Der Einfluss unserer Ernährung auf das Klima [fasten your food]

Schon seit längerer Zeit beschäftigt mich das Thema Ernährung. Nicht nur im Zusammenhang mit dem Punkt „gesunde Ernährung“ sondern auch in Hinblick darauf, welche Auswirkung unsere Ernährung auf die Umwelt hat.

„Fasten your food“ heißt der Schwerpunkt der CO² Fastenaktion, der sich der Frage widmet, welchen Einfluss das, was wir essen, auf das Klima hat.

ernaehrung-und-klima

die Sache mit den Treibhausgasen

Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, hat nicht nur Auswirkungen auf die Ressourcen unserer Erde, sondern in nicht unerheblichem Maße auch auf die Emission von Treibhausgasen und somit auf die Erderwärmung und den Klimawandel.

Maßgebliche Faktoren sind beispielsweise Treibhausgase, die aus der Düngung der Böden, bei der Herstellung tierischer Produkte wie Fleisch, Milchprodukte und Eier, bei der Weiterverarbeitung der Nahrungsmittel und deren Transport, bei der Zubereitung der Speisen sowie bei der Beseitigung von Nahrungsmittelresten entstehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die veränderte Nutzung von Land – landwirtschaftliche Flächen werden neu geschaffen (z.B. durch Brandrodungen für den Anbau von Futtermitteln) bzw. Umwandlung von Grünland in Ackerland und Trockenlegung von Sümpfen.

ein großes Problem ist die Massentierhaltung

Rinder stehen heutzutage nur noch in Ausnahmefällen auf der Wiese und fressen Gras. In der Massentierhaltung gezogene Rinder werden meist nicht artgerecht ernährt, sondern mit Kraftfutter bestehend aus Weizen, Soja oder Mais gefüttert.

Ein nicht unerheblicher Teil dieses Futters wird aus Südamerika z.B. aus Brasilien und Argentinien importiert. Immer neue Flächen Wald werden dort gerodet und in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt. Dabei werden erhebliche Mengen Treibhausgase in die Atmosphäre freigesetzt.

Aber auch Schweine und Hühner werden oftmals mit Futter aus Übersee versorgt. Da sie kein Methan produzieren, ist ihre Klimabilanz trotzdem etwas besser.

vom Tier zum Teller

vom Tier zum Teller

die Art der Ernährung spielt eine große Rolle

Die Auswirkungen unserer Ernährung auf das Klima sind immens. Nahezu 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung sind auf tierische Produkte zurückzuführen. (Quelle WWF).

Dazu kommt, dass für eine einzige Fleischkalorie bis zu 12 Pflanzenkalorien nötig sind, was zur herrschenden Ernährungsproblematik auf unserer Erde beiträgt.

Die Übersicht der Treibhausgasemissionen verschiedener Nahrungsmittelkategorien macht es deutlich. Rindfleisch führt mit dem gut 20fachen Wert(!) von Obst und Gemüse die Tabelle weit an. Es folgt Schweinefleisch mit dem rund 8fachen Wert gefolgt von Hühnerfleisch, das noch immer vier mal so viel Treibhausgase entstehen lässt. (Quelle CO²Fasten)

CO² Fastenaktion

CO² Fastenaktion

der Transport der Lebensmittel

Der Transport von Lebensmitteln führt zu einer hohen Freisetzung von Treibhausgasen, insbesondere von CO² durch die Verbrennung von Kraftstoffen. Der Transport per Flugzeug führt zu deutlich höheren Emissionen als der per Lkw. Dieser wiederum transportiert klimaschädlicher als die Bahn, die ihrerseits von der Schifffahrt, insbesondere der Hochseeschifffahrt, diesbezüglich noch unterboten wird. (Quelle CO²Fasten)

Viel hängt also von der Art des Transports und den Entfernungen ab. So ist es durchaus möglich, dass von weit her, aber effizient transportierte Lebensmittel weniger Treibhausgas-Emissionen verursachen als regionale, aber aufwendig (z.B. durch Kühlung) und lang gelagerte Produkte.

Das führt uns unweigerlich zum Punkt „regional und saisonal“. Beachten wir bei unserer Ernährung, welche Lebensmittel gerade Saison haben und achten darauf, dass sie regional produziert wurden, müssen sie weder mit hohem Stromverbrauch gelagert noch weit transportiert werden.

Wer seinen Einkauf dann noch zu Fuß oder per Fahrrad nach Hause transportiert, statt den PKW zu nehmen, vermeidet eine signifikante Verschlechterung der Transport-Klimabilanz der eingekauften Lebensmittel.

industrielle Fertigung, Transport und Verpackung hängen zusammen

Nahrungsmittel, die industriell verarbeitet werden, bedeuten automatisch eine größere Belastung für die Umwelt. Abgesehen davon, dass die Fabrik bzw. die Maschinen gebaut werden müssen und das an sich schon ein großes Problem darstellt, werden intensiv verarbeitete Nahrungsmittel großzügig verpackt und mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen.

Dadurch entsteht sehr viel Müll. Einerseits durch die Verpackung und andererseits auch dadurch, dass mehr Lebensmittel im Müll landen, weil sie nach Erreichen vom Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr verkauft werden dürfen.

grauer Plastikmüll

Noch einmal möchte ich an dieser Stelle auf die für uns meist unsichtbare Verpackungsproblematik beim Transport hinweisen. Mehr dazu in meinem Beitrag „grauer Plastikmüll – die unsichtbare Gefahr“.

jede Menge Plastikmüll im Warenlager

jede Menge Plastikmüll im Warenlager

Lebensmittelverschwendung

Jedes Lebensmittel, das unnötig im Müll landet, hat im Laufe der Produktionskette Einfluss auf unser Klima genommen! Obst, Gemüse und Getreide wurde angebaut, gedüngt, geerntet (mit Maschinen), verarbeitet (Industrie) und transportiert. Fleisch wurde gezüchtet, ernährt, geschlachtet, verarbeitet und transportiert.

Kaum etwas hat einen größeren negativen Einfluss auf die Treibhausgase und damit auf unser Klima bei gleichzeitiger Vermeidbarkeit als Lebensmittel, die weggeworfen werden!

aktiv gegen Lebensmittelverschwendung

Der Verein Foodsharing setzt sich gegen die Lebensmittelverschwendung ein. Ich arbeite nun schon das dritte Jahr mit und ernähre mich mittlerweile fast ausschließlich von Lebensmitteln, die sonst im Müll landen würden.

Das ist doppelt gut für die Umwelt, denn diese Lebensmittel werden vor dem Müll gerettet und für mich müssen keine anderen Lebensmittel produziert werden.

Für alle, die nicht aktiv mitarbeiten wollen, stehen öffentliche Fairteiler für Lebensmittel zur Verfügung. Aus diesen Fairteilern kann jeder Lebensmittel entnehmen, die sonst im Müll landen würden.

jeder kann Lebensmittel aus dem Fairteiler entnehmen

jeder kann Lebensmittel aus dem Fairteiler entnehmen

Geschenke der Natur

Eine viel zu selten beachtete Alternative zum Einkauf im Supermarkt finden wir in der Natur. Unsere Ernährung können wir durch Wildkräuter und allerlei andere Geschenke der Natur wunderbar ergänzen! Am Wegrand finden wir Brennnesseln, Gänseblümchen, Löwenzahn und allerlei Wildkräuter, die ganz herrlich schmecken.

Aus den frischen Holunderblüten koche ich Holundersirup und im Sommer aus den Mirabellen den Mirabellensirup. Aus getrockneten Holunderblüten und vielen verschiedenen Kräutern kann man einen herrlichen Tee kochen.

Gerade ist die Zeit des Bärlauch, aus dem man eine Vielzahl von Speisen zubereiten kann. Im Herbst bereichern Pilze und Schwammerl unseren Speiseplan.

