Müll reduzieren beim Schenken #7

Auch dieses Jahr ist es mir wichtig darauf hinzuweisen, dass man das Osterfest abseits von in Aluminium eingewickelten Osterhasen und mit Lack besprühten und in Plastik verpackten Eiern begehen kann.

make chocolate fair!

Der Beitrag „Osterhasencheck 2017“ von Südwind rüttelt auf. Nachzulesen sind die Ergebnisse im Download. Es gibt auch ein kurzes Video mit den wichtigsten Infos.

Schlimm ist, dass die am meisten verbreiteten Schokohasen kein Gütesiegel tragen und noch dazu mit Pestiziden belastet sind!

Diese Informationen haben mich unter anderem dazu veranlasst zu zeigen, dass es auch anders geht.

Die Anleitung für die Osterhasen aus Germteig ist vor wenigen Tagen online gegangen und das Rezept für ein leckeres selbst gebackenes Osterbrot findest Du im Beitrag selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Osterbrot.

selbst gebacken schmeckt es am besten

Ostern ohne Müll

Eigentlich habe ich vor einem Jahr in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Schenken #5 schon mein ganzes Pulver verschossen.

Ostereier natürlich färben

In meinem Beitrag vom Vorjahr findest Du nicht nur die Anleitung, wie man Ostereier natürlich färben kann, sondern auch ein wunderbares Rezept um kleine Mürbteigosterhasen selbst zu backen. Auch das ist eine sehr gute Alternative zu den gekauften Schokoladeosterhasen.

selbst gebackene Osterhasenkekse

Es würde mich sehr freuen, wenn Du Dir die Zeit nimmst und einen Blick in meinen Beitrag Müll reduzieren beim Schenken – das Osterfest wirfst.

Bunte Ostereier ohne Färben

Wer es ganz minimalistisch und ohne Aufwand mag, kann auch Eier verwenden, die von Natur aus bunt sind. Es gibt einige alte Hühnerrassen, die rote oder grüne Eier legen.

Ganz neu im Trend sind Wachteleier, die von sich aus eine wirklich wunderschöne Färbung haben und etwas ganz Besonderes sind. Kein Ei gleicht dem anderen!

Übrigens wird den Wachteleiern eine ganz besondere gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt.

mir gefallen die Wachteleier wirklich sehr gut

aktiv gegen Lebensmittelverschwendung

Bei den Lebensmitteln wird zu Ostern meist nicht gespart. Nach Ostern wissen viele nicht wohin mit den Resten vom Osterschinken und den vielen bunten Eiern. Das Osterbrot schmeckt auch nicht mehr, weil es mittlerweile trocken geworden ist.

Meist würde man mit viel weniger Eiern auskommen, denn von jedem, dem man ein Ei schenkt, bekommt man auch eines wieder zurück. Am besten färbst Du nur halb so viele Eier wie sonst, ich verspreche Dir, es wird sich trotzdem leicht ausgehen!

mit Zwiebelschalen gefärbte Eier gefallen mir besonders gut

Plane die Reste der Ostermahlzeit an den restlichen Feiertagen mit ein und berücksichtige, dass die Kinder meist mehr naschen als sonst und daher weniger Appetit bei den Mahlzeiten haben.

Viele gute Tipps habe ich anlässlich des Weihnachtsfestes zusammen getragen, das gilt natürlich alles sinngemäß auch für Ostern.

Die Reste von Schinken und Käse kann man auch einfrieren. Alternativ kannst Du auch einen Fairteiler von Foodsharing nutzen.

Blogpause

Ich wünsche Dir ein frohes Osterfest und ein paar schöne Feiertage. Lass es Dir gut gehen und genieße die Tage mit dem, was Du am liebsten machst.

Mein Blog macht nun ein paar Tage Pause. Wir lesen uns bald wieder mit dem gewohnten Monatsrückblick.


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aktiv gegen Lebensmittelverschwendung #2 – Essen zu den Festtagen

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Der Einfluss unserer Ernährung auf das Klima [fasten your food]

Schon seit längerer Zeit beschäftigt mich das Thema Ernährung. Nicht nur im Zusammenhang mit dem Punkt „gesunde Ernährung“ sondern auch in Hinblick darauf, welche Auswirkung unsere Ernährung auf die Umwelt hat.

„Fasten your food“ heißt der Schwerpunkt der CO² Fastenaktion, der sich der Frage widmet, welchen Einfluss das, was wir essen, auf das Klima hat.

ernaehrung-und-klima

die Sache mit den Treibhausgasen

Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, hat nicht nur Auswirkungen auf die Ressourcen unserer Erde, sondern in nicht unerheblichem Maße auch auf die Emission von Treibhausgasen und somit auf die Erderwärmung und den Klimawandel.

Maßgebliche Faktoren sind beispielsweise Treibhausgase, die aus der Düngung der Böden, bei der Herstellung tierischer Produkte wie Fleisch, Milchprodukte und Eier, bei der Weiterverarbeitung der Nahrungsmittel und deren Transport, bei der Zubereitung der Speisen sowie bei der Beseitigung von Nahrungsmittelresten entstehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die veränderte Nutzung von Land – landwirtschaftliche Flächen werden neu geschaffen (z.B. durch Brandrodungen für den Anbau von Futtermitteln) bzw. Umwandlung von Grünland in Ackerland und Trockenlegung von Sümpfen.

ein großes Problem ist die Massentierhaltung

Rinder stehen heutzutage nur noch in Ausnahmefällen auf der Wiese und fressen Gras. In der Massentierhaltung gezogene Rinder werden meist nicht artgerecht ernährt, sondern mit Kraftfutter bestehend aus Weizen, Soja oder Mais gefüttert.

Ein nicht unerheblicher Teil dieses Futters wird aus Südamerika z.B. aus Brasilien und Argentinien importiert. Immer neue Flächen Wald werden dort gerodet und in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt. Dabei werden erhebliche Mengen Treibhausgase in die Atmosphäre freigesetzt.

Aber auch Schweine und Hühner werden oftmals mit Futter aus Übersee versorgt. Da sie kein Methan produzieren, ist ihre Klimabilanz trotzdem etwas besser.

vom Tier zum Teller

vom Tier zum Teller

die Art der Ernährung spielt eine große Rolle

Die Auswirkungen unserer Ernährung auf das Klima sind immens. Nahezu 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung sind auf tierische Produkte zurückzuführen. (Quelle WWF).

Dazu kommt, dass für eine einzige Fleischkalorie bis zu 12 Pflanzenkalorien nötig sind, was zur herrschenden Ernährungsproblematik auf unserer Erde beiträgt.

Die Übersicht der Treibhausgasemissionen verschiedener Nahrungsmittelkategorien macht es deutlich. Rindfleisch führt mit dem gut 20fachen Wert(!) von Obst und Gemüse die Tabelle weit an. Es folgt Schweinefleisch mit dem rund 8fachen Wert gefolgt von Hühnerfleisch, das noch immer vier mal so viel Treibhausgase entstehen lässt. (Quelle CO²Fasten)

CO² Fastenaktion

CO² Fastenaktion

der Transport der Lebensmittel

Der Transport von Lebensmitteln führt zu einer hohen Freisetzung von Treibhausgasen, insbesondere von CO² durch die Verbrennung von Kraftstoffen. Der Transport per Flugzeug führt zu deutlich höheren Emissionen als der per Lkw. Dieser wiederum transportiert klimaschädlicher als die Bahn, die ihrerseits von der Schifffahrt, insbesondere der Hochseeschifffahrt, diesbezüglich noch unterboten wird. (Quelle CO²Fasten)

Viel hängt also von der Art des Transports und den Entfernungen ab. So ist es durchaus möglich, dass von weit her, aber effizient transportierte Lebensmittel weniger Treibhausgas-Emissionen verursachen als regionale, aber aufwendig (z.B. durch Kühlung) und lang gelagerte Produkte.

Das führt uns unweigerlich zum Punkt „regional und saisonal“. Beachten wir bei unserer Ernährung, welche Lebensmittel gerade Saison haben und achten darauf, dass sie regional produziert wurden, müssen sie weder mit hohem Stromverbrauch gelagert noch weit transportiert werden.

Wer seinen Einkauf dann noch zu Fuß oder per Fahrrad nach Hause transportiert, statt den PKW zu nehmen, vermeidet eine signifikante Verschlechterung der Transport-Klimabilanz der eingekauften Lebensmittel.

industrielle Fertigung, Transport und Verpackung hängen zusammen

Nahrungsmittel, die industriell verarbeitet werden, bedeuten automatisch eine größere Belastung für die Umwelt. Abgesehen davon, dass die Fabrik bzw. die Maschinen gebaut werden müssen und das an sich schon ein großes Problem darstellt, werden intensiv verarbeitete Nahrungsmittel großzügig verpackt und mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen.

