Achtsam durch den Tag [Woche 40-41]

Mein aktueller Rückblick zum „Jahresprojekt Achtsamkeit“ umfasst diesmal nur zwei Aufgaben. Als ich zu schreiben begann habe ich schnell gemerkt, dass mich die Themen sehr berühren. Die Texte sind daher sehr lange geworden, sodass ich mich dafür entschieden haben, meinen Rückblick auf zwei Achtsamkeitsübungen zu beschränken.

#40 Zeichen des Alterns

Die Aufgabe in dieser Woche ist mir zuerst gar nicht so leicht gefallen. Ging es doch darum bei sich selbst, an anderen Menschen, an Tieren und Pflanzen sowie an unbelebten Dingen die Zeichen des Alterns zu entdecken.

Ich bin mittlerweile in einem Alter, wo man nicht einmal mehr genau hinschauen muss, um die Zeichen des Alterns zu erkennen. Es ist manchmal schwierig damit zu leben, wie sich das Äußere verändert. Noch schwieriger empfinde ich jedoch all die anderen kleinen Veränderungen, die mit dem Altern einher gehen. Der Körper ist nicht mehr so leistungsfähig, kleine Verletzungen heilen nicht mehr so rasch. Das Gedächtnis spielt einem manchmal Streiche, man vergisst leichter etwas und ist zerstreut. Die Leistungsfähigkeit lässt nach, der Körper tut nicht mehr jederzeit das, was der Geist von ihm verlangt.

Altern hat auch etwas mit dem Empfinden von Verlust zu tun. Wir erinnern uns daran, wie es früher war und leiden unter dem, was nicht mehr ist. Daraus folgt, dass die Vorstellung des Alterns abhängig vom Vergleich und von dessen Bewertung ist.

Wenn wir den Verlust der Jugend beklagen, werden wir leiden. Es ist aber auch möglich den Blickwinkel auf das zu lenken, was wir durch das Alter gewonnen haben und auf die Schönheit dessen, was gerade ist. So viel haben wir in diesem Leben bereits erfahren und dadurch eine ganze Fülle an Wissen und Erfahrung zusammen getragen. Die Prioritäten haben sich verschoben. Das, was uns als Teenager Höllenqualen zugefügt hat, berührt uns längst nicht mehr.

So hat auch das Alter seine guten Seiten und wenn wir unsere Aufmerksamkeit darauf lenken, wird das automatisch unsere Zufriedenheit erhöhen.

dieses würdig alternde Gebäude habe ich in der Toskana entdeckt

dieses würdig alternde Gebäude habe ich in der Toskana entdeckt

Aber auch in meinem Umfeld fällt mir das Altern auf. Ich wohne mittlerweile seit über 23 Jahren im selben Haus. Überall ist zu erkennen, dass es in die Jahre kommt. Da und dort blättert die Farbe ab, an den Trittsteinen setzt sich Moos fest. Die Wiese ist längst kein Rasen mehr.

Auch die Pflanzen im Garten altern, der winzig kleine Schlitzahorn, der vor 11 Jahren gesetzt wurde, ist zu einem stattlichen Baum gewachsen, die Herbstanemonen haben einige andere Pflanzen überwuchert, die es nun nicht mehr gibt.

Bei Pflanzen, insbesondere Nahrungspflanzen, nehmen wir den Alterungsprozess als natürlich wahr. Der Samenkeimt, der Keimling wächst, die Pflanze blüht und setzt Früchte an, die wir dann verspeisen und schließlich vergeht die Pflanze um im nächsten Jahr aus den Samen neu geboren zu werden.

Die Pflanze kennt noch nicht einmal ihren Nachwuchs und mir kommt gerade der Gedanke, dass möglicherweise sogar das der Grund ist, warum wir selbst so große Probleme mit dem Tod haben. Unsere Kinder brauchen so viel Fürsorge und wenn sie älter sind und eigene Kinder haben, dann ist noch immer unsere Unterstützung willkommen.

Vielleicht macht es den naturgegebenen Abschied von der Welt so schwierig, dass wir so stark mit anderen Menschen verbunden sind?

Und damit kommen wir wieder zur Gegenwärtigkeit, zum Augenblick in dem wir leben. Die Lebenszyklen sind vorgegeben vom Baby über das Kleinkind zum Kind und Jugendlichen, vom jungen und älteren Erwachsenen zum alten Menschen und irgendwann folgt der Tod. Wenn wir jeden Tag unseres Lebens so annehmen wie er ist ohne die Vergangenheit oder die Zukunft herbei zu sehnen, spielt das Alter keine Rolle mehr.

#41 Pünktlich sein

Was für ein Thema! Die Sache mit der Pünktlichkeit beschäftigt mich schon mein ganzes Leben lang. Ich bin grundsätzlich ein überpünktlicher Mensch und habe das oft als Last empfunden, beispielsweise wenn ich auf andere gewartet habe.

Wenn ich irgendwohin unterwegs war und mit dem Auto in einen Stau gekommen bin, war ich am oft am Rande des Nervenzusammenbruchs, wenn ich gemerkt habe, dass ich dadurch unpünktlich (oder vielleicht sogar „nur“ pünktlich) kommen würde.

Pünktlichkeit ist 5 Minuten vor der Zeit

Mit diesem Spruch bin ich aufgewachsen und hatte tatsächlich viele Jahre das Gefühl unpünktlich zu sein, wenn ich pünktlich (!) ankam. Ich war dazu erzogen worden und bin dadurch zwanghaft pünktlich geworden.

Mit Menschen, die unpünktlich sind, hatte ich meine Probleme. Eine Partnerschaft ging unter anderem dadurch zu Brüche, weil er notorisch unpünktlich war. Und das waren keine 5-10 Minuten sondern manchmal bis zu 2-3 Stunden!

mit einem Auge auf der Uhr um pünktlich zu sein

Als ich Kinder bekam hat sich die Sache mit der Pünktlichkeit verändert. Solange ich nur für mich alleine verantwortlich war, ist es mir leicht gefallen pünktlich zu sein. Mit den Kindern war es plötzlich nicht mehr so einfach.

Ich habe dadurch meine Selbstgerechtigkeit verloren und das war glaube ich ganz gut so. Es gibt immer wieder einmal Gründe, warum man es nicht schafft pünktlich zu sein.

Vor einigen Jahren habe ich damit experimentiert selbst unpünktlich zu sein. Das ist mir gar nicht leicht gefallen, als letzte oder gar zu spät zu einem Termin zu kommen. Am Anfang war es eine regelrechte Überwindung und ist mir nur mit sehr viel Mühe und Willenskraft gelungen.

Das war übrigens auch die Ersatzaufgabe dieser Woche für alle, die grundsätzlich pünktlich sind, sich einmal anzusehen, wie es ist unpünktlich zu sein.

Mitte 2014 habe ich diese Übung über mehrere Wochen durchgeführt. Das hat mich wirklich sehr viel weiter gebracht, als ich anfangs angenommen hatte.

Herausgefunden habe ich dadurch, dass es gar nicht (nur) Zwang aus dem Erlernten ist, warum ich pünktlich bin. Mit dem Auto im Stau zu stehen und ängstlich nach der Uhr zu schielen mag ich nicht, daher plane ich immer eine Zeitpuffer ein. Ich komme gerne als eine der ersten an, weil es mir wichtig ist genug Zeit zu haben um wirklich anzukommen. Es ist mir wichtig, dass ich den Platz, an dem ich sitze oder Yoga mache, selbst wählen kann. Ich mag es nicht in volle Räume zu kommen und alle zu begrüßen, es ist mir lieber anzukommen, wenn noch niemand da ist und Zeit zu haben, mich an die Situation zu gewöhnen.

