ich jedoch, dass die Vorbehandlung der Schmutzwäsche sowie das rasche Trocknen der gewaschenen Wäsche, wie ich es im Beitrag „grün grün grün sind alle meine Kleider“ beschrieben habe, dazu beiträgt.

Konventionelles Waschmittel nutze ich nur noch ganz selten für die Wollwäsche. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal Waschmittel gekauft habe.


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grün grün grün sind alle meine Kleider

Wäschepflege aus ökologischer Sicht

Wäsche waschen ist viel mehr als alle schmutzigen Kleidungsstücke in die Waschmaschine werfen, Waschmittel dazu, die Maschine wäscht von selbst und dann muss alles nur noch getrocknet werden.

Ich habe lange über den Titel für diesen Beitrag nachgedacht. Ist gar nicht so einfach, wenn man ein umfangreiches Thema in einen einzigen Beitrag packen möchte. Das Thema ist ganz schön komplex, vor allem, wenn man es aus ökologischer Sicht betrachtet.

alles beginnt mit einer weitreichenden Entscheidung

Wenn man sich dem Thema Wäschepflege nähert, fängt alles in Wirklichkeit mit der Entscheidung an, welches Kleidungsstück gekauft wird.

Klingt vielleicht seltsam, ist es aber nicht. Denn das Material des Kleidungsstücks nimmt ganz entscheidenden Einfluss auf die Intensität des Pflegeerfordernisses und damit auf die Umweltbelastung durch die Wäschepflege.

Ein Pullover aus reiner Wolle braucht zum Beispiel sehr wenig Pflege. Die Wolle nimmt kaum Gerüche an und ist auch schmutzabweisend. Das bedeutet, dass man einen Wollpullover sehr lange tragen kann, ohne dass er gewaschen werden muss. Und mit lange meine ich mehrere Tage bis Wochen! Das einzige Erfordernis ist, ihn immer wieder nach dem Tragen zu lüften.

Anders verhält es sich mit einem Teil aus Kunstfaser. Oft reicht es schon, wenn wir ein Shirt aus Polydingsbums einige wenige Stunden anhaben, dass es streng riecht und nach einem Wechsel schreit. Du brauchst vermutlich mehr Deo und das gute Stück wird nach jedem Anziehen sofort in der Wäsche landen.

Es gibt auch Kleidungsstücke aus Naturmaterialien, die sehr pflegeintensiv sind. Baumwolle nimmt sehr schnell Gerüche an und Flecken lassen sich nur schwer entfernen.

Einige Kleidungsstücke kann man nicht selbst waschen, da sie nur chemisch gereinigt werden können. So etwas kaufe ich gar nicht, denn abgesehen von den Kosten finde ich es auch unheimlich, so viel Chemie am Körper zu tragen.

In jedem Kleidungsstück findest Du (zumeist in der linken Seitennaht) eine Pflegeanleitung eingenäht, der Du entnehmen kannst, was zu beachten ist.

entgegen meiner Gewohnheit sollte man die Pflegeanleitung nicht entfernen

Du siehst, das Thema ist so komplex, dass ich es hier gar nicht im Detail beleuchten kann. Wichtig ist mir zu sagen, dass die Wahl des Kleidungsstücks ganz entscheidenden Einfluss auf den „ökologischen Fußabdruck“ desselben hat.

Dieser hängt nicht nur vom Material bzw. dessen Produktion (Wolle, Baumwolle, Seide, Viskose etc.) und von der Herstellung (Verarbeitung, Design, Nähen) ab, sondern auch vom darauf folgenden Pflegebedarf und von der Lebensdauer – sprich davon, wie oft man das Teil tragen kann, bevor es im Müll landet.

gehen wir einen Schritt weiter

Immer wieder ist im Internet die Rede davon, dass alternative Waschmittel nicht so gut wie konventionelle Waschmittel waschen. Vor allem der Geruch ist oft ein Thema. Viele kritisieren, dass die Wäsche mit der Zeit nicht mehr so gut riecht.

Mir ist das ehrlich gesagt noch nicht passiert und daher habe ich lange darüber nachgedacht, ob das Geruchsproblem möglicherweise andere Ursachen haben könnte.

Das hat mich dazu veranlasst, diesen Beitrag zu schreiben und einmal ganz genau zu erzählen, wie man Kleidungsstücke richtig pflegt und wäscht.

