Sommerkleidung wintertauglich machen

Minimalismus im Kleiderschrank

Schon länger fasziniert mich die Idee, so viel Kleidungsstücke wie möglich das ganze Jahr über zu tragen. Das Thema habe ich zuletzt auch in meinem Beitrag „Das Märchen vom nachhaltigen Konsum“ angeschnitten.

Gerade bei Frauen ist das viel weniger kompliziert als es auf den ersten Blick aussieht. Stichworte dazu sind „Zwiebellook“, „Layering“ oder auch „layer look“.

Auf Pinterest sind unter diesen Stichworten sehr viele Anregungen zu finden. Ich habe einige Bilder, die mich besonders angesprochen haben, auf meiner Pinwand „layer look“ gesammelt.

6 Tipps wie Du Deine Sommerkleidung upgraden kannst

In meinem heutigen Beitrag für #EiNaB erzähle ich Dir meine Tricks, wie Du Sommerkleidung wintertauglich machen kannst.

Warum ist das nachhaltig? Weil man dadurch weniger neue Teile kaufen muss und einen wesentlich schlankeren Kleiderschrank besitzt. Außerdem macht es Freude, die Lieblingsteile länger tragen zu können.

mit einem Klick auf das Bild kommst Du zum Beitrag

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Mit einem Klick auf das obere Bilder oder * hier * kommst Du direkt zum Beitrag und erfährst wie ich meine Sommerkleidung wintertauglich mache.

#EiNaB im November und Dezember

Mit meinem Beitrag eröffne ich die nächste Runde der Blogparade „einfach.nachhaltig.besser.leben“.

Die Linkparty findet in einem 2monatigen Rhythmus auf unserem Gemeinschaftsblog statt. Bis einschließlich 9.1.2017 hast Du die Möglichkeit Deine grünen Ideen und Gedanken bei dieser Linkparty zu teilen, danach wird Marlene übernehmen.


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Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 1. – die Analyse
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Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 4. – der Praxistest
Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 5. – Kleidung färben + anpassen
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Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 7. – Kleidung passend machen
Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 8. – nur noch Lieblingsstücke
Tipps für den Kleiderschrank

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Kastanienwaschmittel für den Vorrat

Das Thema „Wäsche waschen“ hat mich im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Verpackungsmüll immer wieder einmal beschäftigt. Ich habe mittlerweile einige verschiedene Varianten durch, ganz zufrieden war ich jedoch leider bisher noch mit keiner.

im Herbst ist Kastanienzeit

Dieses Jahr hatten wir uns vorgenommen endlich Kastanien als Waschmittel zu testen. Anleitungen sind im Internet und auf den Blogs einige zu finden und gerade in letzter Zeit ist vermehrt darüber zu lesen. Eh klar – ist ja gerade Herbst und die beste Zeit Kastanien am Boden zu finden.

Es waren einige Versuche nötig, bis wir auf die für uns perfekte Lösung gekommen sind. Frische Kastanien für das Waschmittel zu verwenden ist ja keine Hexerei. Aber wie auf vielen Blogs zu lesen ist, gibt es leider Probleme mit der späteren Verwendung. Die Frage war daher, wie können wir die Kastanien lagern, um auch später im Winter, Frühjahr oder gar bis in den Sommer welche zum Waschen zur Verfügung zu haben.

Erster Versuch gescheitert

Als erstes haben wir die gesammelten Kastanien einfach ausgebreitet und versucht, luftig zu trocknen (viel lockerer gelagert als auf dem Bild zu sehen ist!).

unsere gesammelten Kastanien fürs Waschmittel

unsere gesammelten Kastanien fürs Waschmittel

Das ist aus zwei Gründen gescheitert. Einerseits sind aus unerklärlichen Gründen ganz schön viele schimmlig geworden und andererseits war es eigentlich unmöglich, die harten Kastanien zu schälen.

Das war wohl nix.

Nachdem ich bei „Birthes bunter blog-garten“ von ihren Problemen mit dem Trocknen von den bereits zerteilten Kastanien gelesen habe, hat Herr Widerstand eine ganz andere Lösung gefunden, die ich heute mit Dir teilen möchte.

Kastanien für das Waschmittel haltbar machen

Auch wenn wir die Kastanien nur für Buntwäsche verwenden wollen, haben wir uns dafür entschieden, die Kastanien von den Schalen zu befreien. Mit einem kleinen scharfen Messer hat Herr Widerstand daher die Kastanien geschält.

die Kastanien werden von den Schalen befreit

die Kastanien werden von den Schalen befreit

Am nächsten Tag (die Finger brauchen ein wenig Schonung!) werden die Kastanien sodann in kleine Stücke geschnitten und auf einem Backblech zum Trocknen ausgelegt.

Damit das Trocknen zügig erfolgen kann, haben wir die Restwärme vom Backrohr verwendet. In letzter Zeit gab es öfters Auflauf und ich habe auch regelmäßig Kuchen für Herrn Widerstand gebacken. Eine kleine Belohnung muss schon sein…

in kleine Stücke geschnitten und zum Trocknen ausgelegt

in kleine Stücke geschnitten und zum Trocknen ausgelegt

Sobald die Kastanienschnitze ausreichend trocken sind, werden sie in einen Baumwollsack umgefüllt. Darin bewahren wir sie auf, bis sie ihrer Bestimmung folgen und zu Waschmittel werden.

luftige Aufbewahrung im Baumwollsack

luftige Aufbewahrung im Baumwollsack

Wir hatten viel Glück, da wir einen Kastanienbaum gefunden haben, bei dem noch niemand geerntet hatte. Im Keller warten noch immer ganz schön viele Kastanien darauf geschält zu werden.

warum so viel Mühe?

Wenn man die Kastanien so stark zerkleinert, wie wir das machen, dann ist die Ausbeute deutlich höher und man braucht weniger Kastanien für die Herstellung vom Waschmittel. Damit reduziert sich im Grunde der Aufwand wieder deutlich bzw. kann man, auch wenn man nicht so viele Kastanien gefunden hat, viele Maschinen Wäsche waschen.

In vielen Anleitungen ist die Rede von 5-8 Kastanien auf 250 – 300 ml Flüssigkeit (=1 Waschmaschinenladung). Durch das Zerkleinern reduziert sich der Kastanienbedarf um 75% (siehe Dosierung)! Da zahlt sich der Aufwand schon aus finde ich.

Kastanienwaschmittel selber machen

Und nun kommt die Anleitung, wie man das Waschmittel macht.

3-4 EL Kastanienschnitze*)
400 ml Wasser

*) das entspricht in etwa 3-4 Kastanien

Die Kastanienschnitze werden mit dem Wasser bedeckt ca. 1 Tag stehen gelassen.

Danach kannst Du das Waschmittel in eine Flasche umfüllen bzw. sofort verwenden.

Die Kastanien können insgesamt zwei Mal für die Herstellung von Kastanienwaschmittel verwendet werden. Daher füllen wir das Glas anschließend gleich noch einmal mit Wasser auf.

unser Kastanienwaschmittel

unser Kastanienwaschmittel

Dosierung

Pro Waschmaschinenladung verwenden wir genau die Hälfte, sprich 200 ml Flüssigkeit. Das bedeutet, dass wir mit den 3-4 EL Kastanienschnitzen genau 4 x Wäsche waschen. Anders ausgedrückt – pro Kastanie kann man 1 x Wäsche waschen! In den meisten anderen Anleitungen kommt man auf 3-4 Kastanien pro Waschladung. Das ist schon ein großer Unterschied finde ich.

Haltbarkeit

Das fertige Waschmittel ist nur sehr kurz haltbar. Wir setzen daher nur dann Waschmittel an, wenn wir mindestens 2 Waschmaschinenladungen auf einmal waschen wollen und voraussichtlich in den nächsten beiden Tagen wieder Wäsche waschen müssen.

Praxistest

Im Internet findet man sehr unterschiedliche Meinungen zum Kastanienwaschmittel. Einige kritisieren, dass die Wäsche mit der Zeit nicht mehr so gut riecht.

Das Problem liegt wohl hauptsächlich darin, dass Kastanien organisch sind und immer eine kleine Restmenge an Flüssigkeit in der Waschmaschine zurück bleibt. Gerade wenn nicht so häufig gewaschen wird, kann das dann zu Veränderungen beim Geruch führen.

Wir haben das Problem für uns so gelöst, dass wir ab und zu mit einem konventionellen Waschmittel waschen, dadurch hatten wir noch nie ein Geruchsproblem.