Seitdem ich das erkannt habe, fühle ich mich viel freier und nicht mehr so zwanghaft. Vor allem ärgere ich mich nicht mehr über andere Menschen, die zu spät kommen.

In meinem Umfeld leben noch immer Menschen, die Probleme mit dem Einschätzen der Zeit haben (anders ausgedrückt, die immer wieder zu spät kommen). Wenn ich Einladungen ausspreche, dann gebe ich oft eine halbe Stunde früher an als ich es sonst machen würde. Dadurch treffen sich unsere „Zeitkreise“ meist dort, wo es für beide gut ist.

Der wichtigste Schritt bei dem Thema war, mich von dem Zwang der Vorgaben aus meiner Kindheit zu lösen und zu erkennen, was der Vorteil an meiner Verhaltensweise ist, um künftig frei über mein Tun entscheiden zu können.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2017]

achtsam-durch-den-tag-jahresprojekt-2016-2017Diese Gedanken sind Teil von meinem Jahresprojekt.
Nähere Informationen dazu findest Du im Beitrag „Achtsam durch den Tag [Jahresprojekt]“, in welchem auch alle Links der Linkparty gesammelt werden.

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fix it – Reparieren ist nachhaltig #22

Linkparty Mai 2017

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ im Mai. Ich freue mich sehr, mit diesem Beitrag mein kleines virtuelles Repair-Café wieder zu eröffnen.

Die Regeln

Ausführliche Informationen dazu findest Du hier, da gibt es die Anleitung aber auch die Verlinkung zu allen bisherigen Blogparaden.

Nachhaltigkeitsflagge_Online-Verwendungmein Blog zeigt Flagge

Ich habe auch dieses Jahr die Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ bei den Aktionstagen Nachhaltigkeit angemeldet.

Die Blogparade ist dadurch auch Teil der Europäische Nachhaltigkeitswoche, einer europaweiten Initiative, deren Ziel es ist, Aktivitäten, Projekte und Veranstaltungen zu initiieren, die zu nachhaltiger Entwicklung und den Zielen für nachhaltige Entwicklung beitragen.

mit einem Klick aufs Bild kommst Du zur Aktionsseite

Reparaturbeitrag des Monats April

Der am häufigsten angeklickte Reparaturbeitrag der letzten Linkparty stammt vom Blog „yieha“. Ein Paar Kinderschuhe wurde von Anne mit einer kreativen Idee auf sehr einfache Weise gerettet. Wenn Du wissen willst, wie der kaputte Klettverschluss repariert wurde, dann klick Dich doch gerne einmal in den Beitrag rein.

(c) yieha

Müll reduzieren durch Reparieren – mein Beitrag im Mai

Heute möchte ich Dir eine ganz einfache Reparaturarbeit zeigen, für die es noch nicht einmal eine Nähmaschine braucht. Dieser Trick ist daher wirklich für alle geeignet, die eine Nähnadel und einen Faden besitzen.

Im Kostnixladen finde ich immer Kleidungsstücke, die auf den ersten Blick total nett aussehen und bei denen man sich fragt, warum sie „verstoßen“ werden. Bei näherem Blick oder wenn man sie anzieht erkennt man das Problem jedoch meist recht rasch.

So wie im Fall einer entzückenden leichten Sommerjacke, die noch dazu aus hervorragendem Material gestrickt wurde.

ein Trauerspiel – die Jacke ist nicht mehr zu retten denkt man auf den ersten Blick

Das Teil wurde sehr locker maschinell gestrickt und die Knöpfe ohne viel technisches Wissen angenäht. Das Ergebnis ist auf dem Bild zu sehen. Durch das leichte Strickwerk haben die Knöpfe die Maschen ausgedehnt und das Teil nahezu unbrauchbar gemacht.

Zuerst dachte ich, dass sich die Maschen durch das Waschen vielleicht wieder zusammen ziehen, aber das war leider nicht der Fall. Aber mir ist schnell eine ganz andere Lösung eingefallen.

Nadel, Faden und ein paar Knöpfe – mehr braucht es nicht dazu

In meiner Knopfkiste habe ich die passende Anzahl von kleinen Knöpfen gefunden. Zusätzlich benötigt man nur noch einen passenden Faden und eine Nähnadel, um das Teil zu retten.

Achtung: Bei der Wahl des Gegenknopfes solltest Du darauf achten, dass er gleich viele Löcher wie der Originalknopf hat. Wobei ich bei sehr dünnem, feinem Stoff auf jeden Fall vier Löchern den Vorzug geben würde und im Zweifelsfall sogar andere schöne Knöpfe wählen würde.

Im ersten Schritt werden alle Knöpfe abgetrennt und danach mit Gegenknopf neu angenäht. Dazu machst Du ein „Knopfsandwich“ – schöner Knopf, Strickteil, kleiner Gegenknopf. Und danach kann man schon den Knopf wie gewohnt annähen, nur dass man jeden Stich durch beide Knöpfe führt.

hier siehst Du die beiden gegengleich angenähten Knöpfe

Auf dem Bild siehst Du, was ich meine. Zusätzlich habe ich darauf geachtet, dass ich die Knöpfe an die gehäkelte Blende annähe, da das Gewebe hier stabiler ist.

…und schon ist die Jacke gerettet

Wieder einmal eine perfekte widerstandistzweckmaessig-Aktion. Verwendet habe ich alte Knöpfe von einem kaputten Teil aus dem Fundus, ein paar Meter Nähseide aus dem Vorrat sowie ein paar Minuten meiner kostbaren Freizeit.

Strickjacke gerettet und der Sommer kann kommen…

das sieht doch gleich viel besser aus!

Mit diesem Beitrag nehme ich an der wirklich großartigen Aktion von Susanne anlässlich der Fashion Revolution Week 2017 teil (auch wenn ich in Wahrheit einen Tag zu spät dran bin). Sie hat zur #haulternative aufgerufen um zu zeigen, dass es auch anders geht.

Statt neue Teile zu kaufen, können sie repariert, angepasst, geändert und verändert werden. Auf dass sie lange leben und Freude bereiten.

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.

Linkparty:


Banner fix itGerne kannst Du bis Ende Mai 2017 hier Deine Reparaturbeiträge verlinken.

Wer also selbst Beiträge zum Thema „fix it – reparieren ist nachhaltig“ auf seinem Blog veröffentlicht, kann diese hier über „inlinkz“ oder in den Kommentaren verlinken.

Durch Anklicken des Linkbuttons kannst Du sowohl selbst Beiträge verlinken als auch alle verlinkten Beiträge samt Beitragsbild sehen!

Zusätzlich werde ich auf meiner Pinterest-Pinwand „fix it – reparieren ist nachhaltig“ alle Bilder samt Verlinkungen für Dich sammeln. Am Ende des Monats wird das Pinboard auch im Monatsrückblick zu sehen sein.

Das Banner kann gerne auf den eigenen Blog mitgenommen werden. Bitte setze in Deinem Artikel einen Backlink zu diesem Blogbeitrag.

Mit der Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ möchte ich andere dazu motivieren, Dinge zu reparieren statt sie wegzuwerfen.

Egal ob Kleidungsstück, elektronisches Gerät oder ein Möbelstück – verlängere das Leben von Dingen durch Reparatur und trage so zur Schonung der Ressourcen unserer Erde bei.

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Achtsam durch den Tag [Woche 36-39]

Je länger mein Achtsamkeitsprojekt läuft, desto mehr Spaß macht es mir. Das ist schon seltsam, so eine Entwicklung habe ich bisher noch nie erlebt.

Ich bin eigentlich ein Mensch, dem schnell einmal etwas langweilig wird. Ich mag es immer wieder etwas Neues zu starten. Wird etwas zur Routine, halte ich unmerklich Ausschau nach etwas, was mich reizt.

