Resteküche – Bananenkuchen

Wie bereits in meinem Beitrag „Resteküche – mach was draus!“ angekündigt, starte ich heute mit dem ersten Beitrag der neuen Serie „Resteküche“.

In den letzten Monaten habe ich zahlreiche Mahlzeiten, die ich zubereitet habe, fotografiert und möchte die teilweise von mir selbst kreierten Rezepte in dieser Serie veröffentlichen.

Welche Reste hast Du?

Gibt es bei Dir Reste, die Du besonders häufig hast und bei denen Du nicht weißt, was Du damit anfangen sollst? Dann lass es mich in den Kommentaren wissen. Vielleicht habe ich bereits ein Rezept oder zumindest eine Idee dazu.

Sehr gerne greife ich dieses Thema künftig in einem eigenen Beitrag auf.

welches Obst landet am häufigsten in der Tonne?

Bananen sind nachweislich das Obst, welches am häufigsten in der Mülltonne der Supermärkte landet, da sie sehr druckempfindlich sind und deshalb schnell braune Flecken bekommen. Dadurch können sie nur in einem sehr begrenzten Zeitraum verkauft werden und landen in der Tonne, obwohl sie gerade am Höhepunkt ihres Geschmacks sind.

Daher findet man beim Dumpstern sehr häufig Bananen und ich habe mittlerweile viele verschiedene Rezepte ausprobiert und neu geschaffen.

Übrigens haben die letzten Bananen, die ich in der Tonne gefunden habe, noch eine gute Woche in so gutem Zustand gehalten, dass man sie noch immer unverkocht essen konnte!

Zu Beginn der neuen Serie möchte ich Dir unseren sehr geliebten Bananenkuchen vorstellen, den man auch mit Bananen backen kann, die schon so weich und übersüß sind, dass sie kaum jemand mehr roh essen mag.

Weitere Ideen zur Verwertung von Bananen werden ganz sicher folgen.

Rezept:

150 gr. Butter
150 gr. Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1/4 TL Salz
optional etwas Kakao
3 Dotter
3-4 sehr reife Bananen
350 gr. (Vollkorn-)Mehl
1 Pck. Backpulver
1/8 l (Pflanzen-)Milch
100 gr Walnüsse (ev. mit Schokosplitter gemischt)
3 Eischnee

Zubereitung:

Backform einfetten und bemehlen. Die Walnüsse und die Schokolade auf einem großen Brett grob hacken.

die Walnüsse und die Kochschokolade werden grob gehackt

Die Bananen schälen und mit der Gabel gut zerdrücken.

die Bananen werden mit der Gabel zerdrückt

In einem Extragefäß den Schnee schlagen.

Die Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Kakao und dem Salz mit Hilfe des Mixers gut schaumig rühren. Nach und nach die 3 Eidotter hinzufügen und anschließend die Bananen einmixen. Es kann sein, dass der Teig dabei ganz leicht gerinnt, weil zu viel Flüssigkeit auf einmal dazu kommt. Das ist aber nicht schlimm, mir ist das schon oft passiert.

Wenn Du anschließend das Mehl und die Milch einmixt, ist das Problem wieder erledigt.

Ich verwende sehr gerne 1/3 bis zur Hälfte der Menge Vollkornmehl. Das gibt einen sehr leckeren Geschmack!

Zum Schluss wird der Eischnee und die gehackten Walnüsse/Schokolade untergehoben.

hier siehst Du meinen uralten Schneekessel, in dem ich den Teig zubereite

Ich verwende immer zwei kleinere Glasformen für diesen Kuchen. Einer wird sofort gegessen und der zweite für einen späteren Zeitpunkt eingefroren.

Die runde Form ist keine spezielle Kuchenbackform sondern eine einfache Auflaufform aus Glas. Darin kann man übrigens den Kuchen auch super plastikfrei aufbewahren, weil sie einen Deckel hat!

ab ins Backrohr!

Je nach Größe der Backform bei 180°C 35 – 50 Min. backen.