Selbst wenn man keinen Garten hat, kann man Kleinigkeiten wie z.B. Gewürzkräuter in Töpfen ziehen.

Solange wir die Natur nicht so massiv berauben, dass sie sich selbst nicht mehr regenerieren kann, ist das eine perfekte Möglichkeit abseits der Nahrungsmittelindustrie für herrliche Speisen am Tisch zu sorgen.

Viele Tipps über das, was in der Natur wächst, sowie eine umfangreiche Landkarte, wo Du diese Schätze finden kannst, gibt es auf der Seite von Mundraub.

essbare Wildpflanzen sehen nicht nur gut aus, sondern schmecken auch herrlich

essbare Wildpflanzen sehen nicht nur gut aus, sondern schmecken auch herrlich

meine Tipps für eine umweltbewusste Ernährung

Wie soll also unsere Ernährung aussehen, damit sie so wenig negativen Einfluss wie möglich auf das Klima hat?

* ernähre Dich möglichst fleischarm oder vegetarisch
* koche Deine Nahrung selbst
* verzichte auf industriell gefertigte Produkte
* beachte, was derzeit Saison hat
* schau Dich in der Natur um, was sie gerade verschenkt
* kaufe regional produzierte Lebensmittel
* ziehe unverpackte Ware vor
* geh zu Fuß oder fahre mit dem Fahrrad einkaufen
* kaufe nur so viel, wie Du wirklich benötigst
* wirf keine Lebensmittel weg
* unterstütze foodsharing

umweltbewusste-ernaehrung

Linktipp:

Homepage CO² Fasten
Aktionsbroschüre (pdf Download)
Homepage Klimafasten
Klimafasten-Broschüre (pdf Download)
Aktion Fleischfasten
Foodsharing
Mundraub


Logo einab grueneinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.
Hier geht es zur aktuellen Linkparty.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.


Das könnte Dich auch interessieren:

Aktionen in der Fastenzeit 2017 – ein unvollständiger Überblick
der ökologische Fußabdruck oder manchmal ist alles nicht so einfach…
Aktiv gegen Lebensmittelverschwendung
Mindesthaltbarkeitsdatum – Fiktion und Wirklichkeit
„grauer Plastikmüll – die unsichtbare Gefahr“

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #5

Das Projekt „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen“ steht für mich natürlich auch dieses Jahr wieder am Programm.

Zum Glück hat die Fastenzeit dieses Jahr sehr spät angefangen, es ist schon richtig warm und ich genieße die Ausflüge mit dem Fahrrad. Ich nehme bereits das dritte Mal am Autofasten teil, daher fällt es mir dieses Jahr überhaupt nicht schwer.

Im Grunde ist Autofasten für mich zum Alltag geworden. Meine Autofasten-Tafel ist seit dem letzten Jahr durchgehend am Fahrrad montiert, um mich daran zu erinnern.

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

Hoch lebe das Lastenrad

Marlene zeigt in ihrem Beitrag zur Eröffnung der neuen Linkparty „einfach.nachhaltig.besser.leben“ ihr Lastenrad und erzählt über ihre fahrradintensive Zeit in Dänemark.

Das möchte ich zum Anlass für meinen heutigen Beitrag nehmen.

Fahrradstadt Graz

Graz ist wirklich in vielen Bereichen anders. Besonders freut mich, dass es so viele Initiativen gibt, die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmen.

So gibt es unter anderem mittlerweile gleich drei Lastenräder, die man sich gratis ausleihen kann, damit man auch größere Gegenstände problemlos transportieren kann. Nicht alles muss man besitzen, um es zu nutzen!

(c) das Lastenrad Graz

Der Leihvorgang ist sehr unkompliziert über das Internet durchführbar. Zu finden sind die drei Lastenräder auf der Internetseite „das Lastenrad“. Registrierte Mitglieder können über den Kalender freie Termine finden und buchen. Das Lastenrad wird sodann an der jeweiligen Verleihstation, die immer wieder einmal wechselt, abgeholt und anschließend wieder zurück gebracht.

Auch auf Facebook ist das Lastenrad zu finden, wo Du beispielsweise auch Fotos von einem selbst gebauten Lastenrad entdecken kannst.

Noch mehr Infos zum Lastenrad sowie Tipps zu einer möglichen Förderung des Ankaufs (Graz bzw. Steiermark) findest Du auf der Seite „Nachhaltig in Graz“.

Fahrradzustellservice in Graz

Auch immer mehr Firmen zeigen sich umweltbewusst. Unter anderem gibt es in Graz den Kurierdienst bring me, der Einkäufe aus den teilnehmenden Geschäften, welche zuvor telefonisch bestellen wurden, mit dem Lastenrad zustellt.

Fotos vom Grazer Umweltfest

Diese Bilder habe ich am Grazer Umweltzirkus aufgenommen. Ich bin total begeistert von den vielen kreativen Lastenrädern!

Alternative Fahrradanhänger

Eine sehr gute Alternative zum Lastenrad ist der Fahrradanhänger. Wir haben die Möglichkeit, so einen Anhänger an das Fahrrad von Herrn Widerstand anzuhängen und können dadurch auch einmal eine größere Menge transportieren.

Der Fahrradanhänger hat den Vorteil, dass er nicht ständig am Fahrrad dran hängt, sondern an einer Kupplung eingehängt wird. Dadurch kann man das Fahrrad auch ohne Anhänger nutzen.

Unser Anhänger hat eine Plane, sodass er auch weitgehend wetterfest ist.

Mit diesem Fahrradanhänger kann man echt viel transportieren

kleine Transporte mit dem Fahrrad

Wenn man nur Kleinigkeiten mit dem Fahrrad transportieren möchte, dann geht das auch einfacher. Ein Fahrradkorb – wie ganz oben auf dem Foto zu sehen – oder Fahrradtaschen – wie am Fahrrad von Herrn Widerstand zu sehen – nehmen auch eine ganze Menge auf.

Vor allem in die Fahrradtaschen geht wirklich sehr viel rein, obwohl sie auf den ersten Blick so unscheinbar wirken.

Logo einab grueneinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Die Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben wurde heute mit einem Beitrag von Marlene neu eröffnet.

Sie zeigt darin ein Foto von ihrem Lastenrad und erzählt, dass man Lastenrad sogar selber bauen kann. Ich lade Dich daher sehr herzlich zum Beitrag #EiNaB 20: Hoch lebe das Lastenrad! ein.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.


Das könnte Dich auch interessieren:

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen
Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #2 – Zwischenbericht 2015
Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3 – Fazit 2015
Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #4 – Fazit 2016
Aktionen in der Fastenzeit 2016 – ein unvollständiger Überblick
Aktionen in der Fastenzeit 2017 – ein unvollständiger Überblick

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Aktionen in der Fastenzeit 2017 – ein unvollständiger Überblick

Die Fastenzeit naht in großen Schritten und wieder einmal gibt es viele tolle Aktionen, wie man die 40 Tage nutzen kann um bewusst etwas zu verändern, zu reduzieren bzw. darauf zu verzichten.

Auch heuer möchte ich Dir einige dieser Fastenprojekte vorstellen, die mich ganz besonders angesprochen haben. Neben denjenigen, an denen ich bereits in den Jahren davor teilgenommen bzw. welche ich Dir bereits vorgestellt habe, konnte ich einige neue interessante Fastenaktionen entdecken.

Selbst werde ich mich natürlich auch wieder einigen Challenges stellen und die Fastenzeit auf diese Weise sehr bewusst gestalten.

Plastikfasten

Der Aufruf zum Plastikfasten kommt in diesem Jahr von Anneliese Bunk, die gemeinsam mit Nadine Schubert das Buch „Besser leben ohne Plastik“ geschrieben hat.

plastikfasten-2017

Die beiden waren zuletzt auf „Utopia“ zu Gast, um das Fastenprogramm vorzustellen.