Dadurch entsteht sehr viel Müll. Einerseits durch die Verpackung und andererseits auch dadurch, dass mehr Lebensmittel im Müll landen, weil sie nach Erreichen vom Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr verkauft werden dürfen.

grauer Plastikmüll

Noch einmal möchte ich an dieser Stelle auf die für uns meist unsichtbare Verpackungsproblematik beim Transport hinweisen. Mehr dazu in meinem Beitrag „grauer Plastikmüll – die unsichtbare Gefahr“.

jede Menge Plastikmüll im Warenlager

jede Menge Plastikmüll im Warenlager

Lebensmittelverschwendung

Jedes Lebensmittel, das unnötig im Müll landet, hat im Laufe der Produktionskette Einfluss auf unser Klima genommen! Obst, Gemüse und Getreide wurde angebaut, gedüngt, geerntet (mit Maschinen), verarbeitet (Industrie) und transportiert. Fleisch wurde gezüchtet, ernährt, geschlachtet, verarbeitet und transportiert.

Kaum etwas hat einen größeren negativen Einfluss auf die Treibhausgase und damit auf unser Klima bei gleichzeitiger Vermeidbarkeit als Lebensmittel, die weggeworfen werden!

aktiv gegen Lebensmittelverschwendung

Der Verein Foodsharing setzt sich gegen die Lebensmittelverschwendung ein. Ich arbeite nun schon das dritte Jahr mit und ernähre mich mittlerweile fast ausschließlich von Lebensmitteln, die sonst im Müll landen würden.

Das ist doppelt gut für die Umwelt, denn diese Lebensmittel werden vor dem Müll gerettet und für mich müssen keine anderen Lebensmittel produziert werden.

Für alle, die nicht aktiv mitarbeiten wollen, stehen öffentliche Fairteiler für Lebensmittel zur Verfügung. Aus diesen Fairteilern kann jeder Lebensmittel entnehmen, die sonst im Müll landen würden.

jeder kann Lebensmittel aus dem Fairteiler entnehmen

jeder kann Lebensmittel aus dem Fairteiler entnehmen

Geschenke der Natur

Eine viel zu selten beachtete Alternative zum Einkauf im Supermarkt finden wir in der Natur. Unsere Ernährung können wir durch Wildkräuter und allerlei andere Geschenke der Natur wunderbar ergänzen! Am Wegrand finden wir Brennnesseln, Gänseblümchen, Löwenzahn und allerlei Wildkräuter, die ganz herrlich schmecken.

Aus den frischen Holunderblüten koche ich Holundersirup und im Sommer aus den Mirabellen den Mirabellensirup. Aus getrockneten Holunderblüten und vielen verschiedenen Kräutern kann man einen herrlichen Tee kochen.

Gerade ist die Zeit des Bärlauch, aus dem man eine Vielzahl von Speisen zubereiten kann. Im Herbst bereichern Pilze und Schwammerl unseren Speiseplan.

Selbst wenn man keinen Garten hat, kann man Kleinigkeiten wie z.B. Gewürzkräuter in Töpfen ziehen.

Solange wir die Natur nicht so massiv berauben, dass sie sich selbst nicht mehr regenerieren kann, ist das eine perfekte Möglichkeit abseits der Nahrungsmittelindustrie für herrliche Speisen am Tisch zu sorgen.

Viele Tipps über das, was in der Natur wächst, sowie eine umfangreiche Landkarte, wo Du diese Schätze finden kannst, gibt es auf der Seite von Mundraub.

essbare Wildpflanzen sehen nicht nur gut aus, sondern schmecken auch herrlich

essbare Wildpflanzen sehen nicht nur gut aus, sondern schmecken auch herrlich

meine Tipps für eine umweltbewusste Ernährung

Wie soll also unsere Ernährung aussehen, damit sie so wenig negativen Einfluss wie möglich auf das Klima hat?

* ernähre Dich möglichst fleischarm oder vegetarisch
* koche Deine Nahrung selbst
* verzichte auf industriell gefertigte Produkte
* beachte, was derzeit Saison hat
* schau Dich in der Natur um, was sie gerade verschenkt
* kaufe regional produzierte Lebensmittel
* ziehe unverpackte Ware vor
* geh zu Fuß oder fahre mit dem Fahrrad einkaufen
* kaufe nur so viel, wie Du wirklich benötigst
* wirf keine Lebensmittel weg
* unterstütze foodsharing

umweltbewusste-ernaehrung

Linktipp:

Homepage CO² Fasten
Aktionsbroschüre (pdf Download)
Homepage Klimafasten
Klimafasten-Broschüre (pdf Download)
Aktion Fleischfasten
Foodsharing
Mundraub

Philipp hat sich mit dem Thema Wasser beschäftigt und zeigt in seinem Beitrag „über den Jordan“ sehr informativ auf, welche Probleme zusätzlich entstehen, wenn wir Gemüse, das eigentlich bei uns wächst, aus Israel importieren.


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Zahnpasta [Langzeiterfahrung]

Wenn man sich mit Müllvermeidung, Plastikreduktion und der Vermeidung von Aluminium beschäftigt, liegt unweigerlich irgendwann einmal das Thema Zahnpasta am Tisch.

Mein erster Schritt am Anfang der Plastikreduktion war der Umstieg auf Naturzahnpasta in einer Aluminiumtube. Da ich jedoch Aluminium aus einer Vielzahl von Gründen ebenfalls vermeiden möchte, stelle ich seit mittlerweile fast einem Jahr meine Zahnpasta selbst her.

zahnpasta-selbst-gemacht-anleitung

Im Internet gibt es mehrere Rezept, ich habe zwei davon getestet und möchte diese hier vorstellen sowie von meiner Langzeiterfahrung mit selbst gemachter Zahnpasta berichten.

Basisrezept:

3 Esslöffel Kokosöl
2 Esslöffel Natron
1 Esslöffel Xylit (Birkenzucker)

optional Pfefferminzöl o.ä.

Die Anleitung für die Zubereitung sowie Tipps zur Anwendung findest Du weiter unten.

Zum Abfüllen habe ich ein kleines leeres Sturzglas verwendet. Die im Rezept angegebene Menge entspricht in etwa 100 ml.

einfache Zahnpasta aus 3 Zutaten

einfache Zahnpasta aus 3 Zutaten

Erfahrungsbericht:

Die Putzwirkung ist hervorragend, mir persönlich war dieses Rezept jedoch fast etwas zu grob von der Körnung her. Das liegt m.M.n. am Xylit, obwohl es sich sehr schnell im Mund auflöst.

Als Abhilfe kann ich mir vorstellen, das Xylit in einer alten Kaffeemühle zu vermahlen. Ich habe das jedoch noch nicht ausprobiert, da ich das Rezept nur einmal angerührt habe.

meine Alternative

Im Buch „statt Plastik“ habe ich ein alternatives Rezept gefunden, das ich selbst ein wenig an unsere Bedürfnisse angepasst habe.

Basisrezept:

4 Esslöffel Kokosöl
2 Esslöffel Natron
1 EL weiße Tonerde
1 EL Xylit

optional Pfefferminzöl o.ä.

Anleitung:

Die trockenen Zutaten werden in einer kleinen Schüssel miteinander vermengt.

hier sieht man die Zutaten und die Vorbereitung

hier sieht man die Zutaten und die Vorbereitung

Das Kokosöl im Wasserbad oder auf ganz niedriger Temperatur am Herd schmelzen lassen. Man kann dafür gut die Restwärme der Herdplatte vom Mittagessen verwenden.

Sobald das Kokosöl geschmolzen ist, wird der Topf sofort vom Herd genommen. Wenn Du möchtest kannst Du jetzt ein paar Tropfen Pfefferminzöl hinzufügen.

Danach werden die trockenen, bereits miteinander vermengten Zutaten vorsichtig in das Öl eingerührt.

zum geschmolzenen Kokosöl werden die restlichen Zutaten hinzugefügt

zum geschmolzenen Kokosöl werden die restlichen Zutaten hinzugefügt

Zum Abfüllen habe ich ein leeres Sturzglas verwendet. Die im Rezept angegebene Menge entspricht in etwa 150 ml.

Während dem Abkühlen der Masse immer wieder einmal umrühren, damit die Zutaten gleichmäßig verteilt bleiben. Wenn man das nicht macht, kann es sein, dass sich an der Oberfläche mehr Kokosöl befindet und die festen Zutaten zu Boden sinken.

immer wieder umrühren bis die Masse kalt ist

immer wieder umrühren bis die Masse kalt ist

Haltbarkeit

Mit dieser Menge kommen wir zu zweit rund 2 Monate aus, die Haltbarkeit war daher bis jetzt noch nie ein Thema. Größere Mengen würde ich jedoch nicht anrühren. Die Zahnpasta ist so schnell zubereitet, dass sich das wirklich nicht auszahlt.

