Videotipp am Montag #31

Hast Du es schon gehört? Die Nikolos streiken, denn sie wollen nicht länger Schokolade aus Kinderarbeit an Kinder verteilen!

Nikolo Streik – Make Chocolate Fair!

Die Südwind AktivistInnen haben sich Anfang Dezember auf der Wiener Mariahilferstraße für eine Protestaktion unter dem Titel „Nikolos setzen sich zur Wehr, wollen ihre Schokolade fair!“ den Raum genommen, um auf grobe Missstände in der Kakaoproduktion aufmerksam zu machen.

Mit der Aktion macht die INKOTA-Kampagne Make Chocolate Fair! darauf aufmerksam, dass die Mehrheit der 5,5 Millionen Kakaobauern noch immer weit unterhalb der Armutsgrenze lebt.


zum Weiterlesen

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make chocolate fair!




meine Bitte an Dich

Wenn Du Schokolade kaufst, achte auf das „fair-trade“ Zeichen.


Logo einab grueneinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.
Hier geht es zur aktuellen Linkparty.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.

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Videotipp: „Schmutzige Schokolade“

Im Index Videotipps findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Videotipps.

fix it – Reparieren ist nachhaltig #12

Linkparty März 2016

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ im März.

Ausführliche Informationen dazu findest Du hier, da gibt es die Anleitung aber auch die Verlinkung zu allen bisherigen Blogparaden.

Reparaturbeitrag des Monats Februar

Bis zuletzt war es spannend, wer das Rennen um den Reparaturbeitrag des Monats machen wird. Letztendlich hatten 3 Beiträge gleich viele Klicks.

Heute werden daher 3 Reparaturbeiträge des Monats Februar geehrt:

Kleenes Notizbuch – Leggings Upgrade
jeder kann nähen: Halsausschnitt weiter machen
TJIKKO: Tjikko stopft Löcher im Haushalt

Februar 2016

Müll reduzieren durch Reparieren – mein Beitrag im März

Herr Widerstand hatte wieder einmal ein Hosenproblem, mit dem er zu mir kam. Alle Knopflöcher vom Hosenladen waren ausgefranst oder sogar ausgerissen.

Ich habe ja den leisen Verdacht, dass er die Knöpfe nicht ordnungsgemäß öffnet, wenn er die Hose auszieht, sondern ungeduldig einfach anreißt statt jeden einzelnen Knopf zu öffnen. Obwohl er das vehement abstreitet habe ich ihm für die Zukunft jedenfalls Nahe gelegt, dass er das tunlichst unterlassen soll.

alle Knopflöcher sind ausgerissen

alle Knopflöcher sind ausgerissen

Anleitung:

Am einfachsten erschien es mir, die Knopflöcher mit der Hand nachzunähen. Dazu habe ich einen extrastarken Zwirnfaden genommen, damit das künftig nicht mehr passieren kann.

Wer es perfekt machen will verwendet eine spezielle Knopflochseide, die etwas dicker und deutlich fester ist. Nachdem ich mehr der uwyh-Typ bin, habe ich einen schwarzen Zwirn verwendet, da ich diesen zu Hause hatte.

Nachdem die Knopflöcher an der Außenseite besonders viel aushalten müssen, weil der ganze Zug drauf ist und an dieser Stelle auch schon der Stoff teilweise eingerissen war, habe ich zusätzlich einen Steg genäht, damit alles besser hält.

und schon kann die Hose weitergetragen werden

und schon kann die Hose weitergetragen werden

Bis auf die Tatsache, dass die Hose schwarz ist und ich ein wenig Probleme mit den Augen hatte, war das keine Hexerei und in ca. 15 Minuten war die Hose wieder tragbar.

Leider ist es unglaublich schwierig ein schwarzes Kleidungsstück für das Foto so zu belichten, dass man alles gut erkennen kann. Entweder man sieht zu wenig oder die Hose ist völlig überbelichtet und sieht grau aus. Leider fehlt mir das nötige Know-How um eine bessere Bildqualität zustande zu bringen.

alles sieht wieder ordentlich aus

alles sieht wieder ordentlich aus

händisches Knopfloch nähen

Eigentlich wollte ich ja an dieser Stelle einfach ein Video verlinken, in dem gezeigt wird, wie man Knopflöcher mit der Hand näht. Leider habe ich kein geeignetes gefunden. Teilweise wird sogar ein falscher Stich gezeigt, der dafür meiner Meinung nach ungeeignet ist.

Daher habe ich ein paar Fotos gemacht und hoffe, dass Du die Technik hier erkennen kannst.

Genäht wird mit der Hand von links nach rechts, der Knopflochschlitz ist oberhalb. Damit man die Schritte besser erkennen kann, habe ich den Stich an der Stoffkante entlang gemacht. Darüber wäre eigentlich der zweite Teil vom Knopfloch.

Bildanleitung

Bildanleitung

0. Man sticht mit der Nadel von hinten nach vorne ein, der Faden verläuft beim ersten Stich auf der schönen Seite des Kleidungsstücks.

1. Mit der Nadel wird von hinten eingestochen, jedoch die Nadel nur zur Hälfte durchgezogen.

2. Danach wird der Faden von links nach rechts unterhalb der Nadelspitze durchgeführt.

3. Die Nadel zur Gänze durchziehen, durch den Schritt 2. bildet sich eine verdrehte Schlaufe.

4. Den Faden gleichmäßig fest anziehen.

Die Schritte 1. – 4. werden so lange wiederholt, bis die defekte Stelle umnäht ist.

Linktipp:

Gefunden habe ich letztendlich zumindest eine bebilderte Anleitung für das händische Nähen von Knopflöchern auf der Seite „Hobbyschneiderin“.

Knopfloch vn


Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.

Linkparty:


Banner fix itGerne kannst Du im März Deine Reparaturbeiträge hier verlinken.

Wer also selbst Beiträge zum Thema „fix it – reparieren ist nachhaltig“ auf seinem Blog veröffentlicht, kann diese hier über „inlinkz“ oder in den Kommentaren verlinken.

Durch Anklicken des Linkbuttons kannst Du sowohl selbst Beiträge verlinken als auch alle verlinkten Beiträge samt Beitragsbild sehen!

Zusätzlich werde ich auf meiner Pinterest-Pinwand „fix it – reparieren ist nachhaltig“ alle Bilder samt Verlinkungen für Dich sammeln. Am Ende des Monats wird das Pinboard auch im Monatsrückblick zu sehen sein.

Das Banner kann gerne auf den eigenen Blog mitgenommen werden. Bitte setze in Deinem Artikel einen Backlink zu diesem Blogbeitrag.

Mit der Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ möchte ich andere dazu motivieren, Dinge zu reparieren statt sie wegzuwerfen.

Egal ob Kleidungsstück, elektronisches Gerät oder ein Möbelstück – verlängere das Leben von Dingen durch Reparatur und trage so zur Schonung der Ressourcen unserer Erde bei.

Verlinkt zu EiNaB, Create in Austria, ANL, Creadienstag, Handmade on Tuesday und Dienstagsdinge.

gelesen im Januar – Buchtipp #17

gesunder Schlaf mit TCMGesunder Schlaf mit TCM
von Prof. TCM Li Wu
Verlag Mankau

Viele Menschen leiden unter mangelndem, unruhigem oder schlechtem Schlaf. Die Ursachen der Schlafstörungen liegen auf verschiedenen Ebenen, d.h. sie können körperlicher, geistiger oder auch seelischer Natur sein. Hier bietet die grundsätzlich ganzheitliche Herangehensweise der TCM viele Vorteile.

