verpackungsfrei einkaufen in Graz

Es wird an der Zeit, endlich wieder einmal meine Zusammenstellung der Möglichkeiten, verpackungsfrei in Graz einzukaufen zu überarbeiten.

verpackungsfrei einkaufen in Graz

Seitdem ich meine erste Aufstellung veröffentlicht habe, sind fast 2 Jahre vergangen. Was hat sich inzwischen getan? Gibt es nun mehr Einkaufsmöglichkeiten?

Um die Frage gleich vorweg zu beantworten – JA! Es hat sich ganz schön viel getan und ich finde das großartig!

vieles unter einem Dach (alphabetisch geordnet)

* Ayurveda Naturladen, Girardigasse 4, 8010 Graz

* Bauernladen Puntigam, Puntigamerstr. 88-90, 8041 Graz
MO, DI, MI: 7.30 Uhr – 14.00 Uhr, DO, FR 7.30 Uhr – 18.00 Uhr

* Biofeld, Elisabethstraße 84-88, 8010 Graz
* Biofeld, Wienerstraße 234, 8051 Graz
Gemüse und Obst gibt es offen, Milchprodukte teilweise in Pfandglas

* Biohofladen Grottenhof, Krottendorferstr. 110, 8052 Graz
DI+DO 14.30 Uhr – 17.00 Uhr
Gemüse u. Obst gibt es offen, Milchprodukte teilweise in Pfandglas
Käse und Wurst werden in mitgebrachte Behälter gefüllt

* Bioladen Matzer, Sparbersbachgasse, 8010 Graz

* Bio Shop Graz, Straßgangerstr. 125, 8052 Graz

* Das Gramm, Neutorgasse 7, 8010 Graz
erster Unverpacktladen in Graz

* Denn’s Biomark, Joanneumring 10, 8010 Graz
* Denn’s Biomarkt, Plüddemanngasse 107a, 8042 Graz
Gemüse u. Obst gibt es offen, Milchprodukte teilweise in Pfandglas
Käse und Wurst werden in mitgebrachte Behälter gefüllt

* Die Knospe, St. Peter-Hauptstraße 36/38, 8042 Graz

* Farmers Ernte, Sparbersbachg. 71, 8010 Graz

* Kornwaage, Theodor-Körner-Straße 47, 8010 Graz

* Naturkost Margreth, Kastellfeldgasse 27, 8010 Graz
Edit: Heißt nun Mondi’s Bioladen.
Sobald ich mehr Infos habe, werde ich den Eintrag ergänzen.

* Reformhaus Brantner, Gleisdorfergasse 10, 8010 Graz

* Reformhaus Wurzelsepp, Hauptplatz 5, 8010 Graz

Auch in den verschiedenen türkischen Läden kann man vieles unverpackt einkaufen.

im Gramm findet man alles unverpackt

im Gramm findet man alles unverpackt

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse kann man fast überall ohne Verpackung einkaufen, sogar in Supermärkten. Auch in den verschiedenen Bioläden bekommt man verpackungsfreies Obst und Gemüse in Bioqualität.

Am besten bringt man zum Einkauf ein Stoffsackerl mit. Ich habe mir aus einem alten Vorhangstoff dünne durchscheinende Gemüsesackerl genäht. Alternativ kann man einfache Baumwolltaschen verwenden.

verpackungsfreier Einkauf von Gemüse

verpackungsfreier Einkauf von Gemüse

Mein bevorzugtes Einkaufsgebiet für Obst und Gemüse sind jedoch die zahlreichen Bauernmärkte in und um Graz. Eine Übersicht wann und wo ein Bauernmarkt stattfindet findest Du in dieser Aufstellung.

Bauernmärkte haben zusätzlich den Vorteil, dass das Obst und Gemüse wirklich regional und saisonal ist und auch im Hintergrund kein bis kaum Verpackungsmüll anfällt, was im Supermarkt leider oft nicht der Fall ist (Obst und Gemüse wird in Kartonsteigen geliefert und angeboten, teilweise lose auf Plastiktassen verpackt…). Im Supermarkt fällt auch meist ein ausgedrucktes Preispickerl an, das man auf jeden Fall nehmen muss.

Ergänzende Informationen, insbesondere auch über die Grüne Kiste, sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 4. zu finden.

Food-Coops, SoLaWis und GeLaWis in und um Graz

Food-Coops und SoLaWis sind auch eine gute Möglichkeit, um Verpackungsmaterial zu sparen. Außerdem unterstützt man damit die regionale Landwirtschaft und das finde ich auch sehr gut.

* Gelawi Biofuchs, Jaklhof 1, 8010 Graz
* Foodcoop Krautkoopf, Wastlergasse 2, 8010 Graz
* Gelawi Kleine Farm, Flamberg 32, 8505 St. Nikolai im Sausal
* Hofkollektiv Wieserhoisl, Warnblickweg 32, 8530 Deutschlandsberg:
* SoLaKo – solidarische Landwirtschaftskooperative
* Biohof Zehrfuchs, Kroisbach 108, 8241 Dechantskirchen

Brot

Das ist neben Obst und Gemüse die leichteste Aufgabe, es gibt in Graz ganz viele gute Bäckereien, die das Brot selbst backen und auch offen anbieten. Bitte immer eine Stofftasche mitbringen, um das Brot ohne Verpackung nach Hause tragen zu können.

Broteinkauf beim Bäcker

Broteinkauf beim Bäcker

Ergänzende Informationen und Tipps zur Aufbewahrung sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 7. zu finden.

Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse

Das Gramm, Bioäden Kornwaage, Matzer, Farmers Ernte sowie Reformhaus Brantner. Auch manche kleinen Türkenläden sind dafür ein Tipp.

Für diesen Einkauf habe ich alte Mehl- und Zuckersäcke aus Papier aufgehoben oder verwende jene Gläser, die danach gleich als Vorratsglas dienen.

bereit für den verpackungsfreien Einkauf

bereit für den verpackungsfreien Einkauf

Nudeln

Unverpackte (getrocknete) Nudeln habe ich bis jetzt nur im Gramm entdeckt. Ein Geheimtipp ist das Il Pastaio in der Schlögelgasse 3, wo man frische Pasta (auch gefüllt) sowie italienische Spezialitäten im eigenen Behälter mitnehmen kann.

Nudeln sind jedoch auch sehr einfach selbst zu machen. Eine Anleitung dafür ist in meinem Beitrag selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Nudelteig zu finden.

man braucht nicht unbedingt eine Nudelmaschine

man braucht nicht unbedingt eine Nudelmaschine

Gewürze, Trockenfrüchte und Tees

Das Gramm, Bioladen Kornwaage, Reformhaus Wurzelsepp, Reformhaus Brantner, Orientalische Gewürze in der Reitschulgasse 18. Das Teehaus Heissenberger am Hauptplatz von Graz füllt den Tee in mitgebrachte Behälter ab.

Auch in der Apotheke kann man losen Tee, speziell verschiedene Heiltees, kaufen.

Mehr Informationen zum Tee sind in meinem Beitrag „Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.“ zu finden.

(Soja-)Milch

(Soja-)milch in Pfandflaschen gibt es mittlerweile bei fast allen Bioläden zu kaufen.

Ich bevorzuge die Frischmilchautomaten, welche alle 24/7 geöffnet sind.

* Plabutscherstr. 115, 8051 Graz-Gösting (Oberhalb der BULME)
* Lagerhaus Gratwein, Bahnhofstraße 38, 8112 Gratwein-Straßengel
* Oberhalb vom Bioladen Grottenhof, Krottendorferstraße, 8052 Graz
* Radegunderstr. 35, 8045 Graz-Andritz
* Biogesundheitshof Aschacher, Hochfeldweg 23, 8047 Graz-Ragnitz
* Andersengasse 1, 8041 Graz-Liebenau
* Hönigtal, Riesstraße, bei Rothtankstelle links hinein
* Stiftingtal, Haltestelle Posthof
* Grambach, Familie Riedl
* Aichstern, Rohrbach 80, 8151 Rohrbach-Steinberg

Abfüllen kann man die Milch in alte Tomatenflaschen oder auch in alte Weinflaschen.

Einkauf und Aufbewahrung von Milch

Einkauf und Aufbewahrung von Milch

Ergänzende Informationen sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 6. zu finden.

Eier

Eier kann man auf Bauernmärkten, in Bioläden aber auch z.B. beim Lagerhaus in Gratwein lose kaufen. Am besten einen alten Eierbecher mitbringen und diesen immer wieder verwenden.

Käse, Frischkäse, Topfen

Das Gramm, Bioladen Grottenhof, Kasalm am Kaiser Josef Platz, Bioladen Kornwaage. Schafkäse bekommt man auch in den kleine Türkenläden z.B. Akdag Ecke Josefigasse offen zu kaufen.

Den Käse kann man übrigens gleich in den mitgebrachten Dosen oder unter einer Käseglocke aufbewahren.

verpackungsfreier Einkauf und Aufbewahrung von Käse

verpackungsfreier Einkauf und Aufbewahrung von Käse

Ergänzende Informationen und Tipps zur Aufbewahrung sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 5. zu finden.

Joghurt und Sauerrahm

Man bekommt Joghurt und Sauerrahm in Pfandgläsern im Gramm, in der Kornwaage, Bioladen Grottenhof, in den verschiedenen Bioläden aber z.B. auch im Lagerhaus. Auch am Biobauernmarkt vor der LFS Alt-Grottenhof kann man Joghurt und Sauerram in Gläsern kaufen. Sandras gsund’s Platzl in Gratwein-Straßengel ist auch eine gute Möglichkeit. Neben Obst und Gemüse gibt es auch Milchprodukte in Pfandgläsern.

