selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Nudelteig

Da man Nudeln meist in Plastik, selten auch in Kartons verpackt zu kaufen bekommt, war ein Projekt zur Müllvermeidung den Nudelteig selbst zu machen. Das ist gar nicht so schwierig wie man denkt!

Es gibt eine Vielzahl von Rezepten mit unterschiedlichen Zutaten. Der große Unterschied ist jedoch, ob man Nudeln mit Ei oder ohne Ei zubereitet.

Wir haben uns für ein ganz einfaches Nudelrezept ganz ohne Ei entschieden, die Nudeln sind also vegan. Der Teig ist dadurch lange haltbar und lässt sich wunderbar verarbeiten.

man braucht nicht unbedingt eine Nudelmaschine

man braucht nicht unbedingt eine Nudelmaschine

Rezept:

200 gr Mehl
200 gr Weizengries
180 ml Wasser
1-2 EL Öl
1/2 TL Salz

Zubereitung:

Mehl und Gries werden auf der Arbeitsfläche aufgetürmt und in der Mitte eine Mulde gemacht.

Das Öl sowie nach und nach insgesamt 180 ml warmes Wasser hinzufügen und von innen beginnend alles gut miteinander vermengen. Langsam den Rest vom Mehl-Griesgemisch hinzufügen und mit den Händen alles durchkneten bis ein schöner, elastischer und glatter Teig entsteht.

Nach rund 10 Minuten Kneten ist der Teig geschmeidig und homogen. Wenn der Teig nicht mehr klebt und die Hände trocken bleiben, dann hast Du genug geknetet.

Am besten stülpt man über den Teigklumpen eine kleine Schüssel, die nur wenig größer ist als die Teigmenge, damit der Teig nicht austrocknet während der mindestens 30 Minuten Ruhezeit. Das ist aber nicht so genau, er kann auch gerne länger rasten.

Danach wird der Teig mit Hilfe von einem Nudelwalker (Nudelholz) ausrollt und in die gewünschte Form geschnitten.

die Lasagneplatten werden mit den Nudelholz ausgewalkt

die Lasagneplatten werden mit den Nudelholz ausgewalkt

Wenn man eine Nudelmaschine hat, kann man diese statt dem Nudelholz verwenden und damit die Teigplatten auf die gewünschte Dicke bringen.

Der Teig ist für alle Nudelarten geeignet, man kann damit sowohl Beilagennudeln wie z.B. Bandnudeln als auch Lasagneplatten oder gefüllte Nudeln zubereiten.

Für gefüllte Nudeln braucht man kein eigenes Werkzeug, ein rundes Glas reicht zum Ausstechen. In die Mitte kommt ein Teelöffel Fülle und anschließend wird der Teig in der Mitte zusammen geklappt. Mit Hilfe von einer Gabel werden die Ränder zusammen geklebt und bekommen dieses hübsche Muster wie am Bild zu sehen ist.

selbst gemachte Nudeln sind schon etwas Besonderes

selbst gemachte Nudeln sind schon etwas Besonderes

Tipp zum Kochen von selbst.gemachten Nudeln

Im Gegensatz zu getrockneten Nudeln werden die selbst gemachten Nudeln nur für ca. 3-4 Minuten gekocht. Sie kommen in nicht mehr sprudelnd kochendes Wasser, sondern werden eher an der Siedegrenze gegart.

für den Vorrat

Wenn man die Nudeln lagern möchte, muss man das Salz weglassen, da Salz Feuchtigkeit anzieht. Die Nudeln werden in die gewünschte Form geschnitten und anschließend an der Luft getrocknet.

Am besten legst Du die Nudeln lose auf, damit sie nicht aneinander kleben bleiben (siehe Bild oberhalb). Sie behalten genau die Form, in der Du sie aufgelegt hast.

Wenn die Nudeln ganz trocken sind, können sie in einem Vorratsglas aufbewahrt werden und sind mindestens 6 Monate haltbar.


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Wer hat an der Uhr gedreht?

Manchmal kann ich Menschen verstehen, die sagen „Dazu haben ich einfach keine Zeit“, wenn es darum geht, etwas selbst zu machen statt das fertige Produkt zu kaufen.

Es ist ja so praktisch! Es wird uns so viel Arbeit abgenommen! Der Kuchen ist schon gebacken, ich brauche nur noch die Kunststoffverpackung zu öffnen und schon kann ich mir ein Stück abschneiden und genießen.

Kein Trennen von Eiern, schaumig rühren von Butter, Unterheben vom Mehl, kein Ausfetten der Backform, kein Warten bis der Kuchen gebacken und ausgekühlt, gefüllt und verziert ist. Und vor allem auch kein Berg Geschirr abzuwaschen.

Der Faktor Zeit ist heute sehr wichtig

Es gibt ja so einen Fülle an Möglichkeiten, was wir alles tun könnten! Und der Alltag raubt uns die Zeit. Will ich wirklich in der Küche stehen um mein Essen zuzubereiten, wenn ich deshalb so viel anderes verpasse?

Wo finde ich die Zeit für das, was mir wichtig ist?

Wo finde ich die Zeit für das, was mir wichtig ist?

Beispiel Kohlsprossen (Rosenkohl)

In letzter Zeit habe ich im Rahmen meiner Tätigkeit für Foodsharing ab und zu Kohlsprossen bekommen. Wir lieben Kohlsprossen, daher habe ich mich darüber sehr gefreut.

Übrigens – so sehen die Kohlsprossen aus, wenn sie noch im Garten oder am Feld wachsen.

so wachsen die Kohlsprossen im Garten

so wachsen die Kohlsprossen im Garten

Und so sehen sie aus, wenn man sie im Geschäft oder beim Bauern kauft. Die Kohlsprossen müssen noch geputzt werden, damit man sie weiterverarbeiten kann.

die Kohlsprossen müssen noch geputzt werden

die Kohlsprossen müssen noch geputzt werden

Eines Abends als ich Kohlsprossen kochen wollte, hat sich in mir ein Widerwille geregt. Da war der Gedanke „Nicht schon wieder eine halbe Stunde vor den Kohlsprossen stehen, nur damit sie geputzt sind. Gekocht wollen sie ja auch noch werden.“

Irgendwie hatte ich auf einmal sehr viel Verständnis dafür, dass manche Menschen lieber Fertigprodukte statt das Gemüse vom Bauernmarkt kaufen, weil es danach noch vorbereitet werden muss.

eine halbe Stunde Arbeit später

eine halbe Stunde Arbeit später

Diese Gedanken sind mir durch den Kopf gegangen, während die ich äußeren Schalen abgeschnitten habe. Eine halbe Stunde später hatte ich dann endlich eine Schüssel voll kochfertiger Kohlsprossen und habe mir gedacht, das wäre wirklich sehr viel einfacher gegangen. Ein einziger Schnitt mit der Schere und ich hätte ein halbe Stunde Zeit gehabt um zu lesen oder Spazieren zu gehen oder was auch immer.

tiefgekühle convenience food

tiefgekühle convenience food

Ich gestehe es unumwunden – in dem Moment habe ich jene Menschen beneidet, die einfach einen Beutel tiefgekühltes Gemüse nehmen und diese Zeit für was auch immer haben.

Und gar nicht über die ganze Problematik mit dem Plastikmüll und die Umwelt nachdenken. Denen es vielleicht noch nicht einmal bewusst ist, wie problematisch der ganze Müll für die Umwelt wirklich ist und die Art, wie wir uns heute ernähren (Art des Anbaus, Düngung/Insektenschutz, industrielle Aufbereitung, Verpackung, lange Transportwege…).

das Essen ist fertig

das Essen ist fertig

Als ich die Kohlsprossen in der Pfanne gebraten und anschließend gedünstet habe, der Geruch in meine Nase stieg und ich mich auf das Kartoffelpüree als Beilage gefreut habe, wusste ich wieder, warum ich mich doch in die Küche stelle. Auch wenn es mir nicht immer leicht fällt.

Ja, manchmal kann ich Menschen verstehen, die sagen „Dazu haben ich einfach keine Zeit“. Ich hätte auch gerne etwas mehr davon und überlege manchmal, wo ich sie herbekomme, die Zeit um all das zu machen, was ich gerne machen möchte. Aber meistens denke ich anders darüber.


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Essig

Bis Ende letzten Jahres habe ich Essig in Glasflaschen gekauft. Der Ausguss war trotzdem aus Plastik und auch der Metallstöpsel hatte eine Plastikauskleidung.