Anwendung:

zahnpasta-rahmenZur Entnahme nutze ich meist einen kleinen Mokkalöffel. Man kann natürlich auch einen Teelöffel oder Joghurtlöffel verwenden.

Die Zahnpasta ist grob-bröselig. Mit Zeigefinger und Daumen forme ich daraus eine erbsengroße Kugel, die ich rasch auf die Zahnbürste drücke.

Achtung:

Für Kokosöl liegt der Schmelzpunkt bei ca. 25°. Daher muss man beim Formen der Kugel wirklich rasch handeln, damit die Zahnpasta nicht zwischen den Fingern schmilzt.

Wenn im Sommer die Raumtemperatur über 25° steigt, wird die Zahnpasta weich. Über 27° ist sie nicht mehr wirklich sinnvoll zu verwenden. Es empfiehlt sich in dem Fall die Zahnpasta im Kühlschrank aufzubewahren und 1-2 Stunden vor der Verwendung ins Bad zu stellen.

Erfahrungsbericht:

Mit meinem adaptierten Rezept sind Herr Widerstand und ich wirklich sehr zufrieden! Die Putzwirkung ist hervorragend! Die Zahnpasta ist jedoch nicht ganz so grob wie die erste Variante, weil im Verhältnis ein geringerer Anteil Xylit enthalten ist.

Die Zähne fühlen sich danach wunderbar sauber an und sogar an Stellen, wo ich immer Verfärbungen hatte, weil die Zähne so eng stehen, zeigt sich gar nichts.

Wir nutzen die selbst gemachte Zahnpasta bereits seit dem letztem Sommer und auch unsere beiden Zahnärzte (Herr Widerstand und ich gehen zu unterschiedlichen) sind begeistert.

Bei der letzten Mundhygiene meinte meine Ärztin, dass ich gar keine Beläge und auch keine Verfärbungen habe und sie daher gar nichts zu tun hat! So schnell brauche ich nicht wieder zu kommen, das hat mich schon sehr begeistert!

zahnpasta-rezept

die Wirkstoffe in der Zahnpasta

In der selbst gemachten Zahnpasta sind gleich mehrere Wirkstoffe enthalten, die gut für die Zähne sind.

Sowohl Kokosöl als auch Pfefferminzöl wirken antibakteriell. Natron neutralisiert die Säuren im Mund und wirkt dadurch gegen Karies. Natron hat auch eine sehr gute Putzwirkung ohne den Zahnschmelz zu schädigen.

Xylit wird schon seit langem in Form von Kaugummis in der Zahnpflege eingesetzt, weil es nachweislich eine Karies reduzierende Wirkung hat und sogar zur Remineralisierung von der Zahnsubstanz beiträgt.

Müll reduzieren

Kokosöl ist im Glas erhältlich. Natron kaufe ich lose in der Apotheke, die weiße Tonerde habe ich in der Papierpackung ebenfalls in der Apotheke erhalten. Xylit kann man im Unverpacktladen lose beziehen.

Abgefüllt wird die Zahnpasta in ein altes Glas. Auf den Deckel verzichten wir üblicherweise im Gebrauch und können so auch Gläser nutzen, die keinen Deckel mehr besitzen.

Edit 9.3.2017

Zum Thema „Abrieb“ habe ich folgenden Link gefunden „healing teeth naturally“. Hier findest Du eine Übersichtstabelle welche Zahnpasta geringen, mittleren und starken Abrieb des Zahnmaterials verursacht.

Die Zähne nur mit Zahnbürste und Wasser zu putzen hat den Wert 4 in dieser Tabelle, mit Natron steigt der Wert auf 7. Werte von 0 – 70 gelten als geringer Abrieb. Die meisten „sensitiv Zahnpasten“ haben einen höheren Wert und übersteigen mitunter sogar die Grenze von 70.


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Aktionen in der Fastenzeit 2017 – ein unvollständiger Überblick

Die Fastenzeit naht in großen Schritten und wieder einmal gibt es viele tolle Aktionen, wie man die 40 Tage nutzen kann um bewusst etwas zu verändern, zu reduzieren bzw. darauf zu verzichten.

Auch heuer möchte ich Dir einige dieser Fastenprojekte vorstellen, die mich ganz besonders angesprochen haben. Neben denjenigen, an denen ich bereits in den Jahren davor teilgenommen bzw. welche ich Dir bereits vorgestellt habe, konnte ich einige neue interessante Fastenaktionen entdecken.

Selbst werde ich mich natürlich auch wieder einigen Challenges stellen und die Fastenzeit auf diese Weise sehr bewusst gestalten.

Plastikfasten

Der Aufruf zum Plastikfasten kommt in diesem Jahr von Anneliese Bunk, die gemeinsam mit Nadine Schubert das Buch „Besser leben ohne Plastik“ geschrieben hat.

plastikfasten-2017

Die beiden waren zuletzt auf „Utopia“ zu Gast, um das Fastenprogramm vorzustellen.

Auf ihrem Fastenblog „Plastikfasten“ bietet Anneliese ein begleitendes Programm mit verschiedenen Schwerpunkten an. Die Teilnehmer bekommen täglich Anregungen und Unterstützung.

plastikfasten-2017-programm

Trotzdem ich permanent Plastik faste, habe ich mir vorgenommen, dieses Projekt zu verfolgen und bin schon sehr auf die Tipps gespannt!

7 Wochen ohne

Auf diese Fastenaktion der evangelischen Kirche wurde ich durch Zufall aufmerksam. Sie hat mich aber gleich sehr angesprochen, passt das Motto „Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort“ doch wirklich unheimlich gut zu meinem Achtsamkeitsprojekt.

7-wochen-ohne

Die Ungeduld gilt als ein Symbol der Moderne. Man darf alles verlieren – nur nicht die Zeit. Viele lesen ihre Mails schon auf dem Weg ins Büro, auf dem Smartphone. Damit sie sofort loslegen können, wenn sie ankommen. „Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort“ – die Fastenaktion der evangelischen Kirche ruft auf zu einer Zeit der Entschleunigung, des Innehaltens, des Nachdenkens.

Jede Woche steht unter einem anderen Thema, Anregungen zum wöchentlichen Motto bekommt man mit dem Fastenmail.

Linktipp:

Homepage „7 Wochen ohne“
Facebookseite „7 Wochen ohne“

Videotipp:

Klimafasten

Durch meine bewusste Suche nach Fastenprojekten, die gut für die Umwelt sind, bin ich auf die Aktion „Klimafasten“ gestoßen. Es handelt sich um eine Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit.

klimafasten-banner

Auch bei dieser Fastenaktion steht jede Woche unter einem anderen Motto. In der ersten Woche geht es zum Beispiel darum anders zu kochen und in der dritten Woche darum weniger zu kaufen.

Kernstück des Programms ist die Klimafasten-Broschüre (pdf Download). Für jede Aktionswoche findest Du in den Downloads ein kleines Poster, das Dich an das Motto erinnert. Man kann das Poster ausdrucken und aufhängen, um die Anregungen immer präsent zu haben.

Für den Gedankenaustausch untereinander wurde eine eigene Facebook-Gruppe „Klimafasten“ gegründet.

klimafasten-info

Linktipp:

Homepage Klimafasten
Klimafasten-Broschüre (pdf Download)
Poster-Download
Facebook-Gruppe „Klimafasten“

CO² Fasten

Wir bleiben beim Klima, ich habe noch eine sehr spannende Fastenaktion zu diesem Thema gefunden.

co2-fasten-banner

Die diesjährige Aktion der Kirchlichen Jugendarbeit vertieft das Thema Ernährung und Klima. Wie hängen diese beiden Faktoren zusammen? Was hat das eine mit dem anderem zu tun?

Antworten auf diese Fragen sind im Infoteil vom Aktionsheft (pdf Download) zu finden. Neben dem Hintergrundwissen wurden verschiedene Methoden und Aktionen zum Mitmachen entwickelt. Ergänzt wird das Aktionsheft durch leckere Rezepte, die zum Nachkochen einladen.

Auf der Homepage ist übrigens ein CO² Rechner zu finden, mit dessen Hilfe man den jährlichen CO²-Ausstoß berechnen und mit dem Durchschnittswert eines Bundesbürgers vergleichen kann.

Jeden Tag gibt es einen neuen Fastenimpuls, der zum Nachdenken anregt. Diese Impulse können mit der Feed-Funktion, bei Facebook oder bei Twitter abonniert werden.

co2-fasten-info

Linktipp:

Homepage CO² Fasten
Aktionsbroschüre (pdf Download)
CO² Fasten auf Facebook
CO² Rechner

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen

Autofasten Logo

Auch in diesem Jahr ist das Autofasten wieder ein Fixpunkt für mich. Bereits zum dreizehnten Mal wird dazu aufgerufen, während der Fastenzeit die Autofahrten einzuschränken und den Umgang mit der eigenen Mobilität zu überdenken.

