Urlaub in einem tiny house

Der Urlaub ist zwar schon wirklich lange vorbei, aber das graunebelige Novemberwetter lädt geradezu dazu ein, noch einmal an den Sommerurlaub zurück zu denken.

Als „Utopia“ den Tipp gab, den Urlaub in einem tiny house zu verbringen (nachzulesen in diesem Beitrag von Utopia), war mein Urlaub in einem wundervollen tiny house in der Toskana bereits wieder vorüber.

unser minimalistisches Urlaubreich - Haus, Terasse und Dachterasse

unser minimalistisches Urlaubreich – Haus, Terasse und Dachterasse

Leben in einem tiny house

Herr Widerstand und ich hatten im Juli nämlich so ein winziges Häuschen mitten in der Toskana gemietet. Innen maß das Haus in etwa 3,5 m x 7 m und hatte somit rund 25m² auf 2 Räume sowie Bad/WC verteilt. Man trat von der Terasse direkt in die geräumige Wohnküche ein. Der schmale Tisch nahm nicht allzu viel Platz weg, neben der Spüle fanden Waschmaschine und Kühlschrank Platz.

Die Küche war sehr zweckmäßig eingerichtet, neben dem 3flammigen Gaskocher fanden die Lebensmittel in einem großen Vorratsschrank Platz. Das Geschirr wurde in mehreren Laden sowie einem kleinen Hängekästchen untergebracht. Ein großes Schneidebrett bildete die Arbeitsfläche direkt auf der Waschmaschine (was für eine geniale Idee!).

alles da, was man braucht!

alles da, was man braucht!

Durch das Sofa in der Wohnküche, auf dem man sitzen, essen und lümmeln konnte, war es möglich, dass sogar 3 Personen in dem Häuschen schlafen konnten.

Das Schlafzimmer war im Vergleich dazu winzig, denn fast die Hälfte wurde zu einem Badezimmer abgetrennt. Obwohl dieses auch winzig klein war. Nach italienischer Art gab es keine Duschtasse, das war aber auch sehr gut, denn sonst hätte man mitten in der Duschtasse stehen müssen, wenn man sich die Zähne putzt. So aber ist der Platz nicht abgegangen. Es gab sogar zwei Regale für die Handtücher und persönlichen Sachen.

Alternativ dazu stand vor der Terrasse eine Outdoor-Dusche, was im Sommer wirklich sehr angenehm ist. Diese Dusche hatte eine natürliche Solarheizung für das Wasser, denn wenn der Schlauch ein wenig in der Sonne gelegen ist, war das Wasser ganz warm.

meistens haben wir jedoch im Freien geduscht

meistens haben wir jedoch im Freien geduscht

Das Bett hat fast den gesamten Raum vom Schlafzimmer eingenommen, nur noch ein kleiner Schrank sowie eine Kommode verstellten den Rest.

das Schlafzimmer

das Schlafzimmer

Natürlich hat der Besitzer vom Haus, der dieses selbst als Ferienhaus nutzt, einiges an persönlichen Dingen da gelassen, dadurch war z.B. die gesamte Kommode voll und die Regale, welche sehr originell aus nur ganz wenig bearbeiteten Holzstücken bestanden, mit Büchern und anderem Zeug belegt.

Für meine Geschmack war dadurch viel zu viel Zeug in dem Haus. Mir hat der Raum zwischen den Dingen gefehlt. Vielleicht hat auch das schräge Dach, das einen Teil vom Raum weg nimmt, dazu beigetragen, das mag sein.

Ergänzt wurde das Haus durch eine Terrasse, welche in etwa gleich groß war wie das Haus selbst. Da es die meiste Zeit sehr heiß war, haben wir das Kochen daher ins Freie verlegt, um die Räume nicht unnötig aufzuheizen.

unser Kochplatz im Freien

unser Kochplatz im Freien

Wir haben sehr viel Zeit im Freien verbracht, auch der riesige Olivenhain hat dazu eingeladen. Im Schatten der Bäume konnte ich am Vormittag in der Hängematte meditieren und am Nachmittag lesen.

mein Lieblingsplatz im schattigen Olivenhain

mein Lieblingsplatz im schattigen Olivenhain

Wenn man so will war es dadurch gar kein tiny house, denn wir hatten insgesamt viel mehr Platz zur Verfügung und diesen auch ausgenutzt.

Die meiste Zeit haben wir im Freien gelebt, nur zu Mittag, wenn es sehr heiß war, habe ich mich ins Haus zurück gezogen. Auch am Abend, wenn mich die Gelsen gejagt haben, war ich froh über die geschlossenen Räume.

eine zweite Hängematte machte die Terasse gemütlich für uns

eine zweite Hängematte machte die Terasse gemütlich für uns

Was habe ich aus der Zeit gelernt?

Alleine für mich würde eine winzige Wohnung auf jeden Fall reichen, zu zweit – und im speziellen in unserer Situation – sieht das allerdings anders aus. Ich bin es mittlerweile gewohnt, dass ich mich zurück ziehen kann. Auch Herr Widerstand, der vor unserer Beziehung in so einer winzigen Wohnung gelebt hat, weiß die Größe der Wohnung mittlerweile zu schätzen. Auch wenn 100m² definitiv zu viel sind für uns, so würde ich doch dauerhaft nicht mehr auf 25m² zu zweit wohnen wollen.

Was in unserem Fall zu Problemen führt ist, dass Herr Widerstand seinem Beruf zu einem großen Teil zu Hause nachgeht und dafür einen eigenen Raum und Ruhe braucht. Ein Wohnraum wäre daher zu wenig, denn ich könnte mich in der Zeit dann nicht zu Hause aufhalten.

Außer das winzige Haus würde so wie in der Toskana von so einem großzügigen Freibereich ergänzt werden. Dann kann ich mir das sehr wohl sehr gut vorstellen. Natürlich muss man berücksichtigen, dass man in den Wintermonaten in Österreich nicht so gut im Freien leben kann.

Nachdem es sich um ein Eigenheim handelt, werde ich vorerst wohl keine Veränderung an meiner derzeitigen Wohnsituation vornehmen. Vielleicht werde ich irgendwann Großmutter, dann werden sich die Enkelkinder darüber freuen, wenn sie ein paar Tage zu Besuch bleiben und ihr eigenes Reich haben können.

Wenn ich irgendwann einmal keinem Beruf mehr nachgehe, kann ich es mir aber sehr gut vorstellen, meine Wohnsituation noch einmal gänzlich zu überdenken und zu verändern.

typische Landschaft in der Toskana

typische Landschaft in der Toskana

mein Leben in einem tiny house

Ich kann mich noch gut an meine allererste richtige Wohnung erinnern. Sie maß gerade einmal 25m², hatte aber alles, was ich brauchte. Ein großes Wohn-Ess-Schlafzimmer, einen Abstellraum, den ich in einen begehbaren Schrank umgebaut hatte, eine winzige Küche, ein noch kleineres WC und ein kleines Bad. Verbunden waren die Räume durch einen schmalen Gang, ein Balkon in den Hinterhof hat die Wohnung aufgewertet, wir haben einmal sogar darauf gegrillt.