Dieser Ratgeber gibt einen praxisnahen Überblick über die verschieden Anwendungsmöglichkeiten und Heilverfahren der TCM, die Entspannung und einen gesunden Schlaf fördern.

Der Autor, Herr Prof. TCM Li Wu ist Doktor der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Neben einem Medizinstudium an der Universität Peking hat er in Deutschland Psychologie und Germanistik studiert. Li Wu ist zudem Qi-Gong-Meister, Professor für TCM an der Universität Yunnan und Professor für Ost-West-Medizin an der Universität in San Francisco.

Sein Fachwissen ist sehr umfassend und das ist auch in dem Buch zu erkennen. Auf etwas über 150 Seiten geht er bei den einzelnen Kapiteln trotz aller Kürze sehr in die Tiefe.

Einleitend erfahren wir warum wir überhaupt schlafen müssen und wie viel Schlaf ein gesunder Mensch benötigt. Mit einem kleinen Selbsttest schließt das nachfolgende Kapitel über Schlafstörungen und deren Folgen.

Nun kommt die TCM ins Spiel und wir lesen mehr über die Grundlagen und Prinzipien der TCM und welche Möglichkeiten sich anbieten wie z.B. Änderung der Ernährungsgewohnheiten, Entspannung mit Akupressur und Heilmassagen.

Da Herr Dr. Li Wu auch Mister im Qi-Gong ist, darf natürlich auch das Kapitel über die Möglichkeiten, mit sanften Bewegungen zu einem gesunden Schlaf zu kommen, nicht fehlen.

Bei den Schlafritualen und Einschlafhilfen wird auf Meditationsübungen gebaut, die – bezeichnend für die TCM – für jedes der 5 Elemente gesondert angeleitet werden.

Das letzte Kapitel widmet sich dem Schnarchen, hier wird nicht nur beschrieben warum Schnarchen so gefährlich ist und krank machen kann, sondern auch erklärt, was man gegen Schnarchen unternehmen kann.

Meine Meinung zu dem Buch

Seit einiger Zeit habe ich immer wieder Phasen, in denen ich sehr schlecht schlafe bzw. Schwierigkeiten habe durchzuschlafen. Angeblich hat das auch etwas mit dem Wechsel und den damit verbundenen Hormonumstellungen zu tun.

Da ich mich schon seit einiger Zeit mit der Ernährung nach TCM beschäftige und sehr gute Erfahrungen damit gemacht habe, wurde ich vom Titel sehr angesprochen, zumal auch Ernährungstipps, Kräuterrezepturen und andere Übungen versprochen wurden, die den Schlaf fördern sollen.

Wenn man das Buch liest kann man erkennen, wie wichtig dem Autor dieses Thema ist und dass seine Leidenschaft für die TCM und auch die anderen Möglichkeiten der Behandlung brennt. Für den Umfang der verschiedenen Themen, die in dem relativ kompakten Buch Platz finden müssen, geht er sehr ins Detail und hat unglaublich viel Fachwissen hinein gepackt.

Aber genau hier war – zumindest für mich – der Schwachpunkt zu finden, denn ich habe mich bei der Fülle an Informationen richtig überfordert gefühlt. Obwohl alle Übungen sehr liebevoll illustriert wurden, kann ich mir nicht vorstellen, dass man alleine anhand von diesen Texten das richtige auswählen und dann noch korrekt ausführen kann.

das Buch wurde sehr liebevoll gestaltet

das Buch wurde sehr liebevoll gestaltet

Ich denke es ist schwierig den Spagat zwischen Fachwissen für Experten und einfachem Wissen für Laien zu finden und das ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen. Von meinem Empfinden her ist es eher ein Kompaktratgeber für Experten als ein Ratgeber für den Leser mit wenig Vorbildung.

Trotzdem konnte ich von den Anregungen profitieren und habe vor allem die Meditationstexte selbst gesprochen am PC aufgenommen und dann mit diesen Aufnahmen weiter gearbeitet.

Linktipp

Eine ausführliche Leseprobe wird vom Verlag als pdf zur Verfügung gestellt.


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Bilder aller Buchtipps sind auf meiner Pinterest-Pinwand zu finden.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Ein Trauerfall – wir haben verlernt, was gutes Essen ist [Gastbeitrag]

mehr als GruenzeugAls mich Maria um einen Gastbeitrag auf ihrem tollen und inspirierenden Blog gebeten hat, war ich sehr geehrt und habe mich gefreut, einen kleinen Platz zur Verfügung gestellt zu bekommen, um euch ein paar meiner Gedanken vorzustellen.

Diese sind mit Sicherheit nicht das, was man massenkonform nennen könnte. Und vielleicht ecke ich bei dem ein oder der anderen von euch damit an – aber genau das macht doch den Reiz des Bloggens aus, oder? Der spannende Austausch von Meinungen und Ansichten – auf dass wir uns alle ein kleines Stückchen weiterentwickeln.

Heute soll es um unser Verhältnis zum Essen gehen – eine hochkomplizierte Geschichte, der ich mich mit einem selbst erdachten Stufenmodell sowie der These nähern möchte, dass wir Essens-Vorbilder brauchen. Klingt verschachtelt? Dann hereingelesen!

ein Trauerfall

Mir blutet das Herz. Wirklich. Und das nicht nur manchmal, sondern immer wieder. Und in letzter Zeit mit zunehmender Häufigkeit. Warum? Weil wir verlernt haben, was gutes Essen ist. Weil wir verlernt haben, was es heißt, menschlich zu sein.

Ernährungstrends – ein wahnsinniger Boom

68.400 Ergebnisse in 0,25 Sekunden liefert uns die Suchmaschine unseres (Miss-)Vertrauens, wenn wir das Stichwort „Ernährungstrends“ eingeben.

Enthalten: Haufenweise Seiten, Artikel, Blogs und (pseudo-)wissenschaftliche Onlinemagazine, die alle den Heiligen Gral der menschlichen Ernährung gefunden haben wollen.

Paleo, Vegan/vegetarisch, Low Carb, High Carb, Low Fat, High Fat, Rohkost, Mischkost, Clean Eating, Superfoods, glutenfrei, frei von xy, Soft Health, Food Pairing, Hybrid Food…

Die Liste ließe sich beliebig erweitern und stetig kommen quasi über Nacht neue Trends hinzu. Und dass diese einander widersprechen und sich gegenseitig mit halbgaren Studien, welche die eigenen Theorien und Ansichten in das rechte Licht rücken sollen, attackieren, gehört hier schon beinahe zum guten Ton.

Anhänger*innen sämtlicher Ernährungs-Bewegungen blicken teilweise missgünstig und auch ein wenig mitleidig auf ihre noch ahnungslosen, naiven Mitmenschen, die den Schlag der neuen Zeitrechnung (z.B. der Ära des Paleo-Veganismus) offensichtlich nicht mitbekommen haben und wie festgefahrene in ihren überholten Ernährungsgewohnheiten stecken.

