aktiv gegen Lebensmittelverschwendung #5

Der achtsame Umgang mit Lebensmitteln

Jedem passiert es manchmal, dass man zu viel eingekauft hat. Selbst wenn man mit Einkaufsliste und Wochenplan versucht, das zu vermeiden, so passieren doch immer wieder unvorhersehbare Ereignisse, die den ganz schönen Plan zunichte machen.

Daher ist es wichtig, die Nahrungsmittel in der Küche und im Vorratsschrank im Auge zu behalten und entsprechend zu reagieren. Im heutigen Teil der Serie möchte ich mich mit dem Tiefkühlen beschäftigen.

Lebensmittel sind kostbar

Der einfachste Weg ist nicht immer der beste

Wenn man den Platz hat, einen Tiefkühlschrank aufzustellen, ist das natürlich eine sehr einfach und bequeme Möglichkeit, Lebensmittel zu konservieren und vor dem Verderben zu bewahren.

Allerdings ist das ganz sicher nicht die beste Variante, da die Herstellung des Tiefkühlschrankes viele Ressourcen und der laufende Betrieb Strom verbraucht.

Ich muss gestehen, dass ich dennoch sehr gerne mit dem Tiefkühlschrank arbeite und schon beinahe alles eingefroren habe, was möglich und teilweise auch unmöglich ist. Daher kann ich hier wirklich auf eine reichhaltige Erfahrung zurückgreifen, an der ich Dich gerne teilhaben lasse.

Milchprodukte

Grundsätzlich ist zu sagen, dass alle Milchprodukte eingefroren werden können, um die Haltbarkeit zu verlängern.

Hier kommt das große ABER – nicht bei allen bleibt die bisherige Konsistenz erhalten, das Produkt ist oft nur noch zum Kochen geeignet.

Butter wird am besten in geeignete Portionsgrößen zerteilt und kann wie frische verwendet werden. Ein Singlehaushalt kann z.B. die Hälfte der Packung in die Butterdose geben und den Rest in der Orginalpackung einfrieren.

Topfen (Quark) verändert sich kaum, ich verwende ihn nach dem Auftauen jedoch auch meist nur noch zum Backen.

Auch Milch kann wunderbar eingefroren werden, das ist vor allem praktisch, wenn man wegfährt. Milch ist nahezu unverändert nach dem Einfrieren. Wenn man nur sehr selten Milch für den Kaffee benötigt, kann man diese auch in Eiswürfelbehälter einfrieren und diese dann einzeln portionieren.

Schlagobers (Sahne) wird durch das Einfrieren grieslig, kann aber wunderbar zum Backen oder Kochen verwendet werden. Zuletzt ist es mir sogar problemlos gelungen, den zuvor eingefrorenen Schlagobers wieder aufzuschlagen.

Auch Frischkäse, Joghurt, Sauerrahm und Creme fraiche habe ich schon eingefroren und können zum Kochen noch gut verwendet werden. Die Konsistenz ist jedoch etwas verändert gegenüber frischen Produkten.

Hartkäse ist nach dem Auftauen so gut wie frischer Käse, auch Weichkäse ist zum Einfrieren geeignet, jedoch verändert sich manchmal die Beschaffenheit der Rinde durch die Feuchtigkeit beim Auftauen.

Obst

Obst kann grundsätzlich sehr gut eingefroren werden, ist jedoch für den rohen Genuss nur noch bedingt geeignet. Eingefrorenes Obst verwende ich zum Kochen und Backen oder für Obstknödel.

Beerenfrüchte werden noch gefroren in das Müsli oder ein Joghurt eingerührt und schmecken wie frisch. Man muss natürlich das Joghurt ein wenig bei Raumtemperatur stehen lassen, damit es nicht so kalt ist.

Insbesondere für die Fülle einer Topfentorte (Käsesahnetorte) verwende ich sehr gerne gefrorenes Obst wie z.B. Heidelbeeren oder Himbeeren, weil diese nicht zergatschen (zermatschen) und der Topfen so schön weiß bleibt.

gefrorene Heidelbeeren als Topping für den Chiapudding

gefrorene Heidelbeeren als Topping für den Chiapudding

Gemüse

Gemüse kann mit Ausnahme von Kartoffeln hervorragend eingefroren werden. Aufgrund des hohen Wassergehalts ist das Gemüse nach dem Einfrieren jedoch nicht mehr für den rohen Verzehr geeignet, da die Zellen durch das Einfrieren zerstört werden. Trotzdem ist es eine gute Möglichkeit, die überzähligen Karotten zu schälen und fix fertig vorbereitet für die nächste Suppe einzufrieren.

Wenn man gerne gemischtes Gemüse kocht, dann kann man dieses auch gut selbst vorbereiten und spart künftig Verpackungsmüll.

Wer einen Garten hat, der weiß die Vorzüge des Tiefkühlschrankes speziell beim Gemüse sicher sehr zu schätzen.

Hülsenfrüchte

Getrocknete Hülsenfrüchte haben den Nachteil, dass man sie vor dem Kochen relativ lange einweichen muss. Daher greifen sehr viele Menschen auf industriell vorgefertigte Ware in Dosen zurück. Aber das ist aus ökologischer Sicht natürlich eine wirkliche Katastrophe.

Es geht nämlich viel einfacher. Um sich die Arbeit zu erleichtern kann man mit Hilfe des Tiefkühlschrankes den Aufwand reduzieren. Am besten kocht man gleich eine größere Menge von Kichererbsen, Bohnen & Co vor und friert einen Teil davon portionsweise ein.

