Aktionen in der Fastenzeit 2017 – ein unvollständiger Überblick

Die Fastenzeit naht in großen Schritten und wieder einmal gibt es viele tolle Aktionen, wie man die 40 Tage nutzen kann um bewusst etwas zu verändern, zu reduzieren bzw. darauf zu verzichten.

Auch heuer möchte ich Dir einige dieser Fastenprojekte vorstellen, die mich ganz besonders angesprochen haben. Neben denjenigen, an denen ich bereits in den Jahren davor teilgenommen bzw. welche ich Dir bereits vorgestellt habe, konnte ich einige neue interessante Fastenaktionen entdecken.

Selbst werde ich mich natürlich auch wieder einigen Challenges stellen und die Fastenzeit auf diese Weise sehr bewusst gestalten.

Plastikfasten

Der Aufruf zum Plastikfasten kommt in diesem Jahr von Anneliese Bunk, die gemeinsam mit Nadine Schubert das Buch „Besser leben ohne Plastik“ geschrieben hat.

plastikfasten-2017

Die beiden waren zuletzt auf „Utopia“ zu Gast, um das Fastenprogramm vorzustellen.

Auf ihrem Fastenblog „Plastikfasten“ bietet Anneliese ein begleitendes Programm mit verschiedenen Schwerpunkten an. Die Teilnehmer bekommen täglich Anregungen und Unterstützung.

plastikfasten-2017-programm

Trotzdem ich permanent Plastik faste, habe ich mir vorgenommen, dieses Projekt zu verfolgen und bin schon sehr auf die Tipps gespannt!

7 Wochen ohne

Auf diese Fastenaktion der evangelischen Kirche wurde ich durch Zufall aufmerksam. Sie hat mich aber gleich sehr angesprochen, passt das Motto „Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort“ doch wirklich unheimlich gut zu meinem Achtsamkeitsprojekt.

7-wochen-ohne

Die Ungeduld gilt als ein Symbol der Moderne. Man darf alles verlieren – nur nicht die Zeit. Viele lesen ihre Mails schon auf dem Weg ins Büro, auf dem Smartphone. Damit sie sofort loslegen können, wenn sie ankommen. „Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort“ – die Fastenaktion der evangelischen Kirche ruft auf zu einer Zeit der Entschleunigung, des Innehaltens, des Nachdenkens.

Jede Woche steht unter einem anderen Thema, Anregungen zum wöchentlichen Motto bekommt man mit dem Fastenmail.

Linktipp:

Homepage „7 Wochen ohne“
Facebookseite „7 Wochen ohne“

Videotipp:

Klimafasten

Durch meine bewusste Suche nach Fastenprojekten, die gut für die Umwelt sind, bin ich auf die Aktion „Klimafasten“ gestoßen. Es handelt sich um eine Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit.

klimafasten-banner

Auch bei dieser Fastenaktion steht jede Woche unter einem anderen Motto. In der ersten Woche geht es zum Beispiel darum anders zu kochen und in der dritten Woche darum weniger zu kaufen.

Kernstück des Programms ist die Klimafasten-Broschüre (pdf Download). Für jede Aktionswoche findest Du in den Downloads ein kleines Poster, das Dich an das Motto erinnert. Man kann das Poster ausdrucken und aufhängen, um die Anregungen immer präsent zu haben.

Für den Gedankenaustausch untereinander wurde eine eigene Facebook-Gruppe „Klimafasten“ gegründet.

klimafasten-info

Linktipp:

Homepage Klimafasten
Klimafasten-Broschüre (pdf Download)
Poster-Download
Facebook-Gruppe „Klimafasten“

CO² Fasten

Wir bleiben beim Klima, ich habe noch eine sehr spannende Fastenaktion zu diesem Thema gefunden.

co2-fasten-banner

Die diesjährige Aktion der Kirchlichen Jugendarbeit vertieft das Thema Ernährung und Klima. Wie hängen diese beiden Faktoren zusammen? Was hat das eine mit dem anderem zu tun?

Antworten auf diese Fragen sind im Infoteil vom Aktionsheft (pdf Download) zu finden. Neben dem Hintergrundwissen wurden verschiedene Methoden und Aktionen zum Mitmachen entwickelt. Ergänzt wird das Aktionsheft durch leckere Rezepte, die zum Nachkochen einladen.

Auf der Homepage ist übrigens ein CO² Rechner zu finden, mit dessen Hilfe man den jährlichen CO²-Ausstoß berechnen und mit dem Durchschnittswert eines Bundesbürgers vergleichen kann.

Jeden Tag gibt es einen neuen Fastenimpuls, der zum Nachdenken anregt. Diese Impulse können mit der Feed-Funktion, bei Facebook oder bei Twitter abonniert werden.

co2-fasten-info

Linktipp:

Homepage CO² Fasten
Aktionsbroschüre (pdf Download)
CO² Fasten auf Facebook
CO² Rechner

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen

Autofasten Logo

Auch in diesem Jahr ist das Autofasten wieder ein Fixpunkt für mich. Bereits zum dreizehnten Mal wird dazu aufgerufen, während der Fastenzeit die Autofahrten einzuschränken und den Umgang mit der eigenen Mobilität zu überdenken.

Die Aktion „verbietet“ das Autofahren nicht. Konkret geht es darum, in der Fastenzeit, also zwischen 1.3. und 15.4.2017, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und Autokilometer einzusparen.

Details zur Aktion sind auf der Homepage von Autofasten zu finden. Diese Aktion findet auch in Deutschland auf Autofasten.de statt.

In der Steiermark läuft aktuell die Feinstaubaktion vom Verkehrsverbund, bei der jede 1 – 6 Stunden Karte zur Tageskarte wird. Für den Zeitraum 8. Februar bis inkl. 28. Februar 2017 wurde die Aktion ausgeweitet und gilt nun täglich. Mehr Infos dazu sind auf der Homepager der Holding Graz nachzulesen.