Auf ihrem Fastenblog „Plastikfasten“ bietet Anneliese ein begleitendes Programm mit verschiedenen Schwerpunkten an. Die Teilnehmer bekommen täglich Anregungen und Unterstützung.

plastikfasten-2017-programm

Trotzdem ich permanent Plastik faste, habe ich mir vorgenommen, dieses Projekt zu verfolgen und bin schon sehr auf die Tipps gespannt!

7 Wochen ohne

Auf diese Fastenaktion der evangelischen Kirche wurde ich durch Zufall aufmerksam. Sie hat mich aber gleich sehr angesprochen, passt das Motto „Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort“ doch wirklich unheimlich gut zu meinem Achtsamkeitsprojekt.

7-wochen-ohne

Die Ungeduld gilt als ein Symbol der Moderne. Man darf alles verlieren – nur nicht die Zeit. Viele lesen ihre Mails schon auf dem Weg ins Büro, auf dem Smartphone. Damit sie sofort loslegen können, wenn sie ankommen. „Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort“ – die Fastenaktion der evangelischen Kirche ruft auf zu einer Zeit der Entschleunigung, des Innehaltens, des Nachdenkens.

Jede Woche steht unter einem anderen Thema, Anregungen zum wöchentlichen Motto bekommt man mit dem Fastenmail.

Linktipp:

Homepage „7 Wochen ohne“
Facebookseite „7 Wochen ohne“

Videotipp:

Klimafasten

Durch meine bewusste Suche nach Fastenprojekten, die gut für die Umwelt sind, bin ich auf die Aktion „Klimafasten“ gestoßen. Es handelt sich um eine Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit.

klimafasten-banner

Auch bei dieser Fastenaktion steht jede Woche unter einem anderen Motto. In der ersten Woche geht es zum Beispiel darum anders zu kochen und in der dritten Woche darum weniger zu kaufen.

Kernstück des Programms ist die Klimafasten-Broschüre (pdf Download). Für jede Aktionswoche findest Du in den Downloads ein kleines Poster, das Dich an das Motto erinnert. Man kann das Poster ausdrucken und aufhängen, um die Anregungen immer präsent zu haben.

Für den Gedankenaustausch untereinander wurde eine eigene Facebook-Gruppe „Klimafasten“ gegründet.

klimafasten-info

Linktipp:

Homepage Klimafasten
Klimafasten-Broschüre (pdf Download)
Poster-Download
Facebook-Gruppe „Klimafasten“

CO² Fasten

Wir bleiben beim Klima, ich habe noch eine sehr spannende Fastenaktion zu diesem Thema gefunden.

co2-fasten-banner

Die diesjährige Aktion der Kirchlichen Jugendarbeit vertieft das Thema Ernährung und Klima. Wie hängen diese beiden Faktoren zusammen? Was hat das eine mit dem anderem zu tun?

Antworten auf diese Fragen sind im Infoteil vom Aktionsheft (pdf Download) zu finden. Neben dem Hintergrundwissen wurden verschiedene Methoden und Aktionen zum Mitmachen entwickelt. Ergänzt wird das Aktionsheft durch leckere Rezepte, die zum Nachkochen einladen.

Auf der Homepage ist übrigens ein CO² Rechner zu finden, mit dessen Hilfe man den jährlichen CO²-Ausstoß berechnen und mit dem Durchschnittswert eines Bundesbürgers vergleichen kann.

Jeden Tag gibt es einen neuen Fastenimpuls, der zum Nachdenken anregt. Diese Impulse können mit der Feed-Funktion, bei Facebook oder bei Twitter abonniert werden.

co2-fasten-info

Linktipp:

Homepage CO² Fasten
Aktionsbroschüre (pdf Download)
CO² Fasten auf Facebook
CO² Rechner

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen

Autofasten Logo

Auch in diesem Jahr ist das Autofasten wieder ein Fixpunkt für mich. Bereits zum dreizehnten Mal wird dazu aufgerufen, während der Fastenzeit die Autofahrten einzuschränken und den Umgang mit der eigenen Mobilität zu überdenken.

Die Aktion „verbietet“ das Autofahren nicht. Konkret geht es darum, in der Fastenzeit, also zwischen 1.3. und 15.4.2017, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und Autokilometer einzusparen.

Details zur Aktion sind auf der Homepage von Autofasten zu finden. Diese Aktion findet auch in Deutschland auf Autofasten.de statt.

In der Steiermark läuft aktuell die Feinstaubaktion vom Verkehrsverbund, bei der jede 1 – 6 Stunden Karte zur Tageskarte wird. Für den Zeitraum 8. Februar bis inkl. 28. Februar 2017 wurde die Aktion ausgeweitet und gilt nun täglich. Mehr Infos dazu sind auf der Homepager der Holding Graz nachzulesen.

Das erste Mal habe ich im Jahr 2015 teilgenommen. Meine Beiträge waren „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen“, „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #2“ und der Rückblick kam im Beitrag „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3“. Das Fazit von meinem Autofasten 2016 kannst Du im Beitrag Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #4 nachlesen.

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

Fleisch fastenFleisch fasten

Der Konsum von Fleisch ist innerhalb der Ernährung der wesentlichste Faktor für negative soziale und ökologische Auswirkungen. Die Initiative „Gerecht leben – Fleisch fasten“ nimmt deshalb die Fastenzeit zum Anlass, den Ernährungsstil kritisch zu hinterfragen und zu Alternativen zum enorm hohen Fleischkonsum herauszufordern.

Das Ziel ist mehr soziale Gerechtigkeit für die Umwelt, das Klima und die Tiere und ganz nebenbei ist das Ganze auch noch gut für unsere Gesundheit. Weitere Infos sind im Beitrag Warum „Gerecht leben – Fleisch fasten“? zu finden.

Ähnlich wie beim Autofasten steht nicht der gänzliche Verzicht sondern der bewusste Konsum im Vordergrund, sprich vom Alltagsbraten zum Sonntagsbraten.

Ich finde diese „moderate“ Art des Fastens sogar noch viel zielführender als das strenge Fasten, denn so hat der Mensch die Möglichkeit auszuprobieren wo die Grenzen sind und kann das neu erlernte Verhalten nach der Challenge gut in den Alltag mitnehmen und weiterführen. Zumindest habe ich das so mit dem Autofasten im letzten Jahr erlebt, das nun zu meiner üblichen Verhaltensweise geworden ist.

Mein persönlicher Konsum von Fleisch hat – trotzdem er immer schon sehr gering war – in den letzten Jahren noch weiter abgenommen und beschränkt sich auf Einladungen bei meiner Schwiegermutter und wenn ich etwas über foodsharing geschenkt bekomme oder aus dem Müll rette. Für mich selbst kaufe ich kein Fleisch und keine Fleischprodukte mehr. Dieses Jahr möchte ich noch einen Schritt weiter gehen und während der Fastenzeit vollständig auf Fleisch verzichten.

Linktipp:

Aktion Fleischfasten
Aktion Fleischfasten auf Facebook

Modeprotest – Klamottenkur

klamottenkur

Die Aktion „Modeprotest – Klamottenkur“ wird in diesem Jahr zum 6. Mal stattfinden und ich werde zum 4. Mal mit machen.

Bereits 2014 habe ich daran teilgenommen und mein Beitrag „Wie viel Kleidung braucht ein Mensch?“ ist einer der meist gelesenen auf meinem Blog überhaupt geworden. Wie es mir bei meiner ersten Klamottenkur ergangen ist, kannst Du im Beitrag „Klamottenkur 2014 – mein Fazit“ lesen. Auch von 2015 kannst Du meinen persönlichen Modeprotest nachlesen.

„Der erste Schritt in Richtung nachhaltigem Konsum ist weniger Konsum. Das gilt auch für die Klamotten im Kleiderschrank. Schaffst du es, deine Garderobe für sieben Wochen zu reduzieren?“

Linktipp:

Homepage Modeprotest
„Modeprotest“ auf Facebook
Homepage Klamottenkur

Strichcodefasten

Strichcodefasten

Seit dem Jahr 2014 verzichtet Sophia Reis jedes Jahr als Aktion zur Fastenzeit auf Produkte mit Strichcode. Das „Strichcodefasten“ ist ihre Idee, die mittlerweile viele Nachahmer gefunden hat.

