Achtsam durch den Tag [Woche 32-35]

Mein „Jahresprojekt Achtsamkeit“ geht auch dieses Jahr weiter. Trotzdem ich nun schon ein ganzes Jahr lang beinahe täglich Achtsamkeitsübungen mache, bin ich mit dem Buch noch lange nicht durch.

Das hat verschiedene Gründe. Einer davon ist, dass mir manche Übungen so wichtig sind, dass ich sie auch deutlich länger als eine Woche durchführen möchte.

Eine andere Ursache ist, dass ich auch von meiner Yogalehrerin immer wieder Anregungen für Achtsamkeitsübungen bekomme und manchmal statt einer Übung aus dem Buch diese durchführe.

Genau daran erkenne ich aber unter anderem, wie gut mir diese Übungen tun! Vor noch gar nicht so langer Zeit war ich völlig ratlos, wie ich wegen der Nummerierung weiter machen soll, weil diese durcheinander gekommen ist.

Mittlerweile bin ich sehr entspannt und freue mich einfach nur darüber, dass noch so viele Übungen vor mir liegen und ich mit dem Projekt weiter machen kann.

#32 Diese Person könnte heute Nacht sterben

Die Aufgabe der Woche war, sich bewusst zu machen, dass die Begegnung mit einem Menschen möglicherweise die letzte ist, weil die Person sterben könnte. Es geht darum zu beobachten, ob sich das Verhalten, die Art und Weise, wie man einander begegnet, verändert.

der Verlust eines geliebten Menschen ist sehr schmerzhaft

der Verlust eines geliebten Menschen ist sehr schmerzhaft

Ich muss gestehen, dass ich mit dieser Übung meine Problem hatte. Mehrmals sind Menschen, die mir nahe gestanden sind, sehr überraschend und Großteils noch sehr jung aus dem Leben gerissen worden. Vielleicht habe ich gerade deshalb schon sehr lange eine andere Einstellung zum Leben und zu den Menschen, die mich umgeben.

Erst durch die Auseinandersetzung mit dieser Achtsamkeitsübung und dem Begleittext zu dieser Übung wurde mir bewusst, dass es vermutlich einen Zusammenhang damit gibt, dass ich mich in einigen Situationen sehr speziell verhalte. Ich kann es zum Beispiel gar nicht aushalten, im Streit mit jemandem auseinander zu gehen. Es liegt mir am Herzen, immer eine Lösung zu finden, mit der alle zufrieden sind und mich zu versöhnen.

Jedenfalls war ich nicht in der Lage, mir bei den verschiedenen Begegnungen immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass diese Person jederzeit sterben könnte. Zu sehr sind dadurch jene Erinnerungen wach gerufen worden, die zwar teilweise schon sehr lange zurück liegen, aber trotzdem noch immer sehr schmerzhaft sind. Und eine Erinnerung ist noch so frisch, dass ich damit noch nicht abgeschlossen habe.

#33 Hitze und Kälte

Der Nachsatz zu dieser Übung hatte es in sich. Es ging nämlich nicht nur darum, auf die Empfindungen von Hitze und Kälte und die körperlichen oder emotionalen Reaktionen auf die Temperatur bzw. eine Veränderung derselben zu achten, sondern auch darum, gelassen darauf zu reagieren.

Und da liegt der Hund bei mir begraben. Ich reagiere sehr stark darauf, wenn ich eine Temperatur als unangenehm empfinde, insbesondere auf Hitze. Mir geht es gar nicht gut, wenn es heiß ist. Mein Körper ist dadurch sehr belastet und ich fühle mich richtig unwohl.

Ich habe Herrn Widerstand immer sehr bewundert, wie gelassen er damit umgeht. Oft schwitzt er sehr stark und ich bin der Meinung, ihm muss sehr heiß sein. Er aber meint dazu nur, dass ihm nicht heiß sei, denn der Schweiß kühlt den Körper ab.

Diesen Sommer war es in der Toskana wirklich unglaublich heiß und ich habe versucht, seine Sichtweise einzunehmen. Bei dieser Gelegenheit bin ich drauf gekommen, dass vor allem meine Bewertung von Hitze und Schweiß mit meinem Unwohlsein zu tun hat. Ich bewerte das Schwitzen negativ und versuche es zu vermeiden.

In diesem Jahr ist es mir immer wieder einmal gelungen, meine Sichtweise zu verändern und das Schwitzen freundlich zu begrüßen. Und siehe da, es ging mir tatsächlich besser.

Daran habe ich mich bei dieser Aufgabe (mittlerweile hatten wir November) erinnert.

das Feuer wärmt bei Kälte

das Feuer wärmt bei Kälte

Mir ist auch in der kühleren Jahreszeit oft zu heiß. Vor allem wenn ich gerade sehr intensiv mit etwas beschäftigt bin, wird mir oft sehr warm. Seit einiger Zeit kleide ich mich daher bevorzugt im „Lagenlook“, sprich trage mehrere leichte Kleidungsstücke übereinander. Dadurch kann ich relativ einfach die Kleidung an meine Bedürfnissen anpassen.

Seitdem geht es mir deutlich besser. Nachdem ich den Text zu dieser Übung gelesen habe, vermute ich jedoch, dass es mir vor allem deshalb besser geht, weil ich mich nicht mehr gegen Temperaturprobleme wehre, sondern das Gefühl habe, aktiv etwas verändern zu können.

#34 Die große Erde unter Ihnen

Wir Menschen leben auf dem Planeten Erde und sind uns leider doch recht selten bewusst, dass es ein kleines Wunder ist, dass wir hier alle Bedingungen vorfinden, um leben zu können.

Viele verhalten sich so, als würden die Erde von den Menschen beherrscht werden können. Wir tun so, als müsste sie uns gehorchen und wenn wir mit einer der Naturgewalten konfrontiert sind wie z.B. einem Erdbeben, dann sind wir geschockt und fühlen uns in dem Moment hilflos und ohnmöchtig, da wir erkennen müssen, dass das in Wirklichkeit gar nicht so ist. Wir sind nur eine winzig kleine Mücke in einem unermesslich riesigen Raum.

Wenn man sich dessen bewusst ist, dann wird man demütig und dankbar für das große Geschenk der Erde. Vielleicht hilft es auch achtsamer mit der Natur umzugehen und sie nicht achtlos mit unseren Konsumgwohnheiten zu zerstören.

Im Buch erzählt die Autorin, dass sie im Kloster während dieser Übung den Tag damit begonnen hat, direkt nach dem Aufstehen den Boden mit der Stirn zu berühren. Durch diese Praxis wird die Dankbarkeit dafür ausgedrückt, dass die Erde uns trägt. Ich habe das sehr spannend gefunden und in dieser Woche auch so gemacht. Jeden Morgen habe ich als erstes die Yogaübung „das Kind“ gemacht und dafür gedankt, dass ich auf der Erde leben darf und dass mir meine Nahrung von der Natur schenkt wird.

Ich finde, das ist eine sehr gute Übung um sich verwurzelt zu fühlen und ich möchtee sie auch künftig immer wieder einmal in der Früh machen.

#35 Abneigung bemerken

In dieser Woche sollte sich die Aufmerksamkeit darauf richten Abneigungen wahrzunehmen. Sprich es geht darum sich bewusst zu werden, wenn wir negative Gefühle gegenüber einer Situation oder einer Person empfinden. Was hat diese Abneigung ausgelöst, was verstärkt diese?

Sehr schnell war ich über mich selbst erschrocken, wie oft ich negative Gedanken und Gefühle habe! Eigentlich dachte ich über mich, dass ich wesentlich gelassener mit den verschiedenen Situationen umgehe.

In der buddhistischen Tradition spricht man von drei Geistesgiften: Gier (Anhaften/Festhalten), Abneigung (Wegstoßen) und Verblendung (Unwissenheit).

Abneigung ist die Quelle von Zorn und Aggression und entsteht aus der falschen Vorstellung, dass wir glücklich sein könnten, wenn es gelingt, etwas zu verändern (etwas loszuwerden, eine Situation/einen Menschen zu verändern).

Wut ist eine sehr starke Emotion

Wut ist eine sehr starke Emotion

Aber natürlich ist es völlig absurd zu glauben, wenn alles genau so wäre, wie wir es wollen, dann könnten wir glücklich sein.

Abgesehen davon – gleiches Recht für alle – wie könnte die Welt für alle Menschen genau so sein, wie sich der einzelne das vorstellt? Was für mich perfekt ist, will der andere ganz anders haben.

In all das spielt auch noch der Perfektionismus hinein. Der Wunsch nach Vollkommenheit, der Drang Dinge zu verändern um sie zu verbessern statt sie so wahrzunehmen wie sie nun mal sind.

Diese Übung hilft gelassener zu werden, ganz gleich wie die Umstände sind. Immer wenn ich diese Abneigung verspürt habe, habe ich tief eingeatmet und versucht die von mir negativ bewertete Situation als gegeben hinzunehmen.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2017]

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Gegenwärtigkeit [Achtsam durch den Tag]

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Meditation ist Nahrung für die Seele #2

In meinem heutigen Beitrag möchte ich Dir gerne einen kleinen Einblick in meinen Meditationsbereich geben. Wie in meinem Beitrag Meditation ist Nahrung für die Seele #1 geschrieben, meditiere ich mindestens einmal pro Tag. Um ohne großen Aufwand zwischendurch meditieren zu können, habe ich mir einen eigenen Bereich für die Meditation geschaffen.

mit der Klangschale beginnt und endet jede Meditation

mit der Klangschale beginnt und endet jede Meditation

Yoga war der Anfang

Auch diesmal ist es vom Yoga ausgegangen, aber anders als man erwarten würde. Bei Julia habe ich vor sehr langer Zeit schon von ihrer grünen Yogamatte, die eigentlich magenta ist, gelesen. Am Ende des Beitrags erzählt sie, dass sie gerne eine Schafwollmatte hätte. Das hat mich so fasziniert, dass ich mich im Internet umgeschaut habe, ob auch in Österreich Schafwollmatten angeboten werden.

