verpackungsfrei einkaufen in Graz

Es wird an der Zeit, endlich wieder einmal meine Zusammenstellung der Möglichkeiten, verpackungsfrei in Graz einzukaufen zu überarbeiten.

verpackungsfrei einkaufen in Graz

Seitdem ich meine erste Aufstellung veröffentlicht habe, sind fast 2 Jahre vergangen. Was hat sich inzwischen getan? Gibt es nun mehr Einkaufsmöglichkeiten?

Um die Frage gleich vorweg zu beantworten – JA! Es hat sich ganz schön viel getan und ich finde das großartig!

vieles unter einem Dach (alphabetisch geordnet)

* Ayurveda Naturladen, Girardigasse 4, 8010 Graz

* Bauernladen Puntigam, Puntigamerstr. 88-90, 8041 Graz
MO, DI, MI: 7.30 Uhr – 14.00 Uhr, DO, FR 7.30 Uhr – 18.00 Uhr

* Biofeld, Elisabethstraße 84-88, 8010 Graz
* Biofeld, Wienerstraße 234, 8051 Graz
Gemüse und Obst gibt es offen, Milchprodukte teilweise in Pfandglas

* Biohofladen Grottenhof, Krottendorferstr. 110, 8052 Graz
DI+DO 14.30 Uhr – 17.00 Uhr
Gemüse u. Obst gibt es offen, Milchprodukte teilweise in Pfandglas
Käse und Wurst werden in mitgebrachte Behälter gefüllt

* Bioladen Matzer, Sparbersbachgasse, 8010 Graz

* Bio Shop Graz, Straßgangerstr. 125, 8052 Graz

* Das Gramm, Neutorgasse 7, 8010 Graz
erster Unverpacktladen in Graz

* Denn’s Biomark, Joanneumring 10, 8010 Graz
* Denn’s Biomarkt, Plüddemanngasse 107a, 8042 Graz
Gemüse u. Obst gibt es offen, Milchprodukte teilweise in Pfandglas
Käse und Wurst werden in mitgebrachte Behälter gefüllt

* Die Knospe, St. Peter-Hauptstraße 36/38, 8042 Graz

* Farmers Ernte, Sparbersbachg. 71, 8010 Graz

* Kornwaage, Theodor-Körner-Straße 47, 8010 Graz

* Naturkost Margreth, Kastellfeldgasse 27, 8010 Graz
Edit: Heißt nun Mondi’s Bioladen.
Sobald ich mehr Infos habe, werde ich den Eintrag ergänzen.

* Reformhaus Brantner, Gleisdorfergasse 10, 8010 Graz

* Reformhaus Wurzelsepp, Hauptplatz 5, 8010 Graz

Auch in den verschiedenen türkischen Läden kann man vieles unverpackt einkaufen.

im Gramm findet man alles unverpackt

im Gramm findet man alles unverpackt

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse kann man fast überall ohne Verpackung einkaufen, sogar in Supermärkten. Auch in den verschiedenen Bioläden bekommt man verpackungsfreies Obst und Gemüse in Bioqualität.

Am besten bringt man zum Einkauf ein Stoffsackerl mit. Ich habe mir aus einem alten Vorhangstoff dünne durchscheinende Gemüsesackerl genäht. Alternativ kann man einfache Baumwolltaschen verwenden.

verpackungsfreier Einkauf von Gemüse

verpackungsfreier Einkauf von Gemüse

Mein bevorzugtes Einkaufsgebiet für Obst und Gemüse sind jedoch die zahlreichen Bauernmärkte in und um Graz. Eine Übersicht wann und wo ein Bauernmarkt stattfindet findest Du in dieser Aufstellung.

Bauernmärkte haben zusätzlich den Vorteil, dass das Obst und Gemüse wirklich regional und saisonal ist und auch im Hintergrund kein bis kaum Verpackungsmüll anfällt, was im Supermarkt leider oft nicht der Fall ist (Obst und Gemüse wird in Kartonsteigen geliefert und angeboten, teilweise lose auf Plastiktassen verpackt…). Im Supermarkt fällt auch meist ein ausgedrucktes Preispickerl an, das man auf jeden Fall nehmen muss.

Ergänzende Informationen, insbesondere auch über die Grüne Kiste, sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 4. zu finden.

Food-Coops, SoLaWis und GeLaWis in und um Graz

Food-Coops und SoLaWis sind auch eine gute Möglichkeit, um Verpackungsmaterial zu sparen. Außerdem unterstützt man damit die regionale Landwirtschaft und das finde ich auch sehr gut.

* Gelawi Biofuchs, Jaklhof 1, 8010 Graz
* Foodcoop Krautkoopf, Wastlergasse 2, 8010 Graz
* Gelawi Kleine Farm, Flamberg 32, 8505 St. Nikolai im Sausal
* Hofkollektiv Wieserhoisl, Warnblickweg 32, 8530 Deutschlandsberg:
* SoLaKo – solidarische Landwirtschaftskooperative
* Biohof Zehrfuchs, Kroisbach 108, 8241 Dechantskirchen

Brot

Das ist neben Obst und Gemüse die leichteste Aufgabe, es gibt in Graz ganz viele gute Bäckereien, die das Brot selbst backen und auch offen anbieten. Bitte immer eine Stofftasche mitbringen, um das Brot ohne Verpackung nach Hause tragen zu können.

Broteinkauf beim Bäcker

Broteinkauf beim Bäcker

Ergänzende Informationen und Tipps zur Aufbewahrung sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 7. zu finden.

Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse

Das Gramm, Bioäden Kornwaage, Matzer, Farmers Ernte sowie Reformhaus Brantner. Auch manche kleinen Türkenläden sind dafür ein Tipp.

Für diesen Einkauf habe ich alte Mehl- und Zuckersäcke aus Papier aufgehoben oder verwende jene Gläser, die danach gleich als Vorratsglas dienen.

bereit für den verpackungsfreien Einkauf

bereit für den verpackungsfreien Einkauf

Nudeln

Unverpackte (getrocknete) Nudeln habe ich bis jetzt nur im Gramm entdeckt. Ein Geheimtipp ist das Il Pastaio in der Schlögelgasse 3, wo man frische Pasta (auch gefüllt) sowie italienische Spezialitäten im eigenen Behälter mitnehmen kann.

Nudeln sind jedoch auch sehr einfach selbst zu machen. Eine Anleitung dafür ist in meinem Beitrag selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Nudelteig zu finden.

man braucht nicht unbedingt eine Nudelmaschine

man braucht nicht unbedingt eine Nudelmaschine

Gewürze, Trockenfrüchte und Tees

Das Gramm, Bioladen Kornwaage, Reformhaus Wurzelsepp, Reformhaus Brantner, Orientalische Gewürze in der Reitschulgasse 18. Das Teehaus Heissenberger am Hauptplatz von Graz füllt den Tee in mitgebrachte Behälter ab.

Auch in der Apotheke kann man losen Tee, speziell verschiedene Heiltees, kaufen.

Mehr Informationen zum Tee sind in meinem Beitrag „Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.“ zu finden.

(Soja-)Milch

(Soja-)milch in Pfandflaschen gibt es mittlerweile bei fast allen Bioläden zu kaufen.

Ich bevorzuge die Frischmilchautomaten, welche alle 24/7 geöffnet sind.

* Plabutscherstr. 115, 8051 Graz-Gösting (Oberhalb der BULME)
* Lagerhaus Gratwein, Bahnhofstraße 38, 8112 Gratwein-Straßengel
* Oberhalb vom Bioladen Grottenhof, Krottendorferstraße, 8052 Graz
* Radegunderstr. 35, 8045 Graz-Andritz
* Biogesundheitshof Aschacher, Hochfeldweg 23, 8047 Graz-Ragnitz
* Andersengasse 1, 8041 Graz-Liebenau
* Hönigtal, Riesstraße, bei Rothtankstelle links hinein
* Stiftingtal, Haltestelle Posthof
* Grambach, Familie Riedl
* Aichstern, Rohrbach 80, 8151 Rohrbach-Steinberg

Abfüllen kann man die Milch in alte Tomatenflaschen oder auch in alte Weinflaschen.

Einkauf und Aufbewahrung von Milch

Einkauf und Aufbewahrung von Milch

Ergänzende Informationen sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 6. zu finden.

Eier

Eier kann man auf Bauernmärkten, in Bioläden aber auch z.B. beim Lagerhaus in Gratwein lose kaufen. Am besten einen alten Eierbecher mitbringen und diesen immer wieder verwenden.

Käse, Frischkäse, Topfen

Das Gramm, Bioladen Grottenhof, Kasalm am Kaiser Josef Platz, Bioladen Kornwaage. Schafkäse bekommt man auch in den kleine Türkenläden z.B. Akdag Ecke Josefigasse offen zu kaufen.

Den Käse kann man übrigens gleich in den mitgebrachten Dosen oder unter einer Käseglocke aufbewahren.

verpackungsfreier Einkauf und Aufbewahrung von Käse

verpackungsfreier Einkauf und Aufbewahrung von Käse

Ergänzende Informationen und Tipps zur Aufbewahrung sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 5. zu finden.