Die gekochten Hülsenfrüchte kann man sogar in gefrorenem Zustand beispielsweise in den Gemüseeintopf schütten, sie leiden gar nicht unter dem Einfrieren und sind in weiterer Folge ähnlich schnell verwendet wie die Geschwister in der Dose.

Hülsenfrüchte lassen sich sowohl roh als auch gekocht sehr gut einfrieren

Hülsenfrüchte lassen sich sowohl roh als auch gekocht sehr gut einfrieren

Einen ganz besonderen Tipp habe ich für alle, die einen Garten nutzen und selbst Bohnen anbauen. Man erntet die Bohnen so frühzeitig, dass sie zwar reif, aber noch nicht trocken sind, und friert sie sofort ein.

Dadurch erspart man sich das Einweichen und reduziert die Kochzeit auf ein Minimum. Bohnen, die so behandelt wurden, brauchen oft nicht einmal 20 Minuten um gar zu werden, also noch einmal deutlich weniger als getrocknete Bohnen, die lange eingeweicht wurden.

Kräuter

Kräuter sind natürlich der Klassiker beim Einfrieren. Petersilie und andere Kräuter kann man ganz hervorragend auch in Gläsern einfrieren.

Petersilie im Glas eingefroren

Petersilie im Glas eingefroren

Eier

Teile von Eiern können sehr gut eingefroren werden. Gerade in der weihnachtlichen Backzeit bleiben oft Eiklar übrig. Ich friere diese je Eiklar in kleinen Behältern ein. Nach dem Durchfrieren kann man die Eiklarwürfel in größere Behälter umfüllen. So bleibe ich flexibel und kann auch nach dem Einfrieren die Menge an Eiklar individuell wählen.

Auch Eidotter kann wie oben beschrieben eingefroren werden. Allerdings wird er etwas fester dadurch, kann jedoch noch sehr gut zum Backen verwendet werden.

Mein Experiment, Eidotter und Eiklar gemeinsam einzufrieren ist gescheitert. Ich habe Dotter und Klar von 5 Eiern gemeinsam in einem Behälter eingefroren, um sie danach zu einem Kuchen zu verbacken. Das Ergebnis war sehr überraschend für mich, da der Dotter nach dem Auftauen ganz hart war, wie von einem gekochten Ei. Warum das so ist, weiß ich zwar nicht, aber ich nehme an, dass es möglicherweise an unterschiedlichen Gefrierpunkten liegt. Jedenfalls konnte ich den Kuchen zwar backen, aber der Dotter ließ sich nur leicht krümelig verarbeiten.

Ich kann daher nicht empfehlen, ganze Eier einzufrieren. Nur um Missverständissen vorzubeugen, natürlich habe ich sie vor dem Einfrieren aufgeklopft.

Brot

Gerade Kleinhaushalte klagen darüber, dass immer wieder Brot hart oder gar schimmlig wird. Am besten reduziert man das Brot direkt nach dem Einkauf oder dem Backen auf die passende Portionsgröße und friert den Rest ein.

Manche Menschen, die wirklich sehr wenig Brot essen, frieren vorgeschnittenes Brot ein. Das mindert die Qualität jedoch sehr, da gerade Brot sehr schnell in der Kälte austrocknet.

Wenn ich einen Brotteig ansetze, backe ich gerne ein paar Weckerln und ein Brot gemeinsam. Die Weckerln werden gleich gegessen und das Brot friere ich dann für später ein. Manchmal mache ich das natürlich auch umgekehrt.

unser selbst gebackenes Frühstücksbrot

unser selbst gebackenes Frühstücksbrot

Kuchen

Auch Kuchen kann sehr gut eingefroren werden. Gerne auch in kleinen Portionen, dann kann man sich auch einfach nur ein einziges Stück zum Kaffee heraus nehmen.

Fertige Speisen

Selbst zubereitete fertige Speisen sind ganz wunderbar geeignet, um in Notfällen das Lieferservice zu vermeiden. Ich friere meist Einzelportionen ein und habe immer ein selbst gekochtes Notfallsessen.

Der Vorteil beim Einfrieren ist, dass man auch Miniportionen, die zu klein sind für ein eigenständiges Gericht, verwenden kann. Wenn ein kleiner Rest gekochter Reis übrig bleibt, dann friere ich den ein. Entweder bleibt irgendwann noch eine Miniportion übrig, dann ergänze ich die bestehende Portion oder man kann den Reisrest auch wunderbar für Gemüselaibchen oder Gemüse- bzw. Fleischfüllungen für Kürbis & Co verwenden.

Gerade Nudelsoßen koche ich nach Plan in größeren Portionen, um eine Reserve einfrieren zu können.

Kartoffelgerichte eignen sich nur bedingt zum Einfrieren, da sich die Konsistenz von Kartoffeln sehr verändert. Wenn es sich vermeiden lässt, dann mache ich das nicht.

Auch gekochte Nudeln kann man einfrieren. Entweder brät man sie nach dem Auftauchen oder wirft sie gerne auch gefroren für maximal 1 Minute in kochendes, gesalzenes Wasser.

Darüber, dass man Pizza auf Vorrat zubereiten kann und dadurch selbst gemachtes Fastfood hat, habe ich bereits geschrieben.