Vielleicht liegt ja gerade darin auch das Geheimnis verborgen – fällt mir gerade beim Schreiben des vorigen Satzes auf – dass ich nämlich jede Woche eine andere spannende Aufgabe bekomme?

#36 Übersehen Sie etwas?

Unser Geist ist nicht dafür gemacht, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Wir sind nicht in der Lage unsere Aufmerksamkeit zu teilen. Versuch es einmal: Richte Deine Aufmerksamkeit auf Deine Empfindungen im rechten Fuß und zähle gleichzeitig von 100 rückwärts. Du wirst merken, dass Du zwar mit der Aufmerksamkeit hin und her springen kannst, aber beides gemeinsam ist nicht möglich.

Dazu kommt, dass vieles, was wir erleben, in „Schubladen der Erinnerung“ eingereiht wird. Ständig vergleicht unser Unterbewusstsein das, was wir erleben mit dem, was wir irgendwann bereits erlebt haben.

Wenn wir jeden Tag den gleichen Weg gehen, nehmen wir die Umgebung kaum noch wahr. Alles ist uns bekannt und wir schenken dem Umfeld keine Aufmerksamkeit mehr.

Vielleicht hängen wir unseren Gedanken nach und sehen dadurch gar nicht, dass der Frühling langsam einzieht und sich am Wegrand das erste Grün zeigt.

Eine gute Achtsamkeitsübung ist, sich allem so zu nähern, als sähen wir es zum ersten Mal. Plötzlich ist da so viel zu entdecken und wir sind ganz im Moment statt mit den Gedanken abzuschweifen und die Einkaufsliste für den nächsten Tag gedanklich fertig zu stellen.

wer versteckt sich hier im grünen Gras?

wer versteckt sich hier im grünen Gras?

Vielleicht ist das auch ein Teil des Geheimnisses, warum wir uns im Urlaub in einer neuen Umgebung so anders fühlen als im vertrauten Umfeld. Aber es ist gar nicht so schwer, sich ein bisschen von diesem Gefühl in den Alltag zu holen. Wir müssen uns nur darauf einlassen, alles mit achtsamen Augen zu betrachten.

Im letzten Jahr habe ich – ohne von dieser Übung gelesen zu haben – viel davon schon umgesetzt. Ich finde bei einem Spaziergang oder einer Wanderung in der Natur die Möglichkeit, ganz im Moment anzukommen und meinen Gedankenkreisel abzuschalten, indem ich mich ganz der Umgebung öffne.

Zusätzlich versuche ich immer wieder andere Wege zu gehen und Abläufe geringfügig zu verändern. Das holt ebenfalls die Aufmerksamkeit in den Moment.

#37 Der Wind

Ich gestehe, mit dieser Übung hatte ich echt Probleme. Es ging darum, sich der Bewegung der Luft gewahr zu werden, sowohl in der offensichtlichen Form des Windes, aber auch in subtileren Formen wie z.B. der Atmung.

Ich habe die Übung 2 Wochen lang gemacht oder besser gesagt versucht zu machen, aber ich bin nicht zurecht gekommen. Vielleicht deshalb, weil das Wetter gerade sehr unwirtlich war und ich kaum nach draußen gegangen bin.

Wie auch immer, es hat einfach nicht geklappt. Vielleicht bin ich auch gerade nicht so achtsam, weil ich mich von so vielen Dingen ablenken lasse.

die Kraft vom Wind ist oftmals deutlich sichtbar

die Kraft vom Wind ist oftmals deutlich sichtbar

Dabei stimmt es gar nicht, dass den Wind zu spüren nur eine Übung ist, die man im Freien durchführen kann. Wenn ich eine Türe öffne, dann verursacht das einen Luftzug. Sogar mein Atem verursacht ein winzig kleine Luftbewegung.

Jede meiner Bewegungen bewegt auch die Luft rund um mich herum. Wenn ich das Fenster öffnen schwappt die kühle Luft von draußen herein.

Aber in diesen beiden Wochen war ich nicht offen dafür, meine Gedanken haben sich immer wieder bei einigen Problemen verfangen und ich konnte mich nicht darauf einlassen.

Nach der zweiten vergeblichen Woche habe ich aufgegeben in der Hoffnung, dass ich mit einer neuen Übung wieder besser zurecht komme.

#38 Zuhören wie ein Schwamm

In dieser Woche ging es darum, anderen Menschen zuzuhören und all das, was das Gegenüber sagt, aufzunehmen wie ein Schwamm. Die Kernaufgabe war, im Geist keine Antworten zu formulieren solange keine Antworten gefragt sind.

Als ich mich dieser Aufgabe gestellt habe, wurde mir zu meiner Überraschung sehr schnell klar, dass ich eigentlich ständig damit beschäftigt bin, nach sinnvollen Antworten und Einwürfen ist Gespräch zu suchen. Dabei bin ich gar kein gesprächiger Mensch, von mir aus rede ich vor allem in größeren Gruppen gar nicht viel.

Aber vielleicht gerade deshalb bin ich so oft auf der Suche nach etwas, das ich zu dem Gespräch beitragen kann.

achtsames Zuhören kann eine Bereicherung sein

achtsames Zuhören kann eine Bereicherung sein

Es hat mehrere Tage gedauert, bis ich mit dieser Aufgabe besser zurecht gekommen bin. Mit der Zeit ist mir aufgefallen, dass ich in den Gesprächen ruhiger geworden bin. Wenn ich einen Gedanken im Kopf habe, den ich aussprechen möchte, bin ich einerseits damit beschäftigt, ihn nicht zu verlieren und andererseits damit, einen Moment zu erwischen, wo ich ihn passend wieder loswerden (=aussprechen) kann. Dadurch fühle ich mich unruhig und auch ungeduldig und kann meinem Gegenüber kaum noch folgen bei dem, was er/sie gerade sagt.

Als es mir gelang, nur zuzuhören, wurde ich mit der Zeit immer entspannter und vor allem interessierter an dem, was mein Gesprächspartner sagte. Statt intensiv nach eigenen Erlebnissen oder Anmerkungen zu suchen, wurde ich immer neugieriger auf das, was ich höre! Statt Antworten und Entgegnungen sind Fragen aufgetaucht, durch die ich mehr vom anderen erfahren habe.

Ich war ganz erstaunt darüber, dass diese kleine Übung so einen großen Unterschied machen kann. Deshalb habe ich gleich noch eine weitere Woche damit weiter gemacht, weil ich so fasziniert war, wie sehr sich alles dadurch verändert.

Das ist wieder einmal eine Achtsamkeitsübung, die ich unbedingt in mein Leben integrieren möchte.

#39 Wertschätzung

Die Aufgabe der Woche war, im Laufe des Tages mehrmals innen zu halten und in sich hinein zu horchen, was man in diesem Augenblick wertschätzen kann. Eine ähnliche Übung habe ich vor einiger Zeit im Yogaunterricht erhalten.

Bereits seit längerer Zeit habe ich Gedanken der Dankbarkeit in mein Morgenritual aufgenommen. Am Morgen jeden Tages lasse ich den vergangenen Tag revue passieren und denke an mindestens 3 Dinge, wofür ich dankbar bin.

Wertschätzung für die Schönheit der Natur

Wertschätzung für die Schönheit der Natur

Gerade überlege ich, was der Unterschied zwischen „Wertschätzung“ und „Dankbarkeit“ ist. Möglicherweise geht die Dankbarkeit einen Schritt weiter als die Wertschätzung.

Vielleicht habe ich daher die Übung gar nicht im Sinne des Buches ausgeführt. Aber für mich sind Wertschätzung und Dankbarkeit schon sehr eng miteinander verbunden.

Jedenfalls gibt es unendlich viele Dinge, für die ich dankbar bin und die ich sehr schätze. Im Grunde kann man sich den ganzen Tag darüber freuen, am Leben zu sein und dieses zu genießen!