In keiner anderen Wohnung habe ich mich wohler gefühlt als dort. Ob es am Zauber der ersten Wohnung gelegen hat oder weil es einfach so perfekt geschnitten war und in seiner Kleinheit alle meine Bedürfnisse befriedigt hat, kann ich jetzt nicht mehr sagen. Es war nie viel Aufwand die Wohnung in Ordnung zu halten und ich habe mich nie einsam gefühlt, soviel steht fest.

immer mehr

Als die Kinder kamen, wurde der Platzbedarf immer größer. In meinem kleinen 80m² Reihenhäuschen mit 3 Räumen, in das ich danach gezogen bin, wurde es zu viert schnell zu eng. Kinder brauchen Platz, vor allem in der Pubertät. Also habe ich den Dachboden ausgebaut, damit beiden Kindern eigene Bereiche zur Verfügung stehen.

Meine Tochter hat längst eine eigene Wohnung. Heute habe ich den ausgebauten Dachboden zu meinem Hobbyraum umgestaltet. Das ist zwar sehr praktisch, aber in Wahrheit ist das Haus viel zu groß für 3 Leute. Immer wieder denke ich an meine kleine Garconniere und wie wohl ich mich darin gefühlt habe. Und mit wie wenig Zeug ich damals tatsächlich ausgekommen bin.

Heute ist der halbe Keller mit Schachteln voll, in denen sich Zeug von meinen Kindern befindet, das ich nicht weg werfen darf. Ich würde sehr gerne alles reduzieren, derzeit ist das leider noch nicht möglich.

Fortsetzung folgt…

Müll reduzieren im Urlaub – wie man den Abfall auch im Urlaub gering halten kann


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Und weil es ökologisch ganz viel Sinn macht, seinen Wohnraum so klein wie möglich zu halten – ich sage nur Strom, Heizung, Putzmittel u.v.m. und natürlich Bausubstanz etc. – schicke ich diesen Beitrag zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Hier geht es zur aktuellen Linkparty.

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das Märchen vom nachhaltigen Konsum [Minimalismus vs. grünes Wachstum]

Vor einiger Zeit wurde ich durch einen Newsletter auf diesen Beitrag von „Utopia“ aufmerksam, in dem nachhaltige Yoga-Labels vorgestellt werden.

Nachdem mir Yoga seit über einem Jahr sehr viel Freude macht, habe ich ihn mir natürlich gleich angesehen und interessiert erfahren, was es alles an nachhaltiger Yogakleidung und Yogazubehör zu kaufen gibt.

Gibt es nachhaltigen Konsum?

Dieser Frage bin ich schon vor über 3 Jahren nach gegangen. Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto klarer ist mir geworden, dass jedes neue Produkt Ressourcen verbraucht und man daher sehr genau überlegen sollte, ob man das Teil überhaupt braucht oder ob es nicht doch eine Alternative gibt.

nachhaltige Yogakleidung

In diesem Fall war es sehr einfach. In meiner Freizeit trage ich sehr gerne „Knotzkleidung“ – so nenne ich Kleidungsstücke, die unglaublich bequem sind um sich auf die Couch zu lümmeln (= knotzen).

Daher habe ich einige Leggings (in verschiedenen Längen) und bequeme Shirts, die sich ganz wunderbar für Yogaübungen eignen. Ich brauche keine neue Kleidung fürs Yoga zu kaufen, sondern kann das verwenden, was ich bereits besitze.

Yoga kann man in fast jeder Kleidung machen

Yoga kann man in fast jeder Kleidung machen

5 Fragen, die Du dir vor jedem Kauf stellen solltest

Schon seit über 3 Jahren kaufe ich so gut wie nichts Neues mehr. Es geht mir auch gar nichts ab, ich besitze mehr als genug von allem.

In der Zeit der Umstellung habe ich mir den Einstieg in die „ich kauf nix“-Zeit durch verschiedene Fragen erleichtert

1. Brauche ich das wirklich?
2. Gibt es etwas in meinem Besitz, das diese Funktion ebenfalls erfüllt?
3. Kann ich mir dieses Teil irgendwo ausleihen?
4. Hat jemand anderer so etwas und benötigt es nicht mehr?
5. Kann ich es auf eine andere Weise gebraucht finden?

Nachgestellt habe ich dann noch die Dringlichkeit. Wenn die Anschaffung zwar nötig, aber nicht dringend war, dann habe ich mir manchmal viel Zeit gelassen, damit der Punkt 5. doch noch erfüllt werden konnte. Eine Möglichkeit dafür waren z.B. Suchanzeigen auf Online-Portalen für gebrauchte Waren.

Linktipp: Viele gute Tipps um Fehlkäufe zu vermeiden hat Gabi in ihrem Beitrag „5 Punkte-Liste gegen Fehl- und Frustkäufe“ gesammelt.

Minimalismus – use what you have

Durch die Frage 1. habe ich erkennen können, dass ich viel weniger brauche, als ich ursprünglich angenommen habe.

Und die Frage Nummer 2 hat mir gezeigt, dass mit den Mitteln der Kreativität sehr viel mehr möglich ist, als man vielleicht ursprünglich annimmt.

Die Wirtschaft, die auf den Verkauf von Produkten ausgelegt ist, versucht natürlich so viel wie möglich zu verkaufen. Eine Methode dafür ist die Spezialisierung. Universalprodukte werden zu vielen Spezialprodukten „zerlegt“, sodass der unkritische Konsument plötzlich eine Vielzahl von Dingen kauft, statt nur einem einzigen.

Ich besitze Sportschuhe und keine Lauf-, Wander-, Radfahr- sowie Freizeitschuhe. Mit meinen Leggings kann ich Yoga und Gymnastik machen, auch Laufen oder ins Fitness-Studio gehen, zu Hause auf der Couch liegen und in der Küche meine Essen zubereiten. Wenn es kalt ist, wärmen sie mich unter den Jeans und ich brauche keine langen Unterhosen oder Strumpfhosen.

In meiner Auflaufform kann ich sowohl mein Frühstücksbrot gehen lassen, als auch eine Lasagne backen. Bei der Herstellung von Holunderblütensirup werden die ausgedrückten Holunderblüten darin gesammelt und am Wochenende das Huhn für den Sohn im Rohr gebraten. Das Apfeltiramisu schmeckt danach genau so lecker wie immer.

universell einsetzbar, ein richtiges Multifunktionsteil

universell einsetzbar, ein richtiges Multifunktionsteil

Minimalismus im Kleiderschrank

Frühlingskleidung, Sommerkleidung, Herbstkleidung, Winterkleidung – jede Jahrzeit hat ihre Bedürfnisse und verlangt nach neuen Kleidungsstücken und immer mehr im Kleiderschrank.

