selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Gemüsesuppe einkochen

Winter ist Suppenzeit. Wenn es draußen kalt ist, wärmt Suppe von innen wieder auf. Ich liebe Gemüsecremesuppe, sie schmeckt nicht nur herrlich und kann vielfältig variiert werden, sondern ist auch eine ganz wunderbare Möglichkeit, Gemüsereste zu verwerten.

Durch meine Mitarbeit bei Foodsharing, aber auch durch das Dumpstern habe ich ab und zu größere Mengen an Gemüse zu Hause, welches schnell verkocht werden muss.

Deshalb habe ich eine Möglichkeit gesucht, verschiedene Gemüsesorten in unterschiedlichen Mischungen auf einfache Weise rasch zu verarbeiten und gleichzeitig haltbar zu machen.

Daraus entstanden ist eine Gemüsesuppe, die noch heiß in Gläser abgefüllt und dadurch haltbar gemacht wird.

Gemüsesuppe aus Gemüseresten

Man braucht dazu beliebig viele Reste von Gemüse. Derzeit bietet sich gerade Kürbis an, weil ein Kürbis an sich schon so groß ist, dass eine größere Menge Suppe entsteht.

So eine Gemüsecremesuppe ist auch eine gute Möglichkeit, Gemüseteile zu verkochen, die man in der Form nicht gerne auf den Teller bringt wie z.B. Brokkolistiele. Auf dem rechten Bild kannst Du sie sehen, es sind die grünen unregelmäßigen Würfeln zwischen dem Karfiol und dem Kürbis. Viele Leute werfen Brokkolistiele einfach in den Müll und verwenden nur die Rosen. Aber die Stiele schmecken auch sehr lecker und sind bloß optisch nicht so ansprechend!

Anleitung

Das Gemüse wird geputzt und klein geschnitten und sofort in das gesalzene Wasser eingelegt (siehe Bild).

Gemüse klein geschnitten für die Suppe

Für die Haltbarkeit ist es wichtig, dass keine Kartoffeln und kein Lauch bzw. keine Zwiebeln verarbeitet werden. Kartoffeln gebe ich immer erst dann dazu, wenn ich die Suppe essfertig mache.

Die Gemüsestücke werden sodann ca. 20-25 Minuten gekocht und anschließend pürriert. Noch einmal aufkochen und ca. 5 Minuten kochen lassen.

links das Gemüse vor dem Kochen, rechts die fertige Suppe

Anschließend wird die Suppe kochend heiß in Gläser, von denen ich die Deckeln mit heißem Wasser sterilisiert habe, abgefüllt und sofort verschlossen.

Haltbarkeit

Im Kühlschrank gelagert hält die Suppe für rund 2-4 Wochen (je nach Gemüsesorte). Gerade wenn man Reste verkocht, hat man meist keine großen Mengen und die Suppe ist schnell weg gegessen. Da reicht aus meiner Erfahrung heraus das heiße Abfüllen. Achten sollte man jedoch unbedingt darauf, ob das Glas noch korrekt geschlossen ist („Vakuum“) bevor man die Suppe verwendet.

Wenn man eine längere Haltbarkeit möchte, weil die Mengen größer sind, sollte man die Gläser unbedingt zusätzlich noch einkochen, wie ich das beim Rote Rüben Salat beschrieben habe.

Dadurch erhöht sich die Haltbarkeit auf mindestens 12 Monate.

Ich rate ausdrücklich von der Verarbeitung von Fleisch und Hülsenfrüchten ab, Fleischgerichte und Gerichte mit Hülsenfrüchten sollte man nie heiß abfüllen sondern immer korrekt einkochen.

links siehst Du die Gemüsesuppe im Glas

gesundes Fast-Food

Diese Gemüsesuppe ist ein gesundes schnelles Essen. Wenn Du keine Zeit zu kochen hast, dann brauchst Du nur ein Glas zu öffnen, die Suppe zu erwärmen und anschließend ein bisschen Creme fraiche oder Sahne dazu geben. Schmeckt super lecker als Vorspeise!

Wenn wir die Suppe als Hauptspeise essen wollen, dann schäle ich ein paar Kartoffeln, schneide sie klein und koche sie in wenig Wasser mit etwas Salz. Anschließend zerdrücke ich die Kartoffelstücke grob mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer im Kochwasser. Zum Schluss gebe ich noch die Gemüsesuppe dazu, koche alles gemeinsam auf und verfeinere ebenfalls mit Creme fraiche oder Sahne und ein paar Kräutern.

Wir mögen es sehr gerne, wenn ein paar Kartoffelstückchen in der Suppe sind und man noch ein bisschen zu beißen hat. Durch die zerdrückten Kartoffeln wird die Suppe sehr cremig und nahrhaft.

Wenn man sich vegan ernährt, kann man natürlich Creme fraiche und. Sahne weg lassen bzw. statt dessen Pflanzensahne verwenden.