Beilagen

Außer Kartoffeln lässt sich jede Art von Beilage sehr gut einfrieren und weiterverwenden und ermöglicht es, ein rasches Essen auf den Tisch zu stellen. Gerade aufwändigere Beilagen wie Knödeln und Spätzle friere ich gerne für Notfälle ein.

sehr lecker, aber ein wenig aufwändig zuzubereiten

sehr lecker, aber ein wenig aufwändig zuzubereiten

Fortsetzung folgt

Ich möchte immer wieder einmal einzelne Lebensmittel aufgreifen, die öfters im Müll landen. Zu jedem Lebensmittel werde ich Verarbeitungsmöglichkeiten zeigen, die den Verbrauch beschleunigen oder die Haltbarkeit erhöhen.


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Sauerkraut

Seitdem ich denken kann liebe ich Sauerkraut (Sauerkohl). Am liebsten esse ich es roh als Salat aber auch gekocht als Szegediner-Gulasch jedoch ohne Fleisch mag ich es sehr.

Allerdings bin ich sehr heikel, denn das Sauerkraut darf auf keinen Fall aus dem Plastikpackerl kommen. Abgesehen vom Plastikmüll finde ich, dass das wirklich nicht gut schmeckt.

Vor einigen Jahren habe ich entdeckt, dass man auch zu Hause im Kleinen Sauerkraut machen kann. Das hat mich natürlich gleich fasziniert, wie Du Dir denken kannst.

Heute möchte ich Dir daher eine ganz einfache Möglichkeit vorstellen, wie Du selbst Sauerkraut machen kannst. Damit entsteht dann wirklich fast kein Müll und es schmeckt unglaublich lecker!

selbst gemachtes Sauerkraut im Glas schmeckt super lecker

selbst gemachtes Sauerkraut im Glas schmeckt super lecker

wastecooking

Im Winter hat das Weißkraut (Weißkohl) saison, man bekommt es derzeit wirklich sehr günstig. Oft sind die Krautköpfe einfach riesig, für Singles gar nicht zu schaffen, aber auch für kleine Familien viel zu groß.

Mein Rezept ist daher hervorragend geeignet, um die 2. Hälfte vom Krautkopf zu konservieren und daraus Sauerkraut zu machen. Das ist dann auch wirklich nicht sehr aufwändig. Man schneidet einfach das ganze Kraut klein, die eine Hälfte verkocht man, die andere Hälfte wird zu Sauerkraut und hat dadurch keine Chance mehr zu verderben.

Basisrezept:

1 kg Weißkraut (Weißkohl)
12 gr Salz
optional: Kümmel, Wacholderbeeren, Lorbeerblatt etc.

Zubereitung:

Wenn nötig werden zuerst die äußeren Blätter vom Krautkopf entfernt. Je nach Größe vom Kopf wird dieser halbiert oder geviertelt, der Strunkt entfernt und danach gehobelt, mit dem Messer oder mit der Küchenmaschine klein geschnitten.

Die Dicke wählt man nach den persönlichen Vorlieben. Ich mag das Sauerkraut eher dünn.

zuerst wird das Kraut klein geschnitten

zuerst wird das Kraut klein geschnitten

Nun wird das geschnittene Kraut abgewogen, die nötige Menge an Salz berechnet und darüber gestreut. Jetzt kommt der handwerkliche Teil, mit den bloßen Händen knetest Du das Kraut gemeinsam mit dem Salz so lange gut durch, bis es weich wird und deutlich Wasser lässt. Wenn es die gewünschte Konsistenz hat, dann werden die restlichen Gewürze gut vermengt.

Das nunmehr weiche Kraut wird gemeinsam mit der ausgetretenen Flüssigkeit ganz fest in die sauber vorbereiteten Gläser eingefüllt. Ich habe dazu wie immer meinen Edelstahltrichter verwendet, aber man kann alles natürlich auch mit den Fingern in das Glas füllen.

das Kneten dauert nur ein paar Minuten

das Kneten dauert nur ein paar Minuten

Die Gläser werden mit etwas Frischhaltefolie abgeckt und danach mit dem Deckel zugeschraubt.

Warum ist die Frischhaltefolie nötig? Durch das Salz und die milchsaure Gärung würden die Deckel von den Gläser zerstört und die Plastikfolie verhindert das.

Ich habe noch eine Packung Frischhaltefolie zu Hause, die ich vor ca. 15 Jahren gekauft habe. So lange hält die schon bei mir, weil ich sie nur 1 x im Jahr brauche, nämlich genau für dieses Rezept. Wenn die Folie jemals leer wird, werde ich natürlich keine mehr kaufen und statt dessen Bügelgläser verwenden.

Ich empfehle die Gläser in eine Auflaufform oder einen großen Topf zu stellen, da es sein kann, dass etwas Flüssigkeit austritt wenn die Gärung einsetzt.

Für 3 – 6 Tage bleiben die Gläser bei ca. 18 – 20° stehen und kommen anschließend zur weiteren Reifung und Lagerung in den Keller. Nach 2-3 Wochen kann man das erste Glas öffnen und sich über das leckere Sauerkraut freuen.

Aufbewahrung der Gläser während des Gärprozesses

Aufbewahrung der Gläser während des Gärprozesses

es darf auch ein bisschen mehr sein

Kerstin hat voriges Jahr auf ihrem Blog „Moorblume“ gezeigt, wie sie gemeinsam mit ihrer Mutter Sauerkraut macht. Sie hat eine richtig professionelle Ausrüstung mit einer großen Schneidemaschine und mehreren Steinguttöpfen für die Aufbewahrung.