Warum schreibe ich immer wieder Wäschepflege und nicht einfach Wäsche waschen? Das hat den Grund, dass es nicht mit dem Waschen in der Waschmaschine alleine getan ist.

aller Anfang ist die Fleckenbehandlung

Wenn Du Flecken in Deiner Kleidung hast, sollten diese so schnell wie möglich vorbehandelt werden. Wenn ich zu Hause bin, ziehe ich das Kleidungsstück sofort aus und wasche den Fleck mit der Hand heraus. Dazu verwende ich meist die Olivenölseife, die sich im Bad befindet.

Gallseife hat sich als wahres Fleckenwunder erwiesen, damit bekommt man fast jeden Fleck heraus.

Der Fleck wird mit klarem Wasser so gut wie möglich heraus gewaschen, anschließend mit Seife eingerieben und diese wieder ausgewaschen. Der Vorgang wird 2-3 x wiederholt, bis der Fleck entfernt ist.

Um hartnäckige Flecken zu entfernen, weiche ich das Kleidungsstück in Wasser ein, nachdem ich den Fleck wie oben beschrieben vorgereinigt habe. Vor dem Einweichen kommt noch einmal Gallseife direkt auf den Fleck.

Nach einigen Stunden einweichen ist der Fleck meist verschwunden.

links: lüften der feuchten Wäsche rechts: Utensilien zur Fleckenbehandlung

Um Blutflecken von Stoffbinden zu entfernen, darf nur kaltes Wasser verwendet werden, da das Blut sonst gerinnt und nur mehr schwer zu entfernen ist.

Am besten wird das Kleidungsstück im Anschluss an das Einweichen direkt gewaschen ohne vorher noch einmal getrocknet zu werden. Vor dem Waschen reibe ich noch einmal Gallseife auf die Stelle wo vorher der Fleck war.

Wenn man nicht gleich zum Waschen kommt, kann man das Einweichen auch über mehrere Tage ziehen. Man muss in dem Fall jedoch das Wasser einmal pro Tag wechseln.

Fleckige Kleidungsstücke gebe ich nie unbehandelt in die Waschmaschine. Dadurch kann ich die Waschmitteldosierung niedrig halten.

Abgesehen davon gehen Flecken am besten dann heraus, wenn man sie so schnell wie möglich entfernt. Wenn sie einmal eingetrocknet sind und mehrere Tage auf das Kleidungsstück „eingewirkt“ haben, sind sie nur noch ganz schwer zu entfernen.

Extratipp:
Wenn Du Deine Olivenöl- oder Gallseife in ein Seifensäckchen gibst und damit den Fleck einreibst, hast Du eine sehr gute Wirkung durch die raue Oberfläche vom Seifensäckchen. Damit bekommst Du Flecken aus unempfindlichen Stoffen sehr gut heraus.

Fettflecken lassen sich mit Hilfe von Soda sehr gut entfernen. Am besten wird der Fleck als erste Hilfe zuerst mit Seife wie oben beschrieben behandelt und anschließend in eine Sodalösung eingelegt.

Aufpassen muss man jedoch unbedingt mit Stoffen, die nicht farbecht sind. Wenn man eine Stelle ganz besonders intensiv mit Seife und Co behandelt, wird diese Stelle möglicherweise aufgehellt und dagegen ist dann kein Kraut mehr gewachsen.

Exkurs: Farbechtheit

Es empfiehlt sich generell keine Kleidungsstücke zu kaufen, die nicht farbecht sind, nicht nur in Hinblick auf die Fleckbehandlung. Man erkennt das daran, dass auf dem Pflegeetikett der Hinweis steht „wash with similar colours“ oder „nur mit ähnlichen Farben waschen“. Meist betrifft das billig produzierte Kleidungsstücke.

Diese Stoffe „bluten“ ins Waschwasser und können andere Kleidungsstücke verfärben. Außerdem werden sie naturgemäß recht schnell unansehnlich aufgehellt, sehen dadurch abgetragen bzw. alt aus und landen viel zu schnell im Müll. Aus ökologischer Sicht eine kleine Katastrophe.

natürlich bleichen

Die Bleichkraft der Sonne sollte nicht unterschätzt werden. Viele Flecken lassen sich durch die Einwirkung von Sonne entfernen. Dafür ist natürlich nicht jedes Kleidungsstück geeignet, da die Sonne auch empfindliche Farben verändert.

Flecken von steirischem Kernöl gehen in der Sonne problemlos weg.

Trocknen und Lüften

Hose beim Lüften

Getragene Wäsche gehört nicht in den Schmutzwäschekorb sondern muss als erstes getrocknet und gelüftet werden (siehe Bild weiter oben).

Wenn Du Dich ausziehst, solltest Du daher alle Kleidungsstücke als erstes zum Trocknen und Lüften aufhängen. Entweder Du hängst das Teil über die Kastentüre wie auf dem Bild oben zu sehen ist oder Du verwendest ganz ordentlich den Kleiderbügel. Hosen können auf Klemmbügeln hängend gelüftet werden (Bild rechts).