Selbst gemachtes Fastfood ist nicht nur billiger, gesünder und schmeckt besser, sondern hilft auch Müll und vor allem Plastikverpackungen zu vermeiden. Gerade wenn es schnell gehen soll, ist es oft schwierig seinen Prinzipien treu zu bleiben. Wenn man ein wenig vorausschauend kocht, dann ist das einfacher.

In dem Fall schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe – man hat sich gute Vorräte geschaffen und die Gemüsereste vor dem Müll bewahrt.

alternative Verwendung

Mit der Gemüsesuppe als Basis kann man beispielsweise Gemüsespätzle herstellen sowie Gemüsebrot oder Muffins backen. Sicher fallen Dir noch weitere leckere Verwendungsmöglichkeiten ein.


„Resteküche – mach was draus!“

Dieser Beitrag ist Teil der Linkparty „Resteküche – mach was draus!“.

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Weiters verlinkt zu EiNaB, Create in Austria, ANL von Rostrose sowie zur Rezeptelinkparty von Gusta.


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Auf der Informationsseite zur Linkparty „Resteküche – mach was draus!“ findest Du eine Aufstellung meiner „Resteküche-Rezepte“. Weitere Rezepte sind im Index selbst.gemacht aufgelistet.

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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Gnocchi

Im Geschäft bekommt man Gnocchi eigentlich ausschließlich in Plastik verpackt zu kaufen. Zumindest habe ich noch keine Alternative gefunden.

Wir lieben Gnocchi in allen Variationen und daher war es für mich einige Zeit wirklich eine schwere Entscheidung. Auf Gnocchi verzichten oder Plastikmüll produzieren? Keine leichte Entscheidung.

In Wahrheit natürlich schon, weil es wirklich nicht so schwierig ist, selber Gnocchi zu machen!

Ich möchte Dir heute gleich 2 Rezepte vorstellen, die beide wunderbare Alternativen zu gekauften Gnocchi sind. In Wahrheit schmecken die selbst gemachten Gnocchi sowieso viel besser und außerdem sind sie dadurch clean und passen in mein neues Ernährungskonzept.

selbst gemacht schmeckt es noch besser

selbst gemacht schmeckt es noch besser

Rezept Kartoffelgnocchi:

500 gr Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
250 gr Mehl
50 gr Grieß
etwas Salz

Zubereitung:

Die Kartoffeln in der Schale kochen bis sie weich sind. Noch heiß schälen und durch die Kartoffelpresse drücken.

Sofort mit dem Mehl, Grieß und Salz vermengen und so lange kneten, bis ein glatter Teig entsteht. Falls der Teig zu viel klebt noch etwas Mehl hinzufügen.

Achtung! Wenn man den Teig zu lange knetet, wird er wieder klebrig.

nur wenige Zutaten sind nötig

nur wenige Zutaten sind nötig

Rezept Pastinaken-Gnocchi

500 gr Pastinaken
180 gr Mehl
30 gr Parmesan
etwas Salz

Zubereitung:

Die Pastinaken schälen und in mittelgroße Stücke schneiden, in einem Topf mit gesalzenem Wasser weich kochen. Noch heiß mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel zerdrücken.

Sofort mit dem Mehl, dem Parmesan und Salz vermengen und so lange kneten, bis ein glatter Teig entsteht. Falls der Teig zu viel klebt noch etwas Mehl hinzufügen.


Weitere Verarbeitung:

Aus dem Teig etwa daumendicke Rollen formen, davon ca. 2-3 cm breite Stücke abschneiden und mit einer Gabel flach drücken.

In siedendem Salzwasser (nicht kochen!) ziehen lassen. Wenn die Gnocchi oben schwimmen, sind sie gar (ca. 2-3 Minuten).

der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt

Die Weiterverarbeitung kann ganz nach Belieben erfolgen. Ob mit Soße oder als Auflauf oder so wie auf am Bild einfach in Butter geschwenkt und mit Parmesan bestreut – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

sooo lecker!

sooo lecker!

fastfood selbst.gemacht

Ich gebe zu, es ist ein wenig zeitaufwändig Gnocchi selbst herzustellen. Das Rezept ist nicht schwierig und wirklich sehr gelingsicher – aber wenn es schnell gehen soll, dann sind Gnocchi im Gegensatz zu ihren in Plastik verpackten Geschwistern keine Option mehr.

Daher habe ich für mich folgende Lösung gefunden. Ich mache immer die doppelte Rezeptmenge und friere die zweite Hälfte ein.

Wenn ich wenig Zeit zu kochen aber Lust auf Gnocchi habe, dann freue ich mich über meinen Vorrat im Tiefkühlschrank.

Pastinakengnocchi Collage


Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Der Beitrag passt natürlich auch wunderbar zur neuen Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog gruenezwerge durchgeführt.

Weiters verlinkt zu Create in Austria sowie Rums.