Durch geschicktes Layering kann man auch mit wenigen Kleidungsstücken große Temperaturschwankungen ausgleichen. In dem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf den sehr interessanten Beitrag von Anne „Sommerklamotten im Winter tragen“ hinweisen.

Ein ganz besonderes Beispiel für Minimalismus im Kleiderschrank zeigt uns Bea Johnson in ihrem Beitrag „one dress, 22 ways“, in dem sie Fotos zeigt, wie sie während ihrer Tournee das schwarzes Kleid auf 22 verschiedene Arten getragen hat.

Minimalismus bedeutet nicht Verzicht

Das Geheimnis des Minimalismus ist vermutlich die Kreativität. Der Minimalist besitzt zwar weniger Teile, aber dafür sind diese multifunktionell zu verwenden.

Ich verspüre keinen Verzicht, wenn ich z.B. eine alte Pralinendose aus Glas als Butterdose verwende. Ganz im Gegenteil, ich liebe sie sehr, da sie mir so gut gefällt, weil sie mich an meine Großmutter erinnert. Und wenn sie gerade keine Butter beherbergt, ist sie auch anders für mich nützlich.

meine Butterdose aus Glas

meine Butterdose aus Glas

Minimalismus bedeutet daher für mich, weg von speziellen hin zu universellen Dingen. Und das sowohl bei der Bekleidung als auch beim Geschirr in der Küche und bei vielem anderen auch.

es gibt keinen nachhaltigen Konsum

Jedes Teil, das neu angeschafft wird, verbraucht Ressourcen und belastet damit die Umwelt. Grünes Wachstum gibt es nicht, denn es ist noch immer Wachstum und in unserer heutigen Zeit kann die Wirtschaft nicht mehr wachsen ohne die Umwelt weiter zu belasten.

Der einzige Weg da heraus ist, weniger zu konsumieren und mit dem zu leben, was man bereits besitzt (siehe „Postwachstumsökonomie“). So wie vorhin schon beschrieben ist es wichtig sich zu fragen, ob es nicht doch möglich ist, seine Bedürfnisse mit dem abzudecken, was man bereits besitzt, bevor man etwas Neues kauft bzw. das Teil, das kaputt geworden ist, repariert.

Wenn eine Anschaffung unumgänglich ist, kann man sich umsehen, ob jemand so etwas besitzt, aber nicht mehr benötigt. Eine sehr gute Möglichkeit dazu ist ein Kostnixladen, auch unter dem Namen Umsonstladen bekannt. Weitere Alternativen sind auf Facebook bei regionalen Verschenkgruppen oder auf Verschenkportalen wie beispielsweise „willhaben-verschenken“ zu finden.

kein Neukauf ohne Müll

Und noch ein Punkt spricht aus meiner Sicht dafür, Bestehendes zu verwenden statt Neues zu kaufen. Bei jedem Neukauf entsteht Müll. Bei der Produktion werden die Ressourcen für den Transport der Rohstoffe und für die Herstellung der Ware verbraucht, aber natürlich auch jene für die Fabrik und die Maschine, welche die Ware herstellt.

Danach muss das Teil verpackt und zum Geschäft transportiert werden. Um den Transport heil zu überstehen, werden viele Waren zusätzlich zur handelsüblichen Verpackung mit jeder Menge Plastik gesichert. Darüber habe ich in meinen Beitrag „grauer Plastikmüll – die unsichtbare Gefahr“ geschrieben.

All das fällt weg, wenn ich mit dem, was ich bereits besitze, zufrieden bin und Ersatz auf dem Gebrauchtmarkt suche, wenn es wirklich nötig ist. Du siehst – nachhaltiges grünes Wachstum gibt es nicht.

jede Menge Plastikmüll im Warenlager

jede Menge Plastikmüll im Warenlager

warum ich „grünes Wachstum“ trotzdem (mit Vorbehalt) gut finde

Trotz all meiner eigenen Argumente dagegen finde ich es durchaus begrüßenswert, dass es mittlerweile einige Unternehmen gibt, die sich über die Umwelt Gedanken machen und grünes Wachstum propagieren. Es gibt sicher einen Markt dafür, denn meine Art zu denken und zu leben, ist wohl nicht für jeden Menschen möglich.

Und wenn diese mit grünen Gedanken agierenden Unternehmen mehr Menschen erreichen, die dann ressourcenschonend und fair produzierte Waren kaufen, welche die Umwelt weniger belasten als konventionell produzierte Dinge, dann ist insgesamt doch ein Schritt in die richtige Richtung getan.

Solange der Rebound-Effekt nicht dazu führt, dass mehr gekauft wird, weil ja alles so grün und nachhaltig ist und der Schaden in Summe doch größer ist als der Nutzen…


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Müll reduzieren im Haushalt Teil 8.

minimalistisch und müllreduziert putzen

Wie alle wissen ist für mich Müllvermeidung ein ganz besonders wichtiges Thema. In meinem heutigen Beitrag für #EiNaB zeige ich eine sehr einfache Möglichkeit, wie man Bad und Küche strahlend sauber und frei von Kalkflecken bekommt, ohne Müll zu verursachen.

mit einem Klick aufs Bild kommst Du zum Beitrag

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Mit einem Klick auf das obere Bilder oder * hier * kommst Du zum Beitrag und erfährst, wie ich mein Bad und meine Küche ganz ohne Müll zu verursachen putze.

#EiNaB im Mai

In diesem Monat bin ich Gastgeber und eröffne mit meinem Beitrag die nächste Runde der Blogparade „einfach.nachhaltig.besser.leben“. Die Linkparty findet bereits zum dritten Mal auf unserem gemeinsamen Blog statt. Bis einschließlich 10.6.2016 hast Du die Möglichkeit Deine grünen Ideen und Gedanken zu teilen.

Putzmittel nein danke!

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gelesen im Februar – Buchtipp #18

Das Leben ist keine To-do-ListeDas Leben ist keine To-do-Liste
Endlich Zeit für das, was wirklich wichtig ist –
mit der to-be Liste

von Shirley Seul
Verlag Kailash

Als ich den Titel von dem Buch sah, war ich gerade am Hadern mit meinem Leben, weil die Zeit zu knapp war um all das, was ich gerne machen möchte, an einem Tag unterzubringen.

„Dich hat der Himmel geschickt, genau Dich brauche ich jetzt! Weg von den vielen to-do’s, die täglich auf mich einstürmen und hin zu mehr leben und genießen!“, war das erste, was ich gedacht habe.

Das Leben ist vollgepackt mit Dingen, die erledigt werden müssen, Ansprüchen, die erfüllt werden wollen, und Deadlines, deren Einhaltung Ehrensache ist. Das Gefühl, nie zu genügen, kann so groß werden, dass wir uns manchmal wie Automaten fühlen, die nur noch funktionieren und sich damit abgefunden haben, ein Häkchen nach dem anderen auf ihre To-do-Listen zu setzen. So haben wir uns unser Leben nicht vorgestellt! (Auszug Klappentext)

Sherly Seul deckt eine Falle nach der anderen auf, in die wir in unserer schnelllebigen Zeit gestolpert sind und wodurch wir nun im Hamsterrad festhängen. Sie nennt es die Formel 1, weil wir immer schneller eine Runde nach der anderen drehen, und lädt in jedem Kapitel zu einem Bloxenstopp ein, wo sie kleine Schlupflöcher zeigt.