Haltbarkeit:

Das Sauerkraut ist zwar rund 1 Jahr haltbar, ich verbrauche aber immer alles bis spätestens März, weil ich mich dann schon auf das Frühlingsgemüse freue und Kraut nicht mehr so gerne esse.

PS: Wäre das nicht auch noch ein schnelles DIY-Weihnachtsgeschenk?

Sauerkraut im Glas Collage


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Alle ausführlichen von mir selbst geschriebenen Anleitungen sind auf der Übersichtsseite „Anleitungen – Tutorials“ zusammengefasst.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – grüne Tomatenmarmelade

Langsam wird es richtig kalt draußen, es hat sogar schon das erste Mal gefroren. Die letzten Tomaten werden es wohl nicht mehr schaffen rot zu werden.

Trotzdem sind die grünen Tomaten wunderschön, viel zu schade zum Wegwerfen!

die Tomaten werden Ende Oktober nicht mehr reif

die Tomaten werden Ende Oktober nicht mehr reif

Wer kennt nicht den Film „grüne Tomaten“ (ich LIEBE ihn!!!), daher schwirrte es schon lange in meinem Kopf herum, endlich etwas aus den grünen Tomaten zu machen. Leider waren meine Tomaten sehr klein, daher kamen die im Film immer wieder zitierten „fried green tomatoes“ nicht in Frage.

Nach einigem Hadern und vielen Überlegungen habe ich mich für grüne Tomatenmarmelade entschieden.

Rezept:

1 kg grüne Tomaten
2-3 süße Äpfel
500 gr Gelierzucker 2:1
1 gute Prise Salz
frischer Ingwer oder Ingwerpulver

Zubereitung:

Die Tomaten werden geschält, ich habe das mit einem scharfen Messer wie bei Äpfeln gemacht. Grüne Tomaten sind sehr hart, da geht das ganz einfach. Auch die Äpfel schälen und alles in kleine Stücke schneiden.

Danach mit etwas Wasser in einem Topf aufkochen, ca. 5-10 Minuten unter Rühren kochen lassen und danach mit dem Pürierstab zerkleinern.

In die pürierte Masse werden die restlichen Gewürze und der Gelierzucker untergemengt und nach Packungsvorschrift (meist 3-5 Min.) sprudelnd kochen gelassen.

Die noch heiße Marmelade rasch in die sauber vorbereiteten Gläser abfüllen und sofort verschließen. Wie immer verwende ich zum Abfüllen meinen Edelstahltrichter, damit der Glasrand sauber bleibt.

gruene Tomaten

Verwendung:

Grüne Tomatenmarmelade ist recht würzig, daher verwendet man sie zu Gegrilltem, kurz gebratenem Fleisch und natürlich auch zu Getreide- oder Gemüselaibchen.

Es ist somit eine gute Alternative zu fertigem Ketchup, ein perfektes Wastecooking-Rezept, das keine Konservierungsstoffe enthält und verursacht keinen Plastikmüll.

Haltbarkeit:

Die grüne Tomatenmarmelade hält mindestens ein Jahr.


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft im Herbst

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selbst.gemacht statt selbst.gekauft im Herbst

Nachdem ich gerade Tomaten und gemischten Obstsirup eingekocht habe, ist mir die Idee gekommen, eine kleine Zusammenfassung einiger Anleitungen zum Einkochen und Verwendung der Fülle von Obst und Gemüse, das derzeit gerade so reif ist/wird, zu veröffentlichen.

Apfelsaft, Apfeltiramisu und Fruchtmus

gebrannte Nüsse, Kräutersalz und Kräutersirup

Mirabellensirup, Walnussmilch und Rote Rüben (Rote Bete) Salat einkochen

Schokoaufstrich, Suppengewürz und eingekochte Tomaten

Wastecooking-Sirup, Zucchinikuchen und Zwetschgen-Schoko-Marmelade

Und natürlich dürfen meine heute frisch eingekochten Tomaten nicht fehlen.

Das war gar nicht viel Arbeit, denn für das Mittagessen habe ich sowieso eine Tomatensoße gekocht und das geht dann unter einem. Ich habe einfach mehr gemacht und den Großteil in Flaschen abgefüllt.

Tomatensoße für den Winter

Tomatensoße für den Winter


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Wastecookingsirup

Im Herbst gibt es Obst im Überfluss. Das merkt man auch, wenn man die Mülltonnen der Lebensmittelgeschäft betrachtet. Es ist eine unglaubliche Verschwendung, wie viele Lebensmittel da im Müll landen, die noch gut und genießbar sind.

Wie schon im Beitrag „Aktiv gegen Lebensmittelverschwendung“ geschrieben, arbeite ich bei foodsharing mit und besuche auch ab und zu die Container der Lebensmittelgeschäfte.

Was ich wirklich schlimm finde ist, dass viele in Plastik verpackte Lebensmittel in der schwarzen Tonne landen. Der Müll wird nicht korrekt getrennt und die Nahrungsmittel lande noch nicht einmal im Biomüll.

Zum Glück gibt es mittlerweile wirklich viele Menschen, die dagegen etwas unternehmen wollen und die Lebensmittel aus dem Müll retten. Über Fairteiler werden diese Lebensmittel dann mit anderen Menschen geteilt.

Zuletzt habe ich einiges an Obst gefunden und damit einen bunt gemischten Wastecooking-Sirup gemacht. Auf den Bildern ist übrigens eine Mischung aus Himbeeren, Weintrauben, Nektarine und Apfel zu sehen.

