Urlaub in einem tiny house

Der Urlaub ist zwar schon wirklich lange vorbei, aber das graunebelige Novemberwetter lädt geradezu dazu ein, noch einmal an den Sommerurlaub zurück zu denken.

Als „Utopia“ den Tipp gab, den Urlaub in einem tiny house zu verbringen (nachzulesen in diesem Beitrag von Utopia), war mein Urlaub in einem wundervollen tiny house in der Toskana bereits wieder vorüber.

unser minimalistisches Urlaubreich - Haus, Terasse und Dachterasse

unser minimalistisches Urlaubreich – Haus, Terasse und Dachterasse

Leben in einem tiny house

Herr Widerstand und ich hatten im Juli nämlich so ein winziges Häuschen mitten in der Toskana gemietet. Innen maß das Haus in etwa 3,5 m x 7 m und hatte somit rund 25m² auf 2 Räume sowie Bad/WC verteilt. Man trat von der Terasse direkt in die geräumige Wohnküche ein. Der schmale Tisch nahm nicht allzu viel Platz weg, neben der Spüle fanden Waschmaschine und Kühlschrank Platz.

Die Küche war sehr zweckmäßig eingerichtet, neben dem 3flammigen Gaskocher fanden die Lebensmittel in einem großen Vorratsschrank Platz. Das Geschirr wurde in mehreren Laden sowie einem kleinen Hängekästchen untergebracht. Ein großes Schneidebrett bildete die Arbeitsfläche direkt auf der Waschmaschine (was für eine geniale Idee!).

alles da, was man braucht!

alles da, was man braucht!

Durch das Sofa in der Wohnküche, auf dem man sitzen, essen und lümmeln konnte, war es möglich, dass sogar 3 Personen in dem Häuschen schlafen konnten.

Das Schlafzimmer war im Vergleich dazu winzig, denn fast die Hälfte wurde zu einem Badezimmer abgetrennt. Obwohl dieses auch winzig klein war. Nach italienischer Art gab es keine Duschtasse, das war aber auch sehr gut, denn sonst hätte man mitten in der Duschtasse stehen müssen, wenn man sich die Zähne putzt. So aber ist der Platz nicht abgegangen. Es gab sogar zwei Regale für die Handtücher und persönlichen Sachen.

Alternativ dazu stand vor der Terrasse eine Outdoor-Dusche, was im Sommer wirklich sehr angenehm ist. Diese Dusche hatte eine natürliche Solarheizung für das Wasser, denn wenn der Schlauch ein wenig in der Sonne gelegen ist, war das Wasser ganz warm.

meistens haben wir jedoch im Freien geduscht

meistens haben wir jedoch im Freien geduscht

Das Bett hat fast den gesamten Raum vom Schlafzimmer eingenommen, nur noch ein kleiner Schrank sowie eine Kommode verstellten den Rest.

das Schlafzimmer

das Schlafzimmer

Natürlich hat der Besitzer vom Haus, der dieses selbst als Ferienhaus nutzt, einiges an persönlichen Dingen da gelassen, dadurch war z.B. die gesamte Kommode voll und die Regale, welche sehr originell aus nur ganz wenig bearbeiteten Holzstücken bestanden, mit Büchern und anderem Zeug belegt.

Für meine Geschmack war dadurch viel zu viel Zeug in dem Haus. Mir hat der Raum zwischen den Dingen gefehlt. Vielleicht hat auch das schräge Dach, das einen Teil vom Raum weg nimmt, dazu beigetragen, das mag sein.

Ergänzt wurde das Haus durch eine Terrasse, welche in etwa gleich groß war wie das Haus selbst. Da es die meiste Zeit sehr heiß war, haben wir das Kochen daher ins Freie verlegt, um die Räume nicht unnötig aufzuheizen.

unser Kochplatz im Freien

unser Kochplatz im Freien

Wir haben sehr viel Zeit im Freien verbracht, auch der riesige Olivenhain hat dazu eingeladen. Im Schatten der Bäume konnte ich am Vormittag in der Hängematte meditieren und am Nachmittag lesen.

mein Lieblingsplatz im schattigen Olivenhain

mein Lieblingsplatz im schattigen Olivenhain

Wenn man so will war es dadurch gar kein tiny house, denn wir hatten insgesamt viel mehr Platz zur Verfügung und diesen auch ausgenutzt.