Das erste Mal habe ich im Jahr 2015 teilgenommen. Meine Beiträge waren „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen“, „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #2“ und der Rückblick kam im Beitrag „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3“. Das Fazit von meinem Autofasten 2016 kannst Du im Beitrag Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #4 nachlesen.

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

mein Fahrrad mit der Autofasten-Tafel

Fleisch fastenFleisch fasten

Der Konsum von Fleisch ist innerhalb der Ernährung der wesentlichste Faktor für negative soziale und ökologische Auswirkungen. Die Initiative „Gerecht leben – Fleisch fasten“ nimmt deshalb die Fastenzeit zum Anlass, den Ernährungsstil kritisch zu hinterfragen und zu Alternativen zum enorm hohen Fleischkonsum herauszufordern.

Das Ziel ist mehr soziale Gerechtigkeit für die Umwelt, das Klima und die Tiere und ganz nebenbei ist das Ganze auch noch gut für unsere Gesundheit. Weitere Infos sind im Beitrag Warum „Gerecht leben – Fleisch fasten“? zu finden.

Ähnlich wie beim Autofasten steht nicht der gänzliche Verzicht sondern der bewusste Konsum im Vordergrund, sprich vom Alltagsbraten zum Sonntagsbraten.

Ich finde diese „moderate“ Art des Fastens sogar noch viel zielführender als das strenge Fasten, denn so hat der Mensch die Möglichkeit auszuprobieren wo die Grenzen sind und kann das neu erlernte Verhalten nach der Challenge gut in den Alltag mitnehmen und weiterführen. Zumindest habe ich das so mit dem Autofasten im letzten Jahr erlebt, das nun zu meiner üblichen Verhaltensweise geworden ist.

Mein persönlicher Konsum von Fleisch hat – trotzdem er immer schon sehr gering war – in den letzten Jahren noch weiter abgenommen und beschränkt sich auf Einladungen bei meiner Schwiegermutter und wenn ich etwas über foodsharing geschenkt bekomme oder aus dem Müll rette. Für mich selbst kaufe ich kein Fleisch und keine Fleischprodukte mehr. Dieses Jahr möchte ich noch einen Schritt weiter gehen und während der Fastenzeit vollständig auf Fleisch verzichten.

Linktipp:

Aktion Fleischfasten
Aktion Fleischfasten auf Facebook

Modeprotest – Klamottenkur

klamottenkur

Die Aktion „Modeprotest – Klamottenkur“ wird in diesem Jahr zum 6. Mal stattfinden und ich werde zum 4. Mal mit machen.

Bereits 2014 habe ich daran teilgenommen und mein Beitrag „Wie viel Kleidung braucht ein Mensch?“ ist einer der meist gelesenen auf meinem Blog überhaupt geworden. Wie es mir bei meiner ersten Klamottenkur ergangen ist, kannst Du im Beitrag „Klamottenkur 2014 – mein Fazit“ lesen. Auch von 2015 kannst Du meinen persönlichen Modeprotest nachlesen.

„Der erste Schritt in Richtung nachhaltigem Konsum ist weniger Konsum. Das gilt auch für die Klamotten im Kleiderschrank. Schaffst du es, deine Garderobe für sieben Wochen zu reduzieren?“

Linktipp:

Homepage Modeprotest
„Modeprotest“ auf Facebook
Homepage Klamottenkur

Strichcodefasten

Strichcodefasten

Seit dem Jahr 2014 verzichtet Sophia Reis jedes Jahr als Aktion zur Fastenzeit auf Produkte mit Strichcode. Das „Strichcodefasten“ ist ihre Idee, die mittlerweile viele Nachahmer gefunden hat.

Strichcodefasten fordert auf, das alltägliche Lebensmittelkonsumverhalten zu überdenken. Der Lebensmitteleinkauf erfolgt dadurch bewusster und bedarf etwas Zeit und Vorplanung. Wer des Strichcodes wegen auf Supermarktware verzichtet und bei regionalen Erzeugern kauft, unterstützt diese mit jedem einzelnen gekauften Produkt, statt den Profit und die Macht der Lebensmittelindustrie weiter zu fördern.

Über ihre Erfahrungen schreibt Sophia auf dem Blog „Strichcodefasten“ und ist auch auf Facebook zu finden.

diese Art zu Fasten ist gut für die Umwelt

Mir ist positiv aufgefallen, dass sich verschiedene kirchlichen Organisationen sowohl in Österreich als auch in Deutschland sehr für die Umwelt einsetzen. Auch abseits der Fastenzeit kann ich das beispielsweise in der Pfarre meines Heimatortes erkennen.

Vielleicht ist das ja wirklich eine Möglichkeit, noch mehr Menschen für diese Themen zu sensibilisieren.


Ist für Dich auch etwas mit dabei oder gibt es etwas ganz anderes, auf das Du während der Fastenzeit verzichten möchtest? Hast Du noch anderen interessante Aktionen entdeckt, die hier fehlen?


Logo einab grueneinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.
Hier geht es zur aktuellen Linkparty.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.


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Modeprotest: Klamottenkur 2014 – mein Fazit
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Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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Aktionen in der Fastenzeit – ein unvollständiger Überblick

Die Fastenzeit naht in großen Schritten und wieder einmal gibt es viele tolle Aktionen, wie man die 40 Tage nutzen kann um bewusst etwas zu reduzieren bzw. darauf zu verzichten.

Heute möchte ich Dir einige dieser Fastenprojekte vorstellen, die mich ganz besonders angesprochen haben. Neben denjenigen, an denen ich bereits in den Jahren davor teilgenommen habe, konnte ich einige neue interessante Fastenaktionen entdecken.