Die Aktion „verbietet“ das Autofahren nicht. Konkret geht es darum, in der Fastenzeit, also zwischen 1.3. und 15.4.2017, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und Autokilometer einzusparen.

Details zur Aktion sind auf der Homepage von Autofasten zu finden. Diese Aktion findet auch in Deutschland auf Autofasten.de statt.

In der Steiermark läuft aktuell die Feinstaubaktion vom Verkehrsverbund, bei der jede 1 – 6 Stunden Karte zur Tageskarte wird. Für den Zeitraum 8. Februar bis inkl. 28. Februar 2017 wurde die Aktion ausgeweitet und gilt nun täglich. Mehr Infos dazu sind auf der Homepager der Holding Graz nachzulesen.

Das erste Mal habe ich im Jahr 2015 teilgenommen. Meine Beiträge waren „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen“, „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #2“ und der Rückblick kam im Beitrag „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3“. Das Fazit von meinem Autofasten 2016 kannst Du im Beitrag Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #4 nachlesen.

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

Fleisch fastenFleisch fasten

Der Konsum von Fleisch ist innerhalb der Ernährung der wesentlichste Faktor für negative soziale und ökologische Auswirkungen. Die Initiative „Gerecht leben – Fleisch fasten“ nimmt deshalb die Fastenzeit zum Anlass, den Ernährungsstil kritisch zu hinterfragen und zu Alternativen zum enorm hohen Fleischkonsum herauszufordern.

Das Ziel ist mehr soziale Gerechtigkeit für die Umwelt, das Klima und die Tiere und ganz nebenbei ist das Ganze auch noch gut für unsere Gesundheit. Weitere Infos sind im Beitrag Warum „Gerecht leben – Fleisch fasten“? zu finden.

Ähnlich wie beim Autofasten steht nicht der gänzliche Verzicht sondern der bewusste Konsum im Vordergrund, sprich vom Alltagsbraten zum Sonntagsbraten.

Ich finde diese „moderate“ Art des Fastens sogar noch viel zielführender als das strenge Fasten, denn so hat der Mensch die Möglichkeit auszuprobieren wo die Grenzen sind und kann das neu erlernte Verhalten nach der Challenge gut in den Alltag mitnehmen und weiterführen. Zumindest habe ich das so mit dem Autofasten im letzten Jahr erlebt, das nun zu meiner üblichen Verhaltensweise geworden ist.

Mein persönlicher Konsum von Fleisch hat – trotzdem er immer schon sehr gering war – in den letzten Jahren noch weiter abgenommen und beschränkt sich auf Einladungen bei meiner Schwiegermutter und wenn ich etwas über foodsharing geschenkt bekomme oder aus dem Müll rette. Für mich selbst kaufe ich kein Fleisch und keine Fleischprodukte mehr. Dieses Jahr möchte ich noch einen Schritt weiter gehen und während der Fastenzeit vollständig auf Fleisch verzichten.

Linktipp:

Aktion Fleischfasten
Aktion Fleischfasten auf Facebook

Modeprotest – Klamottenkur

klamottenkur

Die Aktion „Modeprotest – Klamottenkur“ wird in diesem Jahr zum 6. Mal stattfinden und ich werde zum 4. Mal mit machen.

Bereits 2014 habe ich daran teilgenommen und mein Beitrag „Wie viel Kleidung braucht ein Mensch?“ ist einer der meist gelesenen auf meinem Blog überhaupt geworden. Wie es mir bei meiner ersten Klamottenkur ergangen ist, kannst Du im Beitrag „Klamottenkur 2014 – mein Fazit“ lesen. Auch von 2015 kannst Du meinen persönlichen Modeprotest nachlesen.

„Der erste Schritt in Richtung nachhaltigem Konsum ist weniger Konsum. Das gilt auch für die Klamotten im Kleiderschrank. Schaffst du es, deine Garderobe für sieben Wochen zu reduzieren?“

Linktipp:

Homepage Modeprotest
„Modeprotest“ auf Facebook
Homepage Klamottenkur

Strichcodefasten

Strichcodefasten

Seit dem Jahr 2014 verzichtet Sophia Reis jedes Jahr als Aktion zur Fastenzeit auf Produkte mit Strichcode. Das „Strichcodefasten“ ist ihre Idee, die mittlerweile viele Nachahmer gefunden hat.

Strichcodefasten fordert auf, das alltägliche Lebensmittelkonsumverhalten zu überdenken. Der Lebensmitteleinkauf erfolgt dadurch bewusster und bedarf etwas Zeit und Vorplanung. Wer des Strichcodes wegen auf Supermarktware verzichtet und bei regionalen Erzeugern kauft, unterstützt diese mit jedem einzelnen gekauften Produkt, statt den Profit und die Macht der Lebensmittelindustrie weiter zu fördern.

Über ihre Erfahrungen schreibt Sophia auf dem Blog „Strichcodefasten“ und ist auch auf Facebook zu finden.

diese Art zu Fasten ist gut für die Umwelt

Mir ist positiv aufgefallen, dass sich verschiedene kirchlichen Organisationen sowohl in Österreich als auch in Deutschland sehr für die Umwelt einsetzen. Auch abseits der Fastenzeit kann ich das beispielsweise in der Pfarre meines Heimatortes erkennen.

Vielleicht ist das ja wirklich eine Möglichkeit, noch mehr Menschen für diese Themen zu sensibilisieren.


Ist für Dich auch etwas mit dabei oder gibt es etwas ganz anderes, auf das Du während der Fastenzeit verzichten möchtest? Hast Du noch anderen interessante Aktionen entdeckt, die hier fehlen?


Logo einab grueneinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.
Hier geht es zur aktuellen Linkparty.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.


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damit der Plastikmüll abnimmt – Plastikfasten
ergänzende Gedanken zum Plastikfasten
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Modeprotest: Klamottenkur 2014 – mein Fazit
Modeprotest: Aktion Klamottenkur 2015

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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Müll reduzieren beim Schenken #6

Wie jedes Jahr vor Weihnachten möchte ich mich dem Thema Müll reduzieren beim Schenken widmen, ein paar meiner Gedanken in diesem Beitrag zusammen fassen sowie meine bisherigen Beiträge in Erinnerung rufen.

Advent, die stressigste Zeit des Jahres?

Leider ist das Besinnliche der angeblich schönsten Zeit am Ende des Jahres der Hektik und dem Stress gewichen. Viele Menschen irren durch die Stadt und stöhnen darüber, dass es so schwierig ist, andere zu beschenken, da jeder bereits alles besitzt.

Trotzdem wird zu Weihnachten jedes Jahr noch mehr Geld auszugeben um Dinge zu kaufen, die scheinbar niemand braucht!

Das muss nicht so sein

Ich mache da schon lange nicht mehr mit und das hat viele Gründe, über die ich unter anderem in meinem Beitrag „Ich bin ein Weihnachtsverweigerer“ geschrieben habe.

ich bin ein Weihnachtsverweigerer

ich bin ein Weihnachtsverweigerer

Ich will nichts kaufen, was andere nicht brauchen und was dann sowieso zu Müll wird. Diese ungeliebten Geschenke haben bei der Herstellung Ressourcen verbraucht, wurden teilweise unter fragwürdigen Bedingungen produziert, haben einen weiten Transportweg hinter sich und zusätzlich entsteht auch noch jede Menge Müll.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Dieses Jahr hat sich meine Tochter Yogasocken gewünscht. Ich freue mich sehr, dass sie selbst gemachte Sachen so schätzen kann.

Yogasocken für meine Tochter

Yogasocken für meine Tochter

Im letzten Jahr habe ich einige selbst gestrickte Teile verschenkt wie z.B. Ministulpen für die Schuhe, einen zweifärbigen Möbiusloop sowie einen Sommerloop und Handstulpen.

Voriges Jahr zu Weihnachten sind meine selbst entworfenen gehäkelten cord keeper sehr gut angekommen.

liebevolle Handarbeitsgeschenke

liebevolle Handarbeitsgeschenke

Geschenke aus der Küche

Immer mehr Menschen gestalten ihr Leben so, dass keine Zeit mehr für das Selbermachen, ja manchmal noch nicht einmal fürs Kochen, bleibt. Die Lebensmittel werden abgepackt und vorgekocht gekauft. Alles muss schnell gehen, viele Einkäufe werden aus Zeitmangel online im Internet bestellt.