Joghurt und Sauerrahm

Man bekommt Joghurt und Sauerrahm in Pfandgläsern im Gramm, in der Kornwaage, Bioladen Grottenhof, in den verschiedenen Bioläden aber z.B. auch im Lagerhaus. Auch am Biobauernmarkt vor der LFS Alt-Grottenhof kann man Joghurt und Sauerram in Gläsern kaufen. Sandras gsund’s Platzl in Gratwein-Straßengel ist auch eine gute Möglichkeit. Neben Obst und Gemüse gibt es auch Milchprodukte in Pfandgläsern.

Joghurt selber zu machen ist aber auch keine Hexerei, eine Anleitung findest Du auf meinem Blog.

selbst gemachtes Fruchtjoghurt

selbst gemachtes Fruchtjoghurt

Wurst, Schinken und Fleisch

Leider wird man in den üblichen Supermärkten mit der mitgebrachten Dose selten Erfolg haben. Ich bevorzuge daher kleine Fleischhauer, wie beispielsweise die Fleischerei Feiertag am Lendplatz oder die Fleischerei Herzog in Gratkorn, die wesentlich lieber dem Kunden entgegen kommen.

Im Bioladen Grottenhof gibt es Schinken und Rohschinken und auf den Bauernmärkten werden harte Würstel und Speck angeboten.

Beim Draxler am Jakominplatz bekommt man Huhn und Hühnerteile unverpackt zu kaufen. Zuletzt habe ich Hühnerfleisch auch in einem kleinen Türkenladen am Fröbelpark offen gefunden.

Einkauf von Fleisch und Schinken in Edelstahldosen

Einkauf von Fleisch und Schinken in Edelstahldosen

Ergänzende Informationen und Tipps zur Aufbewahrung sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 5. zu finden.

Essig, Öl, Säfte

Essig und Öl findet man bei „Vom Fass“ am Glockenspielplatz aus deren eigener Manufaktur.

Manche Bauern nehmen die Kernölflaschen auch gerne wieder zurück um sie wieder zu verwenden.

Am Bauernmarkt bekommt man vor allem Apfelsaft auch oft in Pfandflaschen zu kaufen.

Säfte kann man sehr einfach selber machen, verschiedene Anleitungen sind auf meinem Blog zu finden.

Mittlerweile mache ich auch meinen Essig mit Hilfe von einem Kombuchapilz selbst.

selbst gemachter Essig mit Kombuchapilz

selbst gemachter Essig mit Kombuchapilz

Oliven

Das Gramm, Kornwaage, Türkenläden

Putz- und Waschmittel

Im Bioladen Kornwaage, Matzer, die Knospe und bei Farmers Ernte kann man Putzmittel in selbst mitgebrachte Gefäße abfüllen lassen.
Biologisch abbaubare Putz- u. Waschmittel findet man bei der Firma Pach, Webergasse 19 in 8124 Übelbach.

Auf meinem Blog ist eine Anleitung für selbst gemachtes Waschmittel zu finden. Seit einigen Monaten wasche ich meine Wäsche jedoch mit Kastanienwaschmittel.

selbst gemachtes Kastanienwaschmittel

selbst gemachtes Kastanienwaschmittel

Speziell in der Küche und im Bad putze ich gerne mit Essig oder Zitronenschalen.

Ergänzende Informationen sind in meinem Beitrag Müll reduzieren im Haushalt Teil 3. und Müll reduzieren im Haushalt Teil 4. zu finden.

Hygiene- und Kosmetikprodukte

Seife bekommt man sogar in manchen Drogeriemärkten, aber natürlich auch in den meisten Bioläden unverpackt zu kaufen. Ein ganz toller Tipp ist der Seifenladen in Mariatrost und Katjas Seifenwelt. Auch Haarseife bekommt man da zu kaufen.

Am besten bringst Du die Papiersäcke zum Verpacken selbst mit.

liebevoll handgemachte Naturseifen

liebevoll handgemachte Naturseifen

Auf meinem Blog ist auch eine Anleitung für selbst gemachtes Deo zu finden.

Nur sehr eingeschränkt kann ich Lush empfehlen, weil hier viele Produkte für den Konsumenten nicht sichtbar mit Verpackungsmaterial belastet sind. Um die Kosmentikprodukte beim Transport zu schützen, müssen sie verpackt werden. Darüber hinaus werden die kleinen gegossenen Teile in Einmalformen aus Kunststoff gegossen, in denen sie dann auch zum Shop transportiert werden. Hier fällt daher zusätzlich auch noch jede Menge Plastikmüll an.

Bürsten und Korbwaren

* Bürsten- und Korbwaren GmbH, Rösselmühlgasse 4, 8020 Graz
* Shop des Odilieninstituts Graz, Leonhardstraße 130, 8010 Graz
* Haushaltswaren Kerschbaumer, Franziskanerplatz 11, 8010 Graz
* Haushaltswaren Rauch, Grazbachgasse 5, 8010 Graz
* Lagerhaus Gratwein, Bahnhofstraße 38, 8112 Gratwein-Straßengel

plastikfreier Abwasch

plastikfreier Abwasch

Kleidung, Hausrat, Geschirr, Möbel, CDs, DVDs, Bücher etc. etc.

Am Flohmarkt oder über verschiedene Internetplattformen kann man fast alles gebraucht und daher unverpackt kaufen. Der Ban Re-Use Shop in der Puchstraße 47, 8020 Graz ist ein wahres Paradies für allerlei Nützliches.

In Graz gibt es einige Carla-Läden, in denen man vor allem gebrauchte Kleidung, aber auch Bücher und allerlei Nützliches entdecken kann.

Auch im Kostnixladen in Gratkorn findet man Kleidung, Hausrat, Bücher, Spiele, CDs, DVDs, Geschirr und vieles mehr.

In Graz gibt es Kostnixregale im Gmota, im Spektral und im schwarzen Radieschen.

Weiters findet man in Graz eine Vielzahl an offenen Bücherregalen. Eine gute Übersicht darüber findest Du in der Facebook-Gruppe „offene Bücherregale Graz und Umgebung“.

allerLEIH Nützliches in den Regalen

allerLEIH Nützliches in den Regalen

man muss nicht alles besitzen

Eine letzte Anregung möchte ich noch geben. Man muss nicht alles besitzen um es zu nutzen. In Graz gibt es in der Kernstockgasse 20 einen AllerLEIHLaden. In einem Leihladen kann man Gegenstände, die man selten benötigt, ausleihen. Meist funktioniert das Prinzip auf Gegenseitigkeit, man stellt selbst etwas zur Verfügung und kann im Gegenzug etwas ausborgen.

Einige Infos und Bilder findest Du auch in meinem Beitrag „Vorstellung: AllerLEIHLaden Graz“.

Linktipp:

Bioläden in Graz
Bauernmärkte in Graz
Markttermine in Graz
Flohmärkte in Graz
Flohmärkte Suchmaschine österreichweit

Ich freue mich sehr über Kommentare,
die diese Liste ergänzen.

Dieser Beitrag wird laufend ergänzt und erweitert.


einkaufeningraz collage


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Kastanienwaschmittel für den Vorrat

Das Thema „Wäsche waschen“ hat mich im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Verpackungsmüll immer wieder einmal beschäftigt. Ich habe mittlerweile einige verschiedene Varianten durch, ganz zufrieden war ich jedoch leider bisher noch mit keiner.

im Herbst ist Kastanienzeit

Dieses Jahr hatten wir uns vorgenommen endlich Kastanien als Waschmittel zu testen. Anleitungen sind im Internet und auf den Blogs einige zu finden und gerade in letzter Zeit ist vermehrt darüber zu lesen. Eh klar – ist ja gerade Herbst und die beste Zeit Kastanien am Boden zu finden.

Es waren einige Versuche nötig, bis wir auf die für uns perfekte Lösung gekommen sind. Frische Kastanien für das Waschmittel zu verwenden ist ja keine Hexerei. Aber wie auf vielen Blogs zu lesen ist, gibt es leider Probleme mit der späteren Verwendung. Die Frage war daher, wie können wir die Kastanien lagern, um auch später im Winter, Frühjahr oder gar bis in den Sommer welche zum Waschen zur Verfügung zu haben.

Erster Versuch gescheitert

Als erstes haben wir die gesammelten Kastanien einfach ausgebreitet und versucht, luftig zu trocknen (viel lockerer gelagert als auf dem Bild zu sehen ist!).

unsere gesammelten Kastanien fürs Waschmittel

unsere gesammelten Kastanien fürs Waschmittel

Das ist aus zwei Gründen gescheitert. Einerseits sind aus unerklärlichen Gründen ganz schön viele schimmlig geworden und andererseits war es eigentlich unmöglich, die harten Kastanien zu schälen.

Das war wohl nix.

Nachdem ich bei „Birthes bunter blog-garten“ von ihren Problemen mit dem Trocknen von den bereits zerteilten Kastanien gelesen habe, hat Herr Widerstand eine ganz andere Lösung gefunden, die ich heute mit Dir teilen möchte.

Kastanien für das Waschmittel haltbar machen

Auch wenn wir die Kastanien nur für Buntwäsche verwenden wollen, haben wir uns dafür entschieden, die Kastanien von den Schalen zu befreien. Mit einem kleinen scharfen Messer hat Herr Widerstand daher die Kastanien geschält.

die Kastanien werden von den Schalen befreit

die Kastanien werden von den Schalen befreit

Am nächsten Tag (die Finger brauchen ein wenig Schonung!) werden die Kastanien sodann in kleine Stücke geschnitten und auf einem Backblech zum Trocknen ausgelegt.