Gefunden habe ich nach kurzem Suchen die Wollwerkstatt. Gefallen hat mir vor allem der ökologische Ansatz, mit dem diese Firma betrieben wird. Dass die rohe Schafwolle vielfach gar nicht verarbeitet wird sondern am Müll landet hat mich regelrecht geschockt.

Yogamatte ohne Plastik

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich eine Gymnastikmatte aus billigem Kunststoff verwendet, der nach sehr vielen Jahren Nutzung noch immer einen unangenehmen Geruch abgab. Nachdem mir bis dahin nicht bekannt war, dass es auch Alternativen aus Naturmaterialien gibt, habe ich das Thema schleifen lassen und wollte einfach das verwenden, was ich bereits besitze.

Im Wissen um Alternativen wollte ich für meinen Yogakurs endlich eine Yogamatte ganz ohne Plastik haben.

es war keine Liebe auf den ersten Blick

Leider wurden wir keine Freunde beim Yoga. Der Wollkern ist mit einem Baumwolljersey überzogen und darüber ist der Überzug. Dadurch kann man den Bezug abziehen und in der Waschmaschine waschen. Grundsätzlich eine wirklich gute Sache, aber gerade bei den Übungen, wo ich festen Halt mit den Füßen brauche wie z.B. der herabschauende Hund oder die Kriegerin bin ich hoffnungslos weg gerutscht.

der Bezug der Yogamatte ist waschbar

der Bezug der Yogamatte ist waschbar

Ein weiterer Punkt ist das Gewicht. Die Schafwollmatte ist natürlich viel, viel schwerer als eine einfache Kunststoffmatte. Das geringe Gewicht ist bekanntermaßen einer der größten Vorteile von Plastik.

Das hat mich erst einmal traurig gemacht, da ich mich so auf die Matte gefreut hatte.

Meditationskissen

In meinem Yogaunterricht nehmen die Atemübungen sehr viel Raum ein. Die Pranayamas werden meist sitzend ausgeführt. Ein Meditationskissen unterstützt dabei die aufrechte Körperhaltung.

Daher besitze ich nun auch ein wunderschönes Meditationskissen, das mit Dinkelspelzen (die ein Abfallprodukt aus der Landwirtschaft sind) gefüllt ist.

mein Meditationskissen

mein Meditationskissen

Der Bezug ist ebenfalls abnehmbar und kann dadurch gewaschen werden. Die angenähte Trageschlaufe finde ich sehr praktisch, um das Kissen zum Yogaunterricht zu transportieren.

mein erster Meditationsplatz

Vor meinem Bett liegt ein kleiner Fleckerlteppich. Der Einfachheit halber dachte ich, das ist ja großartig! Wenn ich mein Meditationskissen darauf lege, dann habe ich meinen Meditationsplatz quasi immer bei der Hand.

mein minimalistischer Meditationsplatz

mein minimalistischer Meditationsplatz

Die Idee war zwar gut, aber leider hat das gar nicht geklappt. Nach sehr kurzer Zeit schon haben meine Knie geschmerzt und ich konnte dadurch nur sehr schwer bis gar nicht in den Zustand der Meditation kommen.

So gerne ich es so minimalistisch gehalten hätte, es war leider nicht machbar. Die Gedanken an die schmerzenden Kniescheiben haben mich bereits im Vorfeld von der Meditation abgehalten.

eines kommt zum anderen

So hat eines das andere ergeben und beide konnten zueinander kommen. Meine Yogamatte wurde kurzerhand zur Meditationsmatte und nun bin ich wirklich sehr zufrieden!

Die dicke Schafwollmatte ist nicht nur groß genug, wodurch ich auch mit ausgebreiteten Armen darauf liegen kann, sondern ist so weich, dass ich sogar längere Sitzmeditationen gut ohne Schmerzen aushalte.

Dazu kommt, dass sie einen wunderbaren sehr feinen Geruch nach Schafwolle hat, was zusätzlich einen beruhigenden Effekt auf mich ausübt.

Abendmeditation bei untergehender Sonne

Abendmeditation bei untergehender Sonne

…und die Moral von der Geschichte?

Man sollte nie aufgeben, nach einer guten Lösung zu suchen. Nicht immer ist der erste Weg der richtige. Manchmal ist es sinnvoll Dinge anders einzusetzen, als sie gedacht sind.

Jeder Mensch ist anders und hat andere Bedürfnisse. Es liegt an einem selbst gut für sich selbst zu sorgen.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2017]

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Meditation ist Nahrung für die Seele #1

Wieder einmal hat ein Buch mein Leben nachhaltig verändert. Wie positiv diese Veränderung sein würde, hätte ich mir im Traum nicht gedacht, als ich das Buch entdeckt habe.

Yoga war der Anfang

Im Herbst 2015 habe ich mit Yoga begonnen. Davon habe ich schon erzählt, als ich meine Yogasocken und den Yogarock gezeigt habe.

Durch die Anfangs- und Endentspannung bin ich in Kontakt mit dem Meditieren gekommen. Im Grunde ist auch mein Jahresprojekt Achtsamkeit dadurch angestoßen worden.

durch Meditation zur Ruhe finden

durch Meditation zur Ruhe finden

neue Gewohnheiten einführen

Meinen langen Urlaub in der Toskana im letzten Jahr wollte ich dazu nutzen, um meine Achtsamkeitspraxis zu vertiefen. Ich war gänzlich ohne Internet und daher ohne Ablenkungen unterwegs. Es war also ein sehr guter Zeitpunkt, um neue Gewohnheiten einzuführen.

Deshalb habe ich ein Buch zum Thema Meditation gesucht und mich aus der Fülle an Möglichkeiten für dieses entschieden. Neben dem Titel hat mich vor allem der Untertitel angesprochen, da ich das Gefühl hatte, dass dieses Buch mein Achtsamkeitsprojekt sehr gut ergänzen würde.

meditation-fuer-alleMeditation für alle
Vier-Schritte-Programm zur Meditation und
Achtsamkeitsübungen für jeden Tag

von Anna Elisabeth Röcker
Verlag Mankau

Auf den ersten rund 50 Seiten werden die Grundlagen der Meditation vermittelt. Man erfährt, was Meditation eigentlich ist, wie sie wirkt und welche Meditationstraditionen es gibt.

Das Buch hält sich nicht lange bei der Theorie auf, sondern steigt rasch in die Praxis der Meditation ein. Nach den praktischen Hinweisen zur Vorbereitung der Meditation wird das Vier-Schritte-Programm für Anfänger vorgestellt, welches um Varianten für Fortgeschritte ergänzt wird.

Danach geht es bereits in medias res, denn es wird eine ganze Fülle an verschiedenen Meditationsübungen vorgestellt. Abgerundet werden diese durch hilfreiche Tipps, was man tun kann, wenn es mit der Meditation doch nicht so klappt, wie man es sich vorstellt. Diese fand ich besonders hilfreich. Nicht jeden Tag ist man gleich drauf und daher ist es wichtig, das bei der Wahl der Meditation zu berücksichtigen.

Am Ende des Buches erhält man ergänzend dazu viele gute Hinweise, wie man die Meditationspraxis in den Alltag integrieren kann.

Dem Buch liegt eine Audio-CD bei, mit deren Hilfe man basierend auf den Übungen im Buch angeleitet wird. 7 verschiedene geführte Meditationen und meditative Musik helfen beim Einstieg ins Meditieren. Die CD habe ich gerade am Anfang sehr häufig genutzt.

Linktipp:

Eine ausführliche Leseprobe wird vom Verlag als pdf zur Verfügung gestellt.

diese Meditationshaltung wird sehr häufig praktiziert

diese Meditationshaltung wird sehr häufig praktiziert

learning by doing

Nachdem ich die Grundlagen innerhalb von kurzer Zeit gelesen hatte, wurde mir im Praxisteil sofort klar, dass man dieses Buch nicht einfach lesen kann, um es zu verstehen. Man muss sich den Inhalt erarbeiten, um das Meditieren tatsächlich zu erlernen.

Daher habe ich jeden Tag nur 1-2 Seiten gelesen und anschließend die beschriebene Meditation durchgeführt. Am Ende von meinem Urlaub war ich mit dem Buch noch immer nicht durch, aber in dem Fall war der Weg tatsächlich das Ziel.

ich meditiere täglich

Seit 7 Monaten meditiere ich täglich mindestens ein Mal. Für mich hat sich heraus gestellt, dass der perfekte Zeitpunkt für die Meditation der Morgen ist. Noch im Bett liegend meditiere ich für 10 bis 20 Minuten bevor ich den Tag beginne.

Blumen sind wunderbare Meditationsobjekte

Blumen sind wunderbare Meditationsobjekte

den eigenen Meditationsstil finden

Für mich gibt es beim Meditieren kein Richtig oder Falsch, es geht darum die für sich persönlich passende Umgebung zu wählen, eine Haltung zu finden, in der man sich wohl fühlt und das zu tun, was einem gut tut.

Wie ich auch weiter oben schon geschrieben habe, ist man nicht an jedem Tag gleich drauf und so ist es wichtig, die Meditation auf die Tagesverfassung abzustimmen.

