selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Zahnpasta [Langzeiterfahrung]

Wenn man sich mit Müllvermeidung, Plastikreduktion und der Vermeidung von Aluminium beschäftigt, liegt unweigerlich irgendwann einmal das Thema Zahnpasta am Tisch.

Mein erster Schritt am Anfang der Plastikreduktion war der Umstieg auf Naturzahnpasta in einer Aluminiumtube. Da ich jedoch Aluminium aus einer Vielzahl von Gründen ebenfalls vermeiden möchte, stelle ich seit mittlerweile fast einem Jahr meine Zahnpasta selbst her.

zahnpasta-selbst-gemacht-anleitung

Im Internet gibt es mehrere Rezept, ich habe zwei davon getestet und möchte diese hier vorstellen sowie von meiner Langzeiterfahrung mit selbst gemachter Zahnpasta berichten.

Basisrezept:

3 Esslöffel Kokosöl
2 Esslöffel Natron
1 Esslöffel Xylit (Birkenzucker)

optional Pfefferminzöl o.ä.

Die Anleitung für die Zubereitung sowie Tipps zur Anwendung findest Du weiter unten.

Zum Abfüllen habe ich ein kleines leeres Sturzglas verwendet. Die im Rezept angegebene Menge entspricht in etwa 100 ml.

einfache Zahnpasta aus 3 Zutaten

einfache Zahnpasta aus 3 Zutaten

Erfahrungsbericht:

Die Putzwirkung ist hervorragend, mir persönlich war dieses Rezept jedoch fast etwas zu grob von der Körnung her. Das liegt m.M.n. am Xylit, obwohl es sich sehr schnell im Mund auflöst.

Als Abhilfe kann ich mir vorstellen, das Xylit in einer alten Kaffeemühle zu vermahlen. Ich habe das jedoch noch nicht ausprobiert, da ich das Rezept nur einmal angerührt habe.

meine Alternative

Im Buch „statt Plastik“ habe ich ein alternatives Rezept gefunden, das ich selbst ein wenig an unsere Bedürfnisse angepasst habe.

Basisrezept:

4 Esslöffel Kokosöl
2 Esslöffel Natron
1 EL weiße Tonerde
1 EL Xylit

optional Pfefferminzöl o.ä.

Anleitung:

Die trockenen Zutaten werden in einer kleinen Schüssel miteinander vermengt.

hier sieht man die Zutaten und die Vorbereitung

hier sieht man die Zutaten und die Vorbereitung

Das Kokosöl im Wasserbad oder auf ganz niedriger Temperatur am Herd schmelzen lassen. Man kann dafür gut die Restwärme der Herdplatte vom Mittagessen verwenden.

Sobald das Kokosöl geschmolzen ist, wird der Topf sofort vom Herd genommen. Wenn Du möchtest kannst Du jetzt ein paar Tropfen Pfefferminzöl hinzufügen.

Danach werden die trockenen, bereits miteinander vermengten Zutaten vorsichtig in das Öl eingerührt.

zum geschmolzenen Kokosöl werden die restlichen Zutaten hinzugefügt

zum geschmolzenen Kokosöl werden die restlichen Zutaten hinzugefügt

Zum Abfüllen habe ich ein leeres Sturzglas verwendet. Die im Rezept angegebene Menge entspricht in etwa 150 ml.

Während dem Abkühlen der Masse immer wieder einmal umrühren, damit die Zutaten gleichmäßig verteilt bleiben. Wenn man das nicht macht, kann es sein, dass sich an der Oberfläche mehr Kokosöl befindet und die festen Zutaten zu Boden sinken.

immer wieder umrühren bis die Masse kalt ist

immer wieder umrühren bis die Masse kalt ist

Haltbarkeit

Mit dieser Menge kommen wir zu zweit rund 2 Monate aus, die Haltbarkeit war daher bis jetzt noch nie ein Thema. Größere Mengen würde ich jedoch nicht anrühren. Die Zahnpasta ist so schnell zubereitet, dass sich das wirklich nicht auszahlt.

Anwendung:

zahnpasta-rahmenZur Entnahme nutze ich meist einen kleinen Mokkalöffel. Man kann natürlich auch einen Teelöffel oder Joghurtlöffel verwenden.

Die Zahnpasta ist grob-bröselig. Mit Zeigefinger und Daumen forme ich daraus eine erbsengroße Kugel, die ich rasch auf die Zahnbürste drücke.

Achtung:

Für Kokosöl liegt der Schmelzpunkt bei ca. 25°. Daher muss man beim Formen der Kugel wirklich rasch handeln, damit die Zahnpasta nicht zwischen den Fingern schmilzt.

Wenn im Sommer die Raumtemperatur über 25° steigt, wird die Zahnpasta weich. Über 27° ist sie nicht mehr wirklich sinnvoll zu verwenden. Es empfiehlt sich in dem Fall die Zahnpasta im Kühlschrank aufzubewahren und 1-2 Stunden vor der Verwendung ins Bad zu stellen.

Erfahrungsbericht:

Mit meinem adaptierten Rezept sind Herr Widerstand und ich wirklich sehr zufrieden! Die Putzwirkung ist hervorragend! Die Zahnpasta ist jedoch nicht ganz so grob wie die erste Variante, weil im Verhältnis ein geringerer Anteil Xylit enthalten ist.

Die Zähne fühlen sich danach wunderbar sauber an und sogar an Stellen, wo ich immer Verfärbungen hatte, weil die Zähne so eng stehen, zeigt sich gar nichts.

Wir nutzen die selbst gemachte Zahnpasta bereits seit dem letztem Sommer und auch unsere beiden Zahnärzte (Herr Widerstand und ich gehen zu unterschiedlichen) sind begeistert.

Bei der letzten Mundhygiene meinte meine Ärztin, dass ich gar keine Beläge und auch keine Verfärbungen habe und sie daher gar nichts zu tun hat! So schnell brauche ich nicht wieder zu kommen, das hat mich schon sehr begeistert!

zahnpasta-rezept

die Wirkstoffe in der Zahnpasta

In der selbst gemachten Zahnpasta sind gleich mehrere Wirkstoffe enthalten, die gut für die Zähne sind.

Sowohl Kokosöl als auch Pfefferminzöl wirken antibakteriell. Natron neutralisiert die Säuren im Mund und wirkt dadurch gegen Karies. Natron hat auch eine sehr gute Putzwirkung ohne den Zahnschmelz zu schädigen.

Xylit wird schon seit langem in Form von Kaugummis in der Zahnpflege eingesetzt, weil es nachweislich eine Karies reduzierende Wirkung hat und sogar zur Remineralisierung von der Zahnsubstanz beiträgt.

Müll reduzieren

Kokosöl ist im Glas erhältlich. Natron kaufe ich lose in der Apotheke, die weiße Tonerde habe ich in der Papierpackung ebenfalls in der Apotheke erhalten. Xylit kann man im Unverpacktladen lose beziehen.

Abgefüllt wird die Zahnpasta in ein altes Glas. Auf den Deckel verzichten wir üblicherweise im Gebrauch und können so auch Gläser nutzen, die keinen Deckel mehr besitzen.