Als mir Brigitte, eine ganz liebe Bekannte, einen Kombuchapilz zur Essigherstellung angeboten hat, wurde ich gleich ganz begeistert hellhörig und habe mich nach einigen Recherchen ans Werk gemacht.

je nach verwendetem Tee hat der Kombucha eine unterschiedliche Farbe

je nach verwendetem Tee hat der Kombucha eine unterschiedliche Farbe

Rezept:

8 gr Tee
1 l Wasser
70 gr Zucker

Kombuchapilz, mind. 100 ml Ansatzlösung (vom ursprünglichen Getränk)
ein großes Glasgefäß mit mind. 1,4 l Fassungsvermögen z.B. ein Glaskrug

Zubereitung:

Das Wasser aufkochen und über den Tee gießen. Den Tee 15 Minuten ziehen lassen, anschließend abseihen und den Zucker im noch heißen Teewasser auflösen.

Danach die Flüssigkeit auf Handwärme abkühlen lassen. Am besten stellt man das Gefäß in kaltes Wasser, dann geht es schneller.

Während dessen wird der Kombuchapilz unter fließendem Wasser gewaschen. Die Ansatzflüssigkeit wird sodann mit dem Tee vermengt und anschließend gibt man den Kombuchapilz in die lauwarme Zuckerlösung.

Das Gefäß wird mit einem Mulltuch abgedeckt, ich verwende dazu einen alten Vorhangstoff, den ich doppelt nehme und mit einem Gummiringerl befestige.

Nun heißt es geduldig sein, der Pilz muss seine Arbeit tun und den Zucker zuerst in Alkohol umwandeln. Das dauert je nach Zimmertemperatur ca. 8 – 14 Tage. Wenn keine Gärbläschen mehr aufsteigen ist das Kombuchagetränk fertig.

Nun wird der Pilz entnommen, die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter abgeseiht und in einem weiteren Glasgefäß mit relativ breitem Hals aufbewahrt.

Danach ist weitere Geduld erforderlich, denn es dauert – je nach Zimmertemperatur – weitere 4-6 Wochen bis aus dem Kombuchagetränk der Essig entsteht. Dazu braucht die Flüssigkeit Sauerstoff, daher decke ich auch diese Flasche nur mit einem Mulltuch ab.

Erst der fertige Essig wird in eine alte Tomatenflasche gefüllt und verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt.

die verschiedenen Stadien der Kombuchaessigherstellung

die verschiedenen Stadien der Kombuchaessigherstellung

der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt

Je nachdem welchen Tee man verwendet, hat der Essig eine unterschiedliche Farbe und schmeckt auch unterschiedlich.

In vielen Rezepten wird ausschließlich Schwarztee oder Grüntee empfohlen. Ich habe schon alle möglichen Teesorten verwendet. Man kann hier sehr erfinderisch sein und vor allem auch Teesorten verwenden, die endlich verbraucht werden sollten. Auch verschiedene Kräuter aus dem Garten eignen sich hervorragend um einen Tee zuzubereiten, mehr dazu in meinem Beitrag „Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.“ geschrieben.

Vermehrung

Der Kombuchapilz vermehrt sich während er den Tee und den Zucker umwandelt. An der Oberfläche der Flüssigkeit sammelt sich eine schleimige Masse, die mit der Zeit immer dicker wird. Das nennt man Kombuchababy. Wenn der Kombucha lange genug reift, wird das Baby so fest, dass es mit der Zeit ein neues „Kombuchauniversum“ gründen kann.

Angefangen habe ich mit 2 Scheiben, mittlerweile haben sich diese verdoppelt und ich kann bereits 2 Gefäße mit Kombucha ansetzen. Da der gesamte Reifungsprozess bis zum Essig doch rd. 8 Wochen benötigt, ist das auch gut so, denn ich komme mit einer Flasche Kombuchaessig nicht so lange aus.

Je kürzer er reift, desto milder ist er. Nachdem Herr Widerstand den Salat nicht so sauer mag, genießt er es sehr, dass ich nun einen deutlich milderen Essig in der Küche verwende.

leckerer Salat mit Kombuchaessig abgemacht

leckerer Salat mit Kombuchaessig abgemacht

ergänzende Infos und Tipps

Der Zucker ist nötig, um zuerst in Alkohol und danach zu Essig abgebaut zu werden. Der Essig selbst ist nicht süß sondern sauer. In einigen Rezepten im Internet wird eine höhere Zuckermenge angegeben. Ich verwende die geringste Menge, die ich jemals gefunden habe.

Der Kombuchapilz mag kein Metall, daher habe ich in allen Anleitungen den Hinweis gefunden, dass man ein Sieb aus Plastik und keinen Metall-Löffel verwenden sollte. Das ignoriere ich und habe bis jetzt keine nachteiligen Erfahrungen damit gemacht. Allerdings weise ich trotzdem darauf hin und übernehme keine Garantie dafür, dass das bei jedem Kombuchapilz so ist.

Manchmal hat das Kombuchagetränk noch ein ganz wenig gegärt, als ich den Pilz bereits entnommen habe, weil ich den Reifegrad falsch eingeschätzt hatte. Das hatte jedoch keine negativen Auswirkungen auf das Endergebnis vom Essig.

Nicht benötigte Kombuchababys können im Freudeskreis verschenkt werden. Umgekehrt kommt man durch Nachfragen im Bekanntenkreis oder in Verschenkgruppen zu einem Kombuchababy.

einfach.nachhaltig

Ich bin sehr begeistert von dieser einfachen und gleichzeitig nachhaltigen Möglichkeit, Essig selbst herzustellen. Es fällt vor allem noch weniger Müll an als bisher und der Geschmack ist auch hervorragend.

Die Arbeit hält sich sehr in Grenzen, denn einen Tee aufstellen und etwas Zucker darin aufzulösen ist nun wirklich nicht sehr zeitaufwändig.

Der Pilz selbst ist sehr unempfindlich, genügsam und vermehrungsfreudig. Ich bin wirklich sehr begeistert!

Linktipp:

weiterführende Infos zu Kombucha
Die Selbstversorger – Essigherstellung


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Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9. – Tee

Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

Vorstellung: Das Gramm

Graz bekommt einen Unverpacktladen

Bald kann man in Graz unverpackt einkaufen, denn im Frühjahr diesen Jahres wird der erste gänzlich verpackungsfreie Lebensmittelladen in Graz eröffnet werden.

“Das Gramm” soll er heißen, weil man hier seine Lebensmitteleinkäufe grammgenau auf den eigenen Bedarf abstimmen kann. Das spart neben Einweg-Verpackungs-Müll auch noch Lebensmittelabfälle.

die Waage als Symbol für "das Gramm"

die Waage als Symbol für „das Gramm“

Müll reduzieren beim Einkauf

Für den Einkauf bringt man entweder eigene Behälter mit oder leiht bzw. kauft sich diese im Geschäft. Die Gefäße werden zuerst an der Kasse abgewogen und mit der Tara versehen, welche danach selbstverständlich wieder abgezogen wird.

Und für ganz Spontane wird es auch Papiersackerl geben, die man beim nächsten Einkauf selbstverständlich wieder mitbringen kann.

was wird es zu kaufen geben?

Neben saisonalem Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukten, Fleischwaren, Tee, Kräutern, Gewürzen und frischem Brot werden auch Getreide und Getreideprodukte sowie Hülsenfrüchte verkauft werden.

Ergänzend dazu soll es eine Müsli- und eine Snackecke sowie Flüssiges wie z.B. Säfte, Bier, Wein, Essig, Öl u.ä. sowie Haltbares wie Marmelade und Honig geben.

auf dem Gruppenfoto ist ein Teil des Teams rund um "Das Gramm" zu sehen

auf dem Gruppenfoto ist ein Teil des Teams rund um „Das Gramm“ zu sehen

aktiv gegen Lebensmittelverschwendung

Neben dem Verkauf von Lebensmitteln will das engagierte Team rund um „das Gramm“ auch heiße und kalte Getränke sowie einen Mittagsteller anbieten.

Hier werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Anstatt Obst und Gemüse bei Herannahen des Verfallsdatums wegwerfen zu müssen, wird es zu Eintöpfen, Suppen, Currys, Aufläufen und Quiches verkocht bzw. das Obst zu Smoothies gemixt.

schon bald wird hier "Das Gramm" zu finden sein

schon bald wird hier „Das Gramm“ zu finden sein

wo?

