getestet: Zahnbürste und Abwaschschwamm

Für die internationale Wanderausstellung „Endstation Meer? Das Plastikmüllprojekt.“, welche in der Zeit von 17.04. bis 23.08.2015 Station in Graz macht, habe ich nicht nur meinen Plastikmüll gesammelt sondern wurde auch eingeladen, 2 alternative Produkte zu testen.

Aus der Fülle an Angeboten habe ich mir eine Zahnbürste und einen Abwaschschwamm ausgesucht, welche ich in den letzten beiden Monaten ausgiebig getestet habe.

mein Testpaket - links die Zahnbürste und rechts der Abwaschschwamm

mein Testpaket – links die Zahnbürste und rechts der Abwaschschwamm

Was mir gleich ins Auge springt ist die alternative Verpackung, beide Produkte kommen ohne Plastikverpackung aus, was ich schon mal sehr positiv sehe. Die Zahnbürste ist in ein kleines grünes Papiersackerl verpackt, eine kurze Anleitung liegt innen bei. Der Abwaschschwamm steckt in einem Karton, auf dem die Produktinformationen stehen.

die Zahnbürste

Der Griff der Zahnbürste ist aus Buchenholz, welches mit Pflanzenölen und Naturharzen imprägniert wurde. Der Bürstenkopf besteht aus speziell präparierten Schweinsborsten.

Für mich erste einmal gewöhnungsbedürftig die Sache mit den Borsten, wenn ich ehrlich bin. Beim Aussuchen hatte ich nicht so weit nachgedacht, dass ich wieder ein ähnliches Problem haben könnte wie beim Menstruationsschwamm. Ich habe mich dann aber doch überwunden, einfach weil ich schon lange über Alternativen zur Plastikzahnbürste nachdenke.

Die Zahnbürste ist aufgrund der verwendeten Materialien biologisch abbaubar oder lässt sich ungiftig und rückstandsfrei verbrennen.

Empfohlen wird, die Bürste aus hygienischen Gründen ab und zu mit heißem Wasser zu überbrühen. Da die Naturborsten viel langsamer trocknen als Plastikborsten wird weiters empfohlen, 2 Zahnbürsten parallel zu verwenden, damit ausreichend Zeit zwischen den Anwendungen verstreicht, um die Borsten zu trocknen.

Aus diesem Grund habe ich in die Zahnbürste nur in der Früh verwendet und am Abend mit meiner alten Zahnbürste die Zähne geputzt.

Erfahrungsbericht

Ich würde gerne schreiben, das ich total begeistert war und ab jetzt nur noch mit der Holzzahnbürste meine Zähne putzen werde. Kann ich aber leider nicht, so sehr ich es mir auch gewünscht hätte, endlich eine plastikfreie Alternative für die Zahnpflege zu finden.

Es kann schon auch an mir liegen, denn ich bin seit über 20 Jahren „elektrische Zahnbürste verwöhnt“ und putze nicht gerne mit der Handzahnbürste. Wobei ich im Urlaub schon immer wieder mit der konventionellen Handzahnbürste zurecht gekommen bin. Nur eben leider nicht mit dieser.

Die Schweinsborsten sind deutlich „struppiger“ und haben mehr Widerstand als Plastikborsten. Ich verwende eine Zahnpaste, die keinen Schaum erzeugt, und hatte Mühe, die Bürste von einer Seite zur anderen zu bekommen.

Auf den Gedanken, dass es auch am fehlenden Schaum liegen kann, bin ich erst gekommen, als ich zusätzlich Zahnputztabletten als verpackungsarme Alternative zur Tube getestet habe. Um das Testpaket abzurunden habe ich von dem einen Geschäft mit den 4 Buchstaben ein paar Zahnputztabletten zum Ausprobieren mitgenommen und war ganz erstaunt, dass da plötzlich so viel Schaum in meinem Mund ist! Entdeckt habe ich dabei, dass die Zahnbürste durch den Schaum viel besser durch den Mund gleitet.

Aber schaumende Zahnpaste/Zahnputztabletten sind aufgrund der Inhaltsstoffe einfach keine Alternative für mich.

Problem hatte ich auch mit dem Zahnfleisch. Die Schweinsborsten sind zwar weich, aber mein Zahnfleisch hat trotzdem ein paar kleine Verletzungen bekommen. Vielleicht habe ich nicht die richtige Technik, habe möglicherweise zu wild geputzt, denn ab und zu hatte ich auch eine kleine abgebrochene Borste im Mund.