Die meiste Zeit haben wir im Freien gelebt, nur zu Mittag, wenn es sehr heiß war, habe ich mich ins Haus zurück gezogen. Auch am Abend, wenn mich die Gelsen gejagt haben, war ich froh über die geschlossenen Räume.

eine zweite Hängematte machte die Terasse gemütlich für uns

eine zweite Hängematte machte die Terasse gemütlich für uns

Was habe ich aus der Zeit gelernt?

Alleine für mich würde eine winzige Wohnung auf jeden Fall reichen, zu zweit – und im speziellen in unserer Situation – sieht das allerdings anders aus. Ich bin es mittlerweile gewohnt, dass ich mich zurück ziehen kann. Auch Herr Widerstand, der vor unserer Beziehung in so einer winzigen Wohnung gelebt hat, weiß die Größe der Wohnung mittlerweile zu schätzen. Auch wenn 100m² definitiv zu viel sind für uns, so würde ich doch dauerhaft nicht mehr auf 25m² zu zweit wohnen wollen.

Was in unserem Fall zu Problemen führt ist, dass Herr Widerstand seinem Beruf zu einem großen Teil zu Hause nachgeht und dafür einen eigenen Raum und Ruhe braucht. Ein Wohnraum wäre daher zu wenig, denn ich könnte mich in der Zeit dann nicht zu Hause aufhalten.

Außer das winzige Haus würde so wie in der Toskana von so einem großzügigen Freibereich ergänzt werden. Dann kann ich mir das sehr wohl sehr gut vorstellen. Natürlich muss man berücksichtigen, dass man in den Wintermonaten in Österreich nicht so gut im Freien leben kann.

Nachdem es sich um ein Eigenheim handelt, werde ich vorerst wohl keine Veränderung an meiner derzeitigen Wohnsituation vornehmen. Vielleicht werde ich irgendwann Großmutter, dann werden sich die Enkelkinder darüber freuen, wenn sie ein paar Tage zu Besuch bleiben und ihr eigenes Reich haben können.

Wenn ich irgendwann einmal keinem Beruf mehr nachgehe, kann ich es mir aber sehr gut vorstellen, meine Wohnsituation noch einmal gänzlich zu überdenken und zu verändern.

typische Landschaft in der Toskana

typische Landschaft in der Toskana

mein Leben in einem tiny house

Ich kann mich noch gut an meine allererste richtige Wohnung erinnern. Sie maß gerade einmal 25m², hatte aber alles, was ich brauchte. Ein großes Wohn-Ess-Schlafzimmer, einen Abstellraum, den ich in einen begehbaren Schrank umgebaut hatte, eine winzige Küche, ein noch kleineres WC und ein kleines Bad. Verbunden waren die Räume durch einen schmalen Gang, ein Balkon in den Hinterhof hat die Wohnung aufgewertet, wir haben einmal sogar darauf gegrillt.

In keiner anderen Wohnung habe ich mich wohler gefühlt als dort. Ob es am Zauber der ersten Wohnung gelegen hat oder weil es einfach so perfekt geschnitten war und in seiner Kleinheit alle meine Bedürfnisse befriedigt hat, kann ich jetzt nicht mehr sagen. Es war nie viel Aufwand die Wohnung in Ordnung zu halten und ich habe mich nie einsam gefühlt, soviel steht fest.

immer mehr

Als die Kinder kamen, wurde der Platzbedarf immer größer. In meinem kleinen 80m² Reihenhäuschen mit 3 Räumen, in das ich danach gezogen bin, wurde es zu viert schnell zu eng. Kinder brauchen Platz, vor allem in der Pubertät. Also habe ich den Dachboden ausgebaut, damit beiden Kindern eigene Bereiche zur Verfügung stehen.

