Monatscollage Juni 2017, ein Grund zu feiern und #Blog.Pause

Bevor ich in meine diesmal nicht mit einem bestimmten Ablaufdatum versehene Blog.Pause verschwinde, zeige ich natürlich noch meine traditionelle Monatscollage und gebe zusätzliche Infos, wie es in nächster Zeit mit meinem Blog weiter geht.

In letzter Zeit zog es mich immer mehr in die Natur. Lange Wanderungen in der nahen Umgebung tun mir gut und sind ein guter Ausgleich zu meinem sitzenden Beruf und dem Schreiben für meinen Blog. Das Bild meiner Monatscollage zeigt eine wunderschöne Wanderung, die ich unternommen habe.

Im Juni lag er Schwerpunkt am Blog beim Wäsche waschen. Die beiden Beiträge sind auch wirklich richtig gut angekommen, was mich sehr gefreut hat.

Zusätzlich habe ich im realen Leben mit meinem Entrümpelungsprojekt weiter gemacht. Das spiegelt sich in meinem aktuellen Buchtipp wider, der ebenfalls sehr viele angesprochen hat.

zu lesen gab es im Juni folgende Beiträge:

fix it – Reparieren ist nachhaltig #23 – Kleidungsstücke passend machen
Möglichkeiten ergreifen
Videotipp am Montag #32 – NACHHALTIGKEIT | Dinge reparieren
grün grün grün sind alle meine Kleider – nachhaltige Wäschepflege
5 alternative Waschmittel [Langzeiterfahrung]
gelesen im Mai – Buchtipp #24 – DAN-SHA-RI
Achtsam durch den Tag [Woche 42-43]
Resteküche – Bananenkuchen

Viel Spaß beim Nachlesen!



Zur Monatscollage eingeladen hat Birgitt in ihrem Blog „Erfreulichkeiten“.

500 x zweckmäßiger Widerstand

Einen wirklichen Grund zu feiern gibt es heute auch auf meinem Blog. Der heutige Beitrag ist der 500. Blogpost, den ich hier veröffentliche. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. 500 Beiträge in rund 3 1/2 Jahren!

Wie viel Zeit wirklich in dieser riesigen Zahl an Beiträgen steckt kann ich gar nicht sagen. Sicher ist jedoch, dass es wirklich sehr, sehr viele Stunden sind, die ich für das Fotografieren, Zusammenstellen und Bearbeiten der Fotos, Schreiben der Texte, Gestalten des Beitrags und Beantworten von Kommentaren am PC verbracht habe.

Selbst wenn wir nur von 5 Stunden pro Beitrag ausgehen – was viel zu tief gegriffen ist – sind das 2.500 Stunden in rund 3 Jahren (Blogpausen abgezogen).

Dazu kommt noch die Linkparty „einfach.nachhaltig.besser.leben“ und die Pflege meiner anderen Linkpartys.

Trotz Reduktion auf durchschnittlich 2 Beiträge pro Woche sitze ich noch immer mindestens 15 Stunden pro Woche vor dem PC, um meine Gedanken und Ideen zu einem nachhaltigen Lebensstil aufzuschreiben.

mein Blog macht – zumindest teilweise – eine Pause

Daher gönne ich mir diesmal eine richtig lange und ausgiebige Pause, die noch kein Ablaufdatum hat.

Einerseits möchte ich auch dieses Jahr wieder eine Zeit des Medienfastens einlegen und werde daher im Juli offline sein. Das passende Buch dazu habe ich mir schon (gebraucht) besorgt und freue mich nicht nur über die freie Zeit, die vor mir liegt, sondern auch auf gemütliche Lesezeiten in der Hängematte.

Auf meinem Blog wird es daher etwas ruhiger werden, da ich dadurch natürlich weder Beiträge veröffentlichen noch Kommentare beantworten kann. Trotzdem freue ich mich natürlich sehr über jedes Kommentar auch während der Blog.Pause, bitte aber gleichzeitig um Verständnis, dass meine Antworten mit zeitlicher Verzögerung erst im August kommen werden.

Wann es mit neuen Beiträgen weitergehen wird, kann ich noch nicht mit Bestimmtheit sagen, da es mich im Sommer generell etwas mehr in die Natur zieht. Außerdem möchte ich gerne an meinem Entrümpelungsprojekt weiter arbeiten, was sehr zeitintensiv ist.