Mit dem Trocknen der Zahnbürste hatte ich jedoch gar kein Problem. Aufgrund der Zusatzinformation, dass die Borsten etwas mehr Zeit zum Trocknen brauchen, habe ich die Zahnbürste einfach mit dem Handtuch abgetrocknet. Bis am Abend war sie trocken und ich hätte sie ohne weiteres auch 2 x täglich verwenden können.

Zahnbuerstencollage

Wie man auf den Fotos erkennen kann, sieht die Zahnbürste auch nach 2 Monaten Gebrauch noch sehr gut aus. Ein paar Borsten stehen zwar seitlich weg, aber grundsätzlich hat sie sehr gut die Form und Funktionalität behalten. Ich kann sie also schon eine Zeitlang noch weiter verwenden, was ich im Urlaub auch machen werde.

Fazit:

Ob ich mir wieder eine Holzzahnbürste kaufen werden, wenn diese kaputt ist, weiß ich derzeit noch nicht. Nach meinem Urlaub und der ausschließlichen Verwendung für diese Zeit kann ich wahrscheinlich mehr dazu sagen. Vor dem Urlaub möchte ich den Stiel der Zahnbürste nachölen.

Fakt ist, dass es für mich eine wahnsinnig große Umgewöhnung war. Die Ursache sehe ich aber nicht im Material Holz sondern vor allem im Umstieg von elektrisch zu Handzahnbürste. Einfacher fällt es einem sicher, wenn man eine Handzahnbürste gewohnt ist.

Über das Produkt selbst kann ich gar nichts Negatives sagen. Auch nach 2 Monaten Gebrauch ist die Bürste top, die Borsten sind gerade, keine Probleme mit der Feuchtigkeit, kein unagenehmer Geruch und ich kann sie sicher noch lange verwenden.

Aus meiner Sicht ist eine Holzzahnbürste also auf jeden Fall eine gute Alternative zur konventionellen Plastikzahnbürste.

der Abwaschschwamm

Der Öko-Spülschwamm besteht aus Cellulose, Sisalfasern sowie Recycling PET und ist kratzfrei und daher auch für empfindeliche Gläser und Oberflächen geeignet.

Die Schwammseite besteht aus 100% Cellulosefaser und die „Kratzseite“ zu 60% aus Sisalfaser und zu 40% aus Recycling PET. Waschbar ist der Schwamm bis 60° – soweit die Hardfacts von der aus Recycling-Karton-Verpackung.

Erfahrungsbericht

Bevor ich über die positiven Aspekte schreibe, möchte ich meine Bedanken äußern. Zwischen den Sisalfasern sind Plastikfasern eingearbeitet, die sich mit der Zeit durch die Beanspruchung zu lösen beginnen. Man kann das auf den Fotos auch recht gut erkennen.

Auch wenn es sich um Recycling-PET handelt, frage ich mich trotzdem, warum Plastik zum Sisal gemischt werden muss. Eine Erklärung habe ich im Internet leider nicht gefunden. Wer darüber etwas weiß, bitte nur her mit der Information!

Wie einige schon wissen, wird das Geschirr bei uns mittlerweile ausschließlich mit der Hand abgewaschen und somit hat der Schwamm also mittlerweile einen richtigen Härtetest von 2 Monaten hinter sich.

Der Schwamm hat den Einsatz wirklich gut überstanden und kann auch noch einige Zeit weiter gut dienen. Die Schwammseite ist nahezu unversehrt. Am meisten postiv aufgefallen ist mir, dass der Schwamm noch immer neutral bis gar nicht riecht. Ich kann mich erinnern, dass diese gelb-grünen Schwämme oft schon nach wenigen Tagen sehr intensiv zu stinken begonnen haben. Zwei Monate hat er bei uns sicher nie gehalten!

Dieser Öko-Schwamm riecht auch nach 2 Monaten Dauereinsatz gar nicht, ich bin wirklich begeistert!

Die „Kratzseite“, die ja nicht wirklich kratzt aber doch hilft, wenn sich etwas angelegt hat, ist zwar noch ausreichend dick da, zeigt aber mittlerweile deutliche Gebrauchsspuren. Es haben sich auch Plastikfasern gelöst und sind über den Abfluss ins Abwasser gelangt. Damit bin ich gar nicht zufrieden, denn das ist genau das, was ich vermeiden möchte.

Abwaschschwamm Collage

Da ich schon seit fast 2 Jahren selbst genähte Spültücher verwende, bin ich natürlich schon verwöhnt und möchte diesen Aspekt nur am Rande einfließen lassen.

Für mich ist ein selbst genähtes Upcycling-Spültuch aus einem Baumwollhandtuch ökologisch natürlich schon eine sehr perfekte Lösung. Aber nicht jeder möchte seine Spültücher selber nähen und sucht daher eine ökologisch gute Alternative.