Das Geschäft wird sich an einem Radweg und mit Blauzonen-Parkmöglichkeiten vor der Haustüre in der Innenstadt von Graz befinden. Für die warmen Monate ist auch ein kleiner Gastgarten eingeplant.

Edit 16.2.2016

Der Knackpunkt der Finanzierung wurde erreicht und so konnte heute mit großer Freude die offizielle Anschrift bekannt gegeben werden.
„Das Gramm“ wird in die Neutorgasse 7, ganz in der Nähe von Hauptplatz und Hauptbrücke, einziehen.

Die Personen hinter dem Projekt

Verena Kassar und Sarah Reindl (v.l.n.r.)

Verena Kassar und Sarah Reindl (v.l.n.r.)

Verena Kassar und Sarah Reindl wollen mit ihrem geplanten Unverpacktladen etwas Gutes von früher ins Jetzt zu holen und das Kostbare von Lebensmitteln begreifbar zu machen.

Lebensmittel sind wertvoll, ein Schatz, der von großen Ketten und Konzernen auf eine Weise dargestellt wird, die nicht mit ihren Wertvorstellungen zusammenpasst.

„Das Gramm“ soll auch ein Zeichen für selbstbestimmten Konsum sein und Einkaufen mit Hirn ermöglichen.

Startnext

Das ganze Projekt befindet sich gerade in der Finanzierungsphase, welche mittels Crowdfunding abläuft. Alle Infos dazu sind auf „Start next“ zu finden.

der Konsument hat die Macht

Ich betone es immer wieder in meinen verschiedenen Beiträgen, dass der Konsument die Macht hat. Diesmal ganz unmittelbar, denn wer unverpackt einkaufen will, der kann durch die Unterstützung von „das Gramm“ ein Zeichen setzen.

Durch den Kauf von u.a. Einkaufsgutscheinen über „Start next“ wird dieses sehr ambitionierte Unternehmen vorfinanziert, um auch ein Stückchen Unabhängigkeit von den Banken zu erreichen.

Und Du kannst morgen mit dem Geld einkaufen gehen, das Du heute zur Verfügung gestellt hast. Drei Fliegen mit einer Klappe – gut für Dich, für die Umwelt und für „das Gramm“.

Weil ich mich sehr darüber freue, dass es künftig einen Unverpacktladen in Graz geben wird, habe ich gleich am zweiten Zeichnungstag ein Paket Einkaufsgutscheine erworben.

Linktipp:

Homepage „Das Gramm“
„Das Gramm“ auf Facebook
„Start next“

start next

Mit diesem Beitrag möchte ich auf meine Art dieses tolle Projekt unterstützen, damit es in Zukunft noch mehr Möglichkeiten gibt, in Graz unverpackt einkaufen zu gehen.

Alle Bilder wurden von „Das Gramm“ zur Verfügung gestellt, das Copyright liegt bei Tinksi.


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Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog „foolfashion“ durchgeführt. Weiters verlinkt zu ANL.


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Ein Trauerfall – wir haben verlernt, was gutes Essen ist [Gastbeitrag]

mehr als GruenzeugAls mich Maria um einen Gastbeitrag auf ihrem tollen und inspirierenden Blog gebeten hat, war ich sehr geehrt und habe mich gefreut, einen kleinen Platz zur Verfügung gestellt zu bekommen, um euch ein paar meiner Gedanken vorzustellen.

Diese sind mit Sicherheit nicht das, was man massenkonform nennen könnte. Und vielleicht ecke ich bei dem ein oder der anderen von euch damit an – aber genau das macht doch den Reiz des Bloggens aus, oder? Der spannende Austausch von Meinungen und Ansichten – auf dass wir uns alle ein kleines Stückchen weiterentwickeln.

Heute soll es um unser Verhältnis zum Essen gehen – eine hochkomplizierte Geschichte, der ich mich mit einem selbst erdachten Stufenmodell sowie der These nähern möchte, dass wir Essens-Vorbilder brauchen. Klingt verschachtelt? Dann hereingelesen!

ein Trauerfall

Mir blutet das Herz. Wirklich. Und das nicht nur manchmal, sondern immer wieder. Und in letzter Zeit mit zunehmender Häufigkeit. Warum? Weil wir verlernt haben, was gutes Essen ist. Weil wir verlernt haben, was es heißt, menschlich zu sein.

Ernährungstrends – ein wahnsinniger Boom

68.400 Ergebnisse in 0,25 Sekunden liefert uns die Suchmaschine unseres (Miss-)Vertrauens, wenn wir das Stichwort „Ernährungstrends“ eingeben.

Enthalten: Haufenweise Seiten, Artikel, Blogs und (pseudo-)wissenschaftliche Onlinemagazine, die alle den Heiligen Gral der menschlichen Ernährung gefunden haben wollen.

Paleo, Vegan/vegetarisch, Low Carb, High Carb, Low Fat, High Fat, Rohkost, Mischkost, Clean Eating, Superfoods, glutenfrei, frei von xy, Soft Health, Food Pairing, Hybrid Food…

Die Liste ließe sich beliebig erweitern und stetig kommen quasi über Nacht neue Trends hinzu. Und dass diese einander widersprechen und sich gegenseitig mit halbgaren Studien, welche die eigenen Theorien und Ansichten in das rechte Licht rücken sollen, attackieren, gehört hier schon beinahe zum guten Ton.

Anhänger*innen sämtlicher Ernährungs-Bewegungen blicken teilweise missgünstig und auch ein wenig mitleidig auf ihre noch ahnungslosen, naiven Mitmenschen, die den Schlag der neuen Zeitrechnung (z.B. der Ära des Paleo-Veganismus) offensichtlich nicht mitbekommen haben und wie festgefahrene in ihren überholten Ernährungsgewohnheiten stecken.

Birnen

Von sinnvollen und weniger sinnvollen Trends

Von den oben aufgeführten und aktuell heiß diskutierten Ernährungstrends stechen bereits beim ersten Lesen einige ins Auge, die wenig sinnvoll zu sein scheinen – im Gegensatz zu anderen, denen mehr Tiefgang innewohnt.

Food Pairing und Co.

Man kann und darf beispielsweise ausgiebig und im Detail darüber debattieren, ob Trends wie Food Pairing (hier werden die Hauptkomponenten eines Gerichtes so ausgesucht, dass ein besonders aromatisches Geschmackserlebnis entsteht – meist ist dies dann der Fall, wenn die Aromen einander stark ähneln) oder Hybrid Food (man denke nur an den Cronut) zu den tiefschürfenden Errungenschaften der Menschheit zählen.

Zaghafte Vermutung: wahrscheinlich eher nicht. Natürlich schmecken nach den Prinzipien des Food Pairing angerichtete Speisen total gut und wir dürfen davon ausgehen, dass wir Food-Strömungen wie dem Hybrid Food eine Menge kreativer Energie verdanken, die Millionen Menschen zu neuen kulinarischen Entdeckungen inspiriert. Doch geht da sinntechnisch nicht noch mehr?

Clean Eating, Rohkost, Superfoods und glutenfrei

Selbstverständlich geht da noch was. Konzepte wie das Clean-Eating-Modell (von dem ich übrigens ein sehr großer Fan bin – die Gründe sind hier nachzulesen) oder auch die Rohkost-Bewegung gehen tiefer.

Anstatt sich mit den netten, aber ehrlicherweise relativ banalen Themen wie Aromenkomposition und Food-Crossing zu beschäftigen, wird hier der Fokus auf etwas anderes, wesentlich Wichtigeres gelegt: der menschlichen, individuellen Gesundheit.

Mögen die Konzepte von Clean Eating, Rohkost, superfood-basierter und glutenfreier Ernährung in den Details mitunter von einander abweichen – die Stoßrichtung ist bei allen dieselbe: Wie kann der menschliche Körper möglichst effektiv und effizient mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgt werden?

Einher gehen hierbei in der Regel eine kritische Reflexion der aktuellen Massen-Konsum- und -Esskultur sowie eine Hinwendung zu selbstgemachtem und selbstgekochtem Essen – möglichst mit viel Obst und Gemüse aus nachhaltigem und biologischem Anbau.

vegan salad

Hier befinden wir uns offensichtlich schon eine Stufe tiefer und damit mitten in hoch komplizierten Diskussionen und wissenschaftlich noch immer nicht ganz abgesicherten und daher einander widersprechenden Forschungen.

