gelesen im Sommer – Buchtipp #12

Energiequelle AyurvedaEnergiequelle Ayurveda
Indisches Heilwissen bei
Erschöpfung, Stress und Burnout

von Balvinder Sidhu
Verlag Mankau

Die Autorin wurde im Norden Indiens geboren und ist mit der ayurvedischen Heiltradition aufgewachsen. Dass sie sehr intensiv mit der jahrtausendealten Heilkunst verwurzelt ist, kann man bei allem, was sie schreibt, sehr deutlich spüren.

Gegliedert ist das Buch in 10 Stufen, die aufeinander aufbauen. Es beginnt mit allgemeinen Gedanken zur Haltung im Leben, erklärt die Prinzipien des Ayurveda, ein Test zeigt die Verteilung der Lebensenergien, auch eine Bestandsaufnahme zum Schaffen von Bewusstsein darf nicht fehlen. Weiter geht es mit der gesunden Ernährung, die im Ayurveda je nach Typ etwas anderes bedeutet und dann wird auch noch auf die Reinigung des Körpers Wert gelegt.

Wenn die Basis abgehakt ist, geht es mit der Reinigung der Seele und Achtsamkeit im Alltag weiter, was direkt zu den individuellen Energieprogrammen führt und in der Essenz des Ayurveda „Nimm Dir Zeit für das Wesentliche“ mündet.

Unser Körper ist ein kostbares Geschenk, wir sollten ihn sorgsam pflegen. Denn er ist der Ort unseres Erwachens und unserer Erleuchtung.
(Zitat Jataka)

Rezepte und eine einfach Yoga-Übung ergänzen das Buch, welches ausgesprochen liebevoll gestaltet ist.

die Zeichnungen gefallen mir wirklich sehr gut

die Zeichnungen gefallen mir wirklich sehr gut

Meine Gedanken zu dem Buch:

Es handelt sich um ein kleines aber feines Einsteigerbuch in das indische Heilwissen Ayurveda. Das Buch verschafft einen guten Überblick und gibt sehr anregende Impulse. Um mehr in die Tiefe zu gehen ist es jedoch mit rund 150 Seiten zu kurz.

Im Zusammenhang mit Erschöpfung, Stress und Burnout wird wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist achtsam zu leben und den eigenen Bedürfnissen genug Raum zur Entfaltung zu lassen.


Healing CodeDer Healing Code
Die 6-Minuten-Heilmethode
von Alex Loyd und Ben Johnson
Verlag rowohlt

Dieses Buch habe ich von einer ganz lieben Freundin geschenkt bekommen und dann auch in meinen Urlaub nach Griechenland im Rucksack mitgenommen. Dementsprechend ist es bereits etwas zerlesen am Bild, weil ich vorher kein Foto gemacht habe.

Die Frau von Alex Loyd hat jahrelang unter schweren Depressionen gelitten und nichts konnte ihr helfen. Auf der Suche nach Heilung hat Alex Loyd auf einem Flug in einer Eingebung die Healing Codes entdeckt. Seine Frau wurde geheilt und auch der Co-Autor, Ben Johnson, der an einer unheilbaren Krankheit litt, konnte damit geheilt werden.

In dem Buch wird sowohl ausführlich der Hintergrund erzählt, als auch Beispiele von wundersamen Heilungen geschildert.

Vereinfacht ausgedrückt führt man zweimal am Tag eine Folge von Handpositionen aus und setzt damit einen Selbstheilungsimpuls im Körper.

Die Heilung basiert auf der Annahme, dass unser Körper durch Gott gemacht einzigartig und vollständig sowie mit einem universellen Selbstheilungssystem ausgestattet ist. Krankheit wird durch eine Fehlfunktion des Selbstheilungssystems verursacht, dessen Grund wiederum in seelischem oder körperlichem Stress gesehen wird.

Alte Verletzungen, die uns teilweise gar nicht mehr bewusst sind, können zu dauerhaftem Stress führen und krank machen. Durch die Healing-Codes können solche Fehlprogrammierungen behoben werden.