Joghurt selber zu machen ist aber auch keine Hexerei, eine Anleitung findest Du auf meinem Blog.

selbst gemachtes Fruchtjoghurt

selbst gemachtes Fruchtjoghurt

Wurst, Schinken und Fleisch

Leider wird man in den üblichen Supermärkten mit der mitgebrachten Dose selten Erfolg haben. Ich bevorzuge daher kleine Fleischhauer, wie beispielsweise die Fleischerei Feiertag am Lendplatz oder die Fleischerei Herzog in Gratkorn, die wesentlich lieber dem Kunden entgegen kommen.

Im Bioladen Grottenhof gibt es Schinken und Rohschinken und auf den Bauernmärkten werden harte Würstel und Speck angeboten.

Beim Draxler am Jakominplatz bekommt man Huhn und Hühnerteile unverpackt zu kaufen. Zuletzt habe ich Hühnerfleisch auch in einem kleinen Türkenladen am Fröbelpark offen gefunden.

Einkauf von Fleisch und Schinken in Edelstahldosen

Einkauf von Fleisch und Schinken in Edelstahldosen

Ergänzende Informationen und Tipps zur Aufbewahrung sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 5. zu finden.

Essig, Öl, Säfte

Essig und Öl findet man bei „Vom Fass“ am Glockenspielplatz aus deren eigener Manufaktur.

Manche Bauern nehmen die Kernölflaschen auch gerne wieder zurück um sie wieder zu verwenden.

Am Bauernmarkt bekommt man vor allem Apfelsaft auch oft in Pfandflaschen zu kaufen.

Säfte kann man sehr einfach selber machen, verschiedene Anleitungen sind auf meinem Blog zu finden.

Mittlerweile mache ich auch meinen Essig mit Hilfe von einem Kombuchapilz selbst.

selbst gemachter Essig mit Kombuchapilz

selbst gemachter Essig mit Kombuchapilz

Oliven

Das Gramm, Kornwaage, Türkenläden

Putz- und Waschmittel

Im Bioladen Kornwaage, Matzer, die Knospe und bei Farmers Ernte kann man Putzmittel in selbst mitgebrachte Gefäße abfüllen lassen.
Biologisch abbaubare Putz- u. Waschmittel findet man bei der Firma Pach, Webergasse 19 in 8124 Übelbach.

Auf meinem Blog ist eine Anleitung für selbst gemachtes Waschmittel zu finden. Seit einigen Monaten wasche ich meine Wäsche jedoch mit Kastanienwaschmittel.

selbst gemachtes Kastanienwaschmittel

selbst gemachtes Kastanienwaschmittel

Speziell in der Küche und im Bad putze ich gerne mit Essig oder Zitronenschalen.

Ergänzende Informationen sind in meinem Beitrag Müll reduzieren im Haushalt Teil 3. und Müll reduzieren im Haushalt Teil 4. zu finden.

Hygiene- und Kosmetikprodukte

Seife bekommt man sogar in manchen Drogeriemärkten, aber natürlich auch in den meisten Bioläden unverpackt zu kaufen. Ein ganz toller Tipp ist der Seifenladen in Mariatrost und Katjas Seifenwelt. Auch Haarseife bekommt man da zu kaufen.

Am besten bringst Du die Papiersäcke zum Verpacken selbst mit.

liebevoll handgemachte Naturseifen

liebevoll handgemachte Naturseifen

Auf meinem Blog ist auch eine Anleitung für selbst gemachtes Deo zu finden.

Nur sehr eingeschränkt kann ich Lush empfehlen, weil hier viele Produkte für den Konsumenten nicht sichtbar mit Verpackungsmaterial belastet sind. Um die Kosmentikprodukte beim Transport zu schützen, müssen sie verpackt werden. Darüber hinaus werden die kleinen gegossenen Teile in Einmalformen aus Kunststoff gegossen, in denen sie dann auch zum Shop transportiert werden. Hier fällt daher zusätzlich auch noch jede Menge Plastikmüll an.

Bürsten und Korbwaren

* Bürsten- und Korbwaren GmbH, Rösselmühlgasse 4, 8020 Graz
* Shop des Odilieninstituts Graz, Leonhardstraße 130, 8010 Graz
* Haushaltswaren Kerschbaumer, Franziskanerplatz 11, 8010 Graz
* Haushaltswaren Rauch, Grazbachgasse 5, 8010 Graz
* Lagerhaus Gratwein, Bahnhofstraße 38, 8112 Gratwein-Straßengel

plastikfreier Abwasch

plastikfreier Abwasch

Kleidung, Hausrat, Geschirr, Möbel, CDs, DVDs, Bücher etc. etc.

Am Flohmarkt oder über verschiedene Internetplattformen kann man fast alles gebraucht und daher unverpackt kaufen. Der Ban Re-Use Shop in der Puchstraße 47, 8020 Graz ist ein wahres Paradies für allerlei Nützliches.

In Graz gibt es einige Carla-Läden, in denen man vor allem gebrauchte Kleidung, aber auch Bücher und allerlei Nützliches entdecken kann.

Auch im Kostnixladen in Gratkorn findet man Kleidung, Hausrat, Bücher, Spiele, CDs, DVDs, Geschirr und vieles mehr.

In Graz gibt es Kostnixregale im Gmota, im Spektral und im schwarzen Radieschen.

Weiters findet man in Graz eine Vielzahl an offenen Bücherregalen. Eine gute Übersicht darüber findest Du in der Facebook-Gruppe „offene Bücherregale Graz und Umgebung“.

allerLEIH Nützliches in den Regalen

allerLEIH Nützliches in den Regalen

man muss nicht alles besitzen

Eine letzte Anregung möchte ich noch geben. Man muss nicht alles besitzen um es zu nutzen. In Graz gibt es in der Kernstockgasse 20 einen AllerLEIHLaden. In einem Leihladen kann man Gegenstände, die man selten benötigt, ausleihen. Meist funktioniert das Prinzip auf Gegenseitigkeit, man stellt selbst etwas zur Verfügung und kann im Gegenzug etwas ausborgen.

Einige Infos und Bilder findest Du auch in meinem Beitrag „Vorstellung: AllerLEIHLaden Graz“.

Linktipp:

Bioläden in Graz
Bauernmärkte in Graz
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Ich freue mich sehr über Kommentare,
die diese Liste ergänzen.

Dieser Beitrag wird laufend ergänzt und erweitert.


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selbst.gemacht statt selbst.gekauft – Kastanienwaschmittel für den Vorrat

Das Thema „Wäsche waschen“ hat mich im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Verpackungsmüll immer wieder einmal beschäftigt. Ich habe mittlerweile einige verschiedene Varianten durch, ganz zufrieden war ich jedoch leider bisher noch mit keiner.

im Herbst ist Kastanienzeit

Dieses Jahr hatten wir uns vorgenommen endlich Kastanien als Waschmittel zu testen. Anleitungen sind im Internet und auf den Blogs einige zu finden und gerade in letzter Zeit ist vermehrt darüber zu lesen. Eh klar – ist ja gerade Herbst und die beste Zeit Kastanien am Boden zu finden.

Es waren einige Versuche nötig, bis wir auf die für uns perfekte Lösung gekommen sind. Frische Kastanien für das Waschmittel zu verwenden ist ja keine Hexerei. Aber wie auf vielen Blogs zu lesen ist, gibt es leider Probleme mit der späteren Verwendung. Die Frage war daher, wie können wir die Kastanien lagern, um auch später im Winter, Frühjahr oder gar bis in den Sommer welche zum Waschen zur Verfügung zu haben.

Erster Versuch gescheitert

Als erstes haben wir die gesammelten Kastanien einfach ausgebreitet und versucht, luftig zu trocknen (viel lockerer gelagert als auf dem Bild zu sehen ist!).

unsere gesammelten Kastanien fürs Waschmittel

unsere gesammelten Kastanien fürs Waschmittel

Das ist aus zwei Gründen gescheitert. Einerseits sind aus unerklärlichen Gründen ganz schön viele schimmlig geworden und andererseits war es eigentlich unmöglich, die harten Kastanien zu schälen.

Das war wohl nix.

Nachdem ich bei „Birthes bunter blog-garten“ von ihren Problemen mit dem Trocknen von den bereits zerteilten Kastanien gelesen habe, hat Herr Widerstand eine ganz andere Lösung gefunden, die ich heute mit Dir teilen möchte.

Kastanien für das Waschmittel haltbar machen

Auch wenn wir die Kastanien nur für Buntwäsche verwenden wollen, haben wir uns dafür entschieden, die Kastanien von den Schalen zu befreien. Mit einem kleinen scharfen Messer hat Herr Widerstand daher die Kastanien geschält.

die Kastanien werden von den Schalen befreit

die Kastanien werden von den Schalen befreit

Am nächsten Tag (die Finger brauchen ein wenig Schonung!) werden die Kastanien sodann in kleine Stücke geschnitten und auf einem Backblech zum Trocknen ausgelegt.