Trotzdem werden gerade selbst gemachte Geschenke sehr geschätzt und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Nachdem ich im Gegensatz zu vielen anderen gerne koche, bereite ich mich bereits im Laufe des Jahres auf Weihnachten vor. Das macht mir schon bei der Zubereitung Freude, weil ich während der Arbeit an jene denke, die ich gerne beschenken möchte und gleichzeitig habe ich in der Adventszeit keinen Stress.

Ob gebrannte Nüsse, Vanillekipferl, selbst gemachter Schokoaufstrich, Kräutersalz oder Kuchen im Glas – mit einer Leckerei aus der Küche haben die meisten Menschen Freude.

Noch mehr Rezeptideen sind in meinem Index „selbst.gemacht“ zu finden.

Geschenke aus meiner Küche

Geschenke aus meiner Küche

Zeit statt Zeug

Gemeinsame Zeit zu schenken ist eine Möglichkeit zu sagen, ich verbringe gerne Zeit mit Dir, diese Zeit ist mir wertvoll. Zusätzlich zeigt das Geschenk, dass ich mir viele Gedanken gemacht haben und mit Liebe und von Herzen schenke.

Aber nicht nur gemeinsame Zeit kann man schenken, sondern auch seine eigene Zeit verschenken, indem man dem anderen eine Arbeit abnimmt. Das kann zum Beispiel ein Gutschein für einmal Auto putzen sein.

Weitere Anregungen kannst Du nicht nur in meinem Beitrag „Müll reduzieren beim Schenken #2“ finden sondern auch auf der Seite „Zeit statt Zeug“.

müllreduzierte Verpackung

Am meisten unnötiger Müll entsteht zu Weihnachten durch die Verpackung der Geschenke. Dabei gibt es wirklich viele Möglichkeiten, Geschenke liebevoll zu verpacken, ohne dass dabei Müll entsteht.

Müll ist bereits Müll

Auch Müll kann als kreatives Verpackungsmaterial dienen. Viele Geschenke kann man in alte Kalenderblätter, Zeitungspapier, Nudel-, Reis- oder Cornflakeskartons, einen passenden Schuhkarton, WC-Papierrollen (für Kleinigkeiten) oder eine Einkaufstüte aus Papier verpacken.

In Zeichnungen von unseren lieben Kleinen verpackt, hat das Geschenk eine sehr persönliche Note.

alternative Verpackungsmöglichkeiten

alternative Verpackungsmöglichkeiten

Das Geschenk ist die Verpackung

Ein Teil vom Geschenk kann auch als Verpackung dienen. Das kann zum Beispiel eine Einkaufstasche aus Stoff sein. Oder ein Handtuch, in dem ein Geschenk für das Bad eingepackt wird. Eine gute Idee ist auch ein Geschenk für die Küche in ein Geschirrtuch zu verpacken.

Gerade unförmige Geschenke lassen sich in Tücher besonders gut einwickeln – unter dem Seidentuch am Bild verbirgt sich zum Beispiel eine Keramikgießkanne.

Upcycling – Verpackungen

Der Ärmel von einem alten Pullover oder einem alten Hemd, das mittlerweile Flecken hat oder kaputt ist, kann als Verpackung für eine Flasche selbst gemachten Sirup dienen.

Aber auch das Hosenbein einer am Knie bereits zerrissenen Kinderjeans gibt eine tolle Verpackungstasche ab. Dazu muss man gar keine Nähmaschine besitzen, einfach abschneiden, wenden, auf der Innenseite mit der Hand zunähen, umdrehen, befüllen und mit einem Band zubinden. Fertig ist die kreative Geschenkverpackung.

Lebensmittelmüll vermeiden

Aber nicht nur Geschenke werden gekauft, auch bei den Lebensmitteln wird zu den Festtagen häufig nicht gespart. Schließlich ist Weihnachten ja das größte Fest des Jahres.

Oft wird viel zu viel eingekauft, die Geschäfte sind ja ein paar Tage geschlossen. Eingeladen ist man auch noch, da gibt es dann zusätzlich noch leckere Weihnachtskekse zum Kaffee. Und wenn man dann endlich wieder zu Hause ist, mag man das geplante Abendessen gar nicht mehr.

verwenden statt verschwenden

verwenden statt verschwenden

Zu keiner Zeit des Jahres landen so viele Lebensmittel im Müll wie zu Weihnachten

Aber das muss nicht so sein, denn mit etwas Organisation und gutem Willen kann man das Essen gut planen. Mit diesem Thema habe ich mich in meinem Beitrag „aktiv gegen Lebensmittelverschwendung – Weihnachten ohne Lebensmittelmüll“ ausführlich beschäftigt.

Leben mit der Natur

In der Natur wird es gerade sehr still. Es ist die dunkle Zeit des Jahres, eine Zeit des Rückzugs. Die grellen Lichter der Weihnachtsbeleuchtung und der Lärm der Adventmärkte und Feiern steht dazu im Gegensatz.

Ich möchte lieber Einkehr halten, nachdenken, was im letzten Jahr gut gelaufen ist und wo es mich im nächsten Jahr hinzieht.

Wenn ich achtsam in mich hinein höre, dann spüre ich wie gut es mir tut, mich nicht in den sonst üblichen Weihnachtstrubel hinein ziehen zu lassen.


Hier kommen die Beiträge aus den letzten Jahren zum Nachlesen

Müll reduzieren beim Schenken #1DIY Geschenkideen

selbst gemachte Geschenke

selbst gemachte Geschenke

Müll reduzieren beim Schenken #2Geschenkalternativen

alternative Geschenkideen

alternative Geschenkideen

Müll reduzieren beim Schenken #3Verpackungsmüll vermeiden

alternative Verpackungsideen

alternative Verpackungsideen

Müll reduzieren beim Schenken #4neue DIY Geschenkideen

Walnusskekse vegan

LebensmittelverschwendungWeihnachten ohne Lebensmittelmüll

Weihnachten ohne Lebensmittelabfälle

Weihnachten ohne Lebensmittelabfälle


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Videotipp am Montag #31

Hast Du es schon gehört? Die Nikolos streiken, denn sie wollen nicht länger Schokolade aus Kinderarbeit an Kinder verteilen!

Nikolo Streik – Make Chocolate Fair!

Die Südwind AktivistInnen haben sich Anfang Dezember auf der Wiener Mariahilferstraße für eine Protestaktion unter dem Titel „Nikolos setzen sich zur Wehr, wollen ihre Schokolade fair!“ den Raum genommen, um auf grobe Missstände in der Kakaoproduktion aufmerksam zu machen.

Mit der Aktion macht die INKOTA-Kampagne Make Chocolate Fair! darauf aufmerksam, dass die Mehrheit der 5,5 Millionen Kakaobauern noch immer weit unterhalb der Armutsgrenze lebt.


zum Weiterlesen

mcf-logo_0
make chocolate fair!




meine Bitte an Dich

Wenn Du Schokolade kaufst, achte auf das „fair-trade“ Zeichen.


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Videotipp: „Schmutzige Schokolade“

Im Index Videotipps findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Videotipps.

was passiert mit dem, was wir nicht mehr brauchen? [Abfallberater – Exkursion #5]

Der letzte Schwerpunkt meiner Ausbildung als Abfallberater war dem Thema Re-Use gewidmet. Daher hat uns die nächste Exkursion auch zu einem wirklich sehenswerten Re-Use-Shop in Graz geführt.

Wie schon in meinem Beitrag über das Recyclingcenter Sturzgasse berichtet, gibt es von der Stadt Graz große Bemühungen, gebrauchte Gegenstände nicht zu Müll werden zu lassen.

Zu diesem Zweck wurde eine Kooperation mit „BAN Ökoservice“ gestartet. Nicht nur der Umwelt ist gedient, es werden auch Arbeitsplätze für den zweiten Arbeitsmarkt geschaffen.

BAN – Ökoservice

Die Mitarbeiter von BAN selektieren, reparieren, renovieren oder gestalten all das um, was am Re-Use Freitag im Recyclingcenter sowie mit der Re-Use Box gesammelt wird, um es danach im Re-Use-Shop zu verkaufen.

auch im Re-Use-Shop kann allerlei Nützliches abgegeben werden

auch im Re-Use-Shop kann allerlei Nützliches abgegeben werden

Upcycling Deluxe

Speziell die Upycling-Werkstatt von BAN hat es mir angetan. So viele geniale Ideen werden hier umgesetz! Das Unternehmen bietet Menschen über sogenannte „Arbeitsplätze am zweiten Arbeitsmarkt“ die Chance, in der Arbeitswelt wieder Fuß zu fassen. Der Großteil der Mitarbeiter kommt über das Arbeitsamt und bleibt für eine befristete Zeit. Es wird nicht gewinn- sondern umweltorientiert gearbeitet.

