nachgemacht – ein Kleid fürs Vorratsglas

Für meine Vorräte verwende ich sehr gerne alte Gläser, die sonst im Müll landen würden. Insbesondere die größeren Gläser wie z.B. von Apfelmus und Essiggurken eignen sich dafür. Ich kaufe zwar diese Produkte nicht, aber von lieben Freunden und Bekannten, die das wissen, bekomme ich sie immer wieder geschenkt.

Seit meiner Zuckerchallenge trockne ich kleine Apfelstücke als gesunde Nascherei zwischendurch. Das Glas steht meist am Wohnzimmertisch für mich griffbereit.

Immer wieder denke ich mir, das könnte doch etwas hübscher aussehen. Und als ich zuletzt so viele Trinkflaschenkleider gestrickt habe, war der Weg nicht mehr weit zum Kleid für das Vorratsglas.

Verschiedene bunte Baumwollgarne hatte ich zu Hause herumliegen. Sie stammen noch aus der Zeit, als ich Bekleidung für meine Kinder gestrickt habe. Unter anderem wurden auch die kaputten Kopfhörer damit neu überzogen.

Als ich über das nachfolgende Buch gestolpert bin, war ich daher gleich sehr begeistert und habe auch die passende Anleitung darin gefunden.

Häkel dich glücklich
Kunterbunte Deko-Ideen für Einsteiger und Häkelfans von Paula Matos
Verlag Bassermann

In dem Buch findet man ein Feuerwerk an bunten Deko-Ideen für zu Hause, wirklich die perfekte Möglichkeit um auch kleinere Wollreste zu verarbeiten.

Bereits die zweite Anleitung „Dosenkleider“ war perfekt geeignet für mein Vorhaben.

Anleitung für das Dosenkleid

Ich habe mich gar nicht lange mit Maschenproben aufgehalten, sondern gleich zu häkeln begonnen. Auf dem Bildern oben siehst Du die ersten Schritte. Nachdem ich davon ausgegangen bin, dass das Glas und die Dose ungefähr gleich groß sind, habe ich die Anleitung 1:1 nachgehäkelt.

Bei der Mitte der Arbeit musste ich jedoch erkennen, dass die Dosen wohl doch etwas niedriger als mein Glas sind und dass mein hübsches Häkelteil daher nicht weit genug nach oben reichen wird. Daher habe ich am Ende noch ein paar bunte Reihen dazu gehäkelt. Das hat beim ersten Glaskleid allerdings dazu geführt, dass es nicht mehr symmetrisch ist, was bei dem Muster natürlich nicht so ideal ist.

Allerdings war ich selbst schuld daran, denn am Anfang der Anleitung steht genau beschrieben, wie groß die Dose ist. Da ich den Teil der Anleitung vor lauter Begeisterung ausgelassen habe, musste ich erst aus Erfahrung klug werden…

meine bunten Vorratsglaskleidchen

Daher habe ich beim zweiten Versuch die Anleitung ein wenig angepasst und jeweils 2 Reihen vor und nach der Noppenmusterreihe zusätzlich gehäkelt und nun ist sich das sehr gut ausgegangen.

Du kannst den Unterschied auf den Bildern recht gut erkennen. Auf dem rechten Bild oben siehst Du stehend meinen ersten Versuch, da ist die Noppenreihe (gelbe Noppen) nicht ganz in der Mitte. Auf dem unteren Bild ist liegend (weiße Noppen) der zweite Versuch deutlich besser gelungen finde ich.

Jedenfalls hat das Häkeln wirklich sehr viel Spaß gemacht und es ist eine richtig gute Möglichkeit auch kleinste Wollreste zu verwerten.

Die beiden Vorratsglaskleidchen waren jedenfalls sicher nicht die letzten, die ich gehäkelt habe.

bunt bunt bunt sind alle meine Kleider…

kleiner Blick ins Buch

Im Untertitel vom Buch steht, dass es auch für Einsteiger geeignet ist und das kann ich wirklich nur unterstreichen. So übersichtliche, einfache Anleitungen habe ich bis jetzt noch nie gefunden. Jeder einzelne Häkelschritt ist genau erklärt und mit einem Bild dokumentiert.

Dadurch kann sich die Autorin auch getrost den allgemeinen Anleitungsteil sparen, weil man alles, was man braucht in der jeweiligen Anleitung beschrieben findet.