Die kann dieser Schwamm, vor allem im direkten Vergleich mit dem handelsüblichen Abwaschschwamm, definitv bieten. Es fängt schon einmal damit an, dass der Schwamm deutlich länger hält als der konventionelle Spülschwamm, das ist für mich ein sehr großer Pluspunkt. Die Schwammseite ist plastikfrei, trocknet rasch und entwickelt keinen unangenehmen Geruch.

Wie man am Foto sieht, ist er deutlich flacher als andere handelsübliche Schwämme. Wahrscheinlich trägt das auch dazu bei, dass er rascher trocknet und keinen unangenehmen Geruch entwickelt. Wenn er trocken ist, zieht er sich etwas zusammen, wodurch er sich leicht einrollt. Man kann das auf den mittleren Fotos (weiter oben) sehen. Sobald er wieder nass gemacht wird, hat er aber seine volle Flexibilität wieder.

links der Öko-Schwamm, rechts der konventionelle Abwaschschwamm

links der Öko-Schwamm, rechts der konventionelle Abwaschschwamm

Fazit:

Persönlich denke ich nicht, dass ich den Öko-Schwamm nachkaufen werde wenn er kaputt ist. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass ich die für mich perfekte Lösung mit den selbst genähte Spültüchern einfach schon gefunden habe.

Für jemanden, der nicht selber nähen kann (oder möchte) ist der Schwamm auf jeden Fall eine sehr gute Alternative, insbesondere im Hinblick auf die deutlich längere Lebensdauer. Wie man im Vergleich zum konventionellen Schwamm sehen kann, gelangt auch deutlich weniger Plastikabrieb ins Abwasser.


Linktipps:

Naturkundemuseum Joanneum: „Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt“
Museumsblog: „Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt“
Museumsblog: „Wie der Müll in unsere Meere gelangt“
Museumsblog: „Bestürzende Zahlenspiele“
Museumsblog: „Als hätte eine Plastikbombe eingeschlagen“
Museumsblog: „Das Mikroplastik landet wieder direkt in unsere Mägen“


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Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog foolfashion durchgeführt.


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Der Mensch ist selbst sein größter Feind

Schon seit rund 2 Jahren beschäftigt mich das Thema Plastik sehr. Mir war jedoch nicht bewusst, wie dramatisch die Auswirkungen auf unsere Erde wirklich sind und dass es aus heutiger Sicht gar nicht mehr möglich ist, das bestehende Plastikproblem im Meer wieder rückgängig zu machen.

Bitte nimm Dir ein wenig Zeit, lies die Texte und schau Dir die Bilder sowie Videos an. Ich bin noch immer total erschüttert, obwohl mir bereits vorher sehr viel bewusst war.

Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt.

Die internationale Wanderausstellung macht Station im Naturkundemuseum Joanneum und macht in der Zeit von 17.04.-23.08.2015 die Konsequenzen des ungebremsten Plastikkonsums sichtbar.

Nachdem ich für diese Ausstellung meinen Plastikmüll sammeln durfte und dieser im Rahmen der Ausstellung gezeigt wird, habe ich vor kurzem bereits darüber berichtet.

Beim GrazerUmweltZirkus war den ganzen Tag freier Eintritt und ich habe die Gelegenheit genutzt und Fotos für meinen Blog gemacht.

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten. Mit dem Rückwärtspfeil des Browsers kommst Du zum Text zurück.

Bilder einer Ausstellung – meine persönliche Führung

Auf den gezeigten Bildern ist jeweils Schwemmgut von den Meeresstränden zu sehen. Alle Teile sind für die Ausstellung gesammelt und thematisch zusammen gestellt worden.

Schwemmgut am Meeresstrand

Schwemmgut am Meeresstrand

Entgegen dem, was viele annehmen, werden die vielen Plastikteile nicht alle achtlos im Meer entsorgt sondern zu einem großen Teil über die ins Meer mündenden Flüsse ins Meer geschwemmt.

es ist unglaublich was alles gefunden wurde

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Plastik bleibt nicht so wie es ist, es wird durch die Umwelteinflüsse verändert und zum Beispiel durch die Sonne erwärmt und verformt.

bizarre Formen - durch die Sonne verformt

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Durch das UV-Licht brüchig geworden sowie durch weitere mechanische Einflüsse zerfällt das Plastik langsam in winzige Teile, die im Meer treiben und teilweise in den Mägen von Fischen landen.

sichtbarer Zerfall von Plastikmüll

sichtbarer Zerfall von Plastikmüll

Trotzdem verschwindet das Plastik nicht gänzlich, es überdauert viele hundert Jahre – ein kleiner Blick in das Museum der Zukunft mit Bildern von möglichen archäologischen Fundstücken aus dem 20. und 21. Jahrhundert.

