Wie weit haben wir uns eigentlich wirklich von der Natur entfernt? #5

Schon seit mehr als einem Jahr engagiere ich mich sehr zum Thema „Lebensmittelverschwendung“ und hole auch über foodsharing Lebensmittel ab, die sonst im Müll landen würden.

Vor einiger Zeit habe ich bei einer Abholung bunte Karfiolköpfe geschenkt bekommen und habe nicht schlecht gestaunt.

zwei Mal Karfiol (Blumenkohl)

zwei Mal Karfiol (Blumenkohl)

Sollte Karfiol (Blumenkohl) nicht eigentlich so aussehen wie am linken Foto? Irgend etwas stimmt da nicht. Die Farben sind für mich fremd und unecht.

Viele Fragen gehen mir durch den Kopf, als ich den Blumenkohl zerlege um ihn zu verkochen.

sieht irgendwie fremd aus für mich

sieht irgendwie fremd aus für mich

Die Farbe hält auch noch nach dem Kochen. Weitere Fragen drängen sich auf. Wie wird der Karfiol gefärbt? Ist das überhaupt noch gesund?

Ich befrage die Internetsuchmaschine und siehe da, je länger ich recherchiere desto deutlicher stoße ich auf den Hinweis, dass der weiße Blumenkohl eigentlich intensiver Zucht bedarf, damit er weiß ist. Natürlicherweise ist er gelblich oder ins Violette gehend (u.a. diese Quelle).

Nun stehe ich ganz schön blöd da. Ähm, wieso weiß ich das nicht? Wieso sehe ich immer nur weißen Karfiol im Geschäft und am Markt?

Eigentlich wollte ich mich gerade voll aufregen, dass der schöne Karfiol vom Menschen total künstlich bunt gezüchtet wird und nun ist die Sache in Wahrheit ganz anders.

Aber ich bin lernfähig. Nun weiß ich wieder mehr.


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Videotipp am Montag #30


Heute ist wieder Videomontag und es geht um die paradoxe Situation unserer Nahrung in einer globalisierten Welt.

Hähnchenreste auf Reisen – Das Geschäft mit unserem Abfall

Es ist das Lieblingsessen unserer Kindheit: Hähnchen – gebraten, knusprig und saftig. In Deutschland werden jedes Jahr über 627 Millionen Masthähnchen geschlachtet – ein Billigprodukt, das sich dank moderner Produktionsmethoden und Turbomast jedermann jederzeit leisten kann.

Doch kaum jemand brutzelt sich heute noch ein ganzes Brathähnchen. Stattdessen kaufen die Bundesbürger viel lieber Brust oder Keule. Nur jedes fünfte Huhn geht noch im Ganzen über die Theke.

Bei rund 627 Millionen geschlachteten Masthähnchen im Jahr bedeutet das, dass die deutsche Geflügelindustrie gigantische Mengen Abfall produziert: Hälse, Karkassen, Innereien. Teile, für die es in Europa keine Abnehmer gibt und die die Hersteller eigentlich kostenpflichtig entsorgen müssten. Aber auch für diese Reste gibt es einen Markt in Afrika.

Katarina Schickling wirft einen Blick hinter die Kulissen der Geflügelindustrie und findet heraus: Deutsche Hähnchenschlachter verkaufen in Afrika all das, was Kunden hierzulande nicht essen mögen. Ein lohnendes Geschäft.

Denn jeder Erlös ist besser, als die Entsorgung der Teile in der Tierkörperverwertung zu bezahlen. Doch weil unsere Fleischreste in Afrika zu Dumpingpreisen verkauft werden, können lokale Geflügelzüchter nicht damit konkurrieren. Die Folge: In einigen afrikanischen Ländern ist die heimische Geflügelproduktion komplett zusammengebrochen.

In dieser Dokumentation erfahren wir den wahren Preis des Billiggeflügels.



Ich wünsche Euch viele nachdenkliche Minuten.

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Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit ist mein Blog gerade Gastgeber.


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Videotipp am Montag #29


Heute ist endlich wieder einmal Videomontag und es geht um eines der beliebtesten Nahrungsmittel überhaupt und die Auswirkungen auf unsere Umwelt.

Fleisch und Nachhaltigkeit

Jeder Deutsche konsumiert im Schnitt knapp 90 kg Fleisch pro Jahr. Das ist zu viel und in vielerlei Hinsicht problematisch. Flächenverbrauch, Welternährung, Klimawandel, Tierrechte, Umweltverschmutzung, Gesundheit – die industrielle Produktion von Fleisch ist in vielen Bereichen nicht nachhaltig.

Aber was genau sind die Probleme der industriellen Fleischproduktion?
Was sind die globalen Auswirkungen?
Und was kann dagegen getan werden?


Ein Film, der wirklich sehr nachdenklich macht. Nimm Dir bitte die 7 Minuten Zeit und schau ihn Dir an.


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Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog foolfashion durchgeführt.


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