So ein gemischter Obstsirup ist auch für alle, die einen Garten besitzen oder einmal zu viel Obst eingekauft haben, eine gute Möglichkeit eine größere Menge Obst rasch haltbar zu machen.

Man kann das Obst mit einem ganz normalen Topf entsaften, ich besitze selbst keinen Entsafter. Bei kleinen Mengen geht das wirklich ganz schnell.

wastecookingsirup collage

Entsaften von Obst

2 kg Obst bunt gemischt
1 l Wasser

Das Obst wird gut gewaschen, allfällige Druckstellen und Kerne entfernt, zerkleinert und mit Hilfe von Wasser aufgekocht. Man lässt alles ca. 10 Minuten kochen, bis die Früchte sehr gut zerfallen sind. Mit dem Schneebesen kann man nachhelfen.

Danach seiht man die Flüssigkeit durch ein feines Haarsieb, um den reinen Saft zu erhalten. Wenn Du einen klaren Saft erhalten willst, darfst Du nicht drücken oder quetschen, sonst wird der Saft trüb.

Basisrezept für den Wastecooking-Sirup

1 l reiner Obstsaft (siehe oben)
1 kg Zucker
Saft von 2 Zitronen oder 10 gr Zitronensäure

Zubereitung

Der auf oben beschriebene Weise gewonnene Obstsaft wird abgemessen und in einem großen Topf mit der berechneten Menge Zucker sowie Zitronensaft bzw. Zitronensäure versetzt. Die Flüssigkeit wird unter ständigem Rühren aufgekocht und 3-5 Minuten sanft wallen gelassen.

Danach wird der noch kochend heiße Sirup mit Hilfe von einem Trichter aus Edelstahl in die sauberen Flaschen gefüllt und diese werden sofort gut verschlossen.

Haltbarkeit

Der Sirup hält im dunklen Keller trocken gelagert länger als 1 Jahr. Wir haben noch geringe Restbestände verschiedener Sirupe vom Vorjahr im Keller, die unverändert gut schmecken. Nicht vollständig gefüllte Flaschen sollten gleich aufgebraucht werden.


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Melissensirup

Die Kräutersaison hat bereits vor längerem begonnen, im Garten wächst die Zitronenmelisse wunderbar heran. Dieses Jahr habe ich zusätzlich einen Stock Zitronenmelisse im Tontopf, den ich auf dem Balkon ziehe.

Gerade bei Getränken kann man durch Selbermachen sehr viel Müll, insbesondere Plastikmüll, reduzieren. Im vorigen Jahr habe ich bereits mehrere Anleitungen für Sirup veröffentlicht, aber ich habe natürlich noch lange nicht alles gezeigt.

Ich setze daher heute in meiner selbst.gemacht statt selbst.gekauft Serie mit dem Zitronenmelissensirup fort. Alternativ kann man auch Goldmelisse verwenden.

auch im Tontopf kann man die Zitronenmelisse gut ziehen

auch im Tontopf kann man die Zitronenmelisse gut ziehen

Basisrezept

1 l Wasser
1 kg Zucker
1 große Hand voll (also eigentlich beide Hände gemeinsam voll) Zitronenmelisse
(nach dem Putzen der Kräuter gemessen!)
2-3 ungespritzte Bio-Zitronen oder 5 – 10 gr Zitronensäure

(Ich mache üblicherweise die 3fache Menge, damit es sich auch auszahlt den Topf anzupatzen. Die 3fache Menge ergibt rund 5 l Zitronenmelissensirup.)

die Zitronenmelisse wird vor dem Einkochen gut gereinigt

die Zitronenmelisse wird vor dem Einkochen gut gereinigt

Zubereitung Teil 1

Als erstes wird die Zitronenmelisse verlesen, geputzt und kurz gewaschen. Nachdem die Schnecken bereits aktiv sind, entsteht leider sehr viel Abfall, da ich meist nur das obere Drittel für den Sirup verwenden kann.

In einem großen Topf den Zucker im Wasser auflösen und unter ständigem Rühren (wichtig!) zum Kochen bringen. Zuerst ist das Wasser ein wenig grau-trüb vom Zucker, der sich jedoch mit steigender Temperatur vollständig auflöst. Der Zuckersirup wird dadurch wieder klar.

Sobald das Wasser kocht gibt man die Kräuter ins heiße Wasser, rührt gut um und wartet kurz, bis alles noch einmal aufwallt.

Danach den Topf sofort vom Herd nehmen, damit er nicht weiterkocht, und in den Keller oder einen kühlen Raum stellen.

Im Keller bleibt der Topf für 24 – 48 Stunden stehen und wird in der Zeit mehrmals umgerührt.

Einblick in die Hexenküche

Einblick in die Hexenküche

Zubereitung Teil 2

Als erstes werden die Flaschen sehr gut gereinigt. Die Deckeln gebe ich in eine Schale und übergieße sie zur Desinfektion mit kochendem Wasser.

Danach die Zitronen waschen, ausdrücken und den Saft auffangen. Die Zitronen habe ich diesmal für ein ganz anderes Experiment aufgehoben. Darüber werde ich demnächst berichten.

die Zitronenschalen werden aufgehoben

die Zitronenschalen werden aufgehoben

Mit Hilfe von einem Sieb wird der kalte Sirup durch ein sauberes Tuch (ich verwende dazu eine Windel) geseiht.