Damit das Trocknen zügig erfolgen kann, haben wir die Restwärme vom Backrohr verwendet. In letzter Zeit gab es öfters Auflauf und ich habe auch regelmäßig Kuchen für Herrn Widerstand gebacken. Eine kleine Belohnung muss schon sein…

in kleine Stücke geschnitten und zum Trocknen ausgelegt

in kleine Stücke geschnitten und zum Trocknen ausgelegt

Sobald die Kastanienschnitze ausreichend trocken sind, werden sie in einen Baumwollsack umgefüllt. Darin bewahren wir sie auf, bis sie ihrer Bestimmung folgen und zu Waschmittel werden.

luftige Aufbewahrung im Baumwollsack

luftige Aufbewahrung im Baumwollsack

Wir hatten viel Glück, da wir einen Kastanienbaum gefunden haben, bei dem noch niemand geerntet hatte. Im Keller warten noch immer ganz schön viele Kastanien darauf geschält zu werden.

warum so viel Mühe?

Wenn man die Kastanien so stark zerkleinert, wie wir das machen, dann ist die Ausbeute deutlich höher und man braucht weniger Kastanien für die Herstellung vom Waschmittel. Damit reduziert sich im Grunde der Aufwand wieder deutlich bzw. kann man, auch wenn man nicht so viele Kastanien gefunden hat, viele Maschinen Wäsche waschen.

In vielen Anleitungen ist die Rede von 5-8 Kastanien auf 250 – 300 ml Flüssigkeit (=1 Waschmaschinenladung). Durch das Zerkleinern reduziert sich der Kastanienbedarf um 75% (siehe Dosierung)! Da zahlt sich der Aufwand schon aus finde ich.

Kastanienwaschmittel selber machen

Und nun kommt die Anleitung, wie man das Waschmittel macht.

3-4 EL Kastanienschnitze*)
400 ml Wasser

*) das entspricht in etwa 3-4 Kastanien

Die Kastanienschnitze werden mit dem Wasser bedeckt ca. 1 Tag stehen gelassen.

Danach kannst Du das Waschmittel in eine Flasche umfüllen bzw. sofort verwenden.

Die Kastanien können insgesamt zwei Mal für die Herstellung von Kastanienwaschmittel verwendet werden. Daher füllen wir das Glas anschließend gleich noch einmal mit Wasser auf.

unser Kastanienwaschmittel

unser Kastanienwaschmittel

Dosierung

Pro Waschmaschinenladung verwenden wir genau die Hälfte, sprich 200 ml Flüssigkeit. Das bedeutet, dass wir mit den 3-4 EL Kastanienschnitzen genau 4 x Wäsche waschen. Anders ausgedrückt – pro Kastanie kann man 1 x Wäsche waschen! In den meisten anderen Anleitungen kommt man auf 3-4 Kastanien pro Waschladung. Das ist schon ein großer Unterschied finde ich.

Haltbarkeit

Das fertige Waschmittel ist nur sehr kurz haltbar. Wir setzen daher nur dann Waschmittel an, wenn wir mindestens 2 Waschmaschinenladungen auf einmal waschen wollen und voraussichtlich in den nächsten beiden Tagen wieder Wäsche waschen müssen.

Praxistest

Im Internet findet man sehr unterschiedliche Meinungen zum Kastanienwaschmittel. Einige kritisieren, dass die Wäsche mit der Zeit nicht mehr so gut riecht.

Das Problem liegt wohl hauptsächlich darin, dass Kastanien organisch sind und immer eine kleine Restmenge an Flüssigkeit in der Waschmaschine zurück bleibt. Gerade wenn nicht so häufig gewaschen wird, kann das dann zu Veränderungen beim Geruch führen.

Wir haben das Problem für uns so gelöst, dass wir ab und zu mit einem konventionellen Waschmittel waschen, dadurch hatten wir noch nie ein Geruchsproblem.

Die Wäsche wird wirklich wunderbar sauber und ist völlig geruchlos. Wir sind sehr zufrieden mit dieser Möglichkeit, die nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern uns noch dazu von der Natur geschenkt wird.

Fazit

Die Wäsche mit Kastanien zu waschen ist eine wirklich einfache, ökologisch sinnvolle und noch dazu billige Möglichkeit, die Schmutzwäsche zu waschen ohne Verpackungsmüll zu produzieren.

Leider ist es wohl die zeitintensivste Methode Waschmittel selbst herzustellen – dafür allerdings gratis.

Das Sammeln der Kastanien macht Spaß und geht auch schnell. Das ist der einfachste Teil der Sache.

Das Schälen ist sehr arbeitsintensiv und eine recht große Belastung für die Finger (Blasen!).

Schneiden und Trocknen geht wiederum relativ flott. Aus ökologischen Gründen sollte man für das Trocknen der Kastanien das Backrohr natürlich nicht extra andrehen. Das haben wir bisher auch noch nie gemacht.

Das Ansetzen vom Waschmittel ist schnell erledigt und unkompliziert. Also wenn man die Kastanienschnitze einmal hat, dann ist es wirklich einfach.

Ich gestehe unumwunden, ohne Herrn Widerstands fleißige Hände (deshalb habe ich auch immer in WIR-Form geschrieben) würde ich wohl daran verzweifeln. Ganz ehrlich – ich backe lieber Kuchen und koche Marmelade ein oder was auch immer.

Durch die Unterstützung von Herrn Widerstand werden wir jedoch voraussichtlich bis zum nächsten Herbst ausreichend Kastanienwaschmittel haben.

Unter anderem auf „Smarticular“ ist zu lesen, dass man die Kastanien auch mit der Küchenmaschine zu einem Pulver zerkleinern kann. Das klingt nach einer großen Verlockung wenn ich ehrlich bin. Allerdings sind die Kastanien – auch wenn sie noch relativ frisch sind – recht hart. Ich vermute, dass die Schneidemesser der Küchenmaschine nach so einer Kastanienzerkleinerung für anderes nicht mehr wirklich zu gebrauchen sind. Das finde ich dann auch nicht so sinnvoll, daher bleiben wir bei der hier vorgestellten Methode.

kastanienwaschmittel-anleitung


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mit einem Klick aufs Bild kommst Du zum Beitrag

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Mit einem Klick auf das obere Bilder oder * hier * kommst Du zum Beitrag und erfährst, wie ich mein Bad und meine Küche ganz ohne Müll zu verursachen putze.

#EiNaB im Mai

In diesem Monat bin ich Gastgeber und eröffne mit meinem Beitrag die nächste Runde der Blogparade „einfach.nachhaltig.besser.leben“. Die Linkparty findet bereits zum dritten Mal auf unserem gemeinsamen Blog statt. Bis einschließlich 10.6.2016 hast Du die Möglichkeit Deine grünen Ideen und Gedanken zu teilen.

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Besser leben ohne Plastik

Das Thema „Plastik“ war von Anfang an auf meinem Blog sehr präsent. In verschiedenen Beitragsserien habe ich gezeigt, wie ich meine Küche von Plastik befreit habe und wie ich möglichst ohne Verpackungsmüll einkaufe.

Schon seit langer Zeit folge ich unter anderem dem Blog von Nadine Schubert (davor bekannt als „Frau Schubert bloggt“), da sie einen sehr ähnlichen Ansatz wie ich verfolgt. Plastik lässt sich sehr einfach vermeiden, indem man sehr viel selbst macht.

Vor kurzem hat sie gemeinsam mit Anneliese Bunk ein Buch *) geschrieben und ich war natürlich unglaublich neugierig darauf, sind das doch genau die Themen, die mich in den letzten 3 Jahren am meisten beschäftigt haben.

besser leben ohne PlastikBesser leben ohne Plastik
Tipps und Rezepte, die zeigen wie es anders geht
von Anneliese Bunk und Nadine Schubert
Verlag oekom

Gleich im ersten Kapitel zeigt das Buch sehr deutlich, warum wir am Thema Plastik nicht vorbei schauen können. Die Auswirkungen von unserem Plastikkonsum auf die Umwelt sind einfach zu gravierend.

die Umweltbelastung durch Plastik ist schrecklich

die Umweltbelastung durch Plastik ist schrecklich

In logischer Folge aufgebaut geht es weiter mit den ersten Schritten, wie man durch bewussten Konsum zu einem besseren Leben kommt. Dazu gehören Kapitel wie „Plastik sparen ohne Aufwand“ ebenso wie Lebensmittel plastikfrei einkaufen und einfache Tipps zum Selbermachen. Auch mein neuer Lieblingsbegriff ziert eine Kapitelüberschrift „Selfcycling“, der Gedanke von „use what you have“ prägt die Tipps hier, und natürlich darf auch das Thema Reparieren nicht fehlen.

Aber die beiden Autorinnen gehen noch einen Schritt weiter und machen sich Gedanken über das Leben mit Kindern ohne Plastik und wie man in Bad und Haushalt bestmöglich Plastik vermeiden kann. Im letzten Kapitel vor dem Rezeptteil kommt noch ein sehr wichtiges Thema zur Sprache, nämlich Textilien und Kleidung. Das Problem mit dem Microplastik im Wasser wird zu einem nicht unerheblichen Teil durch die Kunstfaserkleidung verursacht.