Manchmal mag ich es ruhiger, dann wieder brauche ich mehr „zum Festhalten“ und manchmal bin ich so unruhig, dass ich ganz viel Bewegung als Teil der Meditation benötige. Ich wechsle auch zwischen sitzen, liegen und gehen ab.

Im Buch werden ganz viele verschiedene Techniken vorgestellt, da ist immer etwas Passendes dabei. Ich habe letztes Jahr im Juli wirklich jede Methode durchgeführt und bin über die Fülle an Möglichkeiten begeistert!

an manchen Tagen meditiere ich mehrmals

Heute habe ich besonders viel zu tun.
Da muss ich mir eine Stunde mehr Zeit für meine Meditation nehmen.
(unbekannt)

Diesen Spruch habe ich irgendwo gelesen. Auf den ersten Blick wirkt er widersprüchlich, aber wenn man genauer darüber nachdenkt, dann kann man den Wahrheitsgehalt erkennen. Und so halte ich das für mich auch schon seit längerem. Wenn ich einen besonders intensiven Tag habe, dann nehme ich mir zwischendurch die Zeit, um noch einmal zu meditieren.

Es müssen keine großen Zeitfenster sein, bereits 5-10 Minuten reichen aus, um genügend Abstand zu bekommen und Körper und Geist wieder zu beruhigen.

Ich habe mir zu diesem Zweck eine Meditationsecke eingerichtet, wodurch ich auch im Alltag immer wieder daran erinnert werde. Dahin kann ich mich jederzeit ohne viel Aufwand und ohne Vorbereitungen zurückziehen.

In meinem nächsten Beitrag zu diesem Thema möchte ich Dir ein paar Bilder von meinem Meditationsbereich zeigen.

nie wieder ohne

Aus heutiger Sicht kann ich mir ein Leben ohne Meditation nicht mehr vorstellen. Die Auswirkungen sind für mich so positiv, dass ich auf dieses wertvolle Instrument nicht mehr verzichten möchte.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2017]

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Gegenwärtigkeit [Achtsam durch den Tag]

In meinem Yogaunterricht bekommen wir immer eine „Hausübung“. Es ist eine kleine Aufgabe, meist eine Achtsamkeitsübung, die wir während der folgenden Woche im Laufe des Tages durchführen sollen.

Zum Nachlesen werden diese Übungen am Blog „Inner Joy“ veröffentlicht.

Diese Anregungen habe ich üblicherweise zusätzlich zu meiner Achtsamkeitspraxis aus dem Buch „Achtsam durch den Tag“ durchgeführt, was auch meist recht gut geklappt hat.

In der dritten Novemberwoche haben wir jedoch eine Übung erhalten, die mich sehr fasziniert hat und daher habe ich in dieser Woche auf die Übung der Woche aus meinem Achtsamkeitsbuch verzichtet, um mich ganz der „Gegenwart“ zu widmen.

Hier geht es zur Anleitung der Übung auf „Inner Joy“.

Sehr schnell musste ich erkennen, dass ich mich tatsächlich sehr oft in so einer Warteposition befinde.

„Wenn der Arbeitstag vorbei ist, dann kann ich endlich …“
„Wenn ich die Hausarbeit erledigt habe, dann …“
„Wenn ich nicht mehr so viel Stress habe, dann finde ich endlich Zeit für …“

Vor allem das letzte „Wenn“ ist so eines, das uns am eigentlichen Leben vorbeileben lässt. Man ist die ganze Zeit nur auf die Zukunft orientiert und lebt gar nicht im Moment.

Dabei dachte ich eigentlich, dass ich mich verändert hätte. Vor gut 15 Jahren bin ich über diese Geschichte gestolpert und hatte den Eindruck, dass ich sie verstanden und auch umgesetzt habe.

wenn-ich-gehe-dann-gehe-ich

Diese Aufgabe „Gegenwärtigkeit“ geht aber im Grunde noch über das hinaus und das ist mir erst jetzt klar geworden. Und genau deshalb halte ich sie für die wichtigste Übung, die ich bisher gemacht habe.

Selbst wenn ich denke, dass ich in der Gegenwart bin und auch beispielsweise ganz konzentriert das Gemüse für die Suppe schneide, kann ich trotzdem noch in einer inneren Wartehaltung sein. Diese Wartehaltung bewirkt, dass ich meine Gedanken auf die Zukunft ausrichte und den Moment nicht wirklich genießen kann. Auch wenn ich (fast) ganz bei den Karotten auf dem Schneidbrett bin. Die Gedanken fliehen trotzdem immer zu dem, worauf ich warte.

Eigentlich wollte ich die Übung nur eine Woche lang machen, aber sie war mir dann so wichtig, dass ich gleich noch eine zweite Woche dran gehängt habe.

Burnout – wenn sich unsere Seele nicht da befindet, wo unser Körper ist

Ich glaube, dass dieses Grundproblem – dass wir mit unseren Gedanken und Gefühlen nicht da sind, wo unser Körper sich gerade befindet – ein Trend unserer Zeit ist.

Wir werden von so vielen Dingen abgelenkt. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wie wir unser Leben gestalten können. Umgekehrt wird uns immer wieder erklärt, was uns alles fehlt.

Die Werbung will, dass wir unglücklich sind, denn nur dann sind wir brave Konsumenten, die immer mehr kaufen und die Wirtschaft vorantreiben. Doch Konsum macht einfach nicht glücklich.

Glück ist nicht im Besitz zu finden, Glück ist auch nicht von äußeren Umständen abhängig. Es liegt einfach nur in uns selbst.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2017]

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Die Schönheit im Kleinen sehen

Im letzten Jahr habe ich gelernt, mir für die kleinen Dinge im Leben Zeit zu nehmen und auch im Alltag innezuhalten, um zu schauen und wahrzunehmen.

Durch das „Jahresprojekt Achtsamkeit“, das ich auch im kommenden Jahr weiterführen möchte, wurde es mir möglich, viel bewusster mein Leben zu genießen.

Es haben sich Wege aufgetan, von denen ich nicht dachte, dass es mir möglich wäre sie zu beschreiten. Ich durfte viele kleine Wunder erleben, die mich tief berührt haben.

Diese Art des bewussten Erlebens tut mir sehr gut. Gerade eben scheint die Sonne in mein Zimmer, während ich am PC an diesem Beitrag schreibe. Das ganze Zimmer ist in warmes Gelb getaucht.

Ich versuche wieder wie ein kleines Kind zu werden, das diese abendlichen Sonnenstrahlen staunend das erste Mal sieht. Überhaupt haben die Kinder uns viel voraus. Sie leben nur im Heute, weil sie kaum Vergangenheit haben und keine Gedanken an die Zukunft verschwenden.

Für das kommende Jahr wünsche ich Dir, dass Du Momente solchen Staunens erlebst, in denen Du wieder mit den Augen des unschuldigen Kindes sehen kannst.

neujahr-2017

Achtsam durch den Tag [Woche 28-31]

Es ist Halbzeit, die Hälfte der 53 Übungen habe ich nun mindestens eine Woche lang durchgeführt und es wird noch immer nicht langweilig! Im Gegenteil, die Auswirkungen auf mein Leben sind unmittelbar spürbar für mich und ich freue mich sehr, dass ich diesen Weg zur Achtsamkeitspraxis für mich gefunden habe.

Seitdem ich zu meditieren begonnen habe, verstärkt sich die Wirkung noch mehr. Ich merke, wie gut mir das alles tut und daher bin ich so froh, dass ich diesen Weg am Blog gewählt habe. Alleine – also ohne das Achtsamkeitsprojekt am Blog zu veröffentlichen – hätte ich vielleicht in den stressigen Zeiten schon aufgegeben.

So aber kehre ich immer wieder zurück und freue mich auf und über die nächsten Übungen.

#28 Alberne Gänge

Das war wirklich eine sehr spannende Aufgabe! Mehrmals am Tag sollte ich auf irgendeine alberne, seltsame Weise mich vorwärts oder auch rückwärts oder seitwärts, hüpfend, springend – eben einfach seltsam bewegen.

Als Anregung wurde folgendes Video vorgeschlagen:

Der entscheidende Punkt bei der Übung ist, die eigene Stimmung und die Auswirkung dieser Handlung auf diese zu beobachten.

Und was soll ich sagen, die Laune hebt sich schlagartig, man kann dabei gar nicht traurig/bedrückt/wütend u.ä. bleiben, man kommt unweigerlich zum Lachen oder zumindest zum Lächeln.

Die Wechselwirkung von Körper und Seele ist ja bekannt. Die Stimmung drückt sich in der Körperhaltung aus, aber umgekehrt kann man auch durch einen „gespielten“ Gemütszustand tatsächlich die Seelenlage verändern.

Das Motto dahinter ist

Fake it, until you make it
frei übersetzt: „Tu so als ob, bis es echt wird“.

Du musst nicht albern herumlaufen, versuche einfach einmal die Mundwinkeln nach oben zu einem intensiven Lächeln anzuheben und Du wirst nach kurzer Zeit bemerken, dass Du Dich besser fühlst.

#29 Wasser

In dieser Woche ging es darum Wasser in all seinen Erscheinungsformen zu beobachten, im Besonderen u.a. innerhalb von unserem Körper und in unserer Wohnung sowie Flüssigkeiten in Nahrungsmitteln und in Getränken bewusst wahrzunehmen.

Wasser - Elexier des Lebens

Wasser – Elexier des Lebens

Der Mensch besteht zu gut 70% aus Wasser, ohne Wasser können wir nicht überleben. Der menschliche Körper ist nicht in Lage Wasser für den Notfall zu speichern (wohl aber Nahrung in Form von Fett).