Die Wäsche wird wirklich wunderbar sauber und ist völlig geruchlos. Wir sind sehr zufrieden mit dieser Möglichkeit, die nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern uns noch dazu von der Natur geschenkt wird.

Fazit

Die Wäsche mit Kastanien zu waschen ist eine wirklich einfache, ökologisch sinnvolle und noch dazu billige Möglichkeit, die Schmutzwäsche zu waschen ohne Verpackungsmüll zu produzieren.

Leider ist es wohl die zeitintensivste Methode Waschmittel selbst herzustellen – dafür allerdings gratis.

Das Sammeln der Kastanien macht Spaß und geht auch schnell. Das ist der einfachste Teil der Sache.

Das Schälen ist sehr arbeitsintensiv und eine recht große Belastung für die Finger (Blasen!).

Schneiden und Trocknen geht wiederum relativ flott. Aus ökologischen Gründen sollte man für das Trocknen der Kastanien das Backrohr natürlich nicht extra andrehen. Das haben wir bisher auch noch nie gemacht.

Das Ansetzen vom Waschmittel ist schnell erledigt und unkompliziert. Also wenn man die Kastanienschnitze einmal hat, dann ist es wirklich einfach.

Ich gestehe unumwunden, ohne Herrn Widerstands fleißige Hände (deshalb habe ich auch immer in WIR-Form geschrieben) würde ich wohl daran verzweifeln. Ganz ehrlich – ich backe lieber Kuchen und koche Marmelade ein oder was auch immer.

Durch die Unterstützung von Herrn Widerstand werden wir jedoch voraussichtlich bis zum nächsten Herbst ausreichend Kastanienwaschmittel haben.

Unter anderem auf „Smarticular“ ist zu lesen, dass man die Kastanien auch mit der Küchenmaschine zu einem Pulver zerkleinern kann. Das klingt nach einer großen Verlockung wenn ich ehrlich bin. Allerdings sind die Kastanien – auch wenn sie noch relativ frisch sind – recht hart. Ich vermute, dass die Schneidemesser der Küchenmaschine nach so einer Kastanienzerkleinerung für anderes nicht mehr wirklich zu gebrauchen sind. Das finde ich dann auch nicht so sinnvoll, daher bleiben wir bei der hier vorgestellten Methode.

kastanienwaschmittel-anleitung


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das Märchen vom nachhaltigen Konsum [Minimalismus vs. grünes Wachstum]

Vor einiger Zeit wurde ich durch einen Newsletter auf diesen Beitrag von „Utopia“ aufmerksam, in dem nachhaltige Yoga-Labels vorgestellt werden.

Nachdem mir Yoga seit über einem Jahr sehr viel Freude macht, habe ich ihn mir natürlich gleich angesehen und interessiert erfahren, was es alles an nachhaltiger Yogakleidung und Yogazubehör zu kaufen gibt.

Gibt es nachhaltigen Konsum?

Dieser Frage bin ich schon vor über 3 Jahren nach gegangen. Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto klarer ist mir geworden, dass jedes neue Produkt Ressourcen verbraucht und man daher sehr genau überlegen sollte, ob man das Teil überhaupt braucht oder ob es nicht doch eine Alternative gibt.

nachhaltige Yogakleidung

In diesem Fall war es sehr einfach. In meiner Freizeit trage ich sehr gerne „Knotzkleidung“ – so nenne ich Kleidungsstücke, die unglaublich bequem sind um sich auf die Couch zu lümmeln (= knotzen).

Daher habe ich einige Leggings (in verschiedenen Längen) und bequeme Shirts, die sich ganz wunderbar für Yogaübungen eignen. Ich brauche keine neue Kleidung fürs Yoga zu kaufen, sondern kann das verwenden, was ich bereits besitze.

Yoga kann man in fast jeder Kleidung machen

Yoga kann man in fast jeder Kleidung machen

5 Fragen, die Du dir vor jedem Kauf stellen solltest

Schon seit über 3 Jahren kaufe ich so gut wie nichts Neues mehr. Es geht mir auch gar nichts ab, ich besitze mehr als genug von allem.

In der Zeit der Umstellung habe ich mir den Einstieg in die „ich kauf nix“-Zeit durch verschiedene Fragen erleichtert

1. Brauche ich das wirklich?
2. Gibt es etwas in meinem Besitz, das diese Funktion ebenfalls erfüllt?
3. Kann ich mir dieses Teil irgendwo ausleihen?
4. Hat jemand anderer so etwas und benötigt es nicht mehr?
5. Kann ich es auf eine andere Weise gebraucht finden?

Nachgestellt habe ich dann noch die Dringlichkeit. Wenn die Anschaffung zwar nötig, aber nicht dringend war, dann habe ich mir manchmal viel Zeit gelassen, damit der Punkt 5. doch noch erfüllt werden konnte. Eine Möglichkeit dafür waren z.B. Suchanzeigen auf Online-Portalen für gebrauchte Waren.

Linktipp: Viele gute Tipps um Fehlkäufe zu vermeiden hat Gabi in ihrem Beitrag „5 Punkte-Liste gegen Fehl- und Frustkäufe“ gesammelt.

Minimalismus – use what you have

Durch die Frage 1. habe ich erkennen können, dass ich viel weniger brauche, als ich ursprünglich angenommen habe.

Und die Frage Nummer 2 hat mir gezeigt, dass mit den Mitteln der Kreativität sehr viel mehr möglich ist, als man vielleicht ursprünglich annimmt.

Die Wirtschaft, die auf den Verkauf von Produkten ausgelegt ist, versucht natürlich so viel wie möglich zu verkaufen. Eine Methode dafür ist die Spezialisierung. Universalprodukte werden zu vielen Spezialprodukten „zerlegt“, sodass der unkritische Konsument plötzlich eine Vielzahl von Dingen kauft, statt nur einem einzigen.

Ich besitze Sportschuhe und keine Lauf-, Wander-, Radfahr- sowie Freizeitschuhe. Mit meinen Leggings kann ich Yoga und Gymnastik machen, auch Laufen oder ins Fitness-Studio gehen, zu Hause auf der Couch liegen und in der Küche meine Essen zubereiten. Wenn es kalt ist, wärmen sie mich unter den Jeans und ich brauche keine langen Unterhosen oder Strumpfhosen.

In meiner Auflaufform kann ich sowohl mein Frühstücksbrot gehen lassen, als auch eine Lasagne backen. Bei der Herstellung von Holunderblütensirup werden die ausgedrückten Holunderblüten darin gesammelt und am Wochenende das Huhn für den Sohn im Rohr gebraten. Das Apfeltiramisu schmeckt danach genau so lecker wie immer.

universell einsetzbar, ein richtiges Multifunktionsteil

universell einsetzbar, ein richtiges Multifunktionsteil

Minimalismus im Kleiderschrank

Frühlingskleidung, Sommerkleidung, Herbstkleidung, Winterkleidung – jede Jahrzeit hat ihre Bedürfnisse und verlangt nach neuen Kleidungsstücken und immer mehr im Kleiderschrank.

Durch geschicktes Layering kann man auch mit wenigen Kleidungsstücken große Temperaturschwankungen ausgleichen. In dem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf den sehr interessanten Beitrag von Anne „Sommerklamotten im Winter tragen“ hinweisen.

Ein ganz besonderes Beispiel für Minimalismus im Kleiderschrank zeigt uns Bea Johnson in ihrem Beitrag „one dress, 22 ways“, in dem sie Fotos zeigt, wie sie während ihrer Tournee das schwarzes Kleid auf 22 verschiedene Arten getragen hat.

Minimalismus bedeutet nicht Verzicht

Das Geheimnis des Minimalismus ist vermutlich die Kreativität. Der Minimalist besitzt zwar weniger Teile, aber dafür sind diese multifunktionell zu verwenden.

Ich verspüre keinen Verzicht, wenn ich z.B. eine alte Pralinendose aus Glas als Butterdose verwende. Ganz im Gegenteil, ich liebe sie sehr, da sie mir so gut gefällt, weil sie mich an meine Großmutter erinnert. Und wenn sie gerade keine Butter beherbergt, ist sie auch anders für mich nützlich.

meine Butterdose aus Glas

meine Butterdose aus Glas

Minimalismus bedeutet daher für mich, weg von speziellen hin zu universellen Dingen. Und das sowohl bei der Bekleidung als auch beim Geschirr in der Küche und bei vielem anderen auch.

es gibt keinen nachhaltigen Konsum

Jedes Teil, das neu angeschafft wird, verbraucht Ressourcen und belastet damit die Umwelt. Grünes Wachstum gibt es nicht, denn es ist noch immer Wachstum und in unserer heutigen Zeit kann die Wirtschaft nicht mehr wachsen ohne die Umwelt weiter zu belasten.