Wenn Du am nächsten Tag befindest, dass die Teile gewaschen werden müssen, dann lege sie in den Schmutzwäschekorb. Wichtig ist, dass hier nur trockene Kleidung rein kommt.

Dieser Punkt ist von sehr großer Bedeutung für den Geruch der Wäsche. Getragene Wäsche ist immer ein wenig feucht vom Körper und fängt dadurch unweigerlich im Wäschekorb zu riechen an. Dieser Geruch geht auch beim Waschen nicht so einfach heraus und wird von den meisten Menschen durch Weichspüler überdeckt.

Schadstellen

Bevor Du das Kleidungsstück in den Wäschekorb legst, solltest Du es auf Schadstellen untersuchen. Damit meine ich beispielsweise aufgegangene Nähte oder kleine Löcher.

Durch das Waschen werden die Schadstellen nämlich meist größer, daher empfiehlt es sich, diese noch vor dem Waschen zu reparieren. Mein Motto ist „wehret den Anfängen“ – je kleiner ein Loch ist, desto einfacher und unscheinbarer kann es geflickt werden.

Sortieren der Wäsche

Nun labere ich schon ewig und bin noch immer nicht beim Wäsche waschen angelangt. Der nächste wichtige Schritt ist nämlich das Sortieren der Wäsche.

Da gibt es viele Kriterien, nach denen die Wäsche sortiert werden sollte. Am besten macht man das schon so gut wie möglich vorab, immer dann wenn man ein Teil zur Schmutzwäsche gibt. Auch wenn ich das selbst nicht so handhabe, da ich den anderen Familienmitgliedern nicht vertraue *lach* und für unseren Haushalt ein alternatives System entwickelt habe.

Zuerst einmal also ein paar grundsätzliche Worte dazu und dann erzähle ich noch, wie wir das handhaben. Die Schmutzwäsche sollte zuerst einmal nach dem Material sortiert werden. Empfindliche Wäsche, Wollbekleidung und alles für die Handwäsche wird separat aufbewahrt.

Wenn man genug Platz hat, kann man die restliche Wäsche in unterschiedlichen Schmutzwäschebehältern nach Farbe oder Waschtemperatur trennen. In meinem Haushalt sortiere ich nach den Farben weiß, hellbunt, dunkelbunt und schwarz/rot. Schwarz und rot waschen wir meist gemeinsam, außer wir hatten wenig Zeit zu waschen und es ist mehr angefallen, dann wird auch schwarz und rot getrennt gewaschen.

links: Wäschesack für weiße Wäsche rechts: 2 Schmutzwäschebehälter für den Rest

Denjenigen, die nicht so viel Platz für das getrennte Aufbewahren von Schmutzwäsche haben, empfehle ich das von uns angewendete System.

Da in unserem Haushalt extrem wenig weiße Wäsche anfällt, habe ich einen Stoffsack für die weiße Wäsche. In diesem Sack wird sie getrennt von der restlichen Wäsche gesammelt, damit kein Teil versehentlich zur anderen Wäsche hinein rutscht. Sobald der Sack voll ist, wird gewaschen. Das dauert erfahrungsgemäß 4-6 Wochen, mehr Weißwäsche fällt nicht an.

Bis vor kurzem hatte ich eine Hängeaufbewahrung, in der ich Handwäsche und Feines getrennt von der anderen Wäsche aufbewahrt habe. Diese Hängeaufbewahrung ist nun meinem Entrümpelungsprojekt zum Opfer gefallen, statt dessen sammle ich diese Wäschestücke in meinem Wäschekorb.

Auf dem Wäschekorb steht eine Klappbox, in der die gesamte restliche Wäsche unabhängig von der Farbe gesammelt wird. Wir sind faul und wollen die Wäsche schnell rein werfen, ohne einen Deckel öffnen zu müssen. Das hat auch zusätzlich den Vorteil, dass die Wäsche recht luftig gelagert wird und nicht so leicht zu muffen beginnt.

Wenn die Box voll ist (meist nach 5-7 Tagen), werfe ich alles auf den Boden und sortiere nach Farbe direkt in die Wäschewanne. Meist sind dann 2-3 Maschinen Schmutzwäsche zusammen gekommen.