Strichcodefasten fordert auf, das alltägliche Lebensmittelkonsumverhalten zu überdenken. Der Lebensmitteleinkauf erfolgt dadurch bewusster und bedarf etwas Zeit und Vorplanung. Wer des Strichcodes wegen auf Supermarktware verzichtet und bei regionalen Erzeugern kauft, unterstützt diese mit jedem einzelnen gekauften Produkt, statt den Profit und die Macht der Lebensmittelindustrie weiter zu fördern.

Über ihre Erfahrungen schreibt Sophia auf dem Blog „Strichcodefasten“ und ist auch auf Facebook zu finden.

diese Art zu Fasten ist gut für die Umwelt

Mir ist positiv aufgefallen, dass sich verschiedene kirchlichen Organisationen sowohl in Österreich als auch in Deutschland sehr für die Umwelt einsetzen. Auch abseits der Fastenzeit kann ich das beispielsweise in der Pfarre meines Heimatortes erkennen.

Vielleicht ist das ja wirklich eine Möglichkeit, noch mehr Menschen für diese Themen zu sensibilisieren.


Ist für Dich auch etwas mit dabei oder gibt es etwas ganz anderes, auf das Du während der Fastenzeit verzichten möchtest? Hast Du noch anderen interessante Aktionen entdeckt, die hier fehlen?


Logo einab grueneinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.
Hier geht es zur aktuellen Linkparty.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.


Das könnte Dich auch interessieren:

Aktionen in der Fastenzeit 2016 – ein unvollständiger Überblick
Autofasten – heilsam in Bewegung kommen
Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #2
Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3
Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #4
damit der Plastikmüll abnimmt – Plastikfasten
ergänzende Gedanken zum Plastikfasten
Best of Plastikfasten
Modeprotest: Klamottenkur 2014 – mein Fazit
Modeprotest: Aktion Klamottenkur 2015

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Merken

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #4

Auch dieses Jahr habe ich während der Fastenzeit wieder an der Aktion „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen“ teilgenommen. Was mich in diesen 6 Wochen tatsächlich bewegt hat und wie es mir ergangen ist, möchte ich Dir heute erzählen.

Autofasten Logo

Durch die erstmalige Teilnahme im Vorjahr hat sich einiges in meinem Alltag verändert. Hatte ich zuvor bereits recht bewusst darauf geachtet, mit dem Auto keine unnötigen Wege zu fahren, so konnte ich durch die Aktion 2015 vor allem im Nahbereich entscheidende Schritte setzen.

Seit vorigem Jahr fahre ich kurze Strecken mit dem Fahrrad bzw. gehe zu Fuß und lasse das Auto oft auch bei schlechtem Wetter stehen.

nicht alle Veränderungen konnte ich in den Alltag mitnehmen

Durch das Autofasten 2015 habe ich seit langer Zeit das erste Mal wieder öffentliche Verkehrsmittel genutzt und für sehr praktisch und auch praktikabel befunden. Trotzdem habe ich das nicht in den Alltag integrieren können.

Natürlich bin ich sehr bequem, das gebe ich unumwunden zu, aber es waren sicher auch andere Gründe ausschlaggebend. Um die Autofahrten zu reduzieren, habe ich viele Wege kombiniert und dafür statt einem öffentlichen Verkehrsmittel doch lieber wieder auf das Auto zurückgegriffen.

Gesamt betrachtet wurden dadurch die Autokilometer im letzten Jahr deutlich reduziert, auch wenn ich noch immer eher mit dem Auto unterwegs war.

so sehen die Straßenbahnen in Graz aus

so sehen die Straßenbahnen in Graz aus

Autofasten 2016

Dieses Jahr wollte ich noch einmal versuchen, die Sache mit dem öffentlichen Verkehr zu testen. Mein Weg zur Arbeit ist relativ weit. Hin und retour fahre ich rund 60 km mit dem Auto, aber es gäbe eine relativ gute Verkehrsanbindung mit 2 Zügen.

Da der Zug nicht vor der Haustüre weg fährt, erweitert sich der Weg jedoch beträchtlich. Durch einen 20minütigen Fußweg oder 10 Minuten mit dem Fahrrad sowie einmal Umsteigen erhöht sich der Zeitaufwand gegenüber der Autofahrt um über 100% von 25 Minuten auf eine gute Stunde!

Pro Tag würde ich eine gute Stunde Zeit verlieren – zumindest habe ich das bisher für mich so empfunden – und dazu konnte ich mich bis dahin nicht entschließen.

Der Hauptgrund für mein diesjähriges Autofasten war daher, dass ich unbedingt den öffentlichen Verkehr zur Arbeit testen wollte.

hardcore Autofasten oder unverhofft kommt oft

Das Leben spielte mir einen bösen Streich, aber eigentlich habe ich zu danken. Mitte Februar ist mein Auto kaputt geworden und musste für ganze 3 Wochen in die Werkstatt.

Da blieb mir nichts anderes übrig als ins kalte Wasser zu springen und das habe ich nach kurzem Schock auch gemacht

In der ersten Woche hat es mich ganz schön geschleudert! So seltsam das vielleicht klingen mag, es war für mich auch emotional eine schwierige Situation. Das erste Mal seit über 30 Jahren stand ich ohne Auto da. Ich habe mich hilflos und verletzlich gefühlt. Klingt das verrückt? Vielleicht, aber es war tatsächlich so und ich habe es mit großem Erstaunen für mich wahrgenommen. Es war mir nicht bewusst, wie abhängig ich mich vom Auto fühle!

Die ersten Tage habe ich es auch nicht geschafft, meine Termine ohne Auto zu organisieren und habe mir für 3 Tage ein Auto ausgeborgt. Anders hätte ich alles nicht bewältigt, da ich 2 Foodsharing-Termin übernommen hatte, wo ich größere Mengen Lebensmittel transportieren musste. Das wäre öffentlich nicht möglich gewesen und die Termine wollte ich nicht absagen.

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

Gelernt habe ich daraus, dass es nicht möglich ist seinen Alltag mit und ohne Auto genau gleich zu organisieren. Immer wieder wurde mir klar, dass ich vieles nur deshalb so mache, wie ich es mache, weil ich ein Auto habe und weiß, dass ich es nutzen kann.

Da ich wusste, dass es länger dauern wird bis ich mein Auto wieder zurück bekomme, habe ich sofort begonnen, meinen Alltag so einzurichten, dass ich auch ohne Auto klar komme. In den 3 darauf folgenden Wochen bin ich mit der Situation sehr gut zurechtgekommen. Ich habe auch keine Termine mehr angenommen, wo ich unbedingt ein Auto brauche.

Um in der Früh Zeit zu sparen, durfte ich mit einer Arbeitskollegin mit zur Arbeit fahren. Das hat in der Früh den zeitlichen Mehraufwand reduziert und zu Mittag bin ich dann mit dem Bus oder Zug wieder nach Hause gefahren.

Auch Arzttermine und kleinere Lebensmittelabholungen für Foodsharing waren zu meiner Überraschung gar kein Problem. Es hat sich alles gut organisieren lassen und mit Hilfe von einem großen Rucksack konnte ich auch die Lebensmittel gut transportieren.

wir haben alle keine Zeit…

Der Zeitaufwand war natürlich deutlich größer als sonst üblich. Aber war das wirklich so? Ich hatte viel Zeit um der Zeitproblematik auf die Spur zu kommen.

1. der Umgang mit dem Auto

Erkannt habe ich, dass ich mich durch den Gebrauch des Autos auf Termine bzw. Unternehmungen einlasse, die ich sonst nicht unbedingt machen würde. Wie schon oben beschrieben – wenn ich meine Lebensführung darauf abstimme, ein Auto zu nutzen, dann kann ich dieses Leben nicht 1:1 auf autofrei umstellen.