Birnen

Von sinnvollen und weniger sinnvollen Trends

Von den oben aufgeführten und aktuell heiß diskutierten Ernährungstrends stechen bereits beim ersten Lesen einige ins Auge, die wenig sinnvoll zu sein scheinen – im Gegensatz zu anderen, denen mehr Tiefgang innewohnt.

Food Pairing und Co.

Man kann und darf beispielsweise ausgiebig und im Detail darüber debattieren, ob Trends wie Food Pairing (hier werden die Hauptkomponenten eines Gerichtes so ausgesucht, dass ein besonders aromatisches Geschmackserlebnis entsteht – meist ist dies dann der Fall, wenn die Aromen einander stark ähneln) oder Hybrid Food (man denke nur an den Cronut) zu den tiefschürfenden Errungenschaften der Menschheit zählen.

Zaghafte Vermutung: wahrscheinlich eher nicht. Natürlich schmecken nach den Prinzipien des Food Pairing angerichtete Speisen total gut und wir dürfen davon ausgehen, dass wir Food-Strömungen wie dem Hybrid Food eine Menge kreativer Energie verdanken, die Millionen Menschen zu neuen kulinarischen Entdeckungen inspiriert. Doch geht da sinntechnisch nicht noch mehr?

Clean Eating, Rohkost, Superfoods und glutenfrei

Selbstverständlich geht da noch was. Konzepte wie das Clean-Eating-Modell (von dem ich übrigens ein sehr großer Fan bin – die Gründe sind hier nachzulesen) oder auch die Rohkost-Bewegung gehen tiefer.

Anstatt sich mit den netten, aber ehrlicherweise relativ banalen Themen wie Aromenkomposition und Food-Crossing zu beschäftigen, wird hier der Fokus auf etwas anderes, wesentlich Wichtigeres gelegt: der menschlichen, individuellen Gesundheit.

Mögen die Konzepte von Clean Eating, Rohkost, superfood-basierter und glutenfreier Ernährung in den Details mitunter von einander abweichen – die Stoßrichtung ist bei allen dieselbe: Wie kann der menschliche Körper möglichst effektiv und effizient mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgt werden?

Einher gehen hierbei in der Regel eine kritische Reflexion der aktuellen Massen-Konsum- und -Esskultur sowie eine Hinwendung zu selbstgemachtem und selbstgekochtem Essen – möglichst mit viel Obst und Gemüse aus nachhaltigem und biologischem Anbau.

vegan salad

Hier befinden wir uns offensichtlich schon eine Stufe tiefer und damit mitten in hoch komplizierten Diskussionen und wissenschaftlich noch immer nicht ganz abgesicherten und daher einander widersprechenden Forschungen.

Fest steht allerdings, dass diverse der Ernährungstrends, die wir auf dieser Stufe finden, eigentlich nur altbekanntes Wissen wiederverwerten und es gewissermaßen in moderner Aufmachung recycelt an den hektischen Industriemenschen bringen. Denn natürlich wissen wir alle, dass wir viel Obst und Gemüse essen sollen – und kennen wir nicht folgendes berühmte Sprichwort?

Iss‘ nichts, was deine Großmutter nicht als Lebensmittel erkannt hätte!

Warum essen wir dann trotzdem so ungesund? Dazu später mehr.

Vegetarismus und Veganismus

Bewegen wir uns auf der imaginären Leiter der Ernährungskonzepte noch eine Stufe weiter nach unten – und werden damit noch grundlegender. Und wichtiger.

Vegetarismus und insbesondere Veganismus gehen noch einen Schritt weiter als Clean Eating und Co.: Anstelle sich nur auf die Gesundheit des Einzelnen zu fokussieren, steht hier nichts weniger als die gesamte Welt im Zentrum der kulinarischen Überlegungen. (Anmerkung: Es gibt natürlich auch Menschen, die sich aus rein gesundheitlichen Gründen vegetarisch oder vegan ernähren – aber man darf behaupten, dass es sich hierbei um die Minderheit handelt.)

Vegetarier*innen und Veganer*innen entscheiden sich mit jeder Mahlzeit, mit jedem Einkauf aktiv und bewusst gegen Tierleid, gegen Menschenausbeutung und gegen Ressourcenverschwendung.

Dein Einkaufszettel ist dein Stimmzettel. Immer wieder.

Das gesamte kulinarische Handeln ist darauf ausgerichtet, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen – und damit eng mit ethischen und moralischen Fragen (und den entsprechenden Antworten) verknüpft.

Essen ist in der pflanzlichen Bewegung weit mehr als nur Nahrungsaufnahme – es ist ein wesentlicher Teil einer Lebenshaltung, einer Mission.

Sowohl der Vegetarismus als auch der Veganismus greifen hier – mitunter in Splittergruppen – Tendenzen und Strömungen aus Konzepten, die auf den weiter oben liegenden Schichten der Ernährungs-Konzept-Pyramide lagern, auf und integrieren sie in ihr Konzept – freilich ohne die Gesamtkongruenz zu verlieren.

Pflanzenbasierte und pflanzliche Ernährung gehen also gewissermaßen an die Grundsubstanz der Gesellschaft, indem sie sich aktiv unter anderem mit folgenden, zum Teil äußerst unbequemen Fragen auseinandersetzen:

* Wen oder was darf ich essen?
* Haben Tiere Empfindungen, sogar ein Selbst?
* Wie wollen wir unseren Planeten unseren Kindern und Kindeskindern hinterlassen?
* Bin ich dafür verantwortlich, dass ganze Familien in Afrika Hunger und Durst leiden, wenn ich nicht auf mein Fleisch verzichten will?
* Lasse ich mich von Lebensmittelkonzernen regieren oder habe ich meine eigene Meinung?
* Wie lange wird unser Essen noch reichen?
* Haben wir bald einen „Wüstenplaneten“?
* Wer bestimmt, wer wen essen darf?
* Ist der Mensch mehr wert als andere Lebewesen?
* Dürfen wir das?

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Von den bisher freilich nur erwähnten und nicht einmal thematisch angerissenen Ernährungskonzepten dürfen daher Vegetarismus und Veganismus als diejenigen betrachtet werden, die am tiefgründigsten mit der Thematik des Essens und der Lebensmittelverwertung umgehen. Und die – falls einem Trend überhaupt zu folgen ist – nun die mit Abstand empfehlenswertesten Alternativen von allen sind.

Die Ernährungs-Konzept-Pyramide

Damit meine Ausführungen ein bisschen klarer werden – und das imaginäre Bild der Ernährungs-Konzept-Pyramide endlich etwas konkreter wird – habe ich hier die obrigen Erläuterungen skizzenhaft dargestellt:

Ernährungskonzepte und ihr Tiefgang

Der Trauerfall: Wir haben verlernt, was gutes Essen ist

Jetzt haben wir so viel über Ernährungskonzepte und ihre Sinnhaftigkeit erfahren – und auch, welche wir um der Welt Willen bevorzugen sollten. Was hat das Ganze nun mit einem Trauerfall zu tun?

Ganz einfach: Wir haben vergessen, gut zu essen. Richtig zu essen. Maßvoll zu essen. Auf unseren Körper zu hören.
 
Dies ist der einzige Grund, weshalb gefühlt 1000 Ernährungstrends und mindestens doppelt so viele Diät-Programme durch die reale und digitale Welt geistern.