Damit das Trocknen zügig erfolgen kann, haben wir die Restwärme vom Backrohr verwendet. In letzter Zeit gab es öfters Auflauf und ich habe auch regelmäßig Kuchen für Herrn Widerstand gebacken. Eine kleine Belohnung muss schon sein…

in kleine Stücke geschnitten und zum Trocknen ausgelegt

in kleine Stücke geschnitten und zum Trocknen ausgelegt

Sobald die Kastanienschnitze ausreichend trocken sind, werden sie in einen Baumwollsack umgefüllt. Darin bewahren wir sie auf, bis sie ihrer Bestimmung folgen und zu Waschmittel werden.

luftige Aufbewahrung im Baumwollsack

luftige Aufbewahrung im Baumwollsack

Wir hatten viel Glück, da wir einen Kastanienbaum gefunden haben, bei dem noch niemand geerntet hatte. Im Keller warten noch immer ganz schön viele Kastanien darauf geschält zu werden.

warum so viel Mühe?

Wenn man die Kastanien so stark zerkleinert, wie wir das machen, dann ist die Ausbeute deutlich höher und man braucht weniger Kastanien für die Herstellung vom Waschmittel. Damit reduziert sich im Grunde der Aufwand wieder deutlich bzw. kann man, auch wenn man nicht so viele Kastanien gefunden hat, viele Maschinen Wäsche waschen.

In vielen Anleitungen ist die Rede von 5-8 Kastanien auf 250 – 300 ml Flüssigkeit (=1 Waschmaschinenladung). Durch das Zerkleinern reduziert sich der Kastanienbedarf um 75% (siehe Dosierung)! Da zahlt sich der Aufwand schon aus finde ich.

Kastanienwaschmittel selber machen

Und nun kommt die Anleitung, wie man das Waschmittel macht.

3-4 EL Kastanienschnitze*)
400 ml Wasser

*) das entspricht in etwa 3-4 Kastanien

Die Kastanienschnitze werden mit dem Wasser bedeckt ca. 1 Tag stehen gelassen.

Danach kannst Du das Waschmittel in eine Flasche umfüllen bzw. sofort verwenden.

Die Kastanien können insgesamt zwei Mal für die Herstellung von Kastanienwaschmittel verwendet werden. Daher füllen wir das Glas anschließend gleich noch einmal mit Wasser auf.

unser Kastanienwaschmittel

unser Kastanienwaschmittel

Dosierung

Pro Waschmaschinenladung verwenden wir genau die Hälfte, sprich 200 ml Flüssigkeit. Das bedeutet, dass wir mit den 3-4 EL Kastanienschnitzen genau 4 x Wäsche waschen. Anders ausgedrückt – pro Kastanie kann man 1 x Wäsche waschen! In den meisten anderen Anleitungen kommt man auf 3-4 Kastanien pro Waschladung. Das ist schon ein großer Unterschied finde ich.

Haltbarkeit

Das fertige Waschmittel ist nur sehr kurz haltbar. Wir setzen daher nur dann Waschmittel an, wenn wir mindestens 2 Waschmaschinenladungen auf einmal waschen wollen und voraussichtlich in den nächsten beiden Tagen wieder Wäsche waschen müssen.

Praxistest

Im Internet findet man sehr unterschiedliche Meinungen zum Kastanienwaschmittel. Einige kritisieren, dass die Wäsche mit der Zeit nicht mehr so gut riecht.

Das Problem liegt wohl hauptsächlich darin, dass Kastanien organisch sind und immer eine kleine Restmenge an Flüssigkeit in der Waschmaschine zurück bleibt. Gerade wenn nicht so häufig gewaschen wird, kann das dann zu Veränderungen beim Geruch führen.

Wir haben das Problem für uns so gelöst, dass wir ab und zu mit einem konventionellen Waschmittel waschen, dadurch hatten wir noch nie ein Geruchsproblem.

Die Wäsche wird wirklich wunderbar sauber und ist völlig geruchlos. Wir sind sehr zufrieden mit dieser Möglichkeit, die nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern uns noch dazu von der Natur geschenkt wird.

Fazit

Die Wäsche mit Kastanien zu waschen ist eine wirklich einfache, ökologisch sinnvolle und noch dazu billige Möglichkeit, die Schmutzwäsche zu waschen ohne Verpackungsmüll zu produzieren.

Leider ist es wohl die zeitintensivste Methode Waschmittel selbst herzustellen – dafür allerdings gratis.

Das Sammeln der Kastanien macht Spaß und geht auch schnell. Das ist der einfachste Teil der Sache.

Das Schälen ist sehr arbeitsintensiv und eine recht große Belastung für die Finger (Blasen!).

Schneiden und Trocknen geht wiederum relativ flott. Aus ökologischen Gründen sollte man für das Trocknen der Kastanien das Backrohr natürlich nicht extra andrehen. Das haben wir bisher auch noch nie gemacht.

Das Ansetzen vom Waschmittel ist schnell erledigt und unkompliziert. Also wenn man die Kastanienschnitze einmal hat, dann ist es wirklich einfach.

Ich gestehe unumwunden, ohne Herrn Widerstands fleißige Hände (deshalb habe ich auch immer in WIR-Form geschrieben) würde ich wohl daran verzweifeln. Ganz ehrlich – ich backe lieber Kuchen und koche Marmelade ein oder was auch immer.

Durch die Unterstützung von Herrn Widerstand werden wir jedoch voraussichtlich bis zum nächsten Herbst ausreichend Kastanienwaschmittel haben.

Unter anderem auf „Smarticular“ ist zu lesen, dass man die Kastanien auch mit der Küchenmaschine zu einem Pulver zerkleinern kann. Das klingt nach einer großen Verlockung wenn ich ehrlich bin. Allerdings sind die Kastanien – auch wenn sie noch relativ frisch sind – recht hart. Ich vermute, dass die Schneidemesser der Küchenmaschine nach so einer Kastanienzerkleinerung für anderes nicht mehr wirklich zu gebrauchen sind. Das finde ich dann auch nicht so sinnvoll, daher bleiben wir bei der hier vorgestellten Methode.

kastanienwaschmittel-anleitung


Logo einab grueneinfach.nachhaltig.besser.leben [#EiNaB]

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.
Hier geht es zur aktuellen Linkparty.

Weiters verlinkt zu Create in Austria und ANL von Rostrose


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Wie alle wissen ist für mich Müllvermeidung ein ganz besonders wichtiges Thema. In meinem heutigen Beitrag für #EiNaB zeige ich eine sehr einfache Möglichkeit, wie man Bad und Küche strahlend sauber und frei von Kalkflecken bekommt, ohne Müll zu verursachen.

mit einem Klick aufs Bild kommst Du zum Beitrag

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Mit einem Klick auf das obere Bilder oder * hier * kommst Du zum Beitrag und erfährst, wie ich mein Bad und meine Küche ganz ohne Müll zu verursachen putze.

#EiNaB im Mai

In diesem Monat bin ich Gastgeber und eröffne mit meinem Beitrag die nächste Runde der Blogparade „einfach.nachhaltig.besser.leben“. Die Linkparty findet bereits zum dritten Mal auf unserem gemeinsamen Blog statt. Bis einschließlich 10.6.2016 hast Du die Möglichkeit Deine grünen Ideen und Gedanken zu teilen.

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verpackungsfrei einkaufen in Graz

Den heutigen Weltumwelttag möchte ich zum Anlass nehmen um eine Zusammenstellung aller mir bekannten Möglichkeiten, in Graz und Umgebung verpackungsfrei einzukaufen, auf meinem Blog zu veröffentlichen.

verpackungsfrei einkaufen in Graz

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse kann man fast überall ohne Verpackung einkaufen, sogar in Supermärkten. Auch in den verschiedenen Bioläden bekommt man verpackungsfreies Obst und Gemüse in Bioqualität.

Im Bioshop in Wetzelsdorf habe ich übrigens sogar lose Champignons gefunden und auch in der Gemüsewerkstatt kann man Obst und Gemüse unverpackt kaufen. In einem Kommentar auf FB wurde ich auf den Ayurveda Naturladen aufmerksam gemacht.

Am besten bringt man zum Einkauf ein Stoffsackerl mit. Ich habe mir aus einem alten Vorhangstoff dünne durchscheinende Gemüsesackerl genäht. Alternativ kann man einfache Baumwolltaschen verwenden.

Einkauf und Aufbewahrung von Gemüse

Einkauf und Aufbewahrung von Gemüse

Mein bevorzugtes Einkaufsgebiet für Obst und Gemüse sind jedoch die zahlreichen Bauernmärkte in und um Graz. Eine Übersicht wann und wo ein Bauernmarkt stattfindet findest Du in dieser Aufstellung.

Bauernmärkte haben zusätzlich den Vorteil, dass das Obst und Gemüse wirklich regional und saisonal ist und auch im Hintergrund kein bis kaum Verpackungsmüll anfällt, was im Supermarkt leider oft nicht der Fall ist (Obst und Gemüse wird in Kartonsteigen geliefert und angeboten, teilweise lose auf Plastiktassen verpackt…). Im Supermarkt fällt auch meist ein ausgedrucktes Preispickerl an, das man auf jeden Fall nehmen muss.

Ergänzende Informationen, insbesondere auch über die Grüne Kiste, sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 4. zu finden.

Brot

Das ist neben Obst und Gemüse die leichteste Aufgabe, es gibt in Graz ganz viele gute Bäckereien, die das Brot selbst backen und auch offen anbieten. Bitte immer eine Stofftasche mitbringen, um das Brot ohne Verpackung nach Hause tragen zu können.

Broteinkauf beim Bäcker

Broteinkauf beim Bäcker

Ergänzende Informationen und Tipps zur Aufbewahrung sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 7. zu finden.

Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse

Bioäden Kornwaage, Matzer, Farmers Ernte sowie Reformhaus Brantner. Auch manche kleinen Türkenläden sind dafür ein Tipp.