Der einzige Weg da heraus ist, weniger zu konsumieren und mit dem zu leben, was man bereits besitzt (siehe „Postwachstumsökonomie“). So wie vorhin schon beschrieben ist es wichtig sich zu fragen, ob es nicht doch möglich ist, seine Bedürfnisse mit dem abzudecken, was man bereits besitzt, bevor man etwas Neues kauft bzw. das Teil, das kaputt geworden ist, repariert.

Wenn eine Anschaffung unumgänglich ist, kann man sich umsehen, ob jemand so etwas besitzt, aber nicht mehr benötigt. Eine sehr gute Möglichkeit dazu ist ein Kostnixladen, auch unter dem Namen Umsonstladen bekannt. Weitere Alternativen sind auf Facebook bei regionalen Verschenkgruppen oder auf Verschenkportalen wie beispielsweise „willhaben-verschenken“ zu finden.

kein Neukauf ohne Müll

Und noch ein Punkt spricht aus meiner Sicht dafür, Bestehendes zu verwenden statt Neues zu kaufen. Bei jedem Neukauf entsteht Müll. Bei der Produktion werden die Ressourcen für den Transport der Rohstoffe und für die Herstellung der Ware verbraucht, aber natürlich auch jene für die Fabrik und die Maschine, welche die Ware herstellt.

Danach muss das Teil verpackt und zum Geschäft transportiert werden. Um den Transport heil zu überstehen, werden viele Waren zusätzlich zur handelsüblichen Verpackung mit jeder Menge Plastik gesichert. Darüber habe ich in meinen Beitrag „grauer Plastikmüll – die unsichtbare Gefahr“ geschrieben.

All das fällt weg, wenn ich mit dem, was ich bereits besitze, zufrieden bin und Ersatz auf dem Gebrauchtmarkt suche, wenn es wirklich nötig ist. Du siehst – nachhaltiges grünes Wachstum gibt es nicht.

jede Menge Plastikmüll im Warenlager

jede Menge Plastikmüll im Warenlager

warum ich „grünes Wachstum“ trotzdem (mit Vorbehalt) gut finde

Trotz all meiner eigenen Argumente dagegen finde ich es durchaus begrüßenswert, dass es mittlerweile einige Unternehmen gibt, die sich über die Umwelt Gedanken machen und grünes Wachstum propagieren. Es gibt sicher einen Markt dafür, denn meine Art zu denken und zu leben, ist wohl nicht für jeden Menschen möglich.

Und wenn diese mit grünen Gedanken agierenden Unternehmen mehr Menschen erreichen, die dann ressourcenschonend und fair produzierte Waren kaufen, welche die Umwelt weniger belasten als konventionell produzierte Dinge, dann ist insgesamt doch ein Schritt in die richtige Richtung getan.

Solange der Rebound-Effekt nicht dazu führt, dass mehr gekauft wird, weil ja alles so grün und nachhaltig ist und der Schaden in Summe doch größer ist als der Nutzen…


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Welchen Wert hat die Arbeit? [this is not okay!]

Vor wenigen Tagen bin ich über eine Werbeanzeige gestolpert und da hat es wieder einmal in meinem Hirn zu kreisen begonnen. Gerade eben wurde erst der „fashion revolution day 2016“ begangen und dann sehe ich das.

Welchen Wert hat die Arbeit?

Welchen Wert hat die Arbeit?

Anmerkung: In meiner Collage habe ich die einzelnen Elemente neu zusammen gesetzt und Teile mit Elementen überdeckt, um die Marken bzw. die Firma unkenntlich zu machen. Denn darum geht es mir nicht.

this is not okay!

Worum es mir geht ist die Wertigkeiten aufzuzeigen. Angeboten werden Damen-Shirts um 2,– Euro und Hosen um 3,– Euro. Abgesehen von den Kosten für das Material – wie lange sitzt eine Näherin an der Nähmaschine um ein Shirt zu nähen? Und wie lange dauert es um eine Hose mit Zip und Hosentaschen zuzuschneiden und zusammen zu nähen?

Die professionellen Näherinnen sind sicher schneller als ich, keine Frage. Aber unter einer Stunde geht das sicher nicht, ich würde eher mehr schätzen.

Wie viel Lohn bekommt die Näherin dafür? Das ist ein Betrag, den wir in Europa manchmal nicht einmal vom Boden aufheben würden, wenn er auf der Straße vor uns liegt.

der Wert der Maschine

Und daneben, auf der selben Seite, wird ein Haarshampoo im Doppelpack angeboten. Verkauft werden 2 x 300 ml Shampoo um 5,10 Euro. Wie lange dauert es bis das Shampoo von den Maschinen zusammen gemischt und abgefüllt ist? Sicher nicht mehr als ein paar wenige Minuten. Handarbeit von Menschen steckt hier vermutlich kaum dahinter.

Aber die Maschine hat ihren Preis, sie kostet ganz schön viel und die Erhaltung und Wartung der Maschine kostet auch etwas. Das alles schlägt sich selbstverständlich im Preis nieder.

Sprachlosigkeit

Manchmal bleibe ich sprachlos zurück und frage mich wohin wir uns entwickeln. Und wo die Menschlichkeit bleibt. Wo der Mensch überhaupt bleibt, wenn alles nur noch in Zahlen und Wertschöpfung gemessen wird.

Es macht mich unsagbar traurig. Mein Widerstand alleine ist zu wenig. Wir alle müssen dagegen Widerstand leisten und dürfen nicht mehr hinnehmen, dass Menschen – egal ob in Europa oder anderswo – so ausgebeutet werden!

Linktipp:

„this is not okay“ – Infoseite vom Blog „mamimade“


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fashion revolution day 2016 [this is not okay!]

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fashion revolution day 2016 [this is not okay!]

Am 24. April 2013 stürzte das Rana Plaza Gebäude, in dem sich eine Nähfabrik befand, ein. 1127 Personen starben, 2438 Personen wurden verletzt und unzählig verloren Beine und/oder Arme.
fashion revolution day
Seither gedenkt die Welt jedes Jahr am 24. April mit dem Fashion Revolution Day diesem furchtbaren Ereignis. Weiterführende Infos sind auf „fashionrevolution“ zu finden und auf FB/Twitter unter #whomademyclothes.

Frauen, die genäht haben, starben, weil ein Liefertermin mehr wert war als ein Menschenleben. Weil die „Geiz ist geil“-Mentalität dazu geführt hat, dass der Preis der Kleidungsstücke nicht mehr den wahren Wert widerspiegelt.

Susanne vom Blog „mamimade“ hat neuerlich zu einer Aktion der Nähbloggerinnen aufgerufen. Alle Infos dazu sind in ihrem Beitrag „fashion revolution day 2016“ zu finden.

ich bin auch mit dabei

Da mir das Thema sehr wichtig ist, bin ich sehr gerne mit dabei. Welchen Wert die Arbeit hat, habe ich schon vor längerer Zeit einmal hinterfragt und das Thema „Reparieren“ ist sowieso ein Fixpunkt auf meinem Blog.

Dass es mittlerweile billiger ist ein Kleidungsstück neu zu kaufen, statt es zu reparieren, ist für mich absolut irre. Dass es das gibt liegt alleine daran, dass wir die billigen Arbeitskräfte in Bangladesh, Indien etc. ausnützen. Sonst würde das nicht funktionieren.

Aber man muss gar nicht so weit schauen, in einem sehr aufrüttelnden Beitrag der Campagne „clean clothes“ wird offensichtlich, dass auch ein „made in Europe“ nicht vor unmenschlichen Arbeitsbedingungen schützt.

meine Nähmaschine und ich

Auf dem Bild siehst Du mich an der Nähmaschine, wie ich gerade eine Hose repariere, deren Naht vom Gummibund gerissen ist.

Das erste Mal saß ich im Alter von 14 Jahren an der Nähmaschine. Im Rahmen meiner Schulausbildung hatte ich Nähunterricht und habe nicht nur gelernt, wie man Kleidungsstücke für sich selbst anfertigt, sondern auch wie man ein Schnittmuster selbst zeichnet.

fashion revolution day 2016 - this is not okay!

fashion revolution day 2016 – this is not okay!