Selbst werde ich mich natürlich auch wieder einigen Challenges stellen und die Fastenzeit auf diese Weise sehr bewusst gestalten.

Strichcodefasten

Strichcodefasten

Seit dem Jahr 2014 verzichtet Sophia Reis jedes Jahr als Aktion zur Fastenzeit auf Produkte mit Strichcode. Das „Strichcodefasten“ ist ihre Idee, die mittlerweile viele Nachahmer gefunden hat.

Die Regeln sind sehr einfach: Verzichte beim Einkauf auf alle Lebensmittel mit Strichcode. Das klingt vermutlich im ersten Moment leichter als es ist, denn es bedeutet, dass man kaum eines der alltäglichen Lebensmittel im Supermarkt kaufen kann. Strichcodefasten ist somit ein Verzicht auf die Bequemlichkeit, alle Lebensmittel schnell an einem Ort kaufen zu können.

Dafür ist die Strichcode-Fastenzeit eine gute Möglichkeit, alternative Einkaufsmöglichkeiten zum Supermarkt in seiner Heimat zu finden.

Zumeist bedeutet es, Grundnahrungsmittel lose zu kaufen und selbst zu kochen. Daher ist Strichcodefasten gut für die Umwelt, weil Verpackungsmüll reduziert wird und ebenso für den eigenen Körper, weil Lebensmittelzusatzstoffe in der Ernährung vermieden werden.

Schummeln durch Auswärtsessen ist nicht erlaubt, denn im Essen aus der Kantine, der Mensa, dem Restaurant oder der Imbiss-Bude stecken in der Regel Strichcode-Zutaten.

Strichcodefasten fordert auf, das alltägliche Lebensmittelkonsumverhalten zu überdenken. Der Lebensmitteleinkauf erfolgt dadurch bewusster und bedarf etwas Zeit und Vorplanung. Wer des Strichcodes wegen auf Supermarktware verzichtet und bei regionalen Erzeugern kauft, unterstützt diese mit jedem einzelnen gekauften Produkt, statt den Profit und die Macht der Lebensmittelindustrie weiter zu fördern.

Über ihre Erfahrungen schreibt Sophia auf dem Blog „Strichcodefasten“ und ist auch auf Facebook zu finden. Ihren Rückblick auf die Fastenzeit 2015 kann man im Beitrag „Was mich beim Strichcodefasten 2015 bewegt hat“ nachlesen.

Autofasten – heilsam in Bewegung kommen

Autofasten Logo

Bereits zum zwölften Mal wird dieses Jahr dazu aufgerufen, während der Fastenzeit die Autofahrten einzuschränken und den Umgang mit der eigenen Mobilität zu überdenken.

Die Aktion „verbietet“ das Autofahren nicht. Konkret geht es darum, in der Fastenzeit, also zwischen 10.2. und 26.3.2016, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und Autokilometer einzusparen.

Details zur Aktion sind auf der Homepage von Autofasten zu finden.

Meine Beiträge im letzten Jahr waren „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen“, „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #2“ und der Rückblick kam im Beitrag „Autofasten – heilsam in Bewegung kommen #3“.

Modeprotest – Klamottenkur

Modeprotest 2016

Die Aktion „Modeprotest – Klamottenkur“ wird in diesem Jahr zum 5. Mal stattfinden. Bereits 2014 habe ich daran teilgenommen und mein Beitrag „Wie viel Kleidung braucht ein Mensch?“ ist einer der meist gelesenen auf meinem Blog überhaupt geworden. Wie es mir bei meiner ersten Klamottenkur ergangen ist, kannst Du im Beitrag „Klamottenkur 2014 – mein Fazit“ lesen.

Auch 2015 gab es meinen persönlichen Modeprotest, denn natürlich war ich wieder mit dabei und habe darüber berichtet, weil ich die Aktion so großartig finde.

Linktipp:

Homepage Modeprotest
„Modeprotest“ auf Facebook
Homepage Klamottenkur
Veranstaltung „Klamottenkur“ auf Facebook

Plastikfasten
Plastikfasten2

Das war meine erste Challenge, an der ich teilgenommen und worüber ich auf meinem Blog geschrieben habe. Bis dahin hatte ich schon einiges in meinem Haushalt verändert, damit er plastikfrei wird und da kam die Aktion „Plastikfasten“ vom BUND gerade recht, noch genauer hinzuschauen.

Geschrieben habe ich zum Plastikfasten die Beiträge „Damit der Plastikmüll abnimmt – Plastikfasten“, „Ergänzende Gedanken zum Plastikfasten“ sowie „Best of Plastikfasten“.

Auch wenn ich dieses Jahr keine öffentlich breit getretene Aktion dazu gefunden habe, so kann doch jeder persönlich ab 10.2.2016 entsprechende Schritte setzen und Plastikmüll vermeiden.

Fleisch fasten
Fleisch fasten

Der Konsum von Fleisch ist innerhalb der Ernährung der wesentlichste Faktor für negative soziale und ökologische Auswirkungen. Die Initiative „Gerecht leben – Fleisch fasten“ nimmt deshalb die Fastenzeit zum Anlass, den Ernährungsstil kritisch zu hinterfragen und zu Alternativen zum enorm hohen Fleischkonsum herauszufordern.

Das Ziel ist mehr soziale Gerechtigkeit für die Umwelt, das Klima und die Tiere und ganz nebenbei ist das Ganze auch noch gut für unsere Gesundheit. Weitere Infos sind im Beitrag Warum „Gerecht leben – Fleisch fasten“? zu finden.

Ähnlich wie beim Autofasten steht nicht der gänzliche Verzicht sondern der bewusste Konsum im Vordergrund, sprich vom Alltagsbraten zum Sonntagsbraten.