Edit 9.3.2017

Zum Thema „Abrieb“ habe ich folgenden Link gefunden „healing teeth naturally“. Hier findest Du eine Übersichtstabelle welche Zahnpasta geringen, mittleren und starken Abrieb des Zahnmaterials verursacht.

Die Zähne nur mit Zahnbürste und Wasser zu putzen hat den Wert 4 in dieser Tabelle, mit Natron steigt der Wert auf 7. Werte von 0 – 70 gelten als geringer Abrieb. Die meisten „sensitiv Zahnpasten“ haben einen höheren Wert und übersteigen mitunter sogar die Grenze von 70.


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Nudelteig

Da man Nudeln meist in Plastik, selten auch in Kartons verpackt zu kaufen bekommt, war ein Projekt zur Müllvermeidung den Nudelteig selbst zu machen. Das ist gar nicht so schwierig wie man denkt!

Es gibt eine Vielzahl von Rezepten mit unterschiedlichen Zutaten. Der große Unterschied ist jedoch, ob man Nudeln mit Ei oder ohne Ei zubereitet.

Wir haben uns für ein ganz einfaches Nudelrezept ganz ohne Ei entschieden, die Nudeln sind also vegan. Der Teig ist dadurch lange haltbar und lässt sich wunderbar verarbeiten.

man braucht nicht unbedingt eine Nudelmaschine

man braucht nicht unbedingt eine Nudelmaschine

Rezept:

200 gr Mehl
200 gr Weizengries
180 ml Wasser
1-2 EL Öl
1/2 TL Salz

Zubereitung:

Mehl und Gries werden auf der Arbeitsfläche aufgetürmt und in der Mitte eine Mulde gemacht.

Das Öl sowie nach und nach insgesamt 180 ml warmes Wasser hinzufügen und von innen beginnend alles gut miteinander vermengen. Langsam den Rest vom Mehl-Griesgemisch hinzufügen und mit den Händen alles durchkneten bis ein schöner, elastischer und glatter Teig entsteht.

Nach rund 10 Minuten Kneten ist der Teig geschmeidig und homogen. Wenn der Teig nicht mehr klebt und die Hände trocken bleiben, dann hast Du genug geknetet.

Am besten stülpt man über den Teigklumpen eine kleine Schüssel, die nur wenig größer ist als die Teigmenge, damit der Teig nicht austrocknet während der mindestens 30 Minuten Ruhezeit. Das ist aber nicht so genau, er kann auch gerne länger rasten.

Danach wird der Teig mit Hilfe von einem Nudelwalker (Nudelholz) ausrollt und in die gewünschte Form geschnitten.

die Lasagneplatten werden mit den Nudelholz ausgewalkt

die Lasagneplatten werden mit den Nudelholz ausgewalkt

Wenn man eine Nudelmaschine hat, kann man diese statt dem Nudelholz verwenden und damit die Teigplatten auf die gewünschte Dicke bringen.

Der Teig ist für alle Nudelarten geeignet, man kann damit sowohl Beilagennudeln wie z.B. Bandnudeln als auch Lasagneplatten oder gefüllte Nudeln zubereiten.

Für gefüllte Nudeln braucht man kein eigenes Werkzeug, ein rundes Glas reicht zum Ausstechen. In die Mitte kommt ein Teelöffel Fülle und anschließend wird der Teig in der Mitte zusammen geklappt. Mit Hilfe von einer Gabel werden die Ränder zusammen geklebt und bekommen dieses hübsche Muster wie am Bild zu sehen ist.

selbst gemachte Nudeln sind schon etwas Besonderes

selbst gemachte Nudeln sind schon etwas Besonderes

Tipp zum Kochen von selbst.gemachten Nudeln

Im Gegensatz zu getrockneten Nudeln werden die selbst gemachten Nudeln nur für ca. 3-4 Minuten gekocht. Sie kommen in nicht mehr sprudelnd kochendes Wasser, sondern werden eher an der Siedegrenze gegart.

für den Vorrat

Wenn man die Nudeln lagern möchte, muss man das Salz weglassen, da Salz Feuchtigkeit anzieht. Die Nudeln werden in die gewünschte Form geschnitten und anschließend an der Luft getrocknet.

Am besten legst Du die Nudeln lose auf, damit sie nicht aneinander kleben bleiben (siehe Bild oberhalb). Sie behalten genau die Form, in der Du sie aufgelegt hast.

Wenn die Nudeln ganz trocken sind, können sie in einem Vorratsglas aufbewahrt werden und sind mindestens 6 Monate haltbar.


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Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Kastanienwaschmittel für den Vorrat

Das Thema „Wäsche waschen“ hat mich im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Verpackungsmüll immer wieder einmal beschäftigt. Ich habe mittlerweile einige verschiedene Varianten durch, ganz zufrieden war ich jedoch leider bisher noch mit keiner.

im Herbst ist Kastanienzeit

Dieses Jahr hatten wir uns vorgenommen endlich Kastanien als Waschmittel zu testen. Anleitungen sind im Internet und auf den Blogs einige zu finden und gerade in letzter Zeit ist vermehrt darüber zu lesen. Eh klar – ist ja gerade Herbst und die beste Zeit Kastanien am Boden zu finden.

Es waren einige Versuche nötig, bis wir auf die für uns perfekte Lösung gekommen sind. Frische Kastanien für das Waschmittel zu verwenden ist ja keine Hexerei. Aber wie auf vielen Blogs zu lesen ist, gibt es leider Probleme mit der späteren Verwendung. Die Frage war daher, wie können wir die Kastanien lagern, um auch später im Winter, Frühjahr oder gar bis in den Sommer welche zum Waschen zur Verfügung zu haben.

Erster Versuch gescheitert

Als erstes haben wir die gesammelten Kastanien einfach ausgebreitet und versucht, luftig zu trocknen (viel lockerer gelagert als auf dem Bild zu sehen ist!).

unsere gesammelten Kastanien fürs Waschmittel

unsere gesammelten Kastanien fürs Waschmittel

Das ist aus zwei Gründen gescheitert. Einerseits sind aus unerklärlichen Gründen ganz schön viele schimmlig geworden und andererseits war es eigentlich unmöglich, die harten Kastanien zu schälen.

Das war wohl nix.

Nachdem ich bei „Birthes bunter blog-garten“ von ihren Problemen mit dem Trocknen von den bereits zerteilten Kastanien gelesen habe, hat Herr Widerstand eine ganz andere Lösung gefunden, die ich heute mit Dir teilen möchte.

Kastanien für das Waschmittel haltbar machen

Auch wenn wir die Kastanien nur für Buntwäsche verwenden wollen, haben wir uns dafür entschieden, die Kastanien von den Schalen zu befreien. Mit einem kleinen scharfen Messer hat Herr Widerstand daher die Kastanien geschält.

die Kastanien werden von den Schalen befreit

die Kastanien werden von den Schalen befreit

Am nächsten Tag (die Finger brauchen ein wenig Schonung!) werden die Kastanien sodann in kleine Stücke geschnitten und auf einem Backblech zum Trocknen ausgelegt.