Es fängt damit an, dass sie auffordert einfach einmal abzuschalten. Gemeint ist das Smartphone, das uns ständig und zu jeder Zeit verfügbar macht. Nichts Schlimmes passiert, wenn wir einmal nicht telefonisch oder per Mail erreichbar sind.

Mit viel Wortwitz und Wortspielereien versucht sie die wahre Tragödie, die hinter unserem kollektiven Burnout steckt, ein wenig aufzuheitern. Es gelingt nicht wirklich, zu sehr trifft das, was sie schreibt, ins Schwarze.

Das Buch ist in 4 Teile gegliedert, nach der Einleitung kommt in der „Formel 1“ eine unbarmherzige Analyse der Ist-Situation, um in der „Formel 0“ endlich den „Sesam-Code“ zu verraten. Im Kapitel „Formel ∞“ wird noch einmal klipp und klar gesagt, worum es wirklich geht. Was ich hier natürlich nicht verrate – denn das wäre ein Spoiler.

Linktipp

Eine ausführliche Leseprobe wird vom Verlag als pdf zur Verfügung gestellt.

Meine Meinung zu dem Buch

Gleich vorweg – das Buch, das ich in der E-Book-Ausgabe gelesen habe, war letztendlich nicht ganz das, was ich erwartet oder besser gesagt erhofft hatte. Sherley Seul hat das Problem sehr gut analysiert, bringt unzählige Beispiele exakt auf den Punkt, legt den Finger auf die Wunden unserer hochtechnisierten Konsumgesellschaft und streut zu allem Überfluss auch noch ein wenig Salz darauf – damit es ja schön brennt und weh tut.

Es war für mich gar nicht so einfach all das zu lesen, zu sehr fühlte ich mich immer wieder ertappt. Vor allem das Kapitel „Informationsinfarkt“ gab mir viel zu denken auf, dabei arbeite ich ja schon seit einiger Zeit genau daran und bin leider noch immer keinen Schritt weiter gekommen.

Die Lösung dafür versuchte ich nun in dem Buch zu finden, was mir leider nicht gelungen ist – das ist die schlechte Nachricht. Es gibt keine Abkürzungen und es gibt keine perfekte Universallösung für das Problem.

Vielleicht wird es noch klarer, wenn man sich die Seitenzahlen neben den Kapiteln ansieht. Nach der Analyse in der Formel 1 beginnt die Formel 0 auf Seite 153 und die Formel ∞ füllt die Seite 166. Bleibt nur noch der Anhang auf Seite 167.

Während des Lesens habe ich mir immer wieder gedacht „Ja eh, genau so ist es! Aber was ist die Lösung? Nur das Problem zu erkennen geht doch nicht weit genug!“.

So viel sei verraten, es gibt kein Patentrezept um aus dem Hamsterrad auszusteigen und von der to-do Liste weg zur to-be Liste zu kommen.

Das liegt vermutlich auch daran, dass jeder Mensch anders ist und die Wünsche und Bedürfnisse sich voneinander unterscheiden.

Meiner Meinung nach haben die Probleme unserer Zeit ganz viel mit dem Überfluss zu tun, in dem wir leben – mit der Übersättigung einerseits („alles ist ständig verfügbar“) und andererseits mit dem Paradoxon der Wahl (siehe Barry Schwartz „Video: das Paradoxon der Wahlmöglichkeiten“ und Gerald Hüther Vortrag „Glücksgefühle“).

Kein Wunder dass immer mehr Menschen im Minimalismus die Lösung suchen und hoffen, sich durch die Befreiung von allem Unnötigen wieder leichter und unbeschwerter zu fühlen. Das stimmt jedoch leider nur bedingt und hängt davon ab, ob man beim Entrümpeln stehen bleibt oder noch einen Schritt weiter geht.

Erkannt habe ich, dass ich den richtigen Weg bereits eingeschlagen habe und ihn einfach nur weiter zu gehen brauche. Das ist die gute Nachricht.

Videotipp:



achtsam durch den Tag Jahresprojekt 2016achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2016]

Dieser Beitrag ist Teil von meinem
#Jahresprojekt 2016.

Weiters verlinkt zu Blog-Event: Bücher, die bewegen


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Was kommt nach dem Aussortieren? Wir fragen – 5 Minimalist_innen antworten. [Gastkommentar auf „Apfelmädchen & sadfsh“]

Von Marc wurde ich kürzlich gefragt, was denn eigentlich nach dem Ausmisten kommt.

Also Regale sind leer und wir beachten unser Konsumverhalten, aber was gibt es da sonst noch?

Diese Frage war gar nicht so einfach zu beantworten für mich und daher habe ich mir einige Tage Zeit gelassen um wirklich gründlich darüber nachzudenken.

so würde ich nicht leben wollen

so würde ich nicht leben wollen

Es fängt damit an, dass meine Regale gar nicht leer sind, werden sie vermutlich auch nie werden. Es gibt ein paar Regale weniger, ja, das schon. Aber alles weg? Nein, das würde ich gar nicht wollen.

Und irgendwie ist bei mir ständig alles in Bewegung, wie soll ich mich da angekommen fühlen?

Das Leben ist Veränderung.

Was Marc, Barbara, Michael, Frau DingDong, Gabi und ich darüber denken, ist im aktuellen Beitrag auf Apfelmädchen & sadfsh zu lesen und im Video auch zu sehen bzw. hören.

wenn Du auf das Bild klickst, kommst Du zum Beitrag

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Typisch Frau – nichts anzuziehen – Teil 8.

Im letzten Jahr habe ich zu dieser Serie nur einen einzigen Beitrag veröffentlicht, das heißt aber nicht, dass ich dem Thema keine Aufmerksamkeit geschenkt habe, ganz im Gegenteil.

auf und ab

Ende 2014 habe ich aus gesundheitlichen Gründen sehr viel zugenommen, sodass mir gar nichts mehr aus meinem Kleiderschrank gepasst hat.

Mir war wichtig, dass ich den Kleiderschrank nicht wieder auffülle, da ich wusste, dass ich die Zunahme wieder abnehmen will.

Meine Garderobe war daher im letzten Jahr sehr variabel, langsam bin ich in einige Teile wieder hinein geschrumpft und habe gleichzeitig die Gelegenheit genutzt, um wirklich jedes Teil zu hinterfragen.

Kostnixladen Bekleidungdas Jahr der Experimente

Über lange Zeit hatte ich kaum Kleidungsstücke, die mir gepasst haben. Um über die Runden zu kommen, habe ich mir immer wieder einmal etwas im Kostnixladen ausgesucht.