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.
(Émile Coué)

Je mehr wir uns dem Gefühl der Wertschätzung und Dankbarkeit hingeben, desto zufriedener und glücklicher werden wir im Leben.

Dankbarkeit und Zufriedenheit hängen meiner Meinung nach unmittelbar zusammen. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf die guten Dinge des Lebens richten, dann geht es uns fast automatisch gut.

Das ist mit ein Grund, warum ich seit Jahren keine Zeitung lese und auch keinen Fernsehanschluss besitze. In den Nachrichten liest und hört man immer nur von den schrecklichen Dingen auf der Welt. Und auch hier ist es so, dass die Energie unserer Aufmerksamkeit folgt. Wenn wir uns nur auf das Schlecht in unserem Leben konzentrieren, dann kann es passieren, dass wir in den Zustand der Angst und Depression verfallen.

Daher ist die Dankbarkeitsübung so wertvoll für unser Leben, weil sie unsere Aufmerksamkeit auf das Gute in unserem Leben lenkt und uns hilft, die Freude in und an unserem Leben zu kultivieren.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2017]

achtsam-durch-den-tag-jahresprojekt-2016-2017Diese Gedanken sind Teil von meinem Jahresprojekt.
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fix it – Reparieren ist nachhaltig #21

Linkparty April 2017

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ im April. Ich freue mich sehr, mit diesem Beitrag mein kleines virtuelles Repair-Café wieder zu eröffnen.

Die Regeln

Ausführliche Informationen dazu findest Du hier, da gibt es die Anleitung aber auch die Verlinkung zu allen bisherigen Blogparaden.

Reparaturbeitrag des Monats März

Der am häufigsten angeklickte Reparaturbeitrag der letzten Linkparty stammt vom Blog „Kleenes Notizbuch“. Zu sehen sind eine ganze Fülle von verschiedenen Reparaturarbeiten. Es werden Flecken am T-Shirt auf sehr kreative Weise kaschiert, das Badetuch erhält einen neuen Saum und die Handtücher neue Aufhänger.

(c) Kleenes Notizbuch

Eine sehr einfache Variante Aufhänger zu ersetzen habe auch ich schon einmal in meinem Beitrag „fix it – reparieren ist nachhaltig #11“ gezeigt.

Müll reduzieren durch Reparieren – mein Beitrag im April

In „fix it #2“ habe ich davon erzählt, dass man mit wenigen Handgriffen gestrickte Teile sehr gut reparieren kann, selbst wenn sie nicht von Hand gestrickt wurden.

Der Strickpulli meiner Tochter hatte laufende Maschen bei einer Tasche. Diese habe ich aufgefangen und wieder verstrickt, sodass man nicht einmal mehr erkennen konnte, dass der Pulli jemals kaputt war.

Daran habe ich mich erinnert, als ich diese Wollsocken zur Reparatur bekommen habe, denn Stopfen konnte man dieses riesige Loch nicht mehr (für das Foto habe ich ein Taschentuch eingelegt, damit man es besser erkennen kann).

Dadurch ist mir sehr schnell eine ganz andere Lösung eingefallen und diese möchte ich Dir heute zeigen.

ein riesiges Loch im Wollsocken

Übrigens ist jetzt gerade die beste Zeit, um die eigenen Wollsocken auf Reparaturbedürftigkeit durchzusehen. Es wird warm und sie können nach dem Waschen langsam „eingesommert“ werden. Davor kann man kleine oder auch größere Defekte reparieren.

Da ich die Socken nicht selbst gestrickt habe, war der erste Schritt sie mit von mir handgestrickten Socken zu vergleichen.

links sieht man den von mir gestrickten Socken, rechts die kaputte Socke

Schnell war klar, dass ich üblicherweise etwas fester stricke. Außerdem ist die Wolle etwas dicker als die meist von mir verwendete Sockenwolle.

Die Größe der Maschen kann man über die Wahl der Stricknadeln steuern, daher habe ich eine halbe Nadelstärke mehr gewählt, damit meine Maschen etwas lockerer werden.

Durch das große Loch war die Wolle an der Spitze nicht mehr zu verwenden und daher habe ich sie einfach abgeschnitten. Die zerschnittenen Maschen werden abgezupft und die Maschen mit dem gewählten Nadelspiel aufgefangen.

schnipp schnapp Spitze ab…

Das ist bei bereits getragenen Socken einfacher als man denkt, denn die Maschen halten recht fest aneinander und man kann sie gut aufnehmen ohne dass sie „zu laufen“ beginnen.

Ganz wichtig ist darauf zu achten, dass man die Mitte der Fersenkappe wieder als den Anfang der ersten Nadel festlegt. Auf dem Bild habe ich das durch den Faden angedeutet.

Die selbe Wolle hatte ich natürlich nicht, aber einen kleinen Rest, der von der Stärke gut dazu gepasst hat. Damit habe ich dann eine neue Spitze gestrickt.

die Wollsocke ist gerettet

I did it again

Und weil ich gerade so gut in Schwung war mit dem Reparieren von Socken, habe ich mich gleich noch über ein zweites Paar gemacht.

Der Freund meiner Tochter hat sie von jemandem als Geschenk bekommen, aber sie waren leider eine Spur zu klein geraten. Dadurch haben sich die Maschen bei der Abnahme zur Spitze auseinander gezogen.

hier entsteht gerade ein Loch

Über kurz oder lang wäre hier ein Loch entstanden und um das zu verhindern, habe ich die Socken verlängert und eine neue Spitze gestrickt.

Die Erfahrungen der ersten Sockenreparatur konnte ich einbringen und wusste daher bereits, welche Stricknadeln nötig waren. Da die Socken noch kein echtes Loch hatten, konnte ich diesmal die Wolle der bisherigen Spitze verwenden.

Daher habe ich im ersten Schritt vorsichtig die Spitze aufgetrennt und die Maschen – wie oben bereits beschrieben – aufgefangen.

Spitze abgetrennt und Maschen aufgefangen

Mit der aufgetrennten Wolle wurden die Socken verlängert und mit einer farblich passenden Wolle die neue Spitze gestrickt.

Damit die Spitze stabiler wird, habe ich eine etwas dünnere Wolle doppelt genommen und sie dadurch verstärkt. So schnell bekommen diese Socken nun keine Löcher!

Da der Besitzer es bunt mag, habe ich zwei verschiedene Beifäden verwendet, sodass sie sich ein klein wenig unterscheiden.

Die linke Sockenspitze wurde mit schwarz-bunter Wolle und grauem Beifaden und die rechte Sockenspitze mit schwarz-bunter Wolle und blauem Beifaden gestrickt.

an der Spitze habe ich die Wolle doppelt genommen

Extratipp für Kindersocken

Die Füße der Kinder wachsen schneller, als sie Socken auftragen können. Nach der vorhin beschriebenen Anleitung kann man Kindersocken um 2-4 Größen verlängern.

dem Zahn der Zeit ein Schnippchen schlagen

Mir macht es sehr viel Spaß, Dinge vor dem Müll zu retten. Es ist lange nicht so aufwändig und zeitintensiv, wie es vermutlich klingt, wenn man diese Anleitung liest.

Für den ersten Socken habe ich rund eine halbe Stunde gebraucht und der Zeitaufwand für das Paar Socken lag bei einer schwachen Stunde. Strickarbeiten mache ich immer während ich mir etwas ansehe, was mich interessiert. Das geht so nebenbei. Meine Hände brauchen immer was zu tun, da mir sonst langweilig wird, wenn ich ein Video schaue.

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.

Linkparty:


Banner fix itGerne kannst Du bis Ende April 2017 hier Deine Reparaturbeiträge verlinken.

Wer also selbst Beiträge zum Thema „fix it – reparieren ist nachhaltig“ auf seinem Blog veröffentlicht, kann diese hier über „inlinkz“ oder in den Kommentaren verlinken.