Damit das Trocknen zügig erfolgen kann, haben wir die Restwärme vom Backrohr verwendet. In letzter Zeit gab es öfters Auflauf und ich habe auch regelmäßig Kuchen für Herrn Widerstand gebacken. Eine kleine Belohnung muss schon sein…

in kleine Stücke geschnitten und zum Trocknen ausgelegt

in kleine Stücke geschnitten und zum Trocknen ausgelegt

Sobald die Kastanienschnitze ausreichend trocken sind, werden sie in einen Baumwollsack umgefüllt. Darin bewahren wir sie auf, bis sie ihrer Bestimmung folgen und zu Waschmittel werden.

luftige Aufbewahrung im Baumwollsack

luftige Aufbewahrung im Baumwollsack

Wir hatten viel Glück, da wir einen Kastanienbaum gefunden haben, bei dem noch niemand geerntet hatte. Im Keller warten noch immer ganz schön viele Kastanien darauf geschält zu werden.

warum so viel Mühe?

Wenn man die Kastanien so stark zerkleinert, wie wir das machen, dann ist die Ausbeute deutlich höher und man braucht weniger Kastanien für die Herstellung vom Waschmittel. Damit reduziert sich im Grunde der Aufwand wieder deutlich bzw. kann man, auch wenn man nicht so viele Kastanien gefunden hat, viele Maschinen Wäsche waschen.

In vielen Anleitungen ist die Rede von 5-8 Kastanien auf 250 – 300 ml Flüssigkeit (=1 Waschmaschinenladung). Durch das Zerkleinern reduziert sich der Kastanienbedarf um 75% (siehe Dosierung)! Da zahlt sich der Aufwand schon aus finde ich.

Kastanienwaschmittel selber machen

Und nun kommt die Anleitung, wie man das Waschmittel macht.

3-4 EL Kastanienschnitze*)
400 ml Wasser

*) das entspricht in etwa 3-4 Kastanien

Die Kastanienschnitze werden mit dem Wasser bedeckt ca. 1 Tag stehen gelassen.

Danach kannst Du das Waschmittel in eine Flasche umfüllen bzw. sofort verwenden.

Die Kastanien können insgesamt zwei Mal für die Herstellung von Kastanienwaschmittel verwendet werden. Daher füllen wir das Glas anschließend gleich noch einmal mit Wasser auf.

unser Kastanienwaschmittel

unser Kastanienwaschmittel

Dosierung

Pro Waschmaschinenladung verwenden wir genau die Hälfte, sprich 200 ml Flüssigkeit. Das bedeutet, dass wir mit den 3-4 EL Kastanienschnitzen genau 4 x Wäsche waschen. Anders ausgedrückt – pro Kastanie kann man 1 x Wäsche waschen! In den meisten anderen Anleitungen kommt man auf 3-4 Kastanien pro Waschladung. Das ist schon ein großer Unterschied finde ich.

Haltbarkeit

Das fertige Waschmittel ist nur sehr kurz haltbar. Wir setzen daher nur dann Waschmittel an, wenn wir mindestens 2 Waschmaschinenladungen auf einmal waschen wollen und voraussichtlich in den nächsten beiden Tagen wieder Wäsche waschen müssen.

Praxistest

Im Internet findet man sehr unterschiedliche Meinungen zum Kastanienwaschmittel. Einige kritisieren, dass die Wäsche mit der Zeit nicht mehr so gut riecht.

Das Problem liegt wohl hauptsächlich darin, dass Kastanien organisch sind und immer eine kleine Restmenge an Flüssigkeit in der Waschmaschine zurück bleibt. Gerade wenn nicht so häufig gewaschen wird, kann das dann zu Veränderungen beim Geruch führen.

Wir haben das Problem für uns so gelöst, dass wir ab und zu mit einem konventionellen Waschmittel waschen, dadurch hatten wir noch nie ein Geruchsproblem.

Die Wäsche wird wirklich wunderbar sauber und ist völlig geruchlos. Wir sind sehr zufrieden mit dieser Möglichkeit, die nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern uns noch dazu von der Natur geschenkt wird.

Fazit

Die Wäsche mit Kastanien zu waschen ist eine wirklich einfache, ökologisch sinnvolle und noch dazu billige Möglichkeit, die Schmutzwäsche zu waschen ohne Verpackungsmüll zu produzieren.

Leider ist es wohl die zeitintensivste Methode Waschmittel selbst herzustellen – dafür allerdings gratis.

Das Sammeln der Kastanien macht Spaß und geht auch schnell. Das ist der einfachste Teil der Sache.

Das Schälen ist sehr arbeitsintensiv und eine recht große Belastung für die Finger (Blasen!).

Schneiden und Trocknen geht wiederum relativ flott. Aus ökologischen Gründen sollte man für das Trocknen der Kastanien das Backrohr natürlich nicht extra andrehen. Das haben wir bisher auch noch nie gemacht.

Das Ansetzen vom Waschmittel ist schnell erledigt und unkompliziert. Also wenn man die Kastanienschnitze einmal hat, dann ist es wirklich einfach.

Ich gestehe unumwunden, ohne Herrn Widerstands fleißige Hände (deshalb habe ich auch immer in WIR-Form geschrieben) würde ich wohl daran verzweifeln. Ganz ehrlich – ich backe lieber Kuchen und koche Marmelade ein oder was auch immer.

Durch die Unterstützung von Herrn Widerstand werden wir jedoch voraussichtlich bis zum nächsten Herbst ausreichend Kastanienwaschmittel haben.

Unter anderem auf „Smarticular“ ist zu lesen, dass man die Kastanien auch mit der Küchenmaschine zu einem Pulver zerkleinern kann. Das klingt nach einer großen Verlockung wenn ich ehrlich bin. Allerdings sind die Kastanien – auch wenn sie noch relativ frisch sind – recht hart. Ich vermute, dass die Schneidemesser der Küchenmaschine nach so einer Kastanienzerkleinerung für anderes nicht mehr wirklich zu gebrauchen sind. Das finde ich dann auch nicht so sinnvoll, daher bleiben wir bei der hier vorgestellten Methode.

kastanienwaschmittel-anleitung


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Essig

Bis Ende letzten Jahres habe ich Essig in Glasflaschen gekauft. Der Ausguss war trotzdem aus Plastik und auch der Metallstöpsel hatte eine Plastikauskleidung.

Als mir Brigitte, eine ganz liebe Bekannte, einen Kombuchapilz zur Essigherstellung angeboten hat, wurde ich gleich ganz begeistert hellhörig und habe mich nach einigen Recherchen ans Werk gemacht.

je nach verwendetem Tee hat der Kombucha eine unterschiedliche Farbe

je nach verwendetem Tee hat der Kombucha eine unterschiedliche Farbe

Rezept:

8 gr Tee
1 l Wasser
70 gr Zucker

Kombuchapilz, mind. 100 ml Ansatzlösung (vom ursprünglichen Getränk)
ein großes Glasgefäß mit mind. 1,4 l Fassungsvermögen z.B. ein Glaskrug

Zubereitung:

Das Wasser aufkochen und über den Tee gießen. Den Tee 15 Minuten ziehen lassen, anschließend abseihen und den Zucker im noch heißen Teewasser auflösen.

Danach die Flüssigkeit auf Handwärme abkühlen lassen. Am besten stellt man das Gefäß in kaltes Wasser, dann geht es schneller.

Während dessen wird der Kombuchapilz unter fließendem Wasser gewaschen. Die Ansatzflüssigkeit wird sodann mit dem Tee vermengt und anschließend gibt man den Kombuchapilz in die lauwarme Zuckerlösung.