Da ich für die Teile nichts bezahlen musste, habe ich mir erlaubt, auch ausgefallenere Kleidungsstücke auszusuchen, die ich normalerweise nicht tragen und die ich mir daher nie kaufen würde.

Es war wie ein Spiel für mich, ich wurde mit der Zeit immer mutiger und es hat mir richtig Spaß gemacht. Bei vielen Teilen habe ich schnell gemerkt, dass es gar nichts für mich ist, diese habe ich dann oft sogar ungetragen beim nächsten Besuch wieder zurück gebracht.

Andere Teile habe ich ein paar Mal an gehabt, jedoch bald gemerkt, dass ich mich doch nicht so wohl fühle damit und dann kam das gute Stück wieder zurück in den Kostnixladen.

Aus einigen Teilen bin ich nach kurzer Zeit heraus geschrumpft und ich war dankbar, dass sie mir über diese Zeit geholfen haben.

Nach einer Weile haben sich einige neue Lieblingsstücke angesammelt und andere Teile, die ich früher mochte, mussten gehen.

Gerade durch die beständige Veränderung von meinem Gewicht, musste ich mich zwangsläufig auch ständig mit meinem Kleiderschrank beschäftigen.

Durch den Kostnixladen habe ich so eine Leichtigkeit bekommen bei den Entscheidungen ob ein Teil bleiben darf oder es weg muss. Besonders nützlich war eine Regel, über die ich in dem Beitrag „typisch Frau nichts anzuziehen Teil 7.“ bereits geschrieben habe.

meine wichtigste Entrümpelungsregel

Um künftig keine Schrankleichen mehr zu haben, habe ich sehr erfolgreich zwei neue Regeln eingeführt, die sich wirklich sehr bewährt haben.

Wenn mir ein Teil im Kleiderschrank auffällt, das mir sehr gut gefällt, welches ich jedoch immer wieder zur Seite lege und doch nicht anziehen will, muss ich es entweder sofort tragen oder es muss weg. Alternativ dazu, wenn nur Kleinigkeiten stören, mache ich das Teil passend.

Diese einfachen Regeln befolge ich sehr konsequent und das hat mir wirklich sehr gut geholfen, dass nun die Lieblingsteile im Kleiderschrank überwiegen.

ein Ende ist in Sicht

Ich habe es zwar noch nicht ganz geschafft mein Wunschgewicht zu erreichen (Du weißt schon – Weihnachten!), aber ein Ende ist in Sicht. Als Pia Anfang Dezember ihr neues Buch am Blog vorgestellt und ein Rezensionsexemplar angeboten hat, habe ich erfreut die Gelegenheit ergriffen und sie um ihr E-Book gebeten. Besonders gefreut hat mich, dass ich auch ihr erstes Buch lesen durfte.

minimalismus_im_kleiderschrankMinimalismus im Kleiderschrank
Entrümpeln und den eigenen Stil finden
von Pia Mester
Eigenverlag

Es war eines der ersten Bücher, das Pia geschrieben hat und wurde bereits 2013 veröffentlicht. Ich finde es ist ein überaus gut gelungener Kompaktratgeber zum Thema Kleiderschrank. Pia motiviert zum Entrümpeln, indem sie erklärt, welchen Vorteil ein minimalistischer Kleiderschrank bringt und erklärt Schritt für Schritt, wie man das Entrümpeln am besten angeht.

Dabei vergisst sie nicht darauf hinzuweisen, dass man auch Verantwortung für die gekaufte Kleidung hat und diese daher nicht einfach wegwerfen sollte. Im Kapitel 5. „wohin mit den aussortieren Klamotten“ werden Alternativen aufgezeigt.

Die Kapitel 6. und 7. mag ich natürlich ganz besonders, denn da werden die Lieblingsstücke repariert bzw. Upcycling-Tipps gegeben.

Abgerundet wird das Buch durch Hinweise, wie man die Garderobe neu aufbaut und die neu gewonnene Ordnung im Kleiderschrank hält.

Zuletzt geht Pia noch einen Schritt weiter und denkt über das künftige Einkaufsverhalten nach, damit alles so schön bleibt, wie es ist.

Ich finde dieses kleine Büchlein ausgesprochen gut gelungen, es hat so eine in sich schlüssige Logik. Auch wenn es aufgrund der Kürze logischerweise vor allem Anregungen gibt (das ist das Wesen von Kompaktratgebern), so habe ich doch alles darin gefunden, was wichtig ist.

Das Buch ist eine wirklich gute Einstiegshilfe für einen minimalistischen Kleiderschrank.

minimalismus_trifft_kleidungMinimalismus trifft Kleidung
In 4 Wochen zum Kleiderschrank voller Lieblingsstücke
von Pia Mester
Eigenverlag

Hierbei handelt es sich um das neueste Buch von Pia. Der Titel hat mich aufgrund meiner persönlichen Situation, in der ich mich gerade befinde, sofort angesprochen.

Ich habe fast das Gewicht erreicht, das ich gerne halten möchte und so ist es mir nun wichtig, endlich einen Kleiderschrank voller Lieblingsstücke zu besitzen.

Natürlich habe ich im letzten Jahr bereits viel Vorarbeit geleistet und bin dementsprechend nicht bei 0 gestartet. Das empfohlene Kleidungstagebuch im ersten Kapitel habe ich zwar nicht wörtlich geführt, aber doch im letzten Jahr bereits laufend beobachtet, was ich mag und was ich nicht mag.

Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Enrümpelungsvorgang an sich und überschneidet sich daher naturgemäß ein wenig mit dem ersten Buch. Besonders gut gefällt mir in diesem Kapitel die Aufgabe der Woche.

Trage jeden Tag ein Teil aus dem „Vielleich-Fach“

Das ist im Prinzip genau das, was ich im letzten Jahr als ganz besonders nützlich empfunden habe. Nicht nur, dass man die Schrankleichen dadurch los wird, am hilfreichsten an dem Tipp ist, dass man dadurch wirklich genau lernt, was man mag und was man nicht mag.

Das dritte Kapitel wiederum hat mir im Moment am meisten gebracht, denn es geht darum den eigenen Stil zu finden. Daran habe ich ja auch im letzten Jahr sehr intensiv gearbeitet. Aber ein Schritt hat noch gefehlt und den entscheidenden Tipp habe ich aus dem Buch von Pia bekommen. Mehr dazu später.

In der letzten Arbeitswoche geht es darum Strategien für die Zukunft zu finden. Besonders gut gefällt mir, dass Pia auch auf alternative Shopping-Möglichkeiten wie z.B. Ökokleidung, Tauschpartys, Second-Hand-Kauf und Upcycling eingeht.

Linktipps:

Am Blog von Pia sind viele interessante Beiträge zu dem Thema zu finden.
Kleiderschrank entrümpeln: So entscheidest du, was du behältst
Infografik: So entrümpelst du deinen Kleiderschrank
Freebook: Was du tun kannst, wenn dich der Kaufrausch überkommt

Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Nun aber zu dem Tipp aus dem Buch, der mir im Moment am besten geholfen hat – es geht um die Farbpalette. Darüber habe ich vor langer Zeit schon einen sehr beeindruckenden Beitrag von Ingrid auf ihrem Blog „Kunterbunt“ gelesen.