Durch Anklicken des Linkbuttons kannst Du sowohl selbst Beiträge verlinken als auch alle verlinkten Beiträge samt Beitragsbild sehen!

Zusätzlich werde ich auf meiner Pinterest-Pinwand „fix it – reparieren ist nachhaltig“ alle Bilder samt Verlinkungen für Dich sammeln. Am Ende des Monats wird das Pinboard auch im Monatsrückblick zu sehen sein.

Das Banner kann gerne auf den eigenen Blog mitgenommen werden. Bitte setze in Deinem Artikel einen Backlink zu diesem Blogbeitrag.

Mit der Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ möchte ich andere dazu motivieren, Dinge zu reparieren statt sie wegzuwerfen.

Egal ob Kleidungsstück, elektronisches Gerät oder ein Möbelstück – verlängere das Leben von Dingen durch Reparatur und trage so zur Schonung der Ressourcen unserer Erde bei.

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Achtsam durch den Tag [Woche 32-35]

Mein „Jahresprojekt Achtsamkeit“ geht auch dieses Jahr weiter. Trotzdem ich nun schon ein ganzes Jahr lang beinahe täglich Achtsamkeitsübungen mache, bin ich mit dem Buch noch lange nicht durch.

Das hat verschiedene Gründe. Einer davon ist, dass mir manche Übungen so wichtig sind, dass ich sie auch deutlich länger als eine Woche durchführen möchte.

Eine andere Ursache ist, dass ich auch von meiner Yogalehrerin immer wieder Anregungen für Achtsamkeitsübungen bekomme und manchmal statt einer Übung aus dem Buch diese durchführe.

Genau daran erkenne ich aber unter anderem, wie gut mir diese Übungen tun! Vor noch gar nicht so langer Zeit war ich völlig ratlos, wie ich wegen der Nummerierung weiter machen soll, weil diese durcheinander gekommen ist.

Mittlerweile bin ich sehr entspannt und freue mich einfach nur darüber, dass noch so viele Übungen vor mir liegen und ich mit dem Projekt weiter machen kann.

#32 Diese Person könnte heute Nacht sterben

Die Aufgabe der Woche war, sich bewusst zu machen, dass die Begegnung mit einem Menschen möglicherweise die letzte ist, weil die Person sterben könnte. Es geht darum zu beobachten, ob sich das Verhalten, die Art und Weise, wie man einander begegnet, verändert.

der Verlust eines geliebten Menschen ist sehr schmerzhaft

der Verlust eines geliebten Menschen ist sehr schmerzhaft

Ich muss gestehen, dass ich mit dieser Übung meine Problem hatte. Mehrmals sind Menschen, die mir nahe gestanden sind, sehr überraschend und Großteils noch sehr jung aus dem Leben gerissen worden. Vielleicht habe ich gerade deshalb schon sehr lange eine andere Einstellung zum Leben und zu den Menschen, die mich umgeben.

Erst durch die Auseinandersetzung mit dieser Achtsamkeitsübung und dem Begleittext zu dieser Übung wurde mir bewusst, dass es vermutlich einen Zusammenhang damit gibt, dass ich mich in einigen Situationen sehr speziell verhalte. Ich kann es zum Beispiel gar nicht aushalten, im Streit mit jemandem auseinander zu gehen. Es liegt mir am Herzen, immer eine Lösung zu finden, mit der alle zufrieden sind und mich zu versöhnen.

Jedenfalls war ich nicht in der Lage, mir bei den verschiedenen Begegnungen immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass diese Person jederzeit sterben könnte. Zu sehr sind dadurch jene Erinnerungen wach gerufen worden, die zwar teilweise schon sehr lange zurück liegen, aber trotzdem noch immer sehr schmerzhaft sind. Und eine Erinnerung ist noch so frisch, dass ich damit noch nicht abgeschlossen habe.

#33 Hitze und Kälte

Der Nachsatz zu dieser Übung hatte es in sich. Es ging nämlich nicht nur darum, auf die Empfindungen von Hitze und Kälte und die körperlichen oder emotionalen Reaktionen auf die Temperatur bzw. eine Veränderung derselben zu achten, sondern auch darum, gelassen darauf zu reagieren.

Und da liegt der Hund bei mir begraben. Ich reagiere sehr stark darauf, wenn ich eine Temperatur als unangenehm empfinde, insbesondere auf Hitze. Mir geht es gar nicht gut, wenn es heiß ist. Mein Körper ist dadurch sehr belastet und ich fühle mich richtig unwohl.

Ich habe Herrn Widerstand immer sehr bewundert, wie gelassen er damit umgeht. Oft schwitzt er sehr stark und ich bin der Meinung, ihm muss sehr heiß sein. Er aber meint dazu nur, dass ihm nicht heiß sei, denn der Schweiß kühlt den Körper ab.

Diesen Sommer war es in der Toskana wirklich unglaublich heiß und ich habe versucht, seine Sichtweise einzunehmen. Bei dieser Gelegenheit bin ich drauf gekommen, dass vor allem meine Bewertung von Hitze und Schweiß mit meinem Unwohlsein zu tun hat. Ich bewerte das Schwitzen negativ und versuche es zu vermeiden.

In diesem Jahr ist es mir immer wieder einmal gelungen, meine Sichtweise zu verändern und das Schwitzen freundlich zu begrüßen. Und siehe da, es ging mir tatsächlich besser.

Daran habe ich mich bei dieser Aufgabe (mittlerweile hatten wir November) erinnert.

das Feuer wärmt bei Kälte

das Feuer wärmt bei Kälte

Mir ist auch in der kühleren Jahreszeit oft zu heiß. Vor allem wenn ich gerade sehr intensiv mit etwas beschäftigt bin, wird mir oft sehr warm. Seit einiger Zeit kleide ich mich daher bevorzugt im „Lagenlook“, sprich trage mehrere leichte Kleidungsstücke übereinander. Dadurch kann ich relativ einfach die Kleidung an meine Bedürfnissen anpassen.

Seitdem geht es mir deutlich besser. Nachdem ich den Text zu dieser Übung gelesen habe, vermute ich jedoch, dass es mir vor allem deshalb besser geht, weil ich mich nicht mehr gegen Temperaturprobleme wehre, sondern das Gefühl habe, aktiv etwas verändern zu können.

#34 Die große Erde unter Ihnen

Wir Menschen leben auf dem Planeten Erde und sind uns leider doch recht selten bewusst, dass es ein kleines Wunder ist, dass wir hier alle Bedingungen vorfinden, um leben zu können.

Viele verhalten sich so, als würden die Erde von den Menschen beherrscht werden können. Wir tun so, als müsste sie uns gehorchen und wenn wir mit einer der Naturgewalten konfrontiert sind wie z.B. einem Erdbeben, dann sind wir geschockt und fühlen uns in dem Moment hilflos und ohnmöchtig, da wir erkennen müssen, dass das in Wirklichkeit gar nicht so ist. Wir sind nur eine winzig kleine Mücke in einem unermesslich riesigen Raum.

Wenn man sich dessen bewusst ist, dann wird man demütig und dankbar für das große Geschenk der Erde. Vielleicht hilft es auch achtsamer mit der Natur umzugehen und sie nicht achtlos mit unseren Konsumgwohnheiten zu zerstören.

Im Buch erzählt die Autorin, dass sie im Kloster während dieser Übung den Tag damit begonnen hat, direkt nach dem Aufstehen den Boden mit der Stirn zu berühren. Durch diese Praxis wird die Dankbarkeit dafür ausgedrückt, dass die Erde uns trägt. Ich habe das sehr spannend gefunden und in dieser Woche auch so gemacht. Jeden Morgen habe ich als erstes die Yogaübung „das Kind“ gemacht und dafür gedankt, dass ich auf der Erde leben darf und dass mir meine Nahrung von der Natur schenkt wird.