Meine Tochter hat längst eine eigene Wohnung. Heute habe ich den ausgebauten Dachboden zu meinem Hobbyraum umgestaltet. Das ist zwar sehr praktisch, aber in Wahrheit ist das Haus viel zu groß für 3 Leute. Immer wieder denke ich an meine kleine Garconniere und wie wohl ich mich darin gefühlt habe. Und mit wie wenig Zeug ich damals tatsächlich ausgekommen bin.

Heute ist der halbe Keller mit Schachteln voll, in denen sich Zeug von meinen Kindern befindet, das ich nicht weg werfen darf. Ich würde sehr gerne alles reduzieren, derzeit ist das leider noch nicht möglich.

Fortsetzung folgt…

Müll reduzieren im Urlaub – wie man den Abfall auch im Urlaub gering halten kann


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Und weil es ökologisch ganz viel Sinn macht, seinen Wohnraum so klein wie möglich zu halten – ich sage nur Strom, Heizung, Putzmittel u.v.m. und natürlich Bausubstanz etc. – schicke ich diesen Beitrag zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. Hier geht es zur aktuellen Linkparty.

Weiters verlinkt zu ANL von Rostrose.


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34 Kommentare zu “Urlaub in einem tiny house

  1. Liebe Maria, Sehr interessant! Ich könnte mir vorstellen dass echt der viele Krempel im Tiny House mehr gestört hat als man es bewusst merkt. Denn beim Tiny House geht es ja vor allem darum dass auch die Krempelmenge tiny sein soll. Trotzdem sicher eine gute Erfahrung, und sei es nur um herauszufinden dass das dann doch etwas zu tiny für Eure derzeitige Situation wäre. …wäre ja blöd wenn Ihr das auf die harte Tour hättet rausfinden müssen. ..;-) LG Birte

    • Hallo Birte!

      Urlaub in einem tiny house ist Leben auf kleinstem Raum zum Ausprobieren 😉

      Stimmt, obwohl man das natürlich aufgrund der Urlaubssituation nicht 100%ig vergleichen kann. Aber natürlich ist gerade so eine Art von Urlaub dazu geeignet um die eigenen Bedürfnisse in der Hinsicht zu erforschen. Und das war mit ein Grund, warum ich mich in diesem Jahr dafür entschieden habe.

      Nachdem seit kurzem mein Sohn wieder regelmäßig bei mir wohnt, ist das Thema sowieso zurück gestellt.

      Danke für Dein Kommentar!

      lg
      Maria

  2. Wir urlauben seit Jahren im Tiny House, nämlich unserem Wohnwagen. Zu Extremzeiten zu sechst, wobei die Großen im Zelt schliefen. So kommt uns der Urlaub zu dritt inzwischen sehr luxuriös vor, allerdings schätze ich daheim im Reihenhaus jeden Zentimeter Platz, der mir während des Jahres manchmal zu eng vorkommt (Hausflur, Bad, Küche, kein Keller). Für mich ist das eine prima Therapie, auch wenn das Chaos groß war (Strandtücher, Handtücher, Kleidung von Sechsen, das hängt und liegt dann überall herum *grusel*). Und mit fremden Leuten in Hörweite Sanitäranlagen zu teilen, das erdet auch mal wieder ordentlich.
    glg

    • Hallo Tagpflückerin!

      Ja, ein Urlaub in einem mobilen Heim ist wirklich tiny! Kleiner geht es kaum. Dafür ist man unabhängig und kann schön reisen.