Das Gefäß wird mit einem Mulltuch abgedeckt, ich verwende dazu einen alten Vorhangstoff, den ich doppelt nehme und mit einem Gummiringerl befestige.

Nun heißt es geduldig sein, der Pilz muss seine Arbeit tun und den Zucker zuerst in Alkohol umwandeln. Das dauert je nach Zimmertemperatur ca. 8 – 14 Tage. Wenn keine Gärbläschen mehr aufsteigen ist das Kombuchagetränk fertig.

Nun wird der Pilz entnommen, die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter abgeseiht und in einem weiteren Glasgefäß mit relativ breitem Hals aufbewahrt.

Danach ist weitere Geduld erforderlich, denn es dauert – je nach Zimmertemperatur – weitere 4-6 Wochen bis aus dem Kombuchagetränk der Essig entsteht. Dazu braucht die Flüssigkeit Sauerstoff, daher decke ich auch diese Flasche nur mit einem Mulltuch ab.

Erst der fertige Essig wird in eine alte Tomatenflasche gefüllt und verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt.

die verschiedenen Stadien der Kombuchaessigherstellung

die verschiedenen Stadien der Kombuchaessigherstellung

der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt

Je nachdem welchen Tee man verwendet, hat der Essig eine unterschiedliche Farbe und schmeckt auch unterschiedlich.

In vielen Rezepten wird ausschließlich Schwarztee oder Grüntee empfohlen. Ich habe schon alle möglichen Teesorten verwendet. Man kann hier sehr erfinderisch sein und vor allem auch Teesorten verwenden, die endlich verbraucht werden sollten. Auch verschiedene Kräuter aus dem Garten eignen sich hervorragend um einen Tee zuzubereiten, mehr dazu in meinem Beitrag „Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.“ geschrieben.

Vermehrung

Der Kombuchapilz vermehrt sich während er den Tee und den Zucker umwandelt. An der Oberfläche der Flüssigkeit sammelt sich eine schleimige Masse, die mit der Zeit immer dicker wird. Das nennt man Kombuchababy. Wenn der Kombucha lange genug reift, wird das Baby so fest, dass es mit der Zeit ein neues „Kombuchauniversum“ gründen kann.

Angefangen habe ich mit 2 Scheiben, mittlerweile haben sich diese verdoppelt und ich kann bereits 2 Gefäße mit Kombucha ansetzen. Da der gesamte Reifungsprozess bis zum Essig doch rd. 8 Wochen benötigt, ist das auch gut so, denn ich komme mit einer Flasche Kombuchaessig nicht so lange aus.

Je kürzer er reift, desto milder ist er. Nachdem Herr Widerstand den Salat nicht so sauer mag, genießt er es sehr, dass ich nun einen deutlich milderen Essig in der Küche verwende.

leckerer Salat mit Kombuchaessig abgemacht

leckerer Salat mit Kombuchaessig abgemacht

ergänzende Infos und Tipps

Der Zucker ist nötig, um zuerst in Alkohol und danach zu Essig abgebaut zu werden. Der Essig selbst ist nicht süß sondern sauer. In einigen Rezepten im Internet wird eine höhere Zuckermenge angegeben. Ich verwende die geringste Menge, die ich jemals gefunden habe.

Der Kombuchapilz mag kein Metall, daher habe ich in allen Anleitungen den Hinweis gefunden, dass man ein Sieb aus Plastik und keinen Metall-Löffel verwenden sollte. Das ignoriere ich und habe bis jetzt keine nachteiligen Erfahrungen damit gemacht. Allerdings weise ich trotzdem darauf hin und übernehme keine Garantie dafür, dass das bei jedem Kombuchapilz so ist.

Manchmal hat das Kombuchagetränk noch ein ganz wenig gegärt, als ich den Pilz bereits entnommen habe, weil ich den Reifegrad falsch eingeschätzt hatte. Das hatte jedoch keine negativen Auswirkungen auf das Endergebnis vom Essig.

Nicht benötigte Kombuchababys können im Freudeskreis verschenkt werden. Umgekehrt kommt man durch Nachfragen im Bekanntenkreis oder in Verschenkgruppen zu einem Kombuchababy.

einfach.nachhaltig

Ich bin sehr begeistert von dieser einfachen und gleichzeitig nachhaltigen Möglichkeit, Essig selbst herzustellen. Es fällt vor allem noch weniger Müll an als bisher und der Geschmack ist auch hervorragend.

Die Arbeit hält sich sehr in Grenzen, denn einen Tee aufstellen und etwas Zucker darin aufzulösen ist nun wirklich nicht sehr zeitaufwändig.

Der Pilz selbst ist sehr unempfindlich, genügsam und vermehrungsfreudig. Ich bin wirklich sehr begeistert!

Linktipp:

weiterführende Infos zu Kombucha
Die Selbstversorger – Essigherstellung

Edit 7.4.2017

Durch die Vermehrungsfreudigkeit der Kombuchapilze konnte ich die Essigherstellung etwas vereinfachen. Ich koche nun einfach die doppelte Menge Tee und lasse den Pilz so lange in der Teelösung, bis Essig geworden ist. Wenn der „alte“ Essig im Kühlschrank leer ist, fülle ich den frischen Essig ab und mache einen neuen Ansatz. Dadurch erspare ich mir den Zwischenschritt mit dem Umfüllen zur Reifung.


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Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9. – Tee

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Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.

Vor einiger Zeit wurde ich in einem Kommentar gefragt, wie ich das denn mit dem Tee mache. Darüber wollte ich eigentlich schon länger einmal schreiben und daher greife ich die Frage sehr gerne auf.

Das Thema ist ausgesprochen umfassend, ich habe ziemlich lange an dem Beitrag gearbeitet und er ist dadurch auch sehr umfangreich geworden. Und es hat wirklich sehr lange gedauert, bis er fertig war, angefangen habe ich damit schon im Oktober letzten Jahres.

ein bisschen Warenkunde

Ich bin jetzt kein Experte und kann das sicher nicht wirklich professionell erklären, wer es ganz genau wissen will kann z.B. bei Wikipedia nachlesen. Tee ist ja eine Wissenschaft ganz für sich.

Tee aus der Teepflanze

Das ist der Tee im eigentlichen Sinne, er wird aus einem Aufguss von Teilen der Teepflanze hergestellt. Bei uns bekannt als schwarzer Tee, weißer Tee, grüner Tee etc.

im Tee steckt jede Menge händischer Arbeit

im Tee steckt jede Menge händischer Arbeit

Aus Sicht der Nachhaltigkeit ist diese Art von Tee sehr problematisch. Die Anbaugebiete liegen weit weg, der Anbau und die Ernte sind teilweise kritisch zu betrachten (Thema „fairtrade“ und Arbeitsbedingungen) und dann kommen noch die langen Transportwege dazu.

Da reden wir noch gar nicht davon, ob der Tee in Beuteln oder lose gekauft wird und auch noch Verpackungsmüll anfällt.