Fest steht allerdings, dass diverse der Ernährungstrends, die wir auf dieser Stufe finden, eigentlich nur altbekanntes Wissen wiederverwerten und es gewissermaßen in moderner Aufmachung recycelt an den hektischen Industriemenschen bringen. Denn natürlich wissen wir alle, dass wir viel Obst und Gemüse essen sollen – und kennen wir nicht folgendes berühmte Sprichwort?

Iss‘ nichts, was deine Großmutter nicht als Lebensmittel erkannt hätte!

Warum essen wir dann trotzdem so ungesund? Dazu später mehr.

Vegetarismus und Veganismus

Bewegen wir uns auf der imaginären Leiter der Ernährungskonzepte noch eine Stufe weiter nach unten – und werden damit noch grundlegender. Und wichtiger.

Vegetarismus und insbesondere Veganismus gehen noch einen Schritt weiter als Clean Eating und Co.: Anstelle sich nur auf die Gesundheit des Einzelnen zu fokussieren, steht hier nichts weniger als die gesamte Welt im Zentrum der kulinarischen Überlegungen. (Anmerkung: Es gibt natürlich auch Menschen, die sich aus rein gesundheitlichen Gründen vegetarisch oder vegan ernähren – aber man darf behaupten, dass es sich hierbei um die Minderheit handelt.)

Vegetarier*innen und Veganer*innen entscheiden sich mit jeder Mahlzeit, mit jedem Einkauf aktiv und bewusst gegen Tierleid, gegen Menschenausbeutung und gegen Ressourcenverschwendung.

Dein Einkaufszettel ist dein Stimmzettel. Immer wieder.

Das gesamte kulinarische Handeln ist darauf ausgerichtet, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen – und damit eng mit ethischen und moralischen Fragen (und den entsprechenden Antworten) verknüpft.

Essen ist in der pflanzlichen Bewegung weit mehr als nur Nahrungsaufnahme – es ist ein wesentlicher Teil einer Lebenshaltung, einer Mission.

Sowohl der Vegetarismus als auch der Veganismus greifen hier – mitunter in Splittergruppen – Tendenzen und Strömungen aus Konzepten, die auf den weiter oben liegenden Schichten der Ernährungs-Konzept-Pyramide lagern, auf und integrieren sie in ihr Konzept – freilich ohne die Gesamtkongruenz zu verlieren.

Pflanzenbasierte und pflanzliche Ernährung gehen also gewissermaßen an die Grundsubstanz der Gesellschaft, indem sie sich aktiv unter anderem mit folgenden, zum Teil äußerst unbequemen Fragen auseinandersetzen:

* Wen oder was darf ich essen?
* Haben Tiere Empfindungen, sogar ein Selbst?
* Wie wollen wir unseren Planeten unseren Kindern und Kindeskindern hinterlassen?
* Bin ich dafür verantwortlich, dass ganze Familien in Afrika Hunger und Durst leiden, wenn ich nicht auf mein Fleisch verzichten will?
* Lasse ich mich von Lebensmittelkonzernen regieren oder habe ich meine eigene Meinung?
* Wie lange wird unser Essen noch reichen?
* Haben wir bald einen „Wüstenplaneten“?
* Wer bestimmt, wer wen essen darf?
* Ist der Mensch mehr wert als andere Lebewesen?
* Dürfen wir das?

space

Von den bisher freilich nur erwähnten und nicht einmal thematisch angerissenen Ernährungskonzepten dürfen daher Vegetarismus und Veganismus als diejenigen betrachtet werden, die am tiefgründigsten mit der Thematik des Essens und der Lebensmittelverwertung umgehen. Und die – falls einem Trend überhaupt zu folgen ist – nun die mit Abstand empfehlenswertesten Alternativen von allen sind.

Die Ernährungs-Konzept-Pyramide

Damit meine Ausführungen ein bisschen klarer werden – und das imaginäre Bild der Ernährungs-Konzept-Pyramide endlich etwas konkreter wird – habe ich hier die obrigen Erläuterungen skizzenhaft dargestellt:

Ernährungskonzepte und ihr Tiefgang

Der Trauerfall: Wir haben verlernt, was gutes Essen ist

Jetzt haben wir so viel über Ernährungskonzepte und ihre Sinnhaftigkeit erfahren – und auch, welche wir um der Welt Willen bevorzugen sollten. Was hat das Ganze nun mit einem Trauerfall zu tun?

Ganz einfach: Wir haben vergessen, gut zu essen. Richtig zu essen. Maßvoll zu essen. Auf unseren Körper zu hören.
 
Dies ist der einzige Grund, weshalb gefühlt 1000 Ernährungstrends und mindestens doppelt so viele Diät-Programme durch die reale und digitale Welt geistern.

Durch die ständige Lebensmittelverfügbarkeit und die andauernde, penetrante Bombardierung mit verführerischen Nahrungsmittelangeboten durch die Medien sind wir rund um die Uhr unbewusst dem Essen ausgeliefert. Und da greifen wir dann gerne einmal mehr zu als nötig – wo es doch so günstig, so bequem, so lecker ist.

Das Grab – der Menschheit und des Individuums

Und genau hier verleugnen wir uns. Verleugnen wir unseren Körper, unsere Identität als Menschen, als eigentlich-noch-immer-Tiere, als gar nicht der heutigen Zeit und der heutigen Ernährung Angepasste. Und damit tragen wir uns selbst ein bisschen zu Grabe.

Das Nicht-Mehr-Wissen um das, was dem eigenen Körper, dem eigenen Organismus zum reibungslosen Funktionieren gut tut, um die ausreichende Nahrungsmenge, um die ergänzende Bewegung, die wir als von urzeitlichen Land- und Steppenläufern abstammende Wesen nun einmal brauchen, aber nicht bekommen – ist ein Schritt in Richtung menschliches Grabes.

Und das nicht nur im metaphorischen Sinne: Millionen von Menschen in den Industrieländern leiden an sogenannten Zivilisationskrankheiten – Diabetes, Übergewicht, Karies, Herz-Kreislauf-Störungen und so weiter – und sterben tatsächlich jedes Jahr daran.

Medikamente

Durch unsere Essgewohnheiten schaufeln wir uns unter Umständen unser eigenes Grab – so dramatisch es klingt, so dramatisch ist es auch.

Hier befinden wir uns auf der zweiten Ebene, wo Ernährungskonzepte wie Clean Eating, glutenfreie und superfoodlastige und Rohkost-Ernährung greifen und den Menschen wieder dahin zurückzuführen suchen, wo er eigentlich kulinarisch hingehört: in die unbearbeitete, rohe und frische Natur. Weg von dem konventionellen, hoch industriell verarbeiteten Kram, der die Bezeichnung Lebensmittel nicht verdient.

Die wichtigsten Regeln des Clean Eating lauten deshalb auch:

Clean Eating Do’s

* Frühstücken. Und zwar jeden morgen. Somit hast du gleich genug Energie für den Start in den Tag und dein Stoffwechsel wird direkt angekurbelt.
* 5 bis 6 kleine Mahlzeiten über den Tag verteilen. Somit bleibt der Heißhunger aus und der Stoffwechsel bleibt aktiv. Dabei eine angemessene Portionsgröße beherzigen und hier natürlich auch nicht übertreiben.
* Auf eine ausgewogene Ernährung achten. Also gute Fette (z.B. aus Nüssen oder Kokosöl), langsam verdauliche Kohlenhydrate (z.B. Haferflocken, Quinoa) und wertvolle Proteine (z.B. Bohnen, Eier), frisches Obst und Gemüse in den Speisplan mit aufnehmen.

Clean Eating Dont’s

* Auf Nahrungsmittel mit künstlichen Zusätzen (Geschmacksverstärker, Farbstoffe etc.) verzichten.
* Leere Kalorien wie Weißmehl oder Zucker vermeiden. Das gilt auch für zuckerhaltige Getränke.
* Ungesunde Fette wie gehärtete Öle und Transfette aus der Ernährung streichen (z.B. in  Chips, frittierten Lebensmitteln, Fertigsuppen und -soßen).
* Auf Alkohol (soweit wie möglich) verzichten.

Und Hand auf’s Herz: Eigentlich wissen wir das doch alles, oder?

Maria hat übrigens vor einiger Zeit auch selbst einen Beitrag zum Clean-Eating-Konzept veröffentlicht.