Jeder Mensch muss eine bestimmte Menge an Flüssigkeit zu sich nehmen. Wird diese Menge unterschritten, kommt es sehr rasch zu einer Reduktion der Leistungsfähigkeit.

Ich habe daher dieses Thema zum Anlass genommen und mir eine App herunter geladen, mit der ich meinen Flüssigkeitskonsum aufzeichnen kann. Da ich bisher immer angenommen habe, dass ich zu wenig trinke, wollte ich es genau wissen.

Die Übung war zwar überhaupt nicht in diese Richtung gedacht, aber wie singt Pippi Langstrumpf? „Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt…“

Aufgefallen ist mir, dass es mir sehr leicht fiel die von mir angestrebten 2 l pro Tag zu trinken. Mein Bedarf liegt je nach Temperatur und Tätigkeit zwischen 1,75l und 2,5l.

Was ich durch die App gelernt habe ist, die Flüssigkeitszufuhr besser über denn Tag zu verteilen. Bereits nach kurzer Zeit hatte ich das automatisiert und habe auch den Eindruck, dass sich meine Leistungsfähigkeit dadurch verbessert hat.

Früher hatte ich immer irgendwo ein Glas Wasser herum stehen und habe ab und zu einen Schluck davon genommen in der Meinung, es ist gut, wenn ich immer wieder etwas trinke. Jetzt weiß ich, dass das genau verkehrt war. Nun trinke ich immer wieder einmal ein großes Glas in einem Zug aus. Insgesamt bin ich dadurch besser mit Flüssigkeit versorgt und kann die Trinkmenge gut einhalten.

Mir hat es jedenfalls viel Spaß gemacht den Zusammenhang zwischen meinem Durstgefühl und dem Wasserstand in der Anzeige zu vergleichen. Auch nach dieser Woche habe ich die App weiter behalten. Ich zeichne meine Getränke zwar nicht mehr so akribisch auf wie am Anfang, aber es hilft mir, einen Überblick über meine Trinkgewohnheiten zu behalten.

#30 nach oben sehen

In meinem Buch steht, dass die meisten Menschen nur den Bereich zwischen dem Boden und ca. 3 m Höhe wahrnehmen. Die Aufgabe der Woche war, immer wieder bewusst nach oben zu sehen.

Wieder einmal habe ich festgestellt, dass bei mir scheinbar einiges anders ist als bei den anderen – ich sehe nämlich ganz oft nach oben. Im Gegenteil, ich schaue lieber nach oben als nach vorne. Der Blick nach vorne ist ganz oft beschränkt, wird vom nächsten Haus oder Bäumen aufgefangen. Der Blick nach oben geht in die Ferne. Die Übung mit dem leeren Raum ist mir seinerzeit ebenfalls sehr leicht gefallen, denn ich liebe es einfach wenn meine Augen ungehindert schauen können. Das gibt mir scheinbar ein Gefühl von Freiheit.

Vielleicht ist das auch ein Grund, warum ich so gerne in der Hängematte liege. Ganz automatisch schauen die Augen nach oben, weil man ja am Rücken liegt.

der Himmel der Toskana - Blick aus der Hängematte

der Himmel der Toskana – Blick aus der Hängematte

Vielleicht gibt es noch einen anderen Grund dafür, dass ich mehr nach oben blicke als die meisten Menschen. Ich bin sehr klein. Fast alle Menschen in meinem Umfeld sind viel größer als ich und dadurch bin ich die meiste Zeit sogar dazu gezwungen nach oben zu sehen. Vermutlich ist das für große Menschen tatsächlich anders.

#31 Gerüche bemerken

Wie der Titel schon sagt war die Aufgabe der Woche Gerüche und Düfte bewusst wahrzunehmen. Ich musste lächeln, als ich die Überschrift las.

Ich bin hochsensibel und gerade der Geruchssinn ist bei mir extrem stark ausgeprägt. Gerüche können bei mir sehr starke Empfindungen auslösen, aber auch angenehme Erinnerungen hervorrufen.

Wenn ich einen Raum betrete, nehme ich als erstes den sich verändernden Geruch wahr.

Ich kann einen Menschen riechen oder eben nicht. Der Geruch von Essen verursacht ein starkes Hungergefühl. Wenn jemand neben mir Kaugummi kaut, rieche ich die Minze.

Als meine Tochter ca. 10 Monate alt war, hatte ich eine schwere Nasennebenhöhlenentzündung. Die Erkrankung war so massiv, dass ich für ca. 6 Monate keinen Geruchssinn mehr hatte. Nicht einmal die volle Windel konnte ich riechen! Es war plötzlich eine sehr „stille“ Welt für mich. Man möchte meinen, auf den Geruchssinn könne man von allen Sinnen am leichtesten verzichten. Vielleicht wird er deshalb von manchen Menschen vernachlässigt.

Achtsamkeit im Garten

Achtsamkeit im Garten

Im Garten von dem kleinen Häuschen in der Toskana, in dem wir dieses Jahr Urlaub gemacht haben, wächst wilder Oregano zwischen dem Gras. Bei jedem Schritt hat sich ein ganz unglaublich aromatischer Geruch verbreitet. Was für ein Genuss durch so eine duftende Wiese zu gehen! So ein Duftgarten ist wirklich etwas ganz Wundervolles.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2016]

achtsam durch den Tag Jahresprojekt 2016Der Rückblick ist Teil von meinem Jahresprojekt.
Nähere Informationen dazu findest Du im Beitrag „Achtsam durch den Tag [Jahresprojekt]“, in welchem auch alle Links der Linkparty gesammelt werden.

Ergänzend dazu sind alle verlinkten Beiträge auf meinem Pinterest-Board „Achtsamkeit“ zu sehen.

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Achtsam durch den Sommer

Auch wenn ich im Sommer manchmal für eine der Achtsamkeitsübungen mehr als eine Woche benötigt habe, so war es mir doch wichtig, mein Achtsamkeitsprojekt auch in Urlaubszeiten weiter zu verfolgen.

Die Nummerierung stimmt nun natürlich überhaupt nicht mehr mit den Kalenderwochen überein, aber davon habe ich mich mittlerweile verabschiedet. Ist ja auch nicht so wichtig, wie lange es nun wirklich dauert, bis ich alle Übungen gemacht habe. Im Hinterkopf habe ich sogar, dass ich danach wieder von vorne anfange, einfach so für mich.

#22 Die Farbe Blau sehen

Das ist wohl die Übung aus dem Buch, die ich am längsten durchgeführt habe. Der Beginn fiel nämlich in die stressige Zeit im Juni hinein und nachdem ich in dieser Zeit einfach keine Geist hatte, mit den Übungen fortzufahren, habe ich die letzte Übung immer dann gemacht, wenn es mir eingefallen ist.

Man glaubt gar nicht, wie viele Dinge in unserer Umgebung blau sind. Wenn man sich auf eine Farbe konzentriert, dann sieht man plötzlich überall blau. Aber das wäre vermutlich mit jeder anderen Farbe auch so denke ich. Deshalb konnte ich aus dem Aspekt heraus nicht wirklich sehr viel mitnehmen von der Übung. Außer, dass es echt viel Spaß macht, sich auf ein Detail wie eine Farbe im Leben zu konzentrieren. Es wurde mir nie langweilig, denn immer dann, wenn ich eine kurze Pause hatte oder auf etwas gewartet habe, dann habe ich mich nach etwas Blauem umgesehen.

Blau hat gegenüber anderen Farben vielleicht jenen Vorteil, dass der Himmel blau ist und wir daher immer von blau umgeben sind. Vor allem in meinem Urlaub in der Toskana habe ich daher sehr oft an diese Übung gedacht, wenn ich in der Hängematte lag und in den tief blauen Himmel geschaut habe.

der Himmel der Toskana - Blick aus der Hängematte

der Himmel der Toskana – Blick aus der Hängematte

#23 Die Fußsohlen

Bei dieser Übung geht es darum, mehrmals am Tag seine Aufmerksamkeit auf die Fußsohlen zu lenken und sich der Empfindungen bewusst zu werden.

Gerade wenn ich viel unterwegs bin, spüre ich am Abend meine Füße sehr stark. Sie sind müde und ich möchte sie gerne ein wenig hoch legen. Ich habe auch sehr empfindsame Füße, gehe daher nicht sehr gerne barfuß, weil ich alles durchspüre.

Ein bisschen komme ich mir manchmal wie die Prinzessin auf der Erbse vor mit meinen Füßen. Selbst wenn nur ein bisschen Sand in den Schuhen ist, halte ich das gar nicht aus. Oder wenn sich in den Socken innen eine kleine Fluse gelöst hat, dann spüre ich das und es stört mich.

Barfußtage hinterlassen ihre Spuren an den Fußsohlen

Barfußtage hinterlassen ihre Spuren an den Fußsohlen

Auch bin ich sehr temperaturempfindlich bei meinen Füßen, ich mag es weder zu warm noch zu kalt. Manchmal habe ich das Gefühl, meine Füße regeln meine Körpertemperatur. Wenn sie kalt sind, dann habe ich im wärmsten Raum ein Kälteempfinden und umgekehrt, wenn es kalt ist und meine Füße warm sind, dann ist mir das sehr egal.

In der Nacht strecke ich daher auch oft meine nackten Füße aus der Bettdecke heraus, wenn mir warm wird.

Es gibt viele Redewendungen mit den Füßen wie z.B. „mit beiden Beinen im Leben stehen“. Den Boden unter den Füßen zu spüren hilft uns, dass wir uns verwurzelt und stabil fühlen.