Nicht nur bei den plastikfreien Rezeptideen sondern auch in den einzelnen Kapiteln sind zahlreiche Anregungen zu finden, wie man etwas selber machen kann, um Plastik zu vermeiden.

Abgerundet wird das Buch durch einen Serviceteil, wo häufig gestellte Fragen beantwortet werden sowie Tipps, wie man nicht so übliche Zutaten bzw. plastikfreie Gegenstände am besten beziehen kann.

kleiner Blick ins Buch

kleiner Blick ins Buch

Meine Gedanken zu dem Buch:

Das Buch, welches klimaneutral auf 100% Recycling-Papier ohne Folienkascherung und mit mineralölfreien Druckfarben hergestellt wurde (muss bei dem Thema wohl sein), gibt einen guten Überblick über die wichtigsten Bereiche, wo unser Leben durch Plastik beeinträchtigt wird. Gleichzeitig werden einfache und auch im Alltag praktikable Lösungen gezeigt, wie man diesen umweltbelastenden Stoff vermeiden kann.

Dabei geht es nicht darum, ein Verpackungsmaterial durch das andere auszutauschen sondern im Gegenteil Lösungen zu zeigen, die möglichst ganz ohne Verpackung auskommen. Dabei kommt man ums Selbermachen natürlich nicht herum, das ist ja auch mein eigener Lösungsansatz und so findet man im Buch auch einige ähnliche Rezepte, die ich selbst auf meinem Blog schon veröffentlicht habe.

Einblick in meinen Alltag

Einblick in meinen Alltag

Sehr gut gefällt mir der Rat, nicht einfach alles Plastik aus dem Haushalt zu entfernen und weg zu werfen, denn das würde die Umwelt ja noch viel mehr belasten. Vielmehr wird empfohlen, Dinge umzufunktionieren und z.B. die Vorratsdose aus Plastik künftig für die Aufbewahrung von Seife auf der Reise zu verwenden oder Gegenstände im Sozialkaufhaus zu verschenken.

Das war auch mein Weg, nicht alles auf einmal sondern Schritt für Schritt nach Lösungen zu suchen und auch den von mir ungeliebten Gegenständen ein neues Heim bei jemand anderem zu geben. Das mag auf den ersten Blick widersinnig klingen, ist es aber nicht. Denn dieser Mensch würde vermutlich den selben Gegenstand sonst neu kaufen und insofern tut man auch damit der Umwelt etwas Gutes.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich natürlich nicht mehr wirklich neue Tipps für mein Leben finden konnte. Dafür bin ich einfach schon viel zu tief in der Materie drinnen. In meiner Anfangszeit vor gut 3 Jahren allerdings wäre es vermutlich zu meiner Bibel geworden, da es wirklich eine ganze Fülle an guten Tipps und Rezepten zeigt.

Linktipp:

ausführliche Leseprobe im pdf-Format
Besser leben ohne Plastik – der Blog
Besser leben ohne Plastik auf Facebook



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Übersicht über alle Buchtipps

Bilder aller Buchtipps sind auf meiner Pinterest-Pinwand zu finden.

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

*) herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar


Müll reduzieren während den Tagen – Teil 9. [mit Verlosung]

Vor kurzem habe ich ein Mail von Kulmine erhalten, in dem ich eingeladen wurde, die neue Stoffbinde „Hela“ zu testen.

Entdeckt hatte ich sie bereits einige Zeit davor und war von dem innovativen System sehr angetan. Daher habe ich mich über das Mail sehr gefreut und gerne zugesagt.*)

müllreduzierter und plastikfreier Versand

Nur wenige Tage später habe ich das kleine Päckchen bekommen und war hoch erfreut, dass der Versand sehr müllreduziert und plastikfrei erfolgte.

Bitte schön wer braucht auch schon Stoffbinden, die man auf jeden Fall vor dem ersten Gebrauch waschen soll (damit sie gut saugen) keimfrei in Plastik verpackt?

Es ist auch nicht jede Stoffbinde einzeln in Papier verpackt, sondern alle gleichartigen Binden wurden in ein einziges Seidenpapier eingedreht.

minimalistisch in losem Seidenpapier verpackt

minimalistisch in losem Seidenpapier verpackt

Hela – die neue Stoff-Falt-Binde mit Steg

Das neue Konzept finde ich einfach genial und frage mich ernsthaft, warum noch niemand vorher darauf gekommen ist.

Es wurden die Vorteile von den Flügelbinden und den Faltbinden miteinander kombiniert, heraus gekommen ist eine Faltbinde in Form von einem H. Durch den Steg wird der Slip vor einer möglichen seitlichen Verschmutzung geschützt und die beiden Seitenteile können unterschiedlich gefaltet werden, sodass frau eine zusätzliche frische Lage nach oben falten kann.

die neue Stoff-Falt-Binde Hela mit Steg

die neue Stoff-Falt-Binde Hela mit Steg

Auf dem Foto sieht man alle 3 Größen, die angeboten werden. Im Vordergrund Mini in kräftigem Rot, sie ist deutlich kleiner als die beiden anderen, der Steg ist schmäler und kürzer. Ich finde, sie ist perfekt für junge Mädchen und zierliche Frauen geeignet (ca. bis Kleidergröße 36/38).

Oberhalb sind die Hela midi in himbeer und die Hela maxi in blau zu sehen. Am mittleren Bild übereinander gelegt kann man erkennen, dass sowohl der Steg als auch die Flügel genau gleich breit sind. Einzig bei der maxi ist eine Seite um 2 cm länger gearbeitet.

Durch die Extralänge ist sie besonders auslaufsicher in der Nacht. Je nachdem ob man Rücken- oder Bauchschläfer ist, kann man sie unterschiedlich einlegen.

Sehr genial finde ich auch, dass diese Binde ganz ohne Druckknöpfe auskommt und daher ein mögliches Verschleißteil wegfällt.

doppelt hält besser

Was mir besonders gefällt – darüber habe ich bereits seinerzeit im Beitrag über die Stoffbinden geschrieben – ist die besondere Flexibilität, die frau durch das System hat. Es ist möglich Slipeinlagen oder classische Binden mit den Helas zu kombinieren und dadurch die Saugstärke zu erhöhen.

Mini.Slipeinlage classic kombiniert mit Hela midi

Mini.Slipeinlage classic kombiniert mit Hela midi

Bild links oben – die mini Slipeinlage wird auf die Hela mini aufgelegt, rechts davon habe ich sie zwischen die beiden Flügel der Hela midi eingelegt. Am rechten Bild sieht man beide Binden in zusammen gelegtem Zustand.

Am unteren Bild wird die Slipeinlage als Backup für den Slip verwendet und kommt zwischen Slip (den man sich zwischen den beiden Teilen vorstellen muss) und der Faltbinde zu liegen.

Die verschiedenen Stoffbindenmodelle im Vergleich

An dieser Stelle möchte ich noch einen kurzen Überblick über die verschiedenen Varianten von Stoffbinden geben.

vier verschiedene Modelle stehen zur Auswahl

vier verschiedene Modelle stehen zur Auswahl

Links in blau ist die Faltbinde zu sehen, das war bisher meine bevorzugte Wahl. Unglaublich flexibel und in Verbindung mit der freien Menstruation sehr langlebig, ich brauche durchschnittlich nur 2 Stück pro Tag.

Mit der Stoffbinde classic – hier in naturweiß – bin ich am wenigsten glücklich. Durch die Stärke vom Stoff trocknet sie viel schlechter und ich bilde mir ein, dass sie auch nicht so gut sauber wird wie die dünne Faltbinde (das kann möglicherweise aber auch an der Farbe liegen). Trotzdem kein Seitenschutz besteht, habe ich noch nie über den Rand hinaus geblutet.

Ganz rechts ist in rot die klassische Flügelbinde zu sehen. Ich mag sie deutlich lieber als die einfache klassische Stoffbinde, aber bis jetzt konnte auch sie die Faltbinde nicht schlagen.

Am unteren Bild sieht man noch einmal die neue Hela-Stoff-Falt-Binde in den 3 verschiedenen Größen. Wie schon oben beschrieben vereint sie die Stärke der Faltbinde mit dem Plus an Wäscheschutz der Flügelbinde.

Was legt der Osterhase dieses Jahr ins Nest?

Von Kulmine wurden für diesen Beitrag 3 weitere Testpakete zur Verfügung gestellt. Ich freue mich daher sehr, dass ich 3 Leserinnen eine Freude machen kann!

ja ist denn schon Ostern?

ja ist denn schon Ostern?

Jedes Testset besteht aus einer Slipeinlage classic mini, einer Stoff-Falt-Slipeinlage „Libelle“ mini (Infos dazu sind im Beitrag waschbare Slipeinlagen zu finden) und je einer Stoff-Falt-Binde „Hela“ midi und maxi in verschiedenen Farben.

2 Testpakete verlose ich unter den Kommentaren hier am Blog und das dritte Testpaket wird auf Facebook unter den Antworten zu diesem Beitragslink verlost.