Blick ins Buch

Ergänzt werden alle Anleitungen durch Tipps wie z.B. worauf man beim Ausarbeiten besonders achten muss oder welche Farben besonders gut geeignet sind.

Linktipp:

Der Blog der Autorin ist unter dem Namen „Elealinda-Design“ zu finden. Hier kannst Du auch einige Freebies finden, die alle in einem ähnlichen Stil gehalten sind.


Tipp: Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden, um weitere Details zu betrachten.


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Weil es gut für die Umwelt ist, alte Gläser zu benutzen statt neue zu kaufen sowie kleine Wollreste zu verwenden statt sie in den Müll zu werfen, schicke ich meinen heutigen Beitrag zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.

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gelesen im Juni – Buchtipp #21

statt-plastik-coverstatt Plastik
Schöne Sachen zum Selbermachen –
das Ideenbuch für Einfälle statt Abfälle

von Jutta Grimm
Pala Verlag

Der Titel des Buchs ist meiner Meinung nach ja wirklich sehr genial gewählt und beschreibt den Inhalt sehr treffend. Geht es doch ganz genau darum zu zeigen, wodurch die verschiedenen Dinge aus Plastik im Alltag ersetzt werden können.

Da ich dem Blog von Jutta schon seit längerer Zeit folge, war ich natürlich auf das Buch schon sehr gespannt. Ist es doch auch mein persönlicher Weg zu einem plastikreduzierten Leben, so viele Produkte wie möglich durch DIY zu ersetzen.

Einleitend wird im ersten Kapitel beschrieben, worin die Motivation liegt, Plastik zu ersetzen. Ergänzt durch eine kleine Warenkunde („Welche Arten von Plastik gibt es?“) sowie einem Exkurs zum Thema Bioplastik werden gute Gründe beschrieben, warum Plastik vermieden werden sollte.

Danach gibt es praktische Tipps zu den einzelnen Projekten wie z.B. welche Geräte und Zutaten benötigt werden, wie lange selbst gerührte Kosmetikprodukte und Reiniger haltbar sind und vieles mehr. Natürlich darf auch eine Abkürzungstabelle für die vielen DIY Anleitungen nicht fehlen.

Die verschiedenen Bereiche des Alltags wurden in 5 Kapiteln zusammen gefasst. Zu finden sind Anleitungen für den plastikfreien Einkauf, das plastikfreie Bad, die plastikreduzierte Reinigung der Wäsche und des Haushalts sowie allerlei gute Tipps rund um die Babypflege.

Durch einleitende Worte und ein wenig Theorie dahinter werden die einzelnen Kapitel abgerundet.

Zu finden sind verschiedene Nähanleitungen wie z.B. Brotbeutel, Gemüsenetz, Einkaufsnetz, Einkaufstasche, Lunch Bag etc., Strick- und Häkelanleitungen wie z.B. Badeschwamm, Spültuch, Topfkratzer, Windelhöschen und vieles mehr. In der „Hexenküche“ gebraut werden allerlei Nützliches für das Bad wie z.B. Zahnpasta, Mundwasser, Shampoo, Deo und Lippenbalsam aber auch Waschmittel, Fleckenstift und Bügelwasser.

Natürlich dürfen Spülmittel für das Geschirr sowie Reinigungsmittel auch nicht fehlen. Für den Nachwuchs ist Baby-Puder, Popo-Creme, Babyöl und noch viel mehr zu finden.

Alle Anleitungen sind reich bebildert und ausführlich beschrieben sowie vor allem die Nähanleitungen durch liebevolle Zeichnungen, welche die Umsetzung erleichtern, ergänzt.

kleiner Blick ins Buch

kleiner Blick ins Buch

Meine Gedanken zu dem Buch:

Der Theorieteil hält sich in Grenzen, wodurch man das Buch, sofern man nicht jede Anleitung gleich ausführlich lesen will (was ich jedoch schon gemacht habe), rasch durch hat.

Es ist eine ganze Fülle an Inspirationen darin zu finden, die Bilder sind wunderschön anregend und zeigen, dass ein plastikfreies Leben ganz und gar nichts mit Verzicht zu tun hat.

Da ich mittlerweile seit 3 Jahren plastikreduziert lebe und für alle Bereiche bereits Lösungen gefunden habe, gab es für mich naturgemäß nicht mehr so viel Neues zu entdecken.

Getestet habe ich das Rezept für die Zahnpasta und war damit wirklich sehr zufrieden. Das bisher getestete Rezept aus dem Internet hat mich nicht so zufrieden gestellt, die Anleitung von Jutta Grimm aus dem Buch hat mich aber restlos überzeugt und auch Herr Widerstand war begeistert.

