Müll reduzieren beim Schenken #5

das Osterfest

Nicht nur zu Weihnachten ist das Thema Schenken sehr eng mit dem Thema Müll verbunden. In konventionellen Osternestern steckt sogar eine ganze Menge Müll drin – und damit meine ich nicht einmal nur die Verpackungen, sondern auch teilweise den Inhalt derselben.

die Oster-Müll-Katastrophe...

die Oster-Müll-Katastrophe…

Die Osterhasen und andere Hohlfiguren werden in Aluminium oder jede Menge Plastik verpackt, was im nächsten Augenblick zu Müll wird.

Und das Schlimmste ist, dass die Qualität der Schokolade nicht einmal besonders gut ist, die meisten Beschenkten die liebevoll ausgesuchten Osterhasen gar nicht essen wollen und sie manchmal so, wie sie sind, im Müll landen.

Man könnte die ungeliebten Hasen wenigstens noch über die Fairteiler von Foodsharing verschenken finde ich.

make chocolate fairmake chocolate fair!

Nicht nur zu Ostern ist es wichtig beim Kauf von Schokolade und Kakao darauf zu achten, dass diese aus fairem Anbau stammt.

Das Thema ist mir schon lange ein großes Anliegen wie auch in meinem Beitrag Videotipp: für faire Ostern – make chocolate fair nachzulesen ist.

Aus diesem Grund – und natürlich auch um Aluminium und Plastik zu vermeiden – verschenke ich schon seit Jahren keine handelsübliche Osterschokolade mehr.

Für mich ist es ein guter Anlass, einmal etwas ganz Besonderes zu suchen, um dem Beschenkten wirklich eine Freude zu machen.

Es gibt eine reiche Auswahl an wohlschmeckender Bioschokoladeprodukten aus fairem Handel, die auch müllreduziert angeboten werden.

Mein Motto: Klasse statt Masse!

Linktipp:

Mehr Infos dazu sind im Beitrag „Faire Ostern für alle! – Schluss mit Hunger, Armut und Kinderarbeit“ von der „Make Chocolate Fair! Kampagne“ zu finden.

Videotipp:

auch das Osterei hat seine Tücken

Seit einigen Jahren werden im Handel immer mehr bereits gefärbte Ostereier angeboten. Abgesehen davon, dass diese Eier teilweise von Hennen stammen, die unter fragwürdigen Umständen ihr Leben fristen, werden sie auch mit einem Lack besprüht, damit sie besonders lange haltbar sind.

Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, nutzt der Handel am liebsten Verpackungen aus Plastik, damit der Konsument die bunten Eier von außen gut sehen kann und zum Kauf angeregt wird.

Ostern ohne Plastik

Ostern ohne Plastik

Die Eier am rechten Bild sind übrigens mit Zwiebelschalen gefärbt. Die hellen Stellen entstehen durch Blätter und andere Pflanzenteile, die mit Hilfe von einem Strumpf oder Tuch um das Ei gewickelt wurden. Mir persönlich gefallen diese kreativen Eier bei weitem besser als die bunte Massenware.

einfach Lösungsansätze

Selbst wenn jemand so gar keine Lust hat, Eier zu färben, gibt es immer Alternativen, wie man das alles etwas umweltfreundlicher gestalten kann.

Die einfachste Lösung ist, die Hühnereier gar nicht zu färben. Ich finde ja, dass die braunen Eier durchaus ihren Charme haben. Mit etwas Kaffee kann man übrigens der braunen Farbe sehr gut nachhelfen.

Eine andere Möglichkeit sind die zahlreichen Bauernmärkte, wo auf einigen Ständen handgefärbte Eier angeboten werden. Diese stammen aus regionaler Hühnerhaltung und sind meist mit einfachen Eierfarben aus Papiertüten gefärbt. Den Eierkarton bringst Du am besten selbst mit, dann landet noch weniger Abfall im Mülleimer.

einfache müllreduzierte Alternativen für das Osternest

einfache müllreduzierte Alternativen für das Osternest

Es gibt auch sehr einfache und durchaus dekorative Alternativen für die bunten Schoko-Osterhasen. Aus einem leckeren Mürbteig kann man Kekse ausstechen, diese nett dekoriert backen und dann ins Osternest legen.

Basisrezept für feine Mürbteigkekse

Zutaten:

240 gr Mehl
160 gr Butter
80 gr Zucker
2 Dotter
1 Prise Salz

zusätzlich: Eiklar, Hagelzucker, Rosinen, Schokostreusel u.ä.

Zubereitung:

Alle Zutaten gut verkneten und danach 1/2 Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Der Teig wird sodann auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausgerollt und Kekse in beliebiger Form ausgestochen.