Ich finde diese „moderate“ Art des Fastens sogar noch viel zielführender als das strenge Fasten, denn so hat der Mensch die Möglichkeit auszuprobieren wo die Grenzen sind und kann das neu erlernte Verhalten nach der Challenge gut in den Alltag mitnehmen und weiterführen. Zumindest habe ich das so mit dem Autofasten im letzten Jahr erlebt, das nun zu meiner üblichen Verhaltensweise geworden ist.

Mein persönlicher Konsum von Fleisch hat – trotzdem er immer schon sehr gering war – in den letzten Jahren noch weiter abgenommen und beschränkt sich auf Einladungen bei meiner Schwiegermutter und wenn ich etwas über foodsharing geschenkt bekomme oder aus dem Müll rette. Für mich selbst kaufe ich kein Fleisch und keine Fleischprodukte mehr.

Linktipp:

Aktion Fleischfasten
Aktion Fleischfasten auf Facebook

RZ_Donhauser_Vegan_KOMPAKT.inddBuchtipp:

vegan kompakt
Die wichtigsten Tipps für Einkauf, Vorratshaltung
und Zubereitung

von Rose Marie Donhauser
Verlag Mankau

Nachdem mich das Thema immer mehr fasziniert, habe ich vor kurzem diesen Kompaktratgeber gelesen. Im ersten Kapitel erfährt man alles über die vegane Ernährung mit dem Schwerpunkt auf der Vorratshaltung, welche Produkte man unbedingt zu Hause haben sollte, wenn man auf Fleisch verzichtet. Im Kochbuchteil sind 58 Rezepte zu finden, die zum Nachkochen einladen. Abgerundet wird das Buch durch zahlreiche weiterführende Links aus dem Internet im Anhang.

Eine ausführliche Leseprobe im pdf-Format mit einigen Rezepten ist auf der Seite vom Verlag zu finden.

Zuckerfasten

ZuckerfastenAuf einigen Blogs wird gerade Zucker gefastet wie z.B. bei „healthy habits“, „Projekt: gesund leben“ oder auch bei „Mama denkt“.

Selbst habe ich im letzten Jahr bereits an einer 3-wöchigen Zuckerchallenge teilgenommen, dieses Jahr möchte ich 40 Tage aushalten und während der gesamten Fastenzeit auf Industriezucker gänzlich verzichten.

Auch wenn ich im letzten Jahr unter anderem durch meine Teilnahme an der Zuckerchallenge meinen Konsum an Industriezucker gigantisch reduziert habe, so ist „Zero Zucker“ dann doch noch einmal etwas ganz anderes und meine sehr persönliche Challenge, der ich mich stellen möchte.

Ergänzungen vom 11.2.2016

Klimafasten

Heute habe ich auch noch Klimafasten am Blog des WWF gefunden. Das wäre fast so etwas wie ein Überbegriff über die meisten hier vorgestellten Fastenaktionen.

Müllfasten

Und dann gibt es noch die großartige Aktion von Apfelmädchen & sadfsh. Sie werden #Müllfasten und sagen Dir in ihrem Beitrag, warum es Zeit ist, dem Müll den Kampf anzusagen.

Nachdem ich auf meinem Blog bereits das 3. Jahr gegen die Müllberge kämpfe – alle Beiträge dazu sind im „Index – Müll reduzieren“ zu finden – unterstütze ich diese Aktion natürlich sehr gerne, indem ich dazu verlinke.

(c) Apfelmaedchen.de

(c) Apfelmaedchen.de

Videotipp

Ergänzend zu all den Aktionen möchte ich das Video „Süßes, Facebook, Alkohol – wie macht Fasten wirklich Sinn?“ verlinken.

Die Gäste – unter anderem Sophia Reis, die Initiatorin von „Strichcodefasten“ – diskutieren über Sinn und Unsinn von den verschiedenen Fastenaktionen.


Ist für Dich auch etwas mit dabei oder gibt es etwas ganz anderes, auf das Du während der Fastenzeit verzichten möchtest? Hast Du noch anderen interessante Aktionen entdeckt, die hier fehlen?


Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty gerade auf meinem Blog durchgeführt. Weiters verlinkt zu ANL.


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3 Wochen ohne Zucker – Fazit Zuckerchallenge

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Aktion Klamottenkur 2015

Wie schon vor einem Jahr möchte ich auch dieses Jahr wieder an der Aktion Modeprotest – Aktion Klamottenkur 18.2. – 4.4.2015 teilnehmen.

Ich habe diese Erfahrung sehr aufschlussreich empfunden, nachzulesen in meinem Beitrag Modeprotest: Klamottenkur 2014 – mein Fazit.

Klamottenkur 2015

Klamottenkur 2015

Die Aktion im Überblick

Der erste Schritt in Richtung nachhaltigem Konsum ist weniger Konsum. Das gilt auch für die Klamotten im Kleiderschrank. Schaffst du es, deine Garderobe für sieben Wochen auf 50 Kleidungsstücke zu reduzieren?

Vorgeschlagen wird, sich während der Fastenzeit von 18. Februar – 4. April 2015 auf 50 Kleidungsstücke (inkl. Unterwäsche, Schuhe, Mantel und Accessoirs) zu beschränken.

Im Sinn von Slow-Fashion, bewusstem Konsum und Selbstreflexion stellen wir unser Selbstbewusstsein auf die Probe. Wir reduzieren unsere Garderobe für sieben Wochen! Wir wollen testen, wie wir damit klarkommen, wenn wir uns dem Mode-Diktat widersetzen. Für mehr Freiheit und Selbstbestimmung! Und für weniger Zeit vor dem Kleiderschrank und verführerischen Einkaufsbummeln!