Wir verwenden die Zahnpaste nun seit über 4 Monaten und auch der Langzeittest hat uns überzeugt.

selbst gemachte Zahnpasta im Glas

selbst gemachte Zahnpasta im Glas

Selbst bin ich ein Fan von sehr einfachen Rezepten für selbst gerührte Reiniger und Kosmetik, wo ich die Zutaten tunlichst alle bereits zu Hause habe.

Das trifft in dem Buch leider nicht überall zu, auch für die Zahnpaste musste ich weiße Tonerde aus der Apotheke besorgen, welche leider in einem Plastikbeutel verpackt war und somit wurde die Zahnpaste nicht wirklich so plastikfrei, wie ich mir das gewünscht hätte.

Vermutlich wird das auch bei einigen anderen verwendeten Zutaten so sein. Das ist auch mit ein Grund, warum ich von den DIY-Rezpten noch nicht mehr ausprobiert habe, obwohl mein Lippenbalsam gerade beim Ausgehen ist und ich auf der Suche nach einer einfachen Alternative bin.

Die Nähanleitungen sind durch sehr nette Zeichnungen ergänzt und so einfach gehalten, dass auch Anfänger sehr gut zurecht kommen. Ich habe mir die Mühe gemacht, wirklich alle Anleitungen ganz genau zu lesen und fand sie sehr verständlich geschrieben und auch für Näheinsteiger geeignet. Ich kann mir vorstellen, dass man z.B. die Gemüsesäckchen (siehe Bild oben) auch sehr gut mit der Hand nähen kann. Besonders gut gefallen hat mir die Tasche für den Fahrradkorb und die sehr einfach Anleitung für die Furoshiki-Tasche.

Gerade für Menschen, die erst beginnen ihren Haushalt zu „entplastifizieren“, werden im Buch sehr übersichtlich die verschiedenen Möglichkeiten gezeigt, wie man einfach und unkompliziert die einzelnen Bereiche umstellen kann. Mit dem Buch hat man einen sehr guten Ratgeber zur Hand, wo viele Anregungen und Anleitungen auf einem Blick zusammen gefasst sind.

Linktipp:

Grimmskram – persönlicher Blog von Jutta Grimm
statt Plastik – der Blog zum Buch



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nachgemacht – Frühlingsset: Loop und Stulpen

Der Winter ist nun wirklich lange vorbei, aber die Temperaturen steigen nur langsam. Nachdem meine Tochter Loops und Stulpen liebt, habe ich für sie vor einiger Zeit ein Frühlingsset gestrickt, damit sie noch länger ihre unverzichtbaren Lieblinge tragen kann.

Stulpen und FaeustlingeStulpen & Fäustlinge
Stricken für alle Jahreszeiten
von Clara Falk und Kamilla Svanlund
Verlag Bassermann

Als ich das Buch das erste Mal durchgesehen habe, sind mir gleich die entzückenden „Blattstulpen“, die auch das Titelbild zieren, aufgefallen. Es überraschte mich nicht, dass sich meine Tochter genau diese ausgesucht hat. Das ist ganz ihr Stil und es hat mir auch viel Spaß gemacht sie zu stricken.

Die Anleitung ist sehr gut geschrieben und durch die Strickschrift auch ganz einfach nachzustricken. Für den Zunahmeteil des Daumens gibt es sogar eine extra Strickschrift für die erste Nadel, das macht es wirklich sehr einfach.

Auf die Maschenprobe habe ich verzichtet, da ich diese Wolle von Socken und Tüchern schon sehr gut kenne. Alle Angaben haben perfekt gepasst, ich musste nichts adaptieren.

Stulpen und Faeustlinge nachgemacht

Während des Strickens hatte ich zwar einige Bedenken, weil die Form der Stulpen schon sehr seltsam anmutet, aber das liegt an dem Strukturmuster, das sich ungetragen stark zusammen zieht.

auch getragen kommt die dreidimensionale Blattstruktur gut heraus

auch getragen kommt die dreidimensionale Blattstruktur gut heraus

Das Stricken vom Daumen ist zwar ein bisschen tricky mit so wenig Maschen, aber das ist die Natur der Sache. Jedenfalls sehen sie angezogen ganz prima aus und meine Tochter trägt sie seitdem ständig.

hier siehst Du ein Tragefoto von einem Ausflug

hier siehst Du ein Tragefoto von einem Ausflug

kleiner Blick ins Buch

Das Buch gliedert sich in drei Teile, die den Jahreszeiten Frühjahr/Sommer, Herbst und Winter zugeordnet sind. Das Inhaltsverzeichnis hat mir besonders gut gefallen, denn jedes einzelne Modell ist mit einem kleinen Bild vertreten. So kann man sich sehr gut orientieren und findet viel schneller die richtige Seite.