Wenn ich sehr unruhig bin und das an mir selbst wahrnehme, dann stelle ich ganz bewusst meine Füße auf den Boden und erde mich. Das mache ich schon seit ganz vielen Jahren so und es hilft mir sehr gut ruhiger zu werden.

Eine sehr gute Übung ist auch die Gehmeditation, welche ich in meinem Yogakurs gelernt habe.

#24 Leerer Raum

Die Aufgabe der Woche war, die Aufmerksamkeit so oft wie möglich von den Objekten hin zu dem Raum um die Objekte zu lenken.

Während dieser Übung war ich gerade in der Toskana auf Urlaub. Dadurch ist mir aufgefallen, wie wichtig für mich der freie Raum ist. Ich mag es auch zu Hause nicht, wenn alles voll gestellt ist, dann fühle ich mich total eingeengt. Und in dem kleinen Haus, wo die Decke durch die Schräge teilweise auf ca. 2 m Höhe war, ist mir das noch einmal mehr aufgefallen.

Ich frage mich manchmal, wie es wohl Menschen geht, die viel größer sind als ich wie z.B. Herrn Widerstand. Er bewegt sich 30 cm über mir durch das Leben, ich würde es nicht aushalten, wenn mein Kopf ständig so nahe am Plafond ist! Aber vermutlich ist das reine Gewohnheitssache, ich bin es halt gewöhnt, dass alles sehr weit weg von mir ist und wenn das einmal anders ist, bin ich dadurch irritiert.

Im Buch ist die Rede davon, dass unser Blick vom Objekt angezogen wird und es daher sehr erholsam für die Augen sein kann, wenn wir uns auf den Raum dazwischen bzw. darüber konzentieren. Beim großen Olivengarten ist es mir aufgefallen, dass das bei mir – scheinbar ohne mich bewusst dagegen zu entscheiden – anders ist.

Ich liebe die Weite des Blicks, ich schaue zwischen den Baumreihen hindurch in die Ferne. Vermutlich bin ich deshalb so gerne in Italien, da kann mein Blick weit bis an den Horizont gehen, das liebe ich sehr. Aufgewachsen bin ich in den Alpen mit sehr begrenztem Blickfeld durch die umgebenden Berge. Immer wenn ich unterwegs bin, nehme ich diese Unterschiede sehr genau wahr. Werden manche Menschen von der Weite irritiert, so liebe ich das sehr, es ist für mich ein Stück Urlaub.

Blick durch den Olivenhain in der Toskana

Blick durch den Olivenhain in der Toskana

#25 Ein Bissen nach dem anderen

Diese Übung fand ich einfach großartig! So einfach und unglaublich effektiv. Die Aufgabe war, zwischen jedem Bissen das Besteck auf die Seite zu legen bzw. das Lebensmittel zwischen den Bissen abzulegen.

Nachdem ich mich bereits mehrfach mit dem Thema achtsames Essen (*hier* oder *hier*) auseinander gesetzt habe, war das eine sehr gute Möglichkeit, die Geschwindigkeit beim Essen zu reduzieren und die Nahrung noch bewusster wahrzunehmen.

nach jedem Bissen wird das Besteck wieder abgelegt

nach jedem Bissen wird das Besteck wieder abgelegt

Aufgefallen ist mir, dass es sehr unterschiedlich einfach oder schwierig ist, je nach der Konsistenz der Nahrung. Bei Mahlzeiten, die sehr gut gekaut werden müssen, ist es mir deutlich leichter gefallen als bei einer Suppe oder einem Brei, die ja mehr oder weniger nur geschluckt werden müssen.

Gerade dabei hat es sehr viel Aufmerksamkeit benötigt, den Löffel wieder auf die Seite zu legen.

Auf jeden Fall hat mir diese Übung so gut getan, dass ich sie auch nach dieser Woche beibehalten habe und bis heute weiterhin praktiziere.

#26 Endloses Verlangen

Mehrmals am Tag sollte man sich seines Verlangens bewusst werden. Nun das ist ein Wort, dass ich so nicht in meinem Sprachgebrauch habe, ich habe das Wort also mit dem dringenden Wunsch, dem Bedürfnis nach etwas gleich gesetzt.

Daher habe ich mich in dieser Woche immer wieder gefragt, was ich im Augenblick wirklich will. Was ist mein wirkliches Bedürfnis. Meinen Schwerpunkt habe ich darauf gelegt zu beobachten, ob es mir gelingt mein wahres Bedürfnis heraus zu finden und ob ich es auch adäquat befriedige oder ob ich Ersatzhandlungen vornehme.

Ich glaube eher nicht, dass die Übung in diese Richtung gedacht war, aber mir war genau dieser Aspekt sehr wichtig.

Wenn ich müde bin, mache ich dann eine Pause oder hole ich mir statt dessen etwas zu trinken oder ein Stück Schokolade? Möchte ich wirklich dieses Buch zu Ende lesen oder ist das bloß üblich, dass ich jedes Buch zu Ende lese? Fühlt sich dieser Spaziergang nach Pflicht an oder macht es mir Freude hinaus zu gehen? Ist es mir etwa zu heiß und will ich lieber später hinaus?

süße Verführung oder echtes Bedürfnis?

süße Verführung oder echtes Bedürfnis?

Leider habe ich die Gewohnheit, „durchzubeißen“ statt Pausen zu machen. Das schaffe ich meist dadurch, dass ich etwas mehr esse als mir gut tun würde. Darauf zu achten was ich wirklich will, hat mir geholfen hinzuschauen, was ich im Augenblick wirklich brauche statt ein Stück von was auch immer in den Mund zu schieben.

In Zukunft möchte ich unbedingt diese Frage im Kopf behalten und vor allem versuchen, das auch in den Arbeitsalltag zu integrieren, wo es mir besonders schwer fällt. In letzter Zeit gelingt mir das immer besser.

#27 Das Leiden studieren

Mit dieser Aufgabe habe ich so meine Schwierigkeiten gehabt. Vielleicht lag es auch daran, dass ich genau in dieser Woche wieder zu arbeiten begonnen haben und daher mit den Anpassungen an die Veränderungen im Alltag beschäftigt war.

Die Gedanken im Buch habe ich jedoch sehr spannend gefunden. Unterschieden wird zwischen Schmerz und Leiden. Während Schmerz die körperliche Komponente ist, versteht man unter Leiden den mentalen bzw. emotionalen Zustand.

Was mich sofort fasziniert hat war die Behauptung, dass körperlicher Schmerz nicht unbedingt mit Leiden verbunden sein muss. Denn das Leiden entsteht erst durch unsere Bewertung vom Schmerz, indem wir die Vergangenheit und die Zukunft gedanklich hinzufügen.

durch die Bewertung von Schmerz entwickelt sich das Leiden

durch die Bewertung von Schmerz entwickelt sich das Leiden

Wenn wir offen sind den körperlichen Schmerz achtsam wahrzunehmen und nicht zu interpretieren, kann es sein, dass er rasch an Intensität verliert.

Die Aufgabe war jedoch auch auf das Leiden bei anderen Menschen zu achten und das wiederum bewirkt, dass wir Mitgefühl zeigen und möglicherweise beginnen die Handlungen von anderen Menschen anders zu beurteilen und nachsichtiger zu sein.

Das ist ein Aspekt am Miteinander, der mir immer schon wichtig war. Immer dann, wenn Menschen andere verurteilen, versuche ich zu vermitteln, dass wir nicht wissen, in welcher Situation sich der andere Mensch gerade befindet. Wenn wir diesen Gedanken im Hinterkopf behalten, dann ist es vielleicht möglich weniger hart über die Handlungen von anderen Menschen zu urteilen.

Auch bei fremden Menschen hilft dieser Gedanke nachsichtig zu sein und vom egozentischen Standpunkt ein wenig abzurücken.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2016]

achtsam durch den Tag Jahresprojekt 2016Der Rückblick ist Teil von meinem Jahresprojekt.
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Achtsam durch den Mai

Jetzt bin ich in einem Dilemma. Die Nummerierungen stimmen nicht mehr überein. Denn die Übung 17 habe ich nicht gemacht, weil ich im Urlaub mein Buch zu Hause vergessen habe. Und nun ist die Woche 18 angebrochen und ich habe daher in der Woche 18 die Übung von der Woche 17 durchgeführt.

Da kommt wieder einmal mein krummes Denken durch. Irgendwie passt alles nicht mehr zusammen. Soll ich einfach eine Übung auslassen, damit die Nummerierung wieder passt? Oder in einer Woche gleich 2 Übungen gleichzeitig durchführen? Jetzt geht sich alles nicht mehr aus und ich bin am Ende des Jahres nicht fertig.

Und darüber denke ich nun schon ewig nach und komme zu keinem sinnvollen Ergebnis. Es dürfen mich alle Mrs. Monk nennen. Manchmal stehe ich mir selbst im Weg – bitte einmal laut über mich lachen.

Aber nun starte ich endlich wirklich mit dem Rückblick bei meinem Achtsamkeitsprojekt, bevor ich mich noch länger in der völlig unnötigen Nummerierungsproblematik verliere.

#18 in neue Räume eintreten

In dieser Übung geht es darum, dass man sich jedes Übergangs zwischen den Räumen bewusst wird. Wenn man einen Raum verlässt und einen anderen betritt ist die Aufgabe inne zu halten, einen bewussten Atemzug zu nehmen und sich der Unterschiede zwischen den Räumen bewusst zu werden.