Die Minimalgarderobe besteht aus 50 Teilen. Jeder kann selbst entscheiden, welche Kleidungsstücke er oder sie benötigt. Die restliche Kleidung wird komplett weggepackt, damit man nicht in Versuchung kommt.

Das ist nur ein Beispiel - jeder kann seine 50 Teile individuell zusammen stellen

Das ist nur ein Beispiel – jeder kann seine 50 Teile individuell zusammen stellen


Ich mache mit

Auch dieses Jahr möchte ich wieder an der Klamottenkur teilnehmen. Den Aktionszeitraum werde ich dazu nützen, um meinen Kleiderschrank noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die Probleme vom vorigen Jahr

Im letzten Jahr hatte ich das Problem, dass ich verteilt auf das Jahr krankheitsbedingt rund 10 kg zugenommen habe. Das hat mein wunderbares Konzept völlig über den Haufen geworfen. Spätestens im Oktober letzten Jahres hatte trotz meines Depots nichts mehr anzuziehen, was nicht gezwickt hat und vor allem keine passende Hose mehr.

Meine Garderobe ist heute sehr minimalistisch

Mit Hilfe vom Kostnixladen habe ich einige passende Oberteile, 2 Jacken und 3 Hosen gefunden. Damit komme ich überraschend ganz gut über die Runden. Alles lässt sich gut kombinieren und ich fühle mich endlich wieder wohl.

Klar, es ist eine aufgezwungene Situation, aber ich habe auch gespürt, dass ich deutlich weniger brauche als ich vor einem Jahr noch gedacht habe.

Meine Problemzonen

Dennoch sind da mehrere Problembereiche. Einerseits bin ich gerade dabei meine Ernährung umzustellen und möchte aus gesundheitlichen Gründen diese 10 kg wieder abnehmen. Das habe ich auch bereits sehr erfolgreich begonnen und bin 3 kg davon schon wieder los geworden.

Das bedeutet aber umgekehrt, dass meine Garderobe derzeit kein fixes Ding sein kann. Es ist nicht möglich, einfach auszusortieren und alles wegzugeben, weil ich dann (hoffentlich) in einiger Zeit wieder keine passende Kleidung habe.

Andererseits liegen überall Klamotten herum, die nicht passen und das ist sehr frustrierend. Ich sehe etwas, was ich immer gerne getragen habe. Ziehe es an, weil ich denke, das hat mir eh immer gut gepasst. Aber Pustekuchen, ich sehe aus wie eine Knackwurst und bin total frustriert.

Meine Aufgabe für die Klamottenkur

Ich möchte meinen Kleiderschrank komplett überarbeiten und nur Teile darin behalten, die mir im Augenblick wirklich gut passen. Das wird sich von der Stückzahl ganz gut mit der Vorgabe der Klamottenkur decken.

Alles andere werde ich nach vorher festgelegten Kriterien sortieren. Von einem Teil werde ich mich trennen und in den Kostnixladen bringen. Das, was ich unbedingt behalten will und in das ich hoffentlich in absehbarer Zeit wieder hineinpassen werde, möchte ich auf meinen Dachboden räumen.

Im Zuge der Umräumaktion wird auch mein Depot noch einmal unter die Lupe genommen.

Es ist viel zu tun

Das wird sehr viel Arbeit, aber es sind ja auch 40 Tage Zeit. Es muss nicht alles auf einmal passieren und ich möchte nicht bis zur Erschöpfung arbeiten.

Daher werde ich mir für jeden Tag einen kleinen Teil vornehmen – ein paar Schubladen, ein Regalfach etc.

Ergänzend dazu möchte ich auch versuchen – wie hier beschrieben – die kleinen Macken von Kleidungsstücken zu beseitigen und Anpassungen vorzunehmen damit ich das, was ich besitze, noch lieber trage.

Einen besonderen Augenmerk werde ich diesmal auf die Farben legen. Mit nur wenigen Farben ist es viel einfacher alles miteinander zu kombinieren.

Herr Widerstand trägt fast ausschließlich rot, schwarz und grau sowie vereinzelt grün. Egal was er trägt, es passt alles wunderbar zusammen.

Ich bin gespannt wie sich alles entwickelt und werde berichten.

Linktipp:

Modeprotest: Aktion Klamottenkur 18.2. – 4.4.2015
„Modeprotest jenseits des Wachstums“ – Interview „degrowth“
„Modeprotest“ auf Facebook
Veranstaltung „Klamottenkur“ auf Facebook
Blog-Homepage Klamottenkur

alle Bilder (c) modeprotest.de

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Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 5. – Kleidung färben, passend machen
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Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Tipps für den Kleiderschrank

Du magst Mode, aber willst, dass die Kleidung, die Du trägst, ökologisch und ethisch einwandfrei ist? Hier findest Du die besten Tipps für die Revolution im Schrank.

Quelle: Greenpeace: Revolution im Kleiderschrank

Der Text wurde durch eigene Anmerkungen ergänzt und die weiterführenden Links teilweise adaptiert.

Das Motto vom Kostnixladen

Das Motto vom Kostnixladen

1. Kaufen Sie Secondhand
Warum immer neu kaufen? Auf Flohmärkten, in Second-Läden, auf Onlineplattformen wie Kleiderkreisel oder bei Freunden [Anm: aber natürlich auch im Kostnixladen] bekommen Sie einzigartige Mode – häufig viel günstiger oder umsonst. Gehen Sie kreativ mit Ihrem Wunsch nach Veränderung um und kombinieren Sie neue mit alten Teilen.