Bereits im Alter von 15 Jahren habe ich daher begonnen, Teile meiner Garderobe selbst zu schneidern und gekaufte Stücke an meine Bedürfnisse anzupassen.

Seitdem meine Kinder auf der Welt sind, habe ich mich vor allem dem Reparieren von kaputter Kleidung gewidmet, bei Kindern wird ständig etwas kaputt.

Da mir das Thema so wichtig ist, gibt es seit Anfang letzten Jahres die Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“, mittlerweile sind weit über 100 Anleitungen für verschiedene Reparaturen zusammen gekommen.

Wegwerfkleidung – this is not okay!

Vor einiger Zeit bin ich auf ein Thema gestoßen, das ich so noch nicht in den Medien gesehen habe und welches scheinbar unter den Tisch gekehrt wird. Heute möchte ich darüber schreiben und den Fashion Revolution Day zum Anlass nehmen, um diese Missstände aufzuzeigen.

In den Medien ist viel die Rede von der Lebensmittelverschwendung, viel zu viele Lebensmittel landen – obwohl sie noch gut und genießbar sind – im Müll, weil sie abgelaufen sind.

Auch wenn man es nicht direkt vergleichen kann, so gibt es doch im Bereich der Textilindustrie eine ähnliche Verschwendung. In Hinblick darauf, wie dubios die Umstände der Produktion sind, ist es geradezu unfassbar, dass so etwas geschieht. Und darüber schreibt niemand.

Immer wieder gehen Kleidungsstücke bei der Anprobe in der Kabine kaputt. Einige verschätzen sich bei der Größe und schon ist die Naht geplatzt. Oder das Shirt ziert eine gute Portion Make-up, weil es beim Ausziehen über das Gesicht gestreift ist. Der Reißverschluss geht nicht gleich zu weil das Teil zu klein ist? Macht nichts, das kriegen wir schon hin – oh doch nicht. Kaputt.

Müll wohin das Auge reicht

Müll wohin das Auge reicht

Diese Teile landen alle im Müll. Weil es viel zu teuer ist, das Shirt zu waschen und danach zum Verkauf anzubieten. Es ist auch zu teuer, die offene Naht wieder zu schließen, weil die Näherin in Österreich einfach viel zu teuer ist.

Kleidungsstücke, die unter ausbeuterischen Umständen zu Dumpingpreisen hergestellt wurden, landen im Müll, weil sei kleine, leicht zu reparierende Fehler haben.

Woher ich das weiß? Meine Tochter arbeitet in einer Behinderteneinrichtung und ein (!) Geschäft spendet diese kaputten Kleidungsstücke, die sonst im Müll landen würden.

Aber es gibt unzählige andere Geschäfte, die solche Kleidungsstücke wegwerfen. Es ist ein Jammer, denn in jedem einzelnen Teil steckt nicht nur das Material, aus denen das Kleidungsstück hergestellt wurde, sondern auch die Näharbeit.

fix it – reparieren ist nachhaltig

Vor kurzem habe ich 3 dieser gespendeten Teile innerhalb von nicht einmal 15 Minuten repariert und so vor dem Müll gerettet. Hier ein paar Bilder, die einen winzigen Einblick in die Problematik zeigen.

Ärmelnaht wieder geschlossen

Die Naht am Ärmel dieser Jacke war aufgegangen. Der Strickstoff ist perfekt in Ordnung, nur die Naht war aufgegangen.

hier sieht man die offene Ärmelnaht

hier sieht man die offene Ärmelnaht

Das Aufspulen vom Unterfaden und Einfädeln der Nadel hat länger gedauert, als die Naht wieder zu schließen. Schwach 5 Minuten später war die Jacke wieder tragbar.

so gut wie neu

so gut wie neu

Träger wieder angenäht

Das war ja wohl der Witz schlechthin. Ein Träger hatte sich gelöst, ich nehme an, es wurde zu wild angezogen beim Ausziehen oder so ähnlich. Das war dann noch nicht einmal 3 Minuten Arbeit, denn ich habe den Träger mit der Hand wieder angenäht.

ein paar Stiche mit der Hand und der Träger ist wieder dran

ein paar Stiche mit der Hand und der Träger ist wieder dran

Seitennaht der Jeanshose wieder zugenäht

Diese Jeanshose hat mich doch verdammt an meinen Beitrag (k)eine tödliche Jeanshose [this is not okay!] erinnert. Wie viel teilweise gesundheitsgefährdende Arbeit in dieser Hose steckt!

Die Seitennaht war geplatzt. Eine einfache, gerade Naht. Und schon wird sie zu Müll. Aber nicht mit mir! Passenden Faden einfädeln, eine kurze gerade Naht und schon ist sie gerettet.

nicht einmal 5 Minuten Arbeit stecken darin

nicht einmal 5 Minuten Arbeit stecken darin

Welchen Wert hat die Arbeit?

Wo bleibt die Wertschätzung für die Arbeit der Näherinnen, die unterbezahlt sind, unter menschenunwürdigen Umständen arbeiten und leben, wenn Kleidungsstücke aus so nichtigen Gründen zu Müll werden können?

Es fehlen mir gerade die Worte, um meine Empörung zu beschreiben.

ich will das nicht hinnehmen - this is not okay!

ich will das nicht hinnehmen – this is not okay!

Zeig Deinen Protest

Sei auch mit dabei, mach ein Bild von Dir an der Nähmaschine und schreib bis 25.4.2016 einen Beitrag darüber. Alle Infos zur Aktion sind in Susannes Beitrag „fashion revolution day 2016“ zu finden.


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Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Yogarock

Meine Lehrerin trägt zu ihren von mir gestrickten Yogasocken manchmal einen grünen gefilzten Yogarock über ihre Yogahose. Das sieht nicht nur gut aus, sondern ist ganz besonders warm an den Nieren und am Po.

Als ich den Rock das erste Mal gesehen habe, hat es in meinem Hirn gleich zu rattern angefangen. Ich kaufe ja schon seit mehr als 2 Jahren keine neue Kleidung mehr, den kann man doch sicher ganz einfach selbst machen.

Müll vermeiden durch Kreativität

Mir ist dann auch gleich ein alter Wollpullover eingefallen, den ich einmal aus dem Kostnixladen mitgenommen habe. Er war durch das falsche Waschen seines ursprünglichen Besitzers klein und verfilzt geworden, sodass ihn natürlich keiner haben wollte. Dass ich ihn vor dem Müll gerettet habe, war irgendwie logisch.

vorher war ich ein Pullover

vorher war ich ein Pullover

Verfilzter Polopulli wird zu Yogarock

Als erstes habe ich die Ärmel abgeschnitten, dadurch die Form festgelegt und die Seitennähte wieder geschlossen.

Danach blieb das Problem mit dem Schlitz vom Polokragen. Darüber habe ich lange nachgedacht und dann erkannt, dass das in Wirklichkeit gar kein Problem ist.

Aus dem Schlitz auf der Vorderseite wurde der Abnäher auf der Rückseite vom Rock.

aus dem Polokragen wird der Abnäher

aus dem Polokragen wird der Abnäher

Am unteren Ende hatte der Pullover 2 weitere seitliche Schlitze, die nun mit der Hand zugenäht sind.

schnell mit der Hand zugenäht

schnell mit der Hand zugenäht

Da der Pullover so stark verfilzt war, konnten die Maschen nicht davonlaufen und ich habe den gestrickten Pullover einfach zerschneiden können. Auch die Schnittkanten mussten nicht versäubert werden, da franst nichts mehr aus!

fertig ist der neue Yogarock

fertig ist der neue Yogarock

So hatte ich in nur einer Stunde Arbeit den Yogarock fertig und freue mich total darüber. Man trägt den Rock hoch bis zum Brustansatz, dadurch ist er wirklich sehr warm bei den Nieren. Ich hoffe, das kann man so auch an der Schneiderpuppe erkennen.

Was mir besonders gut gefällt

Ich bin ja ein Fans von kleinen Details. Wenn man genau hinsieht, sind die Streifen im breiten Teil ganz breit, im mittleren Teil etwas schmäler und in der hohen Taille ganz eng gestrickt.

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.

Langzeitbericht

Meinen Yogarock trage ich nun schon seit über 4 Monaten und ich liebe ihn nach wie vor sehr. Nachdem ich meist mit dem Fahrrad zum Yogaunterricht unterwegs bin, ist er gleich doppelt nützlich, da er mich auch auf der Fahrt angenehm wärmt.