Das nachträgliche Sortieren hat für mich den zusätzlichen Vorteil, dass ich alle Säcke und Taschen noch einmal auf Fremdkörper (wie beispielsweise Taschentücher oder Geldstücke in den Hosensäcken) durchsuchen und diese entfernen kann. Weiters werden bei dieser Gelegenheit die Kleidungsstücke wenn nötig in Wäschesäcke gepackt und auf die linke Seite gedreht (siehe weiter unten) sowie alle Reißverschlüsse geschlossen.

der Verschmutzungsgrad

Viele Menschen sortieren die Wäsche auch nach dem Verschmutzungsgrad. Wenn man Flecken wie oben beschrieben vorbehandelt, dann ist das nicht mehr nötig.

Insbesondere stark verschmutzte Wäschestücke wie z.B. Jeans von Kindern, die im Sand gespielt haben oder an den Knien Grasflecken haben, müssen unbedingt mit der Hand vorgewaschen oder getrennt von der anderen Wäsche mit einem Spezialprogramm gewaschen werden.

was macht die Wäsche sauber?

Jetzt muss ich noch einmal ein wenig ausholen. Wenn man Leute danach fragt, was die Wäsche sauber macht, dann werden vermutlich die meisten sagen, dass es das Waschmittel ist.

Das stimmt aber nicht so ganz. Die Wäsche wird durch ein Zusammenwirken von mehreren Faktoren sauber und das Waschmittel ist daher nur ein kleiner Teilaspekt davon.

Das zu wissen ist besonders wichtig, wenn man mit alternativen Waschmitteln waschen möchte. Erfolg oder Misserfolg hängen davon ab, dass man den Rest richtig angeht und deshalb schreibe ich hier so ausführlich über dieses an sich recht langweilige und trockene Thema.

Wasser

Wasser ist der wichtigste Faktor und deshalb haben so viele Menschen heute Probleme mit der Sauberkeit der Wäsche. Fast alle Waschmaschinen haben einen Wassersparmodus eingebaut und verwenden extrem wenig Wasser zum Waschen der Wäsche. Das macht das Waschen grundsätzlich problematisch, da das Wasser zum Lösen der Schmutz- und Geruchsstoffe benötigt wird. Wenn das Wasser gesättigt ist, kann der Rest vom Schmutz nicht mehr gelöst werden. Und dann hilft das beste Waschmittel nicht mehr!

Der Techniker hat daher bei meiner Waschmaschine den Wasserpegel dauerhaft erhöht. Alternativ gibt es bei vielen Maschinen eine „Wasserplus“-Taste, die man dafür verwenden kann. Beim Kauf einer neuen Maschine sollte man darauf achten, dass es sich um keine ultrawenig-Wasser-Maschine handelt.

Stark verschmutze Wäsche kann man vor der eigentlichen Wäsche für einige Stunden in warmes Wasser einweichen um diesen Effekt zu nutzen. Es ist auch möglich, das Vorwaschprogramm zu verwenden, um den gröbsten Schmutz vor dem eigentlichen Waschgang heraus zu spülen.

Man kann natürlich darüber diskutieren, wie wichtig es ist, Wasser zu sparen. Wenn ich allerdings die Problematik des virtuellen Wassers mit einbeziehe, kommt es auf 2 l Wasser mehr oder weniger in der Waschmaschine nicht an.

Deutlich mehr Wasser spare ich nämlich, wenn ich weniger Kleidungsstücke nutze und diese länger trage bevor sie endgültig im Müll landen. Die Herstellung von neuer Kleidung benötigt extrem viel Wasser!

mechanische Einwirkung

Der nächste wichtige Punkt ist die mechanische Einwirkung, wodurch die Wäsche gesäubert wird. Früher hatte man für die Handwäsche zu diesem Zweck eine Waschrumpel, heute macht das die Waschmaschine. Durch die Bewegung der Trommel entstehen Verwirbelungen, wodurch die Wäscheteile aneinander reiben. Damit das funktioniert ist es jedoch notwendig, dass der Inhalt der Waschtrommel richtig zusammen gestellt und bemessen wird.

Wenn sich nur große Teile in der Trommel befinden, dann können die Wäschestücke nicht aneinander reiben, weil sie sich kaum bewegen lassen durch die Umdrehungen der Waschmaschine. Befinden sich jedoch nur kleine Wäschestücke in der Waschmaschine, funktioniert das ebenfalls nicht, da der Reibungswiderstand zu gering ist.

Es ist daher wichtig eine gute Mischung von großen, mittleren und kleinen Wäschestücken gemeinsam zu waschen. Wenn man farblich aufeinander abgestimmte Kleidung trägt, entsteht meist von selbst eine gute Mischung. Frotteehandtücher erhöhen die Waschwirkung durch die raue Oberfläche. Wenn man (vorbehandelte) Flecken bei der Wäsche hat, sollte man unbedingt einige Handtücher mitwaschen.