Um deutlicher zu machen, was ich meine, ein Beispiel: Ein langjähriger Arzt hat seine Praxis in meinem Heimatort aufgegeben und ordiniert nur noch ca. 20 km weit weg in der nächsten Großstadt. Statt mir einen neuen Arzt zu suchen, bin ich ihm gefolgt und habe eine mehrwöchige Physiotherapie weit weg von zu Hause begonnen. Ohne Auto im Hintergrund würde ich das natürlich auf keinen Fall machen, sondern eine Arzt suchen, der entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder doch zumindest öffentlich sehr gut ohne allzu großen Zeitaufwand zu erreichen ist.

Aufgefallen ist mir auch, dass es nicht so einfach ist Termine auszumachen. Mit dem Auto bin ich zeitlich sehr flexibel und kann in der Praxis meist dann ankommen, wann immer ich es möchte. Das funktioniert mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht, zumindest dann nicht, wenn man den Fernverkehr auch nutzen muss, weil man nicht in der Großstadt wohnt.

Ich hatte Termine vereinbart, wo ich mit dem öffentlichen Verkehr nur entweder um einiges zu früh oder um einiges zu spät ankommen konnte. Ein geübter Öffifahrer würde seine Termine natürlich so vereinbaren, dass sich das alles gut ausgeht. Es ist alles ein Lernprozess.

Zeit ist das, was man daraus macht

Zeit ist das, was man daraus macht

2. ist die Zeit wirklich verloren?

Und dann kommt noch der tatsächliche zeitliche Mehraufwand dazu. Weil es Wartezeiten beim Umsteigen zwischen den Verkehrsmitteln und zusätzliche Wegzeiten zu Fuß oder mit dem Fahrrad gibt. Aber ist das wirklich eine verlorene Zeit?

Das war für mich die spannendste Frage überhaupt, wie würde es mir damit gehen, dass so viel Zeit durch die Benutzung vom Zug verloren geht. Was ich gelernt habe war sehr erstaunlich – die Zeit ist gar nicht verloren, ganz im Gegenteil!

In den 3 Wochen habe ich mehr gelesen als in den vielen Wochen davor und es hat mir richtig viel Spaß gemacht, wieder einmal so intensiv in Bücher einzutauchen. Und auch die Fußwege habe ich sehr genossen, es war so angenehm nach mehreren Stunden sitzen die rund 2 km am Heimweg zu Fuß zu gehen.

Die Zeit war also ganz und gar nicht verloren, im Gegenteil, ich habe sie als geschenkt empfunden, denn sie stand nur mir selbst zur Verfügung und das habe ich sehr genießen können.

Insgesamt ist mir allerdings schon ein bisschen Zeit abgegangen, weil ich einfach viel später nach Hause gekommen bin als sonst üblich. Das liegt aber natürlich daran, dass ich das Lesen und Spazierengehen im Alltag vernachlässige, obwohl es mir so gut täte. Durch die geschenkten Zeiten war ich überraschend ausgeglichen und schon fast ein bisschen erholt, als ich endlich nach Hause kam.

das Auto ist wieder da

Trotzdem war ich nach den 3 Wochen sehr froh, dass das Auto wieder da ist. Endlich habe ich mich wieder ganz gefühlt. Es ist so irre! Ich hätte das nicht für möglich gehalten, dass ich so abhängig bin von diesem Ding! Es ist für mich tatsächlich ein Stück Freiheit damit verbunden und gibt mir Sicherheit im Alltag. Schon seltsam, darüber muss ich noch nachdenken.

Wie sieht der Alltag nun aus?

Sobald das Auto wieder da war, bin ich wieder zu meinem zuvor üblichen Lebensstil übergegangen und fahre wieder mit dem Auto zur Arbeit. Zuerst hatte ich mir überlegt, das zu ändern und auch weiterhin den öffentlichen Verkehr zu nutzen, aber die Bequemlichkeit hat meist gesiegt.

Wie geht es mir nun damit? Eigentlich gar nicht so gut, mir gehen die Lesezeiten ab und auch der Fußweg bzw. das Mehr an Bewegung fehlen mir sehr. Mein Alltag ist wieder deutlich grauer geworden. Mir fehlen der Wind, die Sonne und die Blumen am Wegrand. Meine Verbindung zur Natur wurde wieder ein Stück weit begrenzt.

Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet! Es zeigt sich einmal mehr für mich, dass – freiwillige oder auch unfreiwillige – Challenges eine Möglichkeit darstellen, viel über sich selbst zu lernen.

Fazit

In meiner Autofastenzeit habe ich insgesamt deutlich über 500 km an Autofahrten eingespart. Das ist eine ganze Menge finde ich. Gelernt habe ich jede Menge über mich, mein Leben, mein gewohntes Verhalten und über das, was ich mag und was ich nicht mag. Ich war überrascht, dass sich wirklich so viel bei mir bewegt hat!

Sehr erstaunt war ich, dass sich der Komfort des öffentlichen Verkehrs so deutlich erhöht hat. Insbesondere die S-Bahn hat eine Verbesserung der Verkehrsanbindungen in Graz gebracht, was ich in dem Ausmaß nicht für möglich gehalten hätte.

Vorgenommen habe ich mir, dass ich ab nächster Woche noch einmal drei Wochen autofrei machen möchte. Diesmal mit Auto-Backup. Ich werde die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, um die meisten Weg damit zu erledigen und die Alltagstauglichkeit noch einmal zu prüfen.

Das Auto habe ich zur Sicherheit diesmal vor der Türe stehen und ich bin schon sehr gespannt, wie ich damit zurecht kommen werde. Vor allem möchte ich erstmals in der Früh den Zug benutzen, denn dann kann ich mit dem Fahrrad zum Bahnhof fahren.

eine gute Kombination: Fahrrad und Zug

eine gute Kombination: Fahrrad und Zug

In letzter Zeit geht mir in dem Zusammenhang vieles durch den Kopf. Die Sache mit dem Einkommen zum Beispiel. Einen nicht unbeträchtlichen Teil meines Einkommens wende ich dafür auf, dass ich ein Auto besitze.

Könnte ich meine Arbeitszeit noch einmal mehr reduzieren, wenn ich es aufgebe? Wie würde mein Alltag aussehen? Wie viel bedeutet die Sicherheit „Auto“ für mich, was bin ich bereit dafür zu opfern? Wie viel ist Gewohnheit, wie viel Bequemlichkeit, was würde wirklich nicht funktionieren? Wie könnte ein Leben ganz ohne Auto aussehen?

was ich zusätzlich entdeckt habe

Das erste Mal seit langer Zeit war ich wieder deutlich mehr zu Fuß in Graz unterwegs. Mir wurde die Hässlichkeit der Stadt durch die Dominanz des Autoverkehrs bewusst. Es ist laut, schmutzig und riecht nicht gut.

Ich hasse die vielen Stausituationen und die vielen Ampeln, vor denen ich mit dem Auto warten muss, daher vermeide ich es mit dem Auto nach Graz zu fahren. Aber von außen betrachtet – also als Fußgänger – sieht das ganz noch viel schlimmer aus, als vermutet. Es war mir nicht bewusst, wie sehr sich das heutige Leben auf den Autoverkehr ausgerichtet hat.

der tägliche Stau der Autos in der Großstadt

der tägliche Stau der Autos in der Großstadt


* NEU * NEU * NEU * NEU * NEU * NEU * NEU * NEU * NEU * NEU *

Logo einab grueneinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Die Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben wurde heute mit einem Beitrag von Marlene neu eröffnet.

Sie gibt darin einen Einblick in ihren Kleiderschrank und zeigt, wie sie Kleidungsstücke umgestaltet. Ich lade Dich daher sehr herzlich zum Beitrag #EiNaB im April – Frühjahrsputz im Kleiderschrank ein.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.