10 Minuten überkühlen lassen

Extratipp: Der Kuchen löst sich besonders gut aus Glasformen, wenn man ihn für ca. 10 Minuten in der Form überkühlen lässt. Anschließend lockert man den Kuchen mit dem Messer vorsichtig vom Rand und schon rutscht er beinahe von selbst aus der Form.

der Kuchen kühlt gerade aus

Wenn man möchte kann man den ausgekühlten Kuchen noch mit Marmelade bestreichen und dann mit Schokolade glasieren.

guten Appetit!

veganes Alternativrezept: Bananenbrot

4 sehr reife Bananen
80 g geschmacksneutrales Öl
80 g Rohrzucker
250 g Dinkelmehl
1 Pck. Backpulver
Etwas Zimt
Rosinen bzw. weitere Zutaten nach Wunsch

Bananen zerdrücken, Öl und Zucker cremig rühren, Bananen dazu geben, noch einmal gut verrühren und dann das Mehl, das Backpulver und die restlichen Geschmackszutaten unterheben. Der Kuchen wird bei 180 Grad im Backofen ca. 45 Minuten gebacken.

„Resteküche – mach was draus!“

Dieser Beitrag ist Teil der Linkparty „Resteküche – mach was draus!“.

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Auf der Informationsseite zur Linkparty „Resteküche – mach was draus!“ findest Du eine Aufstellung meiner „Resteküche-Rezepte“. Weitere Rezepte sind im Index selbst.gemacht aufgelistet.

Resteküche – mach was draus! [Linkparty]

Das Thema „Lebensmittelverschwendung“ ist mir ein großes Anliegen. Seit dem Jahr 2013 setze ich mich aktiv gegen Lebensmittelverschwendung ein, arbeite unter anderem bei Foodsharing mit und rette zusätzlich auch immer wieder Lebensmittel aus der Tonne.

Mittlerweile hat sich ein großes Repertoire angesammelt, um bestimmte Lebensmittel, die besonders oft weg geworfen werden, gut und schmackhaft zu verkochen und zu verbacken.

neue Beitragsserie „Resteküche“

Viele meiner bisher veröffentlichten Rezepte haben bereits darauf Bezug genommen. In meiner neuen Beitragsserie „Resteküche“ möchte ich noch stärker darauf eingehen und besondere Verwertungsrezepte veröffentlichen.

In den letzten Monaten habe ich bereits zahlreiche Mahlzeiten fotografiert und jene Rezepte festgehalten, die ich selbst erfunden habe.

Linkparty „Resteküche – mach was draus…“

Es ist mir ein besonderes Anliegen begleitend zur neuen Beitragsserie zusätzlich eine Linkparty zu starten, um andere Menschen dadurch zu motivieren, ebenfalls Lebensmittel zu verwenden statt zu verschwenden.

Mit ein wenig Kreativität kann man aus fast allen Lebensmittelresten – egal ob noch roh oder bereits gekocht – etwas Neues entstehen lassen.

Diese Blogparade ist permanent geöffnet. Verlinke hier sehr gerne all Deine kreativen Ideen zur Resteküche! Das Banner darfst Du gerne auf den eigenen Blog mitnehmen. Die Verlinkung erfordert einen Backlink zu https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/ in Deinem Beitrag.

Durch Anklicken des Linkbuttons kannst Du sowohl selbst Beiträge verlinken als auch alle verlinkten Beiträge samt Beitragsbild sehen!

Alle Beiträge werden von mir zusätzlich auf einem Pinterest-Board gesammelt.

Resteküche auf widerstandistzweckmaessig

In dieser Liste findest Du meine bisher veröffentlichten Rezepte aus dem Bereich „Resteküche“. In den nächsten Monaten werde ich weitere Rezepte veröffentlichen und diese Übersicht erweitern.

Apfelsaft
Apfelschalentee
Apfeltiramisu
getrocknete Apfelspalten
Bananenkuchen
Bärlauchpaste
grüne Tomatenmarmelade
Pizza
Rhabarbersirup
Sauerkraut im Glas
Semmelbröseln
Vanillezucker
Walnussmilch
Wastecooking-Sirup
Zucchinikuchen

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Osterhasen

Ostern und in Aluminium eingewickelte Osterhasen gehören beinahe untrennbar zusammen. Diese Schokoladefiguren sind gleich aus mehreren Gründen problematisch.