Seit kurzem hat mein Blog nun endlich auch eine eigene Blogseite auf Facebook, ich freue mich sehr über ein „gefällt mir“ von Dir.

finde_mich_auf_facebook

Infos zur Verlosung

Alle Kommentare, die bis 24h des 20. März 2016 abgegeben werden, landen im Lostopf. Bitte hinterlasse Dein Mailadresse, damit ich Dich kontaktieren kann, wenn Du gewonnen hast. Der Versand erfolgt durch mich persönlich, es werden keine Adressen weitergegeben.

Die Gewinner werde ich zusätzlich hier in diesem Beitrag bekannt geben.

Edit 21.3.2016

Von der Menge an Kommentaren zu diesem Beitrag war ich völlig überwältigt! Ich habe mich wirklich unglaublich darüber gefreut, dass sich so viel für alternative Monatshygieneprodukte interessieren. Ein sehr wichtiges Thema, wie ich finde.

Gewinnen konnten natürlich nicht alle, es musste das Los entscheiden. Via FB wurde Sabrina gezogen und über die Kommentare auf meinen Blog ist das Los auf Daniela und Antonia gefallen.

Ich gratuliere allen sehr herzlich und werde noch heute Kontakt aufnehmen.

Gewinnerinnen


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Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.
Hier geht es zur aktuellen Linkparty.

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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

*) Die gezeigten Stoffbinden wurden von Kulmine gratis zur Verfügung gestellt.
Der Inhalt dieses Beitrags spiegelt meine persönliche Erfahrung und Meinung mit Stoffbinden wider und wurde nicht bezahlt.

 

Re-Use boomt! [Impressionen von der Re-Use Konferenz 2016]

Der bewusste Umgang mit den Dingen ist ein Thema, das auf meinem Blog schon seit langem sehr viel Raum einnimmt, da mir das Thema wirklich sehr am Herzen liegt.

Re-Use und Reparieren sind die zentralen Punkt für mich und daher war klar, dass ich unbedingt mit dabei sein will, wenn auf einer Konferenz innovative Projekte gezeigt werden.

LogoIch möchte Dich natürlich nicht mit vielen Fakten langweilen und daher wird es keine chronologische Aufzählung geben, wer worüber gesprochen hat. Wer das doch möchte kann im Internet nachlesen. Auf der Seite der Arge sind die Fakten sowie alle Präsentationen, Links und Bilder zu finden.

Weiterverwendung der Dinge

Übergeordnetes Thema der Konferenz war die Abfallvermeidung aus der Perspektive der Abfallwirtschaft. Trotzdem möchte ich gleich vorweg ein Thema heraus greifen, das am Ende bei der Podiumsdiskussion besprochen wurde.

Re-Use ist nicht nur ein Thema der Abfallwirtschaft sondern findet lange davor in vielen Bereichen statt.

Das fängt damit an, dass sich jemand entschließt ein Ding weiter zu verwenden, statt sich etwas Neues zu kaufen, geht weiter mit der Hose, die vom älteren Geschwisterkind an das jüngere „vererbt“ wird und endet noch lange nicht damit, dass ich ein bereits gelesenes Buch an die Freundin verschenke.

Daneben gibt es sowohl den realen als auch den Internet-Flohmarkt, um alte Sachen zu verkaufen und ich kann Dinge persönlich oder über einen Kostnixladen bzw. eine Givebox verschenken. Aber auch Tauschkreise sowie Tauschpartys boomen derzeit und auf Facebook sind Gruppen wie „share und care“ zu finden.

Aber egal ob entgeltlich oder unentgeltlich, das alles ist re-use und trägt zur Abfallvermeidung bei.

Und auch die Möglichkeit des Leihens fällt meiner Meinung nach in diesen Bereich hinein, immer mehr Leihläden werden eröffnet wie z.B. der AllerLeihladen Graz oder Leila Wien, worüber ich bereits berichtet habe.

Impressionen
wenn etwas kaputt geht

Dem Bereich der Abfallwirtschaft nähern wir uns, wenn ein Ding kaputt wird und dadurch nicht mehr verwendet werden kann. In vielen Fällen ist das Reparieren angeblich nicht mehr wirtschaftlich und daher wird im Handel vielfach empfohlen, das defekte Gerät gleich auszutauschen.

Da sind wir natürlich gleich bei meinem Lieblingsthema angelangt und ich war auf den Vortrag von Lars Gauster, der das „Gauster-Haus“ leitet besonders gespannt.

Am meisten fasziniert hat mich, dass Lars einen Reparaturbetrieb führt, damit sein Geld verdient und gleichzeitig der Mitbegründer vom örtlichen Repair-Café ist. Aber nicht nur das, auf Facebook veröffentlicht er jede Menge Reparaturvideos, die anleiten, wie man es selbst machen kann. Ist das nicht genial?

viele interessante Referate wurden gehalten

viele interessante Referate wurden gehalten

Wie so ein Repair-Café abläuft, kannst Du übrigens in meinem Beitrag über das Repair-Café Graz nachlesen.

Die Aktion „fix it – reparieren ist nachhaltig“ ist ja auch so eine Art virtuelles Repair-Café, nur dass es bei mir halt keine Kaffee gibt. Dafür habe ich mittlerweile weit über 100 Anleitungen gesammelt, wie man etwas reparieren kann. Alle Bilder samt Verlinkungen sind auf meiner Pinterest-Pinwand zu finden.

Vorbereitung zur Wiederverwendung

Grundsaetze der AbfallwirtschaftSo heißt jene Stufe in der Abfallwirtschaft, die neben der Vermeidung (die nicht nur beim beim Einzelnen stattfindet!), als die wichtigste gesehen wird.

Das ist nun auch das zentrale Thema der Konferenz und es werden viele „best practice“ Beispiele vorgestellt. Gezeigt wird u.a. das Konzept der Re-Use-Zentren in Flandern, über die Anne Vandeputte mit großer Begeisterung spricht, aber auch der Re-Use-Shop in Leoben sowie der 48er Tandler (Tandler = Händler) in Wien sind gute Beispiele für eine sehr gelungene Umsetzung von Re-Use.

Graz hat ausgesprochen engagierte Projekte entwickelt, um das Sammeln von gebrauchsfähige Gegenstände zu erleichtern. Auf der einen Seite gibt es die „Re-Use-Box“ (siehe Bild ganz oben) und andererseits wurde der „Re-Use Friday“ eingeführt, wo man gebrauchsfähige Gegenstände abgeben kann, die von „BAN“ im „Re-Use Shop“ verkauft werden. Der Besuch des Sammelzentrums sowie des Verkaufsshops von BAN war auch Teil meiner Ausbildung als Abfallberater, der Bericht über diese Exkursion ist schon fertig und wird demnächst veröffentlicht werden.

Wichtig ist natürlich, dass es auch Menschen gibt, die sich für die Dinge interessieren und diese dann im Re-Use-Shop kaufen. Von Franziska Howorka, die den 48er Tandler vorgestellt hat, wurde ein Video gezeigt, in dem Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird – sogar der Bürgermeister von Wien und andere Prominente gehen in den Re-Use-Shop einkaufen.

es geht noch deutlich mehr

Aber bei der Abfallvermeidung geht es nicht nur darum gebrauchsfähige Gegenstände weiterzugeben sondern auch Dinge mit einem leichten Defekt vor dem Müll zu bewahren. Dazu wurden neue sehr innovative Konzepte entwickelt. Unter anderem werden von „BAN“ Gegenstände repariert, bevor sie weiter gegeben werden, aber auch Upcycling ist eine viel genutzte Möglichkeit. In meinem Beitrag „Impressionen vom GrazerUmweltZirkus 2015“ sind zwei Collagen von den vielen Upcyclingprojekten von BAN zu sehen.

Besonders beeindruckt hat mich der Vortrag von Sepp Eisenriegler „OREG – Optimales Ressourcenmanagement von Elektro-Geräten“. Nachhaltig in Erinnerung geblieben ist mir die Aussage über die Sinnhaftigkeit ein funktionierendes Elektrogerät wie z.B. eine Waschmaschine zu ersetzen, weil das neue eine (angeblich) bessere Energieeffizienz hat.

Über 50% der Umweltbelastung durch ein Elektrogerät entsteht bei der Herstellung desselben und diese muss zur Verbrauchsbelastung hinzugerechnet werden. Daraus ergibt sich folglich, dass es sinnvoll ist ein Gerät so lange wie möglich zu nutzen, da sich dadurch die Gesamtbelastung der Umwelt automatisch reduziert.