Pfirsich

Das ist hier die Frage

Die vegetarische und vegane Ernährung geht aber noch weiter: Gutes Essen ist nicht gleich gesundes Essen. Der Wert guten Essens erschöpft sich nicht darin, gut für den Körper zu sein. Hier kommt eine zweite, immens wichtige Variable hinzu: die Seele. Oder die innere Einstellung, das gute Gewissen, die moralische Verpflichtung – wie auch immer man es nennen möchte.

Vegetarismus und Veganismus befinden sich auf der Stufe, auf der die Frage „Ist das gut für mich?“ gegen „Ist das gut für die Welt?“ eingetauscht wird.

Und eigentlich ist es ein trauriger Irrsinn, dass wir nicht von selbst darauf kommen. Nicht von selbst merken, dass das, was hierzulande und überall auf der Welt tagtäglich in Pelzfarmen, Mastbetrieben und Milchbauernschaften abläuft, nicht normal – und am allerwenigsten: natürlich – ist.

Doch da wir (und da schließe ich mich dezidiert mit ein) offensichtlich verlernt haben, dass gutes Essen nicht einfach schmackhaft oder gesund für uns allein, sondern im Idealfall für andere Menschen und Tiere ist, benötigen wir Essenstrends, die uns dies aufzeigen.

Himbeeren

Ernährungstrends – unsere Rettung?

Weder noch – es kommt (wie so oft) darauf an, was wir aus ihnen machen. Selbstverständlich ist es nicht ratsam, jedem neuen Trend hinterher zu laufen – aber das gilt nicht nur für die Ernährung, sondern analog ebenso für Mode, Einstellungen und insgesamt dem eigenen Konsum.

Doch bei der Ernährung kann die kritik- und reflektionslose Übernahme von neuen, als trendy geltenden und darum gehypten Konzepten auch schnell gefährlich werden – denn jeder Körper, das wissen wir, is(s)t anders.

Doch wir brauchen sie auch – die Trends. Weil wir ohne sie nicht auf die möglicherweise besseren Alternativen zu unserem bisherigen Lebensstil aufmerksam gemacht werden.

Wir brauchten und brauchen den veganen Sternekoch Attila Hildmann (in Anbetracht der aktuellsten rassistischen Äußerungen sei diese These revidiert und ein Name xy dafür eingesetzt, der dem oder der Leser*in einfällt), der uns am Ego packt und über unseren Wunsch nach gesünderem Leben und besserem Körper an den Gedanken des Veganismus gewöhnt.

Wir brauchen die You-Tube-Channel-Vorreiter*innen, die jeden Morgen freudestrahlend ihren High-Protein-Shake in die Kamera halten und uns vom letzten Workout vorschwärmen. Wir brauchen auch eine Sarah Wiener, über deren Argumente wir vielleicht nur den Kopf schütteln können und die uns in Rage bringen.

Wir brauchen sie, damit wir endlich anfangen, zu denken. Und dann, nachdem wir gemerkt – und ehrlich eingesehen – haben, dass das alles so nicht weitergehen kann – dann müssen wir handeln.

Grüße



mehr als GruenzeugJenni ist Studentin der Germanistik, wohnhaft im schönen Münsterland und seit etwa einem halben Jahr überzeugte ethische Veganerin. Auf ihrem Blog „Mehr als Grünzeug!“ verarbeitet sie sämtliche Erfahrungen, die diesbezüglich auf sie einströmen und gibt gleichzeitig ihren Leidenschaften – dem Schreiben und dem Kochen bzw. Backen – einen digitalen Raum.

Alle Bilder und Grafiken für diesen Beitrag wurden von Jenni zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank!


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Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.

Vor einiger Zeit wurde ich in einem Kommentar gefragt, wie ich das denn mit dem Tee mache. Darüber wollte ich eigentlich schon länger einmal schreiben und daher greife ich die Frage sehr gerne auf.

Das Thema ist ausgesprochen umfassend, ich habe ziemlich lange an dem Beitrag gearbeitet und er ist dadurch auch sehr umfangreich geworden. Und es hat wirklich sehr lange gedauert, bis er fertig war, angefangen habe ich damit schon im Oktober letzten Jahres.

ein bisschen Warenkunde

Ich bin jetzt kein Experte und kann das sicher nicht wirklich professionell erklären, wer es ganz genau wissen will kann z.B. bei Wikipedia nachlesen. Tee ist ja eine Wissenschaft ganz für sich.

Tee aus der Teepflanze

Das ist der Tee im eigentlichen Sinne, er wird aus einem Aufguss von Teilen der Teepflanze hergestellt. Bei uns bekannt als schwarzer Tee, weißer Tee, grüner Tee etc.

im Tee steckt jede Menge händischer Arbeit

im Tee steckt jede Menge händischer Arbeit

Aus Sicht der Nachhaltigkeit ist diese Art von Tee sehr problematisch. Die Anbaugebiete liegen weit weg, der Anbau und die Ernte sind teilweise kritisch zu betrachten (Thema „fairtrade“ und Arbeitsbedingungen) und dann kommen noch die langen Transportwege dazu.

Da reden wir noch gar nicht davon, ob der Tee in Beuteln oder lose gekauft wird und auch noch Verpackungsmüll anfällt.

Beute vs. lose

Beute vs. lose

Früchtetee

Hierbei handelt es sich um einen Aufguss aus Teilen von Früchten. Früchtetee wird sehr gerne getrunken und wurde daher von der Lebensmittelindustrie schon seit langem als gutes Geschäft entdeckt. Durch fantasievolle Mischungen und Aromazusätze werden immer neue Sorten erfunden. Aufpassen muss man beim Kauf daher vor allem bei den künstlichen Aromastoffen.

nicht alle Früchte im Tee sind heimisch

nicht alle Früchte im Tee sind heimisch

Auch Früchtetee kann man lose oder in Beuteln verpackt kaufen und wird sowohl konventionell als auch in Bioqualität angeboten. Natürlich muss man auch hier die Herkunft der Früchte beachten, auch wenn die Transportwege üblicherweise kürzer sind.

Tee aus Kräutern

Die meisten Menschen beschränken sich beim Kräutertee auf Pfefferminze und Kamille wenn sie krank sind, aber es gibt viel mehr als das.

Kräutertees werden oft in Verbindung mit Heiltee gebracht und daher unterscheidet man auch zwischen konventionellen Kräutertees und jenen in Apothekenqualität.

viele Kräuter sind bei uns heimisch

viele Kräuter sind bei uns heimisch

Tee aus Wurzeln und Zweigen

Der bekannteste Tee, der aus Zweigen aufgebrüht wird, ist der Rotbuschtee. Auch beim Rooibos-Tee sollte man auf fairtrade achten, denn der Strauch wächst vorwiegend in Afrika.

Tees, die aus den Wurzeln aufgebrüht werden, sind eher dem Heilbereich zugeordnet. Der bekannteste Vertreter ist Ingwer, aber auch die Kalmuswurzel wird häufig eingesetzt.

links Ingwer, rechts Rotbusch

links Ingwer, rechts Rotbusch

Müll reduzieren beim Einkauf

Die meisten Menschen kaufen den Tee in Beuteln, weil das ja so praktisch ist. Aber natürlich fällt dabei sehr viel Müll an, da aus Aromaschutzgründen oft jeder einzelne Beutel in Plastik verpackt wird.

jeder einzelne Beutel verursacht Müll

jeder einzelne Beutel verursacht Müll

Eine Alternative dazu wäre den Tee lose verpackt zu kaufen. Auch dabei fällt natürlich Müll an, aber gar kein Vergleich mit den Teebeuteln. Der lose Tee ist in einem größeren Sack verpackt und dadurch entsteht insgesamt weniger Müll.

In Teefachgeschäften bekommt man Tee auch unverpackt zu kaufen. Wenn man die eigene Teedose mitbringt, fällt gar kein Müll an. Die meisten Kräutertees kann man auch in guten Apotheken offen kaufen.

die meisten Sorte Tee kann man lose kaufen

die meisten Sorte Tee kann man lose kaufen

Verwendung von losem Tee

Es gibt mehre Möglichkeiten, wie man losen Tee aufbrühen kann. Ich habe meine beiden Kannen sowie Zubehör fotografiert.

Links ist mein Single-Tee-Set. Die Teekanne steht auf der Teetasse. Ich gebe am liebsten den Tee lose in die Kanne hinein und verwende das linke Sieb um den Tee abzuseihen. Rechts neben der Kanne ist ein kleines Teesieb zu sehen, da wird der Tee direkt in das Sieb eingefüllt. Das hat den Vorteil, dass man nach einiger Zeit die Blätter entfernen kann, wenn der Tee nicht noch intensiver werden soll.