Abgesehen davon, dass Schokolade und Zucker für den Körper nicht gesund sind (vorsichtig ausgedrückt), ist die Herstellung von Schokolade noch immer aufgrund der Kinderarbeit umstritten. Infos dazu findest Du im „Osterhasencheck 2017“ von Südwind.

wem gefallen eigentlich diese Osterhasen?

Und dann ist da natürlich auch noch das Thema „Aluminium“ und der Wunsch nach Müllvermeidung.

Wie bereits zu Nikolaus gezeigt, bevorzugen wir die selbst.gemachte, müllreduzierte Alternative, die sogar gesünder ist. Wie das mit ganz wenig Aufwand funktioniert, möchte ich Dir heute zeigen.

Osterhasen aus Germteig (Hefeteig)

Das Rezept ist genau das selbe wie beim Germstriezel (Hefezopf) und beim Krampus bzw. Nikolaus, nur dass ich den Zucker weiter reduziert habe. Der Teig ist wirklich einfach und schnell zubereitet.

wie das duftet!

Zutaten für 12 Osterhasen:

500 gr Bio-Universalmehl Type 480
10 gr Salz
1/2 Würfel Bio-Germ (Hefe)
50 gr Zucker
60 gr Bio-Butter
1 Bio-Ei
rd. 250 ml (Pflanzen-)Milch

zusätzlich:

1 Bio-Ei zum Bestreichen
12 Rosinen für die Augen

Anmerkung: Die Osterhasen, die auf dem Bild zu sehen sind, habe ich mit 1/3 Bio-Dinkel-Vollkornmehl und 2/3 Bio-Dinkelmehl gebacken.

Zubereitung:

Das aufgeschlagene Ei in ein Messgefäß geben und mit (Pflanzen-)Milch auf genau 300 ml auffüllen.

Tipp: Da man meist kein ganzes Ei zum Bestreichen braucht, gebe ich rund 1 1/2 Eier in den Teig und hebe ein halbes Ei zum Bestreichen auf.

In einer Küchenmaschine alle Zutaten für ca. 15-20 Min. gut kneten lassen, danach den mit einem Küchentuch abgedeckten Teig ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Man kann den Teig auch in einem Brotbackautomaten mit der Einstellung „Teig“ zubereiten und direkt im Brotbackautomaten gehen lassen.

bald geht’s in den Ofen…

Danach den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und in 12 gleiche Stücke teilen. Von diesen Teigstücken schneidet man ca. 1/4 bis 1/3 für den Kopf ab.

hoffentlich sind sie bald kühl genug…

Das größere Teigstück wird zu einer Wurst gerollt und – wie auf dem Bild zu sehen – zu einer Art Schlaufe gelegt. Aus dem hinteren Ende entsteht der Puschelschwanz, der übereinander liegende Teil ist der Körper und das andere Ende bildet die Vorderpfote.

Das kleinere Teigstück wird zu einer Kugel gerollt, mit Hilfe von einem scharfen Messer eingeschnitten und daraus die Ohren geformt.

In den Kopf drückt man eine Rosine als Auge und bestreicht den Körper mit dem verquirlten Ei.

Im heißen Backrohr ca. 15 – 20 Min bei 180° backen. Am besten verwendest Du Heißluft, dann kannst Du beide Backbleche auf einmal rein schieben.

Zum Auskühlen lege ich die Osterhasen auf ein Kuchengitter. Und dann heißt es Geduld haben bis sie kühl genug sind, damit man sich nicht mehr die Zunge verbrennt beim Reinbeißen…

Geschenktipp

Die selbst gebackenen Osterhasen schmecken nicht nur beim Osterfrühstück sehr gut und sind dekorativ als Tischschmuck, sondern sehen auch im Osternest neben den bunten Eiern nett aus und ersetzen ihre industriell gefertigten Kollegen ganz hervorragend!


Logo einab grueneinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.
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