Die leichten Frühlings- und Sommermodelle haben mir persönlich am besten gefallen. Mit dünnen Baumwollgarnen werden zarte Loch- und Strukturmuster gestrickt. Im Herbst wechseln sich Zopf- und Farbmuster ab und die Wolle wird etwas dicker.

Im Winter findet man dann ausschließlich Fäustlinge, teilweise mit abklappbarem Fingerteil, die aus dicker Wolle und verschiedenen Farbmustern gestrickt sind. Da ich mehrfärbiges Stricken gar nicht mag, haben mich diese Modelle am wenigsten angesprochen.

hier sieht man das übersichtliche Inhaltsverzeichnis

hier sieht man das übersichtliche Inhaltsverzeichnis

Es gibt zwar einen kurzen Technikteil, aber das Buch richtet sich meiner Meinung nach nicht wirklich an Anfänger. Einige Techniken wie Zopfmuster und mehrfarbiges Stricken sollte man schon beherrschen, damit man die Modelle nachstricken kann.

Frühlingsloop

Aus der verbliebenen Wolle der Stulpen habe ich dazu passend einen Frühlingsloop gestrickt. Entschieden habe ich mich für den one row lace scarf, den ich vor 2 Jahren schon einmal aus einem dünnen Baumwollgarn gestrickt hatte.

Das Muster finde ich sehr genial, denn wie der Name schon sagt, man strickt vorne und hinten immer die selbe Reihe. Dadurch sind beide Seiten exakt gleich.

Vorder- und Rückseite werden identisch gestrickt

Vorder- und Rückseite werden identisch gestrickt


Erkennen musste ich, dass die Lochstruktur mit glattem Baumwollgarn etwas besser zur Geltung kommt. Aber ich bin trotzdem zufrieden, gemeinsam getragen sieht das schon sehr gut zusammen aus.

Zu stricken ist der Loop wirklich extrem einfach, man strickt in der gewünschten Breite vom Schal ausschließlich glatte Maschen, macht ab und zu einen Umschlag und strickt danach die beiden Maschen zusammen. Ein sehr angenehmes Fernsehprojekt ohne viel Konzentrationsarbeit. Und wenn die Wolle aus ist, dann hört man einfach wieder auf. Ein perfektes Resteverwertungsprojekt also.

one roe lace scarf zum loop verbunden

one roe lace scarf zum loop verbunden

Anleitung auf englisch: one row lace scarf

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Stulpen und Loop


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ReDESIGN – Neues nähen aus alten Kleidern [nachgemacht: Tunika aus altem Kleid]

Vom Verlag Haupt wurde ich eingeladen, bei der Blogtour anlässlich der Veröffentlichung des Buchs „ReDESIGN – Neues nähen aus alten Kleidern“ mitzuwirken.

Nachdem mich das Thema „Upcycling“ sehr interessiert und ich schon selbst einige Teile umgestaltet habe, konnte ich dazu natürlich nicht nein sagen. Und es hat sich gelohnt, soviel kann ich jetzt schon verraten.

ReDesign BuchReDESIGN
Neues nähen aus alten Kleidern
von Frau Jona&son
Verlag Haupt

Frau Jona&son aka Sonja Wöhrenschimmel-Wahl hat an der Kunstuniversität Linz Textilkunst und Modedesign studiert und dass sie wirklich vom Fach ist, kann man in jedem Winkel des Buchs erkennen.

Es geht in dem Buch nicht um Upcycling sondern darum, sich seine Kleidung mit Hilfe von alten Kleidern selbst zu designen.

Aber der Reihe nach, denn auch das Buch ist sehr systematisch aufgebaut und das ist etwas, was mir daran sehr gut gefällt.

Im Kapitel 1 geht es um die Basis, die Theorie beschäftigt sich damit, aus welchen Quellen sich unsere Garderobe nähren soll. Und bereits damit hat Frau Jona&son mein Herz im Galopp erobert, rät sie doch erst einmal im eigenen Kleiderschrank nachzusehen, denn jeder hat mehr als er/sie tragen kann.