Als Maßnahme dazu wird das mobile Sammelzentrum vorgestellt. Mit diesem Containerwagen werden Elektrogeräte gesammelt, die serviciert, nötigenfalls repariert und danach weiter verkauft werden. Nicht nur der Umwelt ist gedient, es werden auch Arbeitsplätze für den zweiten Arbeitsmarkt geschaffen, wie das übrigens auch bei anderen Projekten wie z.B. „BAN“ der Fall ist.

die mobile Elektrogerätesammlung

die mobile Elektrogerätesammlung

Speziell bei Geräten wie PCs, wo sich die Technik rasch weiterentwickelt und oftmals der Anlass für einen Austausch derselben ist, kann durch entsprechende Projekte sehr viel bewegt werden. Altgeräte von Firmen werden überarbeitet und für die Weitergabe aufbereitet. Verwendung finden sie in Schulen und anderen sozialen bzw. gemeinnützigen Organisation. Oder sie werden im Re-Use-Shop angeboten, wodurch sich eine sehr einfache Möglichkeit ergibt, einen ökologisch nachhaltigen PC zu erwerben. Auch dazu wird es demnächst einen Bericht von einer meiner Exkursionen zur Firma Compuritas geben.

nachhaltiges Buffet

Die Gäste der Konferenz wurden mit einem großartigen, sehr nachhaltig gestalteten Buffet vom Catering der Firma „Tischlein deck dich“ versorgt. Abgesehen davon, dass es hervorragend geschmeckt hat, wurde ich davon überrascht, dass die Reste vom Vormittagsbuffet auch beim Mittagessen angeboten wurden und auch der Nachmittagskuchen durch übrig gebliebene Brötchen ergänzt wurde. Zwischenzeitig gekühlt konnten sie danach hübsch angerichtet wieder angeboten werden.

nicht nur optisch ein Genuss

nicht nur optisch ein Genuss


Natürlich wurde auf Einweggeschirr verzichtet und das „hauseigene“ Geschirrservice von der Aktion „G’scheit feiern“ verwendet. Die Getränke wurden aus wieder befüllbaren Glasflaschen angeboten.

Auf die Nachfrage nach den dennoch möglichen Resten vom Buffet wurde mitgeteilt, dass auf keinen Fall etwas weg geworfen sondern alles weitergegeben wird.

Upcycling-Geschenke

Jeder Gastredner hat ein Geschenk erhalten, das von den Mitarbeitern von „BAN“ angefertigt wurde. Verwendet wurden dazu Holzreste aus anderen Upcycling-Projekten und die Glaskuppel stammt von Weingläsern aus dem Geschirrservice von „G’scheit feiern“. Immer wieder gehen einiges Stile von den Weingläsern kaputt und dadurch können zumindest die Oberteile der Gläser weiterverwendet werden. Eine wirklich geniale Idee finde ich!

Aufmerksam machen möchte ich auch auf den Spruch, der auf dem Upcycling-Objekt auf sehr kreative Weise geschrieben steht „If not now then when“ als Motto für die Konferenz.

Verpackt wurden die Geschenke in Hüllen von alten Schallplatten, die sonst zu Müll werden würden, denn die Schallplatten selber dienen einem anderen Upcycling-Projekt.

verpackt in Hüllen von alte Schallplatten

verpackt in Hüllen von alte Schallplatten

Podiumsdiskussion

Abgerundet wurde der sehr dichte Konferenztag – was sich auch in der Länge dieses Beitrages widerspiegelt – mit einer Podiumsdiskussion, woran unter anderem Sandra Krautwaschl (links im Bild) teilgenommen hat. Leider war der zeitlich geplante Rahmen bereits weit überschritten und das Publikum entsprechend müde und ausgedünnt.

die Gäste der Podiumsdiskussion

die Gäste der Podiumsdiskussion

Alles in allem war es ein Tag, der sehr viel Hoffnung gemacht hat, denn es wird wirklich sehr viel auch von öffentlicher Hand getan, um Müllbewusstsein zu schaffen und die Menge an Abfällen zu reduzieren.

Gezeigt wurde vor allem auch, dass Re-Use keinesfalls eine Konjunkturbremse ist, sondern im Gegenteil Arbeitsplätze schaffen kann.

Das war für mich eine sehr wichtige Information, da beim Thema Müllvermeidung, Reduzieren, Konsumauszeit etc. immer wieder damit argumentiert wird, dass es der Wirtschaft schade. Es handelt sich jedoch vielmehr um ein Umlageprinzip, das Geld wird anders verwendet bzw. kann man es auch so sehen, dass durch meine Arbeitszeitreduktion sogar ein neuer (Teilhzeit-)Arbeitsplatz frei wird.


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Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.

Vor einiger Zeit wurde ich in einem Kommentar gefragt, wie ich das denn mit dem Tee mache. Darüber wollte ich eigentlich schon länger einmal schreiben und daher greife ich die Frage sehr gerne auf.

Das Thema ist ausgesprochen umfassend, ich habe ziemlich lange an dem Beitrag gearbeitet und er ist dadurch auch sehr umfangreich geworden. Und es hat wirklich sehr lange gedauert, bis er fertig war, angefangen habe ich damit schon im Oktober letzten Jahres.

ein bisschen Warenkunde

Ich bin jetzt kein Experte und kann das sicher nicht wirklich professionell erklären, wer es ganz genau wissen will kann z.B. bei Wikipedia nachlesen. Tee ist ja eine Wissenschaft ganz für sich.

Tee aus der Teepflanze

Das ist der Tee im eigentlichen Sinne, er wird aus einem Aufguss von Teilen der Teepflanze hergestellt. Bei uns bekannt als schwarzer Tee, weißer Tee, grüner Tee etc.

im Tee steckt jede Menge händischer Arbeit

im Tee steckt jede Menge händischer Arbeit

Aus Sicht der Nachhaltigkeit ist diese Art von Tee sehr problematisch. Die Anbaugebiete liegen weit weg, der Anbau und die Ernte sind teilweise kritisch zu betrachten (Thema „fairtrade“ und Arbeitsbedingungen) und dann kommen noch die langen Transportwege dazu.

Da reden wir noch gar nicht davon, ob der Tee in Beuteln oder lose gekauft wird und auch noch Verpackungsmüll anfällt.

Beute vs. lose

Beute vs. lose

Früchtetee

Hierbei handelt es sich um einen Aufguss aus Teilen von Früchten. Früchtetee wird sehr gerne getrunken und wurde daher von der Lebensmittelindustrie schon seit langem als gutes Geschäft entdeckt. Durch fantasievolle Mischungen und Aromazusätze werden immer neue Sorten erfunden. Aufpassen muss man beim Kauf daher vor allem bei den künstlichen Aromastoffen.

nicht alle Früchte im Tee sind heimisch

nicht alle Früchte im Tee sind heimisch

Auch Früchtetee kann man lose oder in Beuteln verpackt kaufen und wird sowohl konventionell als auch in Bioqualität angeboten. Natürlich muss man auch hier die Herkunft der Früchte beachten, auch wenn die Transportwege üblicherweise kürzer sind.

Tee aus Kräutern

Die meisten Menschen beschränken sich beim Kräutertee auf Pfefferminze und Kamille wenn sie krank sind, aber es gibt viel mehr als das.

Kräutertees werden oft in Verbindung mit Heiltee gebracht und daher unterscheidet man auch zwischen konventionellen Kräutertees und jenen in Apothekenqualität.

viele Kräuter sind bei uns heimisch

viele Kräuter sind bei uns heimisch

Tee aus Wurzeln und Zweigen

Der bekannteste Tee, der aus Zweigen aufgebrüht wird, ist der Rotbuschtee. Auch beim Rooibos-Tee sollte man auf fairtrade achten, denn der Strauch wächst vorwiegend in Afrika.

Tees, die aus den Wurzeln aufgebrüht werden, sind eher dem Heilbereich zugeordnet. Der bekannteste Vertreter ist Ingwer, aber auch die Kalmuswurzel wird häufig eingesetzt.

links Ingwer, rechts Rotbusch

links Ingwer, rechts Rotbusch

Müll reduzieren beim Einkauf

Die meisten Menschen kaufen den Tee in Beuteln, weil das ja so praktisch ist. Aber natürlich fällt dabei sehr viel Müll an, da aus Aromaschutzgründen oft jeder einzelne Beutel in Plastik verpackt wird.

jeder einzelne Beutel verursacht Müll

jeder einzelne Beutel verursacht Müll

Eine Alternative dazu wäre den Tee lose verpackt zu kaufen. Auch dabei fällt natürlich Müll an, aber gar kein Vergleich mit den Teebeuteln. Der lose Tee ist in einem größeren Sack verpackt und dadurch entsteht insgesamt weniger Müll.

In Teefachgeschäften bekommt man Tee auch unverpackt zu kaufen. Wenn man die eigene Teedose mitbringt, fällt gar kein Müll an. Die meisten Kräutertees kann man auch in guten Apotheken offen kaufen.

die meisten Sorte Tee kann man lose kaufen

die meisten Sorte Tee kann man lose kaufen

Verwendung von losem Tee

Es gibt mehre Möglichkeiten, wie man losen Tee aufbrühen kann. Ich habe meine beiden Kannen sowie Zubehör fotografiert.

Links ist mein Single-Tee-Set. Die Teekanne steht auf der Teetasse. Ich gebe am liebsten den Tee lose in die Kanne hinein und verwende das linke Sieb um den Tee abzuseihen. Rechts neben der Kanne ist ein kleines Teesieb zu sehen, da wird der Tee direkt in das Sieb eingefüllt. Das hat den Vorteil, dass man nach einiger Zeit die Blätter entfernen kann, wenn der Tee nicht noch intensiver werden soll.

Am rechten Bild ist unsere große Teekanne zu sehen, sie hat einen Dauerfilter aus Edelstahl. Die Teeblätter werden in den Filter gefüllt und können dadurch nach beliebiger Zeit wieder entfernt werden.

Durch die Verwendung von Edelstahlsieb und Dauerfilter fällt kein weiterer Müll an, wenn ich Tee zubereite.

beide Teekannen sind im Dauereinsatz

beide Teekannen sind im Dauereinsatz

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Wenn man den Weg konsequent beschreitet, dann ist die beste Möglichkeit den Müll zu reduzieren, die Teezutaten selbst zu sammeln und zu trocken.