Ich finde, das ist eine sehr gute Übung um sich verwurzelt zu fühlen und ich möchtee sie auch künftig immer wieder einmal in der Früh machen.

#35 Abneigung bemerken

In dieser Woche sollte sich die Aufmerksamkeit darauf richten Abneigungen wahrzunehmen. Sprich es geht darum sich bewusst zu werden, wenn wir negative Gefühle gegenüber einer Situation oder einer Person empfinden. Was hat diese Abneigung ausgelöst, was verstärkt diese?

Sehr schnell war ich über mich selbst erschrocken, wie oft ich negative Gedanken und Gefühle habe! Eigentlich dachte ich über mich, dass ich wesentlich gelassener mit den verschiedenen Situationen umgehe.

In der buddhistischen Tradition spricht man von drei Geistesgiften: Gier (Anhaften/Festhalten), Abneigung (Wegstoßen) und Verblendung (Unwissenheit).

Abneigung ist die Quelle von Zorn und Aggression und entsteht aus der falschen Vorstellung, dass wir glücklich sein könnten, wenn es gelingt, etwas zu verändern (etwas loszuwerden, eine Situation/einen Menschen zu verändern).

Wut ist eine sehr starke Emotion

Wut ist eine sehr starke Emotion

Aber natürlich ist es völlig absurd zu glauben, wenn alles genau so wäre, wie wir es wollen, dann könnten wir glücklich sein.

Abgesehen davon – gleiches Recht für alle – wie könnte die Welt für alle Menschen genau so sein, wie sich der einzelne das vorstellt? Was für mich perfekt ist, will der andere ganz anders haben.

In all das spielt auch noch der Perfektionismus hinein. Der Wunsch nach Vollkommenheit, der Drang Dinge zu verändern um sie zu verbessern statt sie so wahrzunehmen wie sie nun mal sind.

Diese Übung hilft gelassener zu werden, ganz gleich wie die Umstände sind. Immer wenn ich diese Abneigung verspürt habe, habe ich tief eingeatmet und versucht die von mir negativ bewertete Situation als gegeben hinzunehmen.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2017]

achtsam-durch-den-tag-jahresprojekt-2016-2017Diese Gedanken sind Teil von meinem Jahresprojekt.
Nähere Informationen dazu findest Du im Beitrag „Achtsam durch den Tag [Jahresprojekt]“, in welchem auch alle Links der Linkparty gesammelt werden.

Ergänzend dazu sind alle verlinkten Beiträge auf meinem Pinterest-Board „Achtsamkeit“ zu sehen.

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Gegenwärtigkeit [Achtsam durch den Tag]

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

fix it – Reparieren ist nachhaltig #20

Linkparty März 2017

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ im März. Ich freue mich sehr, mit diesem Beitrag mein kleines virtuelles Repair-Café wieder zu eröffnen.

Die Regeln

Ausführliche Informationen dazu findest Du hier, da gibt es die Anleitung aber auch die Verlinkung zu allen bisherigen Blogparaden.

Müll reduzieren durch Reparieren – mein Beitrag im März

Meine Tochter hat das Glück in ihrer Arbeit sehr kreativ sein zu können. Das finde ich ganz wunderbar und ich denke, das würde mir auch sehr gut gefallen so zu arbeiten.

Unter anderem werden in ihrer Werkstatt auch Bienenwachskerzen gezogen. Die sehen wirklich wunderschön aus und riechen wundervoll. Leider gilt auch hier der Spruch, wo gehobelt wird, da fallen Späne. In dem Fall wo Kerzen gezogen werden, da spritzt auch Wachs.

böse Wachsflecken auf dem Lieblingsshirt

böse Wachsflecken auf dem Lieblingsshirt

Daher kam meine Tochter mit ihrem Shirt zu mir und hat mich um Unterstützung gebeten. Natürlich ist das auch gleich ein Fall für meine Linkparty, eh klar. Daher habe ich den Prozess mit meinem Fotoapparat mitdokumentiert.

Als erstes habe ich vorsichtig das grobe Wachs mit den Fingernägeln entfernt. Damit man es am Foto besser erkennen kann, habe ich diese abgekratzten Wachstropfen auf ein Stück Küchenrolle gelegt.

der erste Schritt ist getan

der erste Schritt ist getan

Nach dem Abkratzen sah das Shirt schon viel besser aus. Am besten verwendet man Löschpapier für das Ausbügeln von Wachsflecken. Da ich leider keines besitze, habe ich in dem Fall die besagte Küchenrolle verwendet. Übrigens ist diese Küchenrolle bereits rund 5 Jahre alt. So lange komme ich schon damit aus, weil ich sie so gut wie nie benutze.

In dem Fall hat sie mir gute Dienste geleistet. Ich habe ein Blatt Küchenrolle auf die verschmutzte Stelle gelegt und mit dem Bügeleisen gut darüber gebügelt. Die Küchenrolle saugt das durch die Wärme vom Bügeleisen verflüssigte Wachs auf und der Stoff wird wieder sauber.

Im Notfall kann man auch altes Zeitungspapier verwenden, aber das ist wegen der Druckerschwärze sehr kritisch. Durch die Wärme kann die Druckerschwärze auf das Kleidungsstück abfärben, daher würde ich das nur bei sehr dunkler Kleidung wagen.

das geschmolzene Wachs wird aufgesaugt

das geschmolzene Wachs wird aufgesaugt

Auf dem Bild kann man das geschmolzene Wachs gut erkennen. Am besten wiederholt man den Vorgang mit einem zweiten Stück Küchenrolle anschließend noch einmal.

Und schon ist es geschafft. Anschließend das Kleidungsstück wie gewohnt waschen und gut ist es.

Lieblingsteil gerettet

Lieblingsteil gerettet

Linkparty:


Banner fix itGerne kannst Du bis Ende März 2017 hier Deine Reparaturbeiträge verlinken.

Wer also selbst Beiträge zum Thema „fix it – reparieren ist nachhaltig“ auf seinem Blog veröffentlicht, kann diese hier über „inlinkz“ oder in den Kommentaren verlinken.

Durch Anklicken des Linkbuttons kannst Du sowohl selbst Beiträge verlinken als auch alle verlinkten Beiträge samt Beitragsbild sehen!

Zusätzlich werde ich auf meiner Pinterest-Pinwand „fix it – reparieren ist nachhaltig“ alle Bilder samt Verlinkungen für Dich sammeln. Am Ende des Monats wird das Pinboard auch im Monatsrückblick zu sehen sein.

Das Banner kann gerne auf den eigenen Blog mitgenommen werden. Bitte setze in Deinem Artikel einen Backlink zu diesem Blogbeitrag.

Mit der Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ möchte ich andere dazu motivieren, Dinge zu reparieren statt sie wegzuwerfen.

Egal ob Kleidungsstück, elektronisches Gerät oder ein Möbelstück – verlängere das Leben von Dingen durch Reparatur und trage so zur Schonung der Ressourcen unserer Erde bei.

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fix it – Reparieren ist nachhaltig #19

Linkparty Februar 2017

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ im Februar. Ich freue mich sehr, mit diesem Beitrag mein kleines virtuelles Repair-Café wieder zu eröffnen.

Die Regeln

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Reparaturbeitrag des Monats Jänner

Der am häufigsten angeklickte Reparaturbeitrag der letzten Linkparty stammt vom Blog „Lila Wundersterne“ und zeigt die Rettung einer Jeanshose.

Ursprünglich war die Hose mit Hilfe von einem Keil erweitert worden. Mit der Zeit hat sich jedoch der gesamt Bund abgelöst! Alex hat in liebevoller Kleinarbeit diesen wieder angenäht und zusätzlich fixiert.