2. Werden Sie Modeschöpfer/in
Was beeindruckt mehr als Selbstgemachtes? Lernen Sie häkeln, stricken, nähen oder siebdrucken! In vielen Städten bieten Modeläden, Volkshochschulen oder sogar Designer Workshops an. Do-It-Yourself-Anleitungen (DIY) finden Sie online, etwa bei YouTube. Ökofaire Stoffe oder Garne finden Sie auf einer der grünen Listen vom Grüne-Mode-Blog.

3. Kaufen Sie grüne Mode
In Deutschland [Anm: und in Österreich] sind in den letzten Jahren viele Eco Fashion Stores aus dem Boden geschossen, die sich gänzlich der grünen Philosophie verschrieben haben. Viele Designer und Modelabel arbeiten daran, Mode grüner zu machen und erzeugen so Druck auf globale Produktionsbedingungen. Häufig wird die Mode unter deutlich besseren Sozialstandards produziert, nicht selten zu vergleichbaren Preisen wie Markenkleidung. Gerade die kleinen Label sind oft doppelt gut und bieten Bio&Fair, Ökologie und Ethik im Doppelpack. Mehr Infos unter: Einkaufsquellen für Ökotextilien in Österreich sowie www.getchanged.net und www.gruenemode.de.

4. Organisieren Sie eine Kleidertauschparty
Eine Kleidertauschparty macht großen Spaß und ist der kreativste und umweltfreundlichste Weg, Ihrem Kleiderschrank einen Frischekick zu verpassen, ohne einen Euro auszugeben! Eine Kleidertauschparty zu organisieren, ist ganz einfach. Anregungen dazu finden Sie hier: Tipps für eine private Kleidertauschparty sowie Tipps für eine öffentliche Kleidertauschparty

5. Kaufen Sie Klassiker und achten Sie auf Qualität
Investieren Sie in gute Qualität und Stücke, die Sie lieben. Manchmal hilft auch einmotten und abwarten. Bis jetzt ist noch jeder Trend wieder gekommen.
Drehen Sie die Kleidung von innen nach außen – sehen und fühlen Sie den Unterschied zwischen guter und schlechter Qualität. Hier darf man mal echt „materialistisch“ sein. Lieber liegen lassen, was so aussieht, als sei es mit der heißen Nadel genäht.

6. Reparieren
Wenn Sie Kleidungsstücke besitzen, die Sie nicht mehr tragen, weil sie einen neuen Reißverschluss brauchen oder der Hosenboden geflickt werden muss, versuchen Sie sie selbst zu reparieren. Wenn’s nicht klappt, können Sie sie immer noch zu einer Schneiderei um die Ecke bringen. Sie werden überrascht sein, wie viele es gibt und wie günstig die Reparatur häufig ist. Und wenn Sie schon dabei sind, können Sie die Kleidung auch gleich nach Ihrem Ideal umgestalten: neue Knöpfe, machen Sie aus einem Dress einen Rock, aus einer Jeans eine Shorts, usw. Hier ein paar Gedanken zu dem Thema sowie Upcycling von Jeans

7. Misten Sie den Kleiderschrank aus
Misten Sie Ihren Kleiderschrank einmal gründlich aus. Was Sie nicht mehr tragen wollen, geben Sie einfach weiter. Dass die aussortierten Teile in die richtigen Hände geraten, garantiert das Zeichen von FairWertung. Eine gute Idee sind auch die Shops der Entwicklungsorganisation Oxfam, die alte Kleidung annehmen. Natürlich können Sie Ihre Sachen auch bei Ebay oder über den Kleiderkreisel verkaufen.
[Anm: Bitte bringen Sie aussortierte Kleidung in den Kostnixladen. Hier kommt die Kleidung zu Menschen, die diese gerne tragen und wertschätzen.]

8. Waschen Sie umweltfreundlich
Eine große Auswirkung auf die Umwelt hat das Waschen von Kleidungsstücken. Darum sollte die Maschine ganz voll sein, wenn Sie sie anstellen. Nutzen Sie zudem die Sparfunktionen, hängen Ihre Wäsche auf statt einen Trockner zu verwenden. Bei den meisten Kleidungsstücken reicht die 30-Grad-Einstellung zur Reinigung.

9. Sagen Sie ja zu fairer Bezahlung
Greenpeace ist kein Spezialist für Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, sondern für die Umweltschutz-Anstrengungen der Branche. Die „Kampagne für saubere Kleidung“ – Experten für solche ethischen Fragen – hat jüngst ein Firmenranking veröffentlicht, in dem sie die Firmen in puncto Zahlung existenzsichernder Löhne bewerten. Interessierte können sich dort ein Bild machen, wie 50 große Firmen im Vergleich abschneiden.

Greenpeace fordert, dass auch die sozialen Bedingungen der Textilarbeiter verbessert werden müssen. Umweltschutz und menschenwürdige Arbeitsbedingungen müssen Hand in Hand gehen. Die Textilfirmen sind dafür verantwortlich, beides zu garantieren.

10. Entscheiden Sie sich für Biobaumwolle
Baumwolle ist eine empfindliche Pflanze, für deren Anbau viel Dünger und Pestizide verwendet werden. Oft kommt sie als gentechnisch veränderte Sorte auf den Acker. Bio-Baumwolle ist eine gute Alternative. Wenn „Organic Cotton“ oder „Bio Cotton“ auf dem Etikett steht, sollte dort auch die Angabe 100 Prozent stehen.

11. Sprechen Sie Ihre Lieblingsmarke an
Sie haben eine Lieblingsmarke? Informieren Sie sich auf deren Webseite über ihre Umweltpolitik, insbesondere ihr Chemikalienmanagement. Sagen sie ihnen, dass Sie ihre Kleidung mögen, aber wünschen, dass sie mehr tun. Eines haben wir aus der Detox-Kampagne gelernt: Marken hören auf ihre Kunden!