Im Herbst ist ein längerer Wanderurlaub angedacht. Wenn das zustande kommt, dann wird es vermutlich erst gegen Ende des Jahres wieder weiter gehen. Festlegen will ich mich nicht, weil sich das im Augenblick für mich nicht so gut anfühlt. Das Bloggen soll zu keiner Verpflichtung verkommen sondern Freude bereiten.

Außerdem, ganz aus der Welt bin ich trotzdem nicht, denn einiges auf meinem Blog hat auch ohne mein direktes Zutun Bestand.

Was bleibt auch während der Blogpause bestehen?

Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“

Die aktuelle Linkparty ist aus aufgrund der Blogpause dauerhaft geöffnet und ich freue mich auf Deine Beiträge.

Alle bisher verlinkten Reparaturbeiträge sind auf meinem Pinterest-Board zu sehen. Schau doch mal rein, die Sammlung an Reparaturbeiträgen ist mittlerweile auf über 200 angewachsen!

Ich bitte um Verständnis, dass sich das Pinnen der aktuellen Beiträge ein wenig verzögern wird.

Linkparty „Achtsam durch den Tag“

Nachdem ich mein Achtsamkeitsprojekt auch dieses Jahr weiterführe, ist natürlich auch die Linkparty weiterhin geöffnet.

Alle bisher verlinkten Beiträge sind auf meinem Pinterest-Board „Achtsamkeit“ zu sehen.

Ich bitte um Verständnis, dass sich das Pinnen der aktuellen Beiträge ein wenig verzögern wird.

Linkparty „Resteküche – mach was draus!“

Die Blogparade „Resteküche – mach was draus!“ ist generell als dauerhafte Linkparty konzipiert und steht daher auch weiterhin für Verlinkungen offen.

Alle bisher verlinkten Beiträge sind auf meinem Pinterest-Board „Resteküche“ zu sehen. Ich bin total begeistert, dass trotz der kurzen Dauer schon so viele Beiträge verlinkt wurden. Das zeigt mir, dass das Thema auch vielen anderen wichtig ist und darüber freue ich mich riesig!

Ich bitte um Verständnis, dass sich das Pinnen der aktuellen Beiträge ein wenig verzögern wird.

Linkparty „einfach.nachhaltig.besser.leben“

Die aktuelle Linkparty findest Du wie gewohnt am Blog einfach.nachhaltig.besser.leben. Ab 10. Juli wird Daniela gleich für zwei Monate Gastgeberin sein und im September wird Dich Traude dazu einladen, Deine grünen Beiträge zu verlinken.

damit Du nichts verpasst, wenn es wieder los geht

In der rechten Seitenleiste hast Du verschiedene Möglichkeiten, meinen Blog zu abonnieren, damit Du eine Information bekommst, wenn neue Beiträge veröffentlicht werden.

Ich hoffe sehr, dass Du meinem Blog trotz der längeren Blog.Pause weiter folgen möchtest. Ich für meinen Teil freue mich auf jeden Fall jetzt schon auf ein Wiedersehen mit Dir!


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Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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Resteküche – Bananenkuchen

Wie bereits in meinem Beitrag „Resteküche – mach was draus!“ angekündigt, starte ich heute mit dem ersten Beitrag der neuen Serie „Resteküche“.

In den letzten Monaten habe ich zahlreiche Mahlzeiten, die ich zubereitet habe, fotografiert und möchte die teilweise von mir selbst kreierten Rezepte in dieser Serie veröffentlichen.

Welche Reste hast Du?

Gibt es bei Dir Reste, die Du besonders häufig hast und bei denen Du nicht weißt, was Du damit anfangen sollst? Dann lass es mich in den Kommentaren wissen. Vielleicht habe ich bereits ein Rezept oder zumindest eine Idee dazu.

Sehr gerne greife ich dieses Thema künftig in einem eigenen Beitrag auf.

welches Obst landet am häufigsten in der Tonne?

Bananen sind nachweislich das Obst, welches am häufigsten in der Mülltonne der Supermärkte landet, da sie sehr druckempfindlich sind und deshalb schnell braune Flecken bekommen. Dadurch können sie nur in einem sehr begrenzten Zeitraum verkauft werden und landen in der Tonne, obwohl sie gerade am Höhepunkt ihres Geschmacks sind.

Daher findet man beim Dumpstern sehr häufig Bananen und ich habe mittlerweile viele verschiedene Rezepte ausprobiert und neu geschaffen.

Übrigens haben die letzten Bananen, die ich in der Tonne gefunden habe, noch eine gute Woche in so gutem Zustand gehalten, dass man sie noch immer unverkocht essen konnte!