Danach wird das, was wir bereits haben, umgestaltet und nur dann, wenn noch etwas fehlt, geht die Suche in Secondhand-Läden weiter. Zu guter Letzt, und nur dann, wenn es damit wirklich nicht geklappt hat, wird der Kauf von Grüner Mode empfohlen.

aus alt wird neu - Redesign vom Feinsten

aus alt wird neu – Redesign vom Feinsten

Weiter geht es mit der Wahl der richtigen Farben und auch da rennt sie bei mir offene Türen ein, habe ich mich doch kürzlich mit dem Thema „Farben“ im Kleiderschrank auseinander gesetzt.

Im Kapitel 3 ist neben den verschiedenen Techniken der Umgestaltung auch ein ausführlicher Exkurs zum Thema Reparieren zu finden. Sehr genial finde ich die Anleitung, wie man am Ärmel durchgescheuerte Wollpullover kreativ umgestalten und damit gleichzeitig reparieren kann.

fix it - reparieren ist nachhaltig

fix it – reparieren ist nachhaltig

Bevor es im Kapitel 4 in medias res geht, gibt es einleitend noch ein paar Tipps für die praktische Arbeit wie z.B. Infos zu Materialien, Werkzeug und den verwendeten Techniken.

Der praktische Teil gliedert sich in vier Bereiche, die einander logisch folgen. Von „light“ über „medium“ werden kleinere bis mittlere Adaptierungen an der Kleidung vorgenommen, um im Bereich „dekonstruktion“ und „new“ noch tiefer in die Materie des ReDesigns einzusteigen.

dekonstruiert und neu zusammen gesetzt

dekonstruiert und neu zusammen gesetzt

Meine Meinung zu dem Buch

Ich habe das Buch unglaublich inspirierend empfunden, für mich war deutlich spürbar, dass hier nicht die Näherin sondern die Künstlerin gearbeitet hat.

Frau Jona&son näht nicht einfach Kleidungsstücke um, sondern zeigt, dass man mit verschiedenen Techniken künstlerisch gestalten kann. Die Modelle sind sehr extravagant und heben sich deutlich von der Massenware der Textildiskonter ab. Es sind sicher keine Basics, die hier entstehen, sondern besondere Teile für besondere Gelegenheiten.

Im Buch werden viele verschiedene Modelle und ReDesign-Möglichkeiten gezeigt, die jeweiligen Anleitungen lassen jedoch viel Spielraum für eigene Interpretationen und Kreativität. Man darf das Buch daher nicht mit einem Heft für Nähanleitungen verwechseln, es will vielmehr inspirieren und Muse sein.

Das ist in meinem Fall zur Gänze gelungen, war meine Kreativität bis dahin noch im Winterschlaf verfangen, fingen die Gehirnwindungen zu glühen an. Projekte, die ich bereits länger geplant, aber nicht so recht vom Fleck gebracht habe, sind endlich in die Gänge gekommen. Mehr dazu später.

Nähen sollte man schon können und wissen, wie verschiedene Kleidungsstücke genäht werden. Auch ein paar persönliche Standardschnitte sollten vorhanden sein, um mit den Anleitungen klar zu kommen.

ReDesign lebt auch vom ursprünglichen Kleidungsstück und daher kann man die Modelle vermutlich nicht wirklich 1:1 nachnähen. Quelle der Inspiration ist das Buch aber auf jeden Fall und ich werde sicher noch öfters darin schmökern. Ein weiteres Modell daraus ist bereits in Arbeit.

Wer Kleidung selbst umgestalten möchte sollte über zwei grundlegende Fähigkeiten verfügen: Einerseits ist eine große Portion Kreativität wichtig, aber vor allem sollte man in der Lage sein, die Schönheit von einem Kleidungsstück hinter seinen offensichtlichen Mängeln zu erkennen. (Maria Widerstand)

nachgemacht – Tunika aus altem Kleid

das war die Ausgangsbasis

das war die Ausgangsbasis

Ich habe dieses Kleid gesehen und mich darin verliebt. Es ist auf den ersten Blick vermutlich nicht so gut erkennbar warum, denn es ist bereits sehr abgetragen auch nicht wirklich modern. Es war mir auch um gut eine Nummer zu klein und das Brustteil fand ich furchtbar.

