Sag dem Plastiksackerl den Kampf an #4

Plastikmüll hat keine Zukunft
Stoppen Sie unnötiges Wegwerf-Plastik

Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr weg­zu­denken. Oft ist es nützlich und lange im Einsatz. Wir verwenden aber auch Unmengen an „Wegwerf“-Plastik. Die Ver­schmutz­ung unserer Umwelt ist bereits dramatisch: Im Pazifik treibt eine Plastik-Müll­decke, die auf die 16-fache Größe Öster­reichs geschätzt wird.

StoppWegwerfplastik

Jedes Jahr sterben hundert­tausende Meeres­tiere – darunter Wale, Robben und Schildkröten –, weil sie den Plastik­müll mit Nahrung ver­wechseln. Aber auch Vögel und Tiere an Land ver­enden an den un­ver­daulichen Plastik­teilen. Winzige Plastik­teile könnten über die Nahrungs­kette auch in den mensch­lichen Körper gelangen.

Der Zeitpunkt ist ideal, um uns und unsere Meere zu schützen: Derzeit findet in der EU eine Debatte über die Reduktion von Plastikmüll statt. Wir fordern die EntscheidungsträgerInnen daher auf, dem Plastikwahnsinn endlich ein Ende zu bereiten.

Insbesondere fordert Greenpeace:

* Beschluss eines verbindlichen Plastiksackerl-Reduktionsziels von mind. 80 % auf EU-Ebene
* vollständiges Verbot von Mikroplastik in Kosmetika
* Maßnahmen zur Reduktion von Plastikverpackungen im Handel

Dies ist erst der Beginn eines langen Aufräumprozesses. Es braucht viele kleine Taten, um die Verschmutzung durch Wegwerf-Plastik einzudämmen.

Werden Sie mit uns aktiv – unterzeichnen Sie jetzt die Petition!

Hier kannst Du die Petition von Greenpeace unterzeichnen

Ende der Serie

Das ist der letzte Teil der Beitragsserie zur Unterstützung der Greenpeace Kampagne „Plastikmüll hat keine Zukunft“.
Hier geht es zum ersten Teil, zum zweiten Teil und zum dritten Teil „Sag dem Plastiksackerl den Kampf an“.
Der Text stammt von Greenpeace Österreich


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Sag dem Plastiksackerl den Kampf an #3

Momentane Situation

Ausmaß der Verschmutzung: Weltweit werden jährlich über 200 Millionen Tonnen Kunststoff produziert. Davon landen verschiedenen Schätzungen zufolge sechs bis 26 Millionen Tonnen im Meer. In der Nordsee wird der Plastikanteil am Meeresmüll auf 75 Prozent geschätzt.

Die Donau ist voll: Forscher haben in der Donau zwischen Wien und Bratislava mehr Plastikteile als Fischlarven gefunden. Der Fluss schwemmt täglich rund 4,2 Tonnen Kunststoff ins Schwarze Meer.

Mikroplastik: Ein zunehmendes Problem sind auch Kosmetikprodukte, Duschbäder und Zahncremes, die winzige Kunststoffkügelchen für eine bessere Reinigungswirkung enthalten. Sie können über das Abwasser in die Meere gelangen, da Kläranlagen diese Stoffe nicht rausfiltern können.

Nicht verrottender Abfall: Plastik hat eine sehr lange Abbauzeit und zersetzt sich immer weiter in immer kleinere Teilchen. Dabei werden Giftstoffe, z. B. Weichmacher, freigesetzt.

Plastik kann Fischen und Menschen gefährlich werden: Fische verwechseln die Partikel mit Nahrung wie Insektenlarven oder Fischeiern. Das kann bei den Tieren zu vorgetäuschtem Sättigungsgefühl, Verletzungen des Darms und letztlich auch zum Tod führen. Und wenn die Schadstoffe aus den Plastikteilen über den Fisch in die Nahrungskette gelangen, trifft das auch den Menschen.