Der abgeseihte Sirup wird sodann gemeinsam mit dem Zitronensaft bzw. der Zitronensäure aufgekocht und für 10 Minuten sanft köcheln gelassen. Bitte immer wieder gut umrühren!

meine plastikfreie Küche

meine plastikfreie Küche

Danach wird der noch kochend heiße Sirup mit Hilfe von einem Trichter aus Edelstahl in die sauberen Flaschen gefüllt und diese werden sofort gut verschlossen.

Zitronensaft versus Zitronensäure

Versuchsweise habe ich diesmal 2 unterschiedliche Varianten gekocht, um besser über den Unterschied berichten zu können.

links mit Zitronensäure und rechts mit Zitronensaft

links mit Zitronensäure und rechts mit Zitronensaft

Der Sirup mit Zitronensäure ist deutlich klarer und der Zitronenmelissensirup mit Zitronen wurde leicht trüb. Vom Geschmack her ist der Sirup mit Zitronensäure säuerlicher und der Sirup mit Zitronen deutlich milder.

hier der direkte Vergleich

hier der direkte Vergleich

Haltbarkeit

Der Sirup hält im dunklen Keller trocken gelagert länger als 1 Jahr. Wir haben noch geringe Restbestände vom Vorjahr im Keller, die unverändert gut schmecken.


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Zitronenmelissensirup Collage


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Rhabarbersirup

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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Rhabarbersirup

Derzeit hat gerade der Rhabarber Saison. Wir lieben ihn sehr und freuen uns, dass die Ernte dieses Jahr besonders gut ausfällt.

Rhabarber

Rhababer ist eigentlich ein Gemüse, von der Verwendung her wird er jedoch eher als Obst betrachtet, obwohl Rhabarber auch sehr gut zu Fisch oder Currygerichten passt.

Erdbeeren gemischt mit Rhabarber ist eine unserer liebsten Marmeladen und auch als Fruchtmus mag ich ihn sehr. Das Rezept im verlinkten Beitrag zu finden.

Rhabarbersirup

Ein weiterer Favorit ist Rhabarbersirup. Er schmeckt unglaublich gut und ist wirklich sehr einfach zuzubereiten.

Basisrezept

1 kg Rhabarber (geputzt gewogen)
1 l Wasser
1 kg Zucker
2-3 ungespritzte Bio-Zitronen oder 5 – 10 gr Zitronensäure

(Ich mache üblicherweise die 3fache Menge, damit es sich auch auszahlt den Topf anzupatzen. Die 3fache Menge ergibt rund 5 l Rhabarbersirup.)

Rhabarbersirup

Zubereitung

Der Rhabarber wird geschält, in kleine Stücke geschnitten und mit 1 l Wasser gemeinsam so lange gekocht, bis der Rhabarber in feine Fäden zerfällt. Das dauert in etwa 5 – 10 Minuten.

Rhabarbersirup2

Danach wird das Rhabarbermus mit Hilfe von einem feinen Haarsieb vom Saft getrennt. Wichtig ist, dass das Rhabarbermus weder gequetscht noch durch das Sieb gestrichen wird, da der Sirup sonst trüb wird.

Das Rhabarbermus sammle ich in einem Glas. Was damit passiert, erzähle ich später.

Rhabarbersirup3

Die klare, leicht rötliche Flüssigkeit wird mit dem Zucker sowie dem Zitronensaft bzw. der Zitronensäure noch einmal aufgekocht. Achtung! Die Flüssigkeit schäumt sehr stark. Dieser Schaum wird abgeschöpft, da der Zuckerschaum die Haltbarkeit negativ beeinflussen könnte (zumindest hat mir das meine Oma so beigebracht).

Der Sirup wird für ca. 3-5 Minuten sprudelnd kochen gelassen und sodann mit Hilfe von einem Edelstahltrichter in die gut gereinigten Flaschen abgefüllt. Die Deckeln desinfiziere ich immer mit kochendem Wasser.

Rhabarbersirup4

Haltbarkeit

Der Sirup hält im dunklen Keller trocken gelagert länger als 1 Jahr. Wir haben noch geringe Restbestände vom Vorjahr im Keller, die unverändert gut schmecken.

Müllvermeidung beim Einkauf

Gerade bei Getränken kann man durch Selbermachen sehr viel Müll, insbesondere Plastikmüll, reduzieren. Im vorigen Jahr habe ich bereits einige Anleitungen für verschiedene Sirupvarianten veröffentlicht, aber ich habe natürlich noch lange nicht alles gezeigt.

Wastecooking-Tipp

Ähnlich wie bei der Herstellung von Apfelsaft nach meinem Rezept entsteht als „Abfallprodukt“ Rhabarbermus. Dieses kann man in Joghurt einrühren oder für Kuchen verwenden. Natürlich ist es auch möglich, einen fruchtigen Chiapudding daraus zu machen.

Meine Idee war diesmal jedoch ein Rhabarbertiramisu in Anlehnung an das Rezept für Apfeltiramisu.

Rhabarbertiramisu

Verwendet habe ich nicht nur das Rhabarbermus sondern auch den abgeschöpften Zuckerschaum, somit wurde wirklich gar nichts verschwendet.

Das Rhabarbertiramisu ist wirklich ausgesprochen lecker und erfrischend geworden!

Noch ein Wastecooking-Tipp

Den Rhabarbersirup kann man auch gänzlich aus Abfällen zubereiten. Dazu sammelt man die Abschnitte und Schalen vom Rhabarber, den man für Kuchen oder anderes verwendet hat, und kocht daraus nach der obigen Anleitung den Sirup.