Am rechten Bild ist unsere große Teekanne zu sehen, sie hat einen Dauerfilter aus Edelstahl. Die Teeblätter werden in den Filter gefüllt und können dadurch nach beliebiger Zeit wieder entfernt werden.

Durch die Verwendung von Edelstahlsieb und Dauerfilter fällt kein weiterer Müll an, wenn ich Tee zubereite.

beide Teekannen sind im Dauereinsatz

beide Teekannen sind im Dauereinsatz

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Wenn man den Weg konsequent beschreitet, dann ist die beste Möglichkeit den Müll zu reduzieren, die Teezutaten selbst zu sammeln und zu trocken.

Natürlich funktioniert das nicht mit „echtem“ Tee, aber die Kräuter und Früchte für Teezubereitungen kann man wirklich sehr einfach selbst sammeln und trocknen.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Früchtetee

Man kann im Prinzip aus fast allen Obstschalen und Trockenfrüchten einen Tee zubereiten. Natürlich sollte man unbedingt auf die Qualität achten, vor allem, wenn man die Schalen von Zitrusfrüchten verwendet.

Derzeit liebe ich gerade Apfelschalentee. Birthe hat dazu auf ihrem Blog eine Anleitung mit vielen wunderschönen Fotos geschrieben.

Alternativ kann man auch einfach frische Apfelschalen für ca. 10 – 15 Minuten im Wasser kochen und diesen Sud als Tee trinken. Das spart die Mühe des Trocknens.

auch aus Abfall kann leckerer Tee entstehen

auch aus Abfall kann leckerer Tee entstehen

Wastecooking ist beim Früchtetee auf jeden Fall ein Thema, denn man kann ganz viele Obstschalen für Früchtetee verwenden. Sammle einfach die Schalen und lass sie im Raum trocknen. Um den Vorgang zu beschleunigen kann man auch nach dem Gebrauch des Backrohrs die Resthitze nutzen.

Auch aus Trockenfrüchten kann ein Teesud zubereitet werden. Wenn Du Deinen Tee natürlich süßer möchtest, dann gib einfach ein paar Rosinen dazu, wenn Du den Früchtetee kochst.

Man kann ruhig ein wenig experimentieren, was gut schmeckt und aus dem, was sonst im Müll landen würde, leckeren Tee zubereiten. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Kräutertee

Viele Kräuter wachsen einfach am Wegrand und könnten bei schönen Spaziergängen gesammelt werden. Auch im Garten oder auf dem Balkon kann man Pflanzen ziehen, um sie für Kräutertee zu ernten und zu trocknen.

Es bieten sich Melisse, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Salbei, Kamille, Ringelblume und vieles mehr an.

Ich habe im letzten Jahr sehr viel von der Zitronenmelisse geerntet, zu Büscheln gebunden und kopfüber im Stiegenhaus aufgehängt. Nachdem die Büschel trocken waren, das erkennt man am Rascheln, wurden die trockenen Blätter abgezupft und in ein Glas gefüllt.

Einblick in mein Stiegenhaus

Einblick in mein Stiegenhaus

Auch Brennnesseln, Pfefferminze und Salbei kann man auf die gleiche Art und Weise behandeln.

Für Kamillentee pflückt man nur die Blüten, breitet diese auf einem Papier aus und lässt sie an einem geschützten Platz trocknen. Wenn sie ausreichend getrocknet sind, werden sie wiederum in luftdichte Gläser abgefüllt.

Natürlich kann man die verschiedenen Kräuter auch miteinander mischen und eine leckere Kräuterteemischung vorbereiten. Vor allem Ringelblumenblüten sehen sehr nett aus.

selbst getrockneter Melissentee

selbst getrockneter Melissentee

Beim „Schlemmerbalkon“ ist eine Anleitung für einen Rosmarintee zu finden. Auch das ist eine sehr schöne und ausgesprochen minimalistische Möglichkeit, müllfreien Tee zuzubereiten.

Aufmerksam machen möchte ich unbedingt darauf, dass viele Pflanzen, die man für Tees verwendet, auch eine Wirkung haben. Daher sollte man sich unbedingt informieren, wie die Pflanze wirkt, bevor man damit einen Tee aufbrüht. Brennnesseln entwässern beispielsweise, Fenchelsamen helfen bei der Verdauung und Lindenblüten bei Fieber.

Mein Weg

Ich trinke gar keinen echten Tee, da ich einerseits kein Koffein zu mir nehme und andererseits auch die Produktionsbedingungen nicht unterstützen möchte. Wir haben so viele heimische Möglichkeiten für Tee, dass er auch nicht von so weit zu mir transportiert werden muss.

Außer Apfelschalentee trinke ich keinen Früchtetee, da ich diesen aufgrund meiner Fruktoseintoleranz nur sehr schlecht vertrage.

Apfelschalentee selbst gemacht

Kräutertees liebe ich sehr und setze sie teilweise auch sehr bewusst zu Heilzwecken ein. Die meisten Kräuter sind aus dem Garten gesammelt und getrocknet. Alternativ kaufe ich z.B. Fenchel, Kümmel und Anis für meinen Verdauungstee lose im Geschäft.

Rotbusch-Tee habe ich lange Zeit sehr geliebt, bin jedoch im Zuge meiner Müllreduktion etwas abgekommen davon, da ich diesen nur verpackt in Fair-Trade-Qualität kaufen kann. Derzeit verbrauche ich Restbestände, die ich geschenkt bekommen habe.

ganz ohne Plastik

ganz ohne Plastik

Das Teewasser bereite ich in einem Wasserkocher aus Edelstahl zu, der leider doch ein paar Plastikteile besitzt. Wenn er kaputt wird, kaufe ich jedoch keinen neuen mehr sondern werde auf einen Teekessel aus Edelstahl umsteigen, mit dem ich das Wasser am Herd erhitzen kann.


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

alle meine Anleitungen & Rezepte

In dieser Woche habe ich alle Anleitungen, die ich selbst geschrieben habe, auf einer Fixseite zusammen gefasst.

Neben meinen bisherigen statischen Seiten (ganz oben in der rechten Seitenleiste) ist nun auch „Anleitungen – Tutorials“ zu finden.

Mit einem Klick auf das Bild kommst Du zur jeweiligen Anleitung.

Nähen


Buchsack für Bücher & E-Reader [Upcycling]

Buchsack für Bücher & E-Reader [Upcycling]

Faltbinden (Stoffbinden) selbst genäht [Upcycling]

Faltbinden (Stoffbinden) selbst genäht [Upcycling]

Hülle für Kalender, Tablet & Co [Upcycling]

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Nussmilchbeutel für die Herstellung von Pflanzenmilch

Nussmilchbeutel für die Herstellung von Pflanzenmilch

Spültuch (Abwaschtuch) selber nähen [Upcycling]

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waschbare Toilettentücher [Upcycling]

waschbare Toilettentücher [Upcycling]

Strick- und Häkelanleitungen


DIY Trinkflasche mit Strickkleid

DIY Trinkflasche mit Strickkleid

gehäkelter Duschpuschel (Spülschwamm)

gehäkelter Duschpuschel (Spülschwamm)

gehäkelter Eierwärmer "Huhn"

gehäkelter Eierwärmer „Huhn“

DIY


Deo selbst gemacht [ohne Aluminium]

Deo selbst gemacht [ohne Aluminium]

Waschmittel selbst gemacht

Waschmittel selbst gemacht

Reparieren


ausgefranster Saum bei Jeans

ausgefranster Saum bei Jeans

eine neue Tasche für die Hose

eine neue Tasche für die Hose

laufende Maschen im Strickpulli

laufende Maschen im Strickpulli

Loch am Arm von Sweater

Loch am Arm von Sweater

Loch im Pulli stopfen

Loch im Pulli stopfen

Loch in der Jeanshose stopfen

Loch in der Jeanshose stopfen

mit wenig Aufwand die Armlänge anpassen

mit wenig Aufwand die Armlänge anpassen

Sandalen reparieren

Sandalen reparieren

Wäscheklammern reparieren

Wäscheklammern reparieren

zerrissene Jeanshose retten

zerrissene Jeanshose retten

Rezepte


Apfelsaft
Apfeltiramisu
Backpulver
Bärlauchpaste
Brotgewürz
Fruchtmus
Frühstücksgebäck
gebrannte Nüsse
Germstriezel (Hefezopf)
Gnocchi
grüne Tomatenmarmelade
Holunderblütensirup
Keimlinge und Sprossen
Joghurt
Kräutersalz
Kräutersirup
Kriachalsirup (Mirabellensirup)
Kuchen im Glas
Melissensirup
Osterbrot
Pizza
Polentaschnitten
Pudding
Rhabarbersirup
Rote Rüben (Rote Bete) Salat einkochen
Schokoaufstrich
Semmelbröseln
Suppengewürz
Tomaten einkochen
Valentinsherzen (Schokokuchen)
Vanillekipferl
Vanillezucker
Walnussmilch
Wastecooking-Sirup
Zucchinikuchen
Zwetschgen-Schoko-Marmelade

Pinterest


Ergänzend dazu habe ich für die Anleitungen eine Pinwand auf Pinterest erstellt.