      Aber Du hast recht damit, dass man danach die Räume bzw. Möglichkeiten zu Hause wieder mehr zu schätzen weiß.

      lg
      Maria

  3. Hallo Maria, du sprichst aus meiner Sicht etwas sehr wichtiges an: die Rückzugsräume. Dieses Thema fehlt mir oft, wenn über Tinyhäuser gesprochen wird. Sobald man dort nicht alleine wohnt, fehlt genau dieser persönliche Rückzugsraum, wo man einfach auch mal zwischenzeitlich die Tür zu machen kann. Egal, ob man nun in einer Beziehung lebt, einer WG oder sonstwie: sich ständig einen gemeinsamen Raum zu teilen, kann auf Dauer sehr anstrengend und wenig beziehungsförderlich werden. Erst recht ist das der Fall, wenn dann auch noch Zuhause gearbeitet wird. Früher oder später (wenn der Alltag einkehrt), geht man sich dann absehbar auf die Nerven. Dann ändern sich ja auch Wohnbedürfnisse, gerade Teenager brauchen Raum für sich, später dann ist dann das Haus bzw. Wohnung viel zu groß. Als Mieterin habe ich es da leichter – ich kann dann einfacher entscheiden, einfach umzuziehen.

    • Hallo Gabi!

      Das mit dem Rückzugsraum ist mir immer wichtiger geworden. Wobei bei mir die Ansprüche an den Rückzugsraum gestiegen sind.

      Als die Kinder klein waren hat mir mein eigenes Bett als Rückzugsraum gereicht. Jetzt will ich darin auch mit dem PC arbeiten und nähen. Das habe ich früher im Wohnzimmer gemacht.

      Die Problematik mit den wechselnden Ansprüchen und der Unflexibilität von einem Eigenheim wird mir immer stärker bewusst.

      Da mein Reihenhaus auch ganz viele Stiegen/Stufen hat, wird es sicher einmal eine Veränderung geben.

      Dann möchte ich mich wieder viel kleiner wohnen.

      lg
      Maria

  4. Moin,
    Mit den fehlenden Rückzugsraum, das kann ich gut nachvollziehen. Bis 1990 wohnten wir, wegen der Wohnungsnot in der DDR, mit 7 Personen in einer klitzekleinen 2 1/2 Raumwohnung. 5 Erwachsene und 2 Babys. Da nur die Stube zu beheizen ging, spielte sich das gesamte Familienleben dort ab. Essen, Fernsehen, Hausaufgaben, Babys wickeln/ baden…. Die Küche war winzig. Da stand auch noch eine „Kochhexe“ drin, die aber nur bei ganz eisigen Temperaturen befeuert wurde. Die Toilette war auf halber Treppe. Ein Bad gab es nicht. Nur eine Schüssel um sich zu waschen. Warm Wasser gab es auch nicht.
    Heute wohne ich im eigenen Reihenhaus. Aber bei der Planung haben wir irgendwie ein Zimmer zu wenig eingeplant. So habe ich heute noch immer keinen eigenen Rückzugsraum bzw. Platz für meine Hobbys. Das wird wohl erst, wenn die Jungs ihre eigenen Wege gehen.
    Aber wir haben alle ein Dach über dem Kopf. So gut haben es ( leider) viele Menschen nicht.
    Ich wünsche dir und deiner Familie einen schönen ersten Advent.
    Gruß Silke

    • Hallo Silke!

      7 Personen in 2 1/2 Zimmer ist eine Herausforderung. Aber wenn man in der Situation ist, dann ist es halt auch so und man kommt zurecht bzw. findet andere Wege für sich selbst.

      Ich habe immer das kleinste Zimmer (8m²) für mich als Schlafzimmer gehabt und meinen Kinderen den Vortritt gelassen. Ist auch gegangen.

      Heute genieße ich einerseits natürlich den Freiraum andererseits sehe ich aber auch, dass das ganz viel Mehrarbeit bedeutet mit Aufräumen und sauber halten.

      lg
      Maria

  5. Im Urlaub finde ich das OK und man braucht meistens auch weniger Platz, weil man unterwegs ist oder weil sich viel Leben draußen abspielt. Aber für immer finde ich ‚tiny‘ beengend und bedrückend. Leichter sauber zu halten finde ich es ebenfalls nicht … schließlich hatte ich auch mal etwas Winziges, meine erste Wohnung, 1 Zi,, K, Bad. Nein, ich genieße die Großzügigkeit und habe lieber weniger Möbel und Dekokram.
    Liebe Grüße, Ingrid

    • Hallo Ingrid!