Der Rhabarbersirup aus den Rhabarberschalen hat eine absolut geniale Farbe, da diese viel besser färben als die Stiele.

Rhabarberschalensirupcollage

Anmerken möchte ich jedoch, dass „Abfallrhabarbersirup“ etwas mehr Oxalsäure enthält, da diese in den Schalen in einer größeren Menge als in den Stielen vorkommt.


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Weiters verlinkt zu Create in Austria sowie Rums (Ich liebe Rhabarbertiramisu!).


Rhabarbersirup Collage


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Bärlauchpaste

Im Frühling wächst der Bärlauch und das ist ein ganz besonderer Leckerbissen. Ich warte jedes Jahr schon ganz ungeduldig darauf, dass die ersten Spitzen vom Bärlauch im Wald und im Garten zu sehen sind.

Ein ausführliches Pflanzenporträt samt Informationen über mögliche gefährliche Doppelgänger sind bei der AGES zu finden.

Heute möchte ich Dir eine Möglichkeit zeigen, wie Du den Bärlauch das ganze Jahr über verwenden kannst. Die Bärlauchpaste ist schnell gemacht und man kann sie für alle möglichen leckeren Gerichte verwenden.

Bärlauch wächst in unserem Garten

Bärlauch wächst in unserem Garten

Rezept:

Zutaten:
120 gr Bärlauch
15 gr Salz (jodfrei)
100 ml Olivenöl

Zubereitung:
Die Bärlauchblätter werden gewaschen und anschließend getrocknet oder in einer Salatschleuder trocken geschleudert.

Alle Zutaten in einem Universalzerkleinerer gut durchmixen.

Anschließend füllt man die Paste in kleine, gut gereinigte Gläser mit Twist-Off-Deckel.

mein Vorrat an Bärlauchpaste

mein Vorrat an Bärlauchpaste

Haltbarkeit:

Durch das Salz und das Öl hält die Bärlauchpaste mindestens 1 Jahr.

Ich bewahre die ungeöffneten Gläser im Keller und geöffnete Gläser im Kühlschrank auf.

Extratipp:

Da es schade um die anhaftenden Reste im Universalzerkleinerer ist, gebe ich anschließend ein Päckchen Topfen und 2 EL Joghurt in das Gerät und mixe noch einmal gut durch.

Fertig ist der leckere Bärlauchaufstrich und das Abendessen ist gesichert.

Die Aufstrichbrote können zur Verfeinerung mit ein paar selbst gezogenen Sprossen bestreut werden.

Bärlauchaufstrich auf Topfenbasis

Bärlauchaufstrich auf Topfenbasis

Verwendungsmöglichkeiten:

* Die Bärlauchpaste kann in jedes Gericht hinzugefügt werden, wo man auch Knoblauch dazu geben würde.

* Auf Basis dieser Bärlauchpaste kann man ein Pesto herstellen.

* Spätzle und Nockerln bekommen eine besondere Note, wenn man ein wenig davon in Teig mengt.

* Ich mag den Bärlauchgeschmack in Aufstrichen lieber als Knoblauch.

* Bärlauchdip schmeckt super lecker zu Raclette und Gegrilltem.

Nachdem die Bärlauchpaste einen recht hohen Salzanteil hat ist es ratsam die sonst übliche Salzmenge zu reduzieren.

Baerlauch collage

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Rote Rüben – auch Rote Bete oder Rohnen genannt – haben derzeit gerade Saison.

Wenn es einmal schnell gehen soll ist der fertige rote Rüben Salat eine willkommene Alternative am Mittagstisch.

Ich möchte Dir heute ein Möglichkeit zeigen, selbst rote Rüben Salat haltbar zu machen. Das ist viel einfacher als man denkt.

Müll reduzieren

* Rote Rüben Salat wird zumeist in Gläsern mit Metalldeckel verkauft. Diese fallen beim selbst eingekochten Salat nicht an.

* Die Portionsgröße kann auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden, damit vermeidet man Lebensmittelabfälle

* Man kann alte Gläser verwenden und muss gar keine speziellen Einkochgläser kaufen.

Unser Vorrat für ein ganzes Jahr

Unser Vorrat für ein ganzes Jahr

Rezept:

3 kg rote Rüben (ergibt netto rd. 2,5 kg nach dem Schälen)

45 gr Salz
15 gr Zucker
125 ml Essig (ich verwende milden weißen Balsamicoessig)
75 ml Wasser

optional nach Geschmack:
Kren (Meerrettich)
Kümmel

Zubereitung:

1. Kochen der roten Rüben

Die roten Rüben werden ungeschält im kalten Wasser aufgesetzt und je nach Größe eine gute Stunde oder etwas mehr kochen gelassen.

Man muss aufpassen, dass die Schale nicht verletzt wird, damit die roten Rüben nicht ausbluten.

meine roten Rüben im großen Einkochtopf

meine roten Rüben im großen Einkochtopf

Danach werden sie abkühlen gelassen. Ich mache das immer im Freien, da sind sie in einer Stunde kalt genug um gerieben zu werden.

lose im Topf zum Abkühlen

lose im Topf zum Abkühlen

2. Kren reiben

In der Zwischenzeit wird der Kren geschält und gerieben. Je nach Geschmack kann er grob bis ganz fein gerieben werden.

Damit der Geschmack erhalten bleibt aber vor allem, damit man in der Zwischenzeit nicht erstickt, wird der geriebene Kren in einem Glas gut zugedeckt aufbewahrt.

geriebener Kren - gut verpackt

geriebener Kren – gut verpackt

3. Vorbereitung der Marinade

Um die Abkühlzeit zu nützen bereite ich auch gleich die Marinade in einem Messbecher zu. Einfach alle Zutaten gut miteinander vermengen.