Für diesen Einkauf habe ich alte Mehl- und Zuckersäcke aus Papier aufgehoben oder verwende jene Gläser, die danach gleich als Vorratsglas dienen.

bereit für den verpackungsfreien Einkauf

bereit für den verpackungsfreien Einkauf

Gewürze, Trockenfrüchte und Tees

Bioladen Kornwaage, Reformhaus Wurzelsepp, Reformhaus Brantner, orientalische Gewürze Reitschulgasse.

Auch in der Apotheke kann man losen Tee, speziell verschiedene Heiltees, kaufen.

Mehr Informationen zum Tee sind in meinem Beitrag „Müll reduzieren beim Einkauf Teil 9.“ zu finden.

(Soja-)Milch

(Soja-)milch in Pfandflaschen gibt es in der Kornwaage und beim Matzer zu kaufen.

Ich bevorzuge die Frischmilchautomaten, welche alle 24/7 geöffnet sind z.B. oberhalb der Bulme, Gratwein Lagerhaus, oberhalb vom Bioladen Grottenhof, Radegunderstraße 35 und angeblich auch Ragnitzstraße gegenüber der Kirche.

Milchautomaten im Umland gibts zB auch in Hönigtal (Riesstrasse bei der Roth-Tankstelle links hinein) und in Grambach bei Familie Riedl.

Abfüllen kann man die Milch in alte Tomatenflaschen oder auch in alte Weinflaschen.

Einkauf und Aufbewahrung von Milch

Einkauf und Aufbewahrung von Milch

Ergänzende Informationen sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 6. zu finden.

Eier

Eier kann man auf Bauernmärkten, in Bioläden aber auch z.B. beim Lagerhaus in Gratwein lose kaufen. Am besten einen alten Eierbecher mitbringen und diesen immer wieder verwenden.

Käse, Frischkäse, Topfen

Bioladen Grottenhof, Kasalm am Kaiser Josef Platz, Bioladen Kornwaage. Schafkäse bekommt man auch in den kleine Türkenläden z.B. Akdag Ecke Josefigasse offen zu kaufen.

Achtung! Die Kasstubn in der Franziskanergasse hat leider seit Anfang Mai geschlossen…

Den Käse kann man übrigens gleich in den mitgebrachten Dosen oder unter einer Käseglocke aufbewahren.

verpackungsfreier Einkauf und Aufbewahrung von Käse

verpackungsfreier Einkauf und Aufbewahrung von Käse

Ergänzende Informationen und Tipps zur Aufbewahrung sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 5. zu finden.

Joghurt und Sauerrahm

Man bekommt Joghurt und Sauerrahm in Pfandgläsern in der Kornwaage, Bioladen Grottenhof aber z.B. auch im Lagerhaus. Auch am Biobauernmarkt vor der LFS Alt-Grottenhof kann man Joghurt und Sauerram in Gläsern kaufen. Sandras gsund’s Platzl in Judendorf ist auch eine gute Möglichkeit. Neben Obst und Gemüse gibt es auch Milchprodukte in Pfandgläsern.

Joghurt selber zu machen ist aber auch keine Hexerei, eine Anleitung findest Du auf meinem Blog.

selbst gemachtes Fruchtjoghurt

selbst gemachtes Fruchtjoghurt

Wurst, Schinken und Fleisch

Leider wird man in den üblichen Supermärkten mit der mitgebrachten Dose selten Erfolg haben. Ich bevorzuge daher kleine Fleischhauer, wie beispielsweise die Fleischerei Feiertag am Lendplatz oder die Fleischerei Herzog in Gratkorn, die da wesentlich lieber dem Kunden entgegen kommen.

Im Bioladen Grottenhof gibt es Schinken und Rohschinken und auf den Bauernmärkten werden harte Würstel und Speck angeboten.

Beim Draxler am Jakominplatz bekommt man Huhn und Hühnerteile unverpackt zu kaufen. Zuletzt habe ich Hühnerfleisch auch in einem kleinen Türkenladen am Fröbelpark offen gefunden.

Einkauf von Fleisch und Schinken in Edelstahldosen

Einkauf von Fleisch und Schinken in Edelstahldosen

Ergänzende Informationen und Tipps zur Aufbewahrung sind in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 5. zu finden.

Essig, Öl, Säfte

Essig und Öl findet man bei „Vom Fass“ am Glockenspielplatz aus deren eigener Manufaktur.

Manche Bauern nehmen die Kernölflaschen auch gerne wieder zurück um sie wieder zu verwenden.

Am Bauernmarkt bekommt man vor allem Apfelsaft auch oft in Pfandflaschen zu kaufen.

Säfte kann man sehr einfach selber machen, verschiedene Anleitungen sind auf meinem Blog zu finden.

selbst gemacht schmeckt es mir am besten

selbst gemacht schmeckt es mir am besten

Oliven

Kornwaage, Türkenläden

Putz- und Waschmittel

Im Bioladen Kornwaage kann man Putzmittel in selbst mitgebrachte Gefäße abfüllen lassen. Auf meinem Blog ist auch eine Anleitung für selbst gemachtes Waschmittel zu finden.

Waschmittel, Putzmittel und Geschirrspülmittel ohne Verpackung einkaufen

Waschmittel, Putzmittel und Geschirrspülmittel ohne Verpackung einkaufen

Ergänzende Informationen sind in meinem Beitrag Müll reduzieren im Haushalt Teil 3. und Müll reduzieren im Haushalt Teil 4. zu finden.

Hygiene- und Kosmetikprodukte

Seife kann man unverpackt im Reformhaus Brantner kaufen. Ein ganz toller Tipp ist der Seifenladen in Mariatrost und auch bei Lush bekommt man einiges unverpackt zu kaufen.

Am besten bringst Du die Papiersäcke zum Verpacken selbst mit.

Seife ist ein perfektes Universalprodukt

Seife ist ein perfektes Universalprodukt

Auf meinem Blog ist auch eine Anleitung für selbst gemachtes Deo zu finden.

Kleidung, Hausrat, Geschirr, Möbel, CDs, DVDs, Bücher etc. etc.

Am Flohmarkt oder über verschiedene Internetplattformen kann man fast alles gebraucht und daher unverpackt kaufen.

Auch im Kostnixladen in Gratkorn findet man Kleidung, Hausrat, Bücher, Spiele, CDs, DVDs, Geschirr und vieles mehr.

In Graz gibt es Kostnixregale im Gmota, im Spektral und im schwarzen Radieschen. Ein offener Bücherschrank steht im Volksgarten.

Unverpacktladen „Das Gramm“

Ab April 2016 wird es in Graz einen Unverpacktladen geben – mehr Infos dazu sind in meinem Beitrag Vorstellung: Das Gramm zu finden.

schon bald wird hier "Das Gramm" zu finden sein

schon bald wird hier „Das Gramm“ zu finden sein

Linktipp:

Bioläden in Graz
Bauernmärkte in Graz
Markttermine in Graz
Flohmärkte in Graz
Flohmärkte Suchmaschine österreichweit

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Rückblick Zero Waste Challenge

open  zero wasteIn der letzten Woche habe ich an der „OPENSPACE Zero Waste Challenge“ teilgenommen. Es war für mich sehr spannend, einmal den Augenmerk nicht nur auf den Plastikmüll sondern auf das gesamte Müllaufkommen zu legen.

Ist es möglich, eine Woche lang keinen Müll zu produzieren?

Diese Frage musste ich – zumindest für mich – mit „nein“ beantworten. Es haben sich leider ganz viele Bereiche aufgetan, wo ich keinen Einfluss habe.

Nummer 1 ist der Papiermüll

Der Hauptfaktor ist das Altpapier, wo ich keine Chance habe, keinen Müll zu verursachen, selbst wenn ich will. Die Post bringt z.B. Rechnungen und darum kommt man einfach nicht herum, selbst wenn man sich noch so sehr anstrengt.

Ich hätte nicht erwartet, dass es schwieriger ist, Altpapier zu vermeiden als Plastikmüll!

Ohne gute Planung geht gar nichts

Bereits am Tag vor der Challenge habe ich eine Essensplanung gemacht, wo ich auch berücksichtigt habe, nur Gerichte zu kochen, die ich auch ohne Verpackungsmüll hinbekomme.

Dass es dann teilweise anders gekommen ist als geplant, war nicht so ein Problem. Das Basisgerüst alleine hat schon sehr viel geholfen!

Wir haben die ganze Woche super lecker gegessen und haben nichts vermisst.

Meine Einkäufe

1 x gescheiterter Versuch Käse zu kaufen
1 x Supermarkt (Sirupzucker)
2 x Fleischer (Faschiertes, Schinken, Schnitzeln)
1 x Bauernmarkt (Gemüse, Käse)
2 x Milchautomat
(1 x Fairteiler trockene Semmeln für Knödelbrot)

und 1 x Shopping (Schuhe + Schlafsack samt Zubehör)

EinkaeufeundEssen

Der große Brocken Müll fiel natürlich beim Shopping an, was nicht wirklich in dieser Woche geplant war. Aber da ich das Ablaufdatum vom Gutschein übersehen hatte, musste es dann doch sein. Mitgebracht habe ich die angehängten Preiszetteln von den gekauften Waren, was relativ gesehen gar nicht so wenig war. Vor allem ist an diesem Tag der einzige Plastikmüll angefallen.

Für die Lebensmitteleinkäuf ist außer 3 Kassabons kein Müll angefallen.

das ist der Plastikmüll von der ganzen Woche

das ist der Plastikmüll von der ganzen Woche

Problembereich Papier

Wie schon anfangs ausgeführt, man kann den Papiermüll zwar reduzieren, auch deutlich, aber ganz vermeiden lässt sich das nicht. Da sind Kassabons, Parkscheine, Fahrkarten, Preisschilder, Briefe, Briefumschläge, Papiertüten etc.