      Im Urlaub – meist ist es ja die warme Jahreszeit – wird der kleine Wohnraum durch den Aufenthalt im Freien erweitert. Das sehe ich schon als großen Vorteil an! Ich habe es auch im Beitrag schon geschrieben – das funktioniert halt leider nur in warmen Gegenden, bei uns im Winter ist man dann schon auf den geheizten Wohnraum angewiesen.

      Da ist dann auch das Problem mit der Wahl der Größe, da der Bedarf je nach Jahreszeit unterschiedlich ist.

      Für mich ist das Sauberhalten vom Haus die größte Herausforderung im Zusammenhang mit der Größe. Ich putze einfach nicht gerne. In meinem 1-Raum-Appartement hat mich das seinerzeit nicht belastet.

      lg
      Maria

  6. Die Beschreibung deiner ersten Wohnung klingt richtig toll 🙂
    Ich habe auch sehr positive Erinnerungen an meine erste Wohnung (danach folgte eine WG und jetzt seit Mai die zweite 1-Zimmer-Wohnung).
    Und das Landschaftsfoto ist wunderschön. Vielleicht muss ich auch mal in die Toskana 🙂

    Mein Freund (der auch minimalistisch angehaucht ist) und ich haben mal überlegt, wie schön es wäre, auf einem großen Grundstück 2 Tiny Houses zu haben und dazwischen einen schönen Garten, auch mit Tieren. So hat jeder genug Privatsphäre und wir leben trotzdem quasi zusammen 😉 Das wäre ein Träumchen!

    • Hallo Marie!

      2 tiny houses damit jeder seinen Rückzugsbereich hat finde ich eine lustige Idee 😉

      Mittlerweile weiß ich ungefähr, was ich mir für die Zukunft für mich vorstelle. Dieser Urlaub hat mir in der Hinsicht viel Klarheit gebracht.

      Derzeit ist es so, dass das Schlafzimmer so winzig ist, dass es wirklich nur als Schlafzimmer geeignet ist. Das finde ich völlige Platzverschwendung, in einer künftigen Wohnung will ich kein Schlafzimmer mehr sondern ein Lebenszimmer.

      lg
      Maria

  7. im Urlaub brauch ich auch nicht viel Platz..
    und klein bin ich auch gewöhnt..
    unsere erste eigene Wohnung hatte glaub ich 53 qm da wohnten wir bis kurz vor der Geburt unserer 4. Tochter..auch ohne Bad oder Dusche..
    dann zogen wir in 68 qm
    was für ein Luxus 😉
    4 gleich große Zimmer und ein Bad..
    als unsere 5 Tochter unterwegs war zog die Große in eine kleine Dachwohnung im gleichen Block.. 😉
    heute lebe ich hier alleine
    liebe Grüße
    Rosi

    • Hallo Rosi!

      So verändert sich die Situation im Laufe der Zeit. Das ist schon eine gewaltige Umstellung, wenn dann alle 5 Kinder ausgezogen sind!

      Ich kann es mittlerweile genießen, dass ich mehr Freiraum habe. Am Anfang war das sehr gewöhnungsbedürftig!

      lg
      Maria

  8. Hallo Maria!
    Dein Beitrag passt perfekt in die vom Überfluss heimgesuchte Zeit des Jahres. Da kann man sich ruhig auch mal Gedanken drüber machen, wie das mit der Wohnsituation aussieht 🙂
    Wir haben zu zweit 42m². Nur einer von uns hat den Luxus, eine Tür zumachen zu können. Diesen Luxus haben wir nun nach 6 Jahren getauscht. Jetzt ist die Wohnküche mein Bereich. Das passt so und find ich nach all der Zeit auch fair.
    Mittlerweile hat der dauerhafte Aufenthalt in Tiny Houses auch für mich seinen Reiz verloren. Im Sommer gibt es nichts schöneres, als nur mit dem Zelt bewaffnet durch die Berge zu streifen. Aber im Winter wäre mir das alles viel zu beengt, würden wir nur 25m² zur Verfügung haben.
    Für die Zukunft wünschen wir uns aber schon mehr Platz. Mehr Beinfreiheit, aber auch eine bessere Unterbringung unserer Bergausrüstung wäre irgendwann schon toll.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      1 1/2 Zimmer, wie Du mit Deinem Partner hast, ist natürlich wirklich sehr eng und ich kann gut verstehen, dass Du Dir etwas mehr Raum wünscht. Vor allem weil Du ja auch Platz für Deine Hobbies brauchst.