Durch die ständige Lebensmittelverfügbarkeit und die andauernde, penetrante Bombardierung mit verführerischen Nahrungsmittelangeboten durch die Medien sind wir rund um die Uhr unbewusst dem Essen ausgeliefert. Und da greifen wir dann gerne einmal mehr zu als nötig – wo es doch so günstig, so bequem, so lecker ist.

Das Grab – der Menschheit und des Individuums

Und genau hier verleugnen wir uns. Verleugnen wir unseren Körper, unsere Identität als Menschen, als eigentlich-noch-immer-Tiere, als gar nicht der heutigen Zeit und der heutigen Ernährung Angepasste. Und damit tragen wir uns selbst ein bisschen zu Grabe.

Das Nicht-Mehr-Wissen um das, was dem eigenen Körper, dem eigenen Organismus zum reibungslosen Funktionieren gut tut, um die ausreichende Nahrungsmenge, um die ergänzende Bewegung, die wir als von urzeitlichen Land- und Steppenläufern abstammende Wesen nun einmal brauchen, aber nicht bekommen – ist ein Schritt in Richtung menschliches Grabes.

Und das nicht nur im metaphorischen Sinne: Millionen von Menschen in den Industrieländern leiden an sogenannten Zivilisationskrankheiten – Diabetes, Übergewicht, Karies, Herz-Kreislauf-Störungen und so weiter – und sterben tatsächlich jedes Jahr daran.

Medikamente

Durch unsere Essgewohnheiten schaufeln wir uns unter Umständen unser eigenes Grab – so dramatisch es klingt, so dramatisch ist es auch.

Hier befinden wir uns auf der zweiten Ebene, wo Ernährungskonzepte wie Clean Eating, glutenfreie und superfoodlastige und Rohkost-Ernährung greifen und den Menschen wieder dahin zurückzuführen suchen, wo er eigentlich kulinarisch hingehört: in die unbearbeitete, rohe und frische Natur. Weg von dem konventionellen, hoch industriell verarbeiteten Kram, der die Bezeichnung Lebensmittel nicht verdient.

Die wichtigsten Regeln des Clean Eating lauten deshalb auch:

Clean Eating Do’s

* Frühstücken. Und zwar jeden morgen. Somit hast du gleich genug Energie für den Start in den Tag und dein Stoffwechsel wird direkt angekurbelt.
* 5 bis 6 kleine Mahlzeiten über den Tag verteilen. Somit bleibt der Heißhunger aus und der Stoffwechsel bleibt aktiv. Dabei eine angemessene Portionsgröße beherzigen und hier natürlich auch nicht übertreiben.
* Auf eine ausgewogene Ernährung achten. Also gute Fette (z.B. aus Nüssen oder Kokosöl), langsam verdauliche Kohlenhydrate (z.B. Haferflocken, Quinoa) und wertvolle Proteine (z.B. Bohnen, Eier), frisches Obst und Gemüse in den Speisplan mit aufnehmen.

Clean Eating Dont’s

* Auf Nahrungsmittel mit künstlichen Zusätzen (Geschmacksverstärker, Farbstoffe etc.) verzichten.
* Leere Kalorien wie Weißmehl oder Zucker vermeiden. Das gilt auch für zuckerhaltige Getränke.
* Ungesunde Fette wie gehärtete Öle und Transfette aus der Ernährung streichen (z.B. in  Chips, frittierten Lebensmitteln, Fertigsuppen und -soßen).
* Auf Alkohol (soweit wie möglich) verzichten.

Und Hand auf’s Herz: Eigentlich wissen wir das doch alles, oder?

Maria hat übrigens vor einiger Zeit auch selbst einen Beitrag zum Clean-Eating-Konzept veröffentlicht.

Pfirsich

Das ist hier die Frage

Die vegetarische und vegane Ernährung geht aber noch weiter: Gutes Essen ist nicht gleich gesundes Essen. Der Wert guten Essens erschöpft sich nicht darin, gut für den Körper zu sein. Hier kommt eine zweite, immens wichtige Variable hinzu: die Seele. Oder die innere Einstellung, das gute Gewissen, die moralische Verpflichtung – wie auch immer man es nennen möchte.

Vegetarismus und Veganismus befinden sich auf der Stufe, auf der die Frage „Ist das gut für mich?“ gegen „Ist das gut für die Welt?“ eingetauscht wird.

Und eigentlich ist es ein trauriger Irrsinn, dass wir nicht von selbst darauf kommen. Nicht von selbst merken, dass das, was hierzulande und überall auf der Welt tagtäglich in Pelzfarmen, Mastbetrieben und Milchbauernschaften abläuft, nicht normal – und am allerwenigsten: natürlich – ist.

Doch da wir (und da schließe ich mich dezidiert mit ein) offensichtlich verlernt haben, dass gutes Essen nicht einfach schmackhaft oder gesund für uns allein, sondern im Idealfall für andere Menschen und Tiere ist, benötigen wir Essenstrends, die uns dies aufzeigen.

Himbeeren

Ernährungstrends – unsere Rettung?

Weder noch – es kommt (wie so oft) darauf an, was wir aus ihnen machen. Selbstverständlich ist es nicht ratsam, jedem neuen Trend hinterher zu laufen – aber das gilt nicht nur für die Ernährung, sondern analog ebenso für Mode, Einstellungen und insgesamt dem eigenen Konsum.

Doch bei der Ernährung kann die kritik- und reflektionslose Übernahme von neuen, als trendy geltenden und darum gehypten Konzepten auch schnell gefährlich werden – denn jeder Körper, das wissen wir, is(s)t anders.

Doch wir brauchen sie auch – die Trends. Weil wir ohne sie nicht auf die möglicherweise besseren Alternativen zu unserem bisherigen Lebensstil aufmerksam gemacht werden.

Wir brauchten und brauchen den veganen Sternekoch Attila Hildmann (in Anbetracht der aktuellsten rassistischen Äußerungen sei diese These revidiert und ein Name xy dafür eingesetzt, der dem oder der Leser*in einfällt), der uns am Ego packt und über unseren Wunsch nach gesünderem Leben und besserem Körper an den Gedanken des Veganismus gewöhnt.

Wir brauchen die You-Tube-Channel-Vorreiter*innen, die jeden Morgen freudestrahlend ihren High-Protein-Shake in die Kamera halten und uns vom letzten Workout vorschwärmen. Wir brauchen auch eine Sarah Wiener, über deren Argumente wir vielleicht nur den Kopf schütteln können und die uns in Rage bringen.

Wir brauchen sie, damit wir endlich anfangen, zu denken. Und dann, nachdem wir gemerkt – und ehrlich eingesehen – haben, dass das alles so nicht weitergehen kann – dann müssen wir handeln.

Grüße



mehr als GruenzeugJenni ist Studentin der Germanistik, wohnhaft im schönen Münsterland und seit etwa einem halben Jahr überzeugte ethische Veganerin. Auf ihrem Blog „Mehr als Grünzeug!“ verarbeitet sie sämtliche Erfahrungen, die diesbezüglich auf sie einströmen und gibt gleichzeitig ihren Leidenschaften – dem Schreiben und dem Kochen bzw. Backen – einen digitalen Raum.