Edit – Thermopapier gehört in den Restmüll. Tut mir leid für die Verwirrung!

Trotzdem muss man natürlich dazu sagen, dass das wahrscheinlich (abgesehen vom Biomüll) der Müll ist, welcher am harmlosesten ist – Stichwort nachwachsende Rohstoffe sowie Recycling.

das wandert nach einer Woche nun ins Altpapier

das wandert nach einer Woche nun ins Altpapier

Mein Müll im Überblick

Altpapier 112 gr 111 gr
Plastik 1 gr
Glas 0
Metall 0
Restmüll 0 1 gr (3 Kassabons + 1 Fahrschein)

Insgesamt sind also 113 gr Müll angefallen in dieser Woche.

insgesamt sind 113 gr Müll angefallen in dieser Woche

insgesamt sind 113 gr Müll angefallen in dieser Woche

Zahlenspiele

Umgelegt auf 1 Jahr würde diese Menge Müll allerdings noch immer ein stattliches Gewicht von 5,876 kg ergeben!

Spannend finde ich das Zahlenspiel insofern, weil laut dieser Statistik der Österreicher durchschnittlich 597 kg Müll pro Jahr verursacht.

Der hochgerechnete Müll von dieser Woche würde somit 1 % des üblichen Müllaufkommens entsprechen.

Das sind natürlich keine realen Zahlen, weil ich diese Woche schon besonders auf Müllvermeidung geachtet habe. In Wahrheit wird das Gesamtgewicht des von mir verursachten Abfalls natürlich schon deutlich höher sein. Wie viel es wirklich ist, habe ich allerdings keine Ahnung, nur 597 kg sind es bei weitem nicht.

Upcycling-Abend

Im Rahmen der Challenge fand gestern ein Upcycling-Abend statt. Die Teilnehmer der Challenge hatten dadurch noch die Möglichkeit, einen Teil vom Müll einem anderen Zweck zuzuführen.

Ich hatte keinen Müll mitgebracht, weil bei meinen Abfällen wirklich nichts Brauchbares dabei war. Statt dessen habe ich gemeinsam mit Daniela vom Blog Green Bird dünne Einkaufssäcke für Salat genäht.

da geht nun endlich auch ein großer Salatkopf rein

da geht nun endlich auch ein großer Salatkopf rein

Fazit

Abgesehen davon, dass sich die Sache mit der Planung und Organisation natürlich wieder einmal bestätigt hat, habe ich schon wieder sehr viel lernen dürfen. Im Vergleich zu Challenges, an denen ich bisher teilgenommen habe, ist diesmal noch weniger Plastikmüll angefallen.

Zahnseide kann man tatsächlich öfters verwenden, wenn man sie wäscht und trocknet. Wattestäbchen habe ich durch zusammengedrehte Stofftaschentücher ersetzt.

Foodsharing und dumpstern hilft gleich doppelt beim Müll reduzieren. Man muss auch viel weniger oft einkaufen gehen!

Mit etwas Kreativität kann man im Kochrezept Lebensmittel, die verpackt sind, durch andere ersetzen, die nicht verpackt sind.

Dass ich eine Woche lang keine Schokolade und kein schokoladehältiges Naschzeug gegessen habe, hat nicht nur mir selbst gut getan sondern auch den anfallenden Müll deutlich reduziert.

Meinen Notfallsplan (Konditorei mit offenen Pralinen) musste ich nicht ausführen, worauf ich ganz besonders stolz bin. Keine Schokolade in dieser Woche war meine höchst persönliche Zusatzchallenge.

Wastecollage

befreundete Blogger bei der Challenge

Daniela von Green Bird
Zwergenmama von grüne Zwerge
Catgirl von Hartbook
Philipp von Wo ist Philipp?


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Diesen Beitrag verlinke ich natürlich auch zur neuen Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty vom Blog gruenezwerge durchgeführt.


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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

Die Open Space Zero Waste Challenge – mach mit!

Im Rahmen der Aktionstage Nachhaltigkeit veranstaltet das OPENSPACE die „OPENSPACE Zero Waste Challenge“.

Ist es möglich, eine Woche lang keinen Müll zu produzieren?

Unter dem Motto „7 Tage – 0 Müll“ werden sich die Teilnehmer im Zeitraum von 27. Mai – 3. Juni 2015 selbst herausfordern, um zu sehen, wie wenig Müll man in 7 Tagen produzieren kann.

Man muss nicht in Graz wohnen um teilzunehmen!

Du kannst von überall teilnehmen: Wien – New York – Reykjavik oder Shanghai. Alle Informationen sind auf der Webseite zu finden. Updates werden per Email versendet und der Müll der Woche muss auch nicht nach Graz geschickt werden – Fotos und Beschreibung genügt.

Wer mitmachen möchte, kann sich hier für die „OPENSPACE Zero Waste Challenge“ anmelden, um offiziell dabei zu sein.

Aktionszeitraum 27. Mai - 3. Juni 2015

Aktionszeitraum 27. Mai – 3. Juni 2015

Der gemeinsame Weg steht im Vordergrund

Neben der persönlichen, täglichen Selbst-Challenge der Müllvermeidung, haben die Teilnehmer während der Woche die Möglichkeit, sich aktiv mit anderen Teilnehmern und den Zero-Waste-Experten in einem Forum auszutauschen, sowie Fotos, Tipps und Fragen hochzuladen.

Jeder Teilnehmer führt ein Tagebuch

* Wie viel Müll ist an dem Tag produziert worden?
* Warum ist dieser Müll produziert worden?
* Hätte ich diesen Müll vermeiden können, wenn ja – wie?
* Erfahrung des Tages (Wo ist mir das Mülleinsparen sehr schwer gefallen? Wo war es nicht möglich? Wo ist es besonders leicht gefallen?)

Dokumentation am OpenZeroWaste-Blog

Während der Challenge werden die Teilnehmer online ihren Tipp des Tages, ihre schlechten oder guten Erfahrungen, das Bild zum Tag, Fragen usw. posten und sich mit den restlichen TeilnehmerInnen austauschen, um so viel Unterstützung wie möglich zu erhalten.

Eine Expertenjury wird im Anschluss der Challenge die Tagebücher und Müll-Fotos sichten und bewerten.

Zero Waste Handbuch

Die Erfahrungen und Tipps in den Tagebüchern werden vom OPENSPACE Team anschließend in einem Zero Waste Handbuch zusammengefasst, welches kostenlos online zum Download zur Verfügung stehen wird.

challenge accepted

Ich bin auch mit dabei und werde mit meinen Erfahrungen dem Team vom OPENSPACE zur Seite stehen. Über die Einladung, dieses Projekt zu unterstützen freue ich mich sehr!

Außer Konkurrenz möchte ich natürlich auch gerne mitmachen und werde die Woche dazu nützen, um mein Müllaufkommen wieder einmal noch genauer als sonst unter die Lupe zu nehmen.

Derzeit bin ich ganz gut in Übung, da ich für die Ausstellung „Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt.“ eine Woche lang meinen Plastikmüll gesammelt habe.

Zero wird es definitv nicht werden, da ich pro Tag auf jeden Fall ein Stück Zahnseide verwende, welches danach natürlich im Müll landet.

Das Ergebnis des Müllsammelns für das "Plastikmüll-Projekt"

Das Ergebnis des Müllsammelns für das „Plastikmüll-Projekt“

Linkparty zur „Open Space Zero Waste Challenge“

Wer gemeinsam mit mir an der Challenge teilnehmen und am eigenen Blog bzw. am Aktionsblog darüber schreibt, kann gerne seine Beiträger über diesen Inlinkz-Button verlinken.

Durch Anklicken des Buttons kannst Du sowohl selbst Beiträge verlinken als auch alle verlinkten Beiträge sehen!

Diese Aktion habe ich zum Anlass genommen und meinen Inlinkz-Account erweitert, sodass nun auch die Bilder von den verlinkten Beiträgen zu sehen sein werden.


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mein langer Weg zur perfekten Seifenschale

Nicht nur meine Küche ist weitgehend plastikfrei, auch der restliche Haushalt wird mit der Zeit von Plastik befreit.

Nach der Küche hatte ich im Bad einiges zu tun, denn nicht nur die Zahnputzbecher und die Seifenschalen sondern auch die Abstellkörbe für das Duschzeug waren aus Plastik.

aufgebraucht!

Mittlerweile habe ich die Vorräte an Duschgel und Haarshampon verbraucht. Was für eine Erleichterung!

Jahrelang hatte ich bei jeder Gelegenheit wieder einmal ein neues Haarshampon oder Duschgel mitgenommen und einen recht üppigen Vorrat angesammelt.

Aber der ist inzwischen verbraucht und wie schon im Sommer getestet wird nur noch Olivenölseife verwendet.

selbst.gemachte Seifenschalen

Vor einigen Jahren habe ich meine Seifenschalen aus Ton selbst gemacht.

handgefertigte Seifenschalen aus Ton

handgefertigte Seifenschalen aus Ton

Ich mag sie ja unheimlich gern und von der Ästhetik her gefallen sie mir super gut! Leider hat das mit dem Wasser nicht funktioniert.

Die Seife bekam trotz der Rillen immer wieder nasse Füße, war aufgeweicht und mit der Zeit hat das unangenehm zu riechen begonnen.

die erste Lösung war aus Plastik

Die erste Lösung stammt noch aus der Zeit vor meiner Plastikverweigerung.