Obwohl ich eine ungefähre Ahnung hatte, was daraus werden sollte, fehlte mir der zündende Funke und so lag es einige Monate herum. Bis ich in dem Buch die Anleitung für das Farbtropfen-Shirt sah und meine Kreativität plötzlich zu fließen begann.

Vorbereitung zur Umgestaltung

Vorbereitung zur Umgestaltung

Im einem ersten Schritt habe ich das Brustteil und die Borten abgetrennt, um den restlichen Stoff zur weiteren Gestaltung zur Verfügung zu haben. Von einem gut passenden Oberteil habe ich den Schnitt abgenommen und Hals- und Armausschnitt festgelegt.

Schnittmuster aus alter Zeitung

Schnittmuster aus alter Zeitung

Aus dem Brustteil konnte ich Schrägbänder schneiden, um die Armausschnitte zu gestalten. Die Borte wurde wieder am neuen Halsausschnitt fest genäht. Mit der Borte unter dem Brustteil wurde das Oberteil verziert und sogar das Zugband mit den Perlen habe ich gestaltend eingebunden.

Besonders genial finde ich, dass die Taillen-Abnäher durch das geschickte Auflegen vom Schnitt zu perfekt positionierten Brustabnähern wurden.

Da die Basis ein rückenfreies Kleid war, ist fast nichts vom abgeschnittenen Teil übrig geblieben.

kreative Gestaltung durch Weiterverwendung

kreative Gestaltung durch Weiterverwendung

In rund 4 Stunden habe ich aus dem alten Kleid eine extravagante Tunika für den kommenden Sommer genäht. Ich freue mich schon darauf, wenn es warm genug ist, um sie das erste Mal auszuführen.

Quelle der Inspiration war wie gesagt das Farbtropfen-Shirt in A-Form aus dem Buch (siehe Bild), auch wenn ich keine Tropfen auf die Tunika gedruckt habe.

nachgemacht - Tunika aus altem Kleid

nachgemacht – Tunika aus altem Kleid

ReDesign BlogtourLinktipp:

Blog: Frau Jona&son
ReDesign-Gallerie von Frau Jona&son
Buchverlosung vom Haupt-Verlag

Blogtour:

gesehen und gesehen werden
green friday
simply zero
Re:Belle Upcycling
Nahtzugabe
Christinaa
ich kauf nix



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der Sommer kann kommen

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nachgemacht – Mini-Stulpen

Meine Tochter liebt Strickstücke aus ganz dicker Wolle, am liebsten mit einem Zopfmuster. Darin ist sie wirklich ganz verliebt! Ihr gefällt auch mein Strickrucksack sehr gut und sie möchte am liebsten auch so einen haben. Wir stehen bereits in Verhandlungen wegen der Farbe von Futter und Wolle.

Als ich das Buch „Dicke Maschen“ entdeckt habe war klar, das muss ich alleine schon für meine Tochter unbedingt besorgen.

Das erste Teil daraus habe ich daher auch gleich für Fräulein Widerstand angefertigt. Passend zu den neuen Schuhen, die sie von mir zu Weihnachten geschenkt bekommen hat, habe ich aus der Wolle, die vom Strickrucksack übrig geblieben ist, Mini Stulpen gestrickt.

dicke Maschendicke Maschen
Accessoies und Wohndesign stricken
mit dicker Wolle
von Ashley Little
Verlag Bassermann

Wie der Titel schon verspricht sind alle Modelle mit dicker Wolle gestrickt. Mit Stricknadeln ab 5,5 mm ist man mit dabei. Geschickt wird die dicke Wolle ausgenutzt, um kreative Modelle mit besonderen Strukturmustern anzufertigen.

Ein Teil ist schöner und ansprechender als das andere! Wenn man dicke Wolle mag, wird man sich schwer tun auszuwählen, was man als erstes stricken will.

Begonnen habe ich wie gesagt mit den Mini-Stulpen, die ich für Fräulein Widerstand nachgestrickt habe. Das ging ganz flott von der Nadel, denn sie werden einfach rechteckig gestrickt und danach zusammen genäht. Dadurch muss man es mit der Maschenprobe auch nicht so genau nehmen und kann munter drauf los stricken.