Archäologie der Zukunft

Archäologie der Zukunft

„Mit diesen Geräten wurden seinerzeit die Zähne der Menschen gepflegt.“

Zeugen der Zahnpflege

Zeugen der Zahnpflege

Die zerfallenen Plastikteile sind winzig klein und vermischen sich mit dem bestehenden Sand zu einem Gemisch aus Plastiksand. Unsere Kinder spielen darin – das ist einfach nur schrecklich finde ich! Mir fehlen manchmal wirklich die Worte.

die Kinder spielen im Plastikmüll

die Kinder spielen im Plastikmüll

Aber am meisten leiden die Tiere unter dem Plastikmüll im Meer. Ein Teil der Meeresbewohner verwendet üblicherweise den festen Untergrund zum Siedeln. Statt dessen setzen sie sich an Plastikteilen fest und treiben durch die Meeresströmung hilflos in fremdes Gewässer, die teilweise keine Lebensbedingungen bieten.

kein Heim für Tiere

(k)ein Heim für Tiere

Besonders betroffen sind die Vögel, die auf der Suche nach Nahrung das Plastik damit verwechseln. Sie fressen kleine Teile und beißen herumliegende Plastikteile an. Die erschütternden Bilder der verwesten Albatrosse, von den vor allem der Mageninhalt aus Plastik übrig blieb, gingen um die Welt..

Tiere sterben wegen Plastik

Kurz vor Schluss wird unter anderem der Haushaltsmüll gezeigt. An der Gegenüberstellung des durchschnittlichen Haushaltsmülls der Müllmenge durch den bewussten Umgang mit Plastik durfte ich mitarbeiten. Vorne in der Mitte ist mein Plastikmüll zu sehen.

2 Personen - 1 Woche

2 Personen – 1 Woche

Dieses kurze Video über die Ausstellung gibt einen kleinen Einblick. Besonders freut mich, dass gegen Ende des Videos auch die Rede darauf kommt, dass es möglich ist durch bewussten Konsum die Menge des Plastikmülls deutlich zu reduzieren.



Bestürzende Zahlenspiele

Heute wurde ein ausgesprochen interessanter Beitrag auf dem Museumsblog veröffentlicht. Neben Bildern von der Ausstellung sind Zahlen und Fakten zum Plastikmüll im Meer zu lesen.

Jeder kann Teil der Ausstellung werden

Vor dem Ausgang hängen – ergänzt durch informative Texte – Teile des üblichen Haushaltsmülls aus Plastik an einer Wäscheleine. Die Besucher haben die Möglichkeit, dies durch eigene Worte zu ergänzen. Hier habe ich auch das obige Bild „Tiere sterben wegen unserem Müll“ gefunden.

Sprueche Collage

Der Mensch ist sein größter Feind

Ergänzen möchte ich diese Bilder durch ein weiteres Video, das ich diese Woche im Internet entdeckt habe und das mich wirklich sehr erschüttert hat.

Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob es überhaupt möglich ist, diesen Wahnsinn aufzuhalten. Ich bin zutiefst erschüttert und frage mich langsam, ob der Mensch überhaupt in der Lage ist in so einer Welt zu überleben.

Kann man eine Umweltkatastrophe dieses Ausmaßes rückgängig machen?



Linktipps:

Naturkundemuseum Joanneum: „Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt“
Museumsblog: „Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt“
Museumsblog: „Wie der Müll in unsere Meere gelangt“
Museumsblog: „Bestürzende Zahlenspiele“
Plastic Garbage Project: „Bildergalerie Graz“
Homepage: „Plastic Garbage Project“
Facebook: „Plastic Garbage Project“


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Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt.

Um auf die Problematik von Plastikmüll aufmerksam zu machen habe ich mit meinem Blog bereits an einigen Aktionen teilgenommen.

Begonnen hat es im April vorigen Jahres mit „Plastikfasten“. Der Sommer stand dann ganz im Zeichen des „plastic free july“. Natürlich habe ich auch an der Aktion von Greenpeace „Stopp Wegwerfplastik“ teilgenommen und ein Monat lang dokumentiert, wie viele Plastiksackerl ich nicht verbraucht habe.

mein neuestes Projekt

Darauf aufmerksam wurde ich durch einen Blogbeitrag von Monika Meurer mit dem Titel „Plastikmüll sammeln“.