Plastik und Keramik - das passt gar nicht zusammen!

Plastik und Keramik – das passt gar nicht zusammen!

Funktioniert hat das recht gut aber optisch fand ich es nicht so super und heute kann ich nicht mehr verstehen, wie ich diese schöne Seifenschale überhaupt so verunstalten konnte.

die erste plastikfreie Lösung

Nachdem ich mit dieser Lösung an sich sehr zufrieden war, habe ich etwas gehäkelt, damit die Seife trocken liegen kann.

Seifenschale mit gehäkeltem Seifenkissen

Seifenschale mit gehäkeltem Seifenkissen

Auf die Idee bin ich gekommen, weil es Seifenkissen aus Luffaschwamm gibt. Grundsätzlich war die Idee recht gut, aber die praktische Durchführung ließ zu wünschen übrig. Ich hätte so alle 2-3 Tage das Seifenkissen wechseln müssen, damit die Seife wirklich trocken geblieben wäre.

Und ehrlich gesagt, das ist mir zu aufwändig, daran denke ich nicht regelmäßig und dann war die Seife wieder nass und glitschig.

Alternative gesucht

Es gibt ja wunderbare Alternativen aus Holz, das hätte mich schon sehr angelacht. Vor allem die wunderschön gemusterten Schalen aus Olivenholz hatten es mir angetan. Wobei ich da nicht sicher bin ob die 3 Löcher ausreichen und ob die Sauerei unter der Seifenschale so wirklich meins wäre.

Konsumrebellion

Aber natürlich wollte ich in Wahrheit gar nichts Neues kaufen, daher habe ich weiter überlegt und die Augen offen gehalten.

Gefunden habe ich meine perfekte Seifenschale auf einem Blog (den es zu meinem Bedauern nicht mehr gibt), in dem ein Einblick in den Badezimmerschrank gewährt wurde. Da lag die Seife auf einem Eierbecher und ich war nur noch hin und weg von dieser genialen Idee.

endlich eine Verwendung für meine Eierbecher

endlich eine Verwendung für meine Eierbecher

die Lösung ist so einfach wie genial

Wieder einmal konnte ich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Seit vielen Jahren besitze ich 4 Stück von diesen Eierbechern aus Glas, die wir nie verwenden. Weil wir nämlich keine weich gekochten Eier essen. Aber sie standen aus sentimentalen Gründen noch immer herum, weil ich sie für meine allererste Wohnung gekauft hatte.

so bleibt die Seife immer trocken

so bleibt die Seife immer trocken

Praxisbericht

Seit nunmehr rund einem halben Jahr verwende ich in der Küche und im Bad diese Eierbecher als Seifenablage. Und was soll ich sagen – seitdem hatte ich nie wieder eine Seife mit nassen Füßen.

Von Zeit zu Zeit werden die Schalen ausgetauscht und gesäubert. Zum Glück habe ich ja 4 Stück obwohl das sicher nicht nötig wäre.

Die Reinigung braucht ein wenig Zeit, weil sich durch die Verbindung von Seife und Wasser nach und nach Seifenkalk bildet, der sich gar nicht so leicht entfernen lässt. Ein bisschen Essigreiniger oder Essig bzw. Zitronensäure pur ist hilfreich.

Ich gebe zu, optisch spricht mich die Seifenschale lange nicht so an wie die selbst getöpferten Seifenschalen. Aber vielleicht setze ich mich eines Tages noch hin und töpfere 2 Eierbecher neue Seifenschalen nach diesem Vorbild.

weitere Seifenschalen sind hier zu sehen:

fjonka: DER Seifenhalter
foolfashion: Seifenschaum
Konsumexperiment: Seifenigel
Zauberweib: Seifenschale, gehäkelt
Tanja: DIY Fischdose als Seifenschale
Stefan: Seifenschale aus einer Schaumkelle
einfach nachhaltig: Seife am rumhängen
Wundertütenwald: Seifenschale
verrücktes Huhn: Die Sache mit der Seife
Leben mit Genuß: gehäkelter Seifenbeutel
Potpourri: Seifenschale aus Knetmasse


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plastikfreie Küche
plasticfree july

Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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Müll reduzieren im Haushalt Teil 5.

Im Laufe des letzten Jahres konnte ich das Müllaufkommen in meinem Haushalt deutlich reduzieren. Teilweise fällt nicht einmal mehr 10% dessen an, was vorher war! Für mich macht das ein gutes Gefühl, aber es hat auch den positiven Nebeneffekt, dass wir viel seltener Müll raustragen müssen. Das ist doch auch was, oder?

Jedenfalls habe ich mir gedacht, ich möchte Dir einmal einen Überblick geben, wie Du Dir meinen Haushaltsmüll vorstellen kannst.

Altmetall

ungefähr monatlich: 1 Tube Tomatenmark, 1 Tube Zahnpaste
unregelmäßig: ein bisschen Alufolie von Schokolade

Ich kaufe keine Dosen mehr. Tomaten werden selbst eingekocht oder in der Flasche gekauft, getrocknete Hülsenfrüchte bekomme ich lose im Bioladen und alles andere wie z.B. Maiskörner kann man auch im Glas kaufen.

Informationen, was alles in Aluminium verpackt ist und Alternativen dazu findest Du in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 1. – Aluverpackungen.

Altglas

ungefähr monatlich: 1 Flasche Essig, 1 Flasche Öl
unregelmäßig: Bruchglas, falls einmal etwas runter fällt

Weiterverwendung von Altglas

Weiterverwendung von Altglas

Handelsübliche Twist-Off-Gläser werden gereinigt und für Marmelade, Chutney, Relish oder Vorratshaltung verwendet. Flaschen verwendet ich um Holunderblütensirup, Apfelsaft oder Kräutersirup einzukochen.

selbst gemachter Saft in alten Flaschen

selbst gemachter Saft in alten Flaschen

Altpapier

ungefähr wöchentlich: 2-3 Gratiszeitungen, die automatisch zugestellt werden
unregelmäßig: Briefumschläge, Einkaufszettel, Notizzettel, Verpackungen aus Karton und Papier

Schutz vor der Werbeflut

Schutz vor der Werbeflut

Seitdem ich diesen Aufkleber verwende, hat sich mein Altpapieraufkommen drastisch reduziert. Statt mehrmals wöchentlich das Altpapier zu entsorgen reicht nunmehr alle 2 Wochen.

Die Kartons von Nudeln verwende ich übrigens um Biomüll zu sammeln und die Papiersäckchen von Zucker und Mehl werden gebraucht, um Getreide und Hülsenfrüchte im Bioladen zu kaufen. Dadurch fällt kein weiterer Müll an und ich brauche trotzdem nicht die schweren Vorratsgläser mitzunehmen.

Biomüll

täglich: 1-2 l Biomüll
unregelmäßig: Gras-, Strauch- und Blumenschnitt im Garten

Mein Garten ist so winzig, dass ich keinen eigenen Kompost habe, daher wandert mein Biomüll in die Biomülltonne.

Biomüll fällt bei mir wirklich sehr viel an, weil wir so viel Gemüse essen. Aber damit kann ich gut leben, denn das verrottet und ergibt fruchtbare Erde

Plastikmüll

wöchentlich: 1 kleiner Sack voll Plastikmüll (ca. 5 l)

Im letzten Jahr habe ich den Plastikmüll wirklich deutlich reduzieren können. Bis dahin hatten wir pro Woche durchschnittlich 50 – 60 l Plastikmüll.

Heute wird die Milch vom Automaten in die eigenen Flaschen abgefüllt, Obst und Gemüse beziehe ich lose über die Grüne Kiste oder am Bauernmarkt, Wurst, Käse und Fleisch kaufe ich unverpackt in selbst mitgebrachten Behältnissen und im Bioladen bekomme ich Getreide und Hülsenfrüchte lose zu kaufen.

Waschmittel, Geschirrspül- und Putzmittel kann ich im selben Bioladen in selbst mitgebrachte Gefäße abfüllen lassen.

Selbstverständlich habe ich immer eine Einkaufstasche mit, um meine Einkäufe nach Hause zu tragen.

Vieles, was ich nicht ohne Plastiverpackung kaufen kann mache ich selbst. Das bereitet mir einerseits Freude, andererseits habe ich ein gutes Gefühl, weil ich nicht nur Müll sondern auch Lebensmittelzusatzstoffe, die ich nicht mitessen möchte, vermeiden kann.

die gesamten Plastikabfälle im Lebensmittelbereich während des plastic free july

die gesamten Plastikabfälle im Lebensmittelbereich während des plastic free july

Ich bin mit den Plastikverpackungen jedoch nicht ganz so streng wie während des plastic-free-july, weil ich aus dieser Challenge gelernt habe, dass ich die Freude verliere, wenn ich dort, wo ich wirklich keine Alternativen finde, darauf verzichten muss.

Daher habe ich für mich entschieden dass es besser ist, wenn ich weiterhin 5l Plastikmüll pro Woche verursache statt irgendwann ganz damit aufzuhören, weil es mir nur noch auf die Nerven geht, dass es nur durch Verzicht möglich ist gar keinen Plastikmüll zu verursachen.

Altkleidung

Kleidung, die zwar noch gut ist, aber von mir aussortiert wurde, trage ich entweder zum Kleidertauschmarkt oder in den Kostnixladen.

Falls meine Lieblingskleidungsstücke oder Zubehör kaputt gehen, werden sie genäht oder repariert.