StoppWegwerfplastik

Notwendige Schritte

Ein Vorbild werden: Es gibt nur wenige Länder, die ein so hoch entwickeltes Abfall- und Recyclingsystem haben wie z. B. Deutschland und Österreich. Daher muss es um eine Reduzierung des Plastikmülls an sich gehen, als Zeichen auch an andere Staaten, die weit weniger sorgsam mit Plastikmüll umgehen und wo er oft nicht umweltgerecht entsorgt wird.

Plastik reduzieren: Einige Länder haben bereits auf die zunehmende Bedrohung durch die immer größer werdenden Plastikberge reagiert und erste Schritte eingeleitet. So haben Frankreich und Italien die Einweg-Plastiktragetaschen gesetzlich verboten. In Irland hat eine Abgabe auf den Vertrieb von Plastiktüten (Abgabe je Plastiktüte 44 Cent) zu einem Rückgang von 328 Plastiktüten auf 18 Plastiktüten pro Einwohner im Jahr geführt. Doch dies sind nur Einzelmaßnahmen, denen ein größerer politischer Rahmen fehlt.

Eine globale Lösung finden: Um das Plastik-Problem global in den Griff zu bekommen, braucht es auch globale Lösungen. Die Vermüllung betrifft nicht nur einige Staaten oder Regionen, sondern alle unsere wesentlichen Gewässer und damit die wichtigste Ressource für den Menschen: unser Wasser.

Deshalb ist es wesentlich, dass die Europäische Union hier verbindliche Ziele zur Reduktion des Plastikmülls definiert und in die Tat umsetzt. Das Problem bei der Wurzel zu packen, heißt dort zu beginnen, wo die Sinnlosigkeit der Verwendung von Plastik am Größten ist: den Einweg-Plastiktragetaschen, die meist nur ein einziges Mal Verwendung finden, sowie den Mikroplastik-Partikeln in Produkten, die ebenso leicht zu ersetzen sind.

Weitere Schritte setzen: In weiterer Folge gilt es alle Einweg-Plastikprodukte zu verbannen, die unserer Umwelt nur schaden und uns kaum nutzen oder ersetzbar sind. Der Handel muss Alternativen zu Einweg-Plastik-Produkten bereitstellen. Wir brauchen strengere Vorschriften für ein umweltverträgliches Produkt- und Verpackungsdesign.

Aber nicht nur Tragetaschen und Verpackungen, auch die Produkte selbst müssen auf die Notwendigkeit von Kunststoffbestandteilen überprüft werden sowie auf ihre Recycelbarkeit. Giftige Plastikzusätze, die sich in der Nahrungskette anreichern können, müssen ganz verboten werden. Auch für die Wiederverwertung und das Recycling von Kunststoffprodukten muss es in Zukunft mehr Anreize und Reglementierungen geben. Wir können es uns nicht mehr leisten weitere Wegwerfprodukte zu produzieren, die anschließend uns und unsere Meere gefährden. Das Meer ist bereits voll.

Zeit zu handeln

Der Zeitpunkt ist ideal, um uns und unsere Meere zu schützen: Derzeit findet in der EU eine Debatte über die Reduktion von Plastikmüll statt. Greenpeace fordern die EntscheidungsträgerInnen daher auf, dem Plastikwahnsinn endlich ein Ende zu bereiten.

Insbesondere fordert Greenpease:

-> Beschluss eines verbindlichen Plastiksackerl-Reduktionsziels von zumindest 80 % auf EU-Ebene
-> vollständiges Verbot von Mikroplastik in Kosmetika
-> Maßnahmen zur Reduktion von Plastikverpackungen im Handel

Dies ist erst der Beginn eines langen Aufräum-Prozesses. Aber es braucht viele kleine Taten, um den Plastikwahn einzudämmen.