Teil der Aufgabe ist es auch, bewusst etwas hinter sich zu lassen, etwas abzuschließen in dem Bewusstsein, etwas Neues zu beginnen.

in neue Räume eintreten

in neue Räume eintreten

Das war die schwerste Aufgabe bisher. Ich gestehe es unumwunden, um diese Achtsamkeitsübung zu schaffen bräuchte ich vermutlich ein ganzes Jahr. Das ist so unglaublich schwer!

Nur ganz selten ist es mir gelungen und wenn, dann war das mitten in der Nacht, als ich im Dunkeln auf das WC getappst bin. Am Tag ist mein ganzes Denken schon so weit in die Zukunft gerichtet, dass ich völlig ferngesteuert durch die Gegend gehe.

Ich glaube, dass es durch das Öffnen der Türe schon auch noch einmal gefördert wird. Die meisten Türen öffnen vom Gang aus in den Raum hinein, mit dem Öffnen betreten wir den Raum bereits. Leichter ist es in die andere Richtung, wenn wir die Türe in den Raum hinein öffnen, in dem wir uns bereits befinden.

Die Unterschiede zwischen den Räumen nehme ich jedoch meist deutlich wahr. Besonders die Temperatur- und Geruchsunterschiede sind immer sehr präsent für mich. Dieser Teil der Übung ist mir also relativ leicht gefallen. Aber so ein bewusstes Inne halten und das Abschließen des Alten, das habe ich so gut wie nie geschafft.

In der Vertiefung zu dem Thema steht, dass diese Achtsamkeitsübung für fast alle in dem Kloster unglaublich schwierig war und dass es viele Wochen gebraucht hat, bis sie dazu fähig waren, auch nur die Hälfte der Türen bewusst wahrzunehmen. Das glaube ich sofort.

#19 auf Bäume achten

Als ich diese Aufgabe las war ich mir unsicher, was daran das Außergewöhnliche sein soll. Denn ich liebe die Natur und ganz besonders die Bäume und alle Pflanzen.

Im zarten Alter von 5 Jahren habe ich in einem Beet der Nachbarin Blumen eingesetzt, die ich auf der Wiese fand. Und im Volksschulalter bekam ich meinen eigenen Blumenkasten, den ich mit großer Liebe mit den Resten bepflanzt habe, die keiner haben wollte.

Wenn ich eine Zeit für mich haben will, dann gehe ich in den Wald und genieße die Ruhe, die er für mich verströmt.

diesen Baum habe ich in Griechenland entdeckt

diesen Baum habe ich in Griechenland entdeckt

Bäume sind sehr außergewöhnliche Wesen, sie sind unglaublich stark und widerstandsfähig. Sie wachsen auch wenn sie ganz schlechte Bedingungen vorfinden und passen sich der Umgebung an.

Ein Baum lässt sich nicht einsperren, er durchbricht den Asphalt, der ihn zu begrenzen versucht. Steine, die sich in den Weg stellen, werden in die Wurzeln integriert.

Die Wurzeln wachsen verzweigt tief in die Erde, geben Halt und sorgen gleichzeitig für die Nahrung. Auch wenn es oberflächlich betrachtet ganz trocken ist, die Bäume haben genug Wasser, da sie so tief verwurzelt sind.

Selbst wenn ein Blitz einen Baum spaltet, wächst oft ein Teil weiter. Bäume beeindrucken mich durch ihren Widerstandsgeist und sind gleichzeitig so anpassungsfähig wie kaum ein anderes Lebewesen.

beeindruckend unter welchen Umständen Bäume leben können

beeindruckend unter welchen Umständen Bäume leben können

Viele Menschen haben vergessen, wie wichtig Bäume für unser Leben sind, sie wandeln CO² in Sauerstoff um und spenden nicht nur darunter Schatten sondern kühlen insgesamt die Erdoberfläche ab.

Wenn wir mehr Bäume auf unserer Erde leben lassen würden statt sie zu vernichten, würden wir weniger Problem mit unserem Klima haben.

Am deutlichsten spüre ich das immer in Griechenland, wenn ich zwischen den Bäumen (die beiden Bilder stammen aus meinem letzten Urlaub) lebe. Selbst im heißesten Sommer geht es mir hier gut. Ich brauche keine Sonnenbrille für meine Augen und nicht einmal eine Sonnencreme, denn die Blätter der Bäume filtern das Sonnenlicht.

Wenn ich jedoch in der Stadt bin, dann reflektiert der Asphalt die Hitze und das Licht blendet mich, weil es von den Häusern zurück strahlt.

Bäume sind für mich sehr besondere Wesen, denen ich mich sehr verbunden fühle. Daher sind sie für mich immer sehr präsent, nicht nur wenn es diese Übung so will.

#20 lassen Sie die Hände ruhen

Die Hände mehrmals am Tag völlig entspannt ruhen zu lassen hat mir wieder einmal gezeigt, dass ich manches, das in den Achtsamkeitsübungen vorgeschlagen wird, immer schon so mache. Einfach weil es mir gut tut!

Wenn ich merke, dass meine Hände nicht mehr still halten, sondern sich unablässig bewegen, gegenseitig an den Fingern zupfen oder reiben, ist das ein Alarmsignal für mich, dass ich zu schnell unterwegs bin. Die hektischen Bewegungen meiner Hände machen mich gleich noch mehr nervös und ich habe schon vor langer Zeit begonnen, aktiv dagegen zu wirken.

Wenn ich meine Hände entspanne, dann entspannt sich auch der ganze restliche Körper. Diese kleine Ruhepause der Hände verstärke ich durch bewusste Atmung und schon nach wenigen Atemzügen bin ich merklich ruhiger und meine Atmung hat sich verlangsamt.

manchmal hilft es, wenn sich die Finger gegenseitig festhalten

manchmal hilft es, wenn sich die Finger gegenseitig festhalten

Aber nicht nur auf den Körper sondern auch auf den Geist überträgt sich das Gefühl der Entspannung, wenn wir unsere Hände ganz bewusst ruhen lassen. Es ist eine gute Möglichkeit, den Kreislauf der Gedanken zu durchbrechen.

In der Vertiefung der Übung wird auch auf den Body Scan als hilfreiche Übung verwiesen. Darüber bin ich seinerzeit bereits im Buch „Schlank durch Achtsamkeit“ gestolpert und habe diese Übung als sehr hilfreich empfunden.

#21 Ja sagen

In dieser Woche war die Aufgabe, zu jedem und zu allem ja zu sagen, was geschieht unabhängig von einem Impuls zu widersprechen.

Mit dieser Übung hatte ich insofern meine Probleme, weil ich von Kind an darauf trainiert wurde immer „ja“ zu sagen. Und es bis heute kaum schaffe, zu etwas „nein“ zu sagen. In den letzten Jahren habe ich mühsam in winzig kleinen Schritten damit begonnen, mir selbst auch einmal ein „nein“ zu erlauben und das fällt mir nach wie vor sehr schwer.

Sehr langsam fange ich an zu erkennen, dass ein „nein“ zu jemand anderem ein „ja“ zu mir selbst und zu meinen eigenen Bedürfnissen bedeutet.

Aus diesem Grund, aber auch weil ich einfach mit so vielen anderen Dingen beschäftigt war, habe ich diese Übung nicht wie im Buch vorgesehen ausgeführt sondern weiterhin an meinem „ja“ zu mir selbst gearbeitet.

Ich überlege gerade, ob es möglicherweise für Männer wichtiger ist, diese Übung einmal durchzuführen. Mein Eindruck ist, dass sich Männer mit „nein“ viel leichter tun als Frauen, oft sicherheitshalber einmal „nein“ sagen und erst danach überlegen. Ob das ein Geschlechtsspezifisches Phänomen ist? Vielleicht wurde diese Übung in diesem Sinn auch eher für Männer konzipiert…

"Ja" sagen zum Leben

„Ja“ sagen zum Leben


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2016]

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Achtsam durch den April

Der nächste Rückblick bei meinem Achtsamkeitsprojekt ist fällig. Der April war sehr ereignisreich, es gab nicht nur viel zu tun sondern auch viel zu verarbeiten. Eine kleine Auszeit am Ende des Monats hat mir zwar gut getan, aber danach ging es gleich wieder voll weiter.

Nicht immer hatte ich in dem Ausmaß Zeit mich mit dem Projekt intensiver zu beschäftigen. Umso mehr bin ich froh, dass ich mich entschieden habe, es öffentlich auf meinem Blog zu führen. So habe ich ein wenig Druck und das ist ganz gut so.

#14 Liebevolle Augen

Ich finde ja, dass die Übersetzung nicht so perfekt gelungen ist. Die Aufgabe in dieser Woche war, Menschen und Dinge mit liebevollen Augen zu betrachten und darauf zu achten, was das mit einem selbst macht.

Also zumindest ich würde das so nicht ausdrücken, geht es doch darum, alles, was mich umgibt, liebevoll wahrzunehmen und liebevoll zu betrachten. Als Beispiel wird gebracht, wie man seinen Partner betrachtet, wenn man gerade frisch verliebt ist.

Und genau an diesem Bild habe ich versucht mich zu orientieren und eine sehr interessante Entdeckung gemacht.

sein Umfeld mit liebevollen Augen betrachten

sein Umfeld mit liebevollen Augen betrachten

Mir hat die Übung sehr gut getan. Ich habe gemerkt, wie verkrampft ich oft bin und wie sehr das meinen Körper und auch meine Augen anstrengt. Wenn ich etwas liebevoll betrachte, dann entspannt sich mein Körper, richtet sich auf und der Mund formt ein Lächeln.

Ich habe sogar positive Rückmeldungen von meinem Umfeld bekommen, dass ich so eine positive Ausstrahlung habe. Immer wenn ich gar so verbissen und angespannt war, habe ich diese Übung wiederholt und das hat sofort eine merkliche Entspannung gebracht.