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Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Pizza

Wir lieben Pizza in allen Varianten. Ob der Teig nun dick ist oder dünn, reichlich belegt oder wenig, vegetarisch oder mit Schinken – Pizza ist ein sehr vielfältiges Gericht, das man immer wieder gut variieren kann.

Pizza ist auch die perfekte Möglichkeit um ungeliebte Reste loszuwerden. Eine richtig gute Möglichkeit wieder einmal aktiv etwas gegen Lebensmittelverschwendung zu machen.

der fertige Teig vor der Verarbeitung

der fertige Teig vor der Verarbeitung

Rezept für den Pizzateig:

300 ml lauwarmes Wasser
10 gr Salz
5 gr Zucker
1/2 Würfel Germ (Hefe)
1 Schuss Olivenöl
450 gr Mehl


Zubereitung vom Teig:

Alle Zutaten in der angegebenen Reihenfolge in eine Küchenmaschine geben und 15 Minuten gut kneten lassen. Anschließend den Teig zugedeckt an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde rasten lassen bis sich das Volumen deutlich erhöht hat.

Ich selbst bereite den Teig immer im Brotbackautomaten zu. Da werden die Zutaten ebenfalls in der angeführten Reihenfolge in das Gerät gefüllt und anschließend das Programm „Teig“ gewählt.

Wenn der Teig ausreichend „gegangen“ ist kann man diesen je nach gewünschter Dicke wie folgt weiterverarbeiten.

die eingeölten Pizzableche warten

die eingeölten Pizzableche warten

* die gesamte Teigmenge auf 1 Backblech ergibt eine rechteckige Pizza, die rund 1,5 cm dick ist
* die halbierte Teigmenge auf je 1 Backblech ergibt zwei rechteckige Pizzen, die relativ dünn sind
* auf 3-4 runde Pizzableche verteilt bekommt man super dünne Pizza

der Teig wird ganz dünn auf dem Blech verteilt

der Teig wird ganz dünn auf dem Blech verteilt

Rezept für den Pizzabelag

Ich mache bewusst keine Mengenangaben, weil das je nach Teigverarbeitung unterschiedlich ist. Es handelt sich auch nur um Vorschläge, weil Pizza wie bereits gesagt, sich hervorragend eignet um Reste zu verwerten.

Basis ist die Tomatensoße, ich verwende die „Passata“ pur aus der Flasche und salze ganz wenig darüber, sobald sich die Soße auf dem Teig befindet.

der Teig wird dünn mit Tomatensoße bestrichen

der Teig wird dünn mit Tomatensoße bestrichen

Gemüse: Blattspinat, Maiskörner, geschnittene frische Tomaten, Kirschtomaten, Zucchini, Zwiebel, Oliven, Champignons u.v.m.

vom Fleischer: Schinken, Rohschinken, Speck, Salami, Wurstreste, Bratenreste, Fleischreste …

Käse: Mozarella, verschiedene Hartkäse, verschiedene Weichkäse, Schimmelkäse …

sonstiges: rohes Ei, Pfefferoni, getrocknete Tomaten …

die Pizza ist nun fertig belegt

die Pizza ist nun fertig belegt

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Reihenfolge sollte jedoch eingehalten werden. Zuerst kommt also immer die Tomatensoße, dann das Gemüse und das Fleisch (je nach Lust und Laune verwende ich zuerst Gemüse und dann Fleisch oder umgekehrt), mit dem Käse geht es weiter und alles sonstige danach.

Zum Abschluss wird noch Pizzagewürz über die Pizza verteilt.

Tipp: Wenn man viel Gemüse auf die Pizza gibt empfiehlt es sich dieses ein wenig anzusalzen.

ich liebe den Geruch von frisch gebackener Pizza

ich liebe den Geruch von frisch gebackener Pizza

Anschließend wird alles bei 230° im vorgeheiztem Backrohr gebacken. Je nach Dicke vom Teig braucht das zwischen 20 und 30 Minuten. In einem Heißluftofen kann man mehrere Pizzen parallel backen.

sooo lecker!

sooo lecker!

Die Pizza liegt nicht auf der Arbeitsfläche. Ich besitze keine speziellen Pizzateller, die groß genug wären für die Pizza und deshalb sieht das auf diesem Bild etwas komisch aus.

fastfood selbst.gemacht

Wenn es einmal schnell gehen soll muss man nicht beim Pizzalieferservice bestellen und auch nicht auf gekaufte Fertigpizza zurück greifen.

Die angeführte Teigmenge reicht für 3-4 Personen.

Ich mache jedoch auch wenn wir nur zu zweit sind die gesamte Menge und der Rest wird eingefroren. Wenn wenig Zeit zum Kochen ist, dann habe ich selbst gemachte „Fertigpizza“ und brauche sie nur schnell noch einmal ins Backrohr zu geben.

Tipp: Wenn Du bewusst für den Tiefkühlschrank produzierst, nimm die Pizza ein paar Minuten vor dem gewünschten Bräunungsgrad heraus. Dann wird sie beim 2. Aufbacken perfekt.

Pizza collage



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