Das könnte Dich auch interessieren:

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen
Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #2 – Zwischenbericht 2015
Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3 – Fazit 2015
Aktionen in der Fastenzeit – ein unvollständiger Überblick – 2016

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Aktionen in der Fastenzeit – ein unvollständiger Überblick

Die Fastenzeit naht in großen Schritten und wieder einmal gibt es viele tolle Aktionen, wie man die 40 Tage nutzen kann um bewusst etwas zu reduzieren bzw. darauf zu verzichten.

Heute möchte ich Dir einige dieser Fastenprojekte vorstellen, die mich ganz besonders angesprochen haben. Neben denjenigen, an denen ich bereits in den Jahren davor teilgenommen habe, konnte ich einige neue interessante Fastenaktionen entdecken.

Selbst werde ich mich natürlich auch wieder einigen Challenges stellen und die Fastenzeit auf diese Weise sehr bewusst gestalten.

Strichcodefasten

Strichcodefasten

Seit dem Jahr 2014 verzichtet Sophia Reis jedes Jahr als Aktion zur Fastenzeit auf Produkte mit Strichcode. Das „Strichcodefasten“ ist ihre Idee, die mittlerweile viele Nachahmer gefunden hat.

Die Regeln sind sehr einfach: Verzichte beim Einkauf auf alle Lebensmittel mit Strichcode. Das klingt vermutlich im ersten Moment leichter als es ist, denn es bedeutet, dass man kaum eines der alltäglichen Lebensmittel im Supermarkt kaufen kann. Strichcodefasten ist somit ein Verzicht auf die Bequemlichkeit, alle Lebensmittel schnell an einem Ort kaufen zu können.

Dafür ist die Strichcode-Fastenzeit eine gute Möglichkeit, alternative Einkaufsmöglichkeiten zum Supermarkt in seiner Heimat zu finden.

Zumeist bedeutet es, Grundnahrungsmittel lose zu kaufen und selbst zu kochen. Daher ist Strichcodefasten gut für die Umwelt, weil Verpackungsmüll reduziert wird und ebenso für den eigenen Körper, weil Lebensmittelzusatzstoffe in der Ernährung vermieden werden.

Schummeln durch Auswärtsessen ist nicht erlaubt, denn im Essen aus der Kantine, der Mensa, dem Restaurant oder der Imbiss-Bude stecken in der Regel Strichcode-Zutaten.

Strichcodefasten fordert auf, das alltägliche Lebensmittelkonsumverhalten zu überdenken. Der Lebensmitteleinkauf erfolgt dadurch bewusster und bedarf etwas Zeit und Vorplanung. Wer des Strichcodes wegen auf Supermarktware verzichtet und bei regionalen Erzeugern kauft, unterstützt diese mit jedem einzelnen gekauften Produkt, statt den Profit und die Macht der Lebensmittelindustrie weiter zu fördern.

Über ihre Erfahrungen schreibt Sophia auf dem Blog „Strichcodefasten“ und ist auch auf Facebook zu finden. Ihren Rückblick auf die Fastenzeit 2015 kann man im Beitrag „Was mich beim Strichcodefasten 2015 bewegt hat“ nachlesen.

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen

Autofasten Logo

Bereits zum zwölften Mal wird dieses Jahr dazu aufgerufen, während der Fastenzeit die Autofahrten einzuschränken und den Umgang mit der eigenen Mobilität zu überdenken.

Die Aktion „verbietet“ das Autofahren nicht. Konkret geht es darum, in der Fastenzeit, also zwischen 10.2. und 26.3.2016, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und Autokilometer einzusparen.

Details zur Aktion sind auf der Homepage von Autofasten zu finden.

Meine Beiträge im letzten Jahr waren „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen“, „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #2“ und der Rückblick kam im Beitrag „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3“.

Modeprotest – Klamottenkur

Modeprotest 2016

Die Aktion „Modeprotest – Klamottenkur“ wird in diesem Jahr zum 5. Mal stattfinden. Bereits 2014 habe ich daran teilgenommen und mein Beitrag „Wie viel Kleidung braucht ein Mensch?“ ist einer der meist gelesenen auf meinem Blog überhaupt geworden. Wie es mir bei meiner ersten Klamottenkur ergangen ist, kannst Du im Beitrag „Klamottenkur 2014 – mein Fazit“ lesen.

Auch 2015 gab es meinen persönlichen Modeprotest, denn natürlich war ich wieder mit dabei und habe darüber berichtet, weil ich die Aktion so großartig finde.

Linktipp:

Homepage Modeprotest
„Modeprotest“ auf Facebook
Homepage Klamottenkur
Veranstaltung „Klamottenkur“ auf Facebook

Plastikfasten
Plastikfasten2

Das war meine erste Challenge, an der ich teilgenommen und worüber ich auf meinem Blog geschrieben habe. Bis dahin hatte ich schon einiges in meinem Haushalt verändert, damit er plastikfrei wird und da kam die Aktion „Plastikfasten“ vom BUND gerade recht, noch genauer hinzuschauen.

Geschrieben habe ich zum Plastikfasten die Beiträge „Damit der Plastikmüll abnimmt – Plastikfasten“, „Ergänzende Gedanken zum Plastikfasten“ sowie „Best of Plastikfasten“.

Auch wenn ich dieses Jahr keine öffentlich breit getretene Aktion dazu gefunden habe, so kann doch jeder persönlich ab 10.2.2016 entsprechende Schritte setzen und Plastikmüll vermeiden.

Fleisch fasten
Fleisch fasten

Der Konsum von Fleisch ist innerhalb der Ernährung der wesentlichste Faktor für negative soziale und ökologische Auswirkungen. Die Initiative „Gerecht leben – Fleisch fasten“ nimmt deshalb die Fastenzeit zum Anlass, den Ernährungsstil kritisch zu hinterfragen und zu Alternativen zum enorm hohen Fleischkonsum herauszufordern.

Das Ziel ist mehr soziale Gerechtigkeit für die Umwelt, das Klima und die Tiere und ganz nebenbei ist das Ganze auch noch gut für unsere Gesundheit. Weitere Infos sind im Beitrag Warum „Gerecht leben – Fleisch fasten“? zu finden.

Ähnlich wie beim Autofasten steht nicht der gänzliche Verzicht sondern der bewusste Konsum im Vordergrund, sprich vom Alltagsbraten zum Sonntagsbraten.

Ich finde diese „moderate“ Art des Fastens sogar noch viel zielführender als das strenge Fasten, denn so hat der Mensch die Möglichkeit auszuprobieren wo die Grenzen sind und kann das neu erlernte Verhalten nach der Challenge gut in den Alltag mitnehmen und weiterführen. Zumindest habe ich das so mit dem Autofasten im letzten Jahr erlebt, das nun zu meiner üblichen Verhaltensweise geworden ist.

Mein persönlicher Konsum von Fleisch hat – trotzdem er immer schon sehr gering war – in den letzten Jahren noch weiter abgenommen und beschränkt sich auf Einladungen bei meiner Schwiegermutter und wenn ich etwas über foodsharing geschenkt bekomme oder aus dem Müll rette. Für mich selbst kaufe ich kein Fleisch und keine Fleischprodukte mehr.

Linktipp:

Aktion Fleischfasten
Aktion Fleischfasten auf Facebook

RZ_Donhauser_Vegan_KOMPAKT.inddBuchtipp:

vegan kompakt
Die wichtigsten Tipps für Einkauf, Vorratshaltung
und Zubereitung

von Rose Marie Donhauser
Verlag Mankau

Nachdem mich das Thema immer mehr fasziniert, habe ich vor kurzem diesen Kompaktratgeber gelesen. Im ersten Kapitel erfährt man alles über die vegane Ernährung mit dem Schwerpunkt auf der Vorratshaltung, welche Produkte man unbedingt zu Hause haben sollte, wenn man auf Fleisch verzichtet. Im Kochbuchteil sind 58 Rezepte zu finden, die zum Nachkochen einladen. Abgerundet wird das Buch durch zahlreiche weiterführende Links aus dem Internet im Anhang.