Hier ein paar Impressionen der Upcyclingprodukte, die es zu erstehen gibt. Der Großteil der Bilder für diese beiden Collagen stammt vom Grazer Umwelt Zirkus 2015.

exklusive Blumentische durch Upcycling

exklusive Blumentische durch Upcycling

Sind diese Blumentische bzw. als Blumentopf umfunktionierten Laden und Töpfe nicht einfach genial? Ich finde das einfach großartig und nehme mir jedes Mal vor, endlich einmal auch selbst wieder kreativ zu werden.

kreatives Upcycling

kreatives Upcycling

Der Re-Use-Shop

Wer eine Liebe zu außergewöhnlichen Gegenständen hat, dem geht das Herz auf, wenn er den Re-Use-Shop betritt. Ein Paradies für alle, die Plastik vermeiden wollen! Hier findet man wirklich alles. Da BAN auch ein Entrümpelungsservice anbietet, geht alles Hand in Hand.

Siehst Du die absolut geniale uralte Küchenwaage auf dem Foto? So eine hatte meine Oma auch, da werden Erinnerungen an meine Kindheit wach.

kleiner Blick in den BAN-Shop

kleiner Blick in den BAN-Shop

Neben Möbeln findet man in der großen Halle natürlich auch Hausrat, Dekoratives, Bücher, Bekleidung und Fahrräder.

Blick von der Galerie

Blick von der Galerie

Gscheit feiern

Bei vielen großen Veranstaltungen fehlt es den Gastgebern an der nötigen Menge an Geschirr oder an den Ressourcen, dieses wieder sauber zu bekommen.

Mit Hilfe vom Geschirrverleih von BAN soll Abhilfe geschaffen werden. Als letzten Programmpunkt unserer Ausbildung haben wir im Jänner die Geschirrwaschanlage besichtigt. Leider konnte ich nicht dabei sein, was ich sehr bedauerlich fand.

Daher kann ich von der Aktion „Gscheit feiern“ und dem Geschirrverleih nicht persönlich berichten.

Linktipp:

Infos zur Aktion „Re-Use Friday“
Infos über die Re-Use Box
Homepage „BAN – Ökoservice“


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Kastanienwaschmittel für den Vorrat

Das Thema „Wäsche waschen“ hat mich im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Verpackungsmüll immer wieder einmal beschäftigt. Ich habe mittlerweile einige verschiedene Varianten durch, ganz zufrieden war ich jedoch leider bisher noch mit keiner.

im Herbst ist Kastanienzeit

Dieses Jahr hatten wir uns vorgenommen endlich Kastanien als Waschmittel zu testen. Anleitungen sind im Internet und auf den Blogs einige zu finden und gerade in letzter Zeit ist vermehrt darüber zu lesen. Eh klar – ist ja gerade Herbst und die beste Zeit Kastanien am Boden zu finden.

Es waren einige Versuche nötig, bis wir auf die für uns perfekte Lösung gekommen sind. Frische Kastanien für das Waschmittel zu verwenden ist ja keine Hexerei. Aber wie auf vielen Blogs zu lesen ist, gibt es leider Probleme mit der späteren Verwendung. Die Frage war daher, wie können wir die Kastanien lagern, um auch später im Winter, Frühjahr oder gar bis in den Sommer welche zum Waschen zur Verfügung zu haben.

Erster Versuch gescheitert

Als erstes haben wir die gesammelten Kastanien einfach ausgebreitet und versucht, luftig zu trocknen (viel lockerer gelagert als auf dem Bild zu sehen ist!).

unsere gesammelten Kastanien fürs Waschmittel

unsere gesammelten Kastanien fürs Waschmittel

Das ist aus zwei Gründen gescheitert. Einerseits sind aus unerklärlichen Gründen ganz schön viele schimmlig geworden und andererseits war es eigentlich unmöglich, die harten Kastanien zu schälen.

Das war wohl nix.

Nachdem ich bei „Birthes bunter blog-garten“ von ihren Problemen mit dem Trocknen von den bereits zerteilten Kastanien gelesen habe, hat Herr Widerstand eine ganz andere Lösung gefunden, die ich heute mit Dir teilen möchte.

Kastanien für das Waschmittel haltbar machen

Auch wenn wir die Kastanien nur für Buntwäsche verwenden wollen, haben wir uns dafür entschieden, die Kastanien von den Schalen zu befreien. Mit einem kleinen scharfen Messer hat Herr Widerstand daher die Kastanien geschält.

die Kastanien werden von den Schalen befreit

die Kastanien werden von den Schalen befreit

Am nächsten Tag (die Finger brauchen ein wenig Schonung!) werden die Kastanien sodann in kleine Stücke geschnitten und auf einem Backblech zum Trocknen ausgelegt.

Damit das Trocknen zügig erfolgen kann, haben wir die Restwärme vom Backrohr verwendet. In letzter Zeit gab es öfters Auflauf und ich habe auch regelmäßig Kuchen für Herrn Widerstand gebacken. Eine kleine Belohnung muss schon sein…

in kleine Stücke geschnitten und zum Trocknen ausgelegt

in kleine Stücke geschnitten und zum Trocknen ausgelegt

Sobald die Kastanienschnitze ausreichend trocken sind, werden sie in einen Baumwollsack umgefüllt. Darin bewahren wir sie auf, bis sie ihrer Bestimmung folgen und zu Waschmittel werden.

luftige Aufbewahrung im Baumwollsack

luftige Aufbewahrung im Baumwollsack

Wir hatten viel Glück, da wir einen Kastanienbaum gefunden haben, bei dem noch niemand geerntet hatte. Im Keller warten noch immer ganz schön viele Kastanien darauf geschält zu werden.

warum so viel Mühe?

Wenn man die Kastanien so stark zerkleinert, wie wir das machen, dann ist die Ausbeute deutlich höher und man braucht weniger Kastanien für die Herstellung vom Waschmittel. Damit reduziert sich im Grunde der Aufwand wieder deutlich bzw. kann man, auch wenn man nicht so viele Kastanien gefunden hat, viele Maschinen Wäsche waschen.

In vielen Anleitungen ist die Rede von 5-8 Kastanien auf 250 – 300 ml Flüssigkeit (=1 Waschmaschinenladung). Durch das Zerkleinern reduziert sich der Kastanienbedarf um 75% (siehe Dosierung)! Da zahlt sich der Aufwand schon aus finde ich.

Kastanienwaschmittel selber machen

Und nun kommt die Anleitung, wie man das Waschmittel macht.

3-4 EL Kastanienschnitze*)
400 ml Wasser

*) das entspricht in etwa 3-4 Kastanien

Die Kastanienschnitze werden mit dem Wasser bedeckt ca. 1 Tag stehen gelassen.

Danach kannst Du das Waschmittel in eine Flasche umfüllen bzw. sofort verwenden.

Die Kastanien können insgesamt zwei Mal für die Herstellung von Kastanienwaschmittel verwendet werden. Daher füllen wir das Glas anschließend gleich noch einmal mit Wasser auf.

unser Kastanienwaschmittel

unser Kastanienwaschmittel

Dosierung

Pro Waschmaschinenladung verwenden wir genau die Hälfte, sprich 200 ml Flüssigkeit. Das bedeutet, dass wir mit den 3-4 EL Kastanienschnitzen genau 4 x Wäsche waschen. Anders ausgedrückt – pro Kastanie kann man 1 x Wäsche waschen! In den meisten anderen Anleitungen kommt man auf 3-4 Kastanien pro Waschladung. Das ist schon ein großer Unterschied finde ich.

Haltbarkeit

Das fertige Waschmittel ist nur sehr kurz haltbar. Wir setzen daher nur dann Waschmittel an, wenn wir mindestens 2 Waschmaschinenladungen auf einmal waschen wollen und voraussichtlich in den nächsten beiden Tagen wieder Wäsche waschen müssen.

Praxistest

Im Internet findet man sehr unterschiedliche Meinungen zum Kastanienwaschmittel. Einige kritisieren, dass die Wäsche mit der Zeit nicht mehr so gut riecht.

Das Problem liegt wohl hauptsächlich darin, dass Kastanien organisch sind und immer eine kleine Restmenge an Flüssigkeit in der Waschmaschine zurück bleibt. Gerade wenn nicht so häufig gewaschen wird, kann das dann zu Veränderungen beim Geruch führen.

Wir haben das Problem für uns so gelöst, dass wir ab und zu mit einem konventionellen Waschmittel waschen, dadurch hatten wir noch nie ein Geruchsproblem.

Die Wäsche wird wirklich wunderbar sauber und ist völlig geruchlos. Wir sind sehr zufrieden mit dieser Möglichkeit, die nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern uns noch dazu von der Natur geschenkt wird.

Fazit

Die Wäsche mit Kastanien zu waschen ist eine wirklich einfache, ökologisch sinnvolle und noch dazu billige Möglichkeit, die Schmutzwäsche zu waschen ohne Verpackungsmüll zu produzieren.