Aufpassen muss man auf jeden Fall bei der Bettwäsche. Natürlich neigt man dazu, alles in eine Maschine zu packen. Passt ja auch farblich so gut zusammen. Es ist jedoch zu empfehlen, die beiden Bettwäschegarnituren und die Leintücher extra zu waschen und beispielsweise mit den Handtüchern zu kombinieren.

Am besten wäscht man daher einen Kopfpolsterüberzug, einen Tuchentüberzug und ein Leintuch gemeinsam mit der Hälfte der Handtücher und einigen anderen Teilen, die dazu passen. Die zweite Maschine ergibt sich aus dem Rest. Die Anzahl der Wäschen erhöht sich dadurch nicht, aber alles wird deutlich sauberer.

Bei Bettwäsche gebe ich fast immer einen Löffel Soda dazu, damit sich das Körperfett insbesondere aus den Kopfpolsterüberzügen gut löst.

In dem Zusammenhang ist der Füllstand der Waschmaschine ein wichtiger Aspekt. Sie sollte genau richtig voll sein, nicht zu viel und nicht zu wenig. Der Grund ist aus den bereits genannten Punkten abzuleiten. Wenn der Füllstand zu gering ist, reduziert sich die mechanische Waschwirkung ebenso wie wenn die Waschmaschine überfüllt ist. Aus meiner Erfahrung sollte oberhalb der Wäsche eine gute Handbreite aufgestellt Platz haben.

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass die Kleidungsstücke locker geknüllt in die Waschmaschine eingelegt werden. Insbesondere sollte man vermeiden, zusammengefaltete Teile zu waschen, da dies die mechanische Waschwirkung verhindert und die Wäsche meist nicht richtig sauber wird.

Temperatur

Meiner Meinung nach wird die Waschtemperatur meist überschätzt. Ich wasche die meiste Wäsche mit 40° und hatte noch nie ein Problem mit der Sauberkeit.

Noch stärker auf die Temperatur achten muss man bei der empfindlichen Wäsche. Wollsachen sollten ausschließlich mit dem Wollwaschprogramm gewaschen werden. Da die Wolle vor allem durch den Temperaturwechsel verfilzt, wähle ich meist kalt oder maximal 30°.

Bei der Feinwäsche ist zu beachten, dass die Maschine nur zur Hälfte beladen werden darf, damit sie genug Platz im Wasser hat um nicht so stark zu knittern. Auch bei der Feinwäsche ist es wichtig, die Temperatur so niedrig wie möglich zu wählen. Besonders Kunstfaserkleidung wird durch zu hohe Temperaturen möglicherweise dauerhaft geschädigt, da sie dadurch Knitterfalten bekommen kann, die sich nicht mehr entfernen lassen.

Waschmittel

Natürlich braucht es ein Waschmittel, um die Wäsche sauber zu bekommen. Ich stelle es aber bewusst ans Ende, da es wirklich nur ein Teilfaktor und nicht der wichtigste Punkt ist. Manche Menschen dosieren das Waschmittel zu hoch, da sie denken, dass es dann sauberer wäscht. Aber leider stimmt das nicht, oft ist das Gegenteil der Fall.

Durch die stärkere Schaumentwicklung wird die mechanische Waschwirkung der Waschtrommel reduziert und man erreicht damit das Gegenteil!

Auf den Waschmittelpackungen liest man unterschiedliche Dosierungsangaben je nach Verschmutzungsgrad. Da man meist keine eigene Maschine mit stark verschmutzter Wäsche hat, sondern nur einige fleckige Teile, kann man durch die Vorbehandlung von Flecken die Dosierung des Waschmittels gering halten. Eine höhere Dosierung ist nicht notwendig.

Eine Übersicht über die verschiedenen alternativen Waschmittel werde ich in wenigen Tagen veröffentlichen. Das würden den Rahmen dieses Beitrags noch mehr überstrapazieren.

coming soon…

Erhöhen der Lebensdauer der Kleidung

Wie oben bereits ausgeführt, ist ein nicht unerheblicher Teil der Waschwirkung auf die mechanische Einwirkung auf die Wäsche zurück zu führen.

Daraus folgt umgekehrt, dass die Wäsche durch das Waschen verschleißt. Kleidungsstücke werden nicht nur durch das Tragen sondern vor allem auch durch das Waschen „abgetragen“.

Aus ökologischer Sicht macht es daher ganz viel Sinn, Kleidung so selten wie möglich zu waschen. Es wird dadurch weniger Strom und Waschmittel verbraucht und die Kleidungsstücke selbst werden geschont.