Liebevolle Augen können ein liebevolles Unviversum schaffen.
(Jan Chozen Bays)

Die Energie, die man aussendet, bekommt man auch wieder zurück. Ich hatte den Eindruck, dass ich in dieser Woche tatsächlich weniger Konflikte gehabt habe. Daher möchte ich diese Übung unbedingt weiter in meinen Alltag einbinden.

#15 Im Geheimen Gutes tun

Die Aufgabe dieser Woche war eine richtige Herausforderung für mich und ist mir ehrlich gesagt auch nicht so gut gelungen. Ich sollte jeden Tag etwas Gutes oder Nützliches für jemand anderen tun, aber das im Geheimen.

Gutes für jemanden zu tun, das fällt mir nicht schwer, das mache ich sowieso ständig, denn ich bin ein wirklich sehr hilfsbereiter Mensch. Aber im Geheimen ist schon schwierig, denn bei ganz vielen Dingen ist es sehr offensichtlich, dass ich es gemacht habe. Also nicht wirklich geheim.

Denn wenn ich Schokopudding für Herrn Widerstand koche, dann kann ich das noch so heimlich machen, während er bei der Arbeit ist und ihn damit überraschen, aber er weiß natürlich schon, dass ich das war. Zählt das dann auch?

Natürlich weiß er auch, dass ich die Wäsche abgenommen habe als sie trocken war, wer sonst könnte das gemacht haben?

es war nicht einfach im Geheimen Gutes zu tun

es war nicht einfach im Geheimen Gutes zu tun

Sehr schön war, dass ich mit meinem Sohn Rechnungswesen/Buchhaltung gelernt habe. Er hat dann auch eine gute Note auf den Test bekommen. Aber geheim geht das natürlich nicht. Du siehst, anonym Gutes zu tun ist gar nicht so einfach.

Geschafft habe ich es wie immer mit foodsharing (dafür steht symbolisch der Gemüsekorb in der Collage), da ich mehrmals in der Woche Lebensmittel zum Fairteiler bringe, die ich zuvor abgeholt habe, um sie vor dem Müll zu retten. Da weiß dann natürlich keiner, dass ich es war. Aber das mache ich eigentlich sowieso immer, also auch hier keine neuen Erkenntnisse für mich.

Dafür war ich nach längerer Zeit einmal wieder im Kostnixladen und habe ein paar Dinge hingebracht um sie zu verschenken. Auch hier eine Möglichkeit anonym Gutes zu tun für jemanden, den man noch nicht einmal kennt.

Unabhängig von geheim oder offen – jemandem etwas zu geben, mit jemandem etwas zu teilen, Zeit zu verschenken etc. all das hinterlässt ein gutes Gefühl. Es steht auch so im Gegensatz zu dieser „Geiz-ist-geil“-Mentalität, diesem immer mehr haben wollen und trotzdem ständig Defizite zu empfinden, obwohl man mehr hat, als man braucht.

Mit anderen zu teilen und etwas zu verschenkt hinterlässt ein Gefühl des Reichtums. Sich selbst als großzügig zu erleben ist ein sehr schönes Gefühl, viel schöner als geizig, neidig, gierig zu sein und alles an sich zu raffen.

Jemand anderem den Vortritt zu lassen und zu sehen, wie sich der andere freut, verschönt den Tag. Nicht immer auf das eigene Recht pochen, sondern den anderen Autofahrer rein lassen, auch wenn man eigentlich selbst Vorrang hätte. Für den Fußgänger stehen bleiben, auch wenn man schon ein bisschen spät dran ist.

Darüber habe ich vor längerer Zeit einmal schon in meinem Beitrag „Die Welt zu einem besseren Ort machen“ geschrieben. Also zumindest hier im Kleinen gibt eine Möglichkeit fast anonym etwas Gutes zu tun.

#16 Nur drei Atemzüge

Im ersten Augenblick dachte ich, dass es sich dabei doch nur um eine Wiederholung der Telefonübung handelt. Aber das stimmt so nicht, hat sich heraus gestellt. Bei dieser Übung geht es darum, immer wieder einmal das Geplappere der Gedanken zu unterbrechen und dadurch kann es gelingen, ruhiger zu werden.

Das Gefühl, dass mein Hirn unablässig neue Gedanken produziert, kenne ich nur zu gut. An manchen Tagen sind es immer wieder die selben Gedanken, sie drehen sich beinahe unverändert ständig im Kreis und kommen doch zu keinem Ergebnis.

Dann ist es eine Wohltat, sie für kurze Zeit – 3 Atemzüge lang – in ihre Schranken zu verweisen und den Lärm im Kopf abzustellen. Und genau das ist auch der langfristige Nutzen dieser Übung für mich, dass ich damit ein Instrument gewonnen habe, um den Lärm in meinem Kopf abzudrehen und dass es danach nicht genau so laut weiter geht wie zuvor.

Das hilft mir, wieder in den Körper zu kommen, mich selbst besser zu spüren und mit mir selbst in Kontakt zu bleiben.

drei Atemzüge lang

drei Atemzüge lang

Was mich am meisten erstaunt hat war, dass diese winzige Übung auch körperliche Auswirkungen hat. Die Muskeln entspannen sich und der Atem wird tiefer. Eine Minimeditation sozusagen, die den Alltag durchbricht.

Das Gute daran, ich kann mir diese Mini-Auszeit immer und überall nehmen um diese Übung durchzuführen; sogar am Arbeitsplatz, wo ein bisschen Entspannung zwischendurch wirklich gut tut.

#17 Urlaub

Als ich Ende April ein paar Tage weg gefahren bin um zu wandern, habe mein Buch zu Hause vergessen und konnte die Übung dieser Woche daher nicht durchführen.

ein paar Tage Auszeit

ein paar Tage Auszeit

Zuerst habe ich mich geärgert, aber dann habe ich mir gedacht, es wird schon seinen Grund haben und es so laufen gelassen, wie die Tage gekommen sind.

Dadurch konnte ich den langfristigen Nutzen der Achtsamkeitsübungen für mich erkennen und das motiviert mich noch mehr als bisher, damit weiter zu machen.

Im Alltag, wenn viel los ist, habe ich so lange ich mich erinnern kann, den Kontakt zu mir selbst immer sehr leicht verloren. Das geht so weit, dass ich nicht spüre ob ich Hunger habe oder ob mir kalt ist und schon gar nicht, dass ich zwischendurch eine Pause brauche.

Das alles habe ich bisher erst viel später wahrgenommen, wenn die Auswirkungen schon dramatisch waren. Ich war bereits leicht dehydriert, so hungrig, dass mein Blutzuckerspiegel im Keller war, habe so gefroren, dass ich mich kaum mehr erwärmen konnte und war so erschöpft, dass auch eine Pause keine Erholung mehr brachte.

Mit Erstaunen habe ich festgestellt, dass ich auch ohne bewusste Übungen zu machen, viel mehr von meinen Befindlichkeiten spüren kann. Das ist ein so großes Geschenk für mich, dass ich meine Dankbarkeit dafür gar nicht in Worte fassen kann.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2016]

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Achtsam durch den März

Aufgrund der Blogpause kommt mein Rückblick auf die letzten Wochen von meinem Achtsamkeitsprojekt etwas verspätet, dafür aber gleich mit fünf Achtsamkeitswochen.

#9 Auf Klänge lauschen

In dieser Woche ging es darum, mehrmals am Tag inne zu halten und aufmerksam zu hören. Man sollte den Geräuschen des Alltags lauschen, als ob man sie noch nie zuvor gehört hat.

Ein wenig hatte ich mich schon vor dieser Übung gefürchtet. Nachdem ich hochsensibel bin und sowieso immer wieder einmal von den Geräuschen meiner Umgebung überwältigt werden, war ich mir nicht sicher, wie ich damit umgehen soll.

Dazu kommt, dass ich fallweise einen leichten Tinnitus am linken Ohr habe und daher auch in der tiefsten Stille immer wieder einmal von einem Geräusch umgeben bin.

Ich mag es, wenn es ruhig um mich ist, im Gegensatz zu vielen Menschen höre ich keine Musik im Hintergrund, wenn ich etwas anderes mache. Multitasking fängt bei mir bereits damit an, wenn mehrere Sinne gleichzeitig beschäftigt sind.

Trotz meiner Vorbehalte habe ich mich darauf eingelassen und festgestellt, dass es mir vor allem in der Natur gut getan hat, meine Ohren zu öffnen. Das Rauschen vom Bach, das Zwitschern der Vögel, der knirschende Kies unter meinen Füßen, all das tut mir gut.

Besonders das plätschernde Geräusch von Wasser liebe ich sehr, es hat eine unglaublich beruhigende Wirkung auf mich. Am schönsten ist es natürlich direkt in der Natur neben einem Bach spazieren zu gehen.

Übrigens sind unter dem Stichwort „Naturgeräusche“ jede Menge Videos auf YT zu finden.

Sehr interessant fand ich im Kapitel „Entdeckungen“ die Aussage, dass wir mit einem unglaublich gutem Gehör geboren werden, aber sehr rasch lernen, die Wahrnehmung von vielen Geräuschen zu unterdrücken, damit wir uns auf das Wesentliche konzentrieren können. Scheinbar funktioniert dieser Mechanismus bei mir nicht so gut und mein Gehirn ist dadurch immer in alarmbereitschaft.

ich höre was, was Du nicht hörst

ich höre was, was Du nicht hörst

Unsere Ohren sind auch eine Verbindung zur Außenwelt. Wenn man sich zwischen Menschen bewegt fällt auf, dass sehr viele Kopfhörer an den Ohren tragen und Musik hören. Dadurch wird die Welt plötzlich ganz eng, die Geräusche von außen werden ausgeschaltet, man unterbricht die Verbindung mit den anderen Menschen und zieht sich in seine eigene Welt zurück. Oft sieht man auch jemanden mit einem Handy und Kopfhörern telefonierend umher gehen.

