Videotipp am Montag #28

Im heutigen Videotipp am Montag geht es um eine Zukunftsvision wie unsere Welt im Jahr 2050 aussehen könnte.

Eine Welt ohne Wachstum
Utopie von Harald Welzer

Prof. Harald Welzer spricht in dem rd. 6-minütigen Video über seine Phantasie darüber, wie unsere Gesellschaft ohne Wachstum aussehen könnte.



Ich habe seine Gedankengänge wirklich sehr spannend und anregend gefunden, deshalb möchte ich das Video sehr gerne mit Dir teilen.


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Im Index Videotipps findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Videotipps.

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7 Kommentare zu “Videotipp am Montag #28

  1. Hallo Maria,
    ich höre ihn auch gerne an. Sagt tolle Sachen. „Kultivieren“ gefällt mir gut. In der Natur wächst nichts nur in die Höhe. Sondern dann wieder in die Breite um sich zu stabilisieren.

    Auch beim Minimieren muss ich wieder dekorieren, sonst wird es mir zu leer und ungemütlich. Das ist Wachstum durch Schrumpfen. Da kann man sich genauso verlieren wie in den zu vielen Dingen.

    In letzter Zeit denke ich oft, wir sollten lieber schauen, was die anderen von uns brauchen als besser als sie sein zu wollen. Dieser ewige Wettbewerb. Das größere Auto als der Nachbar. Die Reise nach Alaska. Weil Nordsee nicht reicht. Auch so was gibt’s in meinem Leben. 🙂 Ich bin die mit der Nordsee. Jetzt auch mit den Flüchtlingen denke ich oft, lieber einem Kind deutsch breibringen und schauen, was die Menschen benötigen statt den ganzen Tag nur den eigenen Garten stylen. Es gäbe so viel sinnvolleres zu tun mit der eigenen Lebenszeit.

    Ich wundere mich immer über diese Geländewagen mitten in der Stadt. Wo ist hier bitteschön Gelände? Aber die machen ja jede Mode (Wachstum) mit. Den eigenen Lifestyle hinterfragen hat ja noch nie geschadet. Und bitte mehr Miteinander. Das macht mich richtig wütend. Ja, dieser Wettbewerb halt. Je weniger man da mitmacht, umso mehr merkt man das wohl selbst. Ich hoffe, du hast kein Geländewagen. 🙂

    Liebe Grüße – Tanja

    • Hallo Tanja!

      Heute bist Du ja ganz schön in Fahrt gekommen! Dieses miteinander vergleichen mag ich auch gar nicht und nein, ich habe keinen Geländewagen.

      Mehr miteinander bzw. füreinander fände ich auch sehr schön, das würde vielen Menschen auch mehr Sinn in ihr Leben geben, es würde weniger Selbstfindungstrips benötigen und es gäbe auch weniger Depressionen.

      Das ist jetzt einmal meine Utopie dazu 🙂

      lg
      Maria

  2. Das mit den Selbstfindungstrips ist ein gutes Stichwort, finde ich. Es gibt schon so viele Menschen, die nach etwas suchen und nicht wissen, wo sie es finden sollen…

    Hab das Video auch sehr interessant gefunden, hör ich mir gern immer mal wieder an.

    Und ja, würden wir uns nicht ständig miteinander vergleichen und deshalb mehr haben wollen, würd sich das Wachstumsdilemma wahrscheinlich in Luft auflösen.

    Liebe Grüße, Daniela

    • Hallo Daniela!

      Vielen Dank für Dein Kommentar!

      Ich denke auch, dass das Miteinander Vergleichen und sich daraus ergebende Neid ein großer Motivator für den Konsum sind.

      Zufriedenheit mit dem, was wir haben, wäre demnach die wichtigste Waffe und im Prinzip hat Nico Paech das auch mit dem Schlüsselbegriff „Suffizienz“ so beschrieben. Suffizienz bedeutet genug haben und damit zufrieden sein.

      lg
      Maria

  3. Das setzt jetzt ein riesiges Gedankenkarussell bei mir in Gang, eines, bei dem mir schwindelig werden könnte und auch traurig, denn wenn man sich mit offenen Augen umsieht: so viel gedankenlosen Konsum hat es noch nie gegeben. Gerade las ich von Tanjas Blumen … für die Firmen ist es billiger, alles wegzuschmeißen, nicht nur Blumen, auch Drucker. Zack, alles neu, das alte auf die Müllhalde. Da greifen leider Firmenpolitik und Verbraucherverhalten allerfeinst ineinander und bedingen sich gegenseitig.
    Auch, wenn das jetzt sehr optimistisch klingt, ich werde natürlich weiter meinen Weg gehen in der Hoffnung, mit vielen kleinen Dingen und vielleicht mit einem Beispiel in manchen Bereichen etwas bewirken zu können.
    Liebe Grüße, Ingrid

    • Hallo Ingrid!

      Wenn viele Menschen kleine Schritte machen, dann werden daraus mit der Zeit große.

      Ich glaube fest daran, dass das Verhalten des einzelnen etwas bewirken kann. Alleine wenn ich an den Film „plastic planet“ und das Buch von Sandra Krautwaschl denke – es wurden so viele Menschen (einschließlich ich selbst) angeregt, umzudenken und ihr Verhalten zu verändern.

      Gerade habe ich erfahren, dass es in meinem Nachbarort eine große Ausstellung geben wird, die das Thema Plastikmüll im Meer hat. Ich habe Hoffnung!

      lg
      Maria

      • Ohne Hoffnung ginge es auch gar nicht. Ich habe sie auch, trotz allem, was ich unterwegs und sonst so sehe und höre.

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