Einfach am Fuß nachmessen, wann das Strickstück die passende Länge erreicht hat und fertig. Durch die dicke Wolle waren die beiden Stulpen in nur 3 Abenden fertig gestrickt und können ihrer Bestimmung nachgehen und die Beine meiner Tochter wärmen.

ein schnelles Winteraccessoir aus Wollresten

ein schnelles Winteraccessoir aus Wollresten

kleiner Blick ins Buch

Zu finden sind im Buch Anleitungen für Accessoires aber auch viele tolle Ideen für die Gestaltung des Wohnraums. Einige Teile sind aus besonders dicker Wolle gestrickt, sodass ich noch nicht einmal eine Stricknadel in der passenden Stärke hätte. Meine hören nämlich bei 9 mm auf.

Neben dem Inhaltsverzeichnis ist eine Übersicht mit Bildern von allen Modellen zu finden. Das hat mir ganz besonders gut gefallen, denn es erleichtert später einmal das gewünschte Modell wieder aufzufinden.

die Glashüllen haben es mir angetan

die Glashüllen haben es mir angetan

Mir persönlich haben es die Glashüllen mit Lochmuster (oberstes Bild der Collage) angetan. Das würde sicher sehr nett aussehen in der Küche, nachdem ich u.a. alte Schraubgläser zur Aufbewahrung von Lebensmitteln verwende.

Auch als Geschenk kann ich mir die Glashüllen gut vorstellen, insbesondere wenn das Glas mit selbst gebackenen Keksen gefüllt wird.

Der theoretische Teil im Buch wurde auf das Nötigste beschränkt und umfasst gerade einmal 10 Seiten. Wenn man Zopf- und Lochmuster beherrscht, sind die Modelle einfach nachzustricken.

Bei einigen relativ einfachen Modellen wurde auf die Strickschrift verzichtet, was ich persönlich nicht so gut finde. Ich bin ein sehr visueller Mensch und gerade beim Stricken werfe ich lieber einen Blick auf die Zeichnung als den Text nachzulesen.

Mir persönlich gefällt das Buch richtig gut und ich werde sicher noch einige Teile daraus nachstricken. Geburtstag und Weihnachten für Fräulein Widerstand bieten sich da geradezu an.


Mini Stulpen nachgemacht


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nachgemacht – zweifärbiger Möbius-Loop

Nachdem es mir vor kurzem so viel Freude gemacht hat, meinen neuen Halswärmer aus einem Buch nachzustricken, habe ich mir gedacht, da könnte man doch glatt eine Serie daraus machen.

Inspiriert dazu wurde ich auch von Jakaster und ihrer Aktion 12 Monate – 12 Bücher – 12 Projekte.

nachgemacht

Meine neue Serie nenne ich „nachgemacht“ und ich möchte in diesem Rahmen immer wieder einmal ein Projekt zeigen, das ich aus einem Buch, einer Zeitung oder von einem Blog nachgearbeitet habe.

Den Anfang hat im Grunde genommen im letzten Jahr bereits mein kuscheliger Halswärmer gemacht, den ich sehr liebe und der mir bei der jetzigen Kälte wirklich gute Dienste leistet.

Heute geht es mit einem sehr außergewöhnlichen Möbius-Loop weiter.

Loops und Schals BuchLoops und Schals
Tolle Modelle zum Stricken
von Ann Budd
Verlag Bassermann

Dieses Strickbuch hat mir unheimlich gut gefallen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich Loops und Schals einfach liebe und sehr gerne stricke.

Sofort angesprungen ist mich ein sehr besonderer Möbius-Schal in zweifärbigem Patentmuster. Da ich die Wolle bereits zu Hause hatte, habe ich mich dafür entschieden. *)

Möbius Loop in zweifärbigem Patentmuster

Möbius Loop in zweifärbigem Patentmuster

Die Anleitung ist sehr gut beschrieben und das Nacharbeiten dadurch wirklich keine Hexerei. Das kompliziert wirkende Muster hat mich angesprochen, ist es aber in Wirklichkeit gar nicht.

Die dünne Wolle wird mit viel dickeren Nadeln als üblich verstrickt, dadurch wird der Loop sehr leicht und fluffig. Für dieses Modell habe ich insgesamt nur rund 100 g Wolle verstrickt.

hier sieht man zwei Tragevarianten

hier sieht man zwei Tragevarianten

Da es sich um einen Möbius handelt, kommt das zweifärbige Muster besonders gut zur Geltung. Durch die besondere Technik beim Abketten entsteht ein hübsches Abschlussmuster an der Naht.