Natürlich funktioniert das nicht mit „echtem“ Tee, aber die Kräuter und Früchte für Teezubereitungen kann man wirklich sehr einfach selbst sammeln und trocknen.

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

selbst.gemacht statt selbst.gekauft

Früchtetee

Man kann im Prinzip aus fast allen Obstschalen und Trockenfrüchten einen Tee zubereiten. Natürlich sollte man unbedingt auf die Qualität achten, vor allem, wenn man die Schalen von Zitrusfrüchten verwendet.

Derzeit liebe ich gerade Apfelschalentee. Birthe hat dazu auf ihrem Blog eine Anleitung mit vielen wunderschönen Fotos geschrieben.

Alternativ kann man auch einfach frische Apfelschalen für ca. 10 – 15 Minuten im Wasser kochen und diesen Sud als Tee trinken. Das spart die Mühe des Trocknens.

auch aus Abfall kann leckerer Tee entstehen

auch aus Abfall kann leckerer Tee entstehen

Wastecooking ist beim Früchtetee auf jeden Fall ein Thema, denn man kann ganz viele Obstschalen für Früchtetee verwenden. Sammle einfach die Schalen und lass sie im Raum trocknen. Um den Vorgang zu beschleunigen kann man auch nach dem Gebrauch des Backrohrs die Resthitze nutzen.

Auch aus Trockenfrüchten kann ein Teesud zubereitet werden. Wenn Du Deinen Tee natürlich süßer möchtest, dann gib einfach ein paar Rosinen dazu, wenn Du den Früchtetee kochst.

Man kann ruhig ein wenig experimentieren, was gut schmeckt und aus dem, was sonst im Müll landen würde, leckeren Tee zubereiten. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Kräutertee

Viele Kräuter wachsen einfach am Wegrand und könnten bei schönen Spaziergängen gesammelt werden. Auch im Garten oder auf dem Balkon kann man Pflanzen ziehen, um sie für Kräutertee zu ernten und zu trocknen.

Es bieten sich Melisse, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Salbei, Kamille, Ringelblume und vieles mehr an.

Ich habe im letzten Jahr sehr viel von der Zitronenmelisse geerntet, zu Büscheln gebunden und kopfüber im Stiegenhaus aufgehängt. Nachdem die Büschel trocken waren, das erkennt man am Rascheln, wurden die trockenen Blätter abgezupft und in ein Glas gefüllt.

Einblick in mein Stiegenhaus

Einblick in mein Stiegenhaus

Auch Brennnesseln, Pfefferminze und Salbei kann man auf die gleiche Art und Weise behandeln.

Für Kamillentee pflückt man nur die Blüten, breitet diese auf einem Papier aus und lässt sie an einem geschützten Platz trocknen. Wenn sie ausreichend getrocknet sind, werden sie wiederum in luftdichte Gläser abgefüllt.

Natürlich kann man die verschiedenen Kräuter auch miteinander mischen und eine leckere Kräuterteemischung vorbereiten. Vor allem Ringelblumenblüten sehen sehr nett aus.

selbst getrockneter Melissentee

selbst getrockneter Melissentee

Beim „Schlemmerbalkon“ ist eine Anleitung für einen Rosmarintee zu finden. Auch das ist eine sehr schöne und ausgesprochen minimalistische Möglichkeit, müllfreien Tee zuzubereiten.

Aufmerksam machen möchte ich unbedingt darauf, dass viele Pflanzen, die man für Tees verwendet, auch eine Wirkung haben. Daher sollte man sich unbedingt informieren, wie die Pflanze wirkt, bevor man damit einen Tee aufbrüht. Brennnesseln entwässern beispielsweise, Fenchelsamen helfen bei der Verdauung und Lindenblüten bei Fieber.

Mein Weg

Ich trinke gar keinen echten Tee, da ich einerseits kein Koffein zu mir nehme und andererseits auch die Produktionsbedingungen nicht unterstützen möchte. Wir haben so viele heimische Möglichkeiten für Tee, dass er auch nicht von so weit zu mir transportiert werden muss.

Außer Apfelschalentee trinke ich keinen Früchtetee, da ich diesen aufgrund meiner Fruktoseintoleranz nur sehr schlecht vertrage.

Apfelschalentee selbst gemacht

Kräutertees liebe ich sehr und setze sie teilweise auch sehr bewusst zu Heilzwecken ein. Die meisten Kräuter sind aus dem Garten gesammelt und getrocknet. Alternativ kaufe ich z.B. Fenchel, Kümmel und Anis für meinen Verdauungstee lose im Geschäft.

Rotbusch-Tee habe ich lange Zeit sehr geliebt, bin jedoch im Zuge meiner Müllreduktion etwas abgekommen davon, da ich diesen nur verpackt in Fair-Trade-Qualität kaufen kann. Derzeit verbrauche ich Restbestände, die ich geschenkt bekommen habe.

ganz ohne Plastik

ganz ohne Plastik

Das Teewasser bereite ich in einem Wasserkocher aus Edelstahl zu, der leider doch ein paar Plastikteile besitzt. Wenn er kaputt wird, kaufe ich jedoch keinen neuen mehr sondern werde auf einen Teekessel aus Edelstahl umsteigen, mit dem ich das Wasser am Herd erhitzen kann.


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Toilettentücher [I did it again]

Seit rund einem Jahr verwende ich nun waschbare Toilettentücher, die ich selbst genäht habe. Die ausführliche Anleitung dafür ist in meinem Beitrag „selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Toilettentücher“ zu finden.

Nach rund einem halben Jahr Gebrauch habe ich auch über meine Langzeiterfahrungen geschrieben.

Nach wie vor bin ich voll zufrieden damit und möchte sie nicht mehr vermissen. Sogar in meinem Urlaub waren sie mit dabei.

alles neu macht der Jänner

Das neue Jahr brachte nicht nur neue Abwaschtücher für mich, sondern auch neue waschbare Toilettentücher.

Meinen ersten Versuch habe ich mit einem uralten gebrauchten Flanell-Nachthemd gestartet, von dem der Stoff bereits zum Zeitpunkt des Nähens eher steif und verbraucht war. Nach rund einem Jahr Verwendung sind die Toilettentücher nun sehr dünn geworden und fühlen sich auch nicht mehr so gut an wie anfangs.

Also habe ich mir gedacht, dass der Jahresbeginn ein guter Zeitpunkt ist um neue Toilettentücher zu nähen.

aus Erfahrung wird man klug

Diesmal habe ich ein altes Flanell-Leintuch verwendet. Das war gleich in mehrfacher Hinsicht eine gute Idee.

Das Zuschneiden ging deutlich schneller, da ich einfach 5 Streifen zu 20 cm abgerissen habe. Danach war die Hälfte von Leintuch verbraucht und den Rest davon werde ich wahrscheinlich erst in zwei Jahren vernähen.

Die Streifen habe ich gebügelt und danach in 6 Teile zerschnitten, sodass ich insgesamt 6 Tücher mit je 20 cm x 24 cm erhalten habe.

das ging wirkich schnell

das ging wirkich schnell

Nun musste ich nur noch die Tücher doppelt zusammen legen, kurz drüber bügeln und mit dem Zick-Zack-Stich umnähen. Innerhalb von einer Stunde hatte ich meine 30 neuen waschbaren Toilettentücher fertig.

und schon sind sie fertig

und schon sind sie fertig

Ich habe ja so eine Freude damit! Sie sind etwas dicker und deutlich kuscheliger als bisher. Außerdem freut sich nun auch mein Auge, da sie alle gleich groß und so schön bunt sind. Wobei sich über die Schönheit vom Muster natürlich streiten ließe, ich stehe aber voll auf Retro!

Aufbewahrung

Aufbewahrt werden die Tücher wie bisher in den beiden Töpfen direkt am WC. Das hat sich sehr bewährt und somit habe ich keine Veranlassung, daran etwas zu verändern.

meine beiden WC-Tuch-Töpfe

meine beiden WC-Tuch-Töpfe

Aufbewahren der gebrauchten Tücher und Waschen

Weil die Frage wirklich extrem oft gekommen ist, möchte ich hier noch einmal darauf eingehen. Die gebrauchten Tücher werfe ich einfach in einen kleinen Korb, der im selben Raum wie die übrige Schmutzwäsche steht. Sie sind ja nicht nass sondern nur ganz wenig feucht und werden daher ganz schnell wieder trocken.

Gewaschen werden sie gemeinsam mit der normalen Buntwäsche. Ich würde ja auch nicht meine Slips extra waschen oder dafür besondere Hygienemaßnahmen ergreifen.

Nach wie vor verwende ich sie jedoch ausschließlich für das „kleine Geschäft“. Der Verbrauch an WC-Papier ist dadurch wirklich sehr deutlich gesunken und gleichzeitig mein Komfort gestiegen. Die Tücher sind viel angenehmer und weicher als das gekaufte WC-Papier.

Wasserverbrauch

Auch auf diesen Punkt möchte ich noch einmal extra eingehen, weil immer wieder einmal eingeworfen wurde, dass die waschbaren Toilettentücher aus ökologischer Sicht gar keinen Vorteil bringen würden, weil sie ja gewaschen werden müssen und dadurch ja dann mehr Wasser verbraucht wird.