Beute vs. lose

Beute vs. lose

Früchtetee

Hierbei handelt es sich um einen Aufguss aus Teilen von Früchten. Früchtetee wird sehr gerne getrunken und wurde daher von der Lebensmittelindustrie schon seit langem als gutes Geschäft entdeckt. Durch fantasievolle Mischungen und Aromazusätze werden immer neue Sorten erfunden. Aufpassen muss man beim Kauf daher vor allem bei den künstlichen Aromastoffen.

nicht alle Früchte im Tee sind heimisch

nicht alle Früchte im Tee sind heimisch

Auch Früchtetee kann man lose oder in Beuteln verpackt kaufen und wird sowohl konventionell als auch in Bioqualität angeboten. Natürlich muss man auch hier die Herkunft der Früchte beachten, auch wenn die Transportwege üblicherweise kürzer sind.

Tee aus Kräutern

Die meisten Menschen beschränken sich beim Kräutertee auf Pfefferminze und Kamille wenn sie krank sind, aber es gibt viel mehr als das.

Kräutertees werden oft in Verbindung mit Heiltee gebracht und daher unterscheidet man auch zwischen konventionellen Kräutertees und jenen in Apothekenqualität.

viele Kräuter sind bei uns heimisch

viele Kräuter sind bei uns heimisch

Tee aus Wurzeln und Zweigen

Der bekannteste Tee, der aus Zweigen aufgebrüht wird, ist der Rotbuschtee. Auch beim Rooibos-Tee sollte man auf fairtrade achten, denn der Strauch wächst vorwiegend in Afrika.

Tees, die aus den Wurzeln aufgebrüht werden, sind eher dem Heilbereich zugeordnet. Der bekannteste Vertreter ist Ingwer, aber auch die Kalmuswurzel wird häufig eingesetzt.

links Ingwer, rechts Rotbusch

links Ingwer, rechts Rotbusch

Müll reduzieren beim Einkauf

Die meisten Menschen kaufen den Tee in Beuteln, weil das ja so praktisch ist. Aber natürlich fällt dabei sehr viel Müll an, da aus Aromaschutzgründen oft jeder einzelne Beutel in Plastik verpackt wird.

jeder einzelne Beutel verursacht Müll

jeder einzelne Beutel verursacht Müll

Eine Alternative dazu wäre den Tee lose verpackt zu kaufen. Auch dabei fällt natürlich Müll an, aber gar kein Vergleich mit den Teebeuteln. Der lose Tee ist in einem größeren Sack verpackt und dadurch entsteht insgesamt weniger Müll.

In Teefachgeschäften bekommt man Tee auch unverpackt zu kaufen. Wenn man die eigene Teedose mitbringt, fällt gar kein Müll an. Die meisten Kräutertees kann man auch in guten Apotheken offen kaufen.

die meisten Sorte Tee kann man lose kaufen

die meisten Sorte Tee kann man lose kaufen

Verwendung von losem Tee

Es gibt mehre Möglichkeiten, wie man losen Tee aufbrühen kann. Ich habe meine beiden Kannen sowie Zubehör fotografiert.

Links ist mein Single-Tee-Set. Die Teekanne steht auf der Teetasse. Ich gebe am liebsten den Tee lose in die Kanne hinein und verwende das linke Sieb um den Tee abzuseihen. Rechts neben der Kanne ist ein kleines Teesieb zu sehen, da wird der Tee direkt in das Sieb eingefüllt. Das hat den Vorteil, dass man nach einiger Zeit die Blätter entfernen kann, wenn der Tee nicht noch intensiver werden soll.

Am rechten Bild ist unsere große Teekanne zu sehen, sie hat einen Dauerfilter aus Edelstahl. Die Teeblätter werden in den Filter gefüllt und können dadurch nach beliebiger Zeit wieder entfernt werden.

Durch die Verwendung von Edelstahlsieb und Dauerfilter fällt kein weiterer Müll an, wenn ich Tee zubereite.

beide Teekannen sind im Dauereinsatz

beide Teekannen sind im Dauereinsatz

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Wenn man den Weg konsequent beschreitet, dann ist die beste Möglichkeit den Müll zu reduzieren, die Teezutaten selbst zu sammeln und zu trocken.

Natürlich funktioniert das nicht mit „echtem“ Tee, aber die Kräuter und Früchte für Teezubereitungen kann man wirklich sehr einfach selbst sammeln und trocknen.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Früchtetee

Man kann im Prinzip aus fast allen Obstschalen und Trockenfrüchten einen Tee zubereiten. Natürlich sollte man unbedingt auf die Qualität achten, vor allem, wenn man die Schalen von Zitrusfrüchten verwendet.

Derzeit liebe ich gerade Apfelschalentee. Birthe hat dazu auf ihrem Blog eine Anleitung mit vielen wunderschönen Fotos geschrieben.

Alternativ kann man auch einfach frische Apfelschalen für ca. 10 – 15 Minuten im Wasser kochen und diesen Sud als Tee trinken. Das spart die Mühe des Trocknens.

auch aus Abfall kann leckerer Tee entstehen

auch aus Abfall kann leckerer Tee entstehen

Wastecooking ist beim Früchtetee auf jeden Fall ein Thema, denn man kann ganz viele Obstschalen für Früchtetee verwenden. Sammle einfach die Schalen und lass sie im Raum trocknen. Um den Vorgang zu beschleunigen kann man auch nach dem Gebrauch des Backrohrs die Resthitze nutzen.

Auch aus Trockenfrüchten kann ein Teesud zubereitet werden. Wenn Du Deinen Tee natürlich süßer möchtest, dann gib einfach ein paar Rosinen dazu, wenn Du den Früchtetee kochst.

Man kann ruhig ein wenig experimentieren, was gut schmeckt und aus dem, was sonst im Müll landen würde, leckeren Tee zubereiten. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Kräutertee

Viele Kräuter wachsen einfach am Wegrand und könnten bei schönen Spaziergängen gesammelt werden. Auch im Garten oder auf dem Balkon kann man Pflanzen ziehen, um sie für Kräutertee zu ernten und zu trocknen.

Es bieten sich Melisse, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Salbei, Kamille, Ringelblume und vieles mehr an.

Ich habe im letzten Jahr sehr viel von der Zitronenmelisse geerntet, zu Büscheln gebunden und kopfüber im Stiegenhaus aufgehängt. Nachdem die Büschel trocken waren, das erkennt man am Rascheln, wurden die trockenen Blätter abgezupft und in ein Glas gefüllt.

Einblick in mein Stiegenhaus

Einblick in mein Stiegenhaus

Auch Brennnesseln, Pfefferminze und Salbei kann man auf die gleiche Art und Weise behandeln.

Für Kamillentee pflückt man nur die Blüten, breitet diese auf einem Papier aus und lässt sie an einem geschützten Platz trocknen. Wenn sie ausreichend getrocknet sind, werden sie wiederum in luftdichte Gläser abgefüllt.

Natürlich kann man die verschiedenen Kräuter auch miteinander mischen und eine leckere Kräuterteemischung vorbereiten. Vor allem Ringelblumenblüten sehen sehr nett aus.

selbst getrockneter Melissentee

selbst getrockneter Melissentee

Beim „Schlemmerbalkon“ ist eine Anleitung für einen Rosmarintee zu finden. Auch das ist eine sehr schöne und ausgesprochen minimalistische Möglichkeit, müllfreien Tee zuzubereiten.

