nachgemacht – zweifärbiger Möbius-Loop

Nachdem es mir vor kurzem so viel Freude gemacht hat, meinen neuen Halswärmer aus einem Buch nachzustricken, habe ich mir gedacht, da könnte man doch glatt eine Serie daraus machen.

Inspiriert dazu wurde ich auch von Jakaster und ihrer Aktion 12 Monate – 12 Bücher – 12 Projekte.

nachgemacht

Meine neue Serie nenne ich „nachgemacht“ und ich möchte in diesem Rahmen immer wieder einmal ein Projekt zeigen, das ich aus einem Buch, einer Zeitung oder von einem Blog nachgearbeitet habe.

Den Anfang hat im Grunde genommen im letzten Jahr bereits mein kuscheliger Halswärmer gemacht, den ich sehr liebe und der mir bei der jetzigen Kälte wirklich gute Dienste leistet.

Heute geht es mit einem sehr außergewöhnlichen Möbius-Loop weiter.

Loops und Schals BuchLoops und Schals
Tolle Modelle zum Stricken
von Ann Budd
Verlag Bassermann

Dieses Strickbuch hat mir unheimlich gut gefallen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich Loops und Schals einfach liebe und sehr gerne stricke.

Sofort angesprungen ist mich ein sehr besonderer Möbius-Schal in zweifärbigem Patentmuster. Da ich die Wolle bereits zu Hause hatte, habe ich mich dafür entschieden. *)

Möbius Loop in zweifärbigem Patentmuster

Möbius Loop in zweifärbigem Patentmuster

Die Anleitung ist sehr gut beschrieben und das Nacharbeiten dadurch wirklich keine Hexerei. Das kompliziert wirkende Muster hat mich angesprochen, ist es aber in Wirklichkeit gar nicht.

Die dünne Wolle wird mit viel dickeren Nadeln als üblich verstrickt, dadurch wird der Loop sehr leicht und fluffig. Für dieses Modell habe ich insgesamt nur rund 100 g Wolle verstrickt.

hier sieht man zwei Tragevarianten

hier sieht man zwei Tragevarianten

Da es sich um einen Möbius handelt, kommt das zweifärbige Muster besonders gut zur Geltung. Durch die besondere Technik beim Abketten entsteht ein hübsches Abschlussmuster an der Naht.

Loops und Schals 5

*) Weil ich bereits mehrfach danach gefragt wurde:
Meine Wolle kaufe ich fast ausschließlich Second-Hand über einen lokalen Internetflohmarkt. Manchen bleiben kleine oder größere Reste übrig, die sie nicht mehr selbst verstricken wollen. Oder das angestrebte Hobby wird aufgegeben und die übrige Wolle verkauft und dann komme ich ins Spiel.

kleiner Blick ins Buch

Das Buch hält sich nicht mit ergänzender Theorie auf und wendet sich daher meiner Meinung nach auch nicht unbedingt an Anfänger. Lediglich ein Glossar ergänzt die einzelnen Anleitungen und sehr spezielle Techniken sind im Anhang beschrieben. Ich habe hier z.B. eine neue Anschlagtechnik kennen gelernt, die ich für den Loop benötigt habe (siehe Bild oben).

Abkürzungen und Technikinfos

Abkürzungen und Technikinfos

Die Modelle in dem Buch sind teilweise schon recht anspruchsvoll in Loch- und Zopfmuster gestrickt. Das mag ich sehr gerne, viel lieber als ein ganzes Teil nur in glatt oder kraus rechts zu stricken.

Meine Tochter hat das Buch auch schon durchgeblättert und sich in den grünen Schal verliebt. Vermutlich habe ich in nächste Zeit noch einiges zu tun, sie hat bald Geburtstag.

der grüne Schal hat es nicht nur mir angetan

der grüne Schal hat es nicht nur mir angetan

Mir gefällt das nachfolgende Modell mit dem sehr außergewöhnlichen Zopfmuster ganz besonders gut.

grüner Loop mit extravagantem Zopfmuster

grüner Loop mit extravagantem Zopfmuster


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der Winter kann kommen

Ich liebe Halstücher und ich liebe Stricken. Beides kombiniert ergibt gestrickte Halstücher, von denen ich in den letzten Jahren wirklich unzählige angefertigt und meist verschenkt habe.

Bei Gelegenheit werde ich einmal eine Serie Fotos zeigen, geht derzeit noch nicht, denn angeblich ist bald Weihnachten. Ein paar Tücher warten noch auf ihre neuen Besitzer.

