clean eating – gesünder leben durch gesunde Ernährung #3

Das Thema „Ernährung“ ist nach wie vor das, was mich derzeit am meisten beschäftigt. Meine Ernährungsumstellung läuft nach wie vor ganz gut und sowohl meine Blutwerte als auch die Anzeige auf der Waage haben sich deutlich verbessert.

Ab und zu hätte ich zwar Lust, in meine alten Muster wieder zurück zu fallen (vor allem, wenn ich einen stressigen Tag hatte), aber ich bin hoch motiviert. Mit Hilfe von einigen Blogs und dem Buch von Hannah Frey gelingt mir das recht gut.

Am meisten zu schaffen macht mir noch immer das Thema Zucker und Süßkram. Eine gesunde Alternative ist für mich immer wieder einmal der selbst gemachte Chia Pudding, den ich auch gerne in verschiedenen Varianten zubereite.

der Pudding entsteht durch die hohe Quellfähigkeit von Chia

der Pudding entsteht durch die hohe Quellfähigkeit von Chia

Chia ist in aller Munde

Dadurch sowie durch den Beitrag von Eva angeregt habe ich mich mit dem Thema Chia näher befasst. Das Buch, das Eva in ihrem Beitrag zeigt, hat mich sehr angesprochen und ich wollte es lieber gleich lesen statt darauf zu hoffen, dass ich es durch ihre Linkparty gewinne.

Chiabuch Collage

Auf dem Foto ist übrigens mein selbst gemachter Buchsack zu sehen. Nachdem das Buch nicht offen bleiben wollte für das Foto, hat er mir sehr gute Dienste geleistet.

Superfood

Die Samenkörner der dem Salbei ähnlichen Pflanze waren schon bei den Inkas und Azteken als Energiespender hoch begehrt. Wer sie aß, stand in dem Ruf, übermenschliche Kraft zu besitzen.
(Klappentext)

Das Buch ist in 3 große Kapitel unterteilt. Im ersten erhalten wir allgemeine Informationen über die Pflanze und einen kleinen historischen Überblicke.

klein aber oho

klein aber oho

Das Kernstück des Buchs ist das 2. Kapitel „Chia als Heilmittel“. Und hier wird auch schnell klar, warum diese winzig kleinen Samen als „Superfood“ bezeichnet werden.

Die Liste der Leiden, für die Chia eine Verbesserung bringt, ist sehr lang. Der Blutdruck wird ebenso wie der Cholesterinspiegel gesenkt und die Samen werden daher vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Auch bei Diabetes Typ 2, Krebserkrankungen, Verdauungsproblemen, Entzündungen, Depressionen, Demenz, Burnout und Übergewicht soll Chia Wunder wirken.

Im letzten Teil finden wir einige Basisrezepte für die Verwendung von Chia. Allen voran wird die Herstellung von Sprossen beschrieben. Eine kleine Anleitung, wie man Sprossen zieht, habe ich vor kurzen bereits geschrieben.

Chiasprossen sind Superfood hoch2

Chiasprossen sind Superfood hoch2

Da Chia ebenso wie Kresse schleimbildend ist, können die Samen in Kresseschalen oder einfach in einem Glas auf feuchter Küchenrolle gekeimt werden, das Sprossenglas ist nicht dazu geeignet.

Als erstes lässt man die gewünschte Menge an Samen 15 – 30 Minuten zum Chiagel quellen. Dieses bringt man dann auf die feuchte Küchenrolle auf. Es reicht, den Chia einmal pro Tag zu befeuchten, da dieser nur sehr wenig Wasser benötigt.

Auf den Bildern sieht man Fotos von den Tagen 1, 3, 6 und 8.

Chiasprossen Collage

Verwendung

Um Chia als Heilmittel einzusetzen werden täglich 1-2 Esslöffel (15 gr) empfohlen. Die Samen haben eine extrem hohe Quellfähigkeit und können die 7 bis 12fache Menge an Wasser speichern.

Daher soll man die Samen nie direkt verzehren sondern immer vorher einweichen, da es, wenn man nicht gleichzeitig genügend Flüssistkeit zuführt, zu Magenkrämpfen kommen kann.

Basisrezept:

2 Esslöffel Chia
125 – 200 ml Flüssigkeit

Wer es puristisch mag, kann die Chiasamen einfach in Wasser einweichen und bekommt dann ein relativ neutral schmeckendes Gel.

Die Mindestquelldauer sind 15 Minuten, besser sind jedoch einige Stunden. Im Kühlschrank hält das Chiagel bzw. der Chiapudding mehrere Tage.

Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt ob Pflanzenmilch, Fruchtmus, Joghurt oder Smoothie – Chia kann in viele verschiedene Flüssigkeiten eingerührt werden. Dadurch dickt die Flüssigkeit ein und je nach Mischungsverhältnis entsteht eine Creme oder ein Pudding.

Rezept für zuckerfreie Marmelade

Wenn man streng auf Industriezucker verzichten möchte, kann man mit Hilfe von Chia eine zuckerfreie „Marmelade“ als Brotaufstrich herstellen.

200 gr Früchte
2 EL Chiasamen

Die Früchte werden püriert und anschließend rührt man die Chiasamen ein. Nach einigen Stunden kann man die „Marmelade“ genießen.

Um die Marmelade natürlich zu süßen besteht die Möglichkeit, etwas Banane in das Fruchtmus zu mischen.

veganer Eiersatz

Chia ist auch interessant in der veganen Küche, da er sich (ebenso wie Leinsamen) wunderbar als Eiersatz verwenden lässt.

1 EL Chia
3-5 EL Wasser

miteinander verrühren und 15 Minuten quellen lassen. Anschließend das „Ei“ nach Rezept weiterverarbeiten.

Wastecooking mit Chia

Kürzlich habe ich aus einigen angeschlagenen Äpfeln für Herrn Widerstand Apfelsaft mit Ingwer gekocht. Wie in dem Beitrag beschrieben, entsteht dadurch zusätzlich Apfelmus, in dem Fall mit Ingwer gemischt, als „Abfall“ bei der Saftherstellung.

Daraus ist ein sehr leckeres Chiarezept entstanden. Nachdem ich frei Schnauze gekocht habe, gibt es diesmal nur Circa-Angaben.

Wenn man keine Apfelmusreste vom Apfelsaft mit Ingwer hat, kocht man ein Apfelmus aus 2-3 Äpfeln, 2 cm Ingwerwurzel, 1/2 Zitrone und etwas Zucker.

Das abgekühlte Mus wird mit etwas Zimt, 2-3 EL Chiasamen und 3-4 EL Joghurt vermengt und in ein Glas mit Schraubverschluss gefüllt. Anschließend für einige Stunden in den Kühlschrank stellen und andicken lassen.

Als Topping habe ich tiefgekühlte Heidelbeeren verwendet.

und schon ist das gesunde Desert fertig

und schon ist das gesunde Desert fertig

Erfahrungsbericht

Ein Bekannter von mir hat diagnostizierte Diabetes Typ 2 und konnte mit Hilfe von einem gezielten Bewegungs- und Ernährungsprogramm die Zuckerwerte so gut in den Griff bekommen, dass keine Medikamente nötig sind. Teil der Ernährungsumstellung sind 2 EL Chiasamen täglich.

Seit einigen Wochen esse ich durchschnittlich 1 EL Chiasamen täglich. Meine Cholesterinwerte haben sich mittlerweile verbessert und ich merke einen sehr postiven Einfluss auf die Verdauung.

Chia ist natürlich keine heimische Pflanze und wird es auch nie werden, weil es in Mitteleuropa keine Lebensbedingungen für Chia gibt. Verkauft wird Chia in Plastikverpackungen, ich habe die Samen noch nirgends unverpackt gefunden.

Das sind 2 Gründe, die gegen Chia sprechen. ABER – die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit überwiegen für mich und daher mache ich hier eine Ausnahme. Ich verbrauche nicht mehr als 2 Packungen Chia im Monat, das ist vertretbar im Sinne von „Abschied vom Perfektionismus“.

Dieser Beitrag wird verlinkt zur Linkparty „Kleine Alleskönner – das Chia-Samen-Blogevent“ vom Histamin-Piraten Eva.


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clean eating – gesünder leben durch gesunde Ernährung #2

Das Thema „Ernährung“ beschäftigt mich gerade sehr. Im März habe ich darüber in meinem Beitrag „clean eating – gesünder leben durch gesunde Ernährung“ bereits geschrieben und darüber erzählt, wie mein Plan dazu aussieht.

Bis jetzt ist es mir sehr gut gelungen, die Regeln umzusetzen. Ich fühle mich deutlich wohler in meinem Körper und bin auch schon ein bisschen weniger geworden.

Nach wie vor ziehe ich auf meiner Fensterbank in zwei Keimgläsern Sprossen und verfeinere Salate und allerlei anderes Essen damit.

Den Zuckeranteil in meiner Nahrung konnte ich gut reduzieren und esse mittlerweile gar keine Nahrungsmittel mit künstlichen Inhaltsstoffe.