Eine ausführliche Leseprobe im pdf-Format mit einigen Rezepten ist auf der Seite vom Verlag zu finden.

Zuckerfasten

ZuckerfastenAuf einigen Blogs wird gerade Zucker gefastet wie z.B. bei „healthy habits“, „Projekt: gesund leben“ oder auch bei „Mama denkt“.

Selbst habe ich im letzten Jahr bereits an einer 3-wöchigen Zuckerchallenge teilgenommen, dieses Jahr möchte ich 40 Tage aushalten und während der gesamten Fastenzeit auf Industriezucker gänzlich verzichten.

Auch wenn ich im letzten Jahr unter anderem durch meine Teilnahme an der Zuckerchallenge meinen Konsum an Industriezucker gigantisch reduziert habe, so ist „Zero Zucker“ dann doch noch einmal etwas ganz anderes und meine sehr persönliche Challenge, der ich mich stellen möchte.

Ergänzungen vom 11.2.2016

Klimafasten

Heute habe ich auch noch Klimafasten am Blog des WWF gefunden. Das wäre fast so etwas wie ein Überbegriff über die meisten hier vorgestellten Fastenaktionen.

Müllfasten

Und dann gibt es noch die großartige Aktion von Apfelmädchen & sadfsh. Sie werden #Müllfasten und sagen Dir in ihrem Beitrag, warum es Zeit ist, dem Müll den Kampf anzusagen.

Nachdem ich auf meinem Blog bereits das 3. Jahr gegen die Müllberge kämpfe – alle Beiträge dazu sind im „Index – Müll reduzieren“ zu finden – unterstütze ich diese Aktion natürlich sehr gerne, indem ich dazu verlinke.

(c) Apfelmaedchen.de

(c) Apfelmaedchen.de

Videotipp

Ergänzend zu all den Aktionen möchte ich das Video „Süßes, Facebook, Alkohol – wie macht Fasten wirklich Sinn?“ verlinken.

Die Gäste – unter anderem Sophia Reis, die Initiatorin von „Strichcodefasten“ – diskutieren über Sinn und Unsinn von den verschiedenen Fastenaktionen.


Ist für Dich auch etwas mit dabei oder gibt es etwas ganz anderes, auf das Du während der Fastenzeit verzichten möchtest? Hast Du noch anderen interessante Aktionen entdeckt, die hier fehlen?


Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty gerade auf meinem Blog durchgeführt. Weiters verlinkt zu ANL.


Das könnte Dich auch interessieren:

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen
Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #2
Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3
Wie viel Kleidung braucht ein Mensch?
Klamottenkur 2014 – mein Fazit
Aktion Klamottenkur 2015
damit der Plastikmüll abnimmt – Plastikfasten
ergänzende Gedanken zum Plastikfasten
Best of Plastikfasten
3 Wochen ohne Zucker – Fazit Zuckerchallenge

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3

Während der Fastenzeit habe ich an der Aktion „Autofasten“ teilgenommen. Bereits bei meinem Zwischenbericht war ich sehr begeistert von der Aktion.

Die bewusste Reduktion ist Ziel der Aktion und nicht die Abstinenz. Dies habe ich nach bestimmten Regeln gemacht, die ich selbst festgelegt habe.

Es war einfacher als gedacht

Die Umsetzung der Regeln ist mir viel leichter gefallen, als ich anfangs gedacht habe.

Dadurch habe ich nicht nur das Auto viel weniger verwendet, sondern bin deutlich mehr zu Fuß gegangen und habe zu keinem Zeitpunkt einen Verzicht empfunden.

Autofasten Logo

Mein größter Erfolg

Mittlerweile bin ich auch mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und siehe da – es hat sich in den letzten Jahren wirklich viel getan.

Die Wartezeiten sind deutlich kürzer geworden und ich war überrascht, wie schnell ich letztendlich wirklich im Zentrum der nächsten großen Stadt war.

Wenn ich rote Ampeln, kleine Staus und Parkplatzsuche sowie den Fußweg vom Parkplatz berücksichtige, bin ich zumindest gleich schnell mit den Öffis.

Das hat mich dann aber doch überrascht.

Ich mag Zug und Straßenbahn

Ich mag Zug und Straßenbahn

Ich will mehr

Weil mich das so begeistert hat, habe ich mir gleich einen 10er Block gekauft und werde in Zukunft öfters öffentlich fahren. Das habe ich mir fest vorgenommen und mittlerweile bereits mehrfach umgesetzt.

Die ganze Aktion war für mich ein voller Erfolg. Ich weiß zwar nicht, wie viele Kilometer ich eingespart habe, die Zahl ist mir aber auch gar nicht so wichtig.

Mein Ziel war, wieder mehr in Bewegung zu kommen, den öffentlichen Verkehr zu testen und praktikable Alternativen zum Auto zu finden.

ich gehe gerne zu Fuß

ich gehe gerne zu Fuß

Transport von Dingen

Es hat sich sogar mehr getan, als anfangs gedacht. Seit kurzem haben wir einen Fahrradanhänger zur Verfügung gestellt bekommen und können nun auch größere Dinge mit dem Fahrrad transportieren.

Die Lorbeeren heimse ich aber nicht für mich ein, denn Herr Widerstand fährt mit Fahrrad und Anhänger, wenn etwas zu transportieren ist. Bis jetzt haben wir dazu das Auto benutzt.

mit diesem Fahrradanhänger kann man echt viel transportieren

mit diesem Fahrradanhänger kann man echt viel transportieren

Mein Fazit

Ich werde das Autofasten ganz sicher auch nach der Fastenzeit weiterführen. Ein gänzlicher Verzicht auf das Auto kommt jedoch derzeit für mich nicht in Frage. Das war aber auch gar nicht das Ziel der Aktion, es ging um das Fasten, also die bewusste Reduktion.

Das ist mir gelungen und die Motivation dazu möchte ich gerne in den Alltag mitnehmen. Bisher konnte ich das Projekt auch weiterhin sehr gut umsetzen, das gute Wetter hilft natürlich dabei.

Vor allem habe ich für mich entdeckt, dass es viel entspannender ist mit den Öffis unterwegs zu sein als mit einem Auto im Großstadtverkehr zu stecken. Das ist für mich wirklich eine gute Motivation.

Abschließend kann ich sagen, dass sich in den 40 Tagen deutlich mehr verändert hat, als ich erwartet hatte.

Dieser Beitrag wird verlinkt zu Like-2-bike und #bewusstmit #bewusstohne


Das könnte Dich auch interessieren:

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen
Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #2

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #2

Seit Mitte Februar nehme ich an der Aktion „Autofasten“ teil.

Es geht nicht um Abstinenz sondern um fasten, also die bewusste Reduktion. Heute möchte ich einen kurzen Zwischenbericht geben.

Autofasten Logo

Meine persönlichen Regeln

Damit ich alles etwas strukturierter angehe, habe ich ein paar einfache Regeln erstellt.

1. In meinem Heimatort sowie den umliegenden Gemeinden gehe ich zu Fuß oder fahre mit dem Fahrrad.

2. Wenn ich etwas Schweres zu transportieren habe, ist das eine Ausnahme.

3. Ich fahre nie mit dem Auto nur wegen einem Anlass in die nächste Stadt. Das bedeutet, dass ich Wege kombiniere wie z.B. einen Arzttermin mit dem Besuch bei der Schwiegermutter und gleichzeitig erledige ich den Wocheneinkauf.

Es ist einfacher als gedacht

(c) Autofasten

(c) Autofasten

Diese Regeln einzuhalten ist gar nicht so schwer. Durch ein bisschen Organisation reicht es wenn ich alles 8 – 10 Tage einkaufe. Kleinigkeiten kann ich zu Fuß im nahe gelegenen Geschäft einkaufen.