Zu Beginn der neuen Serie möchte ich Dir unseren sehr geliebten Bananenkuchen vorstellen, den man auch mit Bananen backen kann, die schon so weich und übersüß sind, dass sie kaum jemand mehr roh essen mag.

Weitere Ideen zur Verwertung von Bananen werden ganz sicher folgen.

Rezept:

150 gr. Butter
150 gr. Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1/4 TL Salz
optional etwas Kakao
3 Dotter
3-4 sehr reife Bananen
350 gr. (Vollkorn-)Mehl
1 Pck. Backpulver
1/8 l (Pflanzen-)Milch
100 gr Walnüsse (ev. mit Schokosplitter gemischt)
3 Eischnee

Zubereitung:

Backform einfetten und bemehlen. Die Walnüsse und die Schokolade auf einem großen Brett grob hacken.

die Walnüsse und die Kochschokolade werden grob gehackt

Die Bananen schälen und mit der Gabel gut zerdrücken.

die Bananen werden mit der Gabel zerdrückt

In einem Extragefäß den Schnee schlagen.

Die Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Kakao und dem Salz mit Hilfe des Mixers gut schaumig rühren. Nach und nach die 3 Eidotter hinzufügen und anschließend die Bananen einmixen. Es kann sein, dass der Teig dabei ganz leicht gerinnt, weil zu viel Flüssigkeit auf einmal dazu kommt. Das ist aber nicht schlimm, mir ist das schon oft passiert.

Wenn Du anschließend das Mehl und die Milch einmixt, ist das Problem wieder erledigt.

Ich verwende sehr gerne 1/3 bis zur Hälfte der Menge Vollkornmehl. Das gibt einen sehr leckeren Geschmack!

Zum Schluss wird der Eischnee und die gehackten Walnüsse/Schokolade untergehoben.

hier siehst Du meinen uralten Schneekessel, in dem ich den Teig zubereite

Ich verwende immer zwei kleinere Glasformen für diesen Kuchen. Einer wird sofort gegessen und der zweite für einen späteren Zeitpunkt eingefroren.

Die runde Form ist keine spezielle Kuchenbackform sondern eine einfache Auflaufform aus Glas. Darin kann man übrigens den Kuchen auch super plastikfrei aufbewahren, weil sie einen Deckel hat!

ab ins Backrohr!

Je nach Größe der Backform bei 180°C 35 – 50 Min. backen.

10 Minuten überkühlen lassen

Extratipp: Der Kuchen löst sich besonders gut aus Glasformen, wenn man ihn für ca. 10 Minuten in der Form überkühlen lässt. Anschließend lockert man den Kuchen mit dem Messer vorsichtig vom Rand und schon rutscht er beinahe von selbst aus der Form.

der Kuchen kühlt gerade aus

Wenn man möchte kann man den ausgekühlten Kuchen noch mit Marmelade bestreichen und dann mit Schokolade glasieren.

guten Appetit!

veganes Alternativrezept: Bananenbrot

4 sehr reife Bananen
80 g geschmacksneutrales Öl
80 g Rohrzucker
250 g Dinkelmehl
1 Pck. Backpulver
Etwas Zimt
Rosinen bzw. weitere Zutaten nach Wunsch

Bananen zerdrücken, Öl und Zucker cremig rühren, Bananen dazu geben, noch einmal gut verrühren und dann das Mehl, das Backpulver und die restlichen Geschmackszutaten unterheben. Der Kuchen wird bei 180 Grad im Backofen ca. 45 Minuten gebacken.

Bananen als Zuckerersatz

Im Zuge meiner Zuckerchallenge habe ich mit Bananen als Zuckerersatz experimentiert. Entstanden sind daraus sehr leckere Bananenmuffins.

Das Rezept findest Du im Beitrag „3 Wochen ohne Zucker – Fazit Zuckerchallenge“.

zuckerfreie Muffins

„Resteküche – mach was draus!“

Dieser Beitrag ist Teil der Linkparty „Resteküche – mach was draus!“.

Sehr gerne kannst auch Du Deine Beiträge zum Thema *klick hier* verlinken.

Weiters verlinkt zu EiNaB, Create in Austria, ANL von Rostrose, RUMS sowie zur Rezeptelinkparty bei Gusta.



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Auf der Informationsseite zur Linkparty „Resteküche – mach was draus!“ findest Du eine Aufstellung meiner „Resteküche-Rezepte“. Weitere Rezepte sind im Index selbst.gemacht aufgelistet.