Damals war jedoch für mich scheinbar noch nicht ganz der richtige Zeitpunkt, diesmal hat mich das Thema jedoch gepackt. Ich habe mich daher sehr eingehend damit beschäftigt, welcher Farbtyp ich bin und was mir persönlich an genau diesen Farben am besten gefällt.

Herausgestellt hat sich, dass ich ein Mischtyp bin und die reinen Farben nicht so mag. Wenn man mehr ins Detail geht, gibt es jede „Jahreszeit“ noch in light (bright) und dark (deep). Und plötzlich konnte ich damit sehr viel anfangen.

Farbpalette

so geht das Entscheiden viel einfacher

In Hinblick auf Schnitt und Bequemlichkeit habe ich im Laufe des letzten Jahres bereits viele Entscheidungen sehr einfach treffen können. Trotzdem waren da noch immer einige Teile, die ich kaum getragen habe, obwohl ich sowohl Schnitt als auch Farbe an und für sich mag.

Mit der „Farbpalette im Kopf“ habe ich nun einen Entrümpelungsdurchgang nur in Hinblick auf die Farbe gestartet und was soll ich sagen – Volltreffer! Diesmal hat es total gut geklappt, ich habe mich von einigen Teilen sehr bewusst verabschieden können.

Wenn ich nun in meinen Kleiderschrank blicke, fühle ich mich sehr wohl. Ich habe nun nicht nur Teile aussortiert, in denen ich mich nicht so wohl gefühlt habe, sondern auch jene Farben entfernt, die mir teilweise zwar gefallen, die ich aber an mir doch nicht sehen möchte.

der Schrank voller Lieblingsstücke

Ich möchte von mir nicht sagen, dass ich bereits angekommen bin, aber ich fühle mich nun wirklich wohl, wenn ich in meinen Kleiderschrank schaue. Die Auswahl fällt mir leichter, die Farben passen besser zusammen und die Teile lassen sich gut miteinander kombinieren.

Zwei Fehler habe ich bei der bisherigen Wahl meiner Kleidungsstücke gefunden, wo ich wirklich einem totalen Trugschluss erlegen bin:

1. wenn ich nur Basics habe und
2. wenn ich von jeder Farbe ein Teil besitze

dann kann ich alles gut kombinieren. Falscher konnte ich nicht liegen.

Nun besitze ich ein paar wenige außergewöhnliche Teile und habe mich bei den Basics auf einige wenige Farben reduziert.

meine Basic-Shirts, die bleiben durften

meine Basic-Shirts, die bleiben durften

was zu tun übrig bleibt

Derzeit habe ich nur die Winter- und Übergangskleidung nach diesen Kriterien ausgewählt. Ich denke nämlich, dass ich im Sommer andere Farben lieber trage und daher werde ich die Sommerkleidung nicht im Winter sondern bei warmen Temperaturen und Sonnenschein entrümpeln.


Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

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gelesen im Dezember – Buchtipp #16

slow travelSlow Travel – die Kunst des Reisens
von Dan Kieran
Verlag Heyne

Es ist schon sehr außergewöhnlich, wenn ein Reiseschriftsteller Flugangst hat und deshalb in kein Flugzeug steigt. Aber Dan Kieran macht aus der Not eine Tugend und entdeckt für sich das Besondere am langsamen Reisen.

Der wahre Reisende hat keinen festgelegten Weg, noch will er an ein Ziel. (Tao-Tê-King von Lao-tse)

Mit diesem Zitat beginnt das Buch und es ist schon sehr passend gewählt. Dan Kieran nimmt sich in dem Buch viel Zeit um zu erzählen, wie alles begonnen, wie sich die Sache mit dem langsamen Reisen entwickelt und wie er das langsame Reisen schließlich kultiviert hat.

Das Buch ist ein Plädoyer dafür offen zu sein für das, was einem begegnet – ob das nun vor der Haustüre geschicht (Kapitel „bleib zu Hause“) oder ganz weit weg. Dan Kieran will uns auch zeigen, dass man gewinnt, wenn man sich von den ausgetretenen Pfaden ins Abenteuer begibt (Kapitel „sei abenteuerlustig“). Es ist wichtig seinem Instinkt zu folgen und Katatrophen willkommen zu heißen, auch diesen beiden Themen hat er jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet.

Dan Kieran hat eine sehr außergewöhnliche Einstellung zum Reisen, er möchte keine Fotos von den Reisen, denn sie können mit der Erinnerung nicht mithalten, die schönsten Dinge sieht man, wenn man alle Sehenswürdigkeiten weg lässt und keinen Reiseführer liest.

aus der Bücherei ausgeborgt

aus der Bücherei ausgeborgt

Meine Meinung zu dem Buch

Auch das Buch (welches ich übrigens aus der Bücherei ausgeborgt habe, Du weißt schon 7 Tage – 7 Bücher) selbst ist eine langsame Reise. Es nimmt niemals den direkten Weg, stattdessen lieber einen kleinen Umweg in Kauf, biegt einmal rechts und das andere Mal links ab. Zwischendurch verweilt es eine Zeit an einem kleinen See, in dem sich das Leben spiegelt.

Es ist ein durch und durch philosophisches Buch, Dan Kieran denkt über das Leben nach während er sich auf dem Weg befindet und lässt seine Gedanken ziehen. Und diese Gedanken teilt er in seinem Buch mit uns.

Besonders gut gefallen hat mir sein Exkurs in das menschliche Hirn und die Verarbeitung von Eindrücken, was natürlich in Wirklichkeit sehr viel mit dem Reisen zu tun hat. Zeit ist nicht nur im Sinne von Einstein relativ, sondern wird aufgrund der unterschiedlichen Art der Verarbeitung im Gehirn unterschiedlich wahrgenommen. Wenn wir so leben, dass Routinen und Regelmäßigkeiten unser Leben bestimmen, leben wir weitgehend im Unterbewusstsein. Das Leben plätschert dahin und vergeht sehr schnell.

Sobald wir uns jedoch auf Neues einlassen, übernimmt das Bewusstsein die Führung. Wir verweilen achtsam im Moment, die Zeit streckt sich, wir nehmen alles viel intensiver wahr und lernen Neues über uns selbst.

Wir verwenden viel mehr Zeit darauf, uns Gedanken darüber zu machen, wie wir unsere Lebensdauer verlängern können, anstatt die Qualität dieses Lebens zu verbessern. Im Leben und beim Reisen geht es jedoch nicht um Dauer oder Entfernungen. Es ist die Intensität des Erlebens, die zählt. Je mehr man sich darauf einlässt, desto länger wird es einem vorkommen.
Dan Kieran

Wenn man langsam reist, verändert sich auch das Zeitempfinden. Das habe ich selbst im Jahr 2010 erlebt, als ich einige Wochen auf der Hochebene vom Gardasee verbrachte. Die engen Straßen und mein schwaches Auto reduzierten die Fahrgeschwindigkeit auf 15 – 20 km/h. Bereits nach kurzer Zeit hatte ich mich an die Langsamkeit gewöhnt, ich wurde ruhiger und gelassener. Auf der Heimreise wurde ich dann plötzlich von der Geschwindigkeit des üblichen Reiseverkehrs beinahe überrollt.