Die Kekse auf ein leicht befettetes Backblech legen, mit dem verschlagenen Eiklar bestreichen und nach Lust und Laune dekorieren.

Bei schwach 200° 8-10 Min goldgelb backen und flach liegend auskühlen lassen.

Kurzanleitung: Eier natürlich färben

Zwei Hände voll Zwiebelschalen mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen und anschließend 1-2 EL Essig hinzufügen.

Die Eier gut reinigen, damit sie gleichmäßig die Farbe aufnehmen können, und anschließend 10 Minuten in dem Zwiebelsud gemeinsam mit den Zwiebelschalen kochen.

Danach aus dem Topf heben und sofort eiskalt abschrecken, damit sie sich gut schälen lassen.

Mir gefällt die Farbe am besten, wenn ich rote und braune Zwiebelschalen miteinander vermische.

Wer die Eier glänzend mag, kann sie anschließend noch mit einem Tropfen Öl (z.B. Olivenöl) einfetten.

Ähnlich kannst Du die Eier auch mit Karotten, Spinat, Kaffee oder Rotkraut färben. Gestern habe ich ultralastminute in einem Beitrag entdeckt, dass man Ostereier auch mit Tee färben kann.

Farbwirkung von verschiedenen Pflanzen

Curcuma, Safran oder Kamille – gelb
Zwiebelschalen – rotbraun
Kaffee – dunkelbraun
Spinat – grün
Rotkraut – rotviolett
Rote Rüben (rote Beete) – rot

bunte Deko am Tisch

Voriges Jahr habe ich meine Ostereier mit bunten Huhneierwärmern „gefärbt“. Diese leben natürlich noch immer und sind auch eine sehr nette Dekoration am Ostertisch.

die Hühner warten schon wieder auf das Osterfest

die Hühner warten schon wieder auf das Osterfest

selbst gebackenes Osterbrot

Was wäre Ostern ohne leckeres Osterbrot? Natürlich backe ich unser Osterbrot selbst, da die Osterpinze und das Osterbrot im Handel meist in Plastik verpackt angeboten werden.

Das Rezept dafür habe ich bereits vor langer Zeit einmal in meinem Beitrag „selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Osterbrot“ veröffentlicht.

Die Form wählst Du danach aus, wie Du es am liebsten magst. Der Teig kann sowohl zum Striezel als auch zum Kranz, wie unten zu sehen, oder zur Pinze geformt werden.

Osterbrot zum Kranz geflochten

Osterbrot zum Kranz geflochten

Blogpause

Ich wünsche Dir ein frohes Osterfest und ein paar schöne Feiertage. Lass es Dir gut gehen und genieße die Tage mit dem, was Du am liebsten machst.

Mein Blog macht nun ein paar Tage Pause. Wir lesen uns bald wieder mit dem gewohnten Monatsrückblick.

frohe Ostern


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Aktiv gegen Lebensmittelverschwendung #2

Zu keiner Zeit des Jahres landen so viele Lebensmittel im Müll wie zu Weihnachten. Ich kämpfe das ganze Jahr gegen Lebensmittelverschwendung und es ist mir wichtig, gerade zu Weihnachten noch einmal ein deutliches Zeichen zu setzen.

Fakten

1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden im Jahr weggeworfen oder sind Verluste entlang der Wertschöpfungskette. Das ist rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel. (Quelle)

Im Privathaushalt sind die häufigsten Gründe falsche Planung von Einkäufen und Mahlzeiten (ungeplante Genusskäufe) sowie falsche Lagerung bzw. Aufbewahrung von Lebensmitteln. Viele verlassen sich auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, das umgangssprachlich auch Ablaufdatum genannt wird. Damit wird fälschlicherweise assoziiert, dass nach seinem Erreichen ein Lebensmittel ungenießbar ist. Aber auch zu große Lock-Packungen oder häufiges Außer-Haus-Essen sind Anlass zum Wegschmeißen. (Quelle)

Zu Weihnachten kommen gleich mehrere Faktoren zusammen, warum gerade zur angeblich schönsten Zeit des Jahres noch mehr weggeworfen wird als sonst.

Lebensmittel sind kostbar

Lebensmittelmüll vermeiden

Bei den Lebensmitteln wird zu den Festtagen meist nicht gespart, schließlich ist Weihnachten ja das größte Fest des Jahres.