Aufmerksam machen möchte ich unbedingt darauf, dass viele Pflanzen, die man für Tees verwendet, auch eine Wirkung haben. Daher sollte man sich unbedingt informieren, wie die Pflanze wirkt, bevor man damit einen Tee aufbrüht. Brennnesseln entwässern beispielsweise, Fenchelsamen helfen bei der Verdauung und Lindenblüten bei Fieber.

Mein Weg

Ich trinke gar keinen echten Tee, da ich einerseits kein Koffein zu mir nehme und andererseits auch die Produktionsbedingungen nicht unterstützen möchte. Wir haben so viele heimische Möglichkeiten für Tee, dass er auch nicht von so weit zu mir transportiert werden muss.

Außer Apfelschalentee trinke ich keinen Früchtetee, da ich diesen aufgrund meiner Fruktoseintoleranz nur sehr schlecht vertrage.

Apfelschalentee selbst gemacht

Kräutertees liebe ich sehr und setze sie teilweise auch sehr bewusst zu Heilzwecken ein. Die meisten Kräuter sind aus dem Garten gesammelt und getrocknet. Alternativ kaufe ich z.B. Fenchel, Kümmel und Anis für meinen Verdauungstee lose im Geschäft.

Rotbusch-Tee habe ich lange Zeit sehr geliebt, bin jedoch im Zuge meiner Müllreduktion etwas abgekommen davon, da ich diesen nur verpackt in Fair-Trade-Qualität kaufen kann. Derzeit verbrauche ich Restbestände, die ich geschenkt bekommen habe.

ganz ohne Plastik

ganz ohne Plastik

Das Teewasser bereite ich in einem Wasserkocher aus Edelstahl zu, der leider doch ein paar Plastikteile besitzt. Wenn er kaputt wird, kaufe ich jedoch keinen neuen mehr sondern werde auf einen Teekessel aus Edelstahl umsteigen, mit dem ich das Wasser am Herd erhitzen kann.


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Sauerkraut

Seitdem ich denken kann liebe ich Sauerkraut (Sauerkohl). Am liebsten esse ich es roh als Salat aber auch gekocht als Szegediner-Gulasch jedoch ohne Fleisch mag ich es sehr.

Allerdings bin ich sehr heikel, denn das Sauerkraut darf auf keinen Fall aus dem Plastikpackerl kommen. Abgesehen vom Plastikmüll finde ich, dass das wirklich nicht gut schmeckt.

Vor einigen Jahren habe ich entdeckt, dass man auch zu Hause im Kleinen Sauerkraut machen kann. Das hat mich natürlich gleich fasziniert, wie Du Dir denken kannst.

Heute möchte ich Dir daher eine ganz einfache Möglichkeit vorstellen, wie Du selbst Sauerkraut machen kannst. Damit entsteht dann wirklich fast kein Müll und es schmeckt unglaublich lecker!

selbst gemachtes Sauerkraut im Glas schmeckt super lecker

selbst gemachtes Sauerkraut im Glas schmeckt super lecker

wastecooking

Im Winter hat das Weißkraut (Weißkohl) saison, man bekommt es derzeit wirklich sehr günstig. Oft sind die Krautköpfe einfach riesig, für Singles gar nicht zu schaffen, aber auch für kleine Familien viel zu groß.

Mein Rezept ist daher hervorragend geeignet, um die 2. Hälfte vom Krautkopf zu konservieren und daraus Sauerkraut zu machen. Das ist dann auch wirklich nicht sehr aufwändig. Man schneidet einfach das ganze Kraut klein, die eine Hälfte verkocht man, die andere Hälfte wird zu Sauerkraut und hat dadurch keine Chance mehr zu verderben.

Basisrezept:

1 kg Weißkraut (Weißkohl)
12 gr Salz
optional: Kümmel, Wacholderbeeren, Lorbeerblatt etc.

Zubereitung:

Wenn nötig werden zuerst die äußeren Blätter vom Krautkopf entfernt. Je nach Größe vom Kopf wird dieser halbiert oder geviertelt, der Strunkt entfernt und danach gehobelt, mit dem Messer oder mit der Küchenmaschine klein geschnitten.

Die Dicke wählt man nach den persönlichen Vorlieben. Ich mag das Sauerkraut eher dünn.

zuerst wird das Kraut klein geschnitten

zuerst wird das Kraut klein geschnitten

Nun wird das geschnittene Kraut abgewogen, die nötige Menge an Salz berechnet und darüber gestreut. Jetzt kommt der handwerkliche Teil, mit den bloßen Händen knetest Du das Kraut gemeinsam mit dem Salz so lange gut durch, bis es weich wird und deutlich Wasser lässt. Wenn es die gewünschte Konsistenz hat, dann werden die restlichen Gewürze gut vermengt.

Das nunmehr weiche Kraut wird gemeinsam mit der ausgetretenen Flüssigkeit ganz fest in die sauber vorbereiteten Gläser eingefüllt. Ich habe dazu wie immer meinen Edelstahltrichter verwendet, aber man kann alles natürlich auch mit den Fingern in das Glas füllen.

das Kneten dauert nur ein paar Minuten

das Kneten dauert nur ein paar Minuten

Die Gläser werden mit etwas Frischhaltefolie abgeckt und danach mit dem Deckel zugeschraubt.

Warum ist die Frischhaltefolie nötig? Durch das Salz und die milchsaure Gärung würden die Deckel von den Gläser zerstört und die Plastikfolie verhindert das.

Ich habe noch eine Packung Frischhaltefolie zu Hause, die ich vor ca. 15 Jahren gekauft habe. So lange hält die schon bei mir, weil ich sie nur 1 x im Jahr brauche, nämlich genau für dieses Rezept. Wenn die Folie jemals leer wird, werde ich natürlich keine mehr kaufen und statt dessen Bügelgläser verwenden.

Ich empfehle die Gläser in eine Auflaufform oder einen großen Topf zu stellen, da es sein kann, dass etwas Flüssigkeit austritt wenn die Gärung einsetzt.

Für 3 – 6 Tage bleiben die Gläser bei ca. 18 – 20° stehen und kommen anschließend zur weiteren Reifung und Lagerung in den Keller. Nach 2-3 Wochen kann man das erste Glas öffnen und sich über das leckere Sauerkraut freuen.

Aufbewahrung der Gläser während des Gärprozesses

Aufbewahrung der Gläser während des Gärprozesses

es darf auch ein bisschen mehr sein

Kerstin hat voriges Jahr auf ihrem Blog „Moorblume“ gezeigt, wie sie gemeinsam mit ihrer Mutter Sauerkraut macht. Sie hat eine richtig professionelle Ausrüstung mit einer großen Schneidemaschine und mehreren Steinguttöpfen für die Aufbewahrung.

Haltbarkeit:

Das Sauerkraut ist zwar rund 1 Jahr haltbar, ich verbrauche aber immer alles bis spätestens März, weil ich mich dann schon auf das Frühlingsgemüse freue und Kraut nicht mehr so gerne esse.

PS: Wäre das nicht auch noch ein schnelles DIY-Weihnachtsgeschenk?

Sauerkraut im Glas Collage


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Im Index selbst.gemacht findest Du eine Übersicht über alle bisherigen DIY-Beiträge.