Tipps zur Müllvermeidung bei Kleidung sind in meinem Beitrag Was passiert mit Altkleidern zu finden. Wie weniger Müll bei Kleidung durch alternatives Verhalten entsteht, sind den Tipps für den Kleiderschrank zu entnehmen.

Restmüll

ungefähr monatlich: 20 Wattestäbchen aus Papier, etwas Kehricht sowie der Inhalt des beutellosen Staubsaugers
unregelmäßig: verschmutztes Papier, kaputte Kleidungsstücke, kaputter Hausrat

Ich verwende Spültücher und Spülschwämme aus Stoff bzw. aus Garn selbst gestrickt bzw. gehäkelt, Taschentücher, Servietten und Küchenrolle wurden ebenfalls durch waschbare Alternativen ersetzt.

Wenn ich länger unterwegs bin nehme ich meine Trinkflasche sowie eine kleine Jause in der Edelstahldose mit, falls ich unterwegs Hunger bekomme.

Bereits seit ganz vielen Jahren fällt bei mir so gut wie kein Restmüll mehr an, da ich wirklich sehr genau den Müll trenne.


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Müll reduzieren im Haushalt Teil 4.

Geschirr spülen und putzen

Gerade Putz- und Geschirrspülmittel werden nahezu ausschließlich in Plastik verpackt verkauft. Natürlich ist selber machen eine Alternative und im Internet findet man sehr viele selbst gemachte Haushaltsreiniger und Spülmittelalternativen.

selbst.gemacht ist für mich diesmal keine Alternative

Wie schon im Beitrag Müll reduzieren im Haushalt – Wäsche waschen ausgeführt, ist meine Motivation, ein Putzmittel selber herzustellen, wesentlich geringer ist, als selbst.gemachter Schokoaufstrich.

Daher habe ich mich entschlossen, biologische Putzmittel zu testen, die es im Handel verpackungsfrei zu kaufen gibt.

Müllreduzierter Putzmitteleinkauf

In meinem Bioladen habe ich die Möglichkeit gefunden, Putzmittel in selbst mitgebrachte Gefäße abgefüllt zu kaufen.

eine große Auswahl an verschiedenen Putzmitteln zum Abfüllen

eine große Auswahl an verschiedenen Putzmitteln zum Abfüllen

Die letzten Verpackungen von handelsüblichen Putzmitteln habe ich deshalb aufgehoben und verwende sie dadurch teilweise weiter, sodass sie nicht zu Müll werden.

Geschirr mit der Hand spülen

Als erstes ging mein Geschirrspülmittel aus. Im Bioladen gibt es Geschirrspülmittel neutral offen zu kaufen. Für neutral habe ich mich entschieden, weil ich keine Duftstoffe im Geschirrspülmittel haben möchte.

Inhaltsstoffe:
Zuckertensid, Kokosfettalkoholsulfat, Speisesalz, Citrat, Wasser gewirbelt

Nachdem ich das Spülmittel sowieso umfülle, habe ich keinen Sinn darin gesehen, die ursprünglichen Plastikverpackungen weiter zu verwenden.

Ich habe also eine 500 ml Glasflasche aufgehoben und im Geschäft wurde das Geschirrspülmittel vom großen Kanister in diese Flasche umgefüllt.

Geschirrspülmittel in der Glasflasche

Geschirrspülmittel in der Glasflasche

Zu Hause fülle ich wiederum meinen Bedarf in die Edelstahlflasche um. Ich mag es, wenn ich einhändig eine sehr kleine Portion auf Spültuch bzw. Spülschwamm dosieren kann.

Seifenspender aus Edelstahl für das Geschirrspülmittel

Seifenspender aus Edelstahl für das Geschirrspülmittel

Für 500 ml ökologisches Geschirrspülmittel habe ich 1,90 Euro bezahlt. Dieser Preis hat mich gar nicht geschreckt, weil ich vorher auch schon Ökowaschmittel in der Plastikflasche gekauft habe. Dadurch war das dann nur noch eine geringe Preisdifferenz für mich.

Mit der Waschleistung bin ich sehr zufrieden, es riecht neutral bis gar nicht und die Hände werden nicht mehr als üblich angegriffen.

Pulver für die Geschirrspülmaschine

Schon seit ganz vielen Jahren verwende ich lieber Pulver, Salz und Klarspüler für die Geschirrspülmaschine. Tabs finde ich einfach nur furchtbar und dass jedes einzeln verpackt ist sowieso. Mit dem Pulver kann man auch deutlich individueller dosieren und die Menge der Zugabe von Klarspüler kann ich auch selbst bestimmen.

Im Bioladen wird auch das Pulver für den Geschirrspüler lose verkauft. Ich brauche pro Jahr ca. 4 kg Geschirrspülpulver. Derzeit bin ich noch am Verbrauchen von Beständen, werde aber danach sicher einen Test machen.

Ein großes Glas mit Schraubverschluss ist für die Aufbewahrung vom Pulver sicher sehr gut geeignet.

Allzweckreiniger und Essigreiniger

Viel mehr brauche ich nicht um meinen Haushalt ordentlich zu putzen. Derzeit habe ich noch angebrochene Flaschen, die ich natürlich zuerst verbrauchen möchte, bevor ich auf verpackungsfreie bzw. verpackungsreduzierte Varianten umsteige.

Im Bioladen habe ich die entsprechenden Reinigungsmittel bereits gesehen und werde sie in die alten Flaschen abfüllen lassen.

Alternativen, die ich schon seit vielen Jahren ergänzend verwende sind Zitronensäure bzw. Essig und Soda.

Reinigung der Fenster

Zur Reinigung der Fenster verwende ich Geschirrspülmittel. Was für die Gläser meiner Küche gut ist, ist auch für mein Fensterglas gut. Habe ich zumindest für mich so beschlossen.

WC Reiniger

Auch den WC Reiniger bekommt man im Bioladen, wobei ich meistens jedoch auch den Essigreiniger in Kombination mit der WC-Bürste für die Reinigung der WC-Muschel verwende. Die Brille bzw. der Außenbereich wird sowieso besser mit Allzweckreiniger geputzt.

Bodenreinigung

Nachdem ich den Lärm, den Staubsauger machen, gar nicht leiden kann, verwende ich hauptsächlich den Wischmop.

Ich habe einen „langhaarigen“ Wischmop, den ich trocken verwende um die Staubflusen zu entfernen. Das geht echt rasch und das Ergebnis ist für mich voll ok.

Dann habe ich noch einen „kurzhaarigen“ Wischmop, den ich nass für die gründliche Reinigung verwende. Als Reinigungsmittel gebe ich einen Spritzer Allzweckreiniger ins Wasser.

Ich besitze zwar einen Staubsauger, aber den verwendet eigentlich nur mein Mann, weil er seinerseits den Wischmop nicht leiden kann. Es ist ein Staubsauger mit Dauerfilter, man braucht keine eigenen Staubsaugerbeutel. Das finde ich wiederum eine sehr gute Entwicklung im Staubsaugerbereich.

Kaufen würde ich mir aus heutiger Sicht jedoch keinen Staubsauger mehr, da ich mit Wischmop, Besen und Schaufel alles gut bewältigen kann.

Minimalismus beim Putzen

Ich putze sehr minimalistisch. Bei mir muss es nicht klinisch rein sein. Mir sind andere Dinge wichtiger im Leben, als ein jederzeit staubfreier Parkettboden.

Auch bin ich der Meinung, dass man nicht für alles und jedes ein eigenes Mittelchen haben muss. Allzweckreiniger sind so gut wie für alles geeignet, nicht umsonst heißen sie „Allzweckreiniger“.

Essig und Zitronensäure sind eine perfekte Ergänzung, vor allem wenn es um Kalk geht. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen Entkalker gekauft. Den Wasserkocher entkalke ich regelmäßig mit Zitronensäure.

Hartnäckige Fettflecken bekomme ich mit Waschsoda weg.

weniger ist gut für die Umwelt

Für mich geht es beim Thema „Putzmittel“ nicht nur um eine Reduktion des Verpackungsmülls sondern auch um eine Reduktion der Putzmittel an sich.

Je weniger Putzmittel ich verbrauche, desto weniger wandert ins Abwasser.

* Jedes Familienmitglied hat ein anderes Glas. Dadurch konnte ich die Menge an schmutzigen Gläsern drastisch reduzieren.

* Neben meinem Waschbecken im Bad hängt ein kleines Handtuch, mit dem ich das Waschbecken nach dem Gebrauch trocken wische. Dadurch vermeidet man Kalk- und Seifenablagerungen und braucht das Waschbecken nicht so oft mit Reinigungsmittel zu putzen.

* Der Spiegel wird nach jedem Duschen ohne Reinigungsmittel mit einem trockenen Handtuch (das ich nur dafür verwende) gereinigt. Nach dem Duschen ist er nämlich so schön beschlagen, sodass er auch ohne Putzmittel perfekt glänzend und streifenfrei sauber wird.

* Die Duschwand wird mit einem Glaswischer bzw. Duschabzieher von Wasserspritzern befreit.

* Staubsauger verwenden wir maximal 1 x pro Woche, denn der Staub kann auch mit dem Wischmob entfernt werden. Das geht ganz schnell, braucht keinen Strom und macht auch viel weniger Lärm.

Die Liste ließe sich jetzt sicher noch weiter fortsetzen, das sind nur einige Beispiele wie man Putzmittel reduzieren kann.

Was und wie ich es mache wird nicht für jeden und alle Situationen passen, da die Lebensumstände für alle Menschen anders sind. Diese Tipps verstehen sich daher lediglich als Anregungen.