Oft wird viel zu viel eingekauft, die Geschäfte sind ja ein paar Tage geschlossen. Dieses Jahr wird es aufgrund des nachfolgenden Wochenendes noch länger sein. Der Besuch bei den Verwandten endet mit vollem Bauch, denn da gibt es zusätzlich noch leckere Weihnachtskekse zum Kaffee. Und wenn man dann endlich wieder zu Hause ist, mag man das geplante Abendessen gar nicht mehr essen.

die süße Verführung zu Weihnachten

die süße Verführung zu Weihnachten

Aber das muss nicht so sein. Mit etwas Organisation und gutem Willen kann man die Mahlzeiten gut planen, kauft ganz gezielt ein und berücksichtigt sowohl die Kekse am Nachmittag als auch den spontanen Besuch der Sprösslinge bei Freunden, wodurch das Abendessen ausfällt.

Schließlich hat fast jeder einen Tiefkühlschrank oder zumindest ein paar Trockenvorräten, aus denen man spontan doch noch etwas zaubern könnte.

Tipps für die Feiertage

* Menüplan erstellen vor dem Einkauf
* Essen aus dem Vorratsschrank einplanen
* einkaufen mit Einkaufszettel
* keine Mengenlockangebote kaufen
* Lebensmittel richtig lagen
* gezielt Reste einplanen und diese zu neuen leckeren Gerichten verkochen
* lange haltbare Alternative statt rasch verderblicher Lebensmitteln
* mehrere kleine Resten ergeben ein buntes „eat-what-you-want“-Menü
* kleinere Reste in Dosen einfrieren und später verbrauchen

ich will Essensreste nicht wegwerfen

ich will Essensreste nicht wegwerfen

Rezeptideen

Am besten plant man 2-3 Gerichte ein, die ausschließlich aus Zutaten gekocht werden, die ständig im Trockenvorrat bzw. Tiefkühlschrank lagernd sind.

Eine gute Möglichkeit wären z.B. Nudeln mit einer Soße, die man bereits vorgekocht und eingefroren hat. Dann spart man sich auch noch das Kochen und hat dadurch mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Und wenn man doch keinen Hunger hat, dann ist es auch kein Problem, diese Mahlzeit ausfallen zu lassen.

Mit den Resten vom Festtagsaufschnitt oder -braten könnte man einen Grenadiermarsch zubereiten. In dieses Gericht kann alles rein, was übrig geblieben ist. Auch Eintöpfe und Gemüsepfannen sind hervorragend geeignet, um die angefallenen Reste zu verwerten und selbst gemachte Pizza ist sowieso ein perfektes Rumfort-Gericht.

wenn es doch zu viel ist

In vielen Orten stehen bereits Lebensmittelfairteiler von Foodsharing, hier kann man das, was zu viel ist, an andere verschenken, die es brauchen.

Zusätzlich zu den Fairteilerkästen gibt es auch Fairteiler-Kühlschränke, darin können auch Lebensmittel veschenkt werden, die gekühlt werden müssen.

foodsharing collage


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herbstliches Wastecooking für Gourmets

In den letzten Tagen war es etwas ruhiger bei mir, weil ich immer wieder unterwegs war, um Lebensmittel vor oder auch aus dem Müll zu retten.

Der Grund dafür war das Herbstfest vom Kostnixladen Gratkorn, genauer gesagt das Buffet, das für rund 200 erwartete Gäste gestaltet wurde.

Ich bin schon lange Mitglied bei Foodsharing und so habe ich gemeinsam mit Herrn Widerstand in letzter Zeit ganz besonders viele Lebensmittel vor dem Müll gerettet. Ab und zu haben wir auch nach brauchbaren Lebensmittel in den Containern der Lebensmittelgeschäfte gesucht und leider auch sehr viel gefunden.

Mit großer Liebe und Hingabe wurden die riesigen Lebensmittelmengen, die wir angeschleppt haben, von Brigitte und Hans verkocht.

So lecker kann Wastecooking aussehen

Aus dem Gemüse, Topfen, Joghurt und vielen anderen Lebensmitteln wurden leckere Aufstriche für Brot gezaubert. Neben Kürbisquiche, Gnocchisalat und Minipizza gab es auch frisch gebratene (Grat)Kornlaibchen.

Buffet pikant

Natürlich konnte auch viel Obst gerettet werden, sodass es neben Obstsalat auch eine fruchtige Tiramisutorte (mit Brot statt Biskotten) gab sowie verschiedene Obststrudel gebacken werden konnten.

wastecooking

Mit dem reichhaltigen Buffet konnten gut 200 Menschen verköstigt werden. Es ist immer wieder unglaublich, dass so viele gute und noch genießbare Lebensmittel im Müll gelandet wären.

doppelt hält besser

Und die Reste vom Buffet wurden noch ein zweites Mal vor dem Müll gerettet. In und um Graz gibt es mittlerweile einige Fairteiler mit Kühlschrank, in die ich die Reste der Aufstrichbrote und Minipizzen gebracht habe.


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