Giftfreie Zukunft

Wenn wir so weitermachen wie bisher wird es in Zukunft kein sauberes Wasser und keinen plastikfreien Fisch mehr geben. Die konstante Reduktion von nicht verrottendem Abfall sollte deshalb auf unserer Agenda ganz oben stehen. Die Meere sind bereits voll und auch wir laufen Gefahr, uns an dem von uns produzierten Müll zu vergiften. Das Ziel sollte eine saubere Umwelt, frei von Giften, sein. Unsere Kinder sollen saubere Luft atmen, gesunde Lebensmittel essen und giftfreies Wasser trinken können. Machen Sie daher den ersten Schritt in Richtung giftfreie Zukunft und unterschreiben Sie die Petition.

Fortsetzung folgt

Das ist der dritte Teil der Beitragsserie zur Unterstützung der Greenpeace Kampagne „Plastikmüll hat keine Zukunft“.
Hier geht es zum ersten Teil und zum zweiten Teil „Sag dem Plastiksackerl den Kampf an“.
Der Text stammt von Greenpeace Österreich

Linktipp:

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Sag dem Plastiksackerl den Kampf an #2

Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch brauchen wir wirklich diese Mengen? Sehen Sie sich in Ihrem Umfeld um: Wo begegnet Ihnen unnötiges Plastik und wodurch könnten wir es ersetzen? Nicht immer gibt es bereits die passende Alter­nativen. Doch es gibt sie öfter als man denkt. Nachfolgend finden Sie einige einfache Tipps, wie Sie unsere Umwelt vor noch mehr Plastik­müll bewahren können. Machen Sie mit – es lohnt sich!

Wiederverwendung

* Die einfachste und effektivste Lösung ist die Wieder­verwendung von Plastik­taschen: Benützen Sie Ihr Einkaufs­sackerl mindestens 5-mal, anstatt es sofort weg­zu­schmeißen. Damit ver­ringern Sie Ihren Plastik­sackerl­müll bereits um 80%!
* Vorsicht: Bio-Plastik ist leider keine ökologische Alter­native.
* Nach mehr­maligem Einkauf eignet sich das Einkaufs­sackerl ideal als Müllsack.
* Trennen Sie Ihren Müll. Damit erleichtern Sie beispielsweise die Wieder­verwertung von Plastik­flaschen im großen Stil.

StoppWegwerfplastik

Reduktion

Die Politik ist gefordert, hier sinnvolle Rahmen­bedingungen zu setzen, etwa durch den Beschluss eines verbindlichen Plastiksackerl-Reduktions­ziels von zumindest 80 Prozent binnen vier Jahren auf EU-Ebene. Auch umfassende Maß­nahmen zur Reduktion von Plastik­verpackungen im Handel sind notwendig. Doch auch jede/r Einzelne von uns kann sinnvolle Maß­nahmen setzen:

im privaten Alltag:

* Viele Menschen haben in ihren Taschen/Rucksäcken stets 1-2 gefaltete Stoff­taschen für Einkäufe dabei, machen Sie mit! Einmal daran gewöhnt, bleiben so in den Geschäften unnötige Plastiksackerl liegen.
* Nehmen Sie das eigene Sackerl bereits heraus, bevor VerkäuferInnen mit dem Einpacken in eigene Plastiksackerl beginnen.
* Wie konsumieren Ihre Kinder Getränke in der Schule? Wir empfehlen die Mitgabe von Mehrweg­flaschen. Diese sind wieder­befüllbar und sparen Ihnen langfristig auch Geld.
* Fordern Sie Ihren Supermarkt auf, die Herausgabe von unnötigen Plastik­utensilien (z.B. Einweg-Handschuhe für das Brotfach oder Gratis-Plastiksackerl an jeder Ecke) einzustellen.
* In Deutschland teilweise schon Alltag: Lassen Sie bei Ihrem nächsten Einkauf überflüssiges Verpackungs­material direkt im Supermarkt zurück.

im beruflichen Alltag:

Beobachten Sie den Umgang mit Plastik an Ihrem Arbeit­splatz – wo wird Plastik zu verschwen­derisch eingesetzt? Verwendet ihr Büro z.B. Plastiksäcke für jeden Mistkübel, selbst bei den Schreib­tischen, noch dazu wenn sie täglich ausgeleert werden? Gibt es bei Kaffee­maschine und Wasserspender Plastik­becher, obwohl jeder seine eigene Kaffeetasse verwenden könnte? Wird der Müll richtig getrennt?