Leider ist es wohl die zeitintensivste Methode Waschmittel selbst herzustellen – dafür allerdings gratis.

Das Sammeln der Kastanien macht Spaß und geht auch schnell. Das ist der einfachste Teil der Sache.

Das Schälen ist sehr arbeitsintensiv und eine recht große Belastung für die Finger (Blasen!).

Schneiden und Trocknen geht wiederum relativ flott. Aus ökologischen Gründen sollte man für das Trocknen der Kastanien das Backrohr natürlich nicht extra andrehen. Das haben wir bisher auch noch nie gemacht.

Das Ansetzen vom Waschmittel ist schnell erledigt und unkompliziert. Also wenn man die Kastanienschnitze einmal hat, dann ist es wirklich einfach.

Ich gestehe unumwunden, ohne Herrn Widerstands fleißige Hände (deshalb habe ich auch immer in WIR-Form geschrieben) würde ich wohl daran verzweifeln. Ganz ehrlich – ich backe lieber Kuchen und koche Marmelade ein oder was auch immer.

Durch die Unterstützung von Herrn Widerstand werden wir jedoch voraussichtlich bis zum nächsten Herbst ausreichend Kastanienwaschmittel haben.

Unter anderem auf „Smarticular“ ist zu lesen, dass man die Kastanien auch mit der Küchenmaschine zu einem Pulver zerkleinern kann. Das klingt nach einer großen Verlockung wenn ich ehrlich bin. Allerdings sind die Kastanien – auch wenn sie noch relativ frisch sind – recht hart. Ich vermute, dass die Schneidemesser der Küchenmaschine nach so einer Kastanienzerkleinerung für anderes nicht mehr wirklich zu gebrauchen sind. Das finde ich dann auch nicht so sinnvoll, daher bleiben wir bei der hier vorgestellten Methode.

kastanienwaschmittel-anleitung


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Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

was passiert mit alten PCs? [Abfallberater – Exkursion #4]

Es ist schon eine sehr lange Weile her, dass ich im Rahmen der Ausbildung zum Abfalberater die Firma Compuritas besucht habe.

compuritas_logoIch war sehr beeindruckt von dem kleinen aber sehr feinen Geschäft mit seinem sehr engagierten Geschäftsführer Mag. Rüdiger Wetzl, der uns persönlich durch sein Reich geführt hat.

Als erstes haben wir erfahren, dass der Name Compuritas sich aus den Wörtern „Computer“ und „Caritas“ zusammen setzt. Obwohl die Firma nicht gemeinnützig geführt wird, ist doch die Idee dahinter sehr ökologisch und nachhaltig.

Das Konzept

In vielen großen Firmen werden hochwertige Computer gekauft und aus verschiedenen Gründen bereits nach sehr kurzer Nutzungsdauer (3 Jahre Abschreibung) wieder ausgeschieden und durch neue Geräte ersetzt. Ein sehr wichtiger Punkt beim Ausscheiden der Geräte ist die Datensicherheit, sprich das verlässliche Löschen alle Daten von der Festplatte. Das ist natürlich entweder mit großem eigenen Pesonaleinsatz oder mit hohen externen Kosten verbunden.

Hier setzt die Firma Compuritas an. Die PCs werden unentgeltlich übernommen und dafür wird genau diese Datensicherheit garantiert. Herr Mag. Wetzl hat erzählt, dass manche Firmen so vorsichtig sind, dass die Mitarbeiter von Compuritas die Datenlöschungen nur direkt in der jeweiligen Firma vornehmen dürfen. Auch diese Leistung bietet Compuritas selbstverständlich an.

die Grundsätze der ökologischen "R"s werden hier beachten

die Grundsätze der ökologischen „R“s werden hier beachten

winwin

Daraus entsteht eine WinWin-Situation. Für den ursprünglichen Besitzer entstehen keine Kosten für die Entsorgung der Altgeräte und die Sicherheit der sensiblen Firmendaten ist gewährleistet. Im Gegenzug dazu erhält die Firma Compuritas für ihre Tätigkeit als Datenbereiniger die trotz mehrjähriger Nutzung noch immer sehr guten Geräte.

Das funktioniert aus mehreren Gründen sehr gut. Einerseits sind professionelle Firmencomputer sehr hochwertige Geräte, die auch nach 3-4 Jahren Nutzung einem neuen Billiggerät deutlich überlegen sind. Andererseits werden in Firmen meist größere Mengen gleichartiger Geräte eingesetzt bzw. ersetzt, wodurch sich ein standardisierter Erneuerungsablauf ergibt.

Der nächste Schritt nach der Datenbereinigung ist die Servicierung der Geräte wie z.B. Reinigung der Luftfilter, Austausch von Verschleißteilen bzw. defekten Komponenten u.ä.

green IT durch Second-Hand-Computer

green IT durch Second-Hand-Computer

Der Verkauf – wodurch sich letztendlich die Firma finanziert – erfolgt zu einem fairen Preis meist an Schulen, NGOs oder andere gemeinnützige Organisationen.

Noch einmal eine WinWin-Situation, denn diese Unternehmen bekommen zu einem günstigen Preis deutlich hochwertigere Geräte, als sie sich am ersten Markt leisten könnten.

Natürlich gibt es auch für die von Compuritas servicierten Compter eine Garantie, obwohl es sich um Gebrauchtgeräte handelt.

Zusätzlich besteht ein kleiner Detailhandel, in dem auch Privatpersonen einen hochwertigen PC günstig erwerben können.

Upcycling-Projekte der Lebenshilfe

Upcycling-Projekte der Lebenshilfe

Müllvermeidung durch Upcycling

Es ist insgesamt ein sehr gut durchdachtes Konzept, bei dem auf vielen Ebenen Wert darauf gelegt wird, dass Müll vermieden wird. Alte Komponenten, die ersetzt werden müssen, werden an die Lebenshilfe weitergegeben. Die Klienten der Lebenshilfe fertigen in der betreuten Tageswerkstätte kleine Upcycling-Kunstwerke daraus, welche danach sowohl im Shop der Lebenshilfe als auch von Compuritas verkauft werden.

kreative Müllvermeidung

kreative Müllvermeidung

PC-Recycling leider nur für Firmen

Nachdem die Firma mittlerweile zwar einige Umweltpreise gewonnen hat, aber dennoch keine finanzielle Unterstützung in Form von Förderungen bekommt, kann das PC-Service leider nicht auf den privaten Rahmen ausgedehnt werden.

Das heißt, dass ich leider meinen eigenen PC nicht abgeben abgeben kann, damit er serviciert und weitergegeben werden kann, was ich sehr schade finde. Da die Firma natürlich die Lohnkosten selbst tragen muss, kann nur eine sehr standardisierte Abwicklung von gleichartigen Geräten durchgeführt werden.

Auch zahlt es sich bei den home-PCs für gewöhnlich nicht aus, da diese wesentlich minderwertiger verarbeitet sind, worunter sowohl die Qualität als auch die Lebensdauer leidet.

green-IT

Mir persönlich hat das Konzept von Compuritas unheimlich gut gefallen, ich werde die Firma auf jeden Fall im Auge behalten. Sollte sich mein PC irgendwann verabschieden, möchte ich statt eines neuen PCs hier einen gebrauchten kaufen.

Denn green-IT bekommt in dem Zusammenhang eine ganz andere Bedeutung. Letztendlich ist auch das beste ressourcenschonend und unter fairen Bedingungen produzierte Neugerät eben ein Neugerät, das Ressourcen verbraucht hat.

Nachhaltigkeit wird hier groß geschrieben

Nachhaltigkeit wird hier groß geschrieben

Daher habe ich hier für mich eine Möglichkeit gefunden, auch im IT-Bereich ein gebrauchtes Gerät zu erwerben, welches eine gute Qualität hat und wo trotz Secondhand eine gewisse Sicherheit in Form einer Garantieleistung besteht, da eine gute Firma dahinter steht.

Linktipp:

Homepage „Compuritas“
Compuritas auf Facebook

Fortsetzung folgt…

Und was passiert mit all dem anderen Zeug, das wir nicht mehr brauchen?


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das Märchen vom nachhaltigen Konsum [Minimalismus vs. grünes Wachstum]

Vor einiger Zeit wurde ich durch einen Newsletter auf diesen Beitrag von „Utopia“ aufmerksam, in dem nachhaltige Yoga-Labels vorgestellt werden.

Nachdem mir Yoga seit über einem Jahr sehr viel Freude macht, habe ich ihn mir natürlich gleich angesehen und interessiert erfahren, was es alles an nachhaltiger Yogakleidung und Yogazubehör zu kaufen gibt.

Gibt es nachhaltigen Konsum?