(c) lila Wundersterne

(c) lila Wundersterne

Müll reduzieren durch Reparieren – mein Beitrag im Februar

Im Winter trage ich sehr gerne Cordhosen (in Österreich sagt man übrigens Schnürlsamthose dazu). Zuletzt habe ich im Kostnixladen eine schwarze Cordhose gefunden, bei der nicht nur die Weite sondern auch die Länge gepasst hat.

Das ist bei meiner Körpergröße ausgesprochen selten, daher habe ich mich sehr gefreut und sie gleich einmal zur Arbeit angezogen.

Was für ein Schreck, als ich im Laufe des Vormittags feststellen musste, dass sie gleich 3 böse Flecken hat.

die Flecken sieht man auf der Vorderseite und auf der Rückseite der Hose

die Flecken sieht man auf der Vorderseite und auf der Rückseite der Hose

Nachdem es mir selbst einmal passiert ist, war mir schnell klar woher das Problem kommt. Es ist eine Flüssigkeit auf den Stoff getropft, die diesen ausgebleicht hat. Mir ist das vor langer Zeit mit einem Schimmelentferner passiert.

Zuerst habe ich mich riesig geärgert. Dann war ich traurig, weil ich die Hose so angenehm zu tragen fand. Und schließlich ist mir eine Lösung eingefallen.

Mit einem schwarzen Wäschestift (Wäschemarker) habe ich die Flecken übermalt. Auf dem Bild sieht man jeweils 2 übermalte Flecken (Vorderseite/Rückseite). Einen der drei habe ich für das Foto vorerst unbehandelt gelassen, damit man den Unterschied erkennen kann.

erster Versuch mit einem Wäschestift

erster Versuch mit einem Wäschestift

Die Idee war gut, aber mit dem Ergebnis war ich nicht so zufrieden. Das lag jedoch hauptsächlich daran, dass der Textilmarker bereits recht alt war und nicht mehr so gut funktioniert hat.

Also habe ich in meinem Fundus weiter gesucht und einen schwarzen permanent Marker gefunden. Mit diesem habe ich die Flecken noch einmal übermalt und siehe da – es ist sehr perfekt geworden.

Wichtig ist, dass man sowohl die Rückseite als auch die Vorderseite übermalt. Bei Cord muss man vor allem darauf achten, dass die Farbe auch zwischen den Cordschnüren aufgetragen wird.

links nur mit dem Wäschestift, rechts nach der Behandlung mit dem permanent Marker

links nur mit dem Wäschestift, rechts nach der Behandlung mit dem permanent Marker

Auf dem rechten Bild sieht man zwar noch einen leichten Farbunterschied, aber der dürfte von der Feuchtigkeit vom Auftragen der Farbe stammen. Nach dem ersten Waschen kann man die Flecken überhaupt nicht mehr erkennen, ich bin voll happy!

Natürlich war es Glück, dass die Hose schwarz war. Vermutlich ist dieses Problem bei Hosen mit einer anderen Färbung nicht ganz so einfach in den Griff zu bekommen.

Aber nachdem ich ähnliche Flecken mittlerweile recht häufig bei Kleidungsstücken im Kostnixladen gesehen habe, dachte ich mir, vielleicht ist das trotzdem ein guter Tipp, wenn jemand dieses Problem hat.

die Hose ist gerettet

die Hose ist gerettet

Linkparty:


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Gegenwärtigkeit [Achtsam durch den Tag]

In meinem Yogaunterricht bekommen wir immer eine „Hausübung“. Es ist eine kleine Aufgabe, meist eine Achtsamkeitsübung, die wir während der folgenden Woche im Laufe des Tages durchführen sollen.

Zum Nachlesen werden diese Übungen am Blog „Inner Joy“ veröffentlicht.

Diese Anregungen habe ich üblicherweise zusätzlich zu meiner Achtsamkeitspraxis aus dem Buch „Achtsam durch den Tag“ durchgeführt, was auch meist recht gut geklappt hat.

In der dritten Novemberwoche haben wir jedoch eine Übung erhalten, die mich sehr fasziniert hat und daher habe ich in dieser Woche auf die Übung der Woche aus meinem Achtsamkeitsbuch verzichtet, um mich ganz der „Gegenwart“ zu widmen.

Hier geht es zur Anleitung der Übung auf „Inner Joy“.

Sehr schnell musste ich erkennen, dass ich mich tatsächlich sehr oft in so einer Warteposition befinde.

„Wenn der Arbeitstag vorbei ist, dann kann ich endlich …“
„Wenn ich die Hausarbeit erledigt habe, dann …“
„Wenn ich nicht mehr so viel Stress habe, dann finde ich endlich Zeit für …“

Vor allem das letzte „Wenn“ ist so eines, das uns am eigentlichen Leben vorbeileben lässt. Man ist die ganze Zeit nur auf die Zukunft orientiert und lebt gar nicht im Moment.

Dabei dachte ich eigentlich, dass ich mich verändert hätte. Vor gut 15 Jahren bin ich über diese Geschichte gestolpert und hatte den Eindruck, dass ich sie verstanden und auch umgesetzt habe.

wenn-ich-gehe-dann-gehe-ich

Diese Aufgabe „Gegenwärtigkeit“ geht aber im Grunde noch über das hinaus und das ist mir erst jetzt klar geworden. Und genau deshalb halte ich sie für die wichtigste Übung, die ich bisher gemacht habe.

Selbst wenn ich denke, dass ich in der Gegenwart bin und auch beispielsweise ganz konzentriert das Gemüse für die Suppe schneide, kann ich trotzdem noch in einer inneren Wartehaltung sein. Diese Wartehaltung bewirkt, dass ich meine Gedanken auf die Zukunft ausrichte und den Moment nicht wirklich genießen kann. Auch wenn ich (fast) ganz bei den Karotten auf dem Schneidbrett bin. Die Gedanken fliehen trotzdem immer zu dem, worauf ich warte.

Eigentlich wollte ich die Übung nur eine Woche lang machen, aber sie war mir dann so wichtig, dass ich gleich noch eine zweite Woche dran gehängt habe.

Burnout – wenn sich unsere Seele nicht da befindet, wo unser Körper ist

Ich glaube, dass dieses Grundproblem – dass wir mit unseren Gedanken und Gefühlen nicht da sind, wo unser Körper sich gerade befindet – ein Trend unserer Zeit ist.

Wir werden von so vielen Dingen abgelenkt. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wie wir unser Leben gestalten können. Umgekehrt wird uns immer wieder erklärt, was uns alles fehlt.

Die Werbung will, dass wir unglücklich sind, denn nur dann sind wir brave Konsumenten, die immer mehr kaufen und die Wirtschaft vorantreiben. Doch Konsum macht einfach nicht glücklich.

Glück ist nicht im Besitz zu finden, Glück ist auch nicht von äußeren Umständen abhängig. Es liegt einfach nur in uns selbst.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2017]

achtsam-durch-den-tag-jahresprojekt-2016-2017Diese Gedanken sind Teil von meinem Jahresprojekt.
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Ergänzend dazu sind alle verlinkten Beiträge auf meinem Pinterest-Board „Achtsamkeit“ zu sehen.

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fix it – Reparieren ist nachhaltig #18

Linkparty Jänner 2017

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ im neuen Jahr. Ich freue mich sehr, mit diesem Beitrag mein kleines virtuelles Repair-Café wieder zu eröffnen.

Die Regeln

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Reparaturbeitrag des Monats

Der am meisten angeklickte Reparaturbeitrag der letzten Linkparty stammt vom Blog „123-Nadelei“ und zeigt die Sanierung einer alten Holztreppe.

(c) 123-Nadelei

(c) 123-Nadelei

Unglaubliche 32 Stunden Arbeitszeit wurden investiert, um ein wahres Prunktstück entstehen zu lassen. Mit einem Klick aufs Bild kommst Du zum Beitrag.