12. Achten Sie auf Gütesiegel
Es ist nicht leicht, sich in dem Dschungel der Standards zu orientieren. Unser Textilratgeber schafft Abhilfe. Weitere Infos: faire Textilien und Kaufalternativen

13. Machen Sie bei Kampagnen mit
Reden Sie mit Ihren Freunden über die dunkle Wahrheit hinter dem schönen Fummel. Begeistern Sie sie für Kleidertausch, peppen Sie Ihre Kleidung auf oder gehen Sie zusammen in Second Hand-Läden. Gemeinsam macht alles mehr Spaß! Damit helfen Sie Greenpeace, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Teilen Sie diesen Text auf Facebook und Twitter. Alles weitere zur Detox-Kampagne finden Sie hier: www.greenpeace.at/detox

14. Kaufen Sie weniger, aber bewusster
Es geht nicht nur darum, was wir kaufen, sondern auch wie viel.
Der Überdruss am Überfluss hat inzwischen auch das Thema Mode erreicht, obwohl hier das Lebensgefühl des schnellen Wandels verkauft wird. Bis zu 40 Prozent dessen, was im Schrank hängt, tragen wir selten oder nie. Konsumieren wir weiter in diesem Tempo, wird es schwer, den Planeten zu entlasten.


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Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 4. – der Praxistest
Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 5. – Kleidung färben, passend machen
Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 6. – natürlich färben mit Pflanzenfarbe

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

Modeprotest: Klamottenkur 2014 – mein Fazit

Als ich im Februar über die Aktion Klamottenkur von Modeprotest gelesen habe, hat mich das Konzept sofort begeistert.

Meine sehr persönliche Klamottenkur hat mit einer Analyse sowie dem großen Entrümpeln des Kleiderschrankes und einem Neukaufverzicht eigentlich schon im Oktober letzten Jahres angefangen.

Aufgefallen ist mir danach, dass ich mich mit einem reduzierten Kleiderschrank deutlich wohler gefühlt habe. Da ich darauf geachtet habe, nur Kleidung im Schrank zu haben, die ich wirklich mag und die mir auch wirklich passt, war es viel einfacher eine Auswahl zu treffen.

Die Klamottenkur von Modeprotest hat mich veranlasst noch einmal genauer hinschauen. Zuerst habe ich noch einmal entrümpelt und alles aussortiert, was ich in der Zwischenzeit doch nicht getragen habe.

Auch mit dem Thema „Schuhe“ sowie „Tasche“ habe ich mich auseinander gesetzt.

Alles neu macht in dem Fall der April

Der zweite Teil meiner Klamottenkur-Aktion war, einige Kleidungsstücke so zu verändern, dass ich wieder mehr Freude damit habe. Ein Teil der Kleidung wurde angepasst, umgenäht und umgefärbt oder ganz neu genäht.

Über das Thema „Reparatur von Kleidung“, was mir sehr wichtig ist, habe ich in meinem Beitrag Welchen Wert hat die Arbeit? – Reparaturen geschrieben.

Weniger ist wirklich mehr

Die Auswahl von 50 Kleidungsstücken für die 7 Wochen „Fastenzeit“ war einfach, ich brauche nicht so viel und bin mit meiner Auswahl sehr gut zurecht gekommen. Das Leben war viel einfacher, ein Griff in den Schrank und passt schon. Das habe ich als sehr angenehm empfunden.

Was ich für die Zukunft mitnehme

Wichtig ist die Farbauswahl und die Kombinierbarkeit der Klamotten. Je weniger Farben man besitzt, desto mehr passt zusammen, lässt sich gut kombinieren und damit wird jeder Griff ein Treffer. Ich brauche gar nicht viele Klamotten um immer wieder anders auszusehen.

Wäsche waschen ist dann auch kein Problem, weil man schnell eine Maschine voll hat, wenn die Farben zusammen passen. Früher ist oft was liegen geblieben, weil ich die Maschine nie voll bekam und ich hatte trotz vollem Kleiderschrank oft das Gefühl, nicht genug zu besitzen.

Fazit:

Insgesamt war es für mich eine sehr erfolgreiche Aktion. Ich habe die Zeit genutzt, um mich noch einmal intensiver mit dem Thema „Kleidung“ und meinen Bedürfnissen auseinander zu setzen. Ich weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin und werde auch weiterhin darauf verzichten, neue Kleidung zu kaufen.

Das Modell der Zukunft ist für mich der Kleidertausch. Das hat den Vorteil, dass sich die Klamotten im Schrank nicht vermehren sondern in etwa das Niveau gehalten wird oder sogar weniger wird. Ich bekomme nur dann neue Sachen, wenn ich mich auch von etwas trenne.

Was ich noch mitnehme ist, dass ich künftig wählerischer sein möchte. Ich will nur noch Kleidung besitzen, die mir wirklich gut gefällt und worin ich mich wohl fühle. Nachdem ich meine Bedürfnisse jetzt besser kenne, kann ich beim Erwerb besser darauf achten.

Aufgrund der Problematik der Ausbeutung der Näherinnen und der Umwelt (Stichwort Baumwollanbau) will ich auch weiterhin auf den Neukauf von Kleidung verzichten. Das ist mir ganz wichtig.

Hilfreich sind Aktionen wie ein Kleidertauschmarkt unter dem Motto „Kleidertausch statt Konsumrausch“.

Linktipp:

Modeprotest
Klamottenkur von Modeprotest


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Wie viel Kleidung braucht ein Mensch?

In den Weiten des Internets bin ich über die Aktion Modeprotest – Aktion Klamottenkur 5.3. – 20.4.2014 gestolpert.