Auch jetzt, wo es bereits etwas frühlingshafter ist, empfinde ich ihn als sehr angenehm.

Durch das Material ist er trotz der hellen Farbe recht unempfindlich, da er weder Schmutz noch Gerüche annimmt. Sogar wenn ich zu Hause auf die Matte gehe, ziehe ich ihn an, weil ich mich so sehr an dieses angenehme Tragegefühl gewöhnt habe.


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Yogarock Upcycling

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Alle ausführlichen von mir selbst geschriebenen Anleitungen sind auf der Übersichtsseite „Anleitungen – Tutorials“ zusammengefasst.

Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 8.

Im letzten Jahr habe ich zu dieser Serie nur einen einzigen Beitrag veröffentlicht, das heißt aber nicht, dass ich dem Thema keine Aufmerksamkeit geschenkt habe, ganz im Gegenteil.

auf und ab

Ende 2014 habe ich aus gesundheitlichen Gründen sehr viel zugenommen, sodass mir gar nichts mehr aus meinem Kleiderschrank gepasst hat.

Mir war wichtig, dass ich den Kleiderschrank nicht wieder auffülle, da ich wusste, dass ich die Zunahme wieder abnehmen will.

Meine Garderobe war daher im letzten Jahr sehr variabel, langsam bin ich in einige Teile wieder hinein geschrumpft und habe gleichzeitig die Gelegenheit genutzt, um wirklich jedes Teil zu hinterfragen.

Kostnixladen Bekleidungdas Jahr der Experimente

Über lange Zeit hatte ich kaum Kleidungsstücke, die mir gepasst haben. Um über die Runden zu kommen, habe ich mir immer wieder einmal etwas im Kostnixladen ausgesucht.

Da ich für die Teile nichts bezahlen musste, habe ich mir erlaubt, auch ausgefallenere Kleidungsstücke auszusuchen, die ich normalerweise nicht tragen und die ich mir daher nie kaufen würde.

Es war wie ein Spiel für mich, ich wurde mit der Zeit immer mutiger und es hat mir richtig Spaß gemacht. Bei vielen Teilen habe ich schnell gemerkt, dass es gar nichts für mich ist, diese habe ich dann oft sogar ungetragen beim nächsten Besuch wieder zurück gebracht.

Andere Teile habe ich ein paar Mal an gehabt, jedoch bald gemerkt, dass ich mich doch nicht so wohl fühle damit und dann kam das gute Stück wieder zurück in den Kostnixladen.

Aus einigen Teilen bin ich nach kurzer Zeit heraus geschrumpft und ich war dankbar, dass sie mir über diese Zeit geholfen haben.

Nach einer Weile haben sich einige neue Lieblingsstücke angesammelt und andere Teile, die ich früher mochte, mussten gehen.

Gerade durch die beständige Veränderung von meinem Gewicht, musste ich mich zwangsläufig auch ständig mit meinem Kleiderschrank beschäftigen.

Durch den Kostnixladen habe ich so eine Leichtigkeit bekommen bei den Entscheidungen ob ein Teil bleiben darf oder es weg muss. Besonders nützlich war eine Regel, über die ich in dem Beitrag „typisch Frau nichts anzuziehen Teil 7.“ bereits geschrieben habe.

meine wichtigste Entrümpelungsregel

Um künftig keine Schrankleichen mehr zu haben, habe ich sehr erfolgreich zwei neue Regeln eingeführt, die sich wirklich sehr bewährt haben.

Wenn mir ein Teil im Kleiderschrank auffällt, das mir sehr gut gefällt, welches ich jedoch immer wieder zur Seite lege und doch nicht anziehen will, muss ich es entweder sofort tragen oder es muss weg. Alternativ dazu, wenn nur Kleinigkeiten stören, mache ich das Teil passend.

Diese einfachen Regeln befolge ich sehr konsequent und das hat mir wirklich sehr gut geholfen, dass nun die Lieblingsteile im Kleiderschrank überwiegen.

ein Ende ist in Sicht

Ich habe es zwar noch nicht ganz geschafft mein Wunschgewicht zu erreichen (Du weißt schon – Weihnachten!), aber ein Ende ist in Sicht. Als Pia Anfang Dezember ihr neues Buch am Blog vorgestellt und ein Rezensionsexemplar angeboten hat, habe ich erfreut die Gelegenheit ergriffen und sie um ihr E-Book gebeten. Besonders gefreut hat mich, dass ich auch ihr erstes Buch lesen durfte.

minimalismus_im_kleiderschrankMinimalismus im Kleiderschrank
Entrümpeln und den eigenen Stil finden
von Pia Mester
Eigenverlag

Es war eines der ersten Bücher, das Pia geschrieben hat und wurde bereits 2013 veröffentlicht. Ich finde es ist ein überaus gut gelungener Kompaktratgeber zum Thema Kleiderschrank. Pia motiviert zum Entrümpeln, indem sie erklärt, welchen Vorteil ein minimalistischer Kleiderschrank bringt und erklärt Schritt für Schritt, wie man das Entrümpeln am besten angeht.

Dabei vergisst sie nicht darauf hinzuweisen, dass man auch Verantwortung für die gekaufte Kleidung hat und diese daher nicht einfach wegwerfen sollte. Im Kapitel 5. „wohin mit den aussortieren Klamotten“ werden Alternativen aufgezeigt.

Die Kapitel 6. und 7. mag ich natürlich ganz besonders, denn da werden die Lieblingsstücke repariert bzw. Upcycling-Tipps gegeben.

Abgerundet wird das Buch durch Hinweise, wie man die Garderobe neu aufbaut und die neu gewonnene Ordnung im Kleiderschrank hält.

Zuletzt geht Pia noch einen Schritt weiter und denkt über das künftige Einkaufsverhalten nach, damit alles so schön bleibt, wie es ist.

Ich finde dieses kleine Büchlein ausgesprochen gut gelungen, es hat so eine in sich schlüssige Logik. Auch wenn es aufgrund der Kürze logischerweise vor allem Anregungen gibt (das ist das Wesen von Kompaktratgebern), so habe ich doch alles darin gefunden, was wichtig ist.

Das Buch ist eine wirklich gute Einstiegshilfe für einen minimalistischen Kleiderschrank.

minimalismus_trifft_kleidungMinimalismus trifft Kleidung
In 4 Wochen zum Kleiderschrank voller Lieblingsstücke
von Pia Mester
Eigenverlag

Hierbei handelt es sich um das neueste Buch von Pia. Der Titel hat mich aufgrund meiner persönlichen Situation, in der ich mich gerade befinde, sofort angesprochen.

Ich habe fast das Gewicht erreicht, das ich gerne halten möchte und so ist es mir nun wichtig, endlich einen Kleiderschrank voller Lieblingsstücke zu besitzen.

Natürlich habe ich im letzten Jahr bereits viel Vorarbeit geleistet und bin dementsprechend nicht bei 0 gestartet. Das empfohlene Kleidungstagebuch im ersten Kapitel habe ich zwar nicht wörtlich geführt, aber doch im letzten Jahr bereits laufend beobachtet, was ich mag und was ich nicht mag.

Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Enrümpelungsvorgang an sich und überschneidet sich daher naturgemäß ein wenig mit dem ersten Buch. Besonders gut gefällt mir in diesem Kapitel die Aufgabe der Woche.

Trage jeden Tag ein Teil aus dem „Vielleich-Fach“

Das ist im Prinzip genau das, was ich im letzten Jahr als ganz besonders nützlich empfunden habe. Nicht nur, dass man die Schrankleichen dadurch los wird, am hilfreichsten an dem Tipp ist, dass man dadurch wirklich genau lernt, was man mag und was man nicht mag.

Das dritte Kapitel wiederum hat mir im Moment am meisten gebracht, denn es geht darum den eigenen Stil zu finden. Daran habe ich ja auch im letzten Jahr sehr intensiv gearbeitet. Aber ein Schritt hat noch gefehlt und den entscheidenden Tipp habe ich aus dem Buch von Pia bekommen. Mehr dazu später.

In der letzten Arbeitswoche geht es darum Strategien für die Zukunft zu finden. Besonders gut gefällt mir, dass Pia auch auf alternative Shopping-Möglichkeiten wie z.B. Ökokleidung, Tauschpartys, Second-Hand-Kauf und Upcycling eingeht.