* Sprechen Sie das Thema an! Oft stecken keine strategischen Über­legungen hinter diesen Maßnahmen. Sensibi­lisieren Sie Ihre Mitmenschen und überlegen Sie sich gemeinsam die passende Lösung für Ihren Betrieb.
* Sind die Marketing­artikel Ihrer Firma in Plastik einge­schweißt? Schlagen Sie bei der Marketing­leitung den Umstieg auf Alternativen vor. Ein ökologischerer Umgang mit Plastik kann positive Aus­wirkungen auf das Image Ihrer Marke haben.

Vermeidung

Auch hier ist die Politik gefordert, sinnvolle Rahmenbedingungen zu setzen: Es benötigt einen schnellen Ausstiegsplan von Mikroplastik in Kosmetika sowie ein Aus für das Gratis-Plastiksackerl in Österreich. Jeder Einzelne von uns kann ebenso wertvolle Maßnahmen treffen:

im privaten Alltag

* In manchen Kosmetikartikeln verstecken sich kleine Plastikteilchen, Mikroplastik genannt. Diese haben keinen Nutzen, der nicht auch mit anderen Zugaben erreicht werden könnte (z. B. Peelingperlen). Meiden Sie diese Produkte. Unser Mikroplastik-Ratgeber verrät Ihnen, um welche Produkte es sich handelt.
* Eine wirkungsvolle Möglichkeit der Müllvermeidung ist auch der Kauf von Mehrweg(pfand)flaschen anstelle von Wegwerf(plastik)flaschen.
* Haben Sie schon einmal versucht auf Frisch­halte­folie zu verzichten und statt­dessen Tupper­ware oder Schraub­gläser zur Auf­bewahrung zu verwenden?
* Veranstalten Sie Ihre nächste Feier ohne Wegwerfgeschirr aus Plastik.

in der Industrie

* Investieren Sie in die Zukunft: Forschen Sie nach ökologischen Alternativen.

für Dienstleister

* Fördern und begrüßen Sie die private Mitnahme von Mehrwegtaschen und –behältern.
* Sensibilisieren und motivieren Sie Ihre KundInnen durch positive Kommunikation für den Gebrauch von Mehrwegtaschen.
* Bieten Sie keine Gratis-Sackerl mehr an.
* Klären Sie KonsumentInnen über das Bioplastik-Märchen auf.
* Verwenden Sie Wachspapier in der Feinkost.
* Ermöglichen Sie Ihren KundInnen einen plastikfreien Einkauf. Lunzers Maß-Greißlerei macht es vor.
* Helfen Sie mit, ökologische Alternativen zu finden – Ihre KundInnen werden es Ihnen danken!

Beseitigung

Wir alle ärgern uns über unachtsam liegengelassenen Müll in Parks, Wäldern und auch in der Stadt. Seien Sie ein Vorbild: Heben Sie den störenden Müll auf und schmeißen Sie in die nächste Mülltonne. Wir alle können etwas zu einer sauberen Umgebung beitragen.

Starten Sie Ihr eigenes Projekt! Sie müssen ja nicht gleich die Meere säubern. Sie können auch mit einem kleineren Projekt Bewusstsein für das Problem schaffen. Motivieren Sie Ihre KollegInnen und FreundInnen einen Selbstversuch zu starten und eine Woche Plastiksackerl-frei einzukaufen. Oder vielleicht säubern Sie gemeinsam Ihren anliegenden Park? Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf – zusammen können wir mehr bewegen!

Fortsetzung folgt

Das ist der zweite Teil der Beitragsserie zur Unterstützung der Greenpeace Kampagne „Plastikmüll hat keine Zukunft“.
Hier geht es zum ersten Teil „Sag dem Plastiksackerl den Kampf an“.
Der Text stammt von Greenpeace Österreich

Linktipp:

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