Alle Bilder und Grafiken für diesen Beitrag wurden von Jenni zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank!


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Verlinkt zu einfach.nachhaltig.besser.leben.
Derzeit wird die Linkparty vom Blog „foolfashion“ durchgeführt. Weiters verlinkt zu ANL.

Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.

Vor einiger Zeit wurde ich in einem Kommentar gefragt, wie ich das denn mit dem Tee mache. Darüber wollte ich eigentlich schon länger einmal schreiben und daher greife ich die Frage sehr gerne auf.

Das Thema ist ausgesprochen umfassend, ich habe ziemlich lange an dem Beitrag gearbeitet und er ist dadurch auch sehr umfangreich geworden. Und es hat wirklich sehr lange gedauert, bis er fertig war, angefangen habe ich damit schon im Oktober letzten Jahres.

ein bisschen Warenkunde

Ich bin jetzt kein Experte und kann das sicher nicht wirklich professionell erklären, wer es ganz genau wissen will kann z.B. bei Wikipedia nachlesen. Tee ist ja eine Wissenschaft ganz für sich.

Tee aus der Teepflanze

Das ist der Tee im eigentlichen Sinne, er wird aus einem Aufguss von Teilen der Teepflanze hergestellt. Bei uns bekannt als schwarzer Tee, weißer Tee, grüner Tee etc.

im Tee steckt jede Menge händischer Arbeit

im Tee steckt jede Menge händischer Arbeit

Aus Sicht der Nachhaltigkeit ist diese Art von Tee sehr problematisch. Die Anbaugebiete liegen weit weg, der Anbau und die Ernte sind teilweise kritisch zu betrachten (Thema „fairtrade“ und Arbeitsbedingungen) und dann kommen noch die langen Transportwege dazu.

Da reden wir noch gar nicht davon, ob der Tee in Beuteln oder lose gekauft wird und auch noch Verpackungsmüll anfällt.

Beute vs. lose

Beute vs. lose

Früchtetee

Hierbei handelt es sich um einen Aufguss aus Teilen von Früchten. Früchtetee wird sehr gerne getrunken und wurde daher von der Lebensmittelindustrie schon seit langem als gutes Geschäft entdeckt. Durch fantasievolle Mischungen und Aromazusätze werden immer neue Sorten erfunden. Aufpassen muss man beim Kauf daher vor allem bei den künstlichen Aromastoffen.

nicht alle Früchte im Tee sind heimisch

nicht alle Früchte im Tee sind heimisch

Auch Früchtetee kann man lose oder in Beuteln verpackt kaufen und wird sowohl konventionell als auch in Bioqualität angeboten. Natürlich muss man auch hier die Herkunft der Früchte beachten, auch wenn die Transportwege üblicherweise kürzer sind.

Tee aus Kräutern

Die meisten Menschen beschränken sich beim Kräutertee auf Pfefferminze und Kamille wenn sie krank sind, aber es gibt viel mehr als das.

Kräutertees werden oft in Verbindung mit Heiltee gebracht und daher unterscheidet man auch zwischen konventionellen Kräutertees und jenen in Apothekenqualität.

viele Kräuter sind bei uns heimisch

viele Kräuter sind bei uns heimisch

Tee aus Wurzeln und Zweigen

Der bekannteste Tee, der aus Zweigen aufgebrüht wird, ist der Rotbuschtee. Auch beim Rooibos-Tee sollte man auf fairtrade achten, denn der Strauch wächst vorwiegend in Afrika.

Tees, die aus den Wurzeln aufgebrüht werden, sind eher dem Heilbereich zugeordnet. Der bekannteste Vertreter ist Ingwer, aber auch die Kalmuswurzel wird häufig eingesetzt.

links Ingwer, rechts Rotbusch

links Ingwer, rechts Rotbusch

Müll reduzieren beim Einkauf

Die meisten Menschen kaufen den Tee in Beuteln, weil das ja so praktisch ist. Aber natürlich fällt dabei sehr viel Müll an, da aus Aromaschutzgründen oft jeder einzelne Beutel in Plastik verpackt wird.

jeder einzelne Beutel verursacht Müll

jeder einzelne Beutel verursacht Müll

Eine Alternative dazu wäre den Tee lose verpackt zu kaufen. Auch dabei fällt natürlich Müll an, aber gar kein Vergleich mit den Teebeuteln. Der lose Tee ist in einem größeren Sack verpackt und dadurch entsteht insgesamt weniger Müll.

In Teefachgeschäften bekommt man Tee auch unverpackt zu kaufen. Wenn man die eigene Teedose mitbringt, fällt gar kein Müll an. Die meisten Kräutertees kann man auch in guten Apotheken offen kaufen.

die meisten Sorte Tee kann man lose kaufen

die meisten Sorte Tee kann man lose kaufen

Verwendung von losem Tee

Es gibt mehre Möglichkeiten, wie man losen Tee aufbrühen kann. Ich habe meine beiden Kannen sowie Zubehör fotografiert.

Links ist mein Single-Tee-Set. Die Teekanne steht auf der Teetasse. Ich gebe am liebsten den Tee lose in die Kanne hinein und verwende das linke Sieb um den Tee abzuseihen. Rechts neben der Kanne ist ein kleines Teesieb zu sehen, da wird der Tee direkt in das Sieb eingefüllt. Das hat den Vorteil, dass man nach einiger Zeit die Blätter entfernen kann, wenn der Tee nicht noch intensiver werden soll.

Am rechten Bild ist unsere große Teekanne zu sehen, sie hat einen Dauerfilter aus Edelstahl. Die Teeblätter werden in den Filter gefüllt und können dadurch nach beliebiger Zeit wieder entfernt werden.

Durch die Verwendung von Edelstahlsieb und Dauerfilter fällt kein weiterer Müll an, wenn ich Tee zubereite.

beide Teekannen sind im Dauereinsatz

beide Teekannen sind im Dauereinsatz

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Wenn man den Weg konsequent beschreitet, dann ist die beste Möglichkeit den Müll zu reduzieren, die Teezutaten selbst zu sammeln und zu trocken.

Natürlich funktioniert das nicht mit „echtem“ Tee, aber die Kräuter und Früchte für Teezubereitungen kann man wirklich sehr einfach selbst sammeln und trocknen.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Früchtetee

Man kann im Prinzip aus fast allen Obstschalen und Trockenfrüchten einen Tee zubereiten. Natürlich sollte man unbedingt auf die Qualität achten, vor allem, wenn man die Schalen von Zitrusfrüchten verwendet.

Derzeit liebe ich gerade Apfelschalentee. Birthe hat dazu auf ihrem Blog eine Anleitung mit vielen wunderschönen Fotos geschrieben.

Alternativ kann man auch einfach frische Apfelschalen für ca. 10 – 15 Minuten im Wasser kochen und diesen Sud als Tee trinken. Das spart die Mühe des Trocknens.

auch aus Abfall kann leckerer Tee entstehen

auch aus Abfall kann leckerer Tee entstehen

Wastecooking ist beim Früchtetee auf jeden Fall ein Thema, denn man kann ganz viele Obstschalen für Früchtetee verwenden. Sammle einfach die Schalen und lass sie im Raum trocknen. Um den Vorgang zu beschleunigen kann man auch nach dem Gebrauch des Backrohrs die Resthitze nutzen.