Das fand ich natürlich sehr spannend und habe sofort Kontakt aufgenommen und mich darüber informiert.

In der Zwischenzeit ging auch die offizielle Einladung vom auf dem Museumsblog online „Wir wollen Deinen Plastikmüll … ausstellen!“.

Wir wollen es genau wissen: Wie viel Müll fällt pro Haushalt an, hätte er vermieden werden können und warum wurde er überhaupt gekauft?
Zitat: Museumsblog

Ich habe gar nicht lange nachgedacht, natürlich will ich daran teilnehmen!

das ist überhaupt nicht in Worte zu fassen

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Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt.

Es handelt sich um eine Wanderausstellung, die auf die Problematik von Plastikmüll im Zusammenhang mit unseren Meeren aufmerksam machen möchte.

Dass die Sache mit dem Plastik im Meer wirklich alle angeht zeigt sich, wenn man weiter denkt. Es gibt heute keinen einzigen Quadratkilometer Meer, der frei von Plastikmüll ist!

Da Plastik nicht biologisch abbaubar ist, zerfallen die einzelnen Teile mit der Zeit auf die Größe von Plankton und gelangen so in die Nahrungskette um schlussendlich mit dem Fisch auf unseren Tellern zu landen.

Die Vermüllung unserer Meere mag uns auf den ersten Blick nicht betreffen. Dabei ist es eine Frage der Zeit, bis wir die Konsequenzen dieser ökologischen Katastrophe zu spüren bekommen.

Wir alle konsumieren täglich Plastik, bewusst oder unbewusst. Das wird auch in Zukunft so sein. Ziel des Projektes ist es, einem möglichst großen und breiten Publikum Anstöße für einen bewussteren Umgang mit Plastik zu geben.

Das Projekt will zum Handeln und zur Verhaltensänderung anstiften. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, tourt das Projekt durch ganz Europa.
Zitat „Plastic Garbage Project“

Zu Gast in Graz

Die internationale Wanderausstellung macht Station im Grazer Naturkundemuseum und zeigt in der Zeit von 17.04.-23.08.2015 die Konsequenzen des ungebremsten Plastikkonsums sowie Ansätze, mit denen dieses Problem in den Griff zu bekommen ist.

Was mir ganz besonders gefällt ist, dass spezielle Führungen für Schulen, dem jeweiligen Alter angepasst, angeboten werden. Das Bewusstsein bei den Jugendlichen zu schaffen ist sicher ganz wichtig, denn sie haben nicht nur Einfluss bei ihren Eltern sondern sind die Konsumenten von morgen.

Mein Plastikmüll wird Teil der Ausstellung

In der letzten Woche habe ich meinen Plastikmüll gesammelt. Ich habe versucht, mich trotz Selbstbeobachtung so natürlich wie möglich zu verhalten, damit der Plastikmüll auch tatsächlich ein ungeschöntes Bild abgibt.

Der Zufall kam mir zu Hilfe, mehrere Produkte, die sehr selten anfallen sind innerhalb dieser Woche in den Müll gewandert. Daher ist mein Plastikmüll sogar eher überdurchschnittlich groß ausgefallen für meinen Haushalt.

mein Beitrag zur Wanderausstellung

mein Beitrag zur Wanderausstellung

Die Luftpolsterfolie hebe ich üblicherweise auf, damit ich sie wieder verwenden kann, wenn ich etwas versende. In dem Fall habe ich sie für das Projekt dazu getan. Die Hülle für das WC-Papier fällt nur noch alle 2 Monate an und die Verpackung für die Zahnseide in etwa 2 x pro Jahr. Dann ist da noch die Umhüllung vom Verschluss einer Essigflasche samt Einsatz zu sehen. Wir verbrauchen ca. 4 Flaschen von diesem Essig im Jahr. Die Blisterpackung von meinen Tabletten reicht für 10 Tage. Im Becher war Creme fraiche, damit habe ich einen Auflauf gebacken.

Insgesamt bin ich total zufrieden, an 2 Tagen der Woche ist wirklich nur ein winziges Stück Zahnseide angefallen.

Auf die Ausstellung bin ich schon sehr gespannt, ich werde sie ganz sicher besuchen und davon berichten.

Das Ergebnis vom Plastikmüll sammeln von Monika gibt es natürlich auch zu sehen.

Linktipps:

Museumsblog: „Wir wollen Deinen Plastikmüll … ausstellen!“
Naturkundemuseum Joanneum: „Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt“
Das Naturkundemuseum auf Facebook
Homepage: „Plastic Garbage Project“
Facebook: „Plastic Garbage Project“


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