Und natürlich sind auch meine Rezepte auf einer eigenen Pinwand zu finden.

gelesen im Oktober – Buchtipp #14

goodbye ZuckerGoodbye Zucker
zuckerfrei glücklich in 8 Wochen
von Sarah Wilson
Verlag Goldmann

Sarah Wilson ging es ganz ähnlich wie mir. Sie sagt von sich selbst, dass sie süchtig nach Zucker ist/war. Vor mittlerweile 3 Jahren hat sie den Industriezucker aus ihrem Leben verbannt und fühlt sich nun viel glücklicher und zufriedener.

Über Ihre Erfahrungen schreibt sie auf einem Blog und hält schließlich ihr 8-Wochen-Programm „I quit sugar“ in dem gegenständlichen Buch fest.

Ein Schritt nach dem anderen heißt nicht nur die erste Woche, so geht sie insgesamt vor. Jede Woche wird der Augenmerk auf ein anderes Thema gelegt und so ist man in der Lage, sich langsam auf die neue Ernährung ohne Zucker einzustellen.

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Im Mittelteil vom Buch zeigt uns Sarah ihre Tricks, wie sie durch einfache Maßnahmen ihren Kochalltag vereinfacht, damit erst gar nicht der große Heißhunger auf Fastfood aufkommt. Ohne gute Organisation wird es schwierig und damit rennt Sarah Wilson natürlich offene Türen bei mir ein.

Der Hauptteil vom Buch besteht aus verschiedenen zuckerfreien Rezepten. Hier findet man Frühstücksideen, Smoothies, Detox-Gerichte, herzhafte Snacks und sogar Naschereien ohne Zucker.

Abgerundet wird das Buch durch Tipps, was sich alles zu Hause befinden sollte, damit man immer etwas Leckeres kochen kann, und ein Rezeptregister.

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Meine Meinung zu dem Buch

Es ist ein durch und durch modernes Buch, schon das Format hebt sich stark von den üblichen Büchern ab. Die bunten Bilder und das Layout entspricht ganz dem bunten Stil eines Blogs. Hier wird meiner Meinung nach auch gut sichtbar, dass das Buchprojekt einem Blog entsprungen ist.

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Der Theorieteil hat mich sehr angesprochen. Auch wenn ich nicht bei 0 angefangen habe, so haben mich ihre Worte doch sehr motiviert, noch einmal etwas genauer hinzuschauen und auch einige Tipps in den Alltag mitzunehmen.

Der Rezeptteil hat mir leider nicht so gut gefallen. Bei ganz vielen Rezepten werden Kokos-Produkte verwendet, also Kokosmilch, Kokosöl, Kokosflocken, Kokoschips, Kokoscreme, Kokoswasser und Kokosmehl, welche ich gar nicht verwende. Und ich habe auch nicht vor, das zu ändern, da ich Wert darauf lege, mich regional und saisonal zu ernähren.

Bei den süßen Rezepten wird hauptsächlich Stevia zum Süßen eingesetzt, auch dieses Produkt möchte ich nicht verwenden. Ebenso sind Avocados oft bei den Zutaten und die wachsen auch nicht gerade um die Ecke.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, die stufenweise Zuckerentwöhnung, welche durch gute Tipps ergänzt wird, kann gut funktionieren.

Am meisten hat mich der Mittelteil mit den Tipps für die Vorräte angesprochen. Hier werden nicht nur Rezepte für selbst gemachten Frischkäse und selbst gemachte Mandelmilch gezeigt, sondern einmal mehr darauf hingewiesen, wie gesund selbst gezogene Sprossen sind.

Womit mich Sarah Wilson natürlich am meisten anspricht ist, dass sie auf Industrieprodukte gänzlich verzichtet und alles selbst kocht.

Sarah Wilson liest aus ihrem Buch und erzählt über ihre Motivation


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clean eating – gesünder leben durch gesunde Ernährung #5

Im Zuge meiner Beschäftigung mit dem Thema gesunde Ernährung habe ich auch ein wenig in die Ernährung nach TCM hinein geschnuppert.

Man kann guten Gewissens sagen, dass die Ernährung nach TCM ausgesprochen „clean“ ist und schon lange war, bevor es diesen Begriff im Sinne einer Ernährungsform bereits gab.

Entdeckt habe ich dabei die überaus lesenswerte Internetseite von Katharina Ziegelbauer, welche durch einen ausgesprochen informativen Blog ergänzt wird.

Besonders hilfreich fand ich bei den Downloads den Beitrag 16 Schritte zu einer gesünderen Ernährung nach TCM.

YinYangErnährung nach TCM

Ich bin jetzt kein Experte um ausführlich zu beschreiben, worum es bei der Ernährung nach TCM geht, deshalb werde ich das hier auch nicht machen. Für mich war es auch nie wichtig, eine bestimme Ernährungsform exakt und perfekt zu praktizieren.

Vielmehr habe ich mir das heraus genommen, was gut in mein Leben passt, sich ohne Mühe integrieren lässt und mir gut tut.

Bei der Ernährung nach TCM geht es darum sich ausgewogen zu ernähren, von allem ein bisschen, alle Geschmacksrichtungen sollen vertreten sein.

Nach TCM werden die Gerichte durch das Kochen bekömmlicher, da die Nährstoffe besser aufgeschlossen werden können. Durch lange Kochzeiten z.B. bei der Basissuppe bekommt die Nahrung noch einmal eine zusätzliche Energie.

Es nutzt nämlich gar nichts, wenn in Rohkost viel mehr Vitamine enthalten sind, wenn der Körper sie nicht verwerten kann. Das muss jetzt nicht auf jeden Menschen zutreffen. In meinem Fall war das jedoch so, denn ich hatte davor oft Verdauungsprobleme und die gehören seitdem der Vergangenheit an.

das Frühstück

Das Frühstück ist ein sehr zentrales Thema bei der Ernährung nach TCM. Empfohlen wird ein warmes, gekochtes Frühstück um dem Körper ganz viel Energie für den Tag zu geben.

Im Frühsommer habe ich an einem TCM-Kochkurs zum Thema „warmes Frühstück“ teilgenommen und einiges daraus im Alltag umsetzen können. Und ich muss sagen, es tut mir wirklich unglaublich gut, den Tag mit einem warmen Frühstück zu beginnen!

Als ich nun am Blog von Katharina entdeckt habe, dass sie ein Buch mit vielen Rezepte für ein warmes Frühstück geschrieben hat, war ich gleich Feuer und Flamme.

Buchtipp

e-book

e-book

30 einfache TCM-Frühstücksrezepte für jeden Tag
von Katharina Ziegelbauer

In dem Buch sind neben einer kurzen Einführung sowohl süße als auch pikante Frühstücksrezepte zu finden. Besonders gut gefällt mir, dass es ganz einfache Rezepte mit nur wenigen Zutaten sind. Die Zubereitung dauert nicht lange, sodass man das sogar vor dem Arbeiten noch schaffen kann.

Das Layout finde ich sehr gelungen, jedes Rezept ist auf einer eigenen Seite zu finden, sodass man den E-Reader einfach neben den Herd legen kann. Alternativ könnte man die Seite mit dem Lieblingsrezept auf A4 ausdrucken.

Jedes einzelne Rezept wird durch Informationen zur Wirkungsweise der Zutaten nach TCM ergänzt.

Nachgekocht

Natürlich habe ich mich gleich daran gemacht und einige Rezepte ausprobiert. Für diesen Beitrag habe ich jeweils ein süßes und ein pikantes Rezept fotografiert.

Feigenquinoa

Als ich vor einiger Zeit Feigen geschenkt bekam, musste ich natürlich gleich dieses Rezept ausprobieren. Es ist wirklich sehr einfach nachzukochen.