Auch aus Trockenfrüchten kann ein Teesud zubereitet werden. Wenn Du Deinen Tee natürlich süßer möchtest, dann gib einfach ein paar Rosinen dazu, wenn Du den Früchtetee kochst.

Man kann ruhig ein wenig experimentieren, was gut schmeckt und aus dem, was sonst im Müll landen würde, leckeren Tee zubereiten. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Kräutertee

Viele Kräuter wachsen einfach am Wegrand und könnten bei schönen Spaziergängen gesammelt werden. Auch im Garten oder auf dem Balkon kann man Pflanzen ziehen, um sie für Kräutertee zu ernten und zu trocknen.

Es bieten sich Melisse, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Salbei, Kamille, Ringelblume und vieles mehr an.

Ich habe im letzten Jahr sehr viel von der Zitronenmelisse geerntet, zu Büscheln gebunden und kopfüber im Stiegenhaus aufgehängt. Nachdem die Büschel trocken waren, das erkennt man am Rascheln, wurden die trockenen Blätter abgezupft und in ein Glas gefüllt.

Einblick in mein Stiegenhaus

Einblick in mein Stiegenhaus

Auch Brennnesseln, Pfefferminze und Salbei kann man auf die gleiche Art und Weise behandeln.

Für Kamillentee pflückt man nur die Blüten, breitet diese auf einem Papier aus und lässt sie an einem geschützten Platz trocknen. Wenn sie ausreichend getrocknet sind, werden sie wiederum in luftdichte Gläser abgefüllt.

Natürlich kann man die verschiedenen Kräuter auch miteinander mischen und eine leckere Kräuterteemischung vorbereiten. Vor allem Ringelblumenblüten sehen sehr nett aus.

selbst getrockneter Melissentee

selbst getrockneter Melissentee

Beim „Schlemmerbalkon“ ist eine Anleitung für einen Rosmarintee zu finden. Auch das ist eine sehr schöne und ausgesprochen minimalistische Möglichkeit, müllfreien Tee zuzubereiten.

Aufmerksam machen möchte ich unbedingt darauf, dass viele Pflanzen, die man für Tees verwendet, auch eine Wirkung haben. Daher sollte man sich unbedingt informieren, wie die Pflanze wirkt, bevor man damit einen Tee aufbrüht. Brennnesseln entwässern beispielsweise, Fenchelsamen helfen bei der Verdauung und Lindenblüten bei Fieber.

Mein Weg

Ich trinke gar keinen echten Tee, da ich einerseits kein Koffein zu mir nehme und andererseits auch die Produktionsbedingungen nicht unterstützen möchte. Wir haben so viele heimische Möglichkeiten für Tee, dass er auch nicht von so weit zu mir transportiert werden muss.

Außer Apfelschalentee trinke ich keinen Früchtetee, da ich diesen aufgrund meiner Fruktoseintoleranz nur sehr schlecht vertrage.

Apfelschalentee selbst gemacht

Kräutertees liebe ich sehr und setze sie teilweise auch sehr bewusst zu Heilzwecken ein. Die meisten Kräuter sind aus dem Garten gesammelt und getrocknet. Alternativ kaufe ich z.B. Fenchel, Kümmel und Anis für meinen Verdauungstee lose im Geschäft.

Rotbusch-Tee habe ich lange Zeit sehr geliebt, bin jedoch im Zuge meiner Müllreduktion etwas abgekommen davon, da ich diesen nur verpackt in Fair-Trade-Qualität kaufen kann. Derzeit verbrauche ich Restbestände, die ich geschenkt bekommen habe.

ganz ohne Plastik

ganz ohne Plastik

Das Teewasser bereite ich in einem Wasserkocher aus Edelstahl zu, der leider doch ein paar Plastikteile besitzt. Wenn er kaputt wird, kaufe ich jedoch keinen neuen mehr sondern werde auf einen Teekessel aus Edelstahl umsteigen, mit dem ich das Wasser am Herd erhitzen kann.


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Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty gerade auf meinem Blog durchgeführt.


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tiny houses – Leben auf kleinstem Raum [Gastbeitrag]

Der Hype um das „Small House Movement“ (machmal auch „Tiny House Movement“) geht von Amerika aus um die Welt. Das tägliche Leben auf durchschnittlich 20m² zu bewältigen scheint immer mehr Menschen zu faszinieren.

der Traum vom Haus am See

der Traum vom Haus am See


Tiny Houses (auch Minihäuser) haben eine Größe von maximal 55 m², Small Houses (auch Kleinhäuser) eine für amerikanische Verhältnisse kleine Wohnfläche von maximal 112 m².

Denn obwohl die durchschnittliche Haushaltsgröße über die Zeit abnahm, vergrößerte sich der Platzbedarf einer Familie im gleichen Zeitraum. Gründe dafür sind eine Zunahme des materiellen Wohlstands (im Sinne einer Anhäufung von Konsumgütern) und das Ansehen, das mit einem großen Haus einhergeht. Doch große Häuser sind nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern auch im Unterhalt.

Minimalismus beim Wohnen

Mikrohäuser werden zwar überwiegend auf Rädern gebaut, doch mittlerweile gibt es auch schon einige mit Fundament. Die Besitzer sind durch die mobile Bauweise flexibler und nicht an einen Wohnort im eigentlichen Sinn gebunden, auch wenn damit viele Auflagen bezüglich Breite und Höhe des Hauses einhergehen, um noch als „Ladung“ oder „Anhänger“ zu gelten.


Zum anderen kann man mit dieser Baumethode einige, durch das Baurecht vorgeschriebene, Investitionen umgehen (z.B.: Kanal- und/oder Wasseranschluss, sanitäre Einrichtungen etc.). Ein solches Mikrohaus kann mit einigen wenigen 10.000 Dollars/Euros realisiert werden. Für ein richtiges Haus also nicht viel. Kein Wunder also, dass dieser Trend so großen Zulauf genießt.

Auf Wikipedia könnt ihr übrigens noch einige interessante Details nachlesen.

Die Schwierigkeiten

So schön der Traum vom günstigen Eigenheim, einem Leben im Wald und der Unabhängigkeit von Vermietern auch ist, so schwierig gestaltet sich dann die Umsetzung.

Durch das Baurecht entstehen einige Hürden, die es zu meistern gilt, ehe ein solches Haus als dauerhafte Bleibe genehmigt wird. Und obwohl sich mittlerweile sogar schon Unternehmen auf den Bau von Mikro- oder Kleinhäusern spezialisiert haben, muss bei begrenztem Budget doch das meiste selbst gemacht werden. Die Bauzeit solche Häuser beträgt meistens einige Monate oder Jahre. 

Wenn nicht überwiegend gebrauchte Materialien verwendet werden, fallen zudem hohe Materialkosten an.

leben mit der Natur

leben mit der Natur

Was können wir trotz allem von solchen Häuser lernen?

Ein Zuhause ohne Kanal-, Wasser- und Stromanschluss zu planen setzt einen bewussten Umgang mit seiner Umwelt voraus. Wer sich nicht auf die städtische Kläranlage verlassen kann und sein Brauchwasser vielleicht auch noch weiterverwenden will (z.B.: zum Blumengießen) darf nur besonders umweltfreundliche Produkte verwenden. Wer seinen Strom über Solarzellen selbst erzeugt, geht vermutlich auch besonders sparsam damit um. 