Vor kurzem habe ich aber endlich wieder etwas für mich gestrickt, einen extrem warmen und kuscheligen Halswärmer.

mein neuer Rollkragenschal

mein neuer Rollkragenschal

Entdeckt habe ich die Anleitung in einem ganz tollen Buch, an dem es für mich trotz Bücherentrümpelungsaktion kein Vorbeikommen gab. Das ist ja auch etwas ganz anderes, ein Arbeitsbuch sozusagen!

coole loops1Coole Loops
Kragenschals und Snoods zum Stricken
von Cathy Carron
Verlag Bassermann

In dem Buch habe ich viele Anregungen gefunden und werde sicher noch das eine oder andere Teil stricken.

Verliebt habe ich mich in den Rollkragen-Halswärmer. Die Wolle habe ich vor einiger Zeit von meiner Freundin geschenkt bekommen, für die ich diese Einkaufstasche aus alten Jeans genäht habe. Die beiden roten Knäuel sind lange bei mir gelegen und haben auf das richtige Projekt gewartet. Hat sich ausgezahlt zu warten, die Menge und die Qualität der Wolle waren wirklich perfekt dafür geeignet.

Original und Vorlage

Original und Vorlage

Der Rollkragenschal ist soooo warm! Ich bin total begeistert davon. Durch die dicken Stricknadeln und das einfache Bündchenmuster ist er sehr dehnbar und kann gut über den Kopf gezogen werden.

Die Knöpfe sind übrigens keine Zierde, der Rollkragen lässt sich tatsächlich öffnen und wird mit den Knöpfen in richtigen Knopflöchern geschlossen.

An nur 2 Abenden war er fertig, das ging wirklich total schnell. Jetzt kann nichts mehr passieren, der Winter kann kommen, es kann richtig kalt werden – aber frieren werde ich sicher nicht mehr!

Nachdem der dicke Halswärmer so schnell zu stricken ist, kann er auch noch sehr gut als last-minute-Weihnachtsgeschenk dienen.

kleiner Blick ins Buch

Auf den ersten Seiten wird nicht nur Grundlagenwissen vermittelt sondern auch die Basic-Technik erklärt. Insgesamt sind 40 verschiedene Modelle im Buch zu finden, von einfach bis aufwändig und extravagant. Hier noch ein kleiner Blick ins Buch mit ein paar Modellen, die mir besonders gut gefallen haben.

vor allem der braune Loop hat es mir angetan

vor allem der braune Loop hat es mir angetan


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Haube, Schaltuch und Stirnband

Stricken und Häkeln ist für mich Entspannung und gleichzeitig eine Möglichkeit, meine Kreativität auszuleben. Wenn ich gerade nichts zu stricken oder zu häkeln habe bin ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Diesen Winter habe ich mich in Halstücher verliebt und eine ganze Menge davon gestrickt.

In meinem Beitrag selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Halstücher habe ich bereits meinen Wurmbaktus und den Drachenschwanz vorgestellt.

Beide Tücher liebe ich sehr und trage sie ständig. Es ärgert mich nur, dass ich keine farblich passende Haube dazu besitze, da ich Wollreste verstrickt habe.

Als ich bei einem Wollgeschäft vorbei kam, konnte ich nicht widerstehen und habe 2 große Knäuel Wolle gekauft um endlich ein Set zu machen. Haube, Schal bzw. Tuch und ein Stirnband sollten es werden.

Bei der Wahl der Farbe war mir wichtig, dass sie sowohl zu meinem schwarzen Wintermantel als auch zu meiner hellbeigen Winterjacke passt.

die Haube

Ich mag es ja mehr schlicht. Unbedingt das Haubengesicht habe ich auch nicht, deshalb habe ich vor vielen Jahren bereits selbst eine Haube entworfen, wie ich sie mag. Eine Variante davon habe ich letztes Jahr gestrickt und genau so sollte meine neue Haube auch wieder werden.

ich liebe meine Haube

ich liebe meine Haube

Sie ist total einfach zu stricken und man hat so gut wie keine Abnahmen. Die Rundungen bzw. Veränderungen in der Weite ergeben sich hauptsächlich durch den Wechseln von 1 glatt – 1 verkehrt zu Patentmuster und wieder zurück.

das Stirnband

Ich mag Stirnbänder gar nicht. Die tun nur so als ob sie warm halten würden und außerdem finde ich, dass ich damit echt doof aussehe.

Aber dann habe ich bei der Muschelmaus einen Calorimetry gesehen, mich verliebt und dem Thema „Stirnband“ eine neue Chance gegeben.

