Achtsamkeit in den Alltag bringen

Das Thema Achtsamkeit beschäftigt mich schon seit langer Zeit sehr. Zuletzt hat sich die Achtsamkeit mit dem Thema Ernährung verbunden, als ich das Buch „Schlank durch Achtsamkeit“ gelesen habe.

Achtsamkeit in den Alltag bringen

Um das achtsame Essen zu vereinfachen, habe ich beschlossen insgesamt mehr Achtsamkeit in den Alltag zu bringen. Die Frage war nur, wie gehe ich das an? Welche Möglichkeiten habe ich und was ist für mich der richtige Weg?

Wie so oft kam mir das Internet zu Hilfe und ich bin auf die Seite „BewusstSEIN braucht Raum“ von Katrin Linzbach gestoßen.

Ihre Beiträge empfinde ich als sehr inspirierend und habe dabei auch diese beiden Kartenspiele entdeckt.

zwei Kartenspiele für mehr Achtsamkeit im Alltag

zwei Kartenspiele für mehr Achtsamkeit im Alltag

Spielerisch an das Thema heranzugehen hat mich sehr angesprochen und daher wollte ich die beiden Kartenspiele sehr gerne ausprobieren.

Bewusstsein braucht Raum. Das Kartenspiel für den Alltag

In dem Kartenspiel befinden sich 40 Karten mit Anregungen, wie man seinen Alltag bewusst gestalten kann.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie man diese Karten verwenden kann. Mein erster Ansatz war, dass ich jeden Tag eine Karte ziehe und die Anweisungen darauf befolge. Das hat sich aber leider schnell als für mich persönlich nicht so gut passend herausgestellt.

Mit manchen Aufgabenstellungen bin ich nicht zurecht gekommen und einige waren für mich bereits so selbstverständlich, dass ich sie bereits ständig umsetze.

Und dann waren da noch Aufgaben dabei, die mehrere Tage in Anspruch genommen haben wie z.B. „Welche Glaubenssätze behindern dich? Entlarve diese und formuliere sie neu.“ Da kann man dann auch gut eine Woche oder mehr mit dem Thema verbringen.

Es war für mich daher wichtig, sehr flexibel mit den Karten umzugehen, nicht nach starren Regeln zu spielen sondern vielmehr Aufgaben zu wählen, die gerade anstehen.

Ursprünglich hatte ich geplante, die österliche Fastenzeit (40 Tage = 40 Karten) dazu zu verwenden. Das hat gar nicht geklappt. Letztendlich ist es ein viel längerer Zeitraum geworden, in dem mich die Karten bzw. die Themen auf den Karten beschäftigt haben.

Bewusstsein Collage 1

Bewusstsein braucht Raum. Das Kartenspiel für die Arbeit

Dieses Kartenspiel hilft mehr Achtsamkeit in den Arbeitsalltag zu bringen, es enthält 40 Impulse für einen erfüllten Arbeitstag.

Besonders spannend finde ich die Möglichkeit, das Kartenspiel innerhalb einer Arbeitsgruppe gemeinsam zu spielen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das wirklich einen großen Unterschied für das Arbeitsklima macht. Leider hatte ich bis jetzt noch nicht die Möglichkeit das auszuprobieren.

In der Alltagshektik, wo vielfach nur noch die Leistung im Vordergrund steht, vergessen wir häufig auf uns selbst und dass uns Menschen mit Bedürfnissen und keine Computer gegenüber sitzen.

Durch die kleinen Übungen auf den Karten werden wir angeregt, wertschätzend und respektvoll miteinander umzugehen.

Bewusstsein Collage 2

Mein Erfahrungsbericht

Aufgrund meiner üblichen Entscheidungsschwäche konnte ich mich nicht für eines der beiden Spiele entscheiden.

Das war keine gute Lösung, denn ich musste erfahren, dass ich total überfordert war, beide Kartensets gleichzeitig zu spielen und daher habe ich mich zuerst einmal auf das Kartenspiel für den Alltag konzentriert.

Sehr überrascht hat mich, dass ich doch scheinbar schon ein sehr bewusstes Leben führe. Viele Anregungen habe ich bereits seit langer Zeit in mein Leben integriert. Vielleicht beurteile ich mich und mein Verhalten gar nicht richtig in dem Zusammenhang?

Es waren viele Denkaufgaben, die ich dadurch erhalten habe. Gelernt habe ich eine sehr wichtige Lektion

Es reicht nicht achtsam zu sein, man muss auch achtsam handeln.

Es nützt gar nichts, wenn man sich der Dinge bewusst ist und sich dann jedoch wider besseren Wissens anders entscheidet und die eigenen Grenzen missachtet.

Das ist scheinbar die große Aufgabenstellung, die ich in meinem Leben habe und die werde ich weder durch das Buch noch durch diese Karten lösen können. Es scheitert an der Umsetzung im Alltag und daran, dass ich dazu neige in Aufgaben „hinein zu kippen“ und auf alles rund um mich herum einschließlich auf mich selbst zu vergessen.

Trotzdem kann ich zusammenfassend sagen, dass die vielen kleinen oder auch größeren Anregungen auf den Karten helfen, das Leben bewusster zu gestalten.

Wieder einmal mehr hat sich gezeigt, durch Achtsamkeit dem Moment gegenüber spürt man das Leben viel intensiver. Die ungestillte Sehnsucht wird kleiner, denn sie bekommt sättigende Nahrung.