Dieser Frage bin ich schon vor über 3 Jahren nach gegangen. Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto klarer ist mir geworden, dass jedes neue Produkt Ressourcen verbraucht und man daher sehr genau überlegen sollte, ob man das Teil überhaupt braucht oder ob es nicht doch eine Alternative gibt.

nachhaltige Yogakleidung

In diesem Fall war es sehr einfach. In meiner Freizeit trage ich sehr gerne „Knotzkleidung“ – so nenne ich Kleidungsstücke, die unglaublich bequem sind um sich auf die Couch zu lümmeln (= knotzen).

Daher habe ich einige Leggings (in verschiedenen Längen) und bequeme Shirts, die sich ganz wunderbar für Yogaübungen eignen. Ich brauche keine neue Kleidung fürs Yoga zu kaufen, sondern kann das verwenden, was ich bereits besitze.

Yoga kann man in fast jeder Kleidung machen

Yoga kann man in fast jeder Kleidung machen

5 Fragen, die Du dir vor jedem Kauf stellen solltest

Schon seit über 3 Jahren kaufe ich so gut wie nichts Neues mehr. Es geht mir auch gar nichts ab, ich besitze mehr als genug von allem.

In der Zeit der Umstellung habe ich mir den Einstieg in die „ich kauf nix“-Zeit durch verschiedene Fragen erleichtert

1. Brauche ich das wirklich?
2. Gibt es etwas in meinem Besitz, das diese Funktion ebenfalls erfüllt?
3. Kann ich mir dieses Teil irgendwo ausleihen?
4. Hat jemand anderer so etwas und benötigt es nicht mehr?
5. Kann ich es auf eine andere Weise gebraucht finden?

Nachgestellt habe ich dann noch die Dringlichkeit. Wenn die Anschaffung zwar nötig, aber nicht dringend war, dann habe ich mir manchmal viel Zeit gelassen, damit der Punkt 5. doch noch erfüllt werden konnte. Eine Möglichkeit dafür waren z.B. Suchanzeigen auf Online-Portalen für gebrauchte Waren.

Linktipp: Viele gute Tipps um Fehlkäufe zu vermeiden hat Gabi in ihrem Beitrag „5 Punkte-Liste gegen Fehl- und Frustkäufe“ gesammelt.

Minimalismus – use what you have

Durch die Frage 1. habe ich erkennen können, dass ich viel weniger brauche, als ich ursprünglich angenommen habe.

Und die Frage Nummer 2 hat mir gezeigt, dass mit den Mitteln der Kreativität sehr viel mehr möglich ist, als man vielleicht ursprünglich annimmt.

Die Wirtschaft, die auf den Verkauf von Produkten ausgelegt ist, versucht natürlich so viel wie möglich zu verkaufen. Eine Methode dafür ist die Spezialisierung. Universalprodukte werden zu vielen Spezialprodukten „zerlegt“, sodass der unkritische Konsument plötzlich eine Vielzahl von Dingen kauft, statt nur einem einzigen.

Ich besitze Sportschuhe und keine Lauf-, Wander-, Radfahr- sowie Freizeitschuhe. Mit meinen Leggings kann ich Yoga und Gymnastik machen, auch Laufen oder ins Fitness-Studio gehen, zu Hause auf der Couch liegen und in der Küche meine Essen zubereiten. Wenn es kalt ist, wärmen sie mich unter den Jeans und ich brauche keine langen Unterhosen oder Strumpfhosen.

In meiner Auflaufform kann ich sowohl mein Frühstücksbrot gehen lassen, als auch eine Lasagne backen. Bei der Herstellung von Holunderblütensirup werden die ausgedrückten Holunderblüten darin gesammelt und am Wochenende das Huhn für den Sohn im Rohr gebraten. Das Apfeltiramisu schmeckt danach genau so lecker wie immer.

universell einsetzbar, ein richtiges Multifunktionsteil

universell einsetzbar, ein richtiges Multifunktionsteil

Minimalismus im Kleiderschrank

Frühlingskleidung, Sommerkleidung, Herbstkleidung, Winterkleidung – jede Jahrzeit hat ihre Bedürfnisse und verlangt nach neuen Kleidungsstücken und immer mehr im Kleiderschrank.

Durch geschicktes Layering kann man auch mit wenigen Kleidungsstücken große Temperaturschwankungen ausgleichen. In dem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf den sehr interessanten Beitrag von Anne „Sommerklamotten im Winter tragen“ hinweisen.

Ein ganz besonderes Beispiel für Minimalismus im Kleiderschrank zeigt uns Bea Johnson in ihrem Beitrag „one dress, 22 ways“, in dem sie Fotos zeigt, wie sie während ihrer Tournee das schwarzes Kleid auf 22 verschiedene Arten getragen hat.

Minimalismus bedeutet nicht Verzicht

Das Geheimnis des Minimalismus ist vermutlich die Kreativität. Der Minimalist besitzt zwar weniger Teile, aber dafür sind diese multifunktionell zu verwenden.

Ich verspüre keinen Verzicht, wenn ich z.B. eine alte Pralinendose aus Glas als Butterdose verwende. Ganz im Gegenteil, ich liebe sie sehr, da sie mir so gut gefällt, weil sie mich an meine Großmutter erinnert. Und wenn sie gerade keine Butter beherbergt, ist sie auch anders für mich nützlich.

meine Butterdose aus Glas

meine Butterdose aus Glas

Minimalismus bedeutet daher für mich, weg von speziellen hin zu universellen Dingen. Und das sowohl bei der Bekleidung als auch beim Geschirr in der Küche und bei vielem anderen auch.

es gibt keinen nachhaltigen Konsum

Jedes Teil, das neu angeschafft wird, verbraucht Ressourcen und belastet damit die Umwelt. Grünes Wachstum gibt es nicht, denn es ist noch immer Wachstum und in unserer heutigen Zeit kann die Wirtschaft nicht mehr wachsen ohne die Umwelt weiter zu belasten.

Der einzige Weg da heraus ist, weniger zu konsumieren und mit dem zu leben, was man bereits besitzt (siehe „Postwachstumsökonomie“). So wie vorhin schon beschrieben ist es wichtig sich zu fragen, ob es nicht doch möglich ist, seine Bedürfnisse mit dem abzudecken, was man bereits besitzt, bevor man etwas Neues kauft bzw. das Teil, das kaputt geworden ist, repariert.

Wenn eine Anschaffung unumgänglich ist, kann man sich umsehen, ob jemand so etwas besitzt, aber nicht mehr benötigt. Eine sehr gute Möglichkeit dazu ist ein Kostnixladen, auch unter dem Namen Umsonstladen bekannt. Weitere Alternativen sind auf Facebook bei regionalen Verschenkgruppen oder auf Verschenkportalen wie beispielsweise „willhaben-verschenken“ zu finden.

kein Neukauf ohne Müll

Und noch ein Punkt spricht aus meiner Sicht dafür, Bestehendes zu verwenden statt Neues zu kaufen. Bei jedem Neukauf entsteht Müll. Bei der Produktion werden die Ressourcen für den Transport der Rohstoffe und für die Herstellung der Ware verbraucht, aber natürlich auch jene für die Fabrik und die Maschine, welche die Ware herstellt.

Danach muss das Teil verpackt und zum Geschäft transportiert werden. Um den Transport heil zu überstehen, werden viele Waren zusätzlich zur handelsüblichen Verpackung mit jeder Menge Plastik gesichert. Darüber habe ich in meinen Beitrag „grauer Plastikmüll – die unsichtbare Gefahr“ geschrieben.

All das fällt weg, wenn ich mit dem, was ich bereits besitze, zufrieden bin und Ersatz auf dem Gebrauchtmarkt suche, wenn es wirklich nötig ist. Du siehst – nachhaltiges grünes Wachstum gibt es nicht.

jede Menge Plastikmüll im Warenlager

jede Menge Plastikmüll im Warenlager

warum ich „grünes Wachstum“ trotzdem (mit Vorbehalt) gut finde

Trotz all meiner eigenen Argumente dagegen finde ich es durchaus begrüßenswert, dass es mittlerweile einige Unternehmen gibt, die sich über die Umwelt Gedanken machen und grünes Wachstum propagieren. Es gibt sicher einen Markt dafür, denn meine Art zu denken und zu leben, ist wohl nicht für jeden Menschen möglich.

Und wenn diese mit grünen Gedanken agierenden Unternehmen mehr Menschen erreichen, die dann ressourcenschonend und fair produzierte Waren kaufen, welche die Umwelt weniger belasten als konventionell produzierte Dinge, dann ist insgesamt doch ein Schritt in die richtige Richtung getan.

Solange der Rebound-Effekt nicht dazu führt, dass mehr gekauft wird, weil ja alles so grün und nachhaltig ist und der Schaden in Summe doch größer ist als der Nutzen…


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