Achtsam durch den Tag [Woche 42-43]

Diese beiden Aufgaben haben mich für sehr lange Zeit beschäftigt und ich bin sehr froh, dass ich mir die Zeit dafür genommen habe. Das spiegelt sich auch in der Länge meiner Texte wider und daher habe ich mich auch in diesem Beitrag auf zwei Achtsamkeitsübungen beschränkt.

Vielleicht habe ich auch jetzt schon ein wenig Sorge, was sein wird, wenn es mit diesem Projekt vorbei ist und lasse mir deshalb mehr Zeit? 10 neue Herausforderungen warte noch auf mich. Ich freue mich schon sehr darauf!

#42 Dinge aufschieben

In dieser Woche ging es darum sich seiner Verschleppungstaktik bewusst zu werden, des Aufschiebens von Dingen, die getan werden müssen. Wenn man etwas ewig vor sich herschiebt und so gar nicht angeht, verwendet man auch das wunderschöne Wort Prokrastination.

Durch meine Kinder bzw. als Alleinerzieher habe ich gelernt, dass ich Probleme damit bekomme, wenn ich „Dinge liegen lasse“. Das ging so weit, dass ich richtige Panik bekommen habe, wenn ich etwas nicht erledigen konnte. Da jeder Tag mit so vielen Aufgaben gefüllt war, die nur durch ein sehr straffes Zeitmanagement zu bewältigen waren, war es mir wichtig, nichts liegen zu lassen, da der nächste Tag keinen Spielraum dafür her gab.

Dabei ging es allerdings jedoch meist um organisatorische Dinge, die wichtig waren um den Alltag zu bewältigen. Andere Dinge, die vielleicht auch sehr wichtig waren – für mich persönlich, für die Gesundheit oder für die Zukunft – sind dabei liegen geblieben.

Das ging so weit, dass ich mich darin völlig erschöpfte und irgendwann einmal gar nichts mehr ging. Langsam musste ich lernen, wieder auf meinen Körper zu hören und auch Pausen einzuplanen.

Eine sehr liebe und weise Frau hat mir einmal erklärt, dass ich eine sehr interessante Art habe, Dinge zu vermeiden. Dass ich nämlich etwas anderes „ganz Wichtiges“ mache, statt das, was ich eigentlich tun sollte.

Ein Beispiel dafür wäre ein leckeres Abendessen zu kochen (das sehr zeitintensiv ist) statt einen Anruf zu tätigen/Brief zu schreiben oder was ich sonst vor mir her schiebe. Es ginge ja auch anders, es gibt ein schnelles Abendessen und dann geht sich beides aus.

Immer etwas (anderes) zu tun ist im Grunde eine sehr gute Taktik, um etwas vor sich her zu schieben. Es ist ganz unauffällig, denn man ist ja die ganze Zeit beschäftigt! Es ist ja nicht so, dass man auf der faulen Haut liegt und in den Tag hinein lebt.

Immer mit etwas beschäftigt zu sein um nie zu dem zu kommen, was eigentlich wichtig wäre, ist eine sehr gut Möglichkeit um etwas ewig hinaus zu schieben ohne dass es schnell auffällt.

Durch die Aufgabe der Woche #42 habe ich die Möglichkeit bekommen noch einmal genauer hin zu sehen, wie ich mich in solchen Situationen verhalte.

Und siehe da, es hat sich genau gar nichts verändert! Ich renne noch immer wie der Hamster im Rad, bin fleißig dabei alles mögliche zu erledigen und schaffe es dabei Dinge liegen zu lassen. Wie zum Beispiel meine Steuererklärung und andere bürokratische Sachen, die ich so gar nicht machen mag.

Letztendlich hat es genau 4 Wochen gedauert, bis ich die Steuererklärung tatsächlich gemacht habe. So lange habe ich die Aufgabe fortgesetzt. In den vier Wochen hat sich ganz schön viel bewegt zu Hause. Ich habe sehr viele Sachen erledigt, vor denen ich mich gedrückt habe.

Jeden Tag habe ich mir eine Sache vorgenommen, die unerledigt ist und die ich an dem Tag erledigen wollte. Und dabei habe ich mich selbst beobachtet. Manchmal hat es einige Tage gedauert bis ich die selbst gestellt Aufgabe endlich angegangen bin, denn da waren so viele andere unerledigte Sachen, die in dem Moment „noch wichtiger“ waren.