      In der Küche zu leben ist aber auch nicht so einfach. Ich finde die Geräusche der Küchengeräte – insbesondere vom Kühlschrank – in der Nacht sehr störend.

      Mit dem Zelt mag ich nicht mehr unterwegs sein, da fehlt mir der Schlafkomfort. Seitdem ich die Hängematte als Ersatz habe, weiß ich dass es anders viel bequemer ist und auch nicht mehr Platz benötigt. Aber natürlich nur in Gegenden, wo es normalerweise nicht regnet 😉

      lg
      Maria

      • Hallo Maria! In ein paar Jahren ist es hoffentlich so weit – dann haben wir beide viel mehr Platz 😉
        Den Kühlschrank find ich auch nervig, vor allem am Abend. Ich bin froh, nicht in der Küche schlafen zu müssen.
        An den mangelnden Schlafkomfort gewöhnt man sich irgendwann. Kann mir aber vorstellen, dass ich da auch anders drüber denke, wenn ich ein bisschen älter bin. Aber dann gibt’s immer noch die Option, auf Hütten zu übernachten. Da hat man zumindest eine Matratze.
        Hängematten sind sicher cool. Hab noch nie in einer gelegen, wie ich gestehen muss. Für Trekkingtripps wären sie auch viel zu schwer.

        LG, Daniela

      • Hallo Daniela!

        Die Hängematten, die wir haben, sind nicht so schwer. Ein Zelt wiegt vermutlich viel mehr! Es gibt da große Unterschiede und auch spezielle für Trekkingtouren mit Moskitonetz kombiniert.

        Das Gefühl in einer Hängematte zu liegen ist einfach wunderbar!

        lg
        Maria

  9. Ein spannendes Thema, über das ich mir auch schon oft Gedanken gemacht habe.
    Die Bilder von Eurem Urlaubsdomizil vermitteln nicht wirklich ein gemütliches Zuhause, auch mir kommt es sehr zugestellt vor.
    Im Moment lebe ich mit meinem Lebensgefährten auch auf 100 qm. Einerseits geniesse ich die Freiräume, die wir hier haben, anderseits könnte die Wohnung ruhig etwaas kleiner sein. Aber das jeder sein eigenes kleines Reich hat finde ich extrem wichtig.
    Während meiner Ausbildung habe ich auf 12 qm gewohnt. Das war ein Mini-Appartement in einem Wohnheim. Da gab es eine kleine Küchenzeile und ein Bad (alles auf den 12 qm), daneben war kaum Platz für einen schmalen Kleiderschrank, ein Bett, ein Regal und einen kleinen Tisch. Im Winter war das schon ganz schön beengend, vor allem wenn mal Besuch da war, aber 2 Jahre habe ich dort immerhin ausgehalten.
    Meine erste „richtige“ Wohnung hatte dann 35 qm, war schön eingeteilt (Bad, kleiner Flur, abgetrennte Küchenzeile und grosses „Lebenszimmer“), und als besonderen Luxus hatte ich einen eigenen Balkon. Für mich alleine war das perfekt, und auch heute würde ich jederzeit wieder dort (oder in eine ähnlich kleine Wohnung) einziehen. Aber nur alleine. Als ich meinen Lebensgefährten kennengelernt habe und wir am Wochenende gemeinsam in der Wohnung waren war es doch arg eng. Und auf Dauer würde das nur funktionieren wenn wir keine Alternativen hätten. Genauso kann ich mir nicht vorstellen zu zweit dauerhaft in einem Tiny House zu leben. Aber auch nicht alleine auf 100 qm. Wenn mein Lebensgefährte mal ein paar Tage auf Dienstreise ist merke ich das mir das zu gross ist, ich kann die Wohnung dann nicht mit Leben füllen.