Linktipps:

Am Blog von Pia sind viele interessante Beiträge zu dem Thema zu finden.
Kleiderschrank entrümpeln: So entscheidest du, was du behältst
Infografik: So entrümpelst du deinen Kleiderschrank
Freebook: Was du tun kannst, wenn dich der Kaufrausch überkommt

Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Nun aber zu dem Tipp aus dem Buch, der mir im Moment am besten geholfen hat – es geht um die Farbpalette. Darüber habe ich vor langer Zeit schon einen sehr beeindruckenden Beitrag von Ingrid auf ihrem Blog „Kunterbunt“ gelesen.

Damals war jedoch für mich scheinbar noch nicht ganz der richtige Zeitpunkt, diesmal hat mich das Thema jedoch gepackt. Ich habe mich daher sehr eingehend damit beschäftigt, welcher Farbtyp ich bin und was mir persönlich an genau diesen Farben am besten gefällt.

Herausgestellt hat sich, dass ich ein Mischtyp bin und die reinen Farben nicht so mag. Wenn man mehr ins Detail geht, gibt es jede „Jahreszeit“ noch in light (bright) und dark (deep). Und plötzlich konnte ich damit sehr viel anfangen.

Farbpalette

so geht das Entscheiden viel einfacher

In Hinblick auf Schnitt und Bequemlichkeit habe ich im Laufe des letzten Jahres bereits viele Entscheidungen sehr einfach treffen können. Trotzdem waren da noch immer einige Teile, die ich kaum getragen habe, obwohl ich sowohl Schnitt als auch Farbe an und für sich mag.

Mit der „Farbpalette im Kopf“ habe ich nun einen Entrümpelungsdurchgang nur in Hinblick auf die Farbe gestartet und was soll ich sagen – Volltreffer! Diesmal hat es total gut geklappt, ich habe mich von einigen Teilen sehr bewusst verabschieden können.

Wenn ich nun in meinen Kleiderschrank blicke, fühle ich mich sehr wohl. Ich habe nun nicht nur Teile aussortiert, in denen ich mich nicht so wohl gefühlt habe, sondern auch jene Farben entfernt, die mir teilweise zwar gefallen, die ich aber an mir doch nicht sehen möchte.

der Schrank voller Lieblingsstücke

Ich möchte von mir nicht sagen, dass ich bereits angekommen bin, aber ich fühle mich nun wirklich wohl, wenn ich in meinen Kleiderschrank schaue. Die Auswahl fällt mir leichter, die Farben passen besser zusammen und die Teile lassen sich gut miteinander kombinieren.

Zwei Fehler habe ich bei der bisherigen Wahl meiner Kleidungsstücke gefunden, wo ich wirklich einem totalen Trugschluss erlegen bin:

1. wenn ich nur Basics habe und
2. wenn ich von jeder Farbe ein Teil besitze

dann kann ich alles gut kombinieren. Falscher konnte ich nicht liegen.

Nun besitze ich ein paar wenige außergewöhnliche Teile und habe mich bei den Basics auf einige wenige Farben reduziert.

meine Basic-Shirts, die bleiben durften

meine Basic-Shirts, die bleiben durften

was zu tun übrig bleibt

Derzeit habe ich nur die Winter- und Übergangskleidung nach diesen Kriterien ausgewählt. Ich denke nämlich, dass ich im Sommer andere Farben lieber trage und daher werde ich die Sommerkleidung nicht im Winter sondern bei warmen Temperaturen und Sonnenschein entrümpeln.


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Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog „foolfashion“ durchgeführt. Weiters verlinkt zu ANL.


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Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 1. – die Analyse
Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 2. – Entrümpeln befreit
Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 3. – das Kleiderdepot
Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 4. – der Praxistest
Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 5. – Kleidung passend machen
Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 6. – färben mit Pflanzenfarbe
Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 7. – Kleidung passend machen
Tipps für den Kleiderschrank

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Re-Use boomt! [Impressionen von der Re-Use Konferenz 2016]

Der bewusste Umgang mit den Dingen ist ein Thema, das auf meinem Blog schon seit langem sehr viel Raum einnimmt, da mir das Thema wirklich sehr am Herzen liegt.

Re-Use und Reparieren sind die zentralen Punkt für mich und daher war klar, dass ich unbedingt mit dabei sein will, wenn auf einer Konferenz innovative Projekte gezeigt werden.

LogoIch möchte Dich natürlich nicht mit vielen Fakten langweilen und daher wird es keine chronologische Aufzählung geben, wer worüber gesprochen hat. Wer das doch möchte kann im Internet nachlesen. Auf der Seite der Arge sind die Fakten sowie alle Präsentationen, Links und Bilder zu finden.

Weiterverwendung der Dinge

Übergeordnetes Thema der Konferenz war die Abfallvermeidung aus der Perspektive der Abfallwirtschaft. Trotzdem möchte ich gleich vorweg ein Thema heraus greifen, das am Ende bei der Podiumsdiskussion besprochen wurde.

Re-Use ist nicht nur ein Thema der Abfallwirtschaft sondern findet lange davor in vielen Bereichen statt.

Das fängt damit an, dass sich jemand entschließt ein Ding weiter zu verwenden, statt sich etwas Neues zu kaufen, geht weiter mit der Hose, die vom älteren Geschwisterkind an das jüngere „vererbt“ wird und endet noch lange nicht damit, dass ich ein bereits gelesenes Buch an die Freundin verschenke.

Daneben gibt es sowohl den realen als auch den Internet-Flohmarkt, um alte Sachen zu verkaufen und ich kann Dinge persönlich oder über einen Kostnixladen bzw. eine Givebox verschenken. Aber auch Tauschkreise sowie Tauschpartys boomen derzeit und auf Facebook sind Gruppen wie „share und care“ zu finden.

Aber egal ob entgeltlich oder unentgeltlich, das alles ist re-use und trägt zur Abfallvermeidung bei.

Und auch die Möglichkeit des Leihens fällt meiner Meinung nach in diesen Bereich hinein, immer mehr Leihläden werden eröffnet wie z.B. der AllerLeihladen Graz oder Leila Wien, worüber ich bereits berichtet habe.

Impressionen
wenn etwas kaputt geht

Dem Bereich der Abfallwirtschaft nähern wir uns, wenn ein Ding kaputt wird und dadurch nicht mehr verwendet werden kann. In vielen Fällen ist das Reparieren angeblich nicht mehr wirtschaftlich und daher wird im Handel vielfach empfohlen, das defekte Gerät gleich auszutauschen.

Da sind wir natürlich gleich bei meinem Lieblingsthema angelangt und ich war auf den Vortrag von Lars Gauster, der das „Gauster-Haus“ leitet besonders gespannt.

Am meisten fasziniert hat mich, dass Lars einen Reparaturbetrieb führt, damit sein Geld verdient und gleichzeitig der Mitbegründer vom örtlichen Repair-Café ist. Aber nicht nur das, auf Facebook veröffentlicht er jede Menge Reparaturvideos, die anleiten, wie man es selbst machen kann. Ist das nicht genial?

viele interessante Referate wurden gehalten

viele interessante Referate wurden gehalten

Wie so ein Repair-Café abläuft, kannst Du übrigens in meinem Beitrag über das Repair-Café Graz nachlesen.

Die Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ ist ja auch so eine Art virtuelles Repair-Café, nur dass es bei mir halt keine Kaffee gibt. Dafür habe ich mittlerweile weit über 100 Anleitungen gesammelt, wie man etwas reparieren kann. Alle Bilder samt Verlinkungen sind auf meiner Pinterest-Pinwand zu finden.

Vorbereitung zur Wiederverwendung

Grundsaetze der AbfallwirtschaftSo heißt jene Stufe in der Abfallwirtschaft, die neben der Vermeidung (die nicht nur beim beim Einzelnen stattfindet!), als die wichtigste gesehen wird.

Das ist nun auch das zentrale Thema der Konferenz und es werden viele „best practice“ Beispiele vorgestellt. Gezeigt wird u.a. das Konzept der Re-Use-Zentren in Flandern, über die Anne Vandeputte mit großer Begeisterung spricht, aber auch der Re-Use-Shop in Leoben sowie der 48er Tandler (Tandler = Händler) in Wien sind gute Beispiele für eine sehr gelungene Umsetzung von Re-Use.

Graz hat ausgesprochen engagierte Projekte entwickelt, um das Sammeln von gebrauchsfähige Gegenstände zu erleichtern. Auf der einen Seite gibt es die „Re-Use-Box“ (siehe Bild ganz oben) und andererseits wurde der „Re-Use Friday“ eingeführt, wo man gebrauchsfähige Gegenstände abgeben kann, die von „BAN“ im „Re-Use Shop“ verkauft werden. Der Besuch des Sammelzentrums sowie des Verkaufsshops von BAN war auch Teil meiner Ausbildung als Abfallberater, der Bericht über diese Exkursion ist schon fertig und wird demnächst veröffentlicht werden.