Daher ist die Wahl des Kleidungsstücks auch aus diesem Aspekt heraus besonders wichtig. Wenn man es durch Lüften öfter tragen kann bevor es gewaschen werden muss, erhöht sich dadurch die Lebensdauer.

Schwere Kleidungsstücke wie Jeanshosen und Jacken sollten unbedingt vor dem Waschen auf die linke Seite gedreht werden, um die unschönen „Waschstreifen“ zu vermeiden. Speziell bei schwarzen Jeanshosen ist das wichtig.

Auch empfindliche Kleidungsstücke mit Aufdrucken oder aufgenähten Perlen o.ä. sollten zumindest umgedreht auf links gewaschen werden. Noch besser ist es solche Teile in einen Wäschesack zu stecken, damit sie beim Waschen geschont werden. Man kann statt dessen auch einen Kopfpolsterbezug verwenden.

Auch (Bügel-)BHs gehören in einen Wäschesack, da ein verlorener Bügel zwischen die Trommelwand geraten und die Waschmaschine völlig ruinieren kann.

Feinstrumpfhosen werden ebenfalls in einem Wäschesack gewaschen, damit sie nicht überdehnt werden und vor anderen Kleidungsstücken, die sie zerreißen könnten, geschützt sind (Zip, Knöpfe!).

Reißverschlüsse bei Hosen und Jacken müssen immer geschlossen sein, damit andere Kleidungsstücke nicht verletzt werden.

das Trocknen der Wäsche

Nun ist die Wäsche endlich gewaschen und es geht darum sie wieder trocken zu bekommen. Auch dazu habe ich einiges zu sagen aus ökologischer Sicht.

Ich benutze keinen Wäschetrockner, sondern trockne die Wäsche an der Luft. Das hat den Vorteil, dass man keine eigene Maschine kaufen muss, was per se die Umwelt schont und vor allem auch kein Strom fürs Trocknen verbraucht wird. Leider hat der Wäschetrockner auch auf die Lebensdauer der Kleidung einen negativen Einfluss, da sie stärker abgenutzt wird. Wer das Flusensieb eines Wäschetrockners einmal gesehen hat, weiß wovon ich spreche.

Wenn man auf die Umwelt achtet, ist es daher nicht empfehlenswert einen Wäschetrockner zu nutzen.

Für das Trocknen der Wäsche verwende ich mehrere Wäscheständer und Wäscheklammern aus Holz um diese zu befestigen.

Für lange Kleidungsstücke, wie beispielsweise Hosen und Handtücher, nutze ich einen Turmwäscheständer. Dieser hat den Vorteil, dass er recht hoch ist und wenig Platz einnimmt. Der Großteil der Wäsche wird auf einem Flügelwäscheständer getrocknet. Die Kombination der beiden Arten hat sich sehr bewährt.

hier siehst Du meine beiden Turmwäschständer

Alle Kleidungsstücke werden gut ausgebeutelt und zurecht gezupft, damit sie so glatt wie möglich sind und anschließend mit Wäscheklammern an der Leine befestigt.

Der befüllte Wäscheständer wird zum Trocknen auf die Terrasse oder den Balkon gestellt. Aufgrund der Bewegung durch den Wind spart man sich den Weichspüler, die Wäsche wird dadurch weich und riecht frisch. Die Wäscheklammern verhindern, dass die Kleidungsstücke vom Wind vertragen werden.

Entscheidend für den guten Geruch ist, dass die Wäsche so schnell wie möglich wieder trocken wird. Kleidung fängt zu muffeln an, wenn sie sich länger in feuchtem Zustand befindet. Auch aus diesem Aspekt ist es gut die Wäsche an einem schönen, sonnigen Tag zu waschen, an dem sie schnell trocknet.

Damit das noch schneller geht, mische ich kurze und lange Wäschestücke auf der Wäscheleine und lasse zwischen den Leinen oftmals eine aus. Dadurch kann feuchte Luft rasch abtransportiert werden und die Wäsche wird schneller trocken.

Wollsachen und Feines können auf dem Turmwäscheständer gut liegend getrocknet werden (siehe Bild oben). Dadurch verhindert man das Überdehnen der zarte Wäschestücke.

Der Wäscheständer sollte möglichst nicht lange in der prallen Sonne stehen, da auch schon in kurzer Zeit die Farben angegriffen werden können. Ausnahme ist – wie weiter oben beschrieben – das bewusste Bleichen von Wäscheteilen in der Sonne. Das mache ich jedoch meist nur mit der weißen Wäsche. Alle anderen Kleidungsstücke trocknen im Schatten oder Halbschatten.