In der Praxis zeigen sich die Probleme

Im Alltag hat sich jedoch sehr deutlich gezeigt, was letztendlich auch zu meinen Gewichtsproblemen geführt hat. Ich habe keine sinnvollen Essensgewohnheiten für Zwischenmahlzeiten. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich Fruktoseintoleranz habe und daher nur ganz wenig Obst essen kann.

Auch das Frühstück ist ziemlich einfallslos, vor allem seitdem mir gesagt wurde, ich solle den Tag nicht unbedingt mit Joghurt beginnen (laut TCM).

Also habe ich mich ein wenig im Internet umgesehen und bin auf den ausgesprochen informativen Blog Projekt: gesund leben gestoßen.

Am Anfang steht die Recherche

Hannah Frey ernährt sich seit 2011 nach dem Clean Eating Konzept und hat auf ihrem Blog bereits zahlreiche Informationen und Rezepte dazu veröffentlicht. Anfang März wurde ihr erstes Kochbuch, das gleichzeitig auch das erste deutschsprachige Buch zum Thema ist, veröffentlicht.

Nachdem mir die Rezepte auf dem Blog sehr gut gefallen, habe ich mir in diesem Buch die Lösung meiner Probleme versprochen und bin auch nicht enttäuscht worden.

cleaneating0Clean Eating
Natürlich kochen

bewusst genießen –
besser leben

Das ausgesprochen ansprechend bebilderte Buch gliedert sich in 5 Teile.

Im ersten Kapitel werden die Grundlagen vom Clean Eating vorgestellt. Die nachfolgenden Kapitel widmen sich Frühstück, Vorspeise, Hauptspeise sowie Desserts & Kuchen.

Einleitende Worte und Spezialthemen ergänzen die Rezepte mit hilfreichen Informationen. Insbesondere fand ich das Kapitel „Snacken erwünscht“ sehr hilfreich für die Lösung meiner Ernährungsprobleme.

Auch die Frühstücksideen möchte ich gerne umsetzen, insbesondere haben mich die Overnight Oats angesprochen. Diese Rezepte möchte ich unbedingt demnächst ausprobieren.

cleaneating2

#Projektgesundleben

In einem ihrer Beiträge hat Hannah einige Fotos von Lesern gezeigt, die ihre Rezepte nachgekocht haben. Das hat mich angeregt, mich auch einmal als kunstvolle Foodfotografin zu versuchen.

Gleich vorweg – keine Sorge, ich werde das nie wieder machen. Eigentlich wollte ich auf diese Weise die Ernährung von einen ganzen Tag zeigen, von Frühstück über Mittagessen über Zwischenmahlzeit etc.

Ich habe sehr schnell wieder aufgegeben, diese Fummlerei ist so gar nichts für mich. Ich bewundere Hannah mit welcher Liebe zum Detail sie die Bilder für das Kochbuch gestaltet hat. Ihr und allen anderen hingebungsvollen Foodbloggern spreche ich hiermit meine größte Hochachtung aus!

Trotzdem möchte ich Euch hier meine beiden ersten und gleichzeitig auch letzten Versuche schöne „Foodbilder“ zu machen, nicht vorenthalten.

Gemüse-Carpaccio

Eigentlich als Vorspeise geplant habe ich das Gericht durch Kartoffeln als Beilage und ein gekochtes Ei ergänzt und daraus eine Hauptspeise gezaubert. Es war total schnell gekocht und hat super gut geschmeckt. Für den Dip habe ich natürlich frische Sprossen verwendet.

Gemuesecarpaccio collage

Chia-Schoko-Pudding

Von Chia hatte ich so viel gelesen, dass ich diese als Superfood bezeichneten Samen unbedingt einmal kosten wollte. Das Rezept hat mich angelacht, also habe ich es gleich ausprobiert. Geschmeckt hat mir der Pudding sehr gut und ich werde das Rezept sicher noch öfters machen.

Das ist zum Beispiel auch eine gute Zwischenmahlzeitmöglichkeit, die gesund ist und kaum Zucker enthält, obwohl man das vielleicht anders vermuten würde.

Ein Grundrezept für Chia-Pudding ist ebenfalls bei Hannah zu finden.

chiapudding collage

Es geht weiter

Ich mache jedenfalls weiter. In dem Buch habe ich viele gute Anregungen gefunden und werde sicher noch einige neue Rezepte ausprobieren.

Fotos wird es davon jedoch vermutlich keine mehr geben, denn ich habe wieder einmal mehr festgestellt, dass ich ein sehr pragmatischer und puristischer Mensch bin.

ein einmaliges Ereignis...

ein einmaliges Ereignis…



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