Auch die Abkehr vom Gedanken „umso größer, umso besser“ finde ich begrüßenswert. Man muss keine 180 m² oder mehr zur Verfügung haben, um alles, was man zum Leben braucht unterzubringen. Vor allem sind Häuser solcher Größe, wie sie auch in Österreich typisch sind, niemals ohne Kredit finanzierbar. Eine Reduzierung der Wohnraumansprüche erhöht also die Unabhängigkeit bei der Finanzierung.

klein aber mein

klein aber mein

Da wir selbst derzeit zu zweit auf 40 m² leben und in einem Jahr umziehen werden, bin ich natürlich sehr an den Einrichtungsideen dieser Mikrohäuser interessiert. Wer seine Bleibe nicht mit den für Einrichtungshäuser typischen Stücken, sondern mit multifunktionalen Möbeln einrichtet, kann aus 50 m² richtig viel Platz rausholen. Bei der nächsten Wohnungseinrichtung werden wir also definitiv mehr Hand anlegen, um diese optimal an unsere Bedürfnisse auszurichten.

Auf meinem Pinterest Board „Tiny Houses“ hab ich einige platzsparende Ideen gesammelt. Hochbettlösungen sind beispielsweise auch für Wohngemeinschaften ideal.

Auch Modulhäusern wird mehr und mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Praktisch dabei: durch die Baumodule kann man relativ einfach aus einem Single-Haus ein Familienhaus machen. Die Baumodule sind dabei meist so bemessen, dass sie noch als LKW-Fracht zulässig sind.

Wir können uns also einiges abschauen von dieser Bewegung. Und sei es auch „nur“ die Erkenntnis, dass man mit weniger Wohnraum gleich gut, oder vielleicht sogar noch besser leben kann.


greenbirdDaniela schreibt auf Green Bird über das Selbermachen, sei es von Dekogegenständen oder Kleidungsstücken.

Seit einiger Zeit haben auch die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Minimalismus“ einen Platz auf Danielas Blog, für die Wandern nicht nur ein Zeitvertreib sondern eine Leidenschaft ist.

Passend zu diesem Thema wurde von Daniela gerade der Beitrag „Warum Entrümpeln befreiend wirkt“ veröffentlicht.

alle meine Anleitungen & Rezepte

In dieser Woche habe ich alle Anleitungen, die ich selbst geschrieben habe, auf einer Fixseite zusammen gefasst.

Neben meinen bisherigen statischen Seiten (ganz oben in der rechten Seitenleiste) ist nun auch „Anleitungen – Tutorials“ zu finden.

Mit einem Klick auf das Bild kommst Du zur jeweiligen Anleitung.

Nähen


Buchsack für Bücher & E-Reader [Upcycling]

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Faltbinden (Stoffbinden) selbst genäht [Upcycling]

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Hülle für Kalender, Tablet & Co [Upcycling]

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Nussmilchbeutel für die Herstellung von Pflanzenmilch

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Spültuch (Abwaschtuch) selber nähen [Upcycling]

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waschbare Toilettentücher [Upcycling]

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Strick- und Häkelanleitungen


DIY Trinkflasche mit Strickkleid

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gehäkelter Duschpuschel (Spülschwamm)

gehäkelter Duschpuschel (Spülschwamm)

gehäkelter Eierwärmer "Huhn"

gehäkelter Eierwärmer „Huhn“

DIY


Deo selbst gemacht [ohne Aluminium]

Deo selbst gemacht [ohne Aluminium]

Waschmittel selbst gemacht

Waschmittel selbst gemacht

Reparieren


ausgefranster Saum bei Jeans

ausgefranster Saum bei Jeans

eine neue Tasche für die Hose

eine neue Tasche für die Hose

laufende Maschen im Strickpulli

laufende Maschen im Strickpulli

Loch am Arm von Sweater

Loch am Arm von Sweater

Loch im Pulli stopfen

Loch im Pulli stopfen

Loch in der Jeanshose stopfen

Loch in der Jeanshose stopfen

mit wenig Aufwand die Armlänge anpassen

mit wenig Aufwand die Armlänge anpassen

Sandalen reparieren

Sandalen reparieren

Wäscheklammern reparieren

Wäscheklammern reparieren

zerrissene Jeanshose retten

zerrissene Jeanshose retten

Rezepte


Apfelsaft
Apfeltiramisu
Backpulver
Bärlauchpaste
Brotgewürz
Fruchtmus
Frühstücksgebäck
gebrannte Nüsse
Germstriezel (Hefezopf)
Gnocchi
grüne Tomatenmarmelade
Holunderblütensirup
Keimlinge und Sprossen
Joghurt
Kräutersalz
Kräutersirup
Kriachalsirup (Mirabellensirup)
Kuchen im Glas
Melissensirup
Osterbrot
Pizza
Polentaschnitten
Pudding
Rhabarbersirup
Rote Rüben (Rote Bete) Salat einkochen
Schokoaufstrich
Semmelbröseln
Suppengewürz
Tomaten einkochen
Valentinsherzen (Schokokuchen)
Vanillekipferl
Vanillezucker
Walnussmilch
Wastecooking-Sirup
Zucchinikuchen
Zwetschgen-Schoko-Marmelade

Pinterest


Ergänzend dazu habe ich für die Anleitungen eine Pinwand auf Pinterest erstellt.

Und natürlich sind auch meine Rezepte auf einer eigenen Pinwand zu finden.

So vermeidest Du unnötigen Stress beim Bloggen [Gastbeitrag]

Ob privat oder geschäftlich, selbständig in Teilzeit oder Vollzeit – wir Blogger haben einen vollen Terminkalender. Denn oft bleibt es nicht nur beim regelmäßigen Verfassen neuer Posts.

Artikel wollen geplant, recherchiert, geschrieben, redigiert und mit Fotos, Grafiken oder Videos ausgestattet werden. Kommentare müssen moderiert werden und Social-Media-Seiten gepflegt.

Blogwolke

So ganz nebenbei erreichen uns neue Testgeräte oder die nächsten Kooperationsanfragen von Firmen und um das Marketing der Webseite müssen wir uns auch noch kümmern. Statistiken werden überprüft, die Webseite optimiert, Linkbuilding betrieben oder gar neue Features programmiert.

Wir haben immer gut zu tun – und wer es wirklich ernst meint mit dem Geld verdienen, kommt locker mal auf eine 60-Stunden-Woche.

Wie bei jedem anderen Beruf, der uns besonders viel abverlangt, kann der Stress-Pegel enorm ansteigen. Das macht auf Dauer krank – und nicht selten landen wir dann mit Burnout, Depression oder Angststörung beim nächsten Psychotherapeuten.

Mach mal langsam!

Damit Du diesen Dauer-Stress vermeiden und dem Blogger-Burnout vorbeugen kannst, gibt es einige Strategien:

Mit »Slow Blogging« verminderst Du beispielsweise Deine Artikel-Frequenz. Niemand erwartet von Dir, dass Du jeden Tag einen Blogpost veröffentlichst! Auch Deine Leser werden es Dir nicht übel nehmen, wenn Du nur noch ein- bis zweimal die Woche in die Tastatur haust.