Obwohl ich das nie mache ist mir durch meine erhöhte Aufmerksamkeit diesem Thema gegenüber in dieser Woche aufgefallen, wie viel man dadurch verpasst.

#10 jedes Mal, wenn das Telefon klingelt

Die Aufgabe klang sehr einfach, immer wenn das Telefon klingelt, soll man inne halten und 3 tiefe Atemzüge nehmen, bevor man das Gespräch entgegen nimmt.

Geklappt hat das bei mir gar nicht. Nicht etwa deshalb, weil ich ständig darauf vergessen habe, sondern weil ich kaum telefoniere. Mein Telefon klingelt vielleicht 1 – 2 x pro Tag und auch in der Arbeit benötige ich mittlerweile kein Telefon mehr.

Ich bin ganz zufrieden damit, dass ich so wenig telefoniere. Mein Handy ist uralt, kann gerade einmal SMS schicken und ich bin nur über die Sprache mit den anderen Menschen verbunden, kein Internet.

Vielleicht wird da am deutlichsten sichtbar, dass ich halt schon ein wenig älter bin. Als ich 13 Jahr alt war, bekamen wir unseren ersten Telefonanschluss am Festnetz. Es war nur 1/4-Anschluss für das Telefon, wir mussten ihn mit 3 anderen teilen. Und wenn von den anderen jemand telefoniert hat, waren wir weder erreichbar noch konnten selbst telefonieren.

so ungefähr hat unser Telefon ausgesehen

so ungefähr (nur in beige) hat unser Telefon ausgesehen

Das kann sich heute vermutlich niemand mehr vorstellen von der jüngeren Generation. Abgegangen ist uns nichts, selbst als wir noch kein Telefon hatten. Wenn wir doch einmal telefonieren wollten, durften wir den Apparat von unseren Nachbarn verwenden. Darüber konnten wir auch angerufen werden, wenn es sehr dringend war (wie modern „man muss nicht alles besitzen um es zu benutzen…“).

Jetzt bin ich ein wenig abgeschweift, Fakt ist, diese Woche hat gar nicht geklappt und ich habe die schöne Achtsamkeitsübung total in den Sand gesetzt. Dabei war angeraten worden, wenn man zu wenig Anrufe bekommt, eine Erinnerung zu stellen und diese Übung dann unabhängig von Telefon durchzuführen.

Ein bisschen zu viel Stress hat mich davon abgehalten, es anders zu versuchen. Die Tage waren zu kurz und unser Baby, der neue Blog einfach.nachhaltig.besser.leben, hat seinen Tribut gefordert.

#11 Liebevolle Berührung

Es geht um den achtsamen Umgang mit Dingen. Auch mit unbelebten Dingen sollen wir genau so liebevoll umgehen, als wären sie Lebewesen. Wie oft werden die Schuhe einfach in die Ecke gekickt, die gebrauchte Kleidung achtlos auf dem Boden liegen gelassen oder die Türe wütend zu geknallt?

Bei dieser Übung habe ich erkannt, dass ich seitdem ich denken kann sanft mit allen Dingen umgehe. Es liegt vermutlich daran, dass ich laute Geräusche nicht mag und daher sehr vorsichtig mit allem umgehe. So war es für mich keine große Umstellung, die es in der Woche zu bewältigen gab. Mehr ein Erkennen, dass es gut so ist, wie es ist.

Vielleicht ist es auch hilfreich das kleine Kind in sich lebendig zu halten, mit seiner Neugier auf die Dinge, dem Wunsch, diese zu erkunden, zu erfahren, zu erfühlen.

zärtlich hält das Mädchen den Teddy im Arm

zärtlich hält das Mädchen den Teddy im Arm

Für das kleine Kind ist ihr Teddybär lebendig und will umsorgt werden. Vermutlich spricht das Mädchen auch mit ihm und hat das Gefühl, einen lieben Freund zu umarmen.

Haltet mich für schrullig oder verrückt, ich rede auch manchmal mit meinen Blumen, lobe sie, wenn sie besonders schön gedeihen oder bedanke mich bei einem Ding, das mir gerade besonders gute Dienste geleistet hat.

#12 Warten

Ich hasse es zu warten. Herr Widerstand ist der Meinung, dass es nur wenige Menschen gibt, die noch ungeduldiger sind als ich. Oder vielleicht sogar niemanden.

Und dann steht da dieses böse Wort als Überschrift für die Woche 12. Warten. Eine Herausforderung für mich also. Eigentlich endlich wieder. Denn die letzten beiden Wochen habe ich im Grunde eh ziemlich runter geleert.

bitte warten...

bitte warten…

Immer, wenn man warten muss, soll man die Gelegenheit nützen, um Achtsamkeit, Meditation oder ein Gebet zu praktizieren. Man kann z.B. die Aufmerksamkeit auf die Atmung lenken. Das habe ich meist gemacht. Wenn also die Bildschirmseite sich nicht und nicht aufgebaut hat, dann habe ich mich ganz bewusst entspannt und auf meine Atmung geachtet.

Das hat mir sehr gut getan muss ich gestehen. Plötzlich zeigen sich kleine Schlupflöcher im Alltag. Es steht nicht mehr im Vordergrund, dass die Zeit vergeudet wird durch das Warten, sondern ich bekomme ein paar Momente der Ruhe geschenkt.

Auch vor dieser Woche habe ich Wartezeiten für mich genutzt, aber deutlich aktiver. Während ich darauf gewartet habe, dass der Kopierer alle Kopien anfertigt, habe ich ein paar Auflockerungsübungen für die Schultern gemacht. Meist lüfte ich mein Zimmer, während der PC hoch fährt.

Aber diese kleinen Achtsamkeitsübungen während dem Warten haben schon eine ganz andere Qualität. Die Zeit des Wartens wird nicht mit allerlei Nützlichem gefüllt, sondern wird mir höchst persönlich geschenkt.

Plötzlich zeigt sich sehr viel Freiraum für mich selbst. Dieses ständig etwas Sinnvolles tun lässt mich immer unter Strom stehen. Nur keine Minute verschwenden, die todo-Liste muss abgearbeitet werden.

Ich habe die geschenkt Zeit auch dazu genutzt, um mich einfach umzusehen, die Sonne zu betrachten und neugierig zu schauen, wie viele Blumen den Frühling verkünden.

Warten hat definitiv seinen Schrecken verloren, ganz im Gegenteil – ich freue mich auf die geschenkten Minuten seitdem ich meine Einstellung dazu verändert habe. Das Problem war scheinbar vor allem im Kopf. Seitdem ich das Warten nicht mehr als verschwendete Zeit betrachte, bin ich viel ruhiger geworden.

#13 Ein Medien-Fasten

Die gestellte Aufgabe war, eine Woche lang keine Medien zu nutzen. Gar keine nämlich. Noch nicht einmal ein Buch lesen. Keine Zeitung, keine Zeitschriften, keine Bücher, kein Fernsehen, keine Filme, kein Video, kein Radio, keine CD, kein MP3-Player und natürlich kein PC, kein Internet, keine social media und auch keine Blogs.

Medienfasten

Medienfasten

Bei der Überschrift denke ich noch, was für ein Glück, dass ich gerade Blogpause mache! Das ist ja wirklich ein toller Zufall, passt genau.

Aber als ich dann die gesamten Rahmenbedingungen gelesen habe, spüre ich einen deutlichen Widerstand. Ich will das einfach nicht. Meine Blogpause wollte ich dazu nutzen, um neue Beiträge zu schreiben und mehr Zeit zu haben, um Bücher zu lesen.

Das mit dem Blog schreiben hätte ich ja noch in die Regeln hinein bekommen finde ich. Ich konsumiere dabei keine Medien sondern gestalte aktiv. Das wäre wohl im Rahmen gewesen. Aber keine Bücher lesen?

Nein, das möchte ich nicht. Ganz einfach nein, ich mache das nicht.

Natürlich hätte ich nun die Regeln einfach ein wenig adaptieren können, schließlich ist es ja meine Selbsterfahrung und ich kann daher auch selbst bestimmen, wie das aussehen soll.

Entschieden habe ich mich letztendlich ganz anders. Die Übung wurde zurück gestellt und statt dessen habe ich mir eine Woche lang den Raum genommen, die bisherigen Übungen noch einmal zu vertiefen.

Insbesondere habe ich immer wieder kurze Pausen im Alltag eingelegt #10 und die Sache mit dem Warten #12 weiter verfolgt.

Die kleine „Auszeit“ mit den Wiederholungen der letzten Wochen hat mir sehr gut getan. Eigentlich ein sehr passender Zeitpunkt, denn es ist genau 1/4 der Zeit verstrichen und ein guter Zeitpunkt um ein wenig zurück zu blicken und ein erstes Resümee zu ziehen.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2016]

achtsam durch den Tag Jahresprojekt 2016Der Rückblick ist Teil von meinem Jahresprojekt.
Nähere Informationen dazu findest Du im Beitrag „Achtsam durch den Tag [Jahresprojekt]“, in welchem auch alle Links der Linkparty gesammelt werden.

Ergänzend dazu sind alle verlinkten Beiträge auf meinem Pinterest-Board „Achtsamkeit“ zu sehen.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose


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