Wichtig ist natürlich, dass es auch Menschen gibt, die sich für die Dinge interessieren und diese dann im Re-Use-Shop kaufen. Von Franziska Howorka, die den 48er Tandler vorgestellt hat, wurde ein Video gezeigt, in dem Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird – sogar der Bürgermeister von Wien und andere Prominente gehen in den Re-Use-Shop einkaufen.

es geht noch deutlich mehr

Aber bei der Abfallvermeidung geht es nicht nur darum gebrauchsfähige Gegenstände weiterzugeben sondern auch Dinge mit einem leichten Defekt vor dem Müll zu bewahren. Dazu wurden neue sehr innovative Konzepte entwickelt. Unter anderem werden von „BAN“ Gegenstände repariert, bevor sie weiter gegeben werden, aber auch Upcycling ist eine viel genutzte Möglichkeit. In meinem Beitrag „Impressionen vom GrazerUmweltZirkus 2015“ sind zwei Collagen von den vielen Upcyclingprojekten von BAN zu sehen.

Besonders beeindruckt hat mich der Vortrag von Sepp Eisenriegler „OREG – Optimales Ressourcenmanagement von Elektro-Geräten“. Nachhaltig in Erinnerung geblieben ist mir die Aussage über die Sinnhaftigkeit ein funktionierendes Elektrogerät wie z.B. eine Waschmaschine zu ersetzen, weil das neue eine (angeblich) bessere Energieeffizienz hat.

Über 50% der Umweltbelastung durch ein Elektrogerät entsteht bei der Herstellung desselben und diese muss zur Verbrauchsbelastung hinzugerechnet werden. Daraus ergibt sich folglich, dass es sinnvoll ist ein Gerät so lange wie möglich zu nutzen, da sich dadurch die Gesamtbelastung der Umwelt automatisch reduziert.

Als Maßnahme dazu wird das mobile Sammelzentrum vorgestellt. Mit diesem Containerwagen werden Elektrogeräte gesammelt, die serviciert, nötigenfalls repariert und danach weiter verkauft werden. Nicht nur der Umwelt ist gedient, es werden auch Arbeitsplätze für den zweiten Arbeitsmarkt geschaffen, wie das übrigens auch bei anderen Projekten wie z.B. „BAN“ der Fall ist.

die mobile Elektrogerätesammlung

die mobile Elektrogerätesammlung

Speziell bei Geräten wie PCs, wo sich die Technik rasch weiterentwickelt und oftmals der Anlass für einen Austausch derselben ist, kann durch entsprechende Projekte sehr viel bewegt werden. Altgeräte von Firmen werden überarbeitet und für die Weitergabe aufbereitet. Verwendung finden sie in Schulen und anderen sozialen bzw. gemeinnützigen Organisation. Oder sie werden im Re-Use-Shop angeboten, wodurch sich eine sehr einfache Möglichkeit ergibt, einen ökologisch nachhaltigen PC zu erwerben. Auch dazu wird es demnächst einen Bericht von einer meiner Exkursionen zur Firma Compuritas geben.

nachhaltiges Buffet

Die Gäste der Konferenz wurden mit einem großartigen, sehr nachhaltig gestalteten Buffet vom Catering der Firma „Tischlein deck dich“ versorgt. Abgesehen davon, dass es hervorragend geschmeckt hat, wurde ich davon überrascht, dass die Reste vom Vormittagsbuffet auch beim Mittagessen angeboten wurden und auch der Nachmittagskuchen durch übrig gebliebene Brötchen ergänzt wurde. Zwischenzeitig gekühlt konnten sie danach hübsch angerichtet wieder angeboten werden.

nicht nur optisch ein Genuss

nicht nur optisch ein Genuss


Natürlich wurde auf Einweggeschirr verzichtet und das „hauseigene“ Geschirrservice von der Aktion „G’scheit feiern“ verwendet. Die Getränke wurden aus wieder befüllbaren Glasflaschen angeboten.

Auf die Nachfrage nach den dennoch möglichen Resten vom Buffet wurde mitgeteilt, dass auf keinen Fall etwas weg geworfen sondern alles weitergegeben wird.

Upcycling-Geschenke

Jeder Gastredner hat ein Geschenk erhalten, das von den Mitarbeitern von „BAN“ angefertigt wurde. Verwendet wurden dazu Holzreste aus anderen Upcycling-Projekten und die Glaskuppel stammt von Weingläsern aus dem Geschirrservice von „G’scheit feiern“. Immer wieder gehen einiges Stile von den Weingläsern kaputt und dadurch können zumindest die Oberteile der Gläser weiterverwendet werden. Eine wirklich geniale Idee finde ich!

Aufmerksam machen möchte ich auch auf den Spruch, der auf dem Upcycling-Objekt auf sehr kreative Weise geschrieben steht „If not now then when“ als Motto für die Konferenz.

Verpackt wurden die Geschenke in Hüllen von alten Schallplatten, die sonst zu Müll werden würden, denn die Schallplatten selber dienen einem anderen Upcycling-Projekt.

verpackt in Hüllen von alte Schallplatten

verpackt in Hüllen von alte Schallplatten

Podiumsdiskussion

Abgerundet wurde der sehr dichte Konferenztag – was sich auch in der Länge dieses Beitrages widerspiegelt – mit einer Podiumsdiskussion, woran unter anderem Sandra Krautwaschl (links im Bild) teilgenommen hat. Leider war der zeitlich geplante Rahmen bereits weit überschritten und das Publikum entsprechend müde und ausgedünnt.

die Gäste der Podiumsdiskussion

die Gäste der Podiumsdiskussion

Alles in allem war es ein Tag, der sehr viel Hoffnung gemacht hat, denn es wird wirklich sehr viel auch von öffentlicher Hand getan, um Müllbewusstsein zu schaffen und die Menge an Abfällen zu reduzieren.

Gezeigt wurde vor allem auch, dass Re-Use keinesfalls eine Konjunkturbremse ist, sondern im Gegenteil Arbeitsplätze schaffen kann.

Das war für mich eine sehr wichtige Information, da beim Thema Müllvermeidung, Reduzieren, Konsumauszeit etc. immer wieder damit argumentiert wird, dass es der Wirtschaft schade. Es handelt sich jedoch vielmehr um ein Umlageprinzip, das Geld wird anders verwendet bzw. kann man es auch so sehen, dass durch meine Arbeitszeitreduktion sogar ein neuer (Teilhzeit-)Arbeitsplatz frei wird.


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Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty gerade auf meinem Blog durchgeführt.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.


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Schenken und beschenkt werden
wegwerfen statt reparieren
Vorstellung: Repair-Café Graz
Vorstellung: AllerLEIHLaden Graz
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Impressionen vom GrazerUmweltZirkus 2015

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Yogasocken

In diesem Jahr habe ich nicht nur Wert auf gesunde Ernährung gelegt sondern auch ganz bewusst mehr Bewegung gemacht.

Nachdem es im Winter nicht ganz so gemütlich ist mit dem Fahrrad durch die Gegend zu düsen, habe ich mich an der Volkshochschule u.a. für einen Yoga-Kurs eingeschrieben.

Und was soll ich sagen, ich bin total begeistert. Ich frage mich ständig, warum ich das nicht schon viel früher gemacht habe, das tut mir so gut und macht echt viel Spaß.

noch bin ich nicht so weit

noch bin ich nicht so weit

ich bekomme leicht kalte Füße

Im Winter bin ich nicht so der Barfußtyp, mir wird schnell kalt an den Füßen und daher trage ich gerne warme Socken. Nun braucht man im Yoga aber Fersen und Zehenballen für viele Übungen. Daher gibt es eigene Yogasocken, die an der Ferse und an den Zehen offen sind.

Kaufen kam für mich natürlich nicht in Frage, daher habe ich im Internet gesucht und festgestellt, dass das ja wirklich keine Hexerei ist.

einfacher als "richtige" Socken zu stricken

einfacher als „richtige“ Socken zu stricken

Anleitung:

Du brauchst bunte Sockenwolle, ein Nadelspiel mit 5 Nadeln (ich habe die Stärke 2,5 genommen) sowie eine Häkelnadel.