4 Jahre später am selben Ort konnte ich diese Verwandlung nicht mehr nachvollziehen. Ich hatte inzwischen ein anderes Auto, welches die steilen Bergstraßen viel schneller überwinden ließ.

Natürlich kann man hinterfragen, ob es wirklich „slow travel“ ist mit dem Zug bzw. dem Bus zu reisen. Vielleicht ist es nur relativ langsames Reisen im Vergleich zum Flugzeug und der wahrlich langsam Reisende geht den Weg zu Fuß.

Trotzdem kann ich dem allem viel abgewinnen, denn mein Urlaub in Griechenland begann auch mit einer Anreise von 2 ganzen Tagen im Gegensatz zu Abflug und Ankunft innerhalb von 5 Stunden. Es ist eine andere Art anzukommen, wenn man so lange für die Anreise braucht. Vielleicht macht es das sogar wertvoller, so ähnlich wie die Sache mit der Vorfreude.

Was ohne Anstrengung sofort verfügbar ist, verliert inflationär an Wert. Wofür wir uns einsetzen und was wir hart erarbeiten, gewinnt an Bedeutung.

Dan Kieran ist Mitautor vom Buch „Three Men in a Float: Across England at 15 MPH“. Auch in „Slow Travel“ erzählt er immer wieder ein kleines Stückchen von diesem Abenteuer, als er gemeinsam mit 2 Freunden in einem Milchwagen quer durch England gereist ist.

Soviel steht fest, das Buch hat auf jeden Fall meinen Abenteuergeist und einen Traum, der seit einigen Jahren in meinem Hirn herum spukt, genährt.


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Bilder aller Buchtipps sind auf meiner Pinterest-Pinwand zu finden.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

tiny houses – Leben auf kleinstem Raum [Gastbeitrag]

Der Hype um das „Small House Movement“ (machmal auch „Tiny House Movement“) geht von Amerika aus um die Welt. Das tägliche Leben auf durchschnittlich 20m² zu bewältigen scheint immer mehr Menschen zu faszinieren.

der Traum vom Haus am See

der Traum vom Haus am See


Tiny Houses (auch Minihäuser) haben eine Größe von maximal 55 m², Small Houses (auch Kleinhäuser) eine für amerikanische Verhältnisse kleine Wohnfläche von maximal 112 m².

Denn obwohl die durchschnittliche Haushaltsgröße über die Zeit abnahm, vergrößerte sich der Platzbedarf einer Familie im gleichen Zeitraum. Gründe dafür sind eine Zunahme des materiellen Wohlstands (im Sinne einer Anhäufung von Konsumgütern) und das Ansehen, das mit einem großen Haus einhergeht. Doch große Häuser sind nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern auch im Unterhalt.

Minimalismus beim Wohnen

Mikrohäuser werden zwar überwiegend auf Rädern gebaut, doch mittlerweile gibt es auch schon einige mit Fundament. Die Besitzer sind durch die mobile Bauweise flexibler und nicht an einen Wohnort im eigentlichen Sinn gebunden, auch wenn damit viele Auflagen bezüglich Breite und Höhe des Hauses einhergehen, um noch als „Ladung“ oder „Anhänger“ zu gelten.


Zum anderen kann man mit dieser Baumethode einige, durch das Baurecht vorgeschriebene, Investitionen umgehen (z.B.: Kanal- und/oder Wasseranschluss, sanitäre Einrichtungen etc.). Ein solches Mikrohaus kann mit einigen wenigen 10.000 Dollars/Euros realisiert werden. Für ein richtiges Haus also nicht viel. Kein Wunder also, dass dieser Trend so großen Zulauf genießt.

Auf Wikipedia könnt ihr übrigens noch einige interessante Details nachlesen.

Die Schwierigkeiten

So schön der Traum vom günstigen Eigenheim, einem Leben im Wald und der Unabhängigkeit von Vermietern auch ist, so schwierig gestaltet sich dann die Umsetzung.

Durch das Baurecht entstehen einige Hürden, die es zu meistern gilt, ehe ein solches Haus als dauerhafte Bleibe genehmigt wird. Und obwohl sich mittlerweile sogar schon Unternehmen auf den Bau von Mikro- oder Kleinhäusern spezialisiert haben, muss bei begrenztem Budget doch das meiste selbst gemacht werden. Die Bauzeit solche Häuser beträgt meistens einige Monate oder Jahre. 

Wenn nicht überwiegend gebrauchte Materialien verwendet werden, fallen zudem hohe Materialkosten an.

leben mit der Natur

leben mit der Natur

Was können wir trotz allem von solchen Häuser lernen?

Ein Zuhause ohne Kanal-, Wasser- und Stromanschluss zu planen setzt einen bewussten Umgang mit seiner Umwelt voraus. Wer sich nicht auf die städtische Kläranlage verlassen kann und sein Brauchwasser vielleicht auch noch weiterverwenden will (z.B.: zum Blumengießen) darf nur besonders umweltfreundliche Produkte verwenden. Wer seinen Strom über Solarzellen selbst erzeugt, geht vermutlich auch besonders sparsam damit um. 

Auch die Abkehr vom Gedanken „umso größer, umso besser“ finde ich begrüßenswert. Man muss keine 180 m² oder mehr zur Verfügung haben, um alles, was man zum Leben braucht unterzubringen. Vor allem sind Häuser solcher Größe, wie sie auch in Österreich typisch sind, niemals ohne Kredit finanzierbar. Eine Reduzierung der Wohnraumansprüche erhöht also die Unabhängigkeit bei der Finanzierung.

klein aber mein

klein aber mein

Da wir selbst derzeit zu zweit auf 40 m² leben und in einem Jahr umziehen werden, bin ich natürlich sehr an den Einrichtungsideen dieser Mikrohäuser interessiert. Wer seine Bleibe nicht mit den für Einrichtungshäuser typischen Stücken, sondern mit multifunktionalen Möbeln einrichtet, kann aus 50 m² richtig viel Platz rausholen. Bei der nächsten Wohnungseinrichtung werden wir also definitiv mehr Hand anlegen, um diese optimal an unsere Bedürfnisse auszurichten.

Auf meinem Pinterest Board „Tiny Houses“ hab ich einige platzsparende Ideen gesammelt. Hochbettlösungen sind beispielsweise auch für Wohngemeinschaften ideal.

Auch Modulhäusern wird mehr und mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Praktisch dabei: durch die Baumodule kann man relativ einfach aus einem Single-Haus ein Familienhaus machen. Die Baumodule sind dabei meist so bemessen, dass sie noch als LKW-Fracht zulässig sind.