Loops und Schals 5

*) Weil ich bereits mehrfach danach gefragt wurde:
Meine Wolle kaufe ich fast ausschließlich Second-Hand über einen lokalen Internetflohmarkt. Manchen bleiben kleine oder größere Reste übrig, die sie nicht mehr selbst verstricken wollen. Oder das angestrebte Hobby wird aufgegeben und die übrige Wolle verkauft und dann komme ich ins Spiel.

kleiner Blick ins Buch

Das Buch hält sich nicht mit ergänzender Theorie auf und wendet sich daher meiner Meinung nach auch nicht unbedingt an Anfänger. Lediglich ein Glossar ergänzt die einzelnen Anleitungen und sehr spezielle Techniken sind im Anhang beschrieben. Ich habe hier z.B. eine neue Anschlagtechnik kennen gelernt, die ich für den Loop benötigt habe (siehe Bild oben).

Abkürzungen und Technikinfos

Abkürzungen und Technikinfos

Die Modelle in dem Buch sind teilweise schon recht anspruchsvoll in Loch- und Zopfmuster gestrickt. Das mag ich sehr gerne, viel lieber als ein ganzes Teil nur in glatt oder kraus rechts zu stricken.

Meine Tochter hat das Buch auch schon durchgeblättert und sich in den grünen Schal verliebt. Vermutlich habe ich in nächste Zeit noch einiges zu tun, sie hat bald Geburtstag.

der grüne Schal hat es nicht nur mir angetan

der grüne Schal hat es nicht nur mir angetan

Mir gefällt das nachfolgende Modell mit dem sehr außergewöhnlichen Zopfmuster ganz besonders gut.

grüner Loop mit extravagantem Zopfmuster

grüner Loop mit extravagantem Zopfmuster


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der Winter kann kommen

Ich liebe Halstücher und ich liebe Stricken. Beides kombiniert ergibt gestrickte Halstücher, von denen ich in den letzten Jahren wirklich unzählige angefertigt und meist verschenkt habe.

Bei Gelegenheit werde ich einmal eine Serie Fotos zeigen, geht derzeit noch nicht, denn angeblich ist bald Weihnachten. Ein paar Tücher warten noch auf ihre neuen Besitzer.

Vor kurzem habe ich aber endlich wieder etwas für mich gestrickt, einen extrem warmen und kuscheligen Halswärmer.

mein neuer Rollkragenschal

mein neuer Rollkragenschal

Entdeckt habe ich die Anleitung in einem ganz tollen Buch, an dem es für mich trotz Bücherentrümpelungsaktion kein Vorbeikommen gab. Das ist ja auch etwas ganz anderes, ein Arbeitsbuch sozusagen!

coole loops1Coole Loops
Kragenschals und Snoods zum Stricken
von Cathy Carron
Verlag Bassermann

In dem Buch habe ich viele Anregungen gefunden und werde sicher noch das eine oder andere Teil stricken.

Verliebt habe ich mich in den Rollkragen-Halswärmer. Die Wolle habe ich vor einiger Zeit von meiner Freundin geschenkt bekommen, für die ich diese Einkaufstasche aus alten Jeans genäht habe. Die beiden roten Knäuel sind lange bei mir gelegen und haben auf das richtige Projekt gewartet. Hat sich ausgezahlt zu warten, die Menge und die Qualität der Wolle waren wirklich perfekt dafür geeignet.

Original und Vorlage

Original und Vorlage

Der Rollkragenschal ist soooo warm! Ich bin total begeistert davon. Durch die dicken Stricknadeln und das einfache Bündchenmuster ist er sehr dehnbar und kann gut über den Kopf gezogen werden.

Die Knöpfe sind übrigens keine Zierde, der Rollkragen lässt sich tatsächlich öffnen und wird mit den Knöpfen in richtigen Knopflöchern geschlossen.

An nur 2 Abenden war er fertig, das ging wirklich total schnell. Jetzt kann nichts mehr passieren, der Winter kann kommen, es kann richtig kalt werden – aber frieren werde ich sicher nicht mehr!

Nachdem der dicke Halswärmer so schnell zu stricken ist, kann er auch noch sehr gut als last-minute-Weihnachtsgeschenk dienen.

kleiner Blick ins Buch

Auf den ersten Seiten wird nicht nur Grundlagenwissen vermittelt sondern auch die Basic-Technik erklärt. Insgesamt sind 40 verschiedene Modelle im Buch zu finden, von einfach bis aufwändig und extravagant. Hier noch ein kleiner Blick ins Buch mit ein paar Modellen, die mir besonders gut gefallen haben.

vor allem der braune Loop hat es mir angetan

vor allem der braune Loop hat es mir angetan


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