Für Schuhgröße 37/38 habe ich 64 Maschen angeschlagen. Um 4 Maschen mehr als für normale Socken, damit sie etwas lockerer werden.

50 Runden 2 glatt 2 verkehrt
20 Runden alle Maschen glatt stricken
8 Runden über die 4. und 1. Nadel 1 glatt 1 verkehrt stricken, die 2. und 3. Nadel weiterhin glatt stricken

79. Runde: 4. und 1. Nadel abgeketteln, die 2. und 3. Nadel glatt gestrickt
80. Runde: mit der Häkelnadel 30 Luftmaschen häkeln um die abgekettelten Maschen zu ersetzen, die 2. und 3. Nadel glatt gestrickt

Anmerkung: Ich habe 2 Maschen weniger angeschlagen als ich vorher hatte, damit der Fuß etwas enger wird.

81. Runde: aus den Luftmaschen jeweils eine Masche aufnehmen, die 2. und 3. Nadel glatt stricken

8 Runden über die 4. und 1. Nadel 1 glatt 1 verkehrt stricken, die 2. und 3. Nadel weiterhin glatt stricken
18 Runden alle Maschen glatt stricken
8 Runden 1 glatt 1 verkehrt stricken

alle Maschen locker abketteln und die abstehenden Fäden vernähen.

Ferse und Zehenspitze bleibt frei

Ferse und Zehenspitze bleibt frei

Yogasocken stricken ist super easy

Bei den Yogasocken spart man sich Ferse und Zehenkappe, daher sind sie wirklich sehr einfach und schnell zu stricken.

So bekomme ich keine kalten Füße mehr beim Yoga und habe trotzdem volle Freiheit für die Fersen und die Zehen.

Anleitungen für Yogasocken gibt es einige verschiedene im Internet, allerdings wollte ich sie lieber nach Gefühl stricken und das ist dabei heraus gekommen.

DIY-Weihnachtsgeschenk

Inzwischen habe ich auch für meine Yogalehrerin ein paar Yogasocken gestrickt. Ihre Wunschfarbe war schlicht und zu ihrer üblichen Yogakleidung passend, daher habe ich anthrazit gewählt. Gestern durfte ich die Socken überreichen, sie hat sich wirklich sehr gefreut darüber.

Yogasocken3




Verlinkt zu Create in Austria, Stricklust, Auf den Nadeln, Lieblingsstücke, Creadienstag, Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge und Nähfrosch


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Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

Alle ausführlichen von mir selbst geschriebenen Anleitungen sind auf der Übersichtsseite „Anleitungen – Tutorials“ zusammengefasst.

(k)eine tödliche Jeanshose [this is not okay!]

ich verstehe die Welt einfach nicht mehr

Jetzt weiß ich, dass ich wirklich alt bin. So richtig alt nämlich. Neulich war ich mit meinem Sohn Jeans kaufen, weil seine Hose total zerrissen war. Ich habe ihm gesagt, so eine Jeanshose kann man nicht mehr anziehen, die muss weggeworfen werden! Die kann nicht einmal ich mehr reparieren – und das heißt wirklich was.

rien ne va plus

rien ne va plus

Also waren wir in einem Geschäft und haben uns die aktuelle Jeanskollektion angesehen. Ich dachte ich bin im falschen Film. Irgendwie haben alle Jeans genau so ausgesehen, wie seine kaputte Hose, nur dass diese als neu verkauft wurden und er seine schon einige Jahre getragen hatte.

Neue kaputte Jeans kaufen?

Also befrage ich das Internet und siehe da, das ist tatsächlich ein Trend. Used-look nennt man das und ich finde sogar Anleitungen, wie man eine neue Hose am besten zerstören kann, um diesen trendigen used-look zu bekommen.

Da muss ich leider nur noch den Kopf schütteln. Ich meine, seit Jahren redet man von den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie. Und dann wird neuwertige Kleidung einfach aufgrund von einem Modetrend zerstört, ich kann es einfach nicht fassen.

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen! Es gibt Unmengen von gebrauchter Kleidung, die keiner mehr haben will, die nach Afrika gebracht wird, wodurch die gesamte Textilindustrie zusammen gebrochen ist und die Menschen keine Arbeit mehr haben und auf der anderen Seite werden unter Ausbeutung von Menschen neue Hosen genäht, nur um sie sofort kaputt zu machen um diesen used-look zu erhalten.

das sieht man in den Geschäften (screenshot)

das sieht man in den Geschäften (screenshot)

es ist sogar noch schlimmer als man auf den ersten Blick vermutet

Auch von den gesundheitsschädigenden Auswirkungen dieser Methoden, den used-look zu erzeugen, lese ich. Da sind die Chemikalien zum Bleichen, die Hautreizungen erzeugen und das auch bei den Trägern der Hosen. Und besonders problematisch ist das Sandstrahlen, das zu massiven Problemen bei den Atemwegen der Arbeiter (Silikose) führt.

Dieses Video hat mich sehr erschüttert, schau es Dir bitte an, es dauert nur 5 Minuten.

Widerstand ist zweckmäßig

Der Konsument hat die Macht, nur wenn keine sandgestrahlten, gebleichten Jeans mehr gekauft werden, kann man sicher gehen, dass keine anderen Menschen für die Hose, die man trägt, gesundheitliche Schäden davontragen.

dabei ist alles ganz einfach

Für eine used-look Jeanshose muss man in kein Geschäft gehen. Gebrauchte Jeans gibt es wirklich mehr als genug am Gebrauchtmarkt und daher habe ich die Jeans von meinem Sohn wieder „salonfähig“ gemacht.

usedlook vorhernachher

aus einer zerrissenen Jeanshose wird eine trendige used-look Jeans

Zusätzlich zur Hose, die adaptiert werden soll, brauchst Du Reste von einer alten Jeanshose, die nicht mehr zu retten ist.

Für jedes große Loch wird ein passend großes Stück Stoff zurecht geschnitten.

jedes Loch bekommt seinen eigenen Flicken

jedes Loch bekommt seinen eigenen Flicken

Anschließend werden die Kanten mit ZickZack-Stichen versäubert.

durch den ZickZack-Stich kann nichts mehr ausfransen

durch den ZickZack-Stich kann nichts mehr ausfransen

Diese Stoffteile werden mit Stecknadeln innen an der Hose befestigt. Achtung – Du legst die rechte (schöne) Seite vom Stoffflicken an die linke (=Innenseite) von der Hose, sodass die schöne Seite vom Flicken durch das Loch sichtbar ist.

alle Flicken werden sorgfältig von innen festgesteckt

alle Flicken werden sorgfältig von innen festgesteckt

Einmal rund herum nähen, dabei die Stecknadeln entfernen. Anschließend mit einem breiten Zierstich Deiner Wahl noch einmal rund herum nähen, damit der Flicken mit der Jeanshose wirklich gut verbunden ist und auch Belastungen aushält.

ich verwende eine eigenen Jeansnadel dafür

ich verwende eine eigenen Jeansnadel dafür

Und schon ist die trendige used-look Jeanshose fertig. Das alte Teil ist gerettet und kann weiter getragen werden. Es muss keine neue Hose gekauft werden und schon gar keine Näherin in Bangladesh oder in der Türkei für die neue Hose leiden.

Eine perfekte widerstandistzweckmäßig-Aktion!

nun ist das gute Teil gerettet

nun ist das gute Teil gerettet

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.

This is not okay – der Protest der Nähbloggerinnen

TiNOKleidung ist nicht nur irgendein modisches Fetzerl, das einem hilft cool auszusehen. In jedem Kleidungsstück steckt Kreativität und eine beachtliche Menge an Arbeit.

Diese Arbeit sollte fair bezahlt werden und zwar überall auf der Welt!

Daher haben sich ganz viele Nähbloggerinnen zusammen geschlossen und gemeinsam einen Katalog gestaltet. Ausführliche Infos zu dieser Aktion sind am Blog „mamimade“ zu finden.

Den Katalog habe ich hier für Dich gleich direkt eingebettet. Schau doch mal rein, es lohnt sich!

Hiermit protestiere ich offiziell mit und unterstütze diese großartige Aktion.


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Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Seit heute wird die Linkparty vom Blog verrücktes Huhn durchgeführt.

Banner fix itfix it – reparieren ist nachhaltig

Natürlich darf dieser Beitrag auch bei meiner Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ nicht fehlen.

Weiteres verlinkt zu Create in Austria, Creadienstag, Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge und Upcyclinglinkparty.


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