Auch im Winter kann man die feuchte Wäsche ins Freie stellen. Sie friert zwar manchmal an, aber das ist kein Problem, da sie trotzdem gut übertrocknet. Danach steht bei mir der Wäscheständer im Wohnzimmer bis alles vollständig trocken ist.

minimalistisch: Wäscheleine im Garten

Bügeln reduzieren

Bei ganz vielen Kleidungsstücken erspart man sich das Bügeln, wenn man sie schön aufhängt. Blusen und Hemden werden hängend auf einem Bügel getrocknet, Hosen klammere ich am Bund fest und sie können danach ebenfalls hängend trocknen (siehe Bild oben).

Weniger Wäsche zu bügeln reduziert den Stromverbrauch und ist daher gut für die Umwelt.

der Hygienefaktor

Viele Menschen meinen, dass sie wegen möglicher Keime einige Wäschestücke besonders heiß waschen müssen. Abgesehen davon, dass unser Körper mit Keimen ganz gut umgehen kann, da wir täglich davon umgeben sind, möchte ich trotzdem noch kurz darauf eingehen.

Insbesondere bei Stofftaschentüchern kommt das Thema „Keime“ immer wieder auf. Ich bin der Meinung, dass es nicht nötig ist Stofftaschentücher mit 90° zu waschen um sie keimfrei zu bekommen. Wem das Thema wichtig ist, der kann die Stofftaschentücher heiß bügeln, dann sind sie auf jeden Fall steril!

herzlichen Dank fürs Durchhalten

Ich glaube, das ist nun der längste Beitrag geworden, den ich jemals veröffentlicht habe. Trotzdem ich versucht habe, die verschiedenen Punkt so straff wie möglich zu behandeln, ist der Text aufgrund der Komplexität sehr lang geworden.

Wenn ich eine Dir wichtige Fragestellung trotz epischer Länge nicht behandelt habe, kannst Du mir gerne in den Kommentaren Dein Problem schildern und ich werde versuchen bestmöglich zu antworten.


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fix it – Reparieren ist nachhaltig #23

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“. Ich freue mich sehr, mit diesem Beitrag mein kleines virtuelles Repair-Café wieder zu eröffnen.

Da ich auch diesen Sommer wieder eine Blogpause machen werde, ist die Linkparty vorerst unbeschränkt geöffnet.

Die Regeln

Ausführliche Informationen dazu findest Du hier, da gibt es die Anleitung aber auch die Verlinkung zu allen bisherigen Blogparaden.

Müll reduzieren durch Reparieren – mein Beitrag zur Linkparty

Nachdem mir die Altkleiderproblematik sehr am Herzen liegt, erzähle ich nicht nur hier bei „fix it – reparieren ist nachhaltig“ wie man Kleidung durch einfache Reparaturarbeiten länger tragen kann, sondern zeige auch immer wieder, wie man durch einfache Adaptierungen Kleidungsstücke mit kleinen Macken wieder zu Lieblingsteilen umändern kann.

Beispiele dafür sind auf meinem Blog bereits einige zu finden. Im Beitrag Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 5. habe ich einige T-Shirts geändert sowie Kleidungsstücke gefärbt und bei Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 7. einen Blazer an meine Bedürfnisse angepasst. Im Beitrag fix it – Reparieren ist nachhaltig #8 kannst Du meine Spezialmethoden sehen, wie man ganz einfach die Armlänge ändern kann ohne das Bündchen zu verändern.

Diesmal habe ich einige Oberteile mit kleinen Problemstellen im Kostnixladen gefunden, welche ungeliebt verstoßen wurden und die keiner mitnehmen wollte. Die Ursache habe ich sehr schnell entdeckt. Alle Teile haben Fehler in der Schnittführung und waren daher im Ursprungszustand meiner Meinung nach untragbar.

Die Knopflochleiste schließt nicht

Diese entzückende Bluse in indischem Stil war leider gänzlich untragbar. Für das Foto habe ich der Schneiderpuppe ein weißes T-Shirt angezogen, damit Du das Problem leichter erkennen kannst. Durch die sehr dekorative Verschlussvariante der Bluse schließt die Knopflochleiste nicht und frau steht quasi „im Freien“. Das geht ja wohl gar nicht, denn es sieht auch mit einem Shirt darunter sehr seltsam aus.

rechts siehst Du die gesteckte Knopflochleiste

Daher habe ich das Verschlussband ausgefädelt, die beiden Knopflochleisten übereinander fest gesteckt und mit zwei Nähten geschlossen.