Müll reduzieren durch Reparieren – mein Beitrag im Jänner

Nicht nur die Seitennähte vom Sweater sondern auch die Armbündchen leiden unter dem liebsten Hobby von meinem Sohn. Durch das Tragen des Skateboards werden die Ärmelbündchen aufgescheuert und unansehnlich.

armbund-fix-it

Leider habe ich in meinem Reparatureifer vergessen ein „vorher“-Foto zu machen und auch den Reparaturverlauf nicht dokumentiert. Daher gibt es diesmal leider nur Fotos vom bereits reparierten Sweater, aber ich hoffe, es ist trotzdem gut zu erkennen, was ich gemacht habe.

Ich wollte die Reparatur so einfach und zeitschonend wie möglich machen und habe mich daher entschlossen, den Armbund umzubiegen und mit der Hand anzunähen.

hier sieht man meine händische Naht

hier sieht man meine händische Naht

Als erstes wird der Sweater umgedreht, wodurch die Innenseite außen zu liegen kommt (siehe Foto oben). Der Armbund wird zur Hälfte Richtung Innenseite (sprich derzeit nach außen) umgestülpt und anschließend mit einem farblich passenden Faden an der Originalnaht vom Bündchen angenäht.

Das ist wirklich einfach und in nur wenigen Minuten erledigt. Das Bündchen ist anschließend zwar nur noch halb so breit, aber dafür so gut wie neu.

mit wenig Aufwand wurde der Sweater gerettet

mit wenig Aufwand wurde der Sweater gerettet

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.

es geht auch anders

Marion vom Blog „DIY schwing die Nadel“ hat das Problem viel aufwändiger gelöst und mit einem passenden Stoff neue Bündchen angenäht. Nachzulesen ist ihre Reparaturarbeit im Beitrag „Nikolaus Geschenk“.

Linkparty:


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Wer also selbst Beiträge zum Thema „fix it – reparieren ist nachhaltig“ auf seinem Blog veröffentlicht, kann diese hier über „inlinkz“ oder in den Kommentaren verlinken.

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Zusätzlich werde ich auf meiner Pinterest-Pinwand „fix it – reparieren ist nachhaltig“ alle Bilder samt Verlinkungen für Dich sammeln. Am Ende des Monats wird das Pinboard auch im Monatsrückblick zu sehen sein.

Das Banner kann gerne auf den eigenen Blog mitgenommen werden. Bitte setze in Deinem Artikel einen Backlink zu diesem Blogbeitrag.

Mit der Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ möchte ich andere dazu motivieren, Dinge zu reparieren statt sie wegzuwerfen.

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fix it – Reparieren ist nachhaltig #17

Linkparty Dezember 2016

Herzlich willkommen zur neuen Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ im Dezember. Ich freue mich sehr, mit diesem Beitrag mein kleines virtuelles Repair-Café wieder zu eröffnen.

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Reparaturbeitrag des Monats

Der am meisten angeklickte Reparaturbeitrag der letzten Linkparty stammt vom Blog „Minimalistenfreun.de“ und zeigt das Makeover einer alten Kommode.

Im Beitrag sind viele Fotos zu sehen, wie Schritt für Schritt ein ganz tolles „neues“ Möbelstück aus dem alten hässlichen Teil entstanden ist.

(c) minimalistenfreun.de

(c) minimalistenfreun.de

Müll reduzieren durch Reparieren – ein kleiner Rückblick

Angefangen hat bei mir alles mit einem kaputten Kopfhörer, den ich nicht wegwerfen wollte. In meinem Beitrag „Wegwerfen statt reparieren“ habe ich mich dem Thema genähert.

Der Kopfhörer wurde repariert, darüber habe ich in meinen Beiträgen Kopfhörer – Reparatur Teil 1. und Kopfhörer – Reparatur Teil 2. erzählt.

kopfhoerer-reparieren

Nach meinem Besuch im Repair-Café war ich endgültig begeistert.

Als ich die Idee zu meiner Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ hatte, war sofort klar, dass der Kopfhörer, mit dem alles begonnen hat, auf das Banner muss.

Seitdem sind fast 2 Jahre vergangen. Bei meiner Linkparty wurden mittlerweile über 200 großartige Reparaturideen verlinkt. Ich bin immer wieder überwältigt, wenn ich diese Fülle betrachte!

Das Schönste für mich ist, dass die Ideen auf fruchtbaren Boden fallen. Im Laufe der Zeit wurden auch andere Kopfhörer repariert und teilweise auch bei meiner Linkparty verlinkt.

Zuletzt habe ich sogar via Facebook Fotos zugeschickt bekommen, auf denen der reparierte Kopfhörer zu sehen ist.

Weil ich mich so darüber freue, dass meine Ideen weitergetragen werden, gibt es heute ganz viele reparierte Kopfhörer zu sehen, die alle zu „fix it – reparieren ist nachhaltig“ verlinkt wurden.

viele Wege führen zu reparierten Kopfhörern

Anja hat den kaputten Überzug entfernt und statt dessen mit der Hand einen neuen Stoff angenäht.
Nachzulesen in ihrem Beitrag DIY – Kopfhörerbezugreparatur.

einfacheinfachleben.blogspot.de

einfacheinfachleben.blogspot.de

Bei Gusta war der Bügel gebrochen und sie hat diesen mit viel Geschick wieder befestigt. Mehr Bilder sind in ihrem Beitrag am Blog zu sehen.

facileetbeaugusta.de

facileetbeaugusta.de

Frau Pütz hat eine reich bebilderte Anleitung geschrieben, wie man aus Stoff selbst einen neuen Kopfhörerüberzug nähen kann. Zu finden ist alles in ihrem Beitrag „kaputte Kopfhörerpolster ersetzen“.

recyclingbasteln.de

recyclingbasteln.de

Frau Nett hatte im Prinzip exakt das selbe Problem wie ich. Für die Kopfhörer hat sie daher ein neues Stoffkleid genäht und darüber in ihrem Beitrag „Upcycling“ erzählt.

fraunettnaeht.com

fraunettnaeht.com

Dieses Bild gab dann den Anstoß. Ich habe es von Verena auf Facebook erhalten und mich so sehr darüber gefreut, dass ich es unbedingt auch auf meinem Blog zeigen wollte.

Verena Starry Sky

Verena Starry Sky

Nur wenige Tage später habe ich von Magdalena eine Kommentaranfrage erhalten, weil sie versucht hat nach meiner Anregung den Kopfhörer zu reparieren. Kurz darauf hat sie mir Fotos von ihrem Werk geschickt, die ich hier ebenfalls zeigen darf. Vielen herzlichen Dank, ich freue mich riesig!

Magdalena

Magdalena

es gibt noch mehr

Weil es mich interessiert hat, habe ich auch noch das Internet nach Kopfhörer-Reparaturen durchsucht. Einige, die ich gefunden habe, möchte ich heute auch noch zeigen.

Mein Leben: Ohrmuscheln für Kopfhörer häkeln
The Little Cave: gehäkelte Ohrenpolster
Filz & Faden: Reparieren statt Wegschmeißen!
CrEaTe: Funky Beats
Mauswerkerin: Kopfhörer Häkelpolster
Sträkeln: zu schade zum Wegwerfen

die Rechte der Bilder liegen bei den jeweiligen Blogs

die Rechte der Bilder liegen bei den jeweiligen Blogs

Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.

Fortsetzung folgt…

Ab und zu möchte ich künftig ein Thema aufgreifen und die dazu verlinkten Beiträge zeigen.

Linkparty:


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Wer also selbst Beiträge zum Thema „fix it – reparieren ist nachhaltig“ auf seinem Blog veröffentlicht, kann diese hier über „inlinkz“ oder in den Kommentaren verlinken.

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