Die durch den Healing-Code gesetzten Selbstheilungsimpulse reduzieren dieses zelluläre Stresslevel, wodurch das Immunsystem wieder korrekt arbeiten kann.

Ergänzt wird das Buch durch eine Übung, die „Instant Impact“ genannt wird, eine 10-Sekunden-Lösung gegen den Alltagsstress.

Meine Gedanken zu dem Buch:

Es ist nicht einfach meine Gedanken auf den Punkt zu bringen, weil ich durch die Art zu schreiben von Alex Loyd etwas voreingenommen bin. Das ganze Buch hat etwas von einer Verkaufsveranstaltung, er macht in typisch amerikanischem Stil ständig Werbung für den genialen Healing Code, warum er so toll ist und was er denn alles bewirkt. Da stellen sich bei mir alle Haare auf. Wenn etwas wirklich so genial ist, dann braucht es keine übertriebene Werbung für sich selbst.

Der Theorie dahinter kann ich jedoch sehr viel abgewinnen, nämlich dass Stress die Hauptursache für (fast) alle körperlichen Probleme ist. Unser Immunsystem arbeitet einfach genial großartig, die Selbstheilungskräfte des Körpers sind unglaublich. Dass Stress dem entgegen wirkt ist logisch, in der Stresssituation („Kampf oder Flucht“) ist der Körper auf Überleben ausgerichtet, alle unnötigen Funktionen (bis zur Ausscheidung hin) werden ausgeschaltet. Auch das Immunsystem arbeitet unter Stress nicht mehr so effektiv und damit wird Krankheiten Tür und Tor geöffnet.

Dass ich durch Arbeit an meinem Stresslevel mein Immunsystem stärken kann ist daher verständlich und das machen diese Übungen sicher. Ob es nun wirklich die einzige Möglichkeit ist auch unheilbare Erkrankungen zu heilen vermag ich nicht zu beurteilen.

Eine zeitlang habe ich die Übungen regelmäßig durchgeführt und es hat mir schon sehr gut getan. Mit der komischen Wortfolge, mit der man startet, bin ich jedoch nicht zurecht gekommen. Das war auch der Grund, warum ich damit wieder aufgehört habe. Ich denke, ich werde diese Worte für mich passend adaptieren und dann dem ganzen noch eine Chance geben.

Was mir total gut gefallen hat ist diese Instant-Übung, das habe ich in meinen Alltag übernommen und wende sie recht häufig an.


Harold FryDie unwahrscheinliche Pilgerreise
des Harold Fry

von Rachel Joyce
Verlag Fischer

Seit ganz langer Zeit übt das Weitwandern eine große Faszination auf mich aus. Als ich auf einem Blog über dieses Buch gestolpert bin, habe ich gewusst, dass ich es unbedingt lesen muss und habe es irgendwann im Frühjahr gebraucht organisiert.

Eine ausführliche Beschreibung erspare ich mir in dem Fall, denn vor kurzem wurde von Tante Anni eine ausgesprochen schöne und ausführliche Rezension vom Buch veröffentlicht.

Meine Gedanken zu dem Buch:

Das Buch habe ich bereits im Juni gelesen, es war das erste Mal seit langer Zeit wieder einmal ein Roman und ich habe ihn verschlungen! Fast 400 Seiten habe ich in einem Rutsch in einer halben Woche durch gehabt.

Durch den verschachtelten Schreibstil ist das Buch unglaublich spannend. Ich bin total in die Stimmung hinein gekippt, wie Harold sein Leben auf seiner Reise noch einmal vor seinen Augen vorbei ziehen lässt.

Meinen Wunsch endlich einmal eine richtige Weitwanderung zu machen hat das Buch auf jeden Fall verstärkt.

Der nächste Sommer kommt bestimmt!