Den meisten Lesern ist es hingegen viel wichtiger, dass Deine Beiträge regelmäßig erscheinen und ihnen einen Mehrwert bieten. Suche Dir daher feste Tage. Idealerweise kannst Du natürlich Termine nehmen, an denen die Artikel besonders häufig abgerufen werden.

Lasse Deine Besucher aber nicht im Dunkeln tappen. Wenn Du plötzlich Deine Frequenz reduzierst, könnten sich sonst viele fragen, ob Du vielleicht die Lust verloren hast. Kündige also die Änderung an und erkläre auch, warum Du dies vorhast.

Arbeitsplatz

Mit Planung zum Erfolg

Damit Du aber durch Krankheit, Urlaub oder Schreibblockade nicht plötzlich ohne einen einzigen Artikel dastehst und im Nachhinein nicht aus dem Konzept kommst, empfiehlt es sich, gut vorzuplanen.

Setze also zuerst einmal eine Liste auf, in der Du – nach Kategorien oder Themen geordnet – Deine Ideen sammeln kannst. Die Liste solltest Du immer mit Dir führen, um schnell neue Geistesblitze festzuhalten.

Wenn Du gerade ein kreatives Tief haben solltest, darfst Du Dich auch gern bei den Beiträgen anderer themen-relevanter Blogger bedienen – schließlich wird Dein Artikel sowieso ein anderer. Am wichtigsten ist aber, dass Du regelmäßig die Fragen und Anregungen Deiner Leser, Follower und Fans aufgreifst.

Als nächstes trägst Du Deine Ideen in einen Redaktionsplan ein, um die Themen für die nächsten Wochen oder Monate festzuhalten. Bei WordPress bietet sich beispielsweise „CoSchedule“ an, mit dem Du nicht nur automatisiert bloggen, sondern auch Deine Social-Media-Kanäle vorplanen kannst.

Screenshot "CoSchedule"

Screenshot „CoSchedule“

Bloggen im Voraus

Beim Schreiben solltest Du vor allen Dingen darauf achten, dass Du immer mehrere Artikel in der Reserve hast. Sei am besten mindestens einen ganzen Monat voraus.

Das kannst Du natürlich erreichen, indem Du zwei bis drei Wochen konsequent durchziehst und jeden Tag einen Artikel schreibst, aber nur wenige sofort veröffentlichst.

Stressfreier geht es, wenn Du zusätzlich zu Deinen aktuellen Beiträgen immer noch einen Post extra verfasst. Zwar brauchst Du so eine ganze Weile, um den nötigen Vorlauf zu haben – es potenziert sich aber mit der Zeit. Nach einem Jahr hättest Du damit schon 50 Artikel zusätzlich.

Bleibe aber trotzdem flexibel genug, um auch einmal auf aktuelle Themen reagieren zu können, ob nun an einem zusätzlichen Termin oder einfach eingeschoben.

Diese Strategie funktioniert allerdings nicht, wenn Du in Deinem Blog sehr aktuell sein musst. Wenn Du ausschließlich News veröffentlichst oder viele Reviews z.B. über aktuelle Technik schreibst, kannst Du natürlich nicht weit im Voraus schreiben. Solltest Du mit Deinem Blog aber schon genügend verdienen, kannst Du aber darüber nachdenken, weitere Blogger zu beschäftigen, um Dir die Arbeit zu erleichtern.

Auch in anderen Bereichen reduzieren

smartphoneBloggen ist aber nur ein Teil der Arbeit, die Du reduzieren kannst, um mehr Zeit zu haben.

So ist es beispielsweise möglich, auch die Moderation von Kommentaren und Social Media sowie die E-Mail-Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern auf den Punkt zu bringen.

Hier kannst Du vor allen Dingen an Deinem Zeitmanagement arbeiten und Dir bestimmte Zeiten festlegen, an denen Du diese Arbeiten erledigen möchtest.

Bei den E-Mails kannst Du zusätzlich auf die Zero Inbox setzen, um den Überblick nicht zu verlieren.

mirkoMirko Schubert schreibt auf digitaler-minimalismus.de über das Reduzieren des digitalen Lebens auf ein Minimum. Außerdem ist er Musikpädagoge und freier Journalist in den Ressorts IT & Consumer Electronics. Schaut doch einmal auf seinem Blog vorbei oder startet eine Diskussion in der dazugehörigen Facebook Gruppe!

Videotipp am Montag #30


Heute ist wieder Videomontag und es geht um die paradoxe Situation unserer Nahrung in einer globalisierten Welt.

Hähnchenreste auf Reisen – Das Geschäft mit unserem Abfall

Es ist das Lieblingsessen unserer Kindheit: Hähnchen – gebraten, knusprig und saftig. In Deutschland werden jedes Jahr über 627 Millionen Masthähnchen geschlachtet – ein Billigprodukt, das sich dank moderner Produktionsmethoden und Turbomast jedermann jederzeit leisten kann.

Doch kaum jemand brutzelt sich heute noch ein ganzes Brathähnchen. Stattdessen kaufen die Bundesbürger viel lieber Brust oder Keule. Nur jedes fünfte Huhn geht noch im Ganzen über die Theke.

Bei rund 627 Millionen geschlachteten Masthähnchen im Jahr bedeutet das, dass die deutsche Geflügelindustrie gigantische Mengen Abfall produziert: Hälse, Karkassen, Innereien. Teile, für die es in Europa keine Abnehmer gibt und die die Hersteller eigentlich kostenpflichtig entsorgen müssten. Aber auch für diese Reste gibt es einen Markt in Afrika.

Katarina Schickling wirft einen Blick hinter die Kulissen der Geflügelindustrie und findet heraus: Deutsche Hähnchenschlachter verkaufen in Afrika all das, was Kunden hierzulande nicht essen mögen. Ein lohnendes Geschäft.

Denn jeder Erlös ist besser, als die Entsorgung der Teile in der Tierkörperverwertung zu bezahlen. Doch weil unsere Fleischreste in Afrika zu Dumpingpreisen verkauft werden, können lokale Geflügelzüchter nicht damit konkurrieren. Die Folge: In einigen afrikanischen Ländern ist die heimische Geflügelproduktion komplett zusammengebrochen.

In dieser Dokumentation erfahren wir den wahren Preis des Billiggeflügels.



Ich wünsche Euch viele nachdenkliche Minuten.

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Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit ist mein Blog gerade Gastgeber.


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Videotipp am Montag #29


Heute ist endlich wieder einmal Videomontag und es geht um eines der beliebtesten Nahrungsmittel überhaupt und die Auswirkungen auf unsere Umwelt.

Fleisch und Nachhaltigkeit

Jeder Deutsche konsumiert im Schnitt knapp 90 kg Fleisch pro Jahr. Das ist zu viel und in vielerlei Hinsicht problematisch. Flächenverbrauch, Welternährung, Klimawandel, Tierrechte, Umweltverschmutzung, Gesundheit – die industrielle Produktion von Fleisch ist in vielen Bereichen nicht nachhaltig.

Aber was genau sind die Probleme der industriellen Fleischproduktion?
Was sind die globalen Auswirkungen?
Und was kann dagegen getan werden?


Ein Film, der wirklich sehr nachdenklich macht. Nimm Dir bitte die 7 Minuten Zeit und schau ihn Dir an.


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Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog foolfashion durchgeführt.


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