Das heißt sogar in der Zeit, wo ich sehr bewusst hingesehen habe durch die Aufgabe der Woche, habe ich mich immer wieder einmal selbst ausgetrickst.

Es war eine wichtige Zeit für mich um dieses Thema noch einmal anzusehen. Dadurch ist vieles einfacher geworden in meinem Leben, weil ich mich so oft selbst dabei ertappt habe, etwas anderes zu arbeiten statt das, was ich eigentlich tun sollt.

Als ich die vorgeschobenen Arbeiten reduziert habe und statt dessen gleich die Dinge angegangen bin, die zu tun waren, hatte ich auf einmal mehr Zeit für mich.

Klingt das jetzt seltsam? Ja, vermutlich! Aber das war die Erfahrung dieser 4 Wochen. Wenn ich gleich erledige, was getan werden muss, dann habe ich mehr Zeit für das, was Spaß macht, weil ich keine vorgeschobenen Tätigkeiten mehr machen muss, die nur dazu dienen, die Aufgabe zu verschleppen.

Daher habe ich meine Formel für einen erfolgreichen Tag wieder hervor geholt und praktiziere sie wieder täglich.

#43 Ihre Zunge

Diesmal gab es eine Übung, die ich gar nicht geschafft habe. Während ich esse und trinke sollte ich mir meiner Zunge bewusst sein, also die Aufmerksamkeit auf die Aufgaben der Zunge lenken, was sie tut, während ich esse und trinke und wie und wo ich schmecke.

Das hat so gar nicht geklappt, obwohl ich es fast 3 Wochen lang versucht habe. Kein einziges Mal! Ich war einfach nicht in der Lage, darauf zu achten. Beim Essen bin ich mit so vielen anderen Dingen beschäftigt, vor allem mit Schmecken und Genießen, dass da scheinbar kein Platz für etwas anderes mehr ist.

Wobei ganz so stimmt es nicht, fällt mir gerade beim Schreiben ein, ein Mal hat es doch funktioniert. Aber das war eher Zufall, wenn ich ehrlich bin. Seit 100 Jahren hatte ich das erste Mal (aus einem bestimmten Grund, aber das führt zu weit hier) einen Kaugummi im Mund. Und dabei habe ich festgestellt, dass ich es nicht schaffe, den Kaugummi an einer bestimmten Stelle zu halten. Er bewegte sich unablässig in der Gegend herum ohne dass ich das wollte! Und dafür war wohl die Zunge zuständig und das wurde mir in dem Moment sehr deutlich bewusst.

die Zunge künstlerisch dargestellt in einem Graffiti

Die Aufgabe der Woche hat mich überraschend in eine ganz andere Richtung geführt als erwartet. Da es beim Essen nicht geklappt hat, habe ich zwischendurch immer wieder einmal meine Aufmerksamkeit auf die Zunge gelenkt.

Beobachtet habe ich dabei, dass meine Zunge ein Indikator für meine Nervosität ist. Wenn es mir gut geht, ruht sie sich ganz gemütlich in meinem Mund aus. Sobald ich aber in Stress gerate und nervös werde, führt sie scheinbar ein Eigenleben und bewegt sich unablässig in meinem Mund herum und tastet alles möglich ab!

Immer wenn mir das unruhige Verhalten meiner Zunge bewusst wurde, habe ich mich bemüht, sie zu beruhigen und mich selbst bewusst zu entspannen, damit auch die Zunge wieder ruhig im Mund liegen kann.

Und siehe da, das hat sich auch positiv auf meinen Gesamtzustand ausgewirkt, ich wurde dadurch insgesamt ausgeglichener und gelassener.

Fazit – das ist eine sehr mächtige Übung wie mir scheint, auch wenn es um etwas ganz anderes ging bei der Aufgabe der Woche. Ich möchte das unbedingt weiter verfolgen und freue mich, diese neue Möglichkeit der Selbstberuhigung in stressigen Situationen entdeckt zu haben.


achtsam durch den Tag [#Jahresprojekt 2017]

achtsam-durch-den-tag-jahresprojekt-2016-2017Diese Gedanken sind Teil von meinem Jahresprojekt.
Nähere Informationen dazu findest Du im Beitrag „Achtsam durch den Tag [Jahresprojekt]“, in welchem auch alle Links der Linkparty gesammelt werden.

Ergänzend dazu sind alle verlinkten Beiträge auf meinem Pinterest-Board „Achtsamkeit“ zu sehen.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose


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