Gelesen am E-Reader

Der Bann war gebrochen und in der Hängematte liegend habe ich noch zwei weitere Romane gelesen, die mir sehr gut gefallen haben. Ich habe sie zufällig über eine Werbeaktion gratis bekommen. Auf der Suche nach einem E-Book für meine Reise nach Griechenland habe ich spontan „Griechenland“ in die Suchmaschine eingegeben und dadurch das Buch entdeckt.


ein griechischer SommerEin griechischer Sommer
von Elisabeht Freundlinger

Nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Mannes nimmt sich Agnes eine Auszeit und besucht ihre alte Schulfreundin, die mit ihrer Familie in Griechenland lebt. Das Buch beschreibt jedoch nicht nur den Weg von Agnes zu ihr selbst sondern es wird auch das Leben der anderen agierenden plötzlich in Frage gestellt.

Sehr spannend fand ich den Schreibstil, da jedes Kapitel aus der Sicht einer anderen Person geschrieben wurde.


wie eine Kuch mit SonnenschirmWie eine Kuh mit Sonnenschirm
von Elisabeht Freundlinger

Anni ist seit 25 Jahren verheiratet und hat sich in der Ehe beinahe selbst verloren. Auf der Reise anlässlich der Erneuerung des Eheversprechens verstirbt ihr Vater und sie wird dadurch angeregt, ihr eigenes Leben zu hinterfragen.

Das erste Mal stellt sie sich gegen ihren Mann und möchte den Garten samt kleinem Haus behalten statt zu verkaufen. Ihren eigenen Weg zu gehen setzt eine Reihe unvorhergesehener Ereignisse in Gang, die ihre kleine Welt plötzlich auf den Kopf stellen.

Auch dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich habe inzwischen noch drei weitere Bücher von Elisabeth Freundlinger in der Warteschleife und freue mich schon darauf, diese zu lesen.


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Übersicht über alle Buchtipps

Bilder aller Buchtipps sind auf meiner Pinterest-Pinwand zu finden.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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8 Kommentare zu “gelesen im Sommer – Buchtipp #12

  1. Liebe Maria! Ich stimme dir zu 100 Prozent zu: „Meinen Wunsch endlich einmal eine richtige Weitwanderung zu machen hat das Buch auf jeden Fall verstärkt.“ DAS ist auch etwas, das ich gerne mal machen würde. Die Zeit kommt…, bis dahin erfreue ich mich auch an den kurzen Ausflügen, eben gerade so, wie wir es in unsere kleine Welt einbauen können. Alles gut, wie es ist. ♥ Ganz herzliche Grüße und eine große Portion Sonnenschein sende ich dir _Anni

  2. Weitwanderungen reizen mich auch, sonst würde ich nicht so gerne Bücher darüber lesen. Allerdings weiß ich auch, dass es nichts für mich wäre, denn bis 12 km ist mir das Wandern sehr angenehm, darüber hinaus finde ich es zu anstrengend. ‚Die Pilgerreise …‘ und den ‚Griechischen Sommer‘ habe ich auch gelesen und fand sie beide ganz gut. E. Freundlinger werde ich mir mal merken und auf meine Liste setzen.
    Liebe Grüße aus dem regnerischen Köln, Ingrid

    • Hallo Ingrid!

      Weitwanderungen bedeutet nicht zwingend, dass man täglich sehr weit gehen muss. Es ist vielmehr so, dass man lange Zeit unterwegs ist und keinen „Heimatort“ hat sondern von einem Ort ausgehend eine weite Reise zu einem anderen Ort hat und jeden Tag wo anders schläft.

      Also Deine 12 km pro Tag würden leicht reichen. Es gibt z.B. den Meraner Höhenweg, den ich immer schon gerne mal gehen würde. Da wäre man dann so 1-2 Wochen unterwegs einmal rundherum.

      Wandern soll in erster Linie Freude machen, wenn es genug ist, dann wandert man halt am nächsten Tag weiter. Genau das ist das Schöne daran, ich muss ja nicht mehr zurück gehen!

      lg
      Maria

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