Wege zu kombinieren ist gar nicht so schwer, wenn man ein bisschen plant.

Ich spare Zeit und Geld

Was sich als besonders angenehmer Nebeneffekt herausgestellt hat ist, dass ich viel mehr Zeit habe durch das Kombinieren von Wegen. Ich bin viel seltener mit dem Auto unterwegs.

Aber auch Geld habe ich gespart und das nicht nur beim Benzin. Nachdem ich noch seltener als sonst einkaufe, bin ich beim Kochen inzwischen wirklich erfinderisch geworden. Es wird einfach aus dem, was vorhanden ist, etwas gekocht. Und wenn mir etwas fehlt, dann suche ich nach einem passenden Ersatz, der vorhanden ist.

Noch ein angenehmer Nebeneffekt

Ich bin mehr an der frischen Luft und mache mehr Bewegung. Inzwischen ist das Wetter auch richtig gut geworden, die meiste Zeit scheint die Sonne und es ist richtig frühlingshaft geworden.

Meine Wege erledige ich so gut wie möglich abseits der Straße, weil es in der Natur einfach schöner ist. Wenn man täglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, erlebt man den Wechsel der Jahreszeiten viel intensiver und ich fühle mich der Natur noch näher als sonst.

Einkaufen mit dem Fahrrad

Bereits seit längerer Zeit habe ich Fahrradtaschen auf meinem Fahrrad und kann damit sehr einfach meine Einkäufe nach Hause transportieren. Davor habe ich meinen Rucksack verwendet, aber das habe ich als sehr unangenehm empfunden, da ich danach am Rücken immer verschwitzt war.

Nun gebe ich meine Einkäufe in die Fahrradtaschen, das ist wirklich sehr praktisch. Schon seit über einem Jahr hole ich die Milch vom Automaten. Dieser steht allerdings in der Nachbargemeinde und daher haben wir von Anfang an beschlossen, dass wir die Milch auf keinen Fall mit dem Auto holen, denn das würde die gesamte Ökobilanz zunichte machen.

Meine Milchtasche passt genau in die Fahrradtasche hinein.

unsere Milch in der kleine Kühltasche

unsere Milch in der kleine Kühltasche

Es war keine große Umstellung für mich

Ich gestehe, dass es keine wahnsinnig große Umstellung für mich war, denn ich habe in den letzten Monaten bereits weitgehend nach diesen Regeln gelebt.

Allerdings nur weitgehend, denn ich bin schon ein bisschen faul und bequem. Vor allem, wenn das Wetter nicht gerade zu einem Spaziergang einlädt, habe ich dann doch lieber auch am Ort das Auto genommen.

Diesen Regelbruch erlaube ich mir derzeit nicht und siehe da, es geht doch auch anders. Ich bin noch immer faul und bequem und gehe bei schlechtem Wetter nicht gerne hinaus. Meistens habe ich erkannt, dass ich den Weg auch auf den nächsten Tag verlegen kann ohne dass das ein Problem ist. Dann lasse ich es halt bleiben. Oder ich gehe gut eingepackt zu Fuß mit dem Schirm, das ist gar nicht so schlimm.

Ich bin zufrieden

Ich bin auf jeden Fall zufrieden wie es bisher läuft und möchte das auch nach der Fastenzeit so weiterführen. Es fällt mir nicht schwer, das Auto deutlich zu reduzieren. Das ist gut für meinen Körper und gut für die Umwelt.


Das könnte Dich auch interessieren:

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen

Die Fastenzeit naht. Wie wäre es damit, auf das geliebte Auto zu verzichten und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen?

Autofasten Logo

Bereits zum elften Mal ruft Autofasten dieses Jahr dazu auf, während der Fastenzeit die Autofahrten einzuschränken und den Umgang mit der eigenen Mobilität zu überdenken.

Autofasten ist ein Experiment: Kann ich ein paar Wochen ohne Auto oder zumindest mit weniger Auto auskommen?

alle Bilder (c) Autofasten

alle Bilder (c) Autofasten

Die Aktion „verbietet“ das Autofahren nicht.

Konkret geht es darum, in der Fastenzeit, also zwischen 18.2. und 4.4.2015, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und Autokilometer einzusparen.

Wer autofastet, kann z.B. mehr zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder Fahrgemeinschaften gründen.

So wie richtig verstandenes Fasten nicht nur Opfer bedeutet, sondern auch ein Stück von Abhängigkeiten befreit, kann auch Autofasten neue Erfahrungen und Lebensqualität bringen.
(Zitat „Autofasten“)

Warum sollen wir autofasten?

1.) Weil die Umweltsituation weder durch Kleinreden, noch durch Jammern oder Fürchten allein besser wird.
2.) Weil Fasten Überraschungen bietet: Es fängt oft mit Verzicht an und hört mit neuer Lebensqualität auf.
3.) Weil Veränderungen gemeinsam mit anderen leichter sind.



Für wen sollen wir autofasten?

1.) Für uns selbst – zur Überwindung des berühmten inneren Schweinehundes der Bequemlichkeit, der Verdrängung, der faulen Ausrede. Um der Erfahrung von neuer Lebensqualität durch Bewegung und Begegnung eine Chance zu geben. Um mit gutem Gewissen mobil zu sein.
2.) Für unsere Kinder und Kindeskinder – sie brauchen Platz, um sich zu entfalten, zu spielen, die Natur zu erleben. Und sie brauchen gesunde Atemluft!
3.) Für unsere Mitmenschen – auch sie haben dann bessere Luft, weniger Lärm und Gefahr in ihrem Lebensraum.

Autofasten Plakat

Wie sollen wir autofasten?

1.) Einfach weniger Auto fahren

2.) Alternativen suchen: Bus, Bahn, Bim, Mitfahrgelegenheit, Rad, Beine…

3.) Fahrten zusammenlegen, Nachbarskinder mitnehmen…

4.) Fahrgemeinschaften bilden


So einfach „geht“ Autofasten

1. Am Aschermittwoch den Autoschlüssel nehmen und in die Schublade legen.
2. Überlegen, ob als Alternative öffentliche Verkehrsmittel in Frage kommen.
3. Für Strecken im Nahbereich: Fahrrad aus dem Keller holen, abstauben, Kette ölen, Lichter putzen…
4. Das Wetter ist zu schlecht, die Strecke ist zu weit? Du kannst Arbeitskollegen oder Freunde anrufen und fragen, ob Ihr vorerst einmal bis Ostern eine Fahrgemeinschaft ausprobieren könnt. Abwechselnd gefahren spart Ihr gemeinsam 1 Auto ein!
5. Alles nicht möglich, ohne zu spät zur Arbeit zu kommen? Dann kannst Du wenigstens in der Freizeit auf das Auto verzichten und Deine Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Verkehr zurück legen.
6. Bestandsaufnahme: Wie viel Kilometer hast Du eingespart? Wie viel Geld hast Du nicht verbraucht? Wie sehr hat sich Deine Kondition durch das Radfahren verbessert? (Vielleicht könntest Du ja sogar das teure Abo im Fitnessclub kündigen?)
7. Wenn Du Dich unter http://www.autofasten.at anmeldest unterstützt Du diese Aktion und bekommst, wenn Du das willst, Informationen zugeschickt und kannst sogar etwas gewinnen!

Autofasten de
Linktipp:

Homepage „Autofasten Österreich“
Autofasten Österreich auf Facebook


Die Aktion Autofasten gibt es auch in Deutschland

Homepage „Autofasten Deutschland“
Autofasten Deutschland auf Facebook




Glücklich ohne Auto

Einfach bewusst: 30 Dinge, die passiert sind, seit ich mein Auto verkauft habe
epistulae morales: 1 Jahr ohne Auto
Mobil mit Velo: Soll keiner sagen es geht nicht


Das könnte Dich auch interessieren:

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.