Im Internet habe ich die Information gefunden, dass für eine einzige Seite Papier rund 10 l Wasser bei der Herstellung verbraucht werden. Viel mehr muss dazu nicht gesagt werden finde ich.


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Toilettentuecher collage 20163


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Müll reduzieren während den Tagen – Teil 8.

Wie funktioniert das mit der alternativen Monatshygiene im Urlaub, wenn man nicht zu Hause ist?

Aufgrund der Nachfrage einer Leserin habe ich mich entschlossen, diese Serie um einen weiteren Teil zu ergänzen.

Wie in meiner Serie zur alternativen Menstruationshygiene zu lesen war, habe ich mich nach einigen Fehlversuchen für die Stoffbinde entschieden und bin nach wie vor sehr begeistert und zufrieden.

Endlich fühle ich mich während den Tagen wieder wohl. Lange Zeit hatte ich Tage davor schon Angst, weil es immer unangenehm und schmerzhaft war.

Als mein Urlaub näher kam, habe ich darüber nachgedacht, wie ich das wohl machen werde, wenn ich nicht zu Hause bin.

Urlaub in einem Hotel o.ä.

Zuerst dachte ich ja, ich werde ausnahmsweise wieder Tampons verwenden, weil noch einige zu Hause herumliegen. Aber bereits nach einer Anwendung habe ich mich anders entschieden.

Ich hatte vorsorglich einige Stoffbinden eingepackt und habe nun diese wiederum in Kombination mit der freien Menstruation verwendet.

Nach dem Gebrauch müssen sie natürlich eingeweicht und gereinigt werden. Dazu habe ich eine Plastikdose mit Deckel verwendet, die im Badezimmer nun für einige Stunden herum stand. Für das Reinigungspersonal war durch den Deckel nicht erkennbar, was darin ist und so hatte ich auch kein unangenehmes Gefühl dabei.

Nach einigen Stunden habe ich die Stoffbinde einfach mit der Handseife ausgewaschen und am überdachten Balkon aufgehängt.

Dadurch bin ich mit 5-6 meiner selbst genähten Stoffbinden gut über die Runden gekommen. Das hat nicht viel mehr Platz im Koffer weg genommen als eine Packung Tampons.

Auch mit den Stoffbinden am Balkon hatte ich kein Problem, wenn man es nicht weiß, dann sehen sie einfach wie Tücher aus und die meisten erkennen gar nicht, dass es sich um Stoffbinden handelt.

meine selbst genähten Faltbinden

meine selbst genähten Faltbinden

in der Wildnis

Nach den Erfahrungen im Juni habe ich natürlich auch in meinen Griechenlandurlaub die Stoffbinden mitgenommen. Insgesamt hatte ich zwei Tagbinden und zwei Nachtbinden in den Rucksack eingepackt und das hat sehr gut gereicht.

Auch in diesem Urlaub habe ich zum Einweichen eine Plastikdose verwendet und die Tücher danach im Bach ausgeschwemmt. Mit Hilfe der Olivenölseife sind keine Flecken zurück geblieben.

Die 4 Stoffbinden haben gut gereicht. Durch die Sonne wurden sie an der Leine immer sehr schnell trocken.

die gebrauchte Stoffbinde* wird in einer Dose eingeweicht

die gebrauchte Stoffbinde* wird in einer Dose eingeweicht

Auch in Griechenland war es über weite Teile der Zeit möglich, die freie Menstruation zu praktizieren. Ich war wirklich erstaunt, wie einfach das alles geklappt hat.

Vor 3 Jahren habe ich Tampons verwendet und das war eigentlich gar nicht so unproblematisch. Die gebrauchten Tampons wurden in einem eigenen Abfallsack gesammelt, der am Baum hing. Der Blutgeruch hat jedoch einige Insekten angezogen und plötzlich war da eine richtige Invasion von Ameisen, die den Müllsack zerbissen haben, um zu den Tampons zu gelangen. Durch die Sonne war die Geruchsbelästigung innerhalb von einem Tag auch schon gegeben.

Das habe ich mir diesmal alles erspart und finde, das ist ein großer Pluspunkt.

*) Anmerkung: Die Stoffbinde am Foto ist natürlich nicht gebraucht, es handelt sich um ein „gestelltes“ Foto.

Fazit

Wenn man nicht zu Hause ist, dann bedeutet es schon einiges an Organisation, um Stoffbinden verwenden zu können. Sicher ist es weniger Aufwand Wegwerfprodukte zu verwenden, das will ich gar nicht verschweigen.

Ich bin es gewohnt, dass vieles in meinem neuen Leben ein wenig organisatorischem Aufwands bedarf. Das macht mir aber nichts aus, denn dafür bekomme ich mehr Lebensqualität und das ist es mir wert.

Daher kann ich zusammenfassend nur sagen, dass es aus eigener Erfahrung auf jeden Fall gut und ohne großen Aufwand möglich ist auch auf der Reise im Urlaub Stoffbinden zu verwenden.

andere alternative Hygieneprodukte im Urlaub

Ergänzen möchte ich noch, dass natürlich auch die Menstruationstasse oder der Menstruationsschwamm gute Möglichkeiten sind, im Urlaub eine plastik- und müllfreie Menstruation zu praktizieren.

Beide Produkte sind in dem Fall natürlich noch unkomplizierter zu verwenden als Stoffbinden. Nachdem ich jedoch leider mit beiden Möglichkeiten aus verschiedenen Gründen nicht zurecht komme, war das für mich auch im Urlaub keine Alternative.

Die Leserfrage ging speziell um Stoffbinden im Urlaub, was ich in diesem Beitrag wirklich sehr gerne aufgegriffen habe.


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Vorstellung: AllerLEIHLaden Graz

Leihen statt kaufen

AllerLEIHLogoAngeschafft, einmal genutzt und nie wieder angerührt?

Viele kennen das Problem: Alltagsgegenstände werden gekauft, vielleicht auch nur für einen bestimmten Zweck einmalig gebraucht und verstauben dann in den eigenen vier Wänden.

Der AllerLEIHLaden Graz als Plattform des Teilens und Tauschens möchte diese Staubfänger anderen Menschen zugänglich zu machen. Gegenstände können hier geteilt, getauscht und immer wieder von denen, die sie gerade wirklich benötigen, genutzt werden.

so sieht der AllerLEIHLaden von außen aus

so sieht der AllerLEIHLaden von außen aus

Wer kann mitmachen?

Voraussetzung ist eine Vereinsmitgliedschaft und ein damit verbundener, frei wählbarer Mitgliedsbeitrag ohne festgesetzte Mindesthöhe. Das Ausleihen selbst ist gratis.

das engagierte Team vom AllerLEIHLaden

das engagierte Team vom AllerLEIHLaden

Weiterverwenden statt Wegwerfen

Die angebotenen Gegenstände werden als Sachspenden von Mitgliedern und Nichtmitgliedern an das Projekt übergeben. Von Alltagsgegenständen wie Werkzeug und Haushaltsartikeln bis hin zur Grundausstattung für die nächste Europareise offeriert der AllerLEIHLaden Graz ein breitgefächertes Sortiment an bunt durchmischten Gegenständen, die darüber hinaus anregen, Neues zu probieren.

Leihen statt kaufen ist eine ressourcenschonende Möglichkeit, Dinge zu verwenden. Nicht alles muss man besitzen um es zu benutzen, das entlastet die Umwelt weil weniger produziert wird und die Ressourcen daher geschont werden.

Damit ist der AllerLEIHLaden auch Teil der „6 R-Regel“ im bewussten Umgang mit Dingen („reuse“).

allerLEIH Nützliches in den Regalen

allerLEIH Nützliches in den Regalen

Müll reduzieren mit dem AllerLEIHLaden

Der ökologische Ansatz ist im Prinzip der gleiche wie bei einem Kostnixladen, nur dass der AllerLEIHLaden noch einen Schritt weiter geht.

Das, was im AllerLEIHLaden im Regal liegt, gehört quasi allen Mitgliedern gemeinsam. Das funktioniert natürlich nur mit Dingen, die selten verwendet werden wie z.B. eine Bohrmaschine oder ein Fondue-Set.

das Leihcafé

jeden Freitag im AllerLEIHLaden

jeden Freitag im AllerLEIHLaden

Seit kurzem wurde die Idee des Leihcafé unmgesetzt. Jeden Freitag öffnet der AllerLEIHLaden nicht nur seine Regale. Bei einem guten Schluck Kaffee kommen Menschen zusammen, um sich auszutauschen und bei der Gelegenheit z.B. das passende Spiel für das Wochenende auszuborgen.

Vorerst handelt es sich um einen Probelauf im Oktober. Ich hoffe, dass ganz viele Menschen dieses Angebot annehmen und dass es sich zur Dauereinrichtung entwickeln kann.

Linktipp:

AllerLEIHLaden Graz

Der AllerLEIHLaden Graz befindet sich im Büro der Nachbarschaften, ein von der Stadt Graz finanziertes Nachbarschaftszentrum in der Kernstockgasse 20, 8020 Graz, als eigenständiges Projekt.

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Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog gruenezwerge durchgeführt.


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Ich danke dem Team vom AllerLEIHLaden sehr herzlich, dass ich die Bilder für meinen Blogbeitrag nutzen darf. Die Rechte aller Bilder liegen beim AllerLEIHLaden.