3. Schälen und Reiben der roten Rüben

die geschälte Rüben färben ab

die geschälte Rüben färben ab

Sobald die Rüben kalt genug sind werden sie geschält und in ein großes Gefäß gerieben. Ich verwende die grobe Seite der Vierkantreibe.

Unbedingt danach sofort die Finger waschen, die roten Rüben färben ab!

4. Alles gut vermengen

Sieht das nicht super aus?

Sieht das nicht super aus?

Die geriebenen roten Rüben werden mit dem Kren, falls gewünscht Kümmel, sowie der Marinade gut vermengt und anschließend in die vorbereiteten sauberen Gläser abgefüllt. Wie immer kommt mein Einkochtrichter aus Edelstahl zum Einsatz.

Fertig ist der Salat

Fertig ist der Salat

Zwischenstop

Wenn man nur eine kleine Menge gemacht hat (also weniger als in dem Rezept angegeben) dann ist damit auch schon alles erledigt. Der rote Rüben Salat hält einige Tage im Kühlschrank frisch.

5. Einkochen

Um den roten Rüben Salat länger haltbar zu machen, muss dieser noch eingekocht werden. Aber keine Sorge, das ist viel einfacher als man denkt und wirklich keine Hexerei.

Einkochen ist ganz einfach

Einkochen ist ganz einfach

Verwende einen großen Topf und lege ein Baumwolltuch hinein. Das verhindert das Scheppern der Gläser. Dann fülle etwas kaltes Wasser in den Topf und stelle die Gläser hinein.

Diese sollten bis kurz vor dem Deckel im Wasser stehen. Wenn man genau schaut, kann man das auf dem Bild erkennen.

Das Wasser wird zum Kochen gebracht, das dauert durch die Gläser etwas länger. Die Zeit wird gemessen, sobald das Wasser gut kocht. Wichtig ist, dass das Wasser immer die selbe Temperatur hat wie das, was Du einkochen willst.

Der Gläser mit dem roten Rüben Salat werden für 30 Minuten kochen gelassen und danach sofort auf ein Handtuch zum Abkühlen gestellt.

Beim Abkühlen zieht sich der Deckel etwas ein, daran erkennt man, dass sich ein Unterdruck gebildet hat. Der eingezogene Decke ist auch der Hinweis darauf, dass der Salat gut konserviert ist.

Haltbarkeit:

Durch das Einkochen hält der Rote Rüben Salat mindestens 1 Jahr. Grundsätzlich ist durch die Säure vom Essig, Salz und Zucker eine deutlich darüber hinaus gehende Haltbarkeit gegeben.

Rote Rüben Salat einkochen



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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Kuchen im Glas

Nicht immer hat frau Zeit einen Kuchen zu backen, möchte aber trotzdem nicht auf gekauften Kuchen zurückgreifen. Oder frau ist Single und hätte zwar gerne selbst gebackenen Kuchen aber ein ganzer Kuchen ist viel zu viel. Der würde nur schlecht werden und das ist auch nicht Sinn der Sache.

Ich kenne die Lösung

Die Lösung ist sehr einfach und simpel – Kuchen im Glas.

frisch gebackener Kuchen im Glas

frisch gebackener Kuchen im Glas

Rezept:

Im Prinzip kann man jedes einfache Kuchenrezept verwenden, es muss kein spezielles Rezept für Kuchen im Glas sein.

In den zahlreichen Kochportalen sind viele Rezepte für Kuchen im Glas veröffentlicht, sehr lecker ist zum Beispiel dieser Marmorkuchen oder dieser schwarz-weiß Kuchen.

Zubereitung:

Gebacken wird in Sturzgläsern, das sind Gläser, die gerade nach oben gehen und keinen verjüngten Rand haben.

Die Gläser gut einfetten und dann bebröseln. Ich verwende lieber Brösel als Mehl, weil das optisch schöner ist und der Kuchen leichter herausgeht. Wenn ich den Kuchen im Glas verschenke lege ich den Boden auch gerne mit Backpapier aus, damit er leichter herausgeht und nichts wegbricht beim Herausholen.

Der Teig wird zu rund 2/3 in das Sturzglas eingefüllt und ohne Deckel im Backrohr gebacken. Die Backzeit beträgt rund 40 – 45 Min. Durch das Glas dauert es etwas länger, bis der Kuchen vollständig gebacken ist.

Unmittelbar nach dem Herausholen des Kuchens wird das Glas mit dem Deckel verschlossen. Nach dem Erkalten zieht sich der Deckel ein, ähnlich wie das bei Marmeladegläsern der Fall ist.

Haltbarkeit:

Kuchen im Glas ist mindestens 6 Monate haltbar.

Weihnachten steht vor der Türe:

Kuchen im Glas ist auch eine ganz tolle Geschenkidee für Weihnachten. Gerade ältere Menschen, die nicht mehr selber backen oder alleinstehende Studenten, die kein Backrohr zur Verfügung haben, freuen sich über einen Kuchen im Glas.

Man kann mehrere Sorten backen und dann Sets mit verschiedenen Kuchen zusammen stellen und lieben Menschen damit eine Freude bereiten.

Das wäre dann auch eine sehr gute Möglichkeit, dem Konsumrausch zu Weihnachten auf individuelle Weise zu entkommen.


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