Das Verschlussband wurde nach dem Einfädeln zusammen genäht, da es mit einer Schleife sehr seltsam ausgesehen hat. Außerdem war das Band in Wahrheit zu kurz. Um eine Schleife zu binden, hätte man gar nicht die gesamte Länge einfädeln können.

wenige Minuten später

Die ganze Aktion hat kaum mehr als 10 Minuten gedauert und einen Großteil dieser Zeit habe ich mit Puppe anziehen, fotografieren und anschließend wieder ausziehen verbracht.

Für mich ist das jedenfalls eine sehr gute, einfache Lösung, wie die Bluse doch noch getragen werden kann. Der Schlitz im unteren Bereich ist übrigens gewollt und stört gar nicht. Er fällt auf dem Foto nur wegen dem weißen T-Shirt etwas stärker auf als sonst.

die Bluse ist gerettet und wartet auf warme Tage um ausgeführt zu werden

noch mehr Rettungsaktionen

Interessanterweise habe ich noch weitere Oberteile mit ähnlichen Problemen entdeckt, die ich gerettet habe. Wie z.B. dieses Shirt, das eigentlich gar keine Knopflochleiste und somit auch keine Knöpfe hatte. Dafür einen sehr großen Schlitz im Ausschnitt, wodurch das Shirt nicht nur viel zu weit ausgeschnitten war, sondern zusätzlich auch noch von den Schultern gerutscht ist.

Leider habe ich kein „vorher“-Foto gemacht, weil ich gar nicht daran gedacht habe, so eine kleine Reparaturarbeit am Blog zu zeigen. Heute passt es allerdings sehr gut dazu.

hier siehst Du die „fake“-Knopflochleiste

Als Lösung habe ich die beiden eingefassten Stoffteile vom Ausschnittschlitz übereinander gelegt und zur Knopflochleiste ernannt. Knopflöcher gibt es nach wie vor keine, statt dessen habe ich die beiden Einfassungen einfach mit den Knöpfen zusammen genäht. Diese gefakte Knopflochleiste verkleinert dadurch den Ausschnitt und das Shirt passt nun ganz wunderbar.

Auch diese braune Bluse wollte keiner haben. Das Problem war ein ganz ähnliches wie oben, leider habe ich auch diesmal kein „vorher“-Foto. Abgesehen davon, dass ein Knopf gefehlt hat, hatte die Bluse gar keine Knopflochleiste und folglich auch keine Knopflöcher.

Der gar nicht so kleine Schlitz wurde dürftig durch 3 Knöpfe mit Schlaufen im oberen Bereich geschlossen. Der gesamte Schlitz blieb dadurch mehr (unten) oder weniger (oben) offen und bot sehr großzügige Einblicke in unerwünschte Bereiche.

noch eine Bluse gerettet

Da der Ärmel für meinen Geschmack zu weit geschnitten war, habe ich ihn schmäler genäht. Mit einem kleinen Stückchen von dem Abfallstoff habe ich sodann eine provisorische Knopflochleiste hinterlegt. Diese wurde an beiden Seiten festgesteppt (rechtes Bild, Du siehst die Rückseite der Bluse) und verschließt nun den von mir ungeliebten Schlitz. In der Vergrößerung vom Bild kannst Du alles besser erkennen.

Nachdem ein Knopf gefehlt hat, habe ich statt der langweiligen braunen Knöpfe 3 bunte Stoffknöpfe angenäht, die das Teil ein wenig aufpeppen.

Die letzte Kandidatin ist ganz neu zu mir gekommen. In diese entzückende luftige Bluse habe ich mich auf den ersten Blick verliebt, nachdem ich sie bei einem Kleidertausch entdeckt habe.

die Bluse wartet noch auf das Makeover

Die Freude hat nicht lange gehalten, auf dem Bild siehst Du das Problem. Die Hersteller haben wohl bei den Knöpfen sparen wollen. Die Abstände sind viel zu groß gewählt und die Knopflochleiste bleibt dadurch nicht dort, wo sie sein sollte. Und das liegt nicht daran, dass meine Oberweite das gute Teil sprengt!

Der oberste Knopf wurde überhaupt gespart, dadurch ist die Bluse für meinen Geschmack viel zu weit ausgeschnitten.

Meine Lösung wird ähnlich sein wie oben. Zuerst möchte ich die Knöpfe abnehmen und danach die Knopflochleiste zusammen nähen und dadurch fixieren. Anschließend wird es einen Knopf mehr geben, der das Oberteil offiziell verschließt.

Nachdem ich mich schon sehr auf diese Bluse freue, hoffe ich sehr, dass ich bald die Zeit für das Makeover finde.

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.

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