Ergänzende Tipps für minimalistisches Putzen sind in den Kommentaren herzlich willkommen!

Linktipp:

sauber ohne Tierversuche


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Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty gerade auf meinem Blog durchgeführt.

Weiters verlinkt zu praktisch. plastikfrei. leben


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Müll reduzieren im Haushalt Teil 3.

Wäsche waschen

Vor kurzem habe ich die Anleitung für selbst.gemachtes Waschpulver bzw. Flüssigwaschmittel vorgestellt.

Die Kosten für selbst.gemachtes Waschmittel sind sehr gering, aber dafür hat man einen gewissen Aufwand, um es selber zuzubereiten. Es ist für mich auch nicht möglich, das Waschmittel gänzlich plastikfrei herzustellen, da Waschsoda ausschließlich in Plastik verpackt zu kaufen ist.

Anmerkung: In den Kommentaren des Beitrags Waschmittel selber machen war die Rede, dass es in manchen Ländern Waschsoda in Papier verpackt verkauft wird.

selbst.gemacht ist für mich diesmal keine Alternative

Eigentlich bin ich jemand, der wirklich gerne alles selber macht, aber das Herstellen von Waschpulver hat mir bedauerlicherweise keinen Spaß gemacht.

Obwohl ich neutrale Olivenölseife ohne Duftstoffe hatte, wurde beim Reiben der Seife ein sehr intensiver Geruch frei gesetzt und beim Vermischen von Seifenflocken und Waschsoda bekam ich durch den Waschsodastaub eine leichte Verätzung der Nasenschleimhäute.

Meine Motivation, nicht essbare Sachen selber zu machen ist auch wesentlich geringer, das gebe ich unumwunden zu. Ich koche lieber einen Pudding als Flüssigwaschmittel.

Auch mit der Waschleistung war ich nicht 100%ig zufrieden. Vielleicht wäre es eine Frage der Dosierungsanpassung an die Wasserhärte, aber die Motivation hält sich eindeutig in Grenzen.

Daher habe ich mich entschlossen, biologische Waschmittel zu testen, die es im Handel verpackungsfrei zu kaufen gibt.

Müllreduzierter Waschmitteleinkauf

In meinem Bioladen gibt es die Möglichkeit, verschiedene Waschmittel in selbst mitgebrachte Gefäße abgefüllt zu kaufen.

eine große Auswahl an verschiedenen Waschmitteln zum Abfüllen

eine große Auswahl an verschiedenen Waschmitteln zum Abfüllen

Als ich mich entschied, auf verpackungsfreies Waschmittel umzusteigen, habe ich natürlich zuerst alle Waschmittelflaschen verbraucht, bevor ich die Veränderung durchgeführt habe.

Ich habe lange überlegt, ob ich auch für die Aufbewahrung von Waschmittel eine plastikfreie Alternative wählen soll. Aber es waren dann drei Gründe, warum ich mich dagegen entschieden habe.

Einerseits ist es Bequemlichkeit. Es ist halt schon praktisch, diese Flasche mit der Dosierkappe weiter zu verwenden, sie liegt auch gut in der Hand. Der zweite Grund ist, dass die alten Flaschen Müll sind, wenn ich sie nicht weiter verwende. Statt dessen müsste ich irgendwelche anderen Flaschen dafür kaufen oder organisieren, was in dem Zusammenhang eine wirkliche Verschwendung von Ressourcen wäre. Einen dritten Grund habe ich auch noch, in die Flasche passen genau 1,5l Waschmittel, was für den Einkauf sehr praktisch ist.

Alle alten Waschmittelflaschen habe ich daher aufgehoben und von den Etiketten befreit, um sie weiter zu verwenden.

Biowaschmittel neutral

Getestet habe ich Bio-Waschmittel neutral für 30° 60° 95°C. Empfohlen für bunte und weiße Wäsche aus Baumwolle, Leinen, Hanf und Mischgewebe.

Flüssigwaschmittel im alten Behälter

Flüssigwaschmittel im alten Behälter

Inhaltsstoffe: Seife aus Rapsöl/Sonnenblumenöl aus kontr. biolog. Anbau, Zuckertensid, Kokosfettalkoholsulfat, Pflanzlicher Alkohol (Äthanol), Rizinusöl sulfatiert, Citrat, Wasser, gewirbelt

Das Waschmittel ist ohne Duftstoffe, was mir besonders wichtig ist.

Der Preis

Die Kosten für das Biowaschmittel betragen 4,20 Euro pro Liter, ich habe also 6,30 Euro für diese Flasche bezahlt. Da muss man schon mal schlucken, wenn man für die Flasche konventionelles Waschmittel nur rund 3,– Euro bezahlt.

Bei leicht verschmutzter Wäsche werden rd. 60 ml Waschmittel empfohlen. Die Flasche mit 1,5l Waschmittel reicht also für rd. 25 Waschmaschinen-Füllungen, was Kosten von rd. 0,26 Euro pro Waschmaschine sind. Das finde ich wieder voll ok.

Selbst abfüllen ist auf jeden Fall billiger als Ökowaschmittel in der Plastikflasche zu kaufen.

Und nachdem es mir wichtig ist, weniger Müll zu verursachen und natürlich auch weniger giftiges Abwasser zu erzeugen, ist mir das den Preisunterschied gegenüber konventionellem Waschmitteln jedenfalls wert.

Gallseife – das Wunderding

Für hartnäckige Flecken verwende ich feste Gallseife, die gegen viele Arten von Flecken, insbesondere gegen Fett-, Stärke-, Blut-, Obst- und Eiweißflecken sehr gut wirkt.

Die betroffene Stelle wird angefeuchtet, mit einem Stück Gallseife kräftig eingerieben und anschließend ausgewaschen. Danach wiederhole ich den Vorgang, lasse die Gallseife jedoch einige Stunden einwirken und wasche danach das Kleidungsstück ohne vorheriges Auswaschen wie gewohnt in der Waschmaschine.

Mit Gallseife habe ich noch alle Flecken entfernen können, ein perfekter Alleskönner für mich!

Wolle und Seide

Im Biowaschmittelbereich gibt es auch ein Waschmittel für Wolle und Seide, nämlich Olivenwaschmittel.

Inhaltsstoffe: Olivenölseife aus kontroll. biol. Anbau/biol.-dynam. Anbau, Zuckertensid, Seife aus Rapsöl/Sonnenblumenöl aus kontr. biol. Anbau, Pflanzlicher Alkohol (Äthanol), Citrat, Ätherisches Lavendelöl aus kontroll. biol. Anbau, Balsamische Zusätze aus kontr. biol. Anbau/Wildsammlung, Wasser, gewirbelt

Minimalismus beim Wäsche waschen

Viele Menschen verwenden Weichspüler, weil die Wäsche so kuschelig weich wird und danach so gut riecht.

Für mich fühlt sich weichgespülte Wäsche nicht gut an, ich habe immer den Eindruck, es bleibt etwas an meinen Fingern kleben. Und den Geruch mag ich auch nicht. Meine Kleidung soll nach gar nichts riechen, wenn ich sie trage vielleicht irgendwann nach mir aber das ist es schon.

Meine Wäsche wasche ich jetzt schon seit gut 30 Jahren ersatzlos ohne Weichspüler, welcher mir noch nie abgegangen ist.

Was mir jedoch aufgefallen ist, mit dem neuen Biowaschmittel wird die Wäsche weicher als mit dem konventionellen Waschmittel.

Bleichmittel verwende ich nur, wenn es unbedingt nötig ist und extreme Verschmutzungen vorhanden sind. Daher kaufe ich es als Baustein extra.

weniger ist gut für die Umwelt

Für mich geht es beim Thema „Wäsche waschen“ nicht nur um eine Reduktion des Verpackungsmülls sondern auch um eine Reduktion des Waschmittels. Je weniger Waschmittel ich verbrauche, desto weniger wandert ins Abwasser.

* Flecken in Kleidung werden IMMER vorbehandelt, möglichst unmittelbar, nachdem sie entstanden sind. Gallseife, die man als festes Waschstück in einem Karton zu kaufen bekommt, ist dazu perfekt geeignet. Dadurch kann das Waschmittel immer so niedrig wie möglich dosiert werden.

* Wenn ich Küchenwäsche bzw. Kleidung mit Fettflecken wasche, kommt ein Esslöffel Waschsoda in die Waschmaschine. Dadurch wird Fett perfekt gelöst und ich spare Waschmittel.

* Auf Weichspüler verzichte ich insbesondere wegen der Duftstoffe sehr gerne.

* Nicht immer muss man Bleichmittel verwenden, oft ersetzt die Sonne das Bleichmittel.

* Manche Flecken wie z.B. Kernölflecken verschwinden im Sonnenlicht.

* Wollkleidung kann durch ausführliches Lüften länger getragen werden.

* Auch Baumwollkleidung kann nach ausführlichen Lüften manchmal nochmals getragen werden.

* Auf den Wäschetrockner kann ich gerne verzichten, das ist nur ein Stromfresser. Ich hänge meine Wäsche auf den Wäscheständer zum Trocknen auf. Nein, ich habe keinen eigenen Waschraum zur Verfügung, der Wäscheständer steht im Wohnzimmer herum, wenn das Wetter schlecht oder Winter ist. Im Winter freue ich mich darüber, dass die Heizungsluft nicht ganz so trocken ist.

platzsparender Wäscheständerturm

platzsparender Wäscheständerturm


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Diesen Beitrag verlinke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Derzeit wird die Linkparty gerade auf meinem Blog durchgeführt.

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