Also habe ich zuerst mit einem Wollrest einen Prototyp gestrickt und danach mit der neuen Wolle dieses Teil. Was soll ich sagen, ich bin total begeistert. Sieht nicht nur gut aus an meinem Kopf sondern hält auch warm und ist so das perfekte Mittelding zwischen Haube und keine Kopfbedeckung.

das neue Stirnband mit dem klingenden Namen "Calorimetry"

das neue Stirnband mit dem klingenden Namen „Calorimetry“

Nach dem Bild kann man sich wahrscheinlich noch nicht so richtig vorstellen, wie es am Kopf aussieht. Bei dieser Anleitung sind Tragefotos zu sehen.

das Schaltuch

Nachdem ich vor allem mit dem Wurmbaktus so eine Freude hatte, wollte ich nach einem ähnlichen System einen Frangiflutti stricken.

Angefangen hat es damit, dass ich die Anleitung nicht genau genug gelesen habe (es fängt nämlich NICHT gleich an, wie beim Wurmbaktus sondern gegengleich) und ich gleich einmal die Arbeit von einem ganzen Abend wieder aufgetrennt habe.

Danach ging es lustig weiter, der zweite Abschnitt war keine Hexerei, beim dritten Abschnitt habe ich dann wieder 3 x aufgetrennt, weil es so nicht funktioniert hat, wie ich geglaubt habe.

Und hier kann man den fertigen Frangiflutti sehen.

der fertig gestrickte Frangiflutti

der fertig gestrickte Frangiflutti

10 Minuten später sah der „Frangiflutti“ allerdings so aus.

alles wieder aufgetrennt

alles wieder aufgetrennt

Was soll ich sagen, der Frangiflutti hat einfach nicht auf meinen Hals gepasst, er war im Mittelteil zu breit und dafür in der Gesamtlänge zu kurz. Ich glaube, die Wolle war in Wirklichkeit auch einfach ein bisschen zu dick, ich musste die Zu- und Abnahmen anpassen, was scheinbar nicht optimal geklappt hat. Mit dünner Sockenwolle streng nach der Anleitung klappt es sicher besser und wahrscheinlich gebe ich der Anleitung mit einer anderen Wolle noch einmal eine Chance.

Nachdem ich mir schon so viel Arbeit mit mehrmals auftrennen angetan hatte, wollte ich endlich ein Schaltuch, das mir gefällt und mit dem ich mich so richtig wohl fühle. Mein erklärtes Ziel war ja, ein zusammen passendes Set zu haben.

Also habe ich die Arbeit von rund 2 Wochen vollständig aufgetrennt. Man muss loslassen können, das konnte ich diesmal wirklich gut üben.

Mein Partner hat das Schaltuchprojekt mittlerweile liebevoll Sisyphos getauft.

das Schaltuch – zweiter Anlauf

Diesmal habe ich sehr lange gesucht und konnte mich ewig nicht entscheiden. Schließlich war das Entscheidungskriterium, dass für mich die Wolle in verkehrt gestrickt zu unruhig wirkt und ich lieber ein Tuch in ausschließlich glatt gestrickt haben wollte. Der Frangiflutti hat trotz gleicher Wolle auch vom Muster her nicht wirklich zur Haube und zum Stirnband gepasst.

Gefunden habe ich schließlich ein Halstuch mit dem klingenden Namen „Roter Faden im Lebensmeer“.

Während des Strickens war ich mir ja nicht mehr sicher ob das wirklich jemals etwas wird, aber das Ergebnis hat mich dann überzeugt. Ich bin zufrieden und kann das Projekt „Set: Haube/Schaltuch/Stirnband“ endlich abschließen.

kein roter Faden im Lebensmeer

kein roter Faden im Lebensmeer

Ich finde, die Farben kommen viel besser heraus als beim Frangiflutti und ich bin froh, dass ich wirklich alles aufgetrennt und noch einmal neu angefangen habe.

Was mir an dem Tuch besonders gefällt ist die Vielfalt der Tragemöglichkeiten. Entweder kann ich es lose um den Hals legen oder verknoten. Alternativ werden die Enden durch diese lustigen Schlaufen gezogen, die übrigens mit der Strickliesel gemacht werden.

hier sieht man den Nutzen der Schlaufen

hier sieht man den Nutzen der Schlaufen

Laut Anleitung kann das Schaltuch auch als kombiniertes Kopf-Schaltuch getragen werden, durch die Schlaufen entsteht eine feste Verbindung im Nacken. Dadurch habe ich immer eine Kopfbedeckung bei mir, auch wenn die Haube zu Hause geblieben ist.

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.



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