Alle ausführlichen von mir selbst geschriebenen Anleitungen sind auf der Übersichtsseite „Anleitungen – Tutorials“ zusammengefasst.

vegane Walnüsschen [Gastbeitrag auf „kids, cooks und composts“]

Adventkalender_kcc_2015Von Birgit und Daija wurde ich eingeladen, einen Beitrag für den Adventkalender auf dem gemeinsamen Blog kids, cooks & composts zu schreiben, was ich wirklich sehr gerne gemacht habe.

In diesem sehr besonderen Adventkalender teilen viele BloggerInnen ihre liebsten Weihnachtsrezepte, hinter jeder Türe versteckt sich ein anderes Lieblingsrezept.

Die Entscheidung ist mir wie so oft nicht leicht gefallen. Es gibt ja so viele Weihnachtskekse, die ich liebe! Ausschlaggebened war dann letztendlich mein Sohn, denn er bekommt jedes Jahr zu seinem Geburtstag ein großes Glas mit seinen Lieblingskeksen.

Walnusskekse verpackt

Rezept

250 gr Margerine
250 gr Zucker
1 Prise Salz
1/4 TL Natron
375 gr Mehl

zusätzlich: 2 EL Mehl, 2 EL Kakopulver und ca. 100 gr Walnüsse

Zubereitung

Auf meinem Blog im Schnelldurchlauf, denn die ausführliche Anleitung ist hinter der 11. Türe vom Adventkalender versteckt.

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Diesen sodann in zwei Hälften teilen und die eine Hälfte mit 2 EL Mehl, die andere Hälfte mit 2 EL Kakaopulver vermischen und noch einmal ganz gut durchkneten.

Aus jedem dieser beiden Teigstücke werden jeweils 80 kleine Kugeln gerollt und mit einem kleinen Stückchen Walnuss belegt.

Die Kekse werden ca 10 – 12 Minuten bei rd. 200° im Backrohr gebacken, mit Umluft braucht es nur rd. 170° und man kann 2 Bleche gleichzeitig ins Backrohr schieben.

Walnusskekse 2in1
Ich lade Dich hiermit sehr herzlich ein, hinter die 11. Adventkalendertüre zu schauen.

Geschenke aus der Küche

Überhaupt ist es eine sehr nette Möglichkeit, zu Weihnachten Kekse zu verschenken finde ich. Noch ist genug Zeit, um dafür alle Vorbereitungen zu treffen.

Im Vorjahr hat mein Sohn übrigens Vanillekipferl bekommen, das Rezept dafür ist natürlich auch auf meinem Blog zu finden.

Walnusskekse vegan


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Vanillekipferl

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Alle ausführlichen von mir selbst geschriebenen Anleitungen sind auf der Übersichtsseite „Anleitungen – Tutorials“ zusammengefasst.

alle meine Anleitungen & Rezepte

In dieser Woche habe ich alle Anleitungen, die ich selbst geschrieben habe, auf einer Fixseite zusammen gefasst.

Neben meinen bisherigen statischen Seiten (ganz oben in der rechten Seitenleiste) ist nun auch „Anleitungen – Tutorials“ zu finden.

Mit einem Klick auf das Bild kommst Du zur jeweiligen Anleitung.

Nähen


Buchsack für Bücher & E-Reader [Upcycling]

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Faltbinden (Stoffbinden) selbst genäht [Upcycling]

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Hülle für Kalender, Tablet & Co [Upcycling]

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Nussmilchbeutel für die Herstellung von Pflanzenmilch

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waschbare Toilettentücher [Upcycling]

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Strick- und Häkelanleitungen


DIY Trinkflasche mit Strickkleid

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gehäkelter Duschpuschel (Spülschwamm)

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gehäkelter Eierwärmer "Huhn"

gehäkelter Eierwärmer „Huhn“

DIY


Deo selbst gemacht [ohne Aluminium]

Deo selbst gemacht [ohne Aluminium]

Waschmittel selbst gemacht

Waschmittel selbst gemacht

Reparieren


ausgefranster Saum bei Jeans

ausgefranster Saum bei Jeans

eine neue Tasche für die Hose

eine neue Tasche für die Hose

laufende Maschen im Strickpulli

laufende Maschen im Strickpulli

Loch am Arm von Sweater

Loch am Arm von Sweater

Loch im Pulli stopfen

Loch im Pulli stopfen

Loch in der Jeanshose stopfen

Loch in der Jeanshose stopfen

mit wenig Aufwand die Armlänge anpassen

mit wenig Aufwand die Armlänge anpassen

Sandalen reparieren

Sandalen reparieren

Wäscheklammern reparieren

Wäscheklammern reparieren

zerrissene Jeanshose retten

zerrissene Jeanshose retten

Rezepte


Apfelsaft
Apfeltiramisu
Backpulver
Bärlauchpaste
Brotgewürz
Fruchtmus
Frühstücksgebäck
gebrannte Nüsse
Germstriezel (Hefezopf)
Gnocchi
grüne Tomatenmarmelade
Holunderblütensirup
Keimlinge und Sprossen
Joghurt
Kräutersalz
Kräutersirup
Kriachalsirup (Mirabellensirup)
Kuchen im Glas
Melissensirup
Osterbrot
Pizza
Polentaschnitten
Pudding
Rhabarbersirup
Rote Rüben (Rote Bete) Salat einkochen
Schokoaufstrich
Semmelbröseln
Suppengewürz
Tomaten einkochen
Valentinsherzen (Schokokuchen)
Vanillekipferl
Vanillezucker
Walnussmilch
Wastecooking-Sirup
Zucchinikuchen
Zwetschgen-Schoko-Marmelade

Pinterest


Ergänzend dazu habe ich für die Anleitungen eine Pinwand auf Pinterest erstellt.

Und natürlich sind auch meine Rezepte auf einer eigenen Pinwand zu finden.

3 Wochen ohne Zucker – Fazit Zuckerchallenge

In den ersten 3 Wochen im Oktober habe ich an der „sugar free challenge“ teilgenommen und auf Industriezucker verzichtet.

Über meine Motivation und mein Vorhaben habe ich hier geschrieben und heute möchte ich erzählen, wie es mir ergangen ist.

kein Zucker mehr für mich

kein Zucker mehr für mich

aller Anfang ist nicht immer schwer

Obwohl ich in den Tagen davor einige Ausrutscher gehabt habe, ist es mir gar nicht so schwer gefallen, den Zucker gänzlich weg zu lassen. Ich war sehr motiviert und vor allem neugierig, neue Wege zu gehen und Alternativen auszuprobieren.

Gesüßt habe ich mit der natürlichen Süße von Früchten. In meinen morgendlichen Porridge habe ich eine kleine zuerdrückte Banane gemengt. Um etwas Abwechslung zu haben, kann man auch ein paar Rosinen mitkochen.