Quinoa braucht nicht lange um gar zu sein, während dessen werden die Feigen und die Mandeln kurz in Butter gebraten und mit etwas rotem Saft abgelöscht.

Innerhalb von 15 Minuten hat man ein super leckeres Frühstück gezaubert.

TCM Feigenquinoa_Collage

Tomateneierspeise

Wer es lieber pikant hat, der ist hier richtig. Dieses Frühstück ist sogar noch schneller fertig. Die Tomaten werden kurz in Butter gebraten, das Ei dazu geben, kurz verrühren, ich habe noch etwas Käse darauf gestreut, und nach gerade einmal 10 Minuten ist das Frühstück fertig.

Bestreut wurde die Tomateneierspeise mit selbst gezogener Kresse, das macht dann auch farblich etwas her.

TCM Tomateneierspeise Collage

Ein Vorgeschmack auf das Buch ist auch in Katharinas Beitrag „die 3 beliebtesten Frühstücksrezepte“ zu finden.

warmes Frühstück in der Arbeit

Ich mache sehr gerne Bananenporridge, Griesbrei oder eine einfache Gemüsesuppe zum Frühstück. Gerade die Breie kann man gut vor der Arbeit kochen und in ein Glas mit gut schließendem Deckel füllen. Mit einem isolierenden Tuch herum bleibt der Brei für gut 2 Stunden warm und kann etwas später in der Arbeit als warmes Frühstück gegessen werden.

Aber auch eine heiße Gemüsesuppe kann man in einer Thermoskanne gut transportieren und diese bleibt dann wirklich sehr lang warm.

mein Porridge für die Arbeit zum Mitnehmen

mein Porridge für die Arbeit zum Mitnehmen

Auf dem Foto zu sehen ist die selbst gemachte Walnussmilch, welche ich mit den Haferflocken gemeinsam koche. Mit Hilfe des Edelstahltrichters wird der fertige Brei in ein Glas mit Schraubverschluss abgefüllt. Für den Transport kommt meine Isoliertasche mit Klapperschutz zum Einsatz, die ich üblicherweise zum Einkaufen von Milch verwende.


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3 Wochen ohne Zucker – Fazit Zuckerchallenge

In den ersten 3 Wochen im Oktober habe ich an der „sugar free challenge“ teilgenommen und auf Industriezucker verzichtet.

Über meine Motivation und mein Vorhaben habe ich hier geschrieben und heute möchte ich erzählen, wie es mir ergangen ist.

kein Zucker mehr für mich

kein Zucker mehr für mich

aller Anfang ist nicht immer schwer

Obwohl ich in den Tagen davor einige Ausrutscher gehabt habe, ist es mir gar nicht so schwer gefallen, den Zucker gänzlich weg zu lassen. Ich war sehr motiviert und vor allem neugierig, neue Wege zu gehen und Alternativen auszuprobieren.

Gesüßt habe ich mit der natürlichen Süße von Früchten. In meinen morgendlichen Porridge habe ich eine kleine zuerdrückte Banane gemengt. Um etwas Abwechslung zu haben, kann man auch ein paar Rosinen mitkochen.

Ich habe sogar Rezepte für gänzlich zuckerfreie Kuchen bzw. Muffins gefunden und gebacken. Hier das von mir selbst adaptierte Rezept, das ich sehr lecker finde.

zuckerfreie Muffins

zuckerfreie Muffins

Rezept

95 g Dinkelvollkornmehl
95 gr weißes Mehl
2 TL Backpulver
2 Eier
80 ml Öl
3-4 sehr reife Bananen
1 handvoll gehackte Trockenfrüchte/Rosinen gemischt (ohne Zucker)
etwas Trester von der Walnussmilch oder ein paar gehackte Nüsse

Alle trockenen Zutaten mischen, alle nassen Zutaten in einer anderen Schüssel mischen, danach die Flüssigkeiten zu den trockenen Zutaten schütten, alles rasch vermengen und in Muffinsformen ca. 25 Min backen.

das Verlangen nach Zucker reduziert sich

Mit der Zeit wurde das Verlangen nach Zucker deutlich weniger. Ich hatte nicht einmal mehr sehr viel Lust auf den süßen Geschmack von den Früchten, es hat sich mein Bedürfnis total verändert.

Das hat mich dann doch überrascht, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Mit der Zeit ging es mir immer besser, ich habe mich einfach nur noch wohl gefühlt in meiner Haut.

Vor allem ist mir aufgefallen, dass meine manchmal vorkommenden Unruhezustände total verschwunden sind. Zuerst habe ich das gar nicht in Verbindung mit dem Zucker gebracht, bis ich den Beweis durch einen ganz großen Ausrutscher hatte.

wieder aufstehen und Krönchen richten

Die Challenge war vorbei und mit den Erfahrungen der 3 Wochen dachte ich, mir kann nichts passieren, wenn ich ab und zu etwas Süßes esse.

Aber denkste, ganz falsch. Ich war plötzlich auf einem ganz komischen Trip und hatte mein Essverhalten nicht mehr unter Kontrolle. Kaum habe ich eine süße Kleinigkeit gegessen, schrie alles in meinem Körper nach mehr.

Und da waren sie wieder, diese seltsamen Unruhezustände, die ich in den drei Wochen davor gar nicht vermisst hatte.

Also habe ich alles, was mich in Versuchung führen könnte, in eine Tasche gepackt und in einen Fairteiler von Foodsharing gebracht. Seitdem lebe ich wieder ohne Industriezucker und bin sehr froh darüber.

nur noch natürliche Süße

Ich werde daher weiter damit fortsetzen, dass ich auf Industriezucker verzichte. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man etwas süßen Geschmack in sein Leben bringen kann, dazu braucht man keinen Industriezucker.

natürliche Zuckeralternativen

natürliche Zuckeralternativen

Mit Obst oder Trockenfrüchten kann man eigentlich überall ein bisschen Süße hinein bringen. In den 3 Wochen haben ich sehr viel experimentiert und herausgefunden, dass man Industriezucker sehr gut vermeiden bzw. reduzieren kann.

Hilfreich für mich ist, dass ich nichts nach Hause bringe, was mich in Versuchung führt. Dann kann ich ganz gut ohne Zucker leben.

Wenn ich eingeladen bin, werde ich mir (so wie gestern) aber trotzdem ab und zu ein kleines Stück Kuchen gönnen. Wichtig ist mir, den Zucker nicht mehr in meinen Alltag zu lassen.

gesunder süßer Snack für Zwischendurch

Ich nasche wirklich sehr gerne und liebe es vor allem, zum Abschluss vom Mittag- oder Abendessen noch einen kleinen süßen Happen zu essen.

Aus diesem Grund habe ich nach einer gesunden Alternative gesucht und bin auf die Idee der getrockneten Apfelspalten gekommen. Selbst gemacht aus regionalen Äpfeln sind sie eine gute Möglichkeit gesund zu naschen.

getrocknete Apfelspalten, eine selbst gemachte Nascherei

getrocknete Apfelspalten, eine selbst gemachte Nascherei

Rezept:

3-4 Äpfel gut waschen, vierteln, vom Kerngehäuse befreien und anschließend in dünne Scheiben schneiden. Apfelchips erhältst Du, wenn sie wirklich GANZ dünn geschnitten sind.

Ich habe ein wenig herum experimentiert und herausgefunden, dass ich mich nicht festlegen mag. Ich mache sie daher einmal dünner und das andere Mal dicker, damit habe ich gleichzeitig Abwechslung beim Geschmack.

Die Apfelscheiben werden mit Hilfe von einem Blatt Backpapier (ich habe verwende das selbe immer wieder) auf das Gitter gelegt. Nachdem mein Backrohr Heißluft hat, kann ich mehrere Lagen hinein schieben.

Dann werden die Apfelscheiben bei ca. 70° Heißluft für 2-3 Stunden getrocknet. Das Backrohr wird dabei mit Hilfe von einem Kochlöffel oder ähnlichem einen Spalt breit offen gelassen.

Anschließend die getrockneten Apfelstücke auskühlen lassen und in ein Glas füllen.

Fertig ist die gesunde Nascherei! Und ganz ohne Plastik sowie frei von Verpackungsmüll ist sie auch noch.

zuckerfreies Naschen ist möglich

zuckerfreies Naschen ist möglich

Verlinkt zu Create in Austria, Rezeptelinkparty bei Gusta, Creadienstag, Handmade on Tuesday und Dienstagsdinge


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