Ich möchte noch eine Zeitlang mit dem ersten Kartenspiel weiterspielen, immer wieder einmal eine Karte ziehen und diese umsetzen, auch wenn ich das bereits einmal gemacht habe.

Nach dem Sommerurlaub, beim Neustart in den Job, werde ich dann das Kartenspiel für die Arbeit einsetzen. Ich hoffe, dass es nach der längeren Unterbrechung durch den Urlaub, besser möglich ist, einen achtsamen Einstieg zu finden.

Bewusstsein Collage


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Im Gesamtindex „Beiträge“ findest Du eine Übersicht über alle bisher veröffentlichten Beiträge.

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26 Kommentare zu “Achtsamkeit in den Alltag bringen

  1. Mein Lieblingsbuch zur Achtsamkeit ist von Jon Kabat-Zinn: Im Alltag Ruhe finden. Ich hab es schon oft gelesen und blättere immer wieder auch mal abends darin.
    Viele Grüße, Khendra

    • Das ist auch mein Lieblingsbuch dazu. Für mich hat Achtsamkeit auch den Aspekt, gut im Fluss zu sein und gut im Fluss zu handeln, weniger zu „wollen“ und zu „planen“, einfach dazusein und achtsam (das Richtige?) zu tun, bei dem, was ich gerade tue. Dann fühle ich mich mit mir und meinem Tun am wohlsten und es fühlt sich stimmig an. (Alan Watts, Der Lauf des Wassers, hat bei mir da einige Lichter aufgehen lassen.) Danke für deine Gedanken-Anstöße! Lieben Gruß Ghislana

      • Hallo Ghislana!

        Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Weniger zu wollen und weniger zu planen ist ein guter Hinweis für mich. Danke vielmals dafür!

        Auch Dein Buchtipp klingt sehr ansprechend!

        lg
        Maria

      • Hallo zusammen,

        weniger zu planen, finde ich tatsächlich recht schwierig. Im Alltag passiert das natürlich ohnehin. Nur morgens nach dem Aufstehen kann ich mir tatsächlich nichts entspannteres vorstellen, als meinen Tag zu planen. 🙂

        Liebe Grüße,
        Philipp

      • Hallo Philipp!

        Ein bisschen Planung gehört für mich schon dazu, aber es gibt Grenzen. Ich neige dazu, mir zu viel vorzunehmen und wenn der ganze Tag dann zugeplant ist und keinen Spiel(!)raum mehr bietet, dann ist das sicher keine gute Entscheidung.

        lg
        Maria

      • Hallo Maria,

        da hast du recht! Deshalb versuche ich mir beim Planen auch immer bewusst zu sein, wie viel Zeit ich für jede Aktivität benötige und wie viel Zeit zwischen allem. Und dann auch noch für Pausen. 😉

        Lieber Gruß,
        Philipp

      • Hallo Maria,

        mir gelingt das leider auch nicht immer. Aber ich versuche es. Man ist ja schließlich Mensch. 🙂

        Lieber Gruß,
        Philipp

  2. „Es nützt gar nichts, wenn man sich der Dinge bewusst ist und sich dann jedoch wider besseren Wissens anders entscheidet…“

    Das ist auch ein großes Problem für mich.

    An sich persönlich zu arbeiten finde ich immer sehr schwer und ich bewundere alle, die den Mut und den Willen dazu aufbringen. Mir gelingt das meistens nicht so gut und ich lasse solche Sachen gerne schleifen oder will mich bewusst nicht mit mir und meinen Bedürfnissen beschäftigen.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Danke für Dein offenes Kommentar, wobei ich das ganz gut nachvollziehen kann. Ich mag mich auch nicht immer mit Problemen konfrontieren und lenke mich dann mit allerlei (vor allem Internet!) ab.

      Aber mit der Zeit fordert bei mir leider der Körper immer wieder ein, dass ich doch an den Themen arbeite. Dann muss es halt doch sein.

      lg
      Maria

      • Oh ja, das Internet ist eine hervorragende Ablenkung. Aber eben nicht nur. Mein Freund hat schon öfters mal festgestellt, dass ich mich nicht mit mir selbst beschäftigen will und deshalb immer in Bewegung sein muss. Entweder ein Buch in der Hand, den Laptop am Schoß, an der Nähmaschine oder gemütlich beim Stricken. Irgendetwas MUSS ich immer tun. Müßiggang ist nichts für mich.

        Ja, die Signale des Körpers zu überhören ist dagegen nie besonders schlau. Das ist dann auch für mich der Punkt, an dem ich endlich mal was tun muss. Auch wenn das sehr ungemütlich sein kann.

        LG, Daniela

  3. Du bist nicht allein, liebe Maria. Die meisten Menschen wissen ‚eigentlich‘, was richtig ist, was sie machen sollten, aber eben mit der Umsetzung hapert es. Aber ich denke, sich dessen bewusst zu sein, ist der erste Schritt – wie bei allem. Und dann darf man sich anscheinend nicht zu viel vornehmen, sondern nur ein kleines Schrittchen. Ich muss auf diesem Gebiet auch ncoh viel lernen. Es scheint der Schlüssel zu so vielem zu sein.
    LG dir (ich mache eine kleine Pause), Ingrid

    • Hallo Ingrid!

      Danke für Deine lieben Worte. In den letzten Tagen, seitdem ich die beiden Beiträge geschrieben habe, geht es irgendwie auch besser.

      Die vielen lieben Kommentare haben mir auch sehr gut getan!

      Viele liebe Grüße (ich mache übrigens ab nächster Woche eine lange Pause)

      Maria

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