Ich habe sogar Rezepte für gänzlich zuckerfreie Kuchen bzw. Muffins gefunden und gebacken. Hier das von mir selbst adaptierte Rezept, das ich sehr lecker finde.

zuckerfreie Muffins

zuckerfreie Muffins

Rezept

95 g Dinkelvollkornmehl
95 gr weißes Mehl
2 TL Backpulver
2 Eier
80 ml Öl
3-4 sehr reife Bananen
1 handvoll gehackte Trockenfrüchte/Rosinen gemischt (ohne Zucker)
etwas Trester von der Walnussmilch oder ein paar gehackte Nüsse

Alle trockenen Zutaten mischen, alle nassen Zutaten in einer anderen Schüssel mischen, danach die Flüssigkeiten zu den trockenen Zutaten schütten, alles rasch vermengen und in Muffinsformen ca. 25 Min backen.

das Verlangen nach Zucker reduziert sich

Mit der Zeit wurde das Verlangen nach Zucker deutlich weniger. Ich hatte nicht einmal mehr sehr viel Lust auf den süßen Geschmack von den Früchten, es hat sich mein Bedürfnis total verändert.

Das hat mich dann doch überrascht, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Mit der Zeit ging es mir immer besser, ich habe mich einfach nur noch wohl gefühlt in meiner Haut.

Vor allem ist mir aufgefallen, dass meine manchmal vorkommenden Unruhezustände total verschwunden sind. Zuerst habe ich das gar nicht in Verbindung mit dem Zucker gebracht, bis ich den Beweis durch einen ganz großen Ausrutscher hatte.

wieder aufstehen und Krönchen richten

Die Challenge war vorbei und mit den Erfahrungen der 3 Wochen dachte ich, mir kann nichts passieren, wenn ich ab und zu etwas Süßes esse.

Aber denkste, ganz falsch. Ich war plötzlich auf einem ganz komischen Trip und hatte mein Essverhalten nicht mehr unter Kontrolle. Kaum habe ich eine süße Kleinigkeit gegessen, schrie alles in meinem Körper nach mehr.

Und da waren sie wieder, diese seltsamen Unruhezustände, die ich in den drei Wochen davor gar nicht vermisst hatte.

Also habe ich alles, was mich in Versuchung führen könnte, in eine Tasche gepackt und in einen Fairteiler von Foodsharing gebracht. Seitdem lebe ich wieder ohne Industriezucker und bin sehr froh darüber.

nur noch natürliche Süße

Ich werde daher weiter damit fortsetzen, dass ich auf Industriezucker verzichte. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man etwas süßen Geschmack in sein Leben bringen kann, dazu braucht man keinen Industriezucker.

natürliche Zuckeralternativen

natürliche Zuckeralternativen

Mit Obst oder Trockenfrüchten kann man eigentlich überall ein bisschen Süße hinein bringen. In den 3 Wochen haben ich sehr viel experimentiert und herausgefunden, dass man Industriezucker sehr gut vermeiden bzw. reduzieren kann.

Hilfreich für mich ist, dass ich nichts nach Hause bringe, was mich in Versuchung führt. Dann kann ich ganz gut ohne Zucker leben.

Wenn ich eingeladen bin, werde ich mir (so wie gestern) aber trotzdem ab und zu ein kleines Stück Kuchen gönnen. Wichtig ist mir, den Zucker nicht mehr in meinen Alltag zu lassen.

gesunder süßer Snack für Zwischendurch

Ich nasche wirklich sehr gerne und liebe es vor allem, zum Abschluss vom Mittag- oder Abendessen noch einen kleinen süßen Happen zu essen.

Aus diesem Grund habe ich nach einer gesunden Alternative gesucht und bin auf die Idee der getrockneten Apfelspalten gekommen. Selbst gemacht aus regionalen Äpfeln sind sie eine gute Möglichkeit gesund zu naschen.

getrocknete Apfelspalten, eine selbst gemachte Nascherei

getrocknete Apfelspalten, eine selbst gemachte Nascherei

Rezept:

3-4 Äpfel gut waschen, vierteln, vom Kerngehäuse befreien und anschließend in dünne Scheiben schneiden. Apfelchips erhältst Du, wenn sie wirklich GANZ dünn geschnitten sind.

Ich habe ein wenig herum experimentiert und herausgefunden, dass ich mich nicht festlegen mag. Ich mache sie daher einmal dünner und das andere Mal dicker, damit habe ich gleichzeitig Abwechslung beim Geschmack.

Die Apfelscheiben werden mit Hilfe von einem Blatt Backpapier (ich habe verwende das selbe immer wieder) auf das Gitter gelegt. Nachdem mein Backrohr Heißluft hat, kann ich mehrere Lagen hinein schieben.

Dann werden die Apfelscheiben bei ca. 70° Heißluft für 2-3 Stunden getrocknet. Das Backrohr wird dabei mit Hilfe von einem Kochlöffel oder ähnlichem einen Spalt breit offen gelassen.

Anschließend die getrockneten Apfelstücke auskühlen lassen und in ein Glas füllen.

Fertig ist die gesunde Nascherei! Und ganz ohne Plastik sowie frei von Verpackungsmüll ist sie auch noch.

zuckerfreies Naschen ist möglich

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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – grüne Tomatenmarmelade

Langsam wird es richtig kalt draußen, es hat sogar schon das erste Mal gefroren. Die letzten Tomaten werden es wohl nicht mehr schaffen rot zu werden.

Trotzdem sind die grünen Tomaten wunderschön, viel zu schade zum Wegwerfen!

die Tomaten werden Ende Oktober nicht mehr reif

die Tomaten werden Ende Oktober nicht mehr reif

Wer kennt nicht den Film „grüne Tomaten“ (ich LIEBE ihn!!!), daher schwirrte es schon lange in meinem Kopf herum, endlich etwas aus den grünen Tomaten zu machen. Leider waren meine Tomaten sehr klein, daher kamen die im Film immer wieder zitierten „fried green tomatoes“ nicht in Frage.

Nach einigem Hadern und vielen Überlegungen habe ich mich für grüne Tomatenmarmelade entschieden.

Rezept:

1 kg grüne Tomaten
2-3 süße Äpfel
500 gr Gelierzucker 2:1
1 gute Prise Salz
frischer Ingwer oder Ingwerpulver

Zubereitung:

Die Tomaten werden geschält, ich habe das mit einem scharfen Messer wie bei Äpfeln gemacht. Grüne Tomaten sind sehr hart, da geht das ganz einfach. Auch die Äpfel schälen und alles in kleine Stücke schneiden.

Danach mit etwas Wasser in einem Topf aufkochen, ca. 5-10 Minuten unter Rühren kochen lassen und danach mit dem Pürierstab zerkleinern.

In die pürierte Masse werden die restlichen Gewürze und der Gelierzucker untergemengt und nach Packungsvorschrift (meist 3-5 Min.) sprudelnd kochen gelassen.

Die noch heiße Marmelade rasch in die sauber vorbereiteten Gläser abfüllen und sofort verschließen. Wie immer verwende ich zum Abfüllen meinen Edelstahltrichter, damit der Glasrand sauber bleibt.

gruene Tomaten

Verwendung:

Grüne Tomatenmarmelade ist recht würzig, daher verwendet man sie zu Gegrilltem, kurz gebratenem Fleisch und natürlich auch zu Getreide- oder Gemüselaibchen.

Es ist somit eine gute Alternative zu fertigem Ketchup, ein perfektes Wastecooking-Rezept, das keine Konservierungsstoffe enthält und verursacht keinen Plastikmüll.

Haltbarkeit:

Die grüne Tomatenmarmelade hält mindestens ein Jahr.


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