Wir können uns also einiges abschauen von dieser Bewegung. Und sei es auch „nur“ die Erkenntnis, dass man mit weniger Wohnraum gleich gut, oder vielleicht sogar noch besser leben kann.


greenbirdDaniela schreibt auf Green Bird über das Selbermachen, sei es von Dekogegenständen oder Kleidungsstücken.

Seit einiger Zeit haben auch die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Minimalismus“ einen Platz auf Danielas Blog, für die Wandern nicht nur ein Zeitvertreib sondern eine Leidenschaft ist.

Passend zu diesem Thema wurde von Daniela gerade der Beitrag „Warum Entrümpeln befreiend wirkt“ veröffentlicht.

R.I.P. – ich werde dich doch nicht vermissen

Seit über einem halben Jahr waschen wir das Geschirr mit der Hand ab. Im März ging der Geschirrspüler kaputt und wir haben beschlossen, aus ökologischen Gründen keinen neuen Geschirrspüler zu kaufen.

ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht

Es war eine sehr bewusste Entscheidung und wir gehen mit dem benötigten Wasser auch sehr bewusst um, worüber ich auch in meinem seinerzeitigen Beitrag geschrieben habe.

Trotzdem gab es darauf einige Kommentare worin kritisiert wurde, dass es ökologisch besser wäre, das Geschirr im Geschirrspüler zu reinigen. Verwiesen wurde mehrmals auf Studien im Internet, die besagen, dass das Spülen mit der Maschine weniger Wasser und weniger Strom verbraucht.

Nachforschend habe ich allerdings in dem Zusammenhang entdeckt, dass diese Studien von den namhaften Geschirrspüler-Herstellern finanziert wurden, was die Aussagekraft vielleicht dann doch ein wenig in Frage stellt. Abgesehen davon, dass die Herstellung des Geschirrspülers auch sehr ressourcenintensiv ist, was in diese Studien nicht einfließt.

Auf jeden Fall wollte ich mir selbst ein Bild machen und habe daher meine schon seit vielen Jahren geführte Stromverbrauchsliste mit großem Interesse beobachtet.

dieser Anblick ist nun Vergangenheit

dieser Anblick ist nun Vergangenheit

ich weiß es jetzt ganz genau

Schon seit fast 10 Jahren führe ich eine monatliche Statistik über unseren Stromverbrauch, die Verbrauchsaufzeichnungen gehen sogar 15 Jahre zurück. Ich habe 2 Stromzähler, einen für den sogenannten Tagstrom und einen für den Nachtstrom.

Mit dem Nachtstrom wird ausschließlich der Heißwasserboiler betrieben, der in der Nacht aufheizt. Der gesamte restliche Stromverbrauch läuft über den Tagstrom.

Jedes Monat lese ich am 1. den Stromverbrauch beider Zähler ab, trage das in eine Tabelle ein und vergleiche es mit dem jeweiligen Monat im Vorjahr. Seitdem ich das mache konnte ich durch ergänzende Maßnahmen den Stromverbrauch um über 40% reduzieren.

Durch den laufenden Monatsvergleich mit dem Vorjahr kann ich plötzlich auftretende Probleme besser beurteilen und rasch in den Griff bekommen.

Dadurch kann ich nun direkt vergleichen, wie sich das Ableben des Geschirrspülers bzw. der Umstieg auf Handwäsche auf den Stromverbrauch auswirkt.

Besonders genau habe ich natürlich den Nachtstrom beobachtet, da ich wissen wollte, ob wir tatsächlich viel mehr Warmwasser verbrauchen als vorher. Von einer Reduktion des Tagstromverbrauchs bin ich sowieso ausgegangen. Spannend war für mich vor allem der Gesamtvergleich, ob sich der Verzicht auf den Geschirrspüler auch wirklich auszahlt.

nun ist er weg, kein schöner Anblick!

nun ist er weg, kein schöner Anblick!

das überraschende Ergebnis

Nicht erwartet hatte ich, was sich letztendlich herausgestellt hat. Der Verbrauch an Nachtstrom ist in diesem Jahr unverändert gleich geblieben und der verbrauchte Tagstrom hat sich deutlich reduziert (rd. 300 kWh).

Wie kann es das geben? Auf den ersten Blick konnte ich mir das nicht erklären, da sich andere Gewohnheiten nicht verändert haben.

Bei genauerem Hinschauen wurde mir jedoch die Ursache klar. Da wir einen 45 cm Geschirrspüler hatten, wurden die Töpfe und großen Auflaufformen meist mit der Hand abgewaschen. Im Geschirrspüler wurden hauptsächlich Gläser, Besteck und Teller gewaschen.

Ganz offensichtlich ist es effizienter mehr Geschirr mit der Hand abzuwaschen als einzelne Teile. Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, dass wir für den Abwasch vom restlichen Geschirr kein zusätzliches Wasser verbraucht haben und uns dafür die Spülgänge mit dem Geschirrspüler erspart haben.

Bei näherem Hinblicken hat mich das gar nicht mehr überrascht, auch wenn ich wirklich nicht damit gerechnet hatte.

Fazit

Ich bin total zufrieden mit unserer Entscheidung. Das Abwaschen mit der Hand ist nicht so viel Mehraufwand und wir verbrauchen weniger Strom und gleich viel Wasser wie vorher. Ein neuer Geschirrspüler musste nicht angeschafft werden.

Also war das aus ökologischer Sicht eine ganz und gar sinnvolle Maßnahme.

nun bin ich wieder zufrieden

nun bin ich wieder zufrieden

räumliche Lösung

Am Anfang hat mich sehr gestört, dass das Geschirr nun länger im Weg herum steht. Wir waschen meist nur 1 x pro Tag ab, auch das ist ökologisch durchaus sinnvoll.

Nachdem klar war, dass die Situation bleiben wird, wurde der Geschirrspüler ausgebaut und durch ein Regal, das durch meine letzten Entrümpelungsaktionen im ehemaligen Zimmer meiner Tochter leer wurde, ersetzt.

Das Regal musste nur ein klein wenig adaptiert werden, um in das Loch zu passen, das der Geschirrspüler hinterlassen hat. Insbesondere die Höhe und Tiefe des letzten Brettes wurde genau an die Abschlussleiste der Küchenzeile angepasst. Auf dem oberen Bild ist das vielleicht zu sehen.

Nun stellen wir das schmutzige Geschirr in dieses Regal hinein und es stört nicht mehr auf der Arbeitsfläche.

Alles in allem für mich eine perfekte widerstandistzweckmaessig Aktion!

ich liebe mein neues Regal in der Küche

ich liebe mein neues Regal in der Küche



Logo-EiNaBeinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog verrücktes Huhn durchgeführt.

Banner fix itfix it – reparieren ist nachhaltig

Natürlich darf dieser Beitrag auch bei meiner Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“ nicht fehlen.


Weiters verlinkt zu Create in Austria, Creadienstag, Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, Upcyclinglinkparty und happyrecycling

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