Der erste Schritt in Richtung nachhaltigem Konsum ist weniger Konsum. Das gilt auch für die Klamotten im Kleiderschrank. Schaffst du es, deine Garderobe für sieben Wochen auf 50 Kleidungsstücke zu reduzieren? (Zitat: Modeprotest.de)

Vorgeschlagen wird, sich während der Fastenzeit von 5. März – 20. April 2014 auf 50 Kleidungsstücke (inkl. Unterwäsche, Schuhe, Mantel und Accessoirs) zu beschränken.

Das hat mich dazu veranlasst, über meine Bekleidungsgewohnheiten nachzudenken. Wäre das schwierig für mich? Wie viele Klamotten brauche ich wirklich?

Daraufhin habe ich meine Finger zu Hilfe genommen und gezählt. Dabei auch nicht den Sport vergessen, für den ich zusätzlich Klamotten und Schuhe brauche. Und die Handschuhe und die Haube und den Schal und die Hausschuhe, die ich tragen, auch die habe ich gezählt und als ich bei 40 angekommen bin, musste ich erst einmal länger nachdenken, wie ich meinen „Protestkleiderschrank“ auf 50 Stück auffüllen könnte.

Nicht etwa, weil da noch so viel Bedarf da war, sondern weil ich eigentlich schon alles hatte, was ich brauche. Also habe ich ein bisschen Luxus dazu gepackt wie meinen Bademantel und die Anzahl der Socken und Unterhosen habe ich dann auch erhöht.

Das führt uns direkt zur Frage – wie viele Klamotten braucht man wirklich?

Mein Partner ist ein richtiger Minimalist, in seiner Junggesellenzeit hatte er genau eine Waschmaschine voll Kleidung – wenn alles getragen war, hat er gewaschen und alles stand wieder zur Verfügung.

Auch Lisa vom Blog „Experiment Selbstversorgung“ hat sich mit dem Thema in der vergangenen Woche auseinander gesetzt. In ihrem Beitrag Kleiderschrank minimalistisch erzählt sie uns, wie sie ihre gesamte Kleidung auf 2 Kisten reduziert hat.

Der Beitrag „wie entrümpeln dich reich macht – anders, als du jetzt vielleicht denkst“ (Anmerkung: Aufgrund eines Providerwechsels ist der Beitrag leider nicht mehr abrufbar) von Sandra auf ihrem Blog „ganzichselbst“ hat mich aufgerüttelt. In einer sehr intensiven Nachtaktion hat sie ihren Kleiderschrank neu organisiert und der im Beitrag aufgezählte Inhalt lässt mich wirklich an mir selbst zweifeln.

In meinem Beträgen „Typisch Frau – nichts anzuziehen Teil 1., Teil 2. und Teil 3. habe ich Euch darüber erzählt, wie ich meinen Kleiderschrank entrümpelt und neu organisiert habe. Ich habe stark reduziert, aber so wenig ist das eigentlich nicht, was geblieben ist.

Vielleicht weniger, als bei durchschnittlichen Konsumenten, aber da ginge doch viel mehr. Oder besser gesagt viel weniger, wie andere vorleben.

Die Frage „Wie viel Kleidung braucht ein Mensch?“

…war Teil eines Projektes des AM7 „Textilökologie, Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit“ des Bachelorstudiengangs Materielle Kultur: Textil an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.


Hast Du schon einmal durchgezählt?

Gestern habe ich gezählt, wie viele Kleidungsstücke ich habe und es sind wirklich viel, viel mehr, als ich gedacht habe.

Hast Du Deine Kleidungsstücke schon einmal durchgezählt? Ich kann noch nicht einmal eine Zahl nennen, weil ich geschockt wieder aufgehört habe zu zählen, als ich mich deutlich im 3stelligen Bereich befand.

Es wurde mir bewusst, dass ich wirklich viel, viel mehr habe, als ich brauche.

Übrigens – Sandra hat in ihrem extrem minimalistischen Kleiderschrank, den ich echt beängstigend finde, genau 108 Stück inkl. Schuhe und Unterwäsche.

Was nützen viele Gedanken, wenn darauf keine Handlung folgt?

Für mich steht fest, dass ich mit diesem Thema noch bewusster umgehen und meinen Kleiderschrank langsam aber sicher weiter reduzieren möchte.

Die große Entrümpelungsaktion liegt 6 Monate zurück. Danach ist viel geschehen, ich habe mich verändert und meine Bedürfnisse sind daher auch anders.

Im April wird es im Nachbarort wieder einen Kleidertauschmarkt geben, wo ich meine nicht mehr benötigte Kleidung verschenken kann. Bis dahin möchte ich in einem zweiten Durchgang noch genauer hinschauen, was ich wirklich brauche (inkl. Upcycling-Material). Alles andere wird verschenkt oder in mein Depot eingelagert.

Meine Komfortzone

Ich möchte mich bei dieser Aktion aber auch nicht selbst vergewaltigen, weil andere mit viel weniger auskommen. Das ist mir gerade sehr wichtig noch zu ergänzen.

Nachdem ich sehr temperaturempfindlich bin, trage ich bei jedem Wetter andere Kleidung. Da sind teilweise sehr feine Nuancen, die für mich einen großen Unterschied machen.

Zum Beispiel trage ich im Winter ausschließlich Cordhosen und fast ausschließlich Rollkragen. Sobald es ein bisschen wärmer wird (wie z.B. jetzt) steige ich aber auf Jeans oder einfach Stoffhosen und Langarm-Shirt um. Im Sommer brauche ich von 3/4-Shirts über Kurzarm bis hin zu ärmellosen Shirts bzw. Blusen alles, weil ich da echt zickig bin. Mir ist sehr leicht zu kalt aber auch sehr leicht viel zu heiß.

Der entscheidende Punkt für mich ist, dass ich nichts Neues mehr kaufe und das verwende, was ich habe.

Fortsetzung folgt demnächst…



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