    • Hallo Sabrina!

      Du sagst es „ich kann die Wohnung nicht mit Leben füllen“ – in so einer großen Wohnung ganz alleine ist es einsam finde.

      Gabi hat insofern völlig recht, wenn man Mieter ist, kann man die Wohnung sehr einfach wieder den eigenen Bedürfnissen anpassen.

      12 m² stelle ich mir wirklich SEHR eng vor. Ich habe auch einmal in einer WG gewohnt mit ca. 12 m². Es gab nur eine winzige ungemütliche Küche als Gemeinschaftsraum. Da habe ich es auch nicht lange ausgehalten.

      lg
      Maria

  10. Pingback: Monatscollage November 2016 | widerstandistzweckmaessig

  11. Hallo Maria,

    ein echtes Dilemma! Je mehr Dinge man selbst macht – und da bist du ja Meisterin drin – desto mehr Werkzeuge, Geräte und Vorräte hat man auch. Das allein braucht ja schon alles Platz.

    Mein Zimmer misst zur Zeit etwa zwölf Quadratmeter. Freiflächen habe ich trotzdem zur Genüge, denn ich habe nicht mehr so viel Zeug.

    Beim Lesen habe ich mich gefragt, wieso sich deine Wohnsituation nicht ändern wird. Eigenheime kann man ja im Prinzip entweder baulich verändern oder auch verkaufen. Und wegen der Schachteln deiner Kinder im Keller würde ich einfach mal mit ihnen darüber reden. 🙂

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Hallo Philipp!

      Im Moment wird sich nichts ändern. Vor kurzem ist auch mein Sohn wieder eingezogen. Zu Dritt passte es so.

      Wegen den Schachteln im Keller – eine kleine Zeit lang dürfen sie noch hier bleiben. Sobald die Kinder „richtige“ Wohnungen haben, werden sie übersiedeln.

      Mittlerweile habe ich gelernt, geduldig zu sein (zumindest in der Hinsicht).

      Und das mit dem Selbermachen stimmt schon ein wenig. Das braucht auch viel Platz, aber das ist es mir auch wert.

      lg
      Maria

  12. Liebe Maria,
    ich bin gerade beim „Einordnen“ der verlinkten ANL-Beiträge in die ANL-Karte – und bei der Gelegenheit sehe ich mir die Beiträge natürlich auch genauer an. Die Idee vom tiny house gefällt mir gut – erinnert mich an die Wohnwagenurlaube meiner Kindheit u. Jugend – und als unsere Tochter noch klein war, hatten mein Mann und ich auch einen Wohnwagen auf einem Wintercampinglatz – wir teilten ihn mit einem Freund und nützten ihn abwechselnd. Wenn man nicht die ganze Zeit „drinnen“ sein muss, geht das sehr gut, und ich glaube, ich besitze genug „Zigeunerblut“, um überhaupt so leben zu können. Meine erste Wohnung mit 30 qm war mir manchmal aber trotzdem zu klein bzw. mir fiel damals irgendwie die Decke auf den Kopf – ich malte seinerzeit riiiiesige Bilder, die immer im Weg rumstanden ;-)) Aber es war wohl nicht ausschließlich ein Platzproblem – ich zog dann für 14 Monate in eine WG, in der ich weniger Raum für mich allein hatte und mich dennoch doppelt so frei und wohl fühlte; weniger isoliert…

    Diese Art von Urlaub könnte ich mir jedenfalls auch gut vorstellen, danke für den Tipp!
    Und überhaupt DANKEDANKEDANKE für deine vielen ganz besonders tollen ANL-Beiträge!!!
    Liebe rostrosige Adventgrüße,
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